DE4200922A1 - Verfahren und vorrichtung zum richten von blech - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum richten von blechInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Richten von Blech, bei
dem das Blech durch von mehreren anstellbaren oberen und unteren
Richtrollen gebildeten, entsprechend dem Blechquerschnitt und der
Nennblechfestigkeit eingestellten Richtspalten gefördert und nach
anfänglicher Maximalverformung nachfolgend mit stark abnehmendem
Verformungsgrad mehrfach wechselseitig gebogen wird, sowie eine
Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
Ein solches Verfahren ist durch die deutsche Offenlegungsschrift
33 08 616 bekanntgeworden, um mit einer geringen Anzahl von
Verformungen gleichmäßig plane Bleche zu erreichen. Es werden
dort deshalb bei einer aus mehreren oberen und unteren einzeln
anstellbaren Richtwalzen bestehenden Richtmaschine die Richt
walzenanstellungen während des Richtvorganges gemäß der aus dem
Blechquerschnitt und der Richtkraft ermittelten Blechfestigkeit
und der zugehörigen jeweiligen Maschinenauffederung im Sinne
einer optimalen Überstreckungsverteilung fortlaufend korrigiert.
Somit werden über die Blechlänge auftretende Änderungen der
Festigkeit und des Querschnitts sowie daraus resultierende
Dehnungsunterschiede der Richtmaschine bei der Einstellung der
Richtspalte berücksichtigt.
Bei der Auslegung von Richtmaschinen für Bleche und Bänder sind
die Blechdicke, die Material-Streckgrenze und die Blechbreite
maßgebend. Der Richtrollendurchmesser und die Teilung werden
entweder aus der maximalen Richtkraft oder aus dem zu übertragen
den maximalen Drehmoment bestimmt. Mit der Festlegung der Richt
rollenteilung ist unter Berücksichtigung der erforderlichen
maximalen Verformung (Überstreckung) des Bleches bereits die zu
richtende minimale Blechdicke vorgegeben und damit der zu rich
tende Dickenbereich bestimmt. Zum Richten von sehr breiten,
dicken Blechen müssen wegen der zu übertragenden Momente große
Antriebsspindeln und zur Erzielung der erforderlichen Verdreh
steifigkeit große Rollendurchmesser und damit eine größere
Teilung als bei schmaleren, dünneren Blechen gewählt werden.
Dadurch wird jedoch die Fähigkeit zum Richten dünner Bleche stark
eingeschränkt. Ein dickes Blech muß weniger stark gebogen werden
als ein dünnes Blech, um die gleiche plastische Verformung zu
erreichen, da sich ein dünnes Blech gegenüber geringen Biegungen
wie eine Feder verhält.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 27 31 234 ist es bekannt,
die Rollenanzahl einer Blechrichtmaschine dadurch zu verringern,
daß das Blech nach einer Maximalbiegung durch Intensiv-Verform
walzen und nachgeordneten Richtwalzen sprunghaft geringer ver
formt wird. Bei der bekannten Richtmaschine sind daher die oberen
und unteren Richtwalzen einzeln vertikal anstellbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zu schaffen, die eine verbesserte Betriebsweise einer
Rollenrichtmaschine ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Richtbereich einer Richtmaschine hin zu dickeren Blechen mittels
einer bei über die Nennblechdicke des Richtbereichs hinausgehen
den Blechdicken geringeren Anzahl in Eingriff befindlicher
Richtrollen und somit größerer Rollenteilung erweitert wird. Der
Erfindung liegen die folgenden, teils durch Erfahrungen teils
durch Versuche gewonnen Erkenntnisse und Überlegungen zugrunde:
Es ist davon auszugehen, daß die Gestaltung des Restspannungs
zustandes sowie des entsprechenden internen Momentenverlaufs den
wichtigsten Einfluß auf die Richtqualität ausübt. Dabei ist die
Art der Rollenanstellung von entscheidender Bedeutung. Bei z. B.
Profilrollenrichtmaschinen fällt besonders auf, daß sie mit
relativ wenig Richtrollen - etwa sieben bis neun - bestückt sind.
