DE4211786A1 - Vorrichtung zum reinigen von wenigstens einem textilfaden - Google Patents
Vorrichtung zum reinigen von wenigstens einem textilfadenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von wenig
stens einem Textilfaden.
In der Textilindustrie ist es wohl bekannt, daß bei der Produk
tion von textilen Stoffen mittels Weben, Stricken oder anderen
Verfahren die Qualität des Fadens oder der Fäden, aus welchem
der Stoff hergestellt wird, einen direkten Einfluß auf die
Qualität des erhaltenen Stoffes hat. Beispielsweise haben in
der Luft befindlicher Faserflug, Staub oder andere Verunreini
gungen, die unvermeidlich bei textilen Arbeiten abgelöst wer
den, die Neigung, sich auf den textilen Fäden anzusammeln und
können dann, wenn sie nicht entfernt werden, einen Defekt in
dem aus diesen Fäden erzeugten Garn hervorrufen. Beispielsweise
ist es bekannt, daß die Qualität von gewebten Stoffen, die auf
Hochgeschwindigkeits-Luftdüsen-Webstühlen hergestellt werden,
besonders anfällig bezüglich des Vorhandenseins von angesammel
tem Flug auf den Textilfäden sind, die bei dem Weben eingesetzt
werden. Üblicherweise wird in der Vorbereitung ein Schlichten
durchgeführt, indem die Textilfäden durch ein Schlichtebad hin
durchgeführt werden. In diesem Schlichtebad können sich Faser
flug und Verunreinigungen von den Textilfäden lösen, sich sam
meln oder anhäufen mit anderem Faserflug und Verunreinigungen
innerhalb des Bades und dann sich wieder auf den Fäden in grö
ßeren Ansammlungen anlagern, die dann auf dem Garn trocknen und
eine fehlerhafte Dickstelle bilden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Entfernen
von Faserflug und anderen Verunreinigungen von einem Textilfa
den oder Textilfäden während ihres normalen Laufes während der
üblichen Handhabung der Textilfäden zu schaffen, so daß keine
zusätzlichen Reinigungsarbeitsschritte oder Behandlungen not
wendig sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Führung mit einer
Eintrittsöffnung und einer Austrittsöffnung für einen hindurch
laufenden Textilfaden vorgesehen ist, die zwischen der Ein
trittsöffnung und der Austrittsöffnung einen im wesentlichen
geschlossenen Führungsteil aufweist, an den Mittel zum Erzeugen
einer quer zur Laufrichtung des Textilfadens gerichteten Saug
kraft angeschlossen sind.
Diese Führung läßt sich in einfacher Weise in den Fadenlauf
eines Textilfadens zwischen zwei Verarbeitungsstationen ein
bringen, wobei der laufende Faden gereinigt wird, ohne daß eine
zusätzliche Handhabung oder ein zusätzlicher Arbeitsprozeß not
wendig sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorge
sehen, daß für eine Vielzahl von Textilfäden zur Aufnahme von
jeweils einem Textilfaden eine entsprechende Vielzahl von riet
artig nebeneinander angeordneten Führungen vorgesehen sind.Eine
derartige Vorrichtung läßt sich in einfacher Weise in den Zet
telprozeß integrieren, bei welchem Kettbäume gewickelt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß
die Eingangsöffnung und die Ausgangsöffnung eines Führungs
teils, durch die hindurch Umgebungsluft eingesaugt wird, wenig
stens annähernd gleich groß sind. Dadurch wird erreicht, daß
das Aufbringen einer zusätzlichen Spannung auf den oder die
laufenden Textilfäden minimiert wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird vor
gesehen, daß eine Führung ein Grundelement aufweist, das die
Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung bildet und das einen
Längsschlitz aufweist, dem ein wegbewegbares Verschlußelement
zugeordnet ist. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, den
oder die Textilfäden in die Vorrichtung einzulegen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß
