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DE420159C - Mittel zur Zerstoerung von Insektenlarven - Google Patents

Mittel zur Zerstoerung von Insektenlarven

Info

Publication number
DE420159C
DE420159C DER59711D DER0059711D DE420159C DE 420159 C DE420159 C DE 420159C DE R59711 D DER59711 D DE R59711D DE R0059711 D DER0059711 D DE R0059711D DE 420159 C DE420159 C DE 420159C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
larvae
powder
water
insect larvae
trioxymethylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER59711D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EMILE CHARLES CAMILLE ROUBAUD
Original Assignee
EMILE CHARLES CAMILLE ROUBAUD
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EMILE CHARLES CAMILLE ROUBAUD filed Critical EMILE CHARLES CAMILLE ROUBAUD
Application granted granted Critical
Publication of DE420159C publication Critical patent/DE420159C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/24Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with two or more hetero atoms
    • A01N43/32Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with two or more hetero atoms six-membered rings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
ein unter Verwendung von Trioxymethylen
hergestelltes Mittel zur Zerstörung oder Abtötung der Larven von Insekten, besonders \ von Larven der Mücken, Schnaken, Stech- : fliegen, Moskitos, Anophelen usw., wobei diese
Zerstörung oder Abtötung vorzugsweise in , den Gewässern, in welchen sich diese Insekten
entwickeln, also beispielsweise in Morästen,
Teichen, Sümpfen, Wasserstauwerken oder
Wasserreservoiren vorgenommen werden soll 1
bzw. vorgenommen werden kann. '
LJm die Zerstörung oder Abtötung von ;
Larven solcher Insekten, die sich besonders I in stagnierenden Gewässern entwickeln, herbeizuführen, hat man bisher Petroleum und ■ ähnliche öle verwendet, deren Einwirkung | jedoch oft ungenügend war und außerdem ; noch den wesentlichen Nachteil zeitigte, daß |
ao die so behandelten Gewässer für die üblichen j \?erwendungszwecke ungeeignet wurden, daß
sie besonders für Trinkzwecke oder für die . Landwirtschaft unverwendbar gemacht wur- ! den. !
Man hat bereits vorgeschlagen, die Larven ' von Insekten unter Verwendung von Trioxy- -. methylen dadurch abzutöten, daß man Preß- '■ linge verwendete, die Naphthalin und Trioxy- , methylen oder Formalin enthielten, wobei ; diese Preßlinge derart verglüht wurden, daß
die aufsteigenden Dämpfe dieser beiden Substanzen sich mischten und ein Gas ergaben, , das fähig war, die Insektenlarven zu töten. Ein solches Mittel bedingt demnach eine von außen her einsetzende Einwirkung auf die Larven und kann daher nicht dazu dienen, die in Teichen, Sümpfen usw. befindlichen Insektenlarven abzutöten.
Das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Mittel wird dadurch erhalten, daß mau dasselbe etwa in gleichen Teilen aus zwei Komponenten mischt, und zwar einerseits aus Trioxymethylen, welches beispielsweise als feines Pulver Verwendung findet, und anderseits aus einem vegetabilischenPulver, welches als Träger für das Trioxymethylen dient, derart, daß aus dieser Mischung ein Nährpräparat entsteht, das geeignet ist, von den Insektenlarven verschluckt oder verschlungen zu werden und alsdann auf dieselben einwirkt.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das hierzu verwendete vegetabilische Pulver beispielsweise aus Fichten-, Tannen- o. dgl. Nadelholzrinden besteht, um zu verhindern, daß das Trioxymethylen vom Wasser zersetzt wird und sich auflöst; vielmehr bleibt dasselbe ein adhärierender Bestandteil des Trägers, welchen das vegetabilische, pulverförmige Nährpräparat bildet.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß man die in Pulverform hergestellte Mischung in zweckdienlichen Proportionen — in Wasser einge-
rührt — nach Art einer auf diese Weise hergestellten Emulsion verwendet, um hierdurch auch diejenigen Insektenlarven abtöten zu können, die sich in einer bestimmten Wassertiefe aufhalten.
Sowohl in dem einen wie in dem anderen Falle wird keine schädliche Einwirkung auf die Gewässer selbst ausgeübt und deren übliche Verwendung nicht behindert, ίο Um das larventötende Erzeugnis zu gewinnen, stellt man zuerst das alsTräger dienende, vegetabilische Pulver her. Wenn man sich z. B. zur Herstellung dieses vegetabilischen Pulvers der Rinden oder Borken von Tannen is oder Fichten bedient, zerkleinert man die barzhaltigen Rinden oder Borken zuerst in einer Brechvorrichtung oder in einem Mahlgange, wobei diese Arbeit in jedem zweckdienlichen Zerkleinerungsapparat vorgenommen werden kann, zu verhältnismäßig kleinen Stücken, die man alsdann in einem mit erhitzter Luft arbeitenden Trockenofen so lange weiter behandelt, bis sie vollständig ausgetrocknet sind. Die so völlig getrockneten Rinden- oder Borkenstückchen werden alsdann in eine Kugelmühle o. dgl. Mahlvorrichtung eingebracht, in der sie ganz fein pulverisiert werden, und zwar so lange, bis man ein äußerst feines Mehl, z. B. ein staubförmiges Pulver, erzielt hat.