Der Grund liegt in der individuellen Anstellbarkeit der unteren
Rollen. Die erste wird extrem stark und die folgenden werden
hingegen sehr schwach angestellt. Die zu erzielende Richtqualität
ist recht gut. Wird hingegen an einer Profilrollenrichtmaschine
eine von Blechrichtmaschinen her bekannte Kippjochanstellung (vom
Einlauf zum Auslauf hin entfernen sich die Richtrollen keilförmig
voneinander) simuliert, ist die Richtqualität völlig unzureichend
und der Richtprozeß instabil. Damit sich bei Blechrichtmaschinen
mit einer Kippjochanstellung eine annehmbare Richtqualität
erzielen läßt, bedarf es extrem vieler Rollen. Damit ist jedoch
eine preiswerte Richtmaschine nicht mehr zu verwirklichen.
Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme werden die Vorteile der
bekannten Anstellkonzepte genutzt, indem von einem Richtmaschi
nensystem mit Kippjochanstellung und sehr vielen Rollen der
Einlauf- und Auslaufteil mit nur kurzem Übergangsteil verwendet
wird. Das Blechrichten läßt sich dadurch mit nur wenigen Richt
rollen bei geringster Aufwendung an Verformungsenergie und
Kräften durchführen, wobei nach derzeitigem Erkenntnisstand die
folgenden Überstreckungen an den einzelnen Rollen zu wählen sind.
Das Walzgut bzw. einlaufende Blech wird einlaufseitig einmal
stark plastiziert, damit sich über die Breite der geraden Rolle,
welche gleichzeitig als Werkzeug dient, ein einheitlicher und
stabiler Fließspannungszustand im Blech einstellt. Im schmalen
Restbereich an der neutralen Zone verbleiben noch unregelmäßige
Eigenspannungen, die jedoch keine Wirkung auf nachträgliche
Blechverwerfungen haben. Die größte Überstreckung wird bei den
bekannten Rollenrichtmaschinen bei einem Kaltblechdickenbereich
von etwa 1,5 bis 25 mm an der - jeweils vom Einlauf zum Auslauf
hin gesehen - dritten (zweiten) Rolle eingestellt und je nach
Unebenheit, Dicke und Festigkeit des Walzgutes etwa zwischen
sechs und drei gewählt. Gewickeltes und warmes Walzgut hat eine
geringere Unebenheit und bedarf einer geringeren Überstreckung,
während hingegen bei intensiv gekühltem Walzgut (Röhrenqualität)
aufgrund von Verwerfungen eine höhere Überstreckung erforderlich
ist. Für die zweite Rolle wird etwa 50% der Überstreckung der
dritten Rolle gewählt. Die folgenden zwei Überstreckungen an der
vierten bzw. fünften Rolle sollen steil abfallen und im wesentli
chen nur zur Erzielung des inneren Momentengleichgewichtes
dienen, bei Einhaltung eines ebenen Blechzustandes; daraus ergibt
sich für die vierte Rolle etwa 75% und für die fünfte Rolle etwa
43% der Überstreckung an der dritten Rolle. An den nachfolgenden
Rollen sollen zwecks Erzielung eines stabilen Richtverlaufs sowie
eines stabilen Formzustandes bei der Weiterverarbeitung bis zur
vorletzten Rolle schwach auslaufende Überstreckungen gewählt
werden.
