DE4201114A1 - Elektrohydraulische steuereinrichtung - Google Patents
Elektrohydraulische steuereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer elektrohydraulischen Steuerein
richtung zur lastkompensierten Steuerung eines hydraulischen Motors
nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 näher angegebenen Gattung.
Es ist schon eine solche elektrohydraulische Steuereinrichtung zur
lastkompensierten Steuerung eines hydraulischen Motors aus der
DE-OS 25 23 600 bekannt, bei welcher der Druckunterschied zwischen
Einlaß und Auslaß am Proportionalventil gemessen und die Position
des Steuerschiebers mit Hilfe einer Regelschaltung so eingestellt
wird, daß der Einfluß des von Belastungsänderungen abhängigen Druck
unterschiedes kompensiert wird, so daß der Volumenstrom unabhängig
von der anliegenden Druckdifferenz ist. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Druckunterschied in der Regelschaltung radiziert und der
Sollwert für den Schieberhub bzw. Volumenstrom durch den radizierten
Wert dividiert wird. Dieses Ausgangssignal wird einem bekannten
Lageregelkreis als Sollwert für den Ventilhub zugeführt. Diese
Steuereinrichtung arbeitet mit einem aufwendigen 4-Wege-Proportio
nalventil, das sich für mobile Einsatzfälle weniger eignet. Zudem
benötigt das Wegeventil einen den Schieberhub
abgreifenden Wegaufnehmer mit Lageregelkreis zur Durchführung der
elektronischen Lastkompensation.
Ferner ist aus der DE 39 31 962 A1 eine Steuerelektronik für ein
elektrisch verstellbares Stellglied bekannt, bei der zur Erzielung
eines linearen Ansteuerverhaltens das Kennlinienfeld des Stellglieds
in einen Tabellenspeicher eingeschrieben wird und damit in einem
Microprozessor aus einem Sollwert ein korrigiertes Ansteuersignal
für das Stellglied gewonnen wird. Damit lassen sich Kennlinien nicht
nur linearisieren sondern auch willkürlich verändern, so daß auch
bei verschiedenen Drucken die Durchfluß-Lastfunktion eines Ventils
berücksichtigt werden kann. Der Aufbau spezieller elektrohydrau
lischer Steuereinrichtungen wird hier nicht gelehrt.
Die erfindungsgemäße elektrohydraulische Steuereinrichtung zur last
kompensierten Steuerung eines hydraulischen Motors mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil,
daß sie bei relativ einfacher und kostengünstiger Bauweise mit im
wesentlichen vorhandenen Bauelementen realisierbar ist und eine
lastkompensierte Steuerung des hydraulischen Motors in beiden Rich
tungen erlaubt. Dabei wird beim Heben eine rein hydromechanische
Lastkompensation durchgeführt, indem eine elektromagnetisch ver
stellbare Meßblende mit einer rein hydraulisch gesteuerten Druck
waage zusammenarbeitet. Ferner wird in zweckmäßiger Weise beim Sen
ken mit Hilfe des Proportionaldrosselventils, der Steuerelektronik
und des Druckaufnehmers ein elektronisch lastkompensiertes Senken
erreicht. Dabei läßt sich durch die Ausbildung des Proportional
drosselventils als Sitzventil die Leckage gering halten. Zudem läßt
sich trotz der Ausbildung als Sitzventil eine feinfühlige Steuerung
beim Senken erreichen. Die Steuereinrichtung baut durch die Verwen
dung von Einzelkomponenten
verhältnismäßig kompakt und leicht und eignet sich dadurch besonders
zur Anwendung bei mobilen Einsatzfällen. Die Steuereinrichtung kommt
ferner mit einem einzigen Druckaufnehmer aus, was sich auch günstig
auf die Ausbildung der Elektronik auswirkt. Vorteilhaft ist ferner,
daß die Steuereinrichtung ohne Lageregelkreis arbeitet, insbesondere
kein teueres, lagegeregeltes 4-Wege-Regelventil benötigt.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 ange
gebenen Steuereinrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist eine
Ausbildung nach Anspruch 2, wenn ein mit Druck belastbarer Weiter
lauf-Anschluß über eine Druckwaage mit Druckmittel versorgt wird, so
daß eine Parallelsteuerung zusätzlicher hydraulischer Verbraucher
möglich ist. Eine besonders platzsparende und kostengünstige Lösung
ergibt sich gemäß Anspruch 3, wenn in dem als verstellbare Meßblende
arbeitenden Proportionaldrosselventil zugleich die
Schalt- bzw. Steuerfunktionen für die Druckwaage integriert sind.
