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DE4211563A1 - Chirale Oxiranderivate und ihre Verwendung als Dotierstoffe in Flüssigkristallmischungen - Google Patents

Chirale Oxiranderivate und ihre Verwendung als Dotierstoffe in Flüssigkristallmischungen

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Publication number
DE4211563A1
DE4211563A1 DE19924211563 DE4211563A DE4211563A1 DE 4211563 A1 DE4211563 A1 DE 4211563A1 DE 19924211563 DE19924211563 DE 19924211563 DE 4211563 A DE4211563 A DE 4211563A DE 4211563 A1 DE4211563 A1 DE 4211563A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
atoms
diyl
alkyl radical
hydrogen
proviso
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19924211563
Other languages
English (en)
Inventor
Javier Dr Manero
Anke Dr Kaltbeitzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19924211563 priority Critical patent/DE4211563A1/de
Priority to PCT/EP1993/000717 priority patent/WO1993020068A1/de
Publication of DE4211563A1 publication Critical patent/DE4211563A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D405/00Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom
    • C07D405/02Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings
    • C07D405/12Heterocyclic compounds containing both one or more hetero rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms, and one or more rings having nitrogen as the only ring hetero atom containing two hetero rings linked by a chain containing hetero atoms as chain links
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K19/00Liquid crystal materials
    • C09K19/52Liquid crystal materials characterised by components which are not liquid crystals, e.g. additives with special physical aspect: solvents, solid particles
    • C09K19/58Dopants or charge transfer agents
    • C09K19/586Optically active dopants; chiral dopants
    • C09K19/588Heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Liquid Crystal Substances (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)

Description

Neben den nematischen und cholesterischen Flüssigkristallen haben seit einigen wenigen Jahren in zunehmendem Maße auch optisch aktive smektische (ferroelektrische) Flüssigkristall-Phasen an Bedeutung gewonnen.
Clark und Lagerwall konnten zeigen, daß die Verwendung ferroelektrischer Flüssigkristallsysteme in sehr dünnen Zellen zu optoelektrischen Schalt- oder Anzeigeelementen führt, die im Vergleich zu den herkömmlichen TN ("twisted nematic")-Zellen um bis zu einem Faktor 1000 schnellere Schaltzeiten haben (vgl. z. B. Lagerwall et al. "Ferroelectric Liquid Crystals for Displays", SID Symposium, October Meeting 1985, San Diego, Ca., USA). Aufgrund dieser und anderer günstiger Eigenschaften, z. B. der bistabilen Schaltmöglichkeit und des nahezu blickwinkelunabhängigen Kontrasts, sind FLC′s grundsätzlich für die obengenannten Anwendungsgebiete, z. B. über eine Matrixansteuerung, gut geeignet.
Für elektrooptische oder vollständig optische Bauelemente benötigt man entweder Verbindungen, die geneigte bzw. orthogonale smektische Phasen ausbilden und selbst optisch aktiv sind, oder man kann durch Dotierung von Verbindungen, die zwar solche smektischen Phasen ausbilden, selbst aber nicht optisch aktiv sind, mit optisch aktiven Verbindungen smektische Phasen induzieren. Die gewünschte Phase soll dabei über einen möglichst großen Temperaturbereich stabil sein.
Weiterhin müssen die Mischungen, um den einzelnen Anwendungsgebieten gerecht zu werden, eine Vielzahl unterschiedlicher Forderungen erfüllen.
Die Gesamtheit dieser Forderungen ist nur mit Mischungen aus mehreren Komponenten zu erfüllen. Als Basis (oder Matrix) dienen dabei bevorzugt Verbindungen, die möglichst selbst bereits die gewünschte Phasenfolge I→N→SA→SC aufweisen. Weitere Komponenten der Mischung werden oftmals zur Schmelzpunktserniedrigung und zur Verbreiterung der SC und meist auch N- Phase, zum Induzieren der optischen Aktivität, zur Pitch-Kompensation und zur Anpassung der optischen und dielektrischen Anisotropie zugesetzt, wobei aber beispielsweise die Rotationsviskosität möglichst nicht vergrößert werden soll.