Mit der erfindungsgemäßen Anstellkonzeption werden Bleche ober
halb der Neunblechdicke mit weniger Rollen und geringerer Über
streckung gerichtet, weil durch das Absenken bzw. Anheben von
Richtrollen die Rollenteilung quasi vergrößert und die maximale
Rollenrichtkraft wesentlich verringert wird. Während bei den
bekannten Rollenrichtmaschinen aufgrund der Hebelverhältnisse
kaum die maximale Richtkraft an der zweiten Rolle zustande kommen
kann, wie an der dritten Rolle, lassen sich die Hebelverhältnisse
bei dem erweiterten Richtsystem durch das Absenken bzw. Anheben
der zu diesem Zweck vorzugsweise einzeln anstellbaren oberen und
unteren Richtrollen z. B. so verändern, daß die größte Kraft an
der einlaufseitig befindlichen zweiten Rolle auftritt. Die größte
Richtkraft wird durch diese Maßnahme bei der gleichen Richt
maschine auf etwa 42% reduziert, wodurch die zu richtende Blech
dicke auf die etwa 1,55fache Nennblechdicke - je nach Auswahl
der im Eingriff befindlichen und der abgesenkten bzw. angehobenen
Richtrollen - gesteigert werden kann. Dabei werden dickere Bleche
mit weniger Rollen und geringerer Überstreckung gerichtet, was
bei dickeren Blechen ausreichend ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Anstellsystem wird gleichzeitig dem
Grunde nach eine beim Blechrichten lange gestellte Forderung nach
einer Richtmaschine mit Wechselkassetten erfüllt, die bei bekann
ten Lösungen eine sehr lange Wechselzeit beanspruchen; um über
verschiedene Rollenteilungen eine bessere Anpassung an das Richt
programm zu ermöglichen, braucht lediglich ein Teil der Richt
rollen angehoben bzw. abgesenkt zu werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, die
Überstreckung etwa im Verhältnis der Blechdickenzunahme zu redu
zieren, was erfahrungsgemäß ausreichend ist. Damit läßt sich ein
Anstieg der Gelenkwellenmomente kompensieren. Anstatt die Über
streckung zu verringern, ließe sich alternativ die maximale
Richtgutstreckgrenze wegen des quadratischen Einflusses etwas
senken.
Wenn bei einer Sechs-Rollenrichtmaschine von der Ein- zur Auf
laufseite hin gesehen die dritte und vierte Rolle, bei einer
Acht- und einer Neun-Rollenrichtmaschine jeweils die dritte und
vierte sowie sechste und siebte Rolle, bei einer Elf- und einer
Zwölf-Rollenrichtmaschine jeweils die dritte und vierte, sechste
und siebte sowie neunte und zehnte Rolle sowie bei einer Vier
zehn- und Fünfzehn-Rollenrichtmaschine jeweils die dritte und
vierte, sechste und siebte, neunte und zehnte sowie zwölfte und
dreizehnte Rolle abgesenkt bzw. angehoben wird usw., lassen sich
auf ein und derselben Richtmaschine - wie bereits erwähnt -
Bleche richten, deren Blechdicke das bis zu 1,55-fache der
Nennblechdicke des Richtbereiches betragen kann, d. h., es ergibt
sich ein wesentlich erweiterter Richtbereich, ohne dafür zwei
Richtmaschinen einsetzen zu müssen, wie es der Stand der Technik
erfordert.
Bei einer Zehn-Rollenrichtmaschine und einer Dreizehn-Rollen
richtmaschine lassen sich durch Anheben bzw. Absenken der dritten
und vierten sowie siebten und achten bzw. dritten und vierten,
siebten und achten sowie elften und zwölften Rolle Richtbereiche
maximal auf das 1,23-fache erweitern.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen des näheren
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt einer Rollenrichtmaschine;
Fig. 2 verschiedene Anstellsysteme bspw. für sechs bis
fünfzehn Rollen aufweisende Rollenrichtmaschinen,
schematisch dargestellt; und
Fig. 3 Restspannungszustände bei Fünfzehn-, Zwölf- und
Neun-Rollenrichtmaschinen mit Überstreckungsdaten
bei internem Momentengleichgewicht, oberhalb der
Blechmitte entsprechend dem Stand der Technik,
d. h., bei Einsatz aller Richtrollen, und unterhalb
der Blechmitte bei Teileinsatz der Richtrollen,
d. h., mit angehobenen bzw. abgesenkten oberen und
unteren Richtrollen gemäß der Erfindung.
