DE426473C - Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen - Google Patents
Seitenabdichtung der Kolbentrommel von DrehkolbenmaschinenInfo
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Description
- Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen. Bei Drehkolbenmaschinen, insbesondere für Flüssigkeitsgetriebe, deren Kolbentrommel exzentrisch zum Zylinder gelagert ist, und bei denen die Leistung durch Verstellen der Entfernung der Achsen von ILolbentrommel und Zylinder verändert werden kann, ist es besonders bei Antriebsmaschinen erforderlich, daß die Exzentrizität so groß wie möglich gehalten wird, um trotz der infolge der großen Querkraft auf die Kolbentrommel entstehenden verhältnismäßig großen Lagerreibungen noch einen genügenden Wirkungsgrad zu erzielen. Eine große Exzentrizität bedingt einen großen Kolbenhub, und selbst wenn die Hauptführung der Kolben auf die Mitte der Kolbentronmiel beschränkt wird, ergibt sich zwischen dieser und den stillstehenden Zvlinderw<itiden eine so kurze Dichtungsfläche, daß an ein einigermaßen genügendes Dichten nicht mehr zu denken ist. Wenn nun noch die Welle verhältnismäßig stark gehalten «-erden muß, z. B. bei Hohlwellen, wie sie für viele Zwecke erforderlich sind, so muß mit den Dichtungsflächen auf wenige Millimeter zurückgegangen werden. Bei der bisherigen Durchbildung derartiger Maschinen hat man daher vielfach die "Zylinderwände zentrisch zur Kolbenachse gelagert und den Zylinder zwischen diesen Wänden verschoben, doch sind hier die Dichtungsschwierigkeiten infolge des großen Dichtungsumfanges keinesfalls geringer, und es ergeben sich für eine zwangsweise Führung der Kolben neue Schwierigkeiten.
- Durch vorliegende Erfindung ist nun eine: wesentliche Verbesserung in dieser Hinsicht erzielt; sie beruht darauf, daß die Zylinderwand in zwei Teile zerlegt ist, von denen der eine fest mit dem eigentlichen Zylinder verbunden ist, während der andere Teil an dem ersten Teil verschiebbar ist, aber zentral zur Kolbentrommel bleibt. Das Verschieben des einen Teils der Zylinderwand zum anderen erfolgt nur während des Verstellens der Exzentrizität, nicht dagegen während des eigentlichen Arbeitens; hierdurch ist es möglich, beide mit ihren Dichtungsflächen fest gegeneinander zu drücken, so daß eine Dichtungsbreite entsprechend den Sitzen von Ventilen an dieser Stelle ausreicht. Da dieser zweite Teil der Zylinderwand stets zentral zum Kolbenkörper bleibt, so stehen für die Abdichtung nach dieser Seite sämtliche dem drehenden Teil zugekehrten Flächen zur NTerfügung, wodurch sich eine gute Abdichtung der Kolbentrommel erzielen läßt.
- In der Zeichnung ist beispielsweise ein derartiges Getriebe mit dieser Anordnung dargestellt. Abb. i zeigt das Getriebe im Längsschnitt, während Abb. 2 eine Ansicht in der Achsrichtung bei abgehobener Seitenwand wiedergibt.
- a ist der Zylinder, b ist die Kolbentrommel, c sind die Kolben, d sind die seitlichen Abschlußwände, die mit dem Zylinder fest verbunden sind, und von denen eine oder beide zwecks Einbauens des Getriebes abnehmbar angeordnet sind, e sind die Teile der seitlichen .-'#,bschlußwände, die zentral zur Kolbentrommel gelagert sind, f sind mit federnden Scheiben versehene Muttern o. dgl., durch die die Teile e fest gegen die Teile d gedrückt werden, a ist die `Felle, die durch die Kolben unter Vermittlung der Kolbentrommel in Drehung versetzt werden soll, und die gegebenenfalls auch mit der Kolbentrommel aus einem Stück bestehen kann.
