DE4210590A1 - Schloß, insbesondere an einer Kraftfahrzeugtür - Google Patents
Schloß, insbesondere an einer KraftfahrzeugtürInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schloß, insbesondere
an einer Kraftfahrzeugtür, mit den im Oberbegriff des Pa
tentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.
Ein derartiges Schloß ist in der EP 0 406 777 A1 zur Ver
riegelung einer Kraftfahrzeugtür vorgesehen und soll ein
leichtes Entriegeln des Schlosses ermöglichen. Die in
Sperrstellung mit der Gabelfalle zusammenwirkende Sperr
klinke ist an einem schwenkbaren Tragteil von Anschlägen
begrenzt schwenkbar abgestützt. Beim Entriegeln der
Schloßfalle ist zunächst das Tragteil etwas zu verschwen
ken. Aufgrund der Kraft einer die Sperrklinke zu der Ga
belfalle belastenden Feder verschwenkt dabei die Sperr
klinke in einen Vorschnitt, ohne die Gabelfalle freizuge
ben. Zur Entriegelung der Gabelfalle ist anschließend das
Tragteil gleichsinnig weiter in eine Entriegelungslage zu
verschwenken, wobei über einen Anschlag an dem Tragteil
die Sperrklinke zwangsweise aus dem Öffnungsverstellbe
reich verlagert wird. Durch diese Verstellbewegungen des
Tragteiles und der Sperrklinke soll die Reibkraft zwi
schen der Sperrklinke und der Gabelfalle beim Entriegeln
der Gabelfalle vermindert sein. Besonders nachteilig ist,
daß die Sperrklinke zur Bildung einer Drehachse lediglich
lose in eine etwa halbzylinderförmige Ausnehmung in dem
Tragteil eingelegt und von der die Sperrklinke zu der Ga
belfalle belastenden Feder festgehalten ist. Es kann des
halb beim Überfahren von Bodenunebenheiten oder bei einem
Zusammenprall mit einem anderen Fahrzeug vorkommen, daß
sich die Sperrklinke von dem Tragteil entfernt. Es ist
auch eine Vorkehrung zu treffen, damit die Sperrklinke
nicht in Achsrichtung aus der halbzylinderförmigen Auf
nahme verlagert wird. Ein Entfernen der Sperrklinke von
dem Tragteil kann dazu führen, daß die Gabelfalle entrie
gelt wird und sich die Fahrzeugtür unbeabsichtigt öffnet.
Es ist auch möglich, daß sich die von dem Tragteil ent
fernte Sperrklinke in dem Schloß verklemmt und ein Öffnen
der entriegelten Fahrzeugtür verhindert. Außerdem schlägt
die Sperrklinke beim Ver- und Entriegeln der Fahrzeugtür
mit einer vorstehenden Nase hart an Anschlägen an dem
Tragteil zur Begrenzung des Schwenkwinkels der Sperr
klinke an, wodurch unangenehme Geräusche verursacht wer
den. Darüber hinaus sind die jeweils halbzylinderförmige
Form der Sperrklinke und des Tragteiles zur Bildung einer
Drehachse aufwendig zu fertigen.
In der EP 0 393 595 A2 ist ein elektrisch betriebenes
Schloß für eine Haube eines Kraftfahrzeugs beschrieben,
bei dem die Sperrklinke auf einem motorisch verdrehbaren
Exzenter schwenkbar angeordnet ist. Beim Schließen der
Haube wird in Vorraststellung einer Gabelfalle die Sperr
klinke durch Federkraft vor eine Rastschulter der Gabel
falle verlagert. Durch motorisches Verdrehen des Exzen
ters führt die Sperrklinke etwa in Umfangsrichtung der
Gabelfalle eine Hubbewegung aus, wodurch die Gabelfalle
von der Sperrklinke gegen die Kraft eines Dichtelements
in eine Hauptraststellung geschwenkt wird. Ein Entriegeln
der Gabelfalle erfolgt durch Anheben der Sperrklinke aus
dem Öffnungsverstellbereich der Gabelfalle, ohne daß da
bei ein Verstellen des Exzenters erfolgt, der erst nach
Entriegelung der Gabelfalle motorisch in eine Ausgangs
stellung zurückgedreht wird. Aufgrund der Kraft des ela
stisch verformten Dichtelements in Hauptraststellung der
Gabelfalle ist die beim Entriegeln zum Anheben der Sperr
klinke erforderliche Betätigungskraft erhöht, so daß sich
das Schloß nur schwer entriegeln läßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schloß nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, das
in der Entriegelungskraft an einen gewünschten Verlauf
anzupassen und einfacher herzustellen ist und bei den im
Fahrbetrieb zu erwartenden Erschütterungen zuverlässig
funktioniert.