Nachdem man ein solches äußerst feines, vegetabilisches Pulver gewonnen hat, fügt man in derselben Mahl- o. dgl. Vorrichtung ein Pulver von Trioxymethylen oder Formalin hinzu, und zwar in einem Volumen, das etwa gleich demjenigen des vegetabilischen Pulvers ist. Dann setzt man die Mahl- o. dgl. Vorrichtung wieder in Betrieb, welche Vorrichtung alsdann die Rolle einer Mischvorrichtung spielt. Man läßt die Vorrichtung so lange arbeiten, bis daß das Trioxymethylen oder das Formalin und das feine, vegetabilische Pulver eine innige Mischung gebildet haben.
Um die Zerstörung oder Abtötung der Larven von Mücken, insbesondere von Anophelen, deren Larven sich nur in geringer Tiefe unter dem Wasserspiegel aufhalten, vorzunehmen, wirft man das larvenabtötende Pulver in leichten Wolken auf die Oberfläche oder den Wasserspiegel, wozu man sich z. B. eines Zerstäubers bedienen kann. Die wirksame Minimaldosis ist etwa ein Zentigramm per Quadratmeter der zu behandelnden Wasseroberfläche.
Behufs Zerstörung oder Abtötung der Larven von gewöhnlichen Mücken o. dgl. Insekten aus Ansammlungen der städtischen Abwasser — wobei es sich um Larven handelt, die sich für gewöhnlich in größerer Tiefe, vom Wasserspiegel aus gerechnet, aufhalten — oder bei Larven von Schnaken, Stechmücken usw. verfährt man etwa in der folgenden Art und Weise: Man rührt zuvor das larvenabtötende Pulver in Wasser ein und gießt dann die so gewonnene, eine Art Emulsion darstellende Lösung in die Fontänen, Bewässerungseinrichtungen, Wassersprengvorrichtungen usw., in denen man die Larven der hier in Frage stehenden Insekten abtöten will. Für eine derartige Behandlung ist etwa folgende Dosierung zweckdienlich: Ein Kaffeelöffel des larvenabtötenden Pulvers wird etwa in ein Liter Wasser eingerührt, und dieses Quantum dient etwa für ein Quadratmeter Wasseroberfläche des zu behandelnden, stagnierenden Gewässers.
Das neue Mittel besitzt eine ausgezeichnete Zerstörungs- oder Abtötungswirkung auf die zu beseitigenden Larven der hier in Frage kommenden Insekten. Die besondere Fähigkeit dieses neuen Erzeugnisses, durch Eindringen und durch leichte Verteilung zu wirken, ist auf Morästen, Sümpfen usw. erheblich größer, vollkommener undwirksamer usw. als diejenige der bisher benutzten, angeblich larvenabtötenden öle. Andererseits ist das neue gewonnene Erzeugnis unschädlich für das Vieh, für die in den Gewässern befindlichen Fische, für Pflanzen usw. Das Erzeugnis verunreinigt auch nicht die damit behandelten Gewässer und ist nicht schädlich bei deren \rerwendung als Sprengwasser, für Waschzwecke usw.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mittel zur Zerstörung von Insektenlarven, besonders von denjenigen der Stechfliegen, Mücken, Schnaken, Moskitos o. dgl. unter Verwendung von Trioxymethylen, dadurch gekennzeichnet, daß Trioxymethylen in Form eines feinen Pulvers mit einem als Träger dienenden, vegetabilischen Pulver gemischt wird, derart, daß hierdurch eine als Nährpulver für die Larven dienende Mischung entsteht, die geeignet ist, von den Insektenlarven verschluckt zu werden.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vegetabilische Pulver aus Fichten-, Tannen- o. dgl. Nadelholzrinden besteht.
3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in Pulverform hergestellte Mischung in zweckmäßigen Proportionen — in Wasser eingerührt — zur Verwendung gelangt.
DER59711D 1922-11-30 1923-11-13 Mittel zur Zerstoerung von Insektenlarven Expired DE420159C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR420159X 1922-11-30

Publications (1)

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DE420159C true DE420159C (de) 1925-10-17

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ID=8898444

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER59711D Expired DE420159C (de) 1922-11-30 1923-11-13 Mittel zur Zerstoerung von Insektenlarven

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US (1) US1625627A (de)
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GB (1) GB207802A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1312275C (en) * 1986-11-04 1993-01-05 Minoru Kakuda Moth-proofing agent and moth-proofing method

Also Published As

Publication number Publication date
FR559296A (fr) 1923-09-12
GB207802A (en) 1924-07-31
US1625627A (en) 1927-04-19

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