DE4204899A1 - Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschine - Google Patents
Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschineInfo
- Publication number
- DE4204899A1 DE4204899A1 DE19924204899 DE4204899A DE4204899A1 DE 4204899 A1 DE4204899 A1 DE 4204899A1 DE 19924204899 DE19924204899 DE 19924204899 DE 4204899 A DE4204899 A DE 4204899A DE 4204899 A1 DE4204899 A1 DE 4204899A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- measuring
- measuring device
- workpiece
- measurement
- additional
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B49/00—Measuring or gauging equipment for controlling the feed movement of the grinding tool or work; Arrangements of indicating or measuring equipment, e.g. for indicating the start of the grinding operation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
- B23Q17/00—Arrangements for observing, indicating or measuring on machine tools
- B23Q17/20—Arrangements for observing, indicating or measuring on machine tools for indicating or measuring workpiece characteristics, e.g. contour, dimension, hardness
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B21/00—Measuring arrangements or details thereof, where the measuring technique is not covered by the other groups of this subclass, unspecified or not relevant
- G01B21/10—Measuring arrangements or details thereof, where the measuring technique is not covered by the other groups of this subclass, unspecified or not relevant for measuring diameters
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Machine Tool Sensing Apparatuses (AREA)
- Constituent Portions Of Griding Lathes, Driving, Sensing And Control (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Messen des
Durchmessers oder der Dicke eines auf einer
Bearbeitungsmaschine, vorzugsweise einer Schleifmaschine zu
bearbeitenden Werkstücks, wobei die Meßvorrichtung gegen das
Werkstück hin zustellbar, sowie quer dazu verfahrbar und das
oder die Meßelemente der Meßvorrichtung beim Messen am
Werkstück anlegbar ist bzw. sind. Eine solche Vorrichtung kennt
man bspw. bei Rundschleifmaschinen, wo sie zum Messen des
Werkstückdurchmessers an der Meßstelle verwendet wird.
Übertrifft der Meßwert den Sollwert, so muß das Werkstück noch
so lange beschliffen werden, bis Meßwert und Sollwert
übereinstimmen. Dabei hat sich vor allen Dingen eine
Meßvorrichtung durchgesetzt, welche zwei Meßelemente besitzt,
die an gegenüberliegenden Stellen, bspw. oben und unten, an
einem außen zu beschleifenden Werkstück angelegt werden, um auf
diese Weise den Absolutwert des Durchmessers unabhängig von
Wärmeschwankungen und dgl. zu erfassen.
Das Messen des Durchmessers muß an genau vorgegebener Stelle
bzw. mehreren Stellen des Werkstücks erfolgen, um bspw.
sicherzustellen, daß das Werkstück oder ein bestimmter
Abschnitt desselben genau zylindrisch ist. Außerdem müssen bei
einem Werkstück mit unterschiedlichen Durchmesserabschnitten in
der Regel sämtliche Abschnitte auf Maßhaltigkeit überprüft
werden. Aus diesem Grunde muß die Vorrichtung nicht nur gegen
das Werkstück hin zustellbar, sondern auch entlang dem
Werkstück verfahrbar sein.
Weil das Messen insbesondere des Durchmessers eines Werkstücks
an einer ganz bestimmten Stelle immer im Zusammenhang mit dem
Bearbeiten insbesondere an dieser Stelle bzw. im Bereich dieser
Stelle erfolgt, muß die Messung auch tatsächlich immer an der
genau vorgesehenen Stelle erfolgen.
Wenn ein zwischen Spitzen eingespanntes, außen zu
bearbeitendes, insbesondere zu beschleifendes Werkstück auf
einer Außenrundschleifmaschine bearbeitet wird, so muß die
Messung im Hinblick auf die nachfolgende Bearbeitung an einer
Stelle erfolgen, die beispielsweise von einer der beiden
Stirnflächen einen genau vorgegebenen Längsabstand aufweist.