Fernerhin ist es gemäß Anspruch 4 günstig, die Proportionaldrossel
ventile als vorgesteuerte Ventile auszubilden, wodurch kleinere
Proportionalmagnete zum Steuern deren Steuerglieder erforderlich
sind. Weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung und der
Zeichnung, wobei es besonders zweckmäßig ist, wenn die Steuerein
richtung in einem Elektrostapler zur Steuerung der Lasthydraulik
oder in einem Traktor zur Hubwerksregelung verwendet wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen die Fig. 1 eine erfindungsgemäße elektrohydraulische Steuer
einrichtung zur lastkompensierten Steuerung eines hydraulischen
Motors in vereinfachter Darstellung und die Fig. 2
ein Diagramm mit den Durchflußkennlinien des im Senkenstrom liegen
den Proportionaldrosselventils nach Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung eine elektrohydrau
lische Steuereinrichtung 10 zur lastkompensierten Steuerung eines
hydraulischen Motors 11, der hier als einfach wirkender Arbeits
zylinder ausgebildet ist, wie er in Hubwerken zum Heben, Halten und
Senken von Lasten, insbesondere in Staplern oder Traktoren verwendet
wird.
Die Steuereinrichtung 10 weist einen Ventilblock 12 auf, in dem eine
Anschlußplatte 13, ein Hub- und Senkmodul 14 sowie eine Endplatte 15
aneinandergeflanscht sind. In dem Ventilblock 12 verlaufen zwei
parallele, durchgehende Kanäle, die als Pumpenkanal 16 und Rücklauf
kanal 17 ausgebildet sind. Der Pumpenkanal 16 wird von einer Kon
stantpumpe 18 mit Druckmittel versorgt, das sie aus einem Tank 19
ansaugt. Die Konstantpumpe 18 selbst wird von einem Elektromotor 21
angetrieben.
In der Anschlußplatte 13 zweigt von dem Pumpenkanal 16 eine Zulauf
leitung 22 ab, die über ein im Hub- und Senkmodul 14 angeordnetes,
erstes Proportionaldrosselventil 23 und ein nachgeschaltetes Rück
schlagventil 20 zum hydraulischen Anschluß des einfach wirkenden
Motors 11 führt. Zugleich ist der hydraulische Motor 11 über eine
Ablaufleitung 24 mit dem Tank 19 verbindbar, aus dem die Konstant
pumpe 18 ihr Druckmittel saugt. Der Zulaufleitung 22 wie der Ablauf
leitung 24 ist dabei im Hub- und Senkmodul 14 ein gemeinsamer, mit A
bezeichneter Motoranschluß 25 zugeordnet. Die Ablaufleitung 24 führt
ferner über einen im Modul 14 angeordneten, mit T bezeichneten Tank
anschluß 26, so daß die Ablaufleitung 24 im wesentlichen parallel
zum Rücklaufkanal 17 zum Tank 19 verläuft und
ein möglichst geringer Durchflußwiderstand erzielt wird sowie
störende Druckeinflüsse vermieden werden. Der im hydraulischen Motor
11 herrschende Lastdruck wird von einem elektrohydraulischen Druck
aufnehmer 27 abgegriffen, der ein zum Druck proportionales elektri
sches Ausgangssignal an eine Steuerelektronik 28 gibt.