Diese Aufgabe ist durch die im Kennzeichen des Pa
tentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst. Besonders
vorteilhaft ist, daß die Schwenkachse und der Exzenter
des Tragteiles, sowie die Öffnung in der Sperrklinke
durch jeweils einfach zu fertigende kreiszylinderförmige
Flächen zu bilden sind, die eine auch bei Erschütterungen
und höheren Belastungen funktionsfähige Drehlagerung der
Teile bewirken. Mit der Ausbildung und Winkelanordnung
der Exzentrizität des Exzenters, sowie der Anordnung der
Schwenkachse des Tragteiles und der Form und Anordnung
der Stützfläche der Sperrklinke und der Stützschulter der
Schloßfalle können die manuelle Entriegelungskraft zur
Verlagerung der Sperrklinke aus dem Öffnungsverstellbe
reich und die Haltekraft zwischen Sperrklinke und Schloß
falle weitgehend variiert werden, ohne daß sich die
Sperrklinke unter der Haltekraft selbsttätig aus dem Öff
nungsverstellbereich der Schloßfalle verlagert. Wenn bei
spielsweise die Stützfläche an der Sperrklinke etwa
kreiszylinderabschnittförmig um die Öffnung der Sperr
klinke verläuft und die Stützschulter an der Schloßfalle
in einer Hauptraststellung der Schloßfalle etwa einem
Neutralschnitt entsprechend an die Stützfläche angepaßt
ist, so kann die Haftreibung zwischen der Sperrklinke und
der Schloßfalle und damit die Entriegelungskraft zur Ver
lagerung der Sperrklinke aus dem Öffnungsverstellbereich
der Gabelfalle wesentlich herabgesetzt werden. Dies kann
beispielsweise dadurch erfolgen, daß zunächst das Trag
teil und damit der die Schwenkachse der Sperrklinke bil
dende Exzenter so verdreht wird, daß die Stützfläche der
Sperrklinke in einen Vorschnitt zur Stützschulter an der
Schloßfalle gelangt. Der Vorschnitt ist gebildet, wenn
von einem Berührungspunkt der Schloßfalle und der Sperr
klinke aus der Abschnitt zwischen der Stützschulter und
der Stützfläche etwa in radialer Richtung zu dem
Schwenkachsenbereich der Schloßfalle zunimmt. Wird nach
dieser Exzenterverstellung des Tragteiles zur Bildung des
Vorschnittes die Sperrklinke von einer Entriegelungsein
richtung aus dem Öffnungsverstellbereich der Schloßfalle
verlagert, so ist die hierfür erforderliche Kraft ebenso
wie die Verstellkraft zum Verdrehen des Exzenters gering.
Das Schloß kann auch so gebildet sein, daß sich beim
Entriegeln der Schloßfalle nach dem Verdrehen des Exzen
ters beispielsweise zur Bildung eines Vorschnittes die
Sperrklinke aufgrund eines in Hauptraststellung der
Schloßfalle elastisch verformten Elements selbsttätig aus
dem Öffnungsverstellbereich der Schloßfalle verlagert. In
diesem Fall - aber auch dann, wenn eine zusätzliche
Entriegelungskraft an der Sperrklinke erforderlich ist -
kann die Kraft eines in Hauptraststellung der Schloßfalle
elastisch verformten Elements genutzt werden, um das
Schloß besonders leicht und/oder mit etwa gleichmäßiger
Kraftanstrengung zu öffnen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegen
stand von Unteransprüchen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand
einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel in Seitenan
sicht, mit in Sperrstellung druckbelasteter
Sperrklinke,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Ansicht von den we
sentlichen Schloßteilen, bei in Richtung einer
Entriegelungslage verschwenktem Tragteil,
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht unmittelbar
nach dem Entriegeln der Schloßfalle,
Fig. 4 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht bei vollstän
dig entriegelter Gabelfalle,
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung mit den Schloßteilen
in Fig. 1,
Fig. 6 eine Fig. 5 entsprechende Ansicht von den auf
einer Schloßplatte montierten Schloßteilen,
Fig. 7 ein zweites Ausführungsbeispiel in Seitenan
sicht, mit einer in Sperrstellung zugbelasteten
Sperrklinke,
Fig. 8 eine Fig. 7 entsprechende Ansicht, mit in Rich
tung einer Entriegelungslage verschwenktem
Tragteil,
Fig. 9 eine Fig. 7 entsprechende Ansicht bei vollstän
dig entriegelter Gabelfalle und
Fig. 10 das Schloß gemäß den Fig. 7 bis 9 in Explo
sionsdarstellung.