den Mitteln zum Erzeugen einer Saugkraft Mittel zum Sammeln von
Flug und Verunreinigungen zugeordnet sind. Diese Mittel zum
Sammeln enthalten vorteilhaft einen Filter. Bei einer Ausge
staltung wird vorgesehen, daß der Filter ein bandförmiges, in
seiner Längsrichtung bewegbares Filtermaterial enthält. Auf
diesem Filtermaterial legt sich der Faserflug in der Form einer
länglichen, endlosen Decke ab, so daß unter Umständen dieser
Faserflug wieder verwertbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind Mittel zum Auslen
ken der Textilfäden quer zu ihrer Laufrichtung und innerhalb
der Führung vorgesehen. Dadurch wird ein wischender oder rei
bender Kontakt zwischen den Textilfäden und den Innenflächen
der Führungen erhalten, was einerseits den Reinigungseffekt er
höht und andererseits das Ansammeln von Faserflug o. dgl. an den
Flächen der Führungen verhindert. Ausführungsbeispiele der Er
findung werden anhand der Figuren nachstehend beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht von hinten einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen in einer
bevorzugten Ausführungsform mit rietartig angeordneten
Führungen für den Einsatz in einem Zettelsystem,
Fig. 2 einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie 2-2
der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 einen anderen vertikalen Querschnitt entlang der Linie
3-3 der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 4 einen vergrößerten Querschnitt durch den rietartigen
Abschnitt der Vorrichtung nach Fig. 1, entsprechend
der Linie 3-3,
Fig. 5 einen vergrößerten Querschnitt der rietartigen
Anordnung der Vorrichtung nach Fig. 1, entlang der
Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 einen Teilschnitt ähnlich Fig. 4 mit einem Hilfs
mechanismus, um die Textilfäden vertikal innerhalb des
rietartigen Bereiches der Vorrichtung hin- und herzu
bewegen,
Fig. 7 einen Querschnitt durch die Breite einer anderen Aus
führungsform einer Filtereinrichtung für die Vor
richtung nach Fig. 1 und
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform
des Filterbereiches für eine Vorrichtung nach Fig. 1.
Die Vorrichtung (10) zum Reinigen laufender Textilfäden ist so
dargestellt, wie sie bevorzugt in ein Riet zur Anwendung in
einem textilen Zettelsystem eingesetzt wird, um eine Vielzahl
von Textilfäden (Y) getrennt zu führen, die nebeneinander in
Form eines Kettbandes (W) laufen, von welchem nur ein repräsen
tativer Teil gezeigt ist. Die vorliegende Vorrichtung ist je
doch in gleicher Weise geeignet für andere Anwendungen zum Rei
nigen von einem oder mehreren laufenden Fäden als Teil eines
anderen Verarbeitungssystems für Textilfäden, so daß darauf
hingewiesen wird, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Rei
nigen nicht auf ihrer Anwendung in einem Riet für textiles Zet
teln beschränkt ist.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu sehen ist, umfaßt die Vorrichtung (10)
zum Reinigen ein aufrecht auf dem Boden stehendes Gehäuse (12),
das einen im wesentlichen geschlossenen Innenraum (14) besitzt.
Das Gehäuse (12) verjüngt sich nach oben zu einer schmalen,
nach oben gerichteten, schlitzförmigen Öffnung (20) - Fig. 3 -
die sich an dem oberen Ende des Gehäuses (12) befindet. Eine
Rietanordnung (22) ist an dem oberen Ende des Gehäuses (12) an
geordnet und überdeckt die Öffnung (20). Wie später noch weiter
beschrieben wird, bildet die Rietanordnung (22) eine Vielzahl
von Fadenführungsschlitzen (24) - Fig. 5 - die parallel neben
einanderliegend und parallel zueinander sich über die Länge der
Rietanordnung (22) erstrecken. Jeder Führungsschlitz ist nach
unten durch die Öffnung (20) offen und steht in Verbindung mit
dem Innenraum (14) des Gehäuses (12).