In der Regel nimmt man die der festen Spitze der
Schleifmaschine zugeordnete Werkstück-Stirnfläche oder eine
davon in festem Abstand befindliche Stirnfläche als
Referenzfläche. Weil die beiden Spitzen in jeweils eine
Zentrumsbohrung an den beiden Enden des Werkstücks eingreifen
und die Zentrumstiefe innerhalb vorgegebener Toleranzen
schwanken kann, führt dies im zweiten Falle zu einer
Verlagerung der Stirnflächen bzw. der hierzu parallelen
Referenzflächen gegenüber bspw. dem freien Ende der festen
Spitze. Dies muß bei der Ausrichtung des Werkzeugs, also in
diesem Falle der Schleifscheibe gegenüber dem Werkstück,
berücksichtigt werden. Geht man von einer vorgegebenen
Nullstellung der Schleifscheibe aus, so muß man derartige
Zentrumstiefenschwankungen messen und entsprechend ausgleichen.
Hierzu verwendet man bislang sogenannte Positionier-Meßgeräte.
Es liegt nun die Aufgabe vor, die Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art so weiterzubilden, daß
Zentrumstiefenschwankungen rascher, genauer und einfacher
erfaßt und korrigiert werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
dadurch gekennzeichnet ist, daß sich in Verfahrrichtung der
Meßvorrichtung in festem Seitenabstand von letzterer eine
separat und parallel zu dem oder den Meßelementen der
Meßvorrichtung zustellbare Zusatzmeßvorrichtung für Messungen
zumindest in Verfahrrichtung befindet.
Nachstehend wird davon ausgegangen, daß diese Vorrichtung eine
Durchmesser-Meßvorrichtung ist, ohne daß dies einschränkend
verstanden werden darf. Dies ist auch das bevorzugte
Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Weil sich die Zusatzmeßvorrichtung in vorgegebenem
Seitenabstand von der Meßvorrichtung für den Durchmesser
befindet, ist bzw. sind die Meßelemente der letzteren einer
ganz bestimmten Werkstückstelle zugeordnet, wenn das Meßelement
der Zusatzmeßvorrichtung an einer vorbestimmten Referenzfläche,
also bspw. einer Stirnfläche eines Drehteils anliegt, die
ihrerseits einen genau vorgegebenen Seitenabstand von zumindest
einer der beiden Stirnflächen hat. Mit Hilfe der
Zusatzmeßvorrichtung kann man also eine bestimmte Ausgangslage
des oder der Meßelemente der Meßvorrichtung schaffen, von der
aus jede beliebige Stelle am Werkstück genau angefahren und
dann gemessen werden kann. Auf diese Weise werden
Zentrumsschwankungen rasch, sicher und genau ausgeschaltet.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die
Meßvorrichtung und die Zusatzmeßvorrichtung eine gemeinsame, in
Verfahrrichtung hin- und herbewegbare Einheit bilden. Es reicht
als ein einziger Antrieb, oder, bezogen auf das Werkstück,
Seiten-Verschiebeantrieb für die Meßvorrichtung und die
Zusatzmeßvorrichtung aus. Diese Einheit wird so lange
verschoben, bis das Meßelement der Zusatzmeßvorrichtung an der
vorgesehenen Stirnfläche des Werkstücks angekommen ist. Damit
liegt dann die erwähnte Nullstellung des oder der Meßelemente
der Meßvorrichtung fest, von der aus sämtliche Meßstellen des
Werkstücks, an denen der Durchmesser ermittelt werden soll,
problemlos und genau angefahren werden können.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß die
Zusatzmeßvorrichtung an der Meßvorrichtung in Zustellrichtung
der letzteren verfahrbar ist, wobei sich bei einer Messung an
einem rotationssymmetrischen Werkstück die Verfahrrichtung
parallel zur Werkstück-Längsachse und die Zustellrichtung
senkrecht hierzu erstreckt. Das Verfahren kann man mit
bekannten Mitteln erreichen, bspw. mit Hilfe mindestens eines
Arbeitszylinders oder anderer bekannter Verfahreinrichtungen.