Bei einer Rollenrichtmaschine 1 wird das Gestell durch zwei am
Fundament verankerte Ständer 2, 3 gebildet, die durch eine obere
und eine untere Traverse 4, 5 starr verbunden sind. An der oberen
Traverse 4 ist ein oberer Walzenstuhl 6 durch nicht dargestellte
Zylinder gehalten; ein unterer Walzenstuhl 7 ist verfahrbar auf
der unteren Traverse 5 angeordnet. Auf dem unteren Walzenstuhl
7 sind Regelkeile 8 gelagert, die durch je einen Druckmittel
zylinder 9 verschiebbar sind. Auf jedem Regelkeil 8 ist ein
Lagerträger 11 für untere Richtrollen 12 und diesen zugeordneten
Stützrollen 13 abgestützt; zwischen den Stützrollen 13 sind
jeweils Stützlager 14 angeordnet. Weiterhin sind mehrere obere
Richtrollen 15 durch zwischen Stützlagern 16 angeordnete Stütz
rollen 17 an ihren Ballen abgestützt. Sowohl die unteren als auch
die oberen Richtrollen 12 bzw. 15 sind mittels nicht dargestell
ten Verstelleinrichtungen einzeln anstellbar angeordnet, d. h.,
die oberen Richtrollen 15 können angehoben und die unteren Richt
rollen 12 abgesenkt werden. Die oberen Richtrollen 15 und Stütz
rollen 17 sind an einem Lagerträger 18 gelagert. Jeder der
benachbarten Lagerträger 18 ist an einem Regelkeil 21 abgestützt,
dessen andere Seite am oberen Walzenstuhl 6 anliegt. Die Regel
keile 21 sind durch je einen Druckmittelzylinder 22 verschiebbar.
Die oberen und unteren Richtrollen 15, 12 sind einzeln angetrie
ben und über Gelenkwellen 23 mit einem nicht dargestellten
Antrieb verbunden.
Wie in Fig. 2 für Rollenrichtmaschinen mit bspw. sechs bis
fünfzehn Rollen in insgesamt vierundzwanzig Varianten dargestellt
ist, sind von den insgesamt vorhandenen Richtrollen stets nur
einige im Einsatz, während die anderen Richtrollen entweder
angehoben bzw. abgesenkt sind; die jeweils im Einsatz befindli
chen Richtrollen sind als schraffierte Kreise gekennzeichnet.
Durch die dargestellten Anstellungsvarianten läßt sich die auf
ein und derselben Rollenrichtmaschine zu richtende Blechdicke um
bis zu das 1,55-fache steigern. Die jeweils das Maximum an
zusätzlichem Richtbereich erlaubende Anstellvariante ist dabei
durch XXX gekennzeichnet. Wie sich aus Fig. 2 weiterhin ergibt,
lassen sich bei Sieben-, Zehn- und Dreizehn-Rollenrichtmaschinen
die Nennblechdicken bis auf das 1,16-fache bzw. das 1,23-fache
steigern. Mit in Fig. 2 - die die insgesamt möglichen Varianten
ja nicht vollständig zeigt - nicht dargestellten Anstellungs
varianten lassen sich, z. B. bei einer Siebzehn-Rollenrichtmaschi
ne, Blechdickensteigerungen um das 2,02-fache erreichen. Die
Rollenteilungen brauchen nicht alle gleich zu sein.
In Fig. 3 ist der Restspannungszustand bei Fünfzehn-, Zwölf- und
Neun-Rollenrichtmaschinen mit Überstreckungsdaten bei internem
Momentengleichgewicht dargestellt und zwar das erfindungsgemäße
Anstellsystem (vgl. unterhalb der Blechmitte 19) im Vergleich zu
herkömmlichen Rollenrichtmaschinen, bei der alle Rollen gegen das
Blech angestellt sind (vgl. oberhalb der Blechmitte 19). Mit
Richtmaschinen, die neun bis fünfzehn Rollen besitzen, dürfte
aufgrund des erfindungsgemäß erweiterten Anstellsystems, bei dem
die größte Rollenzahl einbringbar ist, im wesentlichen der
gesamte in Frage kommende Richtbereich abzudecken sein, wobei eine
Rollenrichtmaschine mit neun Rollen bevorzugt wird. Es ergibt
sich durch die ermittelte Überstreckungsverteilung bei herkömm
lichen Anstellungen ein grobgezahnter Restspannungszustand in
Richtung zur Blechmitte und ein feingezahnter Restspannungs
zustand zu den Blechrändern hin. Wegen der nur kleinen Hebelarm
verhältnisse wirken sich die zur Blechmitte 19 hin grob gezahnte
ren Restspannungen auf die Richtqualität nicht verschlechternd
aus. Der Restspannungsverlauf bei Rollenrichtmaschinen mit
abgesenkten bzw. angehobenen Richtrollen, wie unterhalb der
Blechmitte 19 erkenntlich ist, bringt im Vergleich zu Rollen
richtmaschinen mit allen gegen das Blech angestellten Rollen
keine unzulässig nachteiligen Spannungsverläufe. Allerdings läßt
sich feststellen, daß grobgezahnte Restspannungen um so näher an
die Blechränder verlagert werden, je weniger Richtrollen zum
Einsatz kommen, was bei dickeren Blechen nicht mehr nachteilig
ist.