Ein motorgetriebenes Gebläse (26) ist innerhalb des vergrößer
ten unteren Abschnittes des Gehäuses angeordnet, wobei die An
saugseite des Gebläses (26) zu dem Innenraum (14) des Gehäuses
offen ist und die Ausblasseite des Gebläses nach außen von dem
Gehäuse (12) gerichtet ist, um innerhalb des Innenraums (14)
einen Unterdruck und damit eine Saugkraft zu erzeugen, um Umge
bungsluft nach unten in den Innenraum (14) durch die Schlitze
(24) der Rietanordnung (22) hineinzusaugen. Eine Filteranord
nung (28) ist horizontal in einem Zwischenabschnitt des Gehäu
ses (12) zwischen dem Gebläse (26) und der Rietanordnung (22)
angeordnet, um in der Umgebungsluft befindliche Verunreinigun
gen aus der Umgebungsluft zu filtern, die von dem Gebläse (26)
in das Gehäuse (12) eingesaugt wird.
An dem oberen Ende des Gehäuses ist außen eine Deckelanordnung
(30) angebracht, die wahlweise in und aus einer Abdeckposition
bezüglich der Rietanordnung (22) bewegbar ist. An dem Äußeren
des Gehäuses in dem Bereich seines oberen Endes ist außerdem
ein Fadenumlenkmechanismus (32) angebracht, um das Kettband (W)
aus Textilfäden (Y) innerhalb der jeweiligen Rietschlitze (14)
periodisch während der Zettelbewegung auf und ab zu bewegen,
wie später noch weiter beschrieben wird.
Verschiedene handelsübliche, motorgetriebene Gebläse (26) sind
geeignet. Wie am besten aus Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, hat
das Gebläse der bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung
(10) ein Gebläsegehäuse (34), das eine Innenwand (36) aufweist,
die zwei im wesentlichen gleiche, nebeneinanderliegende Geblä
sekammern (28) bildet, die jeweils ein Gebläserad (40) enthal
ten, die koaxial auf einer gemeinsamen Welle (42) angeordnet
sind, die drehbar in gegenüberliegenden Wänden des Gehäuses
(34) gelagert ist. Ein einzelner Elektromotor (44) ist an dem
Ende der Welle (42) angebracht, um beide Gebläseräder (40) syn
chron anzutreiben. Ein Paar von Ansaugöffnungen (26) sind je
weils an entsprechenden Stellen in gegenüberliegenden Endwänden
des Gebläsegehäuses (34) angebracht, um jeweils zu der Gebläse
kammer (38) hin offen zu sein und dadurch jede Gebläsekammer
unabhängig voneinander mit dem Innenraum (14) des Gehäuses (12)
zu verbinden. In ähnlicher Weise ist eine Ausblasöffnung (48)
auf einer Seite des Gebläsegehäuses (34) angebracht, die über
beide Gebläsekammern (38) reicht. Die Ausblasöffnung (48) liegt
einer Ausblasöffnung (50) des Gehäuses (12) gegenüber und ist
mit dieser durch eine Leitungseinrichtung (51) verbunden. Wei
tere, nicht dargestellte Leitungseinrichtungen können an die
Ausblasöffnung (50) außerhalb des Gehäuses (12) angebracht wer
den, um die von dem Gebläse (26) ausgeblasene Luft an irgend
eine Ausblasstelle zu liefern, die von der Vorrichtung (10)
entfernt ist.
