DE420159C - Mittel zur Zerstoerung von Insektenlarven - Google Patents
Mittel zur Zerstoerung von InsektenlarvenInfo
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- DE420159C DE420159C DER59711D DER0059711D DE420159C DE 420159 C DE420159 C DE 420159C DE R59711 D DER59711 D DE R59711D DE R0059711 D DER0059711 D DE R0059711D DE 420159 C DE420159 C DE 420159C
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- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
ein unter Verwendung von Trioxymethylen
hergestelltes Mittel zur Zerstörung oder Abtötung der Larven von Insekten, besonders \ von Larven der Mücken, Schnaken, Stech- : fliegen, Moskitos, Anophelen usw., wobei diese
Zerstörung oder Abtötung vorzugsweise in , den Gewässern, in welchen sich diese Insekten
entwickeln, also beispielsweise in Morästen,
ein unter Verwendung von Trioxymethylen
hergestelltes Mittel zur Zerstörung oder Abtötung der Larven von Insekten, besonders \ von Larven der Mücken, Schnaken, Stech- : fliegen, Moskitos, Anophelen usw., wobei diese
Zerstörung oder Abtötung vorzugsweise in , den Gewässern, in welchen sich diese Insekten
entwickeln, also beispielsweise in Morästen,
Teichen, Sümpfen, Wasserstauwerken oder
Wasserreservoiren vorgenommen werden soll 1
bzw. vorgenommen werden kann. '
LJm die Zerstörung oder Abtötung von ;
Larven solcher Insekten, die sich besonders I in stagnierenden Gewässern entwickeln, herbeizuführen,
hat man bisher Petroleum und ■ ähnliche öle verwendet, deren Einwirkung |
jedoch oft ungenügend war und außerdem ; noch den wesentlichen Nachteil zeitigte, daß |
ao die so behandelten Gewässer für die üblichen j
\?erwendungszwecke ungeeignet wurden, daß
sie besonders für Trinkzwecke oder für die . Landwirtschaft unverwendbar gemacht wur- ! den. !
sie besonders für Trinkzwecke oder für die . Landwirtschaft unverwendbar gemacht wur- ! den. !
Man hat bereits vorgeschlagen, die Larven ' von Insekten unter Verwendung von Trioxy- -.
methylen dadurch abzutöten, daß man Preß- '■ linge verwendete, die Naphthalin und Trioxy- ,
methylen oder Formalin enthielten, wobei ; diese Preßlinge derart verglüht wurden, daß
die aufsteigenden Dämpfe dieser beiden Substanzen sich mischten und ein Gas ergaben, , das fähig war, die Insektenlarven zu töten. Ein solches Mittel bedingt demnach eine von außen her einsetzende Einwirkung auf die Larven und kann daher nicht dazu dienen, die in Teichen, Sümpfen usw. befindlichen Insektenlarven abzutöten.
die aufsteigenden Dämpfe dieser beiden Substanzen sich mischten und ein Gas ergaben, , das fähig war, die Insektenlarven zu töten. Ein solches Mittel bedingt demnach eine von außen her einsetzende Einwirkung auf die Larven und kann daher nicht dazu dienen, die in Teichen, Sümpfen usw. befindlichen Insektenlarven abzutöten.
Das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Mittel wird dadurch erhalten, daß
mau dasselbe etwa in gleichen Teilen aus zwei Komponenten mischt, und zwar einerseits aus
Trioxymethylen, welches beispielsweise als feines Pulver Verwendung findet, und anderseits
aus einem vegetabilischenPulver, welches als Träger für das Trioxymethylen dient, derart,
daß aus dieser Mischung ein Nährpräparat entsteht, das geeignet ist, von den Insektenlarven
verschluckt oder verschlungen zu werden und alsdann auf dieselben einwirkt.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das hierzu
verwendete vegetabilische Pulver beispielsweise aus Fichten-, Tannen- o. dgl. Nadelholzrinden
besteht, um zu verhindern, daß das Trioxymethylen vom Wasser zersetzt wird
und sich auflöst; vielmehr bleibt dasselbe ein adhärierender Bestandteil des Trägers, welchen
das vegetabilische, pulverförmige Nährpräparat bildet.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß man die in
Pulverform hergestellte Mischung in zweckdienlichen Proportionen — in Wasser einge-
rührt — nach Art einer auf diese Weise hergestellten Emulsion verwendet, um hierdurch
auch diejenigen Insektenlarven abtöten zu können, die sich in einer bestimmten Wassertiefe
aufhalten.