Der in Fig. 3 angegebene Teileinsatz der Richtrollen (vgl.
unterhalb der Blechmitte 19) und die dort gewählten Überstreckungs
kollektive gewährleisten bei diesen Rollenrichtmaschinen
trotz eines auf das 1,55-fache erweiterten Richtbereiches eine
gute Richtqualität. Bei Rollenrichtmaschinen mit abgesenkten und
angehobenen Richtrollen ist es somit möglich, dickere Bleche zu
richten, so daß sich evtl. eine zweite Richtmaschine einsparen
läßt. Will man keine größeren Blechdicken richten, so kann
statt dessen das Maschinengewicht reduziert werden. Die pro
Einzelantrieb größere Verformungsarbeit bei abgesenkten bzw.
angehobenen Richtrollen bei Blechdicken oberhalb der Nennblech
dicke kann entsprechend den in Fig. 3 angegebenen Werten durch
eine Rücknahme der Überstreckung kompensiert werden. Soll die
Überstreckung allerdings beibehalten werden, so können die
Antriebe der abgesenkten und angehobenen Richtrollen bspw.
bedienungsseitig zu den im Einsatz befindlichen Richtrollen
zugekoppelt werden. Alternativ könnte die Nennfestigkeit redu
ziert werden.
Claims (11)
1. Verfahren zum Richten von Blech, bei dem das Blech durch von
mehreren anstellbaren oberen und unteren Richtrollen gebil
deten, entsprechend dem Blechquerschnitt und der Nennblech
festigkeit eingestellten Richtspalten gefördert und nach
anfänglicher Maximalverformung nachfolgend mit abnehmendem
Verformungsgrad mehrfach wechselseitig gebogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Richtbereich einer Richtmaschine hin zu dickeren
Blechen mittels einer bei über die Nennblechdicke des Richt
bereichs hinausgehenden Blechdicken geringeren Anzahl im
Eingriff befindlicher Richtrollen und somit größerer Richt
rollenteilung erweitert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überstreckung über das Verhältnis der Blechdickenzu
nahme reduziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß einzeln anstellbare obere und untere Richtrollen abge
senkt bzw. angehoben werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Sechs-Rollenrichtmaschine von der Ein- zur
Auslaufseite hin gesehen die dritte und vierte Rolle abge
senkt bzw. angehoben wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet
daß bei einer Acht- und einer Neun-Rollenrichtmaschine von
der Ein- zur Auslaufseite hin gesehen jeweils die dritte und
vierte sowie sechste und siebte Rolle abgesenkt bzw. angeho
ben wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Zehn-Rollenrichtmaschine von der Ein- zur
Auslaufseite hin gesehen die dritte und vierte sowie siebte
und achte Rolle abgesenkt bzw. angehoben wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet
daß bei einer Elf- und einer Zwölf-Rollenrichtmaschine von
der Ein- zur Auslaufseite hin gesehen jeweils die dritte und
vierte, sechste und siebte sowie neunte und zehnte Rolle
abgesenkt bzw. angehoben wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Dreizehn-Rollenrichtmaschine von der Ein- zur
Auflaufseite hin gesehen die dritte und vierte, siebte und
achte sowie elfte und zwölfte Rolle abgesenkt bzw. angehoben
wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Vierzehn- und einer Fünfzehn-Rollenrichtma
schine von der Ein- zur Auslaufseite hin gesehen jeweils die
dritte und vierte, sechste und siebte, neunte und zehnte
sowie zwölfte und dreizehnte Rolle abgesenkt bzw. angehoben
wird.
10. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch,
eine Rollenrichtmaschine (1) mit einzeln anstellbaren oberen
und unteren Richtrollen (16 bzw. 11).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebe der abgesenkten und angehobenen Richtrollen
(12, 15) den im Einsatz befindlichen Richtrollen (12, 15)
zugekoppelt sind.
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