Die Zusatzmeßvorrichtung ist in bevorzugter Weise mittels eines
steuerbaren hydraulischen oder pneumatischen Arbeitszylinders
an der Meßvorrichtung verfahrbar. Es bietet sich hier
insbesondere die Hilfsenergie an, die an der
Bearbeitungsmaschine ohnehin vorhanden ist. Andererseits muß
aber die geforderte Genauigkeit gewährt werden. Letzteres ist
natürlich auch dann der Fell, wenn man eine elektromotorische
Verstellung vorsieht.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
kennzeichnet sich dadurch, daß die Zusatzvorrichtung zusätzlich
zu ihrem Meßelement für die Messung in Verfahrrichtung ein
weiteres Meßelement für die Messungen in Zustellrichtung oder
ein entsprechend kombiniertes Meßelement aufweist. Die
Meßvorrichtung hat einen vorgegebenen Meßbereich, innerhalb dem
Durchmesser gemessen werden können. Es gibt nun aber durchaus
Werkstücke, die örtlich einen Durchmesser aufweisen, welcher
außerhalb des Meßbereichs der Meßvorrichtung liegt. Hier kann
man nun in sehr vorteilhafter Weise die Zusatzmeßvorrichtung in
doppelter Weise ausnützen, indem man ihr noch eine weitere
Aufgabe, nämlich das Messen "übergroßer" Durchmesser überträgt.
Dies resultiert vor allen Dingen aus der
Relativverschieblichkeit der Zusatzmeßvorrichtung an der
Meßvorrichtung. Der Hub der Zusatzmeßvorrichtung addiert sich
nämlich zu demjenigen der Meßvorrichtung hinzu. Aus praktischen
Gründen wird bei "übergroßen" Durchmessern keine
Absolutmessung, sondern eine Relativ- oder Vergleichsmessung
durchgeführt, d. h., es wird bezogen auf die geometrische Achse
des Werkstücks der tatsächliche Radius an der betreffenden
Stelle ermittelt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, daß bei einer Bearbeitungsmaschine mit einer
NC-Steuerung für die Zustellung des Werkzeugs, insbesondere
einer NC-Schleifmaschine, die Meßelemente der Meßvorrichtung
und der Zusatzmeßvorrichtung mit der NC-Steuerung der Maschine
verbindbar sind. Wenn man also mit der Zusatzmeßvorrichtung die
Nullstellung des oder der Meßelemente der Meßvorrichtung
vorgenommen hat und dieser eine Nullstellung des
Bearbeitungswerkzeugs bzw. der Schleifscheibe zuordnet, so kann
man hiervon ausgehend die Schleifscheibe jeder beliebigen
Stelle des Werkstücks genau zuordnen, wobei unterstellt ist,
daß bei dieser Ausführungsform das Werkstück, also das Drehteil
in Verfahrrichtung der Meßvorrichtung keine Bewegung
durchführt, sondern die Schleifscheibe in Verfahrrichtung
entlang dem Drehteil verfahren wird. Selbstverständlich ist die
erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei der Bearbeitung von
Werkstücken brauchbar, bei denen das Werkzeug bzw. die
Schleifscheibe nicht verfahren, sondern nur zugestellt wird und
dafür eine Verfahrbewegung des Werkstücks relativ zur
Schleifscheibe stattfindet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Hierbei stellen dar:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Gesamtvorrichtung in
einer Park- oder Ausgangsposition gegenüber
einem Werkstück;
Fig. 2 die zugestellte Gesamtvorrichtung mit der
Zusatzmeßvorrichtung in Arbeitsstellung;
Fig. 3 die zugestellte Gesamtvorrichtung mit der
Meßvorrichtung in Arbeitsstellung;
Fig. 4 die zugestellte Gesamtvorrichtung mit der
Zusatzmeßvorrichtung beim Durchmessermessen.
Die Meßvorrichtung 1 ist im Sinne des Doppelpfeils 2 relativ zu
einem Werkstück 3 zu- und rückstellbar. Außerdem ist sie im
Sinne des Doppelpfeils 4 gegenüber dem Werkstück 3 verfahrbar.
Das Werkstück 3 ist beim Ausführungsbeispiel ein
rotationssymmetrischer Körper, der sich zwischen zwei Spitzen 5
und 6 einer nicht dargestellten Rundschleifmaschine befindet.
Die Spitze 5 ist dabei eine maschinenfeste Spitze, während die
Spitze 6 im Sinne des Doppelpfeils 4 verfahrbar ist. Die
Bearbeitung des Werkstücks 3 erfolgt in diesem Fall mit einem
als Schleifscheibe 7 ausgebildeten Werkzeug, das beispielsweise
im Sinne des Doppelpfeils 2 gegen das Werkstück 3 hin zu- und
rückstellbar ist. Statt dessen ist natürlich auch eine
Zustellung unter einem anderen Winkel möglich. In Fig. 3 ist
eine schräge Zustellung in Pfeilrichtung 12′ unter einem Winkel
von beispielsweise 30° angedeutet, d. h. die Spindelachse der
Schleifscheibe 7′ verläuft dort nicht parallel zur
Werkstückachse.