Einzelne dieser Komponenten und auch bestimmte Mischungen sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt. Da aber die Entwicklung, insbesondere von ferroelektrischen Flüssigkristallmischungen, noch in keiner Weise als abgeschlossen betrachtet werden kann, sind die Hersteller von Displays an unterschiedlichen Mischungen interessiert. Dieses u. a. auch deshalb, weil erst das Zusammenwirken der flüssigkristallinen Mischungen mit den einzelnen Bauteilen der Anzeigevorrichtung bzw. der Zellen (z. B. der Orientierungsschicht) Rückschlüsse auf die Qualität auch der flüssigkristallinen Mischungen zuläßt.
In US 4,835,295, US 4,789,751, US 4,705,874 und US 4,638,073 werden flüssigkristalline Phenylbenzoate und Biphenyle mit chiralen Oxiranylmethoxy- Substituenten beschrieben.
Des weiteren ist bekannt, daß chirale Oxiran-2-carbonsäureester von Phenyldiazin- 2,5-diylen als Dotierstoffe in Flüssigkristallphasen verwendet werden können (EP 02 92 954).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, chirale Oxiran-Verbindungen aufzuzeigen, die bei hohen Werten für die eigene oder in Flüssigkristall-Phasen induzierte Polarisation (Ps) Strukturelemente aufweisen, die sie auch mit anderen Komponenten in Flüssigkristall-Systemen "verträglich" (d. h. mischbar) machen. Diese Verbindungen müssen selbst nicht unbedingt flüssigkristallin sein, insbesondere nicht unbedingt eine Sc-Phase aufweisen. Eine gute "Verträglichkeit" mit anderen Komponenten der Flüssigkristallmischung läßt sich z. B. eine Variation der Flügelgruppen erreichen.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß 2,2-disubstituierte Oxirancarbonsäureester einerseits in besonderem Maße racemisierungsstabil sind, und andererseits ein Vorzeichen für die spontane Polarisation aufweisen, das dem der HTP ((Helical Twisting Power) entgegengesetzt ist, d. h. die Substanzen hervorragend für die Pitch-Kompensation geeignet sind, insbesondere für den Einsatz in Mischungen die Oxirane als Dotierstoff enthalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft chirale Oxiranderivat der allgemeinen Formel (I),
in der die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 22 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine oder mehrere -CH2 Gruppen durch -O-, -S-, -SO-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome (O, S, SO) nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=OH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
R3, R4, R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; oder R5 und R6 können zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches O-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2- Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, wobei ein oder zwei H-Atome durch F, Cl und/oder CN ersetzt sein können, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridazin-3,6-diyl, Pyridin-2,5-diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans-1,4-Cyclohexylen, bei dem ein oder zwei H- Atome durch CN und/oder CH3 ersetzt sein können, (1,3,4)-Thiadiazol-2,5-diyl, 1,3- Dioxan-2,5-diyl, 1,3-Dithian-2,5-diyl, 1,3-Thiazol-2,4-diyl, 1,3-Thiazol-2,5-diyl, Thiophen-2,4-diyl, Thiophen-2,5-diyl, Piperazin-1,4-diyl, Piperazin-2,5-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Bicyclo(2.2.2)octan-1,4-diyl oder 1,3-Dioxaborinan-2,5-diyl,
M1, M2 sind gleich oder verschieden, -O-, -S-, -CO-, -CO-O-, -O-CO-, -CO-S-, -S- CO-, -O-CO-O-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH- oder -C≡÷C-,
M3 ist -CH2-O-, -CO-O- oder eine Einfachbindung,
a, b, c, d, e sind null oder eins, unter der Bedingung, daß die Summe a+c+e 1, 2 oder 3 ist,
n ist die Zahl 1 bis 5.
In der bevorzugten Ausführung der Erfindung werden chirale Oxiranderivate der allgemeinen Formel (I) oder (II) eingesetzt, in der die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -S-, -SO-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4-Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürften, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen;
R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
R3, R4, R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; wobei R5 und R6 zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- können sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=OH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridazin-3,6- diyl, Pyridin-2,5-diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans-1,4-Cyclohexylen, (1,3,4)-Thiadiazol- 2,5-diyl, 1,3-Dioxan-2,5-diyl, Naphthalin-2,6-diyl oder Bicyclo(2.2.2)octan-1,4-diyl,
M1, M2 sind gleich oder verschieden -O-, -CO-, -CO-O-, -O-CO-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2-CH2-, -CH=CH- oder -C≡C-,
M3 ist -CH2-O-, -O-CO- oder eine Einfachbindung.
