DE4208615C1 - Grinding spindle with concentric pot-shaped sliding discs - has inner disc protrusions extending radially between axial protrusions on outer disc - Google Patents
Grinding spindle with concentric pot-shaped sliding discs - has inner disc protrusions extending radially between axial protrusions on outer discInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifspindel mit zwei konzentrisch an
geordneten Topfschleifscheiben nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs. Das Bearbeiten ebener Werkstück
oberflächen ist ein Standardproblem der Fertigungstechnik. Bei be
sonderen Anforderungen an die Maßhaltigkeit der Ebenheit oder bei
der Verwendung von harten Werkstoffen wird dabei häufig auf die
Technologie des Schleifens zurückgegriffen.
Eine für diese Bearbeitung vorteilhafte Werkzeugform ist die Topf
schleifscheibe, die so auf die Spindel montiert ist, daß ihre offene
Seite von der Spindel weg gerichtet ist. Das Werkzeug wird einer
axialen Vorschubbewegung unterworfen und kommt dabei am Rand des
Topfes der Topfschleifscheibe mit dem Werkstück in Eingriff, so daß
ein Materialabtrag auf der Werkstückoberfläche herbeigeführt wird.
Neben dieser Vorschubbewegung erfahren Werkzeug und Werkstück noch
mindestens eine weitere Relativbewegung zueinander, die dazu dient,
die Schleifeingriffszone kontinuierlich so zu verlagern, daß eine plane
Bearbeitungsfläche entsteht. Zu diesem Zweck können z. B. Werkstück
und Werkzeug senkrecht zur Spindelachse verlagert werden, was durch
einen Pendeltisch realisiert werden kann. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, das Werkstück einer zur Spindelrotation parallelen
Drehbewegung zu unterwerfen, was durch einen Rundtisch verwirklicht
wird.
Das bisher bekannte Flachschleifen mit Topfschleifscheiben hat
folgende Nachteile:
Eine grobkörnige Schleifscheibe erlaubt zwar eine relativ große Zer
spanleistung, erzeugt aber nur eine relativ grobe Oberfläche. Eine fein
körnige Schleifscheibe hingegen läßt eine sehr viel feinere Oberfläche
zurück, weist aber nur eine sehr mäßige Zerspanungsleistung auf.
Aus diesem Grund ist im allgemeinen Fall eine zweistufige Bearbeitung
angebracht, wobei eine grobkörnige Schleifscheibe den größten Teil
des Materialabtrages ausführt und eine weitere, feinkörnige Schleif
scheibe in einem weiteren Arbeitsgang den abschließenden Material
abtrag bewerkstelligt und dabei eine gute Oberfläche erzeugt. Wird von
diesem zweistufigen Arbeitsgang gleichzeitig eine hohe Produktivität
gefordert, so wird die dabei eingesetzte Maschine sinnvollerweise mit
zwei Spindeln ausgestattet, so daß während der Feinbearbeitung des
einen Werkstücks das nachfolgende Werkstück bereits der Grobbear
beitung unterzogen werden kann.
Ist diese hohe Produktivität jedoch nicht gefordert, so werden beide
Arbeitsgänge mit Hilfe derselben Spindel vollzogen. Zwischen zwei
Arbeitsgängen muß dann jeweils das Werkzeug gewechselt werden.
Nachteilig bei dieser Vorgehensweise ist der Rüstzeitaufwand für den
Schleifscheibenwechsel. Da bei jedem Wechsel die Schleifscheibe we
gen nicht auszuschließender Montageungenauigkeiten stets neu pro
filiert werden muß, ist der Verbrauch an Schleifscheibenmaterial hoch.