Im Bereich des Hub- und Senkmoduls 14 zweigt von der Zulaufleitung
22 eine Weiterlauf-Leitung 29 ab, welche zu einem Weiterlauf-An
schluß 31 in der Endplatte 15 führt, welcher mit W bezeichnet ist.
In diese Weiterlauf-Leitung 29 ist eine Druckwaage 32 geschaltet,
die mit dem Proportionaldrosselventil 23 nach Art eines 3-We
ge-Stromreglers zusammenarbeitet. Zu diesem Zweck ist eine der
Druckwaage 32 zugeordnete Steuerleitung 33 in einer vom Proportio
naldrosselventil 23 beeinflußbaren Weise zum Rücklaufkanal 17 ge
führt.
Das erste Proportionaldrosselventil 23 ist im Prinzip ein 2-We
ge-Drosselventil, das in Schieberbauweise ausgeführt ist und dessen
Steuerschieber 34 in einer federzentrierten Grundstellung 35 die Zu
laufleitung 22 absperrt, während gleichzeitig die Steuerleitung 33
zum Tank entlastet wird. Der Steuerschieber 34 ist gegen die Kraft
einer Feder durch einen Proportionalmagnet 36 in Arbeitsstellungen
37 auslenkbar, wobei die Verbindung der Steuerleitung 33 zum Rück
laufkanal 17 blockiert wird, während die stetig verstellbare Meß
drossel 38 in dem Zulaufkanal 22 proportional zur Auslenkung des
Proportionalmagneten 36 auf- bzw. zusteuerbar ist. Zusätzlich wird
in den Arbeitsstellungen 37 der Druck stromabwärts der Meßdrossel 38
innerhalb des Proportionaldrosselventils 23 abgegriffen und über die
Steuerleitung 33 auf die Druckwaage 32 geleitet. Zur Ansteuerung des
Proportionalmagneten 36 steht dieser mit der Steuerelektronik 28 in
Wirkverbindung. Selbstverständlich kann der Steuerschieber 34 zwi
schen der dargestellten Grundstellung 35 und der Arbeitsstellung
37 dazwischenliegende Übergangsstellungen einnehmen entsprechend
seiner Funktion als stetig verstellbare Meßblende, wobei in den
Steuerschieber 34 zusätzliche Schaltfunktionen integriert sind.
In die Ablaufleitung 24 ist im Bereich zwischen Motoranschluß 25 und
Tankanschluß 26 ein zweites Proportionaldrosselventil 41 geschaltet,
das als vorgesteuertes 2-Wege-Ventil ausgebildet und zur dichten Ab
sperrung des Motors 11 in einer Sitzventilbauart ausgeführt ist. Mit
diesem Proportionalventil 41 läßt sich der Volumenstrom in der Ab
laufleitung 24 proportional zu einem elektrischen Eingangssignal
steuern, wozu dessen Proportionalmagnet 42 ebenfalls mit der Steuer
elektronik 28 in Verbindung steht. Bei dem Proportionaldrosselventil
41 in Sitzventilbauart handelt es sich um ein an sich bekanntes Ven
til, wie es in den älteren Patentanmeldungen P 40 32 078.2 und
P 40 30 952.5 näher erläutert ist. Dieses Proportionalventil 43
weist ein Kennlinienfeld auf, bei dem sich die einzelnen Durchfluß
kennlinien 43 in Abhängigkeit des jeweils auftretenden Druckgefälles
voneinander unterscheiden. In dem Diagramm nach Fig. 2 ist in ver
einfachter und schematischer Weise ein solches Kennlinienfeld darge
stellt, wobei mehrere Durchflußkennlinien 43 für den Volumenstrom Q
in Abhängigkeit des Stromsignals I für mehrere Drücke aufgetragen
sind, so daß das Steuerverhalten des zweiten Proportionaldrossel
ventils 41 im Prinzip erkennbar wird. Bei diesem Proportional
drosselventil 41 handelt es sich um ein zweistufiges Sitzventil,
welches das erforderliche Steueröl für die Vorsteuerung aus der
Lastdruckseite entnimmt.