In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung werden chirale Oxiranderivate der allgemeinen Formel (l) und (II) eingesetzt, in der die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 18 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C-≡C-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4- Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürften, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen;
R² ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
R3, R4, R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; wobei R5 und R6 können zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen:
A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridin-2,5- diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans-1,4-Cyclohexylen, (1,3,4)-Thiadiazol-2,5-diyl oder Naphthalin-2,6-diyl;
M1, M2 sind gleich oder verschieden -O-, -CO-O-, -O-CO-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2-CH2-, -CH=CH- oder -C≡C-,
M3 ist -CH2-O-, -CO-O- oder eine Einfachbindung.
In einer insbesondere bevorzugten Ausführung der Erfindung werden chirale Oxiranderivate der allgemeinen Formel (I) und (II) eingesetzt, in der
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4-Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, oder Wasserstoff, oder die chirale Gruppe
ist,
R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O- oder -Si((CH3)2)- ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist,
R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander H oder ein Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen ist,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O- oder -Si((CH3)2) ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist,
M3 gleich -CH2-O- oder -CO-O- ist,
und die Gruppierung (-A1)a(-M1)b(-A2)c(-M2)d(-A3)e- folgende Bedeutung hat:
mit der Maßgabe, daß R1 nicht über ein Chalkogenatom an einen der aromatischen Ringe gebunden sein darf, wenn sich in diesem Ring in mindestens einer ortho- Position zu R1 ein Stickstoffatom befindet, es sei denn das Chalkogenatom ist Bestandteil einer Ether- oder Thioethergruppe.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) können hergestellt werden durch Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formel (IX)
R¹(-A¹)a(-M¹)b(-A²)c(-M²)d(-A³)e-OH (IX)
mit den Derivaten der Oxiran-2-carbonsäure der Formel (X)
Y bedeutet OH oder Halogen. Für Y=OH erfolgt die Veresterung mit (IX) in Gegenwart von Brönsted- oder Lewis-Säuren, gegebenenfalls in Gegenwart wasserbindender Mittel oder mit Kondensationsreagentien wie N,N′- Carbonyldiimidazol, Dicyclohexylcarbodiimid, Diisopropylcarbodiimid oder Azodicarbonsäureester/Triphenylphosphan. Für Y = Halogen erfolgt die Umsetzung mit (IX) in Gegenwart von Säurefängern, insbesondere Pyridin, Triethylamin, N- Methylmorpholin oder basischer Ionenaustauscher. Schließlich können auch die Alkali- oder Erdalkalisalze von (IX) mit Säurehaloganiden ((X) mit Y = Halogen) zu (I) umgesetzt werden. Das Reaktionsprodukt kann durch an sich bekannte Maßnahmen, z. B. Umkristallisation oder chromatographische Trennverfahren, gereinigt werden.
Die Verbindungen (IX) sind aus der Literatur bekannt (z. B. D. Demus et al., Flüssige Kristalle in Tabellen, VEB Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1974, 1984, Bd. I + II). Die Oxirane (X) mit Z=H können aus den entsprechenden Allylalkoholen durch enantioselektive Epoxidierung hergestellt werden (siehe hierzu Pfenniger, "Asymmetric Epoxidation of Allylic Alcohols: The Skarpless Epoxidation, Synthesis 1986), S. 89-116). Sie werden dann als solche eingesetzt, oder aber nach Standardmethoden, z. B. durch Umsetzung mit p-Toluolsulfonylchlorid, in die entsprechenden Verbindungen (X) mit Z gleich H3Cl6H4SO2 überführt. Analoges gilt für die anderen genannten nucleofugen Gruppen.
Methoden für die Herstellung von Derivaten der Oxiran-2-carbonsäure sind z. B. aus Sharpless et al., J. Org. Chem., 46 (1981) 3936 bekannt.