Die Filteranordnung kann grundsätzlich aus jeder Konstruktion
bestehen, die geeignet ist, um Flug, Staub und andere Verunrei
nigungen, die typischerweise auf laufenden Textilfäden gefunden
wird, von der Umgebungsluft einer Textilmaschinenhalle zu
trennen. Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten, bevorzugten
Ausführungsform hat die Filteranordnung (28) die Form einer
rechteckigen Schublade (54), die in dem Zwischenbereich des Ge
häuses (12) auf Gleitelementen gehalten ist, die seitlich nach
innen von dem Rahmen (16) hervorragen, um eine Gleitbewegung
der Schublade (45) in und aus dem Gehäuse (12) durch die Öff
nung (58) des Gehäuses (12) zu erlauben. Die Schublade (54) hat
einen rechteckigen, äußeren Rahmen (60), der bezüglich seiner
Dimension dem rechteckigen Innenraum (14) des Gehäuses (12) in
dem Zwischenbereich entspricht. Der Rahmen (60) besitzt weiter
geeignete Dichtungsstreifen oder andere Dichtungsmittel (nicht
dargestellt), die entlang seines äußeren Umfangs angeordnet
sind, um eine im wesentlichen luftundurchlässige Abdichtung
zwischen dem Rahmen (60) der Schublade (54) und dem Inneren des
Gehäuses (12) zu bilden, wenn die Schublade sich in ihrer inne
ren Position in dem Gehäuse (12) befindet. Ein Filterstoff oder
anderes Filtermaterial (62), das geeignet ist, um faserigen
Textilflug und Staub und andere Verunreinigungen von der strö
menden Luft zu trennen, ist auf dem Rahmen (60) derart angeord
net, daß der ganze von dem Rahmen (60) umschlossene Bereich ab
gedeckt ist, so daß eine Filtervorrichtung für die gesamte, von
dem Gebläse (26) in und durch das Gehäuse (12) gesaugte Luft
erhalten wird.
Die Ausbildung der Rietanordnung (22) ist am besten in Fig. 4
und 5 zu erkennen. Die Rietanordnung (22) enthält eine Grundan
ordnung, die aus einem Paar von L-Winkeln (64) und einem paar
von entsprechenden rechteckigen Metalleisten (66) gebildet
wird, die mit Hilfe mehrerer versenkter Schrauben (68) in spie
gelbildlicher Anordnung in Abstand zueinander auf dem oberen
Ende des Rahmens des Gehäuses (12) auf gegenüberliegenden Sei
ten der Öffnung (20) angeordnet sind. Die Winkel (64) sind mit
quer zu ihnen verlaufenden Schlitzlöchern versehen, durch wel
che die Schrauben (68) ragen, um eine Einstellung der Winkel
(64) bezüglich ihres gegenseitigen Abstandes zu gestatten. Eine
Vielzahl von ebenen, plattenförmigen Rippen sind in gegensei
tigem Abstand mit Hilfe von dazwischen angeordneten Abstands
elementen, von denen jeweils ein Paar zwischen den aufeinander
folgenden Rippen angeordnet ist, mit Hilfe eines Paares von
Stangen (74) gehalten, die sich durch fluchtende Bohrungen in
den Rippen und den Abstandselementen im Bereich gegenüberlie
gender, unterer Seiten der Rippen erstrecken. Die daraus resul
tierenden Abstände zwischen den Rippen (70) bilden die Riet
schlitze (24). Die gegenüberliegenden Enden der Stangen (74)
sind mit Gewinden oder vergrößerten Köpfen (nicht dargestellt)
versehen, um die Anordnung von Rippen, Abstandselementen (72)
und Stangen (74) fest zu sichern. Die Anzahl der Rippen und die
Anzahl der Abstandselemente (72) sowie die Länge der Stangen
(74) ist ausreichend, um dadurch eine Anordnung mit einer Länge
zu schaffen, die der Länge der oberen Öffnung (20) des Gehäuses
(12) entspricht. Die Anordnung aus Rippen (70), Abstandselemen
ten (72) und Stangen (74) sitzt auf den Leisten (66) zwischen
den gegenüberliegenden Winkeln (64), so daß sie die obere Öff
nung (20) verdecken. Auf diese Weise steht jeder Rietschlitz
(24) in offener Verbindung mit dem Innenraum (14) des Gehäuses
(12) durch die seitlichen Abstände zwischen dem Abstandselemen
ten (72) und durch die obere Öffnung (20) des Gehäuses (12).