In der Anschlußplatte 13 ist die Zulaufleitung 22 durch ein Druckbe
grenzungsventil 44 abgesichert. Zum Ansteuern des Elektromotors 21
steht dieser ebenfalls mit der Steuerelektronik 28 in Wirkverbindung.
Die Steuerelektronik 28 läßt sich als an sich bekannter Microcom
puter ausbilden, in dem die Funktionen eines Reglers, eines Rechners
sowie eines Tabellenspeichers integriert sind. Die Steuerelektronik
28 hat einen Sollwerteingang 45, an dem die verschiedenen Werte für
eine bestimmte Funktion des Motors 11 eingebbar sind. Ferner ist in
dem Tabellenspeicher der Steuerelektronik 17 das Kennlinienfeld für
die druckabhängig unterschiedlichen Durchflußkennlinien 43 des zwei
ten Proportionaldrosselventils 41 in an sich bekannter Weise abge
speichert. Die Steuerelektronik 28 enthält in ihrem Regler auch ge
eignete Mittel, mit denen nicht nur die Proportionalmagnete der bei
den Proportionaldrosselventile 23 und 41 ansteuerbar sind, sondern
über die auch der Elektromotor 21 ansteuerbar ist.
Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung 10 wird wie folgt erläutert:
Befindet sich die Steuereinrichtung 10 in einer sogenannten Schalt stellung Neutralumlauf, so ist keiner der Proportionalmagnete 36, 42 an den beiden Proportionaldrosselventilen 23, 41 erregt. Das erste Proportionaldrosselventil 23 unterbricht in der Grundstellung 35 die Zulaufleitung 22 und der Motor 11 ist durch das Rückschlagventil 20 in der Zulaufleitung sowie durch das als Sitzventil ausgebildete zweite Proportionaldrosselventil 41 in der Ablaufleitung 24 hydrau lisch sicher abgesperrt. In dieser Schaltstellung hat die Steuer elektronik 28 den Elektromotor 21 eingeschaltet, so daß die Kon stantpumpe 18 Druckmittel in den Pumpenkanal 16 und weiter in den Zulaufkanal 22 fordert. Durch die in der Grundstellung 35 zum Rück laufkanal 17 entlastete Steuerleitung 33 kann die Druckwaage 32 als Umschaltventil arbeiten und steuert den gesamten von der Konstant pumpe 18 kommenden Druckmittelstrom in die Weiterlauf-Leitung 29. Die Druckwaage 32 ist so ausgebildet, daß sie im Rücklauf mit Druck belastbar ist; es kann daher eine parallele Steuerung eines zusätz lichen Hydromotors durchgeführt werden, der an die Weiterlauf-Lei tung 29 angeschlossen ist. Ferner kann in dieser Schaltstellung Neutralumlauf die Steuer elektronik 28 den Druckaufnehmer 27 einschalten und damit dessen elektrische Signale für irgendwelche zusätzliche Funktionen ver wenden, zum Beispiel für Sicherheitsfunktionen oder zum Wiegen einer Last, die auf den Motor 11 einwirkt.
Befindet sich die Steuereinrichtung 10 in einer sogenannten Schalt stellung Neutralumlauf, so ist keiner der Proportionalmagnete 36, 42 an den beiden Proportionaldrosselventilen 23, 41 erregt. Das erste Proportionaldrosselventil 23 unterbricht in der Grundstellung 35 die Zulaufleitung 22 und der Motor 11 ist durch das Rückschlagventil 20 in der Zulaufleitung sowie durch das als Sitzventil ausgebildete zweite Proportionaldrosselventil 41 in der Ablaufleitung 24 hydrau lisch sicher abgesperrt. In dieser Schaltstellung hat die Steuer elektronik 28 den Elektromotor 21 eingeschaltet, so daß die Kon stantpumpe 18 Druckmittel in den Pumpenkanal 16 und weiter in den Zulaufkanal 22 fordert. Durch die in der Grundstellung 35 zum Rück laufkanal 17 entlastete Steuerleitung 33 kann die Druckwaage 32 als Umschaltventil arbeiten und steuert den gesamten von der Konstant pumpe 18 kommenden Druckmittelstrom in die Weiterlauf-Leitung 29. Die Druckwaage 32 ist so ausgebildet, daß sie im Rücklauf mit Druck belastbar ist; es kann daher eine parallele Steuerung eines zusätz lichen Hydromotors durchgeführt werden, der an die Weiterlauf-Lei tung 29 angeschlossen ist. Ferner kann in dieser Schaltstellung Neutralumlauf die Steuer elektronik 28 den Druckaufnehmer 27 einschalten und damit dessen elektrische Signale für irgendwelche zusätzliche Funktionen ver wenden, zum Beispiel für Sicherheitsfunktionen oder zum Wiegen einer Last, die auf den Motor 11 einwirkt.