Die genannten Oxiranderivate sind als Komponenten für Flüssigkristallmischungen geeignet. Dabei enthalten die LC-Mischungen vorzugsweise 0,01 bis 60 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 10 Gew.-%. Die anderen Bestandteile werden vorzugsweise ausgewählt aus den bekannten Verbindungen mit nematischen, cholesterischen und/oder smektischen Phasen; dazu gehören beispielsweise Schiffsche Basen, Biphenyle, Terphenyle, Phenylcyclohexane, Cyclohexylbiphenyle, N, S oder O-haltige Heterocyclen, z. B. Pyrimidine, Zimtsäureester, Cholesterinester oder verschieden überbrückte, terminalpolar mehrkernige Ester von p-Alkylbenzoesäuren. Im allgemeinen liegen die im Handel erhältlichen Flüssigkristallmischungen bereits vor der Zugabe der optisch aktiven Verbindung(en) als Gemische verschiedener Komponenten vor, von denen mindestens eine mesogen ist, d. h. als Verbindung, in derivatisierter Form oder im Gemisch mit anderen Komponenten eine Flüssigkristallphase zeigt, die mindestens eine enantiotrope (Klärtemperatur < Schmelztemperatur) oder monotrope (Klärtemperatur < Schmelztemperatur) Mesophasenbildung erwarten läßt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind in besonderen Maße racemicierungsstabil. Sie sind insbesondere als Dotierstoffe für geneigt-smektische Flüssigkristallphasen geeignet, da sie diese in ferroelektrische Flüssigkristallphasen umwandeln.
Flüssigkristallmischungen, welche die erfindungsgemäßen Verbindungen enthalten, können beispielsweise in elektro-optischen oder vollständig optischen Bauelementen eingesetzt werden, z. B. als Anzeigevorrichtung, zur Bildbearbeitung, Informationsverarbeitung, Datenspeicherung oder allgemein im Bereich der nichtlinearen Optik.
Die Elemente können darüber hinaus folgende Komponenten erhalten: zwei Elektroden, zwei Trägerplatten sowie mindestens eine Orientierungsschicht. Allgemein wird der Aufbau von FLC-Displays in EP-B 00 32 362 beschrieben.
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1 Synthese von 5-Octyloxy-2-(4-(2-methyloxiran-2- carbonsäure)phenylester)-pyrimidin
0,50 g 2-Methyloxiran-2-carbonsäure werden in 50 ml absolutem Dichlormethan gelöst und mit 2,94 g 5-Octyloxy-2-(4-hydroxyphenyl)-pyrimidin versetzt. Man fügt 2 g Dicyclohexylcarbodiimid zu und rührt 18 Stunden bei Raumtemperatur. Man filtriert ab und zieht das Solvens im Vakuum ab. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Heptan/Essigester = 3/1 chromatographiert. Das Produkt wird aus Hexan um kristallisiert.
Ausbeute: 0,26 g,
NMR: 8,65 ppm (s, 2H); 7,3 ppm (q zentriert, 4H); 3,1 ppm (q zentriert, 2H)
Beispiel 2 Synthese von 2-Fluor-3-octyloxy-6-(4-(2-methyloxiran-2- carbonsäure)phenylester)-pyrimidin
0,60 g 2-Methyloxiran-2-carbonsäure werden in 50 ml absolutem Dichlormethan gelöst und mit 3,72 g 2-Fluor-3-octyloxy-6-(4-hydroxyphenyl)-pyridin versetzt. Man fügt 2,4 g Dicyclohexylcarbodiimid zu und rührt 18 Stunden bei Raumtemperatur. Man filtriert ab und zieht das Solvens im Vakuum ab. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Heptan/Essigester = 3/1 chromatographiert. Das Produkt wird aus Acetonitril umkristallisiert.