Das in Fig. 1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel dar
gestellte Schloß ist an einer vorderen Seitentür eines
Kraftfahrzeugs vorgesehen. An der hinteren, etwa vertika
len Stirnseite der nicht dargestellten Seitentür ist eine
Schloßplatte 1 befestigt, auf der bei dem Ausführungsbei
spiel um zueinander parallele Achsen eine Gabelfalle 2,
eine Sperrklinke 3, ein Tragteil 4 für die Sperrklinke 3,
ein Schwenkhebel 5, ein zweischenkeliger Übertragungshe
bel 6, ein Betätigungshebel 7 und ein kreuzförmiger Si
cherungshebel 8 schwenkbar gelagert sind. Die Gabelfalle
2 weist eine zu ihrer Schwenkachse 9 etwa radiale Ausneh
mung 10 auf, in die in der dargestellten Hauptraststel
lung der Gabelfalle 2 ein nicht dargestellter Schließbol
zen an der B-Säule des Kraftfahrzeugs in an sich bekann
ter Weise eingreift. Der Schließbolzen verschwenkt die
Gabelfalle 2 beim Schließen der Fahrzeugtür aus einer Of
fenstellung in die dargestellte Hauptraststellung, in der
sich die Sperrklinke 3 unter der Vorspannkraft einer
nicht dargestellten Feder bis zum Anliegen an einem An
schlag 1′ in den Öffnungsverstellbereich der Gabelfalle 2
hinein in ihre dargestellte Sperrstellung verlagern kann.
Das Tragteil 4 ist um einen an der Schloßplatte 1 befe
stigten Bolzen 11 schwenkbar, der mit seiner Längsmittel
achse die Schwenkachse 12 des Tragteiles 4 bildet. Durch
einen kreiszylinderförmigen Außenumfang des Tragteiles 4
ist ein Exzenter 13 gebildet, dessen Achse um die Ab
stände a, b zur Schwenkachse 12 exzentrisch versetzt ist.
Auf diesen Exzenter 13 ist die Sperrklinke 3 schwenkbar
angeordnet, die eine an den Exzenter 13 angepaßte kreis
zylindrische Öffnung 14 aufweist. Die Achse des Exzenters
13 bildet somit eine radial innerhalb des Exzenters 13
liegende Schwenkachse 15 der Sperrklinke 3. Die Sperr
klinke 3 weist bei der vorliegenden Ausführung eine um
die Schwenkachse 12 kreiszylinderabschnittförmige Stütz
fläche 16 auf, an der in der dargestellten Hauptraststel
lung der Gabelfalle 2 und in Sperrstellung befindlicher
Sperrklinke 3 eine an die Stützfläche 16 angepaßte
Stützschulter 17 der Gabelfalle 2 anliegt. Dabei über
decken sich die Stützfläche 16 und die Stützschulter 17
um das Maß c. Die Schwenkachsen 9, 12 und 15 und die Ab
messungen der Teile sind so gewählt, daß eine bei ge
schlossener Fahrzeugtür elastisch verformte Türdichtung
an der in Sperrstellung befindlichen Sperrklinke 3 eine
Druckkraft erzeugt, die kein selbsttätiges Verlagern der
Sperrklinke 3 aus dem Öffnungsverstellbereich der Gabel
falle 2 bewirken kann. Eine Sicherung vor einer Verlage