Die beiden Spitzen 5 und 6 greifen in bekannte
Zentrumsbohrungen des Werkstücks 3 ein. Für die Bohrtiefe
gelten die üblichen Toleranzen, weswegen das Werkstück 3,
bezogen auf die feststehende Spitze 5 je nach Tiefe der
Zentrierbohrung mehr oder weniger weit auf die Spitze 5
aufgeschoben werden kann. Die Spitze 6 wird dementsprechend
stark zugestellt. Es ist ohne weiteres einsehbar, daß aufgrund
dessen die Lage der Stirnflächen 8 und 9 des Werkstücks 3 und
damit auch der außerdem noch vorhandenen Stirnflächen 10 und
11, bei ansonsten identischen Abmessungen des Werkstücks 3,
gegenüber der Spitze 5 bzw. deren freiem Ende in gewissen
Grenzen variieren kann. Damit nun die Schleifscheibe 7 beim
Zustellen in Pfeilrichtung 12 eine genau vorbestimmte Stelle
des Werkstücks erreicht, bspw. der Stirnfläche 11 ganz genau
zugeordnet ist, muß die Lage der Stirnflächen, bzw. im
speziellen Falle der Stirnfläche 11 für jedes einzelne
Werkstück in Abhängigkeit von seiner Zentrumstiefe genau
ermittelt werden. Dies geschieht erfindungsgemäß mit Hilfe der
Zusatzmeßvorrichtung 13. Diese ist relativ zur Messvorrichtung
1 im Sinne des Doppelpfeils 2 zustell- und rückstellbar. In
bevorzugter Weise ist sie gemäß der zeichnerischen Darstellung
an der Meßvorrichtung 1 verschiebbar gelagert. Die
Relativverschiebung erfolgt dabei mit Hilfe eines schematisch
dargestellten Arbeitszylinders 14 oder einer anderen linearen
Antriebsvorrichtung, bspw. einem dementsprechenden Elektromotor.
An ihrem in Zustellrichtung 15 vorderen Ende trägt die
Zusatzmeßvorrichtung ein Meßelement 16. Wenn man die Einheit
aus Meßvorrichtung 1 und Zusatzmeßvorrichtung 3, ausgehend von
der Stellung gemäß Fig. 1 zunächst etwas nach rechts verlagert
und anschließend im Sinne des Pfeils 15 zustellt, bis etwa die
in Fig. 2 gezeigte Zustellposition erreicht ist, so kann man
die gesamte Einheit anschließend nach links verschieben, bis das
Meßelement 16 an der für die Messung bestimmten Fläche, also
bspw. der Stirnfläche 11, zur Anlage gekommen ist. Wenn man
dieser Stellung des Meßelements 16 eine genaue Stellung des
Werkzeugs 7 in Verfahrrichtung 4 zuordnet, so hat man
unabhängig von der Zentrumstiefe immer eine korrekte
Ausgangsstellung des Werkzeugs 7 bzw. der Schleifscheibe, von
der aus man mit der üblichen Verstelleinrichtung der
Bearbeitungsmaschine bzw. Rundschleifmaschine jede gewünschte
Zuordnung der Schleifscheibe zu einer ganz bestimmten Stelle
des Werkstücks sicher ansteuern kann. Selbstverständlich wird
vor der Bearbeitung die Einheit aus Meßvorrichtung 1 und
Zusatzmeßvorrichtung 13 entgegen dem Pfeil 15 wieder teilweise
oder ganz zurückgestellt.
Nach einer gewissen Bearbeitungszeit wird, wie die Fig. 2
und 3 ausweisen, die Meßvorrichtung 1 im Sinne des Pfeils 15
gegen das Werkstück 3 hin so weit zugestellt, daß mit deren
Meßelement oder Meßelementen 17 der tatsächliche Durchmesser an
der Meßstelle ermittelt werden kann. In bekannter Weise ist die
Meßvorrichtung 1 mit zwei im Höhenabstand angeordneten
Meßelementen 17 ausgestattet, von welchen das obere das
Werkstück übergreift, während das untere das Werkstück
untergreift. Anschließend werden beide gegen das Werkstück 3
hin zugestellt, bis sie daran zur Anlage gekommen sind. Ihr
gegenseitiger Abstand entspricht dann dem Absolutwert des
Werkstückdurchmessers an der Meßstelle.