Die Deckelanordnung (30) enthält eine längliche Deckelplatte
(76) mit umgekehrtem U-Querschnitt, wobei innerhalb der Unter
seite eine nachgiebige Schaumauflage (78) angeordnet ist. Die
Deckelplatte (76) und die Auflage (78) haben in Längsrichtung
und Querrichtung Abmessungen, um im wesentlichen der Rietanord
nung (22) zu entsprechen. Die Deckelplatte (76) ist an zwei
Haltearmen (80) angebracht, die drehbar auf einer Achse (82)
angebracht ist, um die Abdeckplatte (76) und die Auflage (78)
zwischen einer die Rietanordnung (22) mit der Auflage (78)
dichtend an den oberen Rändern der Rippen abzudecken, wie dies
mit ausgezogenen Linien in Fig. 4 dargestellt ist, und in eine
Außerbetriebsposition gebracht zu werden, die nach oben und in
seitlichem Abstand von der Rietanordnung (22) versetzt liegt,
wie dies mit gestrichelten Linien in Fig. 4 gezeigt ist. Ein
Paar von pneumatisch betätigten Kolben-Zylinder-Anordnungen
(84) oder andere geeignete lineare Verstelleinrichtungen sind
zwischen dem Äußeren des Gehäuses (12) und den Haltearmen (80)
angeordnet, um wahlweise die Schwenkbewegung der Deckelplatte
(76) und der Auflage (78) zwischen der Betriebsposition und der
Außerbetriebsposition zu ermöglichen.
Wie es am besten aus Fig. 6 zu ersehen ist, enthält die Faden
umlenkanordnung (32) eine zylindrische Stange (86) mit einer
glatten Oberfläche, deren Länge der Länge der Rietanordnung
entspricht und die zwischen den Enden von zwei Haltearmen (88)
angeordnet ist, deren gegenüberliegende Enden an einer Drehach
se (90) befestigt sind, die ihrerseits drehbar außen an dem Ge
häuse (12) mittels Haltelagern (92) angebracht ist. Ein Betäti
gungsarm (94) ragt radial von der Schwenkachse (90) etwa in der
Mitte ihrer Länge ab und ist an dem Ende eines Kolbens einer
pneumatischen Kolben-Zylinder-Anordnung (96) oder einer anderen
geeigneten linearen Betätigungseinrichtung befestigt. Der Betä
tigungsarm (94) und die Kolben-Zylinder-Anordnung (96) sind auf
der dem Äußeren des Gehäuses (12) angeordneten Seite angebracht.
Die Kolben-Zylinder-Anordnung (96) oder eine andere geeignete
Betätigungseinrichtung dienen dazu, die Achse (90) hin- und
herzudrehen und davon abhängig die Haltearme (88) und die zy
lindrische Stange (86) hin- und herzuschwenken.
In einer typischen Anordnung wird die Vorrichtung (10) in einem
textilen Zettelsystem unmittelbar vor der (nicht dargestellten)
Zettelmaschine angeordnet, wobei jeder der individuellen Kett
fäden (Y) nebeneinanderliegend in Form des Kettfadenbandes (W)
nebeneinander läuft und so geführt ist, daß es jeweils durch
einen einzelnen der Rietschlitze (24) läuft. Bei dem anfängli
chen Einführen der Kettfäden (Y) ist die Deckelanordnung (30)
nach oben in ihrer Außerbetriebsposition geschwenkt, um das
Einlegen der einzelnen Fäden (Y) in ihre jeweiligen Rietschlit
ze (24) zu erleichtern. Während der laufenden Zettelarbeit
bleibt die Deckelanordnung (30) in ihrer nach unten geschwenk
ten Betriebsposition und dichtet die Rippen (70) der Rietanord
nung (22) ab. Ein Öffnen erfolgt nur bei einem Fadenbruch oder
einem ähnlichen Ereignis, welches ein Stillsetzen der Zettel
einrichtung zum Ansetzen und Wiedereinfädeln eines gebrochenen
Fadens in den jeweiligen Rietschlitz (24) erfordert.