Ausbeute: 0,46 g
NMR: 7-8 ppm (m, 6H); 4 ppm (t, 2H); 3,1 ppm (q zentriert, 2H)
Beispiel 3 Synthese von 2-(10-Undecenyloxy)-5-(4-(2-methyloxiran-2- carbonsäure)phenylester)-pyrimidin
0,60 g 2-Methyloxiran-2-carbonsäure werden in 50 ml absolutem Dichlormethan gelöst und mit 4,04 g 2-(10-Undecenyloxy)-5(4-hydroxyphenyl)-pyrimidin versetzt. Man fügt 2,4 g Dicyclohexylcarbodiimid zu und rührt 18 Stunden bei Raumtemperatur. Man filtriert ab und zieht das Solvens im Vakuum ab. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Heptan/Essigester = 3/1 chromatographiert. Das Produkt wird aus Hexan umkristallisiert.
Ausbeute: 0,41 g
NMR: 8,65 ppm (s, 2H); 7,3 ppm (q zentriert, 4H); 5,6-6,0 ppm (m, 1H), 4,9-5,1 ppm (m, 2H); 3,1 ppm (q zentriert, 2H)
Beispiel 4 Synthese von 2-Octyloxy-5-(4(2-methyloxiran-2- carbonsäure)phenylester)-pyrimidin
0,50 g 2-Methyloxiran-2-carbonsäure werden in 50 ml absolutem Dichlormethan gelöst und mit 2,94 g 2-Octyloxy-5-(4-hyroxyphenyl)-pyrimidin versetzt. Man fügt 2 g Dicyclohexylcarbodiimid zu und rührt 18 Stunden bei Raumtemperatur. Man filtriert ab und zieht das Solvens im Vakuum ab. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Heptan/Essigester = 3/1 chromatographiert. Das Produkt wird aus Hexan umkristallisiert.
Ausbeute: 0,33 g
NMR: 8,65 ppm (s, 2H); 7,3 ppm (q zentriert, 4H); 4,2 ppm (t, 2H); 3,1 pm 8q zentriert, 2H)
Beispiel 5 Synthese von 5-(2-methyloxiran-2-carbonsäureester)-2-(4- phenylmethyl(3-butyl-2-oxiranyl)-ether)pyrimidin
0,63 g 2-Methyloxiran-2-carbonsäure werden in 50 ml absolutem Dichlormethan gelöst und mit 3,7 g 5-(Hydroxy)-2-(4-phenylmethyl(3-butyl-2-oxiranyl)-ether)- pyrimidin versetzt. Man fügt 2,4 g Dicyclohexylcarbodiimid zu und rührt 18 Stunden bei Raumtemperatur. Man filtriert ab und zieht das Solvens im Vakuum ab. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Heptan/Essigester = 3/1 chromatographiert. Das Produkt wird aus Hexan umkristallisiert.
Ausbeute: 0,36 g
NMR: 8,65 ppm (s, 2H); 8,35 ppm (m zentriert, 2H); 7,0 ppm (m zentriert, 2H); 4,24 ppm (m, 1H); 4,06 ppm (m, 1H); 3,14 ppm (m, 1H); 2,98 ppm (m, 1H)
Anwendungsbeispiele
Zur Überprüfung der Wirksamkeit der vorstehend beschriebenen Verbindungen als ferroelektrische Dotierstoffe in Flüssigkristall-Systemen mit geneigten smektischen Phasen werden diese in Konzentrationen von jeweils 10 Mol% zu den unten beschriebenen nicht-chiralen Testmischungen M1 und M2 gemischt und die Werte für die spontane Polarisation (Ps in nC/cm2, gemessen in M1) sowie die Verdrillungskraft (HTP in µm-1, gemessen in M2) der Mischung bestimmt.
Die Ps-Werte werden nach der Methode von H. Diamant et al. (Rev. Sci. Instr., 28, 30,1957) gemessen. Die Bestimmung der Verdrillungskraft der cholesterischen Phase erfolgt, wie z. B. bei P. Kassubek et al., Mol. Cryst. Liq., Vol. 8, 305-314, 1969 beschrieben, in einer Keimzelle mit Orientierungsschicht durch Ausmessen der Versetzungslinien unter dem Polarisationsmikroskop.