Wird auch der Neutralumlaufstrom nicht benötigt, so kann die Steuer
elektronik 28 den Elektromotor 21 abschalten, wobei eine auf den Mo
tor 11 wirkende Last durch die Sitzventile 20 und 41 hydraulisch
sicher gehalten wird.
Für die Funktion Heben des Hydromotors 11 werden von der Steuerelek
tronik 28 der Elektromotor 21 sowie das erste Proportionaldrossel
ventil 23 eingeschaltet bzw. angesteuert. An der Steuerelektronik 17
wird mit Hilfe des Sollwerteingangs 45 ein Wert vorgegeben, dessen
Größe proportional ist zur Größe des gewünschten Volumenstroms zum
Hydromotor 11. Die Steuerelektronik 28 erregt dabei den Proportio
nalmagneten 36, welcher den Steuerschieber 34 in Richtung seiner Ar
beitsstellung 37 auslenkt und dabei die Zulaufleitung 22 über die
stetig verstellbare Meßblende 38 aufsteuert. Die Größe des Volumen
stroms zum Motor 11 wird dabei von der Größe des aufgesteuerten
Durchflußquerschnitts der Meßblende 38 bestimmt. Beim Auslenken des
Steuerschiebers 34 aus seiner Grundstellung 35 wird zugleich die
Verbindung der Steuerleitung 33 zum Rücklaufkanal 17 unterbrochen
und dafür der Druck stromabwärts der Meßdrossel 38 über die Steuer
leitung 33 zur Druckwaage 32 geführt. Die von einer Druckdifferenz
gegen die Kraft einer Feder beaufschlagte Druckwaage 32 hält somit
in an sich bekannter Weise das über die Meßdrossel 38 auftretende
Druckgefälle konstant und damit den Volumenstrom, unabhängig von
eventuellen Druckschwankungen beim Hydromotor 11 bzw. bei der Kon
stantpumpe 18. Das erste Proportionaldrosselventil 23 und die Druck
waage 32 arbeiten somit als verstellbarer 3-Wege-Stromregler zusam
men, der einen Konstantstrom zum Hydromotor 11 steuert und den über
schießenden Reststrom in die Weiterlauf-Leitung 29 führt, wo er für
eine parallele Steuerung zusätzlicher Hydromotoren verwendet werden
kann. Bei der Hebenfunktion wird somit eine rein hydromechanische
Lastkompensation durchgeführt, wobei das erste Proportionaldrossel
ventil 23 eine gute Feinsteuerbarkeit des Volumenstromes ermöglicht.
Für die Funktion Senken des Hydromotors 11 werden von der Steuer
elektronik 28 lediglich der Druckaufnehmer 27 und das zweite Propor
tionaldrosselventil 41 eingeschaltet bzw. aktiviert. Solange keine
zusätzlichen Hydromotoren parallel betätigt werden, kann die Kon
stantpumpe 18 ausgeschaltet sein. Der Steuerelektronik 28 wird beim
Senken ein dem Volumenstrom proportionaler Wert am Sollwert-Eingang
45 vorgegeben. Das von der Steuerelektronik 28 erzeugte Stromsignal
öffnet das zweite Proportionaldrosselventil 41, so daß vom Hydro
motor 11 ein Volumenstrom über die Ablaufleitung 24 zum Tank 19 ab
strömt. Dabei wird der jeweilige Lastdruck des Hydromotors 11 vom
Druckaufnehmer 27 an die Steuerelektronik 28 gemeldet. Wie die Fig.