rung der Sperrklinke 3 aus ihrer dargestellten Sperrstel
lung wird durch die bereits erwähnte Feder bewirkt, die
einen Hebelarm 18 des Tragteiles 4 gegen einen seitlich
von der Sperrklinke 3 abstehenden Anschlag 19 und über
diesen Anschlag 19 die Sperrklinke 3 in ihre Sperrstel
lung belastet. Beim Entriegeln des Schlosses vor dem Öff
nen der Fahrzeugtür ist zunächst das Tragteil 4 und damit
der Exzenter 13 im Uhrzeigersinn zu verschwenken. Dies
erfolgt über den Schwenkhebel 5, der hierzu mit einer An
lagefläche 20 mit einem seitlich von dem Exzenter 13 ab
stehenden Mitnehmer 21 zusammenwirkt, wenn der Schwenkhebel
5 im Gegenuhrzeigersinn um die Achse 5′ verschwenkt
wird. Ein Verschwenken des Schwenkhebels 5 im Gegenuhr
zeigersinn ist jedoch nur in der dargestellten Lage des
Sicherungshebels 8 möglich, wenn ein von einem Ende einer
Koppelstange 22 abstehender Bolzen 23 durch ein Langloch
24 in dem Übertragungshebel 6 vor einen Hebelarm 25 des
Schwenkhebels 5 verlagert ist. Wird der mit einem nicht
dargestellten Türaußengriff in Verbindung stehende Betä
tigungshebel 7 um seine etwa in Pfeilrichtung 26 liegende
Schwenkachse im Uhrzeigersinn verschwenkt, so kommt ein
in den Fig. 5 und 6 dargestellter Anschlag 27 an dem
nach unten gerichteten Schenkel 28 des Übertragungshebels
6 zur Anlage und verschwenkt diesen beim weiteren gleich
sinnigen Verstellen des Betätigungshebels 7 um die in
Pfeilrichtung 26 in Fig. 1 liegende Schwenkachse im Uhr
zeigersinn. Der Bolzen 23 wird dadurch gegen den Hebelarm
25 belastet und verschwenkt den Schwenkhebel 5 im Gegen
uhrzeigersinn, wodurch nach dem Anliegen der Anlagefläche
20 an dem Mitnehmer 21 das Tragteil 4 und damit der Ex
zenter 13 im Uhrzeigersinn verschwenken. Der Schwenkhebel
5 kann auch über einen an der Türinnenseite angeordneten
Innenzughebel im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt werden,
der an dem anderen Hebelarm 29 des Übertragungshebels 6
in nicht dargestellter Weise angreift. Ist der Siche
rungshebel 8 von einem an der inneren Fensterbrüstung der
Fahrzeugtür angeordneten Innenverriegelungsknopf oder von
einer Zentralverriegelungseinrichtung im Gegenuhrzeiger
sinn in eine Sicherungslage verschwenkt, so ist der Bol
zen 23 von der bei 30 mit einem Hebelarm des Sicherungs
hebels 8 gelenkig verbundenen Koppelstange 22 von dem He
belarm 25 nach oben wegverlagert. In diesem Fall bewirkt
eine Betätigung des Betätigungshebels 7 bzw. der Koppel
stange 22 einen Leerhub der Koppelstange 22, bei dem der
Schwenkhebel 5 in seiner Lage verbleibt.