Der Seitenabstand 18 des Meßelements 16 der
Zusatzmeßvorrichtung 13 und des Meßelements 17 der
Meßvorrichtung 1 ist konstant. Wenn man also das Meßelement 16
gegenüber einer Referenzebene durch Anlegen ausgerichtet hat, so
kann man aufgrund des Seitenabstands 18 bei einer
computergesteuerten Vorrichtung mit Hilfe dieser Steuerung das
Meßelement 17 jeder Stelle des Werkstücks ganz genau zuordnen.
Zweckmäßigerweise handelt es sich dabei um die Steuerung der
Schleifmaschine selbst, sodaß man bei gleichzeitiger
"Nullstellung" der Gesamtvorrichtung und des Werkzeugs 7 bzw.
der Schleifscheibe mit Hilfe der Maschinensteuerung jede Stelle
des Werkstücks 3 nicht nur in Pfeilrichtung 15, sondern auch im
Sinne des Doppelpfeils 4 genau ansteuern kann.
Vorteilhafterweise übernimmt das Meßelement 16 noch eine zweite
Aufgabe oder ist an dieser Stelle noch ein weiteres Meßelement
der Zusatzmeßvorrichtung vorgesehen. Dieses kann man gemäß
Fig. 4 zur Durchmessermessung heranziehen, wobei insbesondere
an das Ermitteln eines Durchmessers gedacht ist, der außerhalb
des Meßbereichs des Meßelements 17 liegt. Diese
Durchmessermeßvorrichtung arbeitet jedoch beim
Ausführungsbeispiel nicht nach demselben Prinzip wie das
Meßelement 17, vielmehr wird das Meßelement 16 im Sinne des
Pfeils 15 so weit gegen den betreffenden Werkstückteilbereich
19 vorgeschoben, bis es daran zur Anlage gekommen ist. Die
Anordnung sollte allerdings so erfolgen, daß eine Tangente an
den Berührungspunkt senkrecht zur Bildebene auch senkrecht zu
einer gedachten, durch die Doppelpfeile 2 und 4 gebildeten
Ebene steht. In diesem Falle wird dann unmittelbar der Radius,
d. h. der Abstand des Meßpunkts von der geometrischen Achse 20
des Werkstücks 3 ermittelt. Die Messung kann auch in diesem
Falle über das Koordinatensystem der Bearbeitungsmaschine
ermittelt und ggf. angezeigt werden. Den Solldurchmesser kann
man eventuell zuvor mit Hilfe eines extern vermessenen
Mutterstücks vorgeben, so daß insgesamt eine Vergleichsmessung
durchgeführt wird.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Messen des Durchmessers oder der Dicke eines
auf einer Bearbeitungsmaschine, vorzugsweise einer
Schleifmaschine, zu bearbeitenden Werkstücks (7), wobei die
Meßvorrichtung (1) gegen das Werkstück (7) hin zustellbar
(2) sowie quer dazu verfahrbar (4) und das oder die
Meßelemente (17) der Meßvorrichtung (1) beim Messen am
Werkstück (3) anlegbar ist bzw. sind, dadurch
gekennzeichnet, daß sich in Verfahrrichtung (4) der
Meßvorrichtung (1), in insbesondere festem Seitenabstand
(18) von letzterer, eine separat und parallel zu dem oder
den Meßelementen (17) der Meßvorrichtung (1) zustellbare (2)
Zusatzmeßvorrichtung (13) für Messungen zumindest in
Verfahrrichtung (4) befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Meßvorrichtung (1) und die Zusatzmeßvorrichtung (13) eine
gemeinsame, in Verfahrrichtung (4) hin- und herbewegbare
Einheit bilden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zusatzmeßvorrichtung (13) an der Meßvorrichtung (1) in
Zustellrichtung (2) verfahrbar ist, wobei sich bei einer
Messung an einem rotationssymmetrischen Werkstück (3) die
Verfahrrichtung (4) parallel zur Werkstück-Längsachse (20)
und die Zustellrichtung (2) senkrecht hierzu erstreckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zusatzmeßvorrichtung (13) mittels eines steuerbaren
hydraulischen oder pneumatischen Arbeitszylinders (13) an
der Meßvorrichtung (1) verfahrbar ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzvorrichtung
(13) zusätzlich zu ihrem Meßelement (16) für die Messung in
Verfahrrichtung (4) ein weiteres Meßelement für Messungen in
Zustellrichtung (2) oder ein entsprechend kombiniertes