Die Patentschrift DE-PS 8 46 663 hat bereits diese Nachteile erkannt
und bei einer gattungsgemäßen Schleifspindel eine Lösung vorgeschlagen. Danach werden zwei konzentrische
Topfschleifscheiben gemeinsam in einer einzigen Spindel gelagert. Die
innere Topfschleifscheibe ist in der Schleifspindel axial verschiebbar
angeordnet, so daß wahlweise die innere oder aber die äußere Topf
schleifscheibe in Eingriff gebracht werden kann. Die äußere Topf
schleifscheibe besteht aus einer Haube, in der segmentförmige
Schleifbacken festgeklemmt sind. Die innere Topfschleifscheibe be
steht aus einer Trägerscheibe mit aufgebrachtem Schleifbelag in Form
eines Hohlzylinders. Die innere Topfschleifscheibe kann durch eine
zusätzliche Axialverlagerung wahlweise so plaziert werden, daß sie
mit ihrer Arbeitsfläche vor der Arbeitsfläche der äußeren Scheibe her
vorsteht und damit in Eingriff gebracht werden kann. Wird hingegen die
innere Topfschleifscheibe axial so plaziert, daß sie mit ihrer Arbeits
fläche hinter der äußeren Topfschleifscheibe zurücksteht, so kann die
äußere Topfschleifscheibe in Eingriff gebracht werden. Auf diese Art
und Weise lassen sich beide Schleifscheiben, die auf einer einzigen
Spindel montiert sind, nacheinander benutzen, ohne daß zusätzlicher
Aufwand zum Umrüsten oder Profilieren notwendig wird.
Die in dieser Patentschrift vorgestellte Erfindung enthält die Beson
derheit, daß der Wirkradius der beiden Schleifscheiben aufgrund der
konstruktiven Gegebenheiten unterschiedlich sein muß: Die äußere
Schleifscheibe umschließt die innere Schleifscheibe. Aus diesem Grund
weist die äußere Schleifscheibe einen größeren Wirkdurchmesser auf
als die innere.
Diese geometrische Anordnung hat für viele Anwendungsfälle keinerlei
negative Auswirkungen. Beim sogenannten Rotationsschleifen wären
gleiche Wirkradien der beiden Schleifscheiben jedoch von großem Vor
teil. Bei diesem Schleifverfahren rotiert das Werkstück um eine zur
Schleifspindel im wesentlichem parallele Achse, die durch den
Schleifscheibenbelag verläuft. Der Schleifabtrag wird dadurch herbei
geführt, daß Schleifscheibe und Werkstück axial aufeinander zu bewegt
werden. Wenn die beiden Schleifscheiben nicht auf identischem Wirk
radius arbeiten, so müßte die relative Achslage zwischen Schleifspin
del und Werkstück nach der Bearbeitung mit der ersten und vor der
Bearbeitung mit der zweiten Schleifscheibe neu positioniert werden,
was den Ablauf des Fertigungsprozesses in erheblicher Weise stören
würde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Schleifspindel
mit ihren Topfschleifscheiben so auszubilden, daß insbesondere bei dem
vorstehend aufgeführten Schleifverfahren auf das neue Positionieren
der relativen Achslage zwischen Schleifspindel und Werkstück verzichtet
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einer Schleifspindel mit den Oberbegriffsmerkmalen des Patentanspruchs erfindungsgemäß
durch die kennzeichnungsgemäßen Merkmale dieses Anspruchs gelöst.
Die Erfindung beinhaltet somit eine Schleifspindel
mit zwei konzentrisch angeordneten Topfschleifscheiben, die auf identischem
Wirkradius arbeiten. Für den Fall des Rotationsschleifverfahrens
ergibt sich daraus die Vereinfachung, daß die Werkstückrotationsachse
für beide Schleifoperationen beinhalten werden kann.
Die folgenden Figuren erläutern bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung:
Fig. 1 und 2 zeigen die prinzipielle Anordnung der beiden Schleifscheiben
zueinander, wobei Fig. 1 den Zustand wiedergibt, der die
Grobschleifscheibe in Eingriff zeigt, während Fig. 2 die Feinschleif
scheibe im Eingriff zeigt. Fig. 3 zeigt die beiden Schleifscheiben als
getrennte Einzelteile, Fig. 4 zeigt dieselben Einzelteile in zusammen
gefügter Kombination. Fig. 5 zeigt die komplette Vorrichtung in einer
beispielhaften Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt den Grundkörper der inneren Topfschleifscheibe 11 mit den
aus unterbrochenen Kreisringsegmenten bestehenden Schleifbelag 12 in
axial vorstehender Position. In dieser Lage ist eine Schleifoperation
mit der Stirnseite der Kreisringsegmente möglich.