Ist beim Entriegeln der Gabelfalle 2 zunächst das Trag
teil 4 in Richtung seiner Entriegelungslage im Uhrzeiger
sinn in die in Fig. 2 dargestellte Lage verdreht, so ist
durch Verlagerung des Exzenters 13 und damit der
Schwenkachse 15 die Sperrklinke 3 etwas im Gegenuhrzei
gersinn verschwenkt. Dadurch hat sich zwischen der Stütz
fläche 16 der Sperrklinke 3 und der Stützschulter 17 an
der Gabelfalle 2 ein in der Figur nicht erkennbarer Vor
schnitt gebildet, wobei der Schwenkhebel 5 um einen Win
kel α von etwa 4 Grad verschwenkt ist. Außerdem wurde da
bei die Gabelfalle 2 etwas im Uhrzeigersinn in Richtung
ihrer Offenstellung verschwenkt und der Überdeckungsbe
reich c zwischen der Stützfläche 16 und der Stützschulter
17 hat sich bei dieser Schwenkbewegung des Tragteiles 4
etwas vermindert. Aufgrund des Vorschnittes weisen die
Stützfläche 16 und die Stützschulter 17 von einem Berüh
rungspunkt ausgehend einen etwa radial zum Schwenkachsen
bereich der Gabelfalle 2 zunehmenden Abstand auf. Durch
dieses Verschwenken der Sperrklinke 3 in einen Vorschnitt
wurde die zwischen der Stützfläche 16 und der Stützschul
ter 17 wirkende Haftreibungskraft wesentlich herabge
setzt. Aus der Figur ist erkennbar, daß in dieser Lage
die Anlagefläche 20 des Schwenkhebels 5 an dem Anschlag
21 des Tragteiles 4 zur Anlage gekommen ist. Um ein voll
ständiges Entriegeln der Gabelfalle 2 zu bewirken, ist
der Schwenkhebel 5 gleichsinnig weiter im Gegenuhrzeiger
sinn um die Achse 5′ zu verschwenken, wodurch im Zusam
menwirken der Anlagefläche 20 mit dem Anschlag 19 und dem
Mitnehmer 21 das Tragteil 4 und die Sperrklinke 3 im Uhr
zeigersinn in jeweils eine Entriegelungslage verschwen
ken.
Wie aus der entriegelten Zwischenstellung gemäß Fig. 3
hervorgeht, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach einem
Schwenkwinkel a des Schwenkhebels 5 von etwa 8 Grad aus
der Verriegelungsstellung die Sperrklinke 3 zu einem Au
ßenkreis 31 aus dem Öffnungsverstellbereich der Gabel
falle 2 geschwenkt. Der Außenkreis 31 soll verdeutlichen,
daß sich kein Bereich der Gabelfalle 3 beim Verschwenken
der Gabelfalle 3 außerhalb dieses Außenkreises 31 befin
det. Ist somit die Sperrklinke 3 aus diesem Außenkreis 31
geschwenkt, kann die Gabelfalle 2 beispielsweise unter
der Kraft der elastisch verformten Türdichtung bzw. einer
die Gabelfalle 2 in die Offenstellung belastenden Feder
in ihre Offenstellung schwenken und sich der nicht darge
stellte Schließbolzen beim anschließenden Öffnen der
Fahrzeugtür aus der Ausnehmung 10 der Gabelfalle 2 verla
gern.
Der Darstellung gemäß Fig. 4 ist entnehmbar, daß die dar
gestellten Entriegelungslagen der Sperrklinke 3 und des
Tragteiles 4 bei dem Ausführungsbeispiel erreicht sind,
wenn der Schwenkhebel 5 aus der Sperrstellung der Sperr
klinke 3 um einen Winkel α von etwa 13 Grad im Gegenuhr
zeigersinn verschwenkt ist und die Sperrklinke 3 von dem
Außenkreis 31 einen Abstand d von etwa 5 mm aufweist.
Aus der Explosionsdarstellung gemäß Fig. 5 sind weitere
Einzelheiten des Ausführungsbeispiels, insbesondere die
Formen des Schwenkhebels 5, des Tragteiles 4 und seines
Exzenters 13 und der Sperrklinke 3 erkennbar.
Bei der perspektivischen Darstellung nach Fig. 6 ist ähn
lich zu Fig. 5 durch Angabe von in den vorhergehenden Fi
guren verwendeten Bezugszahlen die Anordnung der ver
wendeten Schloßteile erkennbar. In den Fig. 5 und 6
ist die in Fig. 1 mit der Pfeilrichtung 26 angedeutete
Schwenkachse 32 zu erkennen, um die der Übertragungshebel
6 und der Betätigungshebel 7 schwenkbar abgestützt sind.
Ein zweites, den Fig. 7 bis 10 entsprechendes Ausfüh
rungsbeispiel ist ähnlich wie das erste Ausführungsbei
spiel gebildet, so daß lediglich auf die wesentlichen Un
terschiede einzugehen ist. Zwischen den beiden Ausfüh
rungsbeispielen vergleichbare Teile sind mit gleichen Be
zugszahlen und bei dem zweiten Ausführungsbeispiel dar
über hinaus mit einem hochgestellten Zeichen versehen.