2 näher zeigt, weist das zweite Proportionaldrosselventil 41 in
Sitzbauart druckabhängig unterschiedliche Durchflußkennlinien auf.
Diese Durchflußkennlinien 43 des Sitzventils 41 sind in dem Ta
bellenspeicher der Steuerelektronik 28 abgelegt. In der Steuerelek
tronik 28 entnimmt dessen Rechner entsprechend dem vom Druckauf
nehmer 27 gemeldeten Lastdruck die zugehörigen Werte der Durchfluß
kennlinie aus dem Tabellenspeicher, ermittelt die Abweichung des
Volumenstroms vom vorgegebenen Sollwert und errechnet schließlich
einen geeigneten Stromwert zum Ansteuern des zweiten Proportional
drosselventils 41, so daß der Einfluß des Lastdruckes im Motor 11
auf den Volumenstrom kompensiert wird. Mit dem Sitzventil 41 läßt
sich somit ein elektronisch lastkompensiertes Senken erreichen, wo
bei eine einwandfreie Feinsteuerung möglich ist. Zudem läßt sich der
Motor 11 auch dann noch senken, wenn die auf ihn von außen ein
wirkende Kraft
sehr gering ist und damit das für die Volumenstromsteuerung verfüg
bare Druckgefälle niedrig liegt. Die einwandfreie Funktion Senken
wird auch dadurch begünstigt, daß die Ablaufleitung 24 innerhalb des
Ventilblocks 12 parallel zum Pumpenkanal 16 geführt ist, so daß
eventuelle Druckstöße in dem Rücklauf von anderen Hydromotoren
keinen störenden Einfluß ausüben können. Bei Ausfall der Steuerelek
tronik 28 kann eine am zweiten Proportionaldrosselventil 41 angeord
nete Nothandbetätigung 46 aktiviert werden, so daß auch dann noch
ein Einfahren der Kolbenstange am Motor 11 möglich ist. Durch die
Ausbildung des zweiten Proportionaldrosselventils 41 als vorgesteu
ertes Ventil wird erreicht, daß relativ kleine Proportionalmagneten
42 zum Ansteuern ausreichen. Zudem ist von Vorteil, daß dieses Sitz
ventil 41 den Lastdruck des Hydromotors 11 zum Verstellen des Ven
tils 41 verwendet.
Selbstverständlich sind an der gezeigten Ausführungsform Änderungen
möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. So läßt sich
das erste Proportionaldrosselventil 23 auch als vorgesteuertes Ven
til ausbilden, um seine Ansteuerleistung niedrig zu halten. Die
Steuereinrichtung 10 ist nicht nur bei Hubwerken in Elektrostaplern,
sondern auch bei elektronischen Hubwerks-Regeleinrichtungen in Trak
toren vorteilhaft anwendbar.