- Aus Abb. 2 ist die Arbeitsweise derartiger Maschinen olipe weiteres zu ersehen. Wird die Achsentfernung des Zylinders a und der Kolbentronimel b zueinander verändert, so verschiebt sich die Abschlußwand e: an der Abschlußw-and d, ohne daß hinsichtlich der Dichtung zwischen der Abschlußwand e und der Kolbentroinmel.b irgendeine Änderung eintritt: diese Abdichtung kann also so vollkommen wie möglich ausgebildet werden, es können sowohl zylindrische Flächen als auch Stirnflächen hierfür hinzugezogen werden, und es kann durch labyrinthartige Aussparungen der Durchflußwiderstand erhöht werden. In Abb. i ist die Abschlußwand c derart ausgebildet, daß außer der Lagerfläche an der Welle g an ihr zwei zylindrische und eine Stirnflache die Abdichtung der Kolbentrommel bewirken, w wobei an den L'bergängen, wie gezeichnet, kleine labyrinthartige Erweiterungen vorgesehen sein können. Durch federnde Scheiben f wird die Abschlußwand e auch im entlasteten Zustand des Getriebes stets fest gegen die Wand d gedrückt, wodurch nicht nur ein sicheres Anliegen und Dichten erzielt wird, sondern auch verhindert wird, daß sich die Wand c mit der Kolbentrommel b und der Welle g dreht. Das Mitdrehen kann jedoch auch in anderer Weise verhindert werden. Auch bewirkt der sich zwischen Kolbentrommel und Abschlußwand e ansammelnde Flüssigkeitsdruck ein gutes Andrücken von e an d, und es kann auch auf der Seite der Kolbentr mime 1 ein entsprechendes federndes Druckstück oder eine für diesen Zweck gesondert unter Flüssigkeitsdruck stehende Stufe vorgesehen sein. Um Druckunterschiede an den beiden Stirnseiten des Kolbenkörpers nach Möglichkeit zu vermeiden, können die entsprechenden Labyrinthnuten der beiden Seiten durch Kanäle miteinander verbunden werden.
- Die Abdichtung der Wand e gegen die Kolbentrommel kann in sehr verschiedener Weise erfolgen; die Abb. 3 bis 6 zeigen einige derartige Beispiele. Abgesehen von der Abdichtung an der Welle erfolgt bei den einzelnen Beispielen die Abdichtung in nachstehender Weise: bei Abl.3 durch eine Stirnfläche und eine Zylinderfläche, bei AM. 4 nur durch eine Stirnfläche, bei Abb. 5 durch eine Zylinder- und eine (abyrinthartig ausgebildete Stirnfläche, bei Abb. 6 durch fünf Zylinderflächen und dazwischenliegende labyrinthartige Erweiterungen.
Claims (1)
- PATrsNT-ANsPRi: eH Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen mit Leistungsänderung durch Verstellung der Exzentrizität von Kolbentrommel und Zylinder, insbesondere für Flüssigkeitsgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Abschlußwände je aus zwei Teilen testeben, von denen der eine (d) fest mit dem Zylinder (a) verbunden ist, während der andere (e) zentral zur Kolbentrommel (b) gelagert ist, an deren Drehung nicht teilnimmt und durch Gleitflächen einerseits dichtend mit der Kolbentrominel (b), anderseits dichtend mit dem Teil der seitlichen Abschlüßwand (d) in Berührung steht, die mit dem Zylinder (a) fest verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK82467D DE426473C (de) | 1922-06-27 | 1922-06-27 | Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK82467D DE426473C (de) | 1922-06-27 | 1922-06-27 | Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE426473C true DE426473C (de) | 1926-10-08 |
Family
ID=7234492
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK82467D Expired DE426473C (de) | 1922-06-27 | 1922-06-27 | Seitenabdichtung der Kolbentrommel von Drehkolbenmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE426473C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20010216U1 (de) * | 2000-06-09 | 2001-10-18 | Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, 49632 Essen | Axiale Dichtung |
-
1922
- 1922-06-27 DE DEK82467D patent/DE426473C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20010216U1 (de) * | 2000-06-09 | 2001-10-18 | Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, 49632 Essen | Axiale Dichtung |
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