Meßelement (16) aufweist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer
Bearbeitungsmaschine mit einer NC-Steuerung für die
Zustellung (12) des Werkzeugs (7), insbesondere bei einer
NC-Schleifmaschine, die Meßelemente (16, 17) der
Meßvorrichtung (1) und der Zusatzmeßvorrichtung (13) mit der
NC-Steuerung der Maschine verbindbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924204899 DE4204899A1 (de) | 1992-02-19 | 1992-02-19 | Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924204899 DE4204899A1 (de) | 1992-02-19 | 1992-02-19 | Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4204899A1 true DE4204899A1 (de) | 1993-08-26 |
Family
ID=6452004
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924204899 Withdrawn DE4204899A1 (de) | 1992-02-19 | 1992-02-19 | Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4204899A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10034984A1 (de) * | 2000-07-19 | 2002-02-07 | Forschungszentrum Juelich Gmbh | Vorrichtung zum Positionieren einer Messeinrichtung |
-
1992
- 1992-02-19 DE DE19924204899 patent/DE4204899A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10034984A1 (de) * | 2000-07-19 | 2002-02-07 | Forschungszentrum Juelich Gmbh | Vorrichtung zum Positionieren einer Messeinrichtung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2847510C2 (de) | ||
| DE10012647B4 (de) | Einrichtverfahren für ein Bearbeitungswerkzeug bzw. Werkstück auf einer Verzahnungsmaschine | |
| DE2824266A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum entgraten von werkstuecken | |
| CH676072A5 (de) | ||
| DE4036283C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Zylinderschleifmaschinen | |
| EP2092991B1 (de) | Biegegesenk für eine Biegepresse, insbesondere Abkantpresse und Verfahren zum Abkanten eines Werkstücks | |
| EP0390938A1 (de) | Verfahren zum Honen von Bohrungen und Honmaschine zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3631146C2 (de) | ||
| EP1919658A1 (de) | Bearbeitungsvorrichtung mit vermessungseinrichtung für ein modell | |
| DE1945017A1 (de) | Verfahren zur Einstellung mindestens eines Werkzeuges in einer Werkzeugmaschine sowie Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| EP3744436A1 (de) | Richtpresse und verfahren zum biegerichten von länglichen werkstücken | |
| CH668841A5 (de) | Verfahren zur bestimmung der position eines werkstueckes in einer nc-gesteuerten maschine sowie eine nc-gesteuerte maschine zur durchfuehrung eines solchen verfahrens. | |
| DE102013011307A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Werkzeugmessung oder Werkstückmessung | |
| DE2009432B2 (de) | Werkzeugmaschine zum nacharbeiten der verzahnung eines werkstuecks | |
| DE2812463C3 (de) | Richtmaschine für hohlzylindrische Werkstücke | |
| AT515672B1 (de) | Biegepresse | |
| EP0346288B1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum berührungslosen Ausmessen eines Werkstückes | |
| DE2701593C2 (de) | Verfahren zum Maßwalzen von Rotationskörpern und Walzgerüst zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE4204899A1 (de) | Messvorrichtung, insbesondere fuer eine schleifmaschine | |
| CH698147B1 (de) | Schleifmaschine und Verfahren zum Einrichten eines Werkstückträgers an einer Schleifmaschine. | |
| CH642886A5 (de) | Fraeskopf. | |
| DE102013226733B4 (de) | VERFAHREN UND SCHLEIFMASCHINE ZUM MESSEN UND ERZEUGEN EINER AUßENSOLLKONTUR EINES WERKSTÜCKES DURCH SCHLEIFEN | |
| DE4301486C1 (de) | Vorrichtung zur automatischen Kompensation von Ungenauigkeiten an Schleifmaschinen | |
| EP0565995B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Abtastung der Lage des Mittelsteges eines I-Profilträgers innerhalb einer Profilträgerbohrmaschine | |
| DE3933863A1 (de) | Schleifmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |