DE4242668A1 - Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines VerpreßankersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
Verpreßankers, bestehend aus mindestens einem Zugglied,
einem Ankerkopf und einem Verpreßkörper, bei dem ein
Bohrloch in den Baugrund eingebracht wird, in welchem das
Zugglied angeordnet wird, und bei dem zum Erzeugen des
Verpreßkörpers ein abbindendes Injektionsgut vorzugsweise
in den unteren Bereich des Bohrlochs injiziert wird.
Verpreßanker werden für die unterschiedlichsten Anwendungen
im Grundbau eingesetzt, beispielsweise zur Abspannung
äußerer Kräfte, zur Auftriebssicherung, zur Kipp- und
Gleitsicherung, zur Stabilisierung von Rutschhängen, zur
Vorbelastung des Untergrunds, zur Böschungssicherung, zur
Sicherung von Felshohlräumen sowie zur Aufnahme des bei der
Herstellung von Baugruben freiwerdenden Erddrucks.
Verpreßanker können sowohl im Fels, als auch im
Lockergestein oder auch anderen Baugrundtypen angeordnet
werden. Verpreßanker weisen in der Regel Zugglieder aus
Stahl auf, die in einen durch Bohrung oder Rammung
hergestellten Hohlraum, im folgenden als Bohrloch
bezeichnet, eingebaut werden. Sie sind über einen Ankerkopf
mit dem zu verankernden Bauteil kraftschlüssig verbunden
und geben ihre Last über einen Verpreßkörper an den
Baugrund ab. Nach einem bekannten Verfahren wird der
Verpreßkörper durch Einpressen von Zementschlämme oder
Zementmörtel in das Bohrloch hergestellt. Seine Länge wird
als die Krafteintragungslänge des Ankers bezeichnet.
Zwischen Ankerkopf und Verpreßkörper liegt die freie
Ankerlänge des Verpreßankers.
Bei den bekannten Verfahren wird das Bohrloch mit über
seine Länge gleichbleibendem Durchmesser ausgeführt.
Es wird ein zylindrischer, langgestreckter Verpreßkörper
erzeugt, dessen Durchmesser dem Durchmesser des Bohrlochs
entspricht und in der Regel zwischen 80 und 150 mm liegt.
Die Ankerkraft wird von der Oberfläche des Verpreßkörpers
über Haftung und Reibung auf den Boden übertragen.
Es ist nun bekannt, zur Vergrößerung der bei der Belastung
des Ankers entstehenden Abscherfläche zwischen
Verpreßkörper und Baugrund den Querschnitt des
Verpreßkörpers zu vergrößern. Dazu wird der
Bohrlochquerschnitt im Bereich des Verpreßkörpers durch
örtlich verstärktes Spülen, durch rotierende
Schneidwerkzeuge oder Aufweitungs-Sprengungen erweitert.
Diese bekannten Methoden sind jedoch lediglich in
standfestem Baugrund anwendbar, wo die Bohrlochwandungen
ohne stützende Verrohrung stehen bleiben.
Bei der Verankerung von weniger standfestem Baugrund,
beispielsweise vom Typ "Lockergestein", müssen Verpreßanker
besonders hohen Anforderungen genügen. Die Zugbelastbarkeit
von Verpreßankern in derartigem Baugrund kann ebenfalls
durch Vergrößerung der Querschnittsfläche des
Verpreßkörpers erhöht werden. Solche Verpreßkörper sind
jedoch mit dem herkömmlichen Verfahren in wenig standfesten
Böden nicht herstellbar.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, mit dem Verpreßkörper mit gegenüber dem
Bohrloch wesentlich vergrößerter Querschnittsfläche auch in
wenig standfestem Baugrund hergestellt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren löst die voranstehende
Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
Danach ist das eingangs genannte Verfahren derart
ausgestaltet, daß das Injektionsgut mit Drücken von 100 bis
700 bar injiziert wird, daß dabei der das Bohrloch
umgebende Baugrund unter Bildung von Bohrgut zerschnitten
wird und daß das abbindende Injektionsgut mit dem zumindest
teilweise im Bohrloch verbleibenden Bohrgut durchmischt
wird.
Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, daß das
Bohrloch insgesamt oder auch nur bereichsweise durch
gezielte Hochdruckinjektion erweitert werden kann, indem
der das Bohrloch umgebende Baugrund unter Bildung von
Bohrgut durch das Injektionsgut selbst zerschnitten wird.
Es ist ferner erkannt worden, daß das bei der
Hochdruckinjektion entstehende Bohrgut zumindest teilweise
in Verbindung mit dem Injektionsgut zur Erzeugung des
Verpreßkörpers verwendet werden kann. Die Stabilität des
Verpreßkörpers wird dadurch nicht negativ beeinträchtigt,
da sich das Injektionsgut beim Injizieren unter Hochdruck
sehr gut mit dem im Bohrloch verbleibenden Bohrgut
durchmischt. Auf diese Weise kann sogar der Verbrauch an
Injektionsgut reduziert werden. Bei der Verwendung von
Zement oder Zementsuspensionen als Injektionsgut entstehen
Verpreßkörper aus Erdbeton. Normalerweise durchdringt das
Bohrloch mehrere unterschiedlich beschaffene Schichten des
Baugrundes, und auch der Verpreßkörper erstreckt sich über
mehrere solcher Schichten. Bei der Herstellung des
Verpreßkörpers nach dem erfindungsgemäßen Verfahren dringt
das Injektionsgut unterschiedlich tief in die verschiedenen
Schichten des Baugrundes ein, was zu einem unregelmäßig,
"ausgefranst" ausgebildeten Verpreßkörper führt. Die
Verankerungseigenschaften derartiger Verpreßkörper sind
besonders gut, da nicht nur die vergrößerte Stirnfläche zu
einem vergrößerten Erdwiderstand beiträgt, sondern auch die
"Verzahnung" des Verpreßkörpers mit dem umliegenden
Baugrund.
Erfindungsgemäß kann zum Injizieren des Injektionsguts
vorteilhaft ein sogenanntes Hochdruckinjektions-Gestänge
bzw. HDI-Gestänge verwendet werden, das an seinem unteren
Ende mindestens eine Austrittsdüse aufweist, die in einem
Winkel zur Gestängeachse ausgerichtet ist und also in den
das Bohrloch seitlich umgebenden Baugrund gerichtet ist.
Besonders vorteilhaft ist es nun, wenn das HDI-Gestänge
während des Injiziervorgangs um seine Gestängeachse gedreht
wird, während das Injektionsgut unter Druck aus der
Austrittsdüse austritt. Dadurch kann das Bohrloch im
Bereich der Austrittsdüse im wesentlich rotationsymmetrisch
erweitert werden. Es ist ferner vorteilhaft, das HDI-
Gestänge während des Injiziervorgangs zumindest teilweise
aus dem Bohrloch zu ziehen. Dadurch kann das Bohrloch auf
einfache Weise und unter Verwendung eines HDI-Gestänges mit
einer geringen Anzahl von Austrittsdüsen über einen
größeren Abschnitt in seinem Querschnitt erweitert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich nicht nur in wenig
standfestem Baugrund anwenden, sondern auch in standfestem
Baugrund. Dabei kann es erforderlich sein, den Baugrund im
Bereich des zu erzeugenden Verpreßkörpers vor dem
Injizieren des Injektionsguts vorzuschneiden. Das
Vorschneiden kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens auf einfache Weise durch
Injizieren von Wasser oder Preßluft unter Verwendung des
HDI-Gestänges erfolgen. Für bestimmte Anwendungen kann es
erforderlich sein, überschüssiges Bohrgut aus dem Bohrloch
zu spülen.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, das Zugglied mit
dem Verpreßkörper zu verbinden bzw. in diesen einzubauen.
Dies kann im Falle eines Dauerankers direkt erfolgen oder
im Falle eines Temporärankers, dessen Ankerkopf und
Zugglied nach gegebener Zeit wieder entfernt wird und von
dem lediglich der Verpreßkörper dauerhaft im Baugrund
verbleibt, mittels eines Anschlußelements. Beispielsweise
bei Einstab-Temporärankern werden als Anschlußelemente
Muffen verwendet. Eine vorteilhafte Möglichkeit besteht
darin, das Zugglied bzw. das Anschlußelement in das noch
nicht abgebundene,den Verpreßkörper bildende Injektionsgut
einzuführen. Es ist aber auch möglich, den bereits
erhärteten Verpreßkörper wieder aufzubohren, das Zugglied
bzw. das Anschlußelement in den aufgebohrten Verpreßkörper
einzuführen und anschließend den Verbund mit dem
Verpreßkörper durch Injizieren von Verpreßgut,
beispielsweise Zement, herzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann besonders vorteilhaft
bei der Absicherung von Baugruben in wenig standfestem
Baugrund verwendet werden, indem der Baugrubenverbau durch
mehrere derartig angeordnete und nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Verpreßanker abgesichert wird.
Besonders vorteilhaft in diesem Zusammenhang ist es, wenn
sich die Verpreßkörper der einzelnen Verpreßanker
überlappen, so daß die Verpreßkörper der einzelnen
Verpreßanker eine zusammenhängende Verpreßwand im Innern
des Baugrundes bilden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der
vorliegenden Erfindung in vorteilhafterweise auszugestalten
und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem
Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche und andererseits
auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In der Zeichnung zeigen die Fig. 1, 2, 4, 5 und 6
verschiedene Stadien des erfindungsgemäßen Verfahrens zum
Herstellen eines Verpreßankers.
Fig