Das Gebläse ist während der Zettelarbeit eingeschaltet, um eine
Saugkraft durch jeden einzelnen Rietschlitz (24) zu erzeugen,
um damit Faserflug, Staub und andere Verunreinigungen von den
Kettfäden (Y) zu entfernen, wenn diese durch die Rietanordnung
(22) auf ihrem Weg zu der Zetteleinrichtung oder zu einem Kett
baum laufen. Auf diese Weise werden die Fäden (Y) wirksam von
solchen Verunreinigungen gereinigt, und zwar unmittelbar bevor
sie in der Zetteleinrichtung auf einen Kettbaum aufgewickelt
werden. Dadurch wird die Gefahr des Erzeugens von verunreini
gungsabhängigen Defekten, wie Verdickungen o.dgl., in den Stof
fen reduziert, die anschließend mit den Kettfäden produziert
werden. Praktisch aller Faserflug, Staub und andere Verunreini
gungen werden anschließend von dem von dem Gebläse (26) erzeug
ten Luftstrom mittels des Filterelementes (62) der Filterein
richtung (28) getrennt. Wenn eine nennenswerte Menge von gefil
terten Verunreinigungen sich auf dem Filterelement (62) ange
sammelt hat, kann die Filterschublade (54) von Hand aus dem Ge
häuse (12) herausgezogen werden, um von Hand die Verunreinigun
gen von dem Filterelement (62) zu entfernen und zu beseitigen.
Diese Arbeit wird vorzugsweise nur während des Stillstandes des
Zettelsystems durchgeführt.
Die Fadenauslenkeinrichtung (32) wird periodisch mit genügend
häufigen Intervallen während des Zettelvorgangs betätigt, um
das Kettfadenband (W) aus den Fäden (Y) auf und ab innerhalb
ihrer jeweiligen Rietschlitze (24) zu bewegen. Dies dient dazu,
um einerseits örtlichen Verschleiß der Rippen (70) und der Ab
standselemente (72) der Rietanordnung zu verhindern. Anderer
seits wird dadurch wirksam eine Art Wischwirkung oder Schabwir
kung der Kettfäden (Y) auf den Oberflächen der Rippen (70) und
der Abstandselemente (72) der Rietanordnung (22) erreicht, so
daß eine Anhäufung von Flug oder Verunreinigungen dort verhin
dert wird.
Die Deckelanordnung (30) erfüllt mehrere Aufgaben während der
Zettelarbeit. Zunächst verhindert die Deckelanordnung (30)
weitgehend, daß in der Umgebungsluft befindlicher Faserflug und
Verunreinigungen in die Rietanordnung von der Saugwirkung des
Gebläses (26) angesaugt und angesammelt werden. Gleichzeitig
sorgt die Deckelanordnung (30) dafür, daß das Gebläse nicht
übermäßige zusätzliche Spannung auf die Fäden (Y) auswirkt,
wenn sie durch die Rietanordnung (22) laufen. Insbesondere
durch Verschluß des oberen Bereiches jedes Rietschlitzes (24)
verhindert die Deckelanordnung (30) ein Eintreten von Luft zu
der Rietanordnung (22) mit Ausnahme der kleineren Eintrittsöff
nungen und Austrittsöffnungen in die Schlitze (24). Dadurch
wird die Umgebungsluft veranlaßt, auf einer Seite in die Riet
schlitze (24) in einer Richtung einzuströmen, die im wesentli
chen gleich der Fadenlaufrichtung ist, und auf der anderen Sei
te in einer Richtung, die im wesentlichen entgegen der Faden
laufrichtung ist. Dadurch ist es möglich, zusätzliche Faden
spannungen sehr gering zu halten. Die Bedeutung dieser Wirkung
ist um so größer, je größer die Zettelgeschwindigkeit ist. Bei
spielsweise können heutige Hochgeschwindigkeits-Zettelmaschinen
mit Fadenlaufgeschwindigkeiten zu bis 1000 m/min arbeiten. Not
wendigerweise sollte sich der von dem Gebläse (26) erzeugte
Luftstrom mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit bewegen,
um wirksam Faserflug und sonstige Verunreinigungen von den lau
fenden Fäden zu entfernen. Es wird davon ausgegangen, daß wün
schenswerte Luftströmungsgeschwindigkeiten in der Größenordnung
bis zu dem Zwanzigfachen der Fadenlaufgeschwindigkeit liegen
sollten. Bei solchen vergleichsweise hohen Luftströmungsge
schwindigkeiten ist es erforderlich, daß der Saugluftstrom mög
lichst die Fadenspannung nicht beeinträchtigt.