Fig. 2 zeigt den Grundkörper der inneren Topfschleifscheibe 11 in axial
zurückgezogener Position. In dieser Lage ist eine Schleifoperation mit
der äußeren Topfschleifscheibe 13 und den darauf aufgebrachten, aus
unterbrochenen Kreisringsegmenten bestehenden Schleifbelag 14
möglich.
Sinnvollerweise ist der eine Schleifbelag (Grobschleifscheibe bzw.
Schruppschleifscheibe) mit einem relativ groben Korn bestückt,
welches eine relativ hohe Zerspanleistung ermöglicht, während der
andere Schleifbelag (Feinschleifscheibe bzw. Schlichtschleifscheibe)
ein relativ feines Korn aufweist, weiches bei der Schlußbearbeitung
eine relativ feine Oberfläche am Werkstück erzeugt.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Grundkörper der äußeren
Schleifscheibe 13 mittels einer Mehrzahl von Schrauben 15 an eine
Hohlwelle 16 angeflanscht, die ihrerseits gegenüber der hier nicht darge
stellten Umgebungskonstruktion drehbar gelagert ist. Die Axialbe
wegung zum Eingriffswechsel von der einen auf die andere Schleif
scheibe wird hier durch die innere Schleifscheibe 11 ausgeführt. Der
Grundkörper der inneren Schleifscheibe 11 ist mittels weiterer Be
festigungsschrauben 17 an eine Welle 18 angeflanscht, die relativ zur
Hohlweile 16 axial verschoben werden kann. Damit der Zwischenraum
zwischen den Wellen 16 und 18 nicht mit Schleifspänen und Schleif
kühlmittel verschmutzt werden kann, ist eine Dichtung 19 vorgesehen.
Damit für beide Wellen 16 und 18 nur ein einziger Drehantrieb nötig
ist, wird deren Rotation über den Verbindungsstift 20 gekoppelt, das
heißt es wird eine drehfeste Verbindung hergestellt. Durch diesen
Verbindungsstift müssen beide Wellen stets die gleiche Drehstellung
einnehmen, so daß sie in ihrer Rotationsbewegung miteinander
gekoppelt sind. Andererseits erlaubt dieser Verbindungsstift jedoch
eine Axialbewegung relativ zueinander.
Fig. 3 stellt die beiden Schleifscheiben in perspektivischer Ansicht
dar. Die äußere Schleifscheibe 13 besteht aus dem scheibenförmigen
Grundkörper 45, der mit segmentförmigen Vorsprüngen 47 bestückt ist,
wobei zwischen je zwei benachbarten Segmenten 47 Aussparung
49 entsteht. Die segmentartigen Vorsprünge 47 tragen auf ihrer axialen
Stirnseite den Schleifbelag 14.
Die innere Schleifscheibe 11 besteht aus dem scheibenförmigen Grund
körper 44, der mit segmentförmigen Vorsprüngen 46 bestückt ist, wo
bei zwischen je zwei benachbarten Vorsprüngen 46 eine Aussparung 48
entsteht. Die segmentartigen Vorsprünge 46 tragen auf ihrer axialen
Stirnseite den Schleifbelag 12.
Diese beiden Einzelteile sind in Fig. 4 in Arbeitsposition dargestellt.
Dabei sind die segmentartigen Vorsprünge der einen Scheibe so ausge
bildet, daß sie in den Aussparungen der jeweils anderen Scheibe ein
greifen und umgekehrt.
Fig. 5 zeigt schließlich die gesamte Spindel in ihrer speziellen kon
struktiven Ausführung. Die axiale Relativbewegung der beiden Wellen
16 und 18 wird über die beiden Kugelbüchsen 21 und 22 geführt. Diese
Führung kann natürlich auch in anderer konstruktiver Variante reali
siert werden, z. B. genügt hier auch eine Gleitlagerbüchse. Die Rotation
der äußeren Welle 16 gegenüber dem Spindelgehäuse 23 wird in diesem
Ausführungsbeispiel durch die Rillenkugellager 24, 25, 26, 27 und 28
realisiert. Hier können auch andere Arten von Wälzlagerungen oder auch
hydrodynamische sowie hydrostatische Lagerungen, Luftlager oder
Magnetlager Verwendung finden.