Claims (10)
1. Elektrohydraulische Steuereinrichtung zur lastkompensierten
Steuerung eines hydraulischen Motors, mit zwischen einen Motor und
eine Druckmittelquelle bzw. einen Tank geschalteten, elektrisch an
steuerbaren und proportional arbeitenden Ventilmitteln, und mit
einem elektrohydraulischen Druckaufnehmer zur Aufnahme des Last
drucks im Motor, dessen Ausgangssignale einer Steuerelektronik zur
Bildung eines Ansteuersignals für die Ventilmittel zuführbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilmittel ein erstes, als Meß
blende arbeitendes 2-Wege-Proportionaldrosselventils (23) in Schie
berbauweise aufweisen, das in eine zwischen Motor (11) und Druck
mittelquelle (18) verlaufende Zulaufleitung (22) geschaltet ist, mit
der Steuerelektronik (28) in Wirkverbindung steht und mit einer zu
geordneten hydraulisch angesteuerten Druckwaage (32) einen Strom
regler bildet, und daß die Ventilmittel ein zweites 2-Wege-Propor
tionaldrosselventil (41) in Sitzventilbauweise aufweisen, das in
eine zwischen Motor (11) und Tank (19) verlaufende Ablaufleitung
(24) geschaltet ist und daß in der Steuerelektronik (28) ein Kenn
linienfeld des zweiten Proportionaldrosselventils (41) mit dessen
druckabhängig veränderlichen Durchflußkennlinien (43) gespeichert
ist, mit deren Hilfe die Steuerelektronik (28) abhängig
von dem eingegebenen Sollwertsignal am Eingang (45) und den Signalen
des Druckaufnehmers (27) ein die Lastkompensation bewirkendes An
steuersignal für das zweite Proportionaldrosselventil (41) bildet.
2. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckwaage (32) in einen Weiterlaufkanal
(29) geschaltet ist, der stromaufwärts vom ersten Proportional
drosselventil (23) von der Zulaufleitung (22) abzweigt und daß eine
von der Druckwaage (32) abgehende Steuerleitung (33) vom ersten
Proportionaldrosselventil (23) steuerbar ist.
3. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß das erste Proportionaldrosselventil (23)
in einer federzentrierten Grundstellung (35) die Zulaufleitung (22)
unterbricht und eine der Druckwaage (32) zugeordnete Steuerleitung
(33) entlastet und in wenigstens einer insbesondere maximal ausge
lenkten Schaltstellung (37) die Zulaufleitung (22) mittels einer
Meßblende (38) aufsteuert, die Entlastung der Steuerleitung (33)
blockiert und den Druck stromabwärts der Meßblende (28) an die
Druckwaage (32) meldet.
4. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Proportionaldrosselventile
(23, 41) als vorgesteuerte Ventile ausgebildet sind.
5. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Proportionaldrossel
ventil (41) in Sitzventilbauart so ausgebildet ist, daß es den auf
der abgedichteten Anschlußseite (25) herrschenden Lastdruck für
seine Vorsteuerung verwendet.
6. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zulauf
leitung (22), vor der Abzweigung der Ablaufleitung (24), ein zum
Motor (11) hin öffnendes Rückschlagventil (20) geschaltet ist.
7. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (11)
ein einfachwirkender Hubzylinder ist.
8. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Pro
portionaldrosselventile (23, 41) und die Druckwaage (32) in einem
Hub- und Senk-Modul (14) angeordnet sind, in dem die Ablaufleitung
(24) parallel zu einem Rücklaufkanal (17) geführt ist und einen ge
sonderten Tankanschluß (26) aufweist.
9. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelquelle eine Elek
trohydropumpe (18, 21) aufweist, deren Elektromotor (21) von der
Steuerelektronik (28) ansteuerbar ist.
10. Elektrohydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, gekennzeichnet durch seine Verwendung für ein Hubwerk in
einem Mobilfahrzeug, insbesondere einem Elektro-Stapler oder einem
Traktor.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924201114 DE4201114A1 (de) | 1992-01-17 | 1992-01-17 | Elektrohydraulische steuereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19924201114 DE4201114A1 (de) | 1992-01-17 | 1992-01-17 | Elektrohydraulische steuereinrichtung |
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|---|---|
| DE4201114A1 true DE4201114A1 (de) | 1993-07-22 |
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Family Applications (1)
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| DE19924201114 Withdrawn DE4201114A1 (de) | 1992-01-17 | 1992-01-17 | Elektrohydraulische steuereinrichtung |
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| DE (1) | DE4201114A1 (de) |
Cited By (4)
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| CN114183441A (zh) * | 2021-12-10 | 2022-03-15 | 宝鸡中车时代工程机械有限公司 | 一种举升机构液压控制系统 |
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1992
- 1992-01-17 DE DE19924201114 patent/DE4201114A1/de not_active Withdrawn
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