Die nicht-chiralen Testmischungen M1 und M2 besitzen die Zusammensetzung und Phasenfolgen:
M1:
(M89/85)
5-Octyloxy-2-(4-hexyloxy-phenyl)-pyrimidin
25,3 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-butyloxy-phenyl)-pyrimidin 26,7 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-decyloxy-phenyl)-pyrimidin 21,3 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-octyloxy-phenyl)-pyrimidin 11,7 Mol-%
trans-4-Phenyl-cyclohexancarbonsäure-(4′-(5-decylpyrimidin-2-yl))-ph-enylester 15,0 Mol-%
Phasenfolge: @ Sc 84 SA 93 N 105 l
M2:
(M216/82,5)
5-Octyloxy-2-(4-hexyloxy-phenyl)-pyrimidin
8,1 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-butyloxy-phenyl)-pyrimidin 8,6 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-decyloxy-phenyl)-pyrimidin 6,8 Mol-%
5-Octyloxy-2-(4-octyloxy-phenyl)-pyrimidin 3,7 Mol-%
5-Octyl-2-(4-hexyloxy-phenyl)-pyrimidin 12,8 Mol-%
5-Octyl-2-(4-octyloxy-phenyl)-pyrimidin 11,5 Mol-%
5-Octyl-2-(4-decyloxy-phenyl)-pyrimidin 8,7 Mol-%
trans-4-Phenyl-cyclohexancarbonsäure-(4′-(5-dodecylpyrimidin-2-yl))--phenylester 12,6 Mol-%
Phasenfolge: @ Sc 49 SA 58 N 85 l
In der unten stehenden Tabelle werden die erfindungsgemäßen Dotierstoffe (Bsp. 1-5) mit anderen Dotierstoffen (Bsp. 6-9) verglichen. In Spalte 4 ist der Polarisationswert (nC/cm2) aufgeführt, in Spalte 5 ist die Verdrillungskraft (1/µm) in der cholesterischen Phase ca. 20 oberhalb des Sa-N Überganges angegeben.
Die Tabelle zeigt, daß die erfindungsgemäßen Dotierstoffe (1 - 5) im Vergleich zu den Beispielen 6-9 eine verstärkte Neigung zur Ausbildung flüssigkristalliner Phasen zeigen. Die Substitution an der 2-Position des Oxirans führt zu einer größeren Verdrillungskraft (vgl. Bsp. 1 und 7). Sie besitzen eine stark negative helikale Verdrillung, die sich insbesondere dazu eignet, zusammen mit den aus EP 02 92 954 bekannten Verbindungen (s. Bsp. 6, 8, 9) Mischungen herzustellen, die in der cholesterischen Phase einen unendlich langen Pitch und damit eine gute Orientierbarkeit aufweisen.

Claims (9)

1. Chriale Oxiranderivate der allgemeinen Formel I in der die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 22 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine oder mehrere -CH2 Gruppen durch -O-, -S-, -SO-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome (O, S, SO) nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: R3,R4,R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; oder R5 und R6 können zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, -CN, -SCN, -OCN oder -N3 substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, wobei ein oder zwei H-Atome durch F, Cl und/oder CN ersetzt sein können, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridazin-3,6-diyl, Pyridin-2,5-diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans-1,4-Cyclohexylen, bei dem ein oder zwei H- Atome durch CN und/oder CH3 ersetzt sein können, (1,3,4)-Thiadiazol-2,5-diyl, 1,3- Dioxan-2,5-diyl, 1,3-Dithian-2,5-diyl, 1,3-Thiazol-2,4-diyl, 1,3-Thiazol-2,5-diyl, Thiophen-2,4-diyl, Thiophen-2,5-diyl, Piperazin-1,4-diyl, Piperazin-2,5-diyl, Naphthalin-2,6-diyl, Bicyclo (2.2.2) octan-1,4-diyl oder 1,3-Dioxaborinan-2,5-diyl,
M1, M2 sind gleich oder verschieden, -O-, -S-, -CO-, -CO-O-, -O-CO-, -CO-S-, -S- CO-, -O-CO-O-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2CH2-, -CH=CH- oder -C≡C-,
M3 ist -CH2-O-, -CO-O- oder eine Einfachbindung,
a, b, c, d, e sind null oder eins, unter der Bedingung, daß die Summe a+c+e 1, 2 oder 3 ist,
n ist die Zahl 1 bis 5.