Wie aus der Lage der in Fig. 7 in Hauptraststellung dar
gestellten Gabelfalle 2′ und der in Sperrstellung darge
stellten Sperrklinke 3′ hervorgeht, ist die Sperrklinke
3′ bei dieser zweiten Ausführung im Gegensatz zu dem er
sten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 6 in der
dargestellten Sperrstellung von der in Hauptraststellung
der Gabelfalle 2′ elastisch verformten Türdichtung zugbe
lastet.
Gemäß Fig. 8 ist zum Entriegeln der Gabelfalle 2′ ähnlich
Fig. 2 zunächst das Tragteil 4′ mit seinem Exzenter 13′
in die dargestellte Lage im Gegenuhrzeigersinn zu ver
schwenken, um die durch den Exzenter 13′ gebildete
Schwenkachse der Sperrklinke 3′ etwas zu der Gabelfalle
2′ zu verlagern. Dadurch ist ein Vorschnitt zwischen der
Stützfläche 16′ an der Sperrklinke 3′ und der Stützschul
ter 17′ an der Gabelfalle 2′ gebildet, der die Haftrei
bung zwischen diesen Teilen herabsetzt. Aus der Figur ist
nicht ohne weiteres erkennbar, daß bei dem Vorschnitt die
Stützfläche 16′ und die Stützschulter 17′ von einem Be
rührpunkt aus etwa radial zu dem Schwenkachsenbereich der
Gabelfalle 2′ einen zunehmenden Abstand voneinander auf
weisen. Aus dieser in der Figur dargestellten Lage kann
durch ein gleichsinniges weiteres Verschwenken eines
nicht dargestellten Schwenkhebels, der dem Schwenkhebel 5
in den Fig. 1 bis 6 entspricht, das Tragteil 4′ und
die Sperrklinke 3′ über den Außenkreis 31′ hinaus bei
spielsweise in die in Fig. 9 dargestellte Lage verstellt
werden, in der die Sperrklinke 3′ die Gabelfalle 2′ ana
log zu Fig. 3 freigibt.
In Fig. 10 ist das in den Fig. 7 bis 9 dargestellte
Schloß mit nur einigen Schloßteilen in Explosionsdarstel
lung abgebildet, der weitere Einzelheiten zu entnehmen
sind.
Die Erfindung wurde anhand von lediglich zwei Ausfüh
rungsbeispielen erläutert, auf die der Erfindungsgegen
stand nicht eingeschränkt ist. Im Rahmen der Erfindung
sind auch andere Ausführungen möglich. Es ist beispiels
weise nicht erforderlich, daß beim Entriegeln der Schloß
falle die Sperrklinke erst nach einer anfänglichen Ver
stellbewegung des Tragteiles aus dem Öffnungsverstellbe
reich der Schloßfalle verlagert wird. Ebenso kann das
Verschwenken des Tragteiles und der Sperrklinke beim
Entriegeln der Schloßfalle gleichzeitig oder wechselweise
durch einen jeweils zugeordneten oder einen gemeinsamen
Verstellmechanismus erfolgen. Anstelle einer Gabelfalle
kann auch eine andere Schloßfalle vorgesehen sein, die
beispielsweise eine einzige Raststellung oder neben einer
Hauptraststellung eine Vorraststellung aufweist, in denen
jeweils eine Sperrklinke in den Öffnungsverstellbereich
der Schloßfalle verlagerbar ist. Die Stützfläche der
Sperrklinke und die Stützschulter an der Schloßfalle kön
nen auch auf andere Weise gebildet sein. Wenn auch der
beschriebene Vorschnitt der Sperrklinke beim Entriegeln
der Schloßfalle besonders vorteilhaft ist, sind auch Aus
führungen denkbar, bei denen ein zu dem beschriebenen
Vorschnitt umgekehrter Nachschnitt vorteilhaft sein kann,
beispielsweise wenn die Sperrklinke beim Entriegeln der
Schloßfalle zunächst radial zum Drehachsenbereich der
Schloßfalle und erst dann aus dem Öffnungsverstellbereich
der Schloßfalle verlagert wird. Es ist auch nicht erfor
derlich, daß die Stützfläche der Sperrklinke und die
Stützschulter der Schloßfalle in Hauptraststellung der
Schloßfalle und in Sperrstellung befindlicher Sperrklinke
einen Neutralschnitt bilden. Insbesondere bei größeren
Vorschnittwinkeln kann der Vorschnitt auch zusammen mit
der Kraft eines in Raststellung der Schloßfalle elastisch
verformten Elements in einer den Fig. 2 und 8 entspre
chenden Lage des Tragteiles ein selbsttätiges Verlagern
der Sperrklinke aus dem Öffnungsverstellbereich der
Schloßfalle bewirken. Wird die Schloßfalle beim Ver
schwenken des Tragteiles und der Sperrklinke bei der
Entriegelung der Schloßfalle etwas in ihre Offenstellung
verschwenkt, so unterstützt ein in Raststellung der
Schloßfalle elastisch verformtes Element das Entriegeln.