Ein weiteres Lagerpaar 29 und 30 dient nicht zur radialen Abstützung,
sondern vielmehr zur axialen Fixierung der Weile 18. Zu diesem Zweck
ist an dem das Spindelgehäuse abschließenden Deckel 31 eine ortsfeste
Bügelkonstruktion angebracht, die aus den Teilen 32, 33, 34 und 35 be
steht. Auf diese Bügelkonstruktion ist mittels der Schrauben 36 das
pneumatische Stellglied 37 befestigt, mit dem ein glockenförmiges
Teil 38 axial bewegt werden kann. Damit sich Teil 38 nur axial bewegt,
sich aber nicht dreht, ist der Stift 39 angebracht. Das Pneumatik
aggregat 37 kann in dieser Ausführungsform nur eine Kraftwirkung nach
unten ausüben. Soll wieder die obere Stellung eingenommen werden, so
wird die Kraftwirkung
des Pneumatikzylinders 37 ausgeschaltet, so daß die Feder 40 die
Welle 18 wieder in die obere Endlage hebt. Mittels des Zwischenringes
41 kann die untere Endlage von Weile 18 variiert werden. Wird ein dün
ner Zwischenring 41 eingelegt, so wird die untere Endlage von Innenwelle
18 und damit auch der Grundkörper der inneren Schleifscheibe
mitsamt Schleifbelag 12 nach unten verschoben. Für diese Axialbe
wegung der Weile 18 können auch andere Stellglieder verwendet wer
den. So sind z. B. auch hydrostatische, elektromagnetische, elektro
motorische oder mechanische Vorrichtungen sinnvoll einsetzbar. Diese
Varianten sind dem Fachmann geläufig.
Die endgültige axiale Schleifposition wird jedoch in jedem Fall durch
die axiale Lage der gesamten Spindel festgelegt. Zu diesem Zweck ist
das Spindelgehäuse 23 mit einer hier nicht dargestellten Schlittenkon
struktion verbunden, die es erlaubt, die gesamte in Fig. 5 dargestellte
Konstruktion in weiten Grenzen axial zu verfahren. Diese Bewegung
wird für den eigentlichen Vorschub des Schleifprozesses ausgenutzt.
Der Drehantrieb der Schleifspindel erfolgt über die Riemenscheibe 42,
die mit dem Spannelement 43 auf der Außenwelle 16 festgezogen ist.
In einer weiteren, hier nicht dargestellten Konstruktionsvariante läßt
sich die Spindel auch direkt betreiben. Zu diesem Zweck müßte bei
spielsweise zwischen den Lagern 27 und 28 ein Elektromotor integriert
werden, wobei das drehende Teil des Motors auf die Außenwelle 16
aufgebracht und das stehende Teil des Motors in das Spindelgehäuse 23
eingebaut wird.
Claims (1)
- Schleifspindel mit zwei konzentrischen, um die gleiche Achse mit gleicher Drehgeschwindigkeit rotierenden und in axialer Richtung relativ zueinander verschiebbaren Topfschleifscheiben mit Schleif belägen, so daß wahlweise die eine oder die andere Topfschleif scheibe mit dem Werkstück in Eingriff gebracht werden kann, wobei die äußere Topfschleifscheibe axial gerichtete segmentförmige Vor sprünge aufweist, die ihrerseits die Schleifbeläge tragen, dadurch gekennzeichnet, daß die axialen Vorsprünge (47) der äußeren Topfschleifscheibe (13) in radiale Aussparungen (48) der inneren Topfschleifscheibe (11) und die durch die Aussparungen (48) gebildeten radialen Vorsprünge (46) der inneren Topfschleif scheibe (11) in die durch die axiale gerichteten Vorsprünge (47) ge bildeten Aussparungen (49) der äußeren Topfschleifscheibe (13) ein greifen, so daß die Schleifbeläge (12 und 14) beider Topfschleifschei ben (11 und 13) radial den gleichen Abstand zur Drehachse der Schleifspindel haben.
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