Sowohl in dem einen wie in dem anderen Falle wird keine schädliche Einwirkung auf
die Gewässer selbst ausgeübt und deren übliche Verwendung nicht behindert,
ίο Um das larventötende Erzeugnis zu gewinnen, stellt man zuerst das alsTräger dienende,
vegetabilische Pulver her. Wenn man sich z. B. zur Herstellung dieses vegetabilischen
Pulvers der Rinden oder Borken von Tannen is oder Fichten bedient, zerkleinert man die
barzhaltigen Rinden oder Borken zuerst in einer Brechvorrichtung oder in einem Mahlgange,
wobei diese Arbeit in jedem zweckdienlichen Zerkleinerungsapparat vorgenommen werden kann, zu verhältnismäßig kleinen
Stücken, die man alsdann in einem mit erhitzter Luft arbeitenden Trockenofen so lange
weiter behandelt, bis sie vollständig ausgetrocknet sind. Die so völlig getrockneten
Rinden- oder Borkenstückchen werden alsdann in eine Kugelmühle o. dgl. Mahlvorrichtung
eingebracht, in der sie ganz fein pulverisiert werden, und zwar so lange, bis man ein
äußerst feines Mehl, z. B. ein staubförmiges Pulver, erzielt hat.
Nachdem man ein solches äußerst feines, vegetabilisches Pulver gewonnen hat, fügt
man in derselben Mahl- o. dgl. Vorrichtung ein Pulver von Trioxymethylen oder Formalin
hinzu, und zwar in einem Volumen, das etwa gleich demjenigen des vegetabilischen Pulvers
ist. Dann setzt man die Mahl- o. dgl. Vorrichtung wieder in Betrieb, welche Vorrichtung
alsdann die Rolle einer Mischvorrichtung spielt. Man läßt die Vorrichtung so lange
arbeiten, bis daß das Trioxymethylen oder das Formalin und das feine, vegetabilische Pulver
eine innige Mischung gebildet haben.
Um die Zerstörung oder Abtötung der Larven von Mücken, insbesondere von Anophelen,
deren Larven sich nur in geringer Tiefe unter dem Wasserspiegel aufhalten, vorzunehmen,
wirft man das larvenabtötende Pulver in leichten Wolken auf die Oberfläche oder
den Wasserspiegel, wozu man sich z. B. eines Zerstäubers bedienen kann. Die wirksame
Minimaldosis ist etwa ein Zentigramm per Quadratmeter der zu behandelnden Wasseroberfläche.
Behufs Zerstörung oder Abtötung der Larven von gewöhnlichen Mücken o. dgl. Insekten
aus Ansammlungen der städtischen Abwasser — wobei es sich um Larven handelt, die sich
für gewöhnlich in größerer Tiefe, vom Wasserspiegel aus gerechnet, aufhalten — oder bei
Larven von Schnaken, Stechmücken usw. verfährt man etwa in der folgenden Art und
Weise: Man rührt zuvor das larvenabtötende Pulver in Wasser ein und gießt dann die
so gewonnene, eine Art Emulsion darstellende Lösung in die Fontänen, Bewässerungseinrichtungen,
Wassersprengvorrichtungen usw., in denen man die Larven der hier in Frage stehenden Insekten abtöten will. Für eine
derartige Behandlung ist etwa folgende Dosierung zweckdienlich: Ein Kaffeelöffel des
larvenabtötenden Pulvers wird etwa in ein Liter Wasser eingerührt, und dieses Quantum
dient etwa für ein Quadratmeter Wasseroberfläche des zu behandelnden, stagnierenden
Gewässers.
Das neue Mittel besitzt eine ausgezeichnete Zerstörungs- oder Abtötungswirkung auf die
zu beseitigenden Larven der hier in Frage kommenden Insekten. Die besondere Fähigkeit
dieses neuen Erzeugnisses, durch Eindringen und durch leichte Verteilung zu wirken,
ist auf Morästen, Sümpfen usw. erheblich größer, vollkommener undwirksamer usw. als diejenige der bisher benutzten, angeblich
larvenabtötenden öle. Andererseits ist das neue gewonnene Erzeugnis unschädlich für
das Vieh, für die in den Gewässern befindlichen Fische, für Pflanzen usw. Das Erzeugnis
verunreinigt auch nicht die damit behandelten Gewässer und ist nicht schädlich bei deren \rerwendung als Sprengwasser, für
Waschzwecke usw.
Claims (3)
1. Mittel zur Zerstörung von Insektenlarven,
besonders von denjenigen der Stechfliegen, Mücken, Schnaken, Moskitos o. dgl. unter Verwendung von Trioxymethylen,
dadurch gekennzeichnet, daß Trioxymethylen in Form eines feinen Pulvers
mit einem als Träger dienenden, vegetabilischen Pulver gemischt wird, derart, daß
hierdurch eine als Nährpulver für die Larven dienende Mischung entsteht, die geeignet ist, von den Insektenlarven verschluckt
zu werden.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vegetabilische
Pulver aus Fichten-, Tannen- o. dgl. Nadelholzrinden besteht.
3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in Pulverform
hergestellte Mischung in zweckmäßigen Proportionen — in Wasser eingerührt — zur Verwendung gelangt.
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Publications (1)
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