In allen angegebenen Fällen kann das Entriegeln der
Schloßfalle mit einem geringen, etwa gleichmäßigen Kraft
aufwand erfolgen.
Claims (10)
1. Schloß, insbesondere an einer Kraftfahrzeugtür, mit
einer Schloßfalle, die durch Zusammenwirken mit
einem Schließbolzen oder dergleichen in ihre Rast
stellung schwenkt, in der eine zu der Schloßfalle
federbelastete Sperrklinke in ihre Sperrstellung in
den Öffnungsverstellbereich der Schloßfalle schwenk
bar ist und in Sperrstellung eine Stützschulter der
Schloßfalle unter der Vorspannkraft eines in Rast
stellung der Schloßfalle elastisch verformten Ele
ments an einer Stützfläche der Sperrklinke anliegt,
die an einem schwenkbaren Tragteil schwenkbar abge
stützt ist, wobei zur Verlagerung der die Schloß
falle in Raststellung verriegelnden Sperrklinke aus
dem Öffnungsverstellbereich der Schloßfalle das
Tragteil und die Sperrklinke jeweils in eine Entrie
gelungslage zu verschwenken sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Tragteil (4, 4′) mit einem kreis
zylinderförmigen Außenumfang einen Exzenter (13,
13′) bildet, auf dem die mit einer entsprechenden
Öffnung (14) versehene Sperrklinke (3, 3′) schwenk
bar abgestützt ist und radial innerhalb des Exzen
ters (13, 13′) die Schwenkachse (12, 12′) des Trag
teiles (4, 4′) exzentrisch zu dem Außenumfang
(Exzenter 13, 13′) gebildet ist.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Tragteil (4, 4′) mit Abstand zu seiner
Schwenkachse (12, 12′) ein Mitnehmer (21) oder eine
Anlagefläche ausgebildet ist, an der durch Betäti
gung einer Entriegelungseinrichtung im Entriege
lungssinn ein Entriegelungselement (Schwenkhebel 5)
zur Anlage kommt und beim weiteren gleichsinnigen
Verstellen des Entriegelungselements (Schwenkhebel 5)
durch Zusammenwirken mit dem Mitnehmer (21) oder
der Anlagefläche des Tragteiles (4, 4′) das Tragteil
(4, 4′) in Richtung seiner Entriegelungslage
schwenkt.
3. Schloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß an der Sperrklinke (3, 3′) mit Abstand zu
ihrer Schwenkachse (15, 15′) ein Mitnehmer (19, 19′)
oder eine Anlagefläche ausgebildet ist, an der durch
Betätigung eines Entriegelungsmechanismus im Entrie
gelungssinn ein Entriegelungsteil (Schwenkhebel 5)
zur Anlage kommt und beim weiteren gleichsinnigen
Verstellen des Entriegelungsteiles (Schwenkhebel 5)
durch Zusammenwirken mit dem Mitnehmer (19, 19′)
oder der Anlagefläche der Sperrklinke (3, 3′) die
Sperrklinke (3, 3′) in ihre Entriegelungslage
schwenkt.
4. Schloß nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Entriegelungseinrichtung und der
Entriegelungsmechanismus durch eine gemeinsame
Entriegelungseinrichtung gebildet sind, die einen
Schwenkhebel (5) aufweist, der das Entriegelungsele
ment und das Entriegelungsteil bildet.
5. Schloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Verstellen des Schwenkhebels (5) im Entriege
lungssinn der Schwenkhebel (5) an dem Mitnehmer (21)
bzw. der Anlagefläche des Tragteiles (4, 4′) zur An
lage kommt, anschließend der Schwenkhebel (5) das
Tragteil (4, 4′) in Richtung seiner Entriegelungs
lage verstellt und dabei an dem Mitnehmer (19, 19′)
bzw. der Anlagefläche der Sperrfläche (3, 3′) zur
Anlage kommt und anschließend der Schwenkhebel (5)
im Zusammenwirken mit den Mitnehmern (19, 19′, 21)
bzw. Anlageflächen das Tragteil (4, 4′) und die
Sperrklinke (3, 3′) gemeinsam in die zugeordnete
Entriegelungslage verstellt.
6. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Verschwenken des Tragteiles
(4, 4′) in seine Entriegelungslage die Schwenkachse
(15, 15′) der Sperrklinke (3, 3′) derart verstellt,
daß die Stützfläche (16, 16′) der Sperrklinke (3,
3′) in einen Vorschnitt zur Stützschulter (17, 17′)
an der Schloßfalle (Gabelfalle 2, 2′) schwenkt, mit
etwa radial zum Schwenkachsenbereich (Schwenkachse
9, 9′) der Schloßfalle (Gabelfalle 2, 2′) zunehmen
dem Abstand zwischen der Stützfläche (16, 16′) und
der Stützschulter (17, 17′).
7. Schloß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Verschwenken der Sperrklinke (3, 3′) in einen
Vorschnitt die Schloßfalle (Gabelfalle 2, 2′) etwas
in ihre den Schließbolzen oder dergleichen freige
bende Offenstellung schwenkt.
8. Schloß nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß etwa in Entriegelungslage des Tragteiles
der Vorschnitt einen solchen Winkel aufweist, daß
sich die Sperrklinke unter der Kraft des elastisch
verformten Elements selbsttätig aus dem Öffnungsver
stellbereich der Schloßfalle verlagert.
9. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Tragteil (4, 4′) und die
Sperrklinke (3, 3′) von einer Feder in die Sperr
stellung der Sperrklinke (3, 3′) belastet sind.
10. Schloß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Feder einen Hebelarm (18, 18′) des Tragteiles
(4, 4′) gegen einen Anschlag (19, 19′) an der Sperr
klinke (3, 3′) belastet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4210590A DE4210590A1 (de) | 1992-03-31 | 1992-03-31 | Schloß, insbesondere an einer Kraftfahrzeugtür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4210590A DE4210590A1 (de) | 1992-03-31 | 1992-03-31 | Schloß, insbesondere an einer Kraftfahrzeugtür |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4210590A1 true DE4210590A1 (de) | 1993-10-07 |
Family
ID=6455561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4210590A Withdrawn DE4210590A1 (de) | 1992-03-31 | 1992-03-31 | Schloß, insbesondere an einer Kraftfahrzeugtür |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4210590A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10308369A1 (de) * | 2003-02-27 | 2004-09-16 | Daimlerchrysler Ag | Schließanlage für eine Fahrzeugtür |
| CN110259282A (zh) * | 2019-07-12 | 2019-09-20 | 厦门美科安防科技有限公司 | 磁卡转舌锁 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4041877A1 (de) * | 1989-12-27 | 1991-07-25 | Aisin Seiki | Tuerschloss fuer ein automobil |
-
1992
- 1992-03-31 DE DE4210590A patent/DE4210590A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4041877A1 (de) * | 1989-12-27 | 1991-07-25 | Aisin Seiki | Tuerschloss fuer ein automobil |
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| DE10308369B4 (de) * | 2003-02-27 | 2005-01-27 | Daimlerchrysler Ag | Schließanlage für eine Fahrzeugtür |
| CN110259282A (zh) * | 2019-07-12 | 2019-09-20 | 厦门美科安防科技有限公司 | 磁卡转舌锁 |
| CN110259282B (zh) * | 2019-07-12 | 2024-03-29 | 厦门美科安防科技股份有限公司 | 磁卡转舌锁 |
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