Wie bereits vorher erwähnt wurde, können verschiedene andere
Konstruktionen als die herausziehbare Filterschublade (54) nach
Fig. 1 und 3 als Filteranordnung (28) vorgesehen werden. Als
Beispiel sind zwei alternative Filteranordnungen in Fig. 7 und
8 dargestellt. Gemäß der Filteranordnung nach Fig. 7 ist die
Filterschublade entfernt und an deren Stelle eine Filterscheibe
oder ein anderes geeignetes Filterelement (162) unbeweglich an
geordnet, das sich horizontal von einer Seite zur anderen und
von einem Ende zum anderen in dem Zwischenbereich des Gehäuses
(12) erstreckt. Eine rohrförmige, pneumatische Düse (100) ist
entlang des Gehäuses (12) unmittelbar anschließend an eine
Längskante des Filterelementes (192) angeordnet, und zwar auf
der Aufnahmeseite oder der "schmutzigen" Seite dieses Filter
elementes. Die Düse (100) hat eine Vielzahl von Ausblasöffnun
gen (102), die im Abstand ihrer Länge verteilt angeordnet sind
und die quer über die flugaufnehmende Fläche des Filterelemen
tes (162) gerichtet sind. Die Düse (100) ist mit einer Druck
luftquelle, wie einer üblicherweise von einer zentralen Stelle
eines Textilbetriebes verfügbaren Druckluftquelle, mittels ei
nes geeignet angeordneten Ventils o. dgl. (nicht dargestellt)
verbunden, um zu vorgegebenen Zeitpunkten Druckluft zu der Düse
(100) zuzuführen und diese seitlich über die Breite des Filter
elementes (162) im wesentlichen entlang seiner vollen Länge
auszublasen. Eine Unterdruckkammer (104) ist entlang des gegen
überliegenden Randes des Filterelementes (162) angeordnet und
mit nicht dargestellten Leitungen mit einer geeigneten Unter
druckquelle verbunden, wie diese üblicherweise als zentrale Un
terdruckquellen in den meisten Textilbetrieben zur Verfügung
stehen. Die Unterdruckkammer (104) ist mit einem sich in ihrer
Längsrichtung erstreckenden Schlitz (106) unmittelbar an der
Verunreinigungen aufnehmenden Fläche des Filterelementes (162)
angeordnet, wobei sie im wesentlichen direkt der Düse (100) ge
genüberliegt.
Während des Betriebes der Filteranordnung (128) der Fig. 7 sam
meln sich Flug, Staub und ähnliche Verunreinigungen zunehmend
auf der Oberseite des Filterelementes (162) in der gleichen
Weise an, wie dies vorausgehend in bezug auf das Filterelement
(62) der Filterschublade (54) nach Fig. 1 bis 3 beschrieben
wurde. In periodischen Intervallen während der Zettelarbeit und
vorzugsweise beispielsweise während eines Systemstillstandes
wird der Düse (100) Druckluft zugeführt, die dann durch die
Düsenöffnungen (102) ausgeblasen wird um pneumatisch angesam
melten Flug und Verunreinigungen von der anschließenden Fläche
des Filterelementes (162) zu lösen und diese seitlich über das
Filterelement (162) zu dem Schlitz (106) der Unterdruckkammer
(104) zu blasen. Gleichzeitig wird ein Unterdruck an das Innere
der Unterdruckkammer (104) angelegt, wodurch über das Filter
element (162) von der Düse geblasener Flug und Verunreinigungen
in die Unterdruckkammer (104) eingesaugt und anschließend durch
die zugehörigen Leitungen zu einer entfernten Sammelstelle ab
transportiert werden.