2. Oxiranderivate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -S-, -SO-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4-Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürften, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen; R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: R3, R4, R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; wobei R5 und R6 zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- können sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br, oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridazin-3,6- diyl, Pyridin-2,5-diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans-1,4-Cyclohexylen, (1,3,4)-Thiadiazol- 2,5-diyl, 1,3-Dioxan-2,5-diyl, Naphthalin-2,6-diyl oder Bicyclo(2.2.2)octan-1,4-diyl,
M1, M2 sind gleich oder verschieden -O-, -CO-, -CO-O-, -O-CO-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2-CH2-, -CH=CH- oder -C≡C-,
M3 ist -CH2-O-, -O-CO- oder eine Einfachbindung.
3. Oxiranderivate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole und Indices folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 18 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -CO-, -CH=CH-, -C≡C-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4- Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürften, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F, -Cl, -Br oder -CN substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen; R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: R3, R4, R5, R6, R7, R8 sind unabhängig voneinander H oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen; wobei R5 und R6 können zusammen auch -(CH2)4)- oder -(CH2)5- sein, wenn sie als Substituenten an ein Dioxolan- System gebunden sind,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si((CH3)2)- oder 1,4 Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist, und/oder ein oder mehrere H-Atome des Alkylrestes durch -F substituiert sein können, oder eine der nachfolgenden chiralen Gruppen: A1, A2, A3 sind gleich oder verschieden 1,4-Phenylen, Pyrazin-2,5-diyl, Pyridin-2,5-diyl, Pyrimidin-2,5-diyl, trans- 1,4-Cyclohexylen, (1,3,4)-Thiadiazol-2,5-diyl oder Naphthalin-2,6-diyl;
M1, M2 sind gleich oder verschieden -O-, -CO-O-, -O-CO-, -CH2-O-, -O-CH2-, -CH2-CH2-, -CH=CH- oder -C≡C-,
M3 ist -CH2-O-, -CO-O- oder eine Einfachbindung.
4. Oxiranderivate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole folgende Bedeutung haben:
R1 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom), wobei auch eine -CH2- Gruppe durch -O-, -CO-, -CH=CH-, Δ, -Si(CH3)2- oder 1,4-Cyclohexylen ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Chalkogenatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, oder Wasserstoff, oder die chirale Gruppe ist.R2 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O- oder -Si((CH3)2)- ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R3 oder R4 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R2 ungleich Methyl ist,
R3, R4, R5, R6 unabhängig voneinander H oder ein Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen ist,
R9 ist Wasserstoff oder ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 16 C-Atomen (mit oder ohne asymmetrisches C-Atom) wobei auch eine oder mehrere -CH2-Gruppen durch -O- oder -Si((CH3)2) ersetzt sein können, mit der Maßgabe, daß Sauerstoffatome nicht unmittelbar miteinander gebunden sein dürfen, und der Maßgabe, daß mindestens R5 oder R6 von Wasserstoff verschieden sein müssen, wenn R9 ungleich Methyl ist,
M3 gleich -CH2-O- oder -CO-O- ist, und die Gruppierung (-A1)a(-M1)b(-A2)c(-M2)d(-A3)e- folgende Bedeutung hat: mit der Maßgabe, daß R1 nicht über ein Chalkogenatom an einen der aromatischen Ringe gebunden sein darf, wenn sich in diesem Ring in mindestens einer ortho- Position zu R1 ein Stickstoffatom befindet, es sei denn, das Chalkogenatom ist Bestandteil einer Ether- oder Thioethergruppe.
5. Ferroelektrische Flüssigkristallmischung, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01 bis 60 Gew.-% an mindestens einem Oxiranderivat nach Anspruch 1.
6. Ferroelektrische Flüssigkristallmischung, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01 bis 60 Gew.-% an mindestens einem Oxiranderivat nach Anspruch 2.
7. Ferroelektrische Flüssigkristallmischung, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01 bis 60 Gew.-% an mindestens einem Oxiranderivat nach Anspruch 3.
8. Ferroelektrische Flüssigkristallmischung, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01 bis 60 Gew.-% an mindestens einem Oxiranderivat nach Anspruch 4.
9. Elektrooptische oder vollständig optische Bauelemente, die eine Flüssigkristallmischung nach Anspruch 5, 6, 7 oder 8 enthalten.
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