Fig. 8 stellt schematisch eine alternative Filteranordnung (228)
dar, bei welcher das Filterelement (262) die Form eines längli
chen Bandes aufweist, das auf eine Vorratsrolle (110) gewickelt
ist, die außerhalb des Gehäuses (12) an einem Ende dieses Ge
häuses gelagert ist. Von dort aus wird das Filterelement dich
tend durch die Wand des Gehäuses (12) in das Gehäuseinnere (14)
und quer über diesen Innenraum (14) geführt und gelangt dann in
abgedichteter Weise durch die gegenüberliegende Wand des Gehäu
ses (12) zum Aufwinden auf eine Aufwickelrolle (112), die dreh
bar außerhalb des Gehäuses (12) angeordnet ist. Die seitliche
Abmessung des Filterelementes (262) entspricht der inneren
Breite des Gehäuses (112), so daß der sich innerhalb des Gehäu
ses (12) befindliche Teil des Filterelementes (262) zu jeder
Zeit sich über die volle Breite und Länge des Gehäuses er
streckt.
Während des Zettelvorgangs wird das Filterelement (262), das
von der Vorratsrolle (110) zu der Aufnahmerolle (112) läuft,
beispielsweise durch Antreiben der Aufwickelrolle (112) ange
trieben. Die Laufgeschwindigkeit des Filterelementes (262) ist
genügend gering, so daß sich Flug und Verunreinigungen in der
Form eines kontinuierlichen Bandes auf dem laufenden Filterele
ment (262) ansammeln. Auf diese Weise werden der abgeschiedene
Flug und Verunreinigungen in einer Form gesammelt, die in der
Art eines nicht gewebten, faserigen Bandes für verschiedene
Zwecke benutzt werden kann. Es wird in Betracht gezogen, daß
eine Nadel- oder Kalandriereinrichtung an dem Gehäuse (12) un
mittelbar vor der Aufwickelrolle (112) angeordnet wird, um das
Band aus Faserflug für weiteren Gebrauch zu behandeln.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Reinigen von wenigstens einem Textilfa
den, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führung (24) mit einer
Eintrittsöffnung und einer Austrittsöffnung für einen hindurch
laufenden Textilfaden (Y) vorgesehen ist, die zwischen der Ein
trittsöffnung und der Austrittsöffnung einen im wesentlichen
geschlossenen Führungsteil aufweist, an den Mittel (26) zum Er
zeugen einer quer zur Laufrichtung des Textilfadens gerichteten
Saugkraft angeschlossen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für eine Vielzahl von Textilfäden (Y) zur Aufnahme von je
weils eines Textilfadens eine entsprechende Vielzahl von riet
artig nebeneinander angeordneten Führungen (24) vorgesehen
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Eingangsöffnung und die Ausgangsöffnung einer
Führung (24), durch die hindurch Umgebungsluft angesaugt wird,
wenigstens annähernd gleich groß sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Führung (24) ein Grundelement aufweist, das
die Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung bildet und das
einen Längsschlitz (24) aufweist, dem ein bewegbares Verschluß
element (30) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußelement ein beweglicher Deckel (30) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß den Mitteln (26) zum Erzeugen einer Saugkraft
Mittel (28, 128, 228) zum Sammeln von Flug und Verunreinigungen
zugeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Sammeln ein Filterelement (62, 162, 262)
enthalten.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Filter ein bandförmiges, in seiner Längsrichtung beweg
bares Filterelement (262) enthält.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Mittel (32) zum Auslenken der Textilfäden (Y)
quer zu ihrer Laufrichtung und innerhalb der Führung (24) vor
gesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (32) zum Auslenken einen hin- und hergehenden
Antrieb (96) enthalten.
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Family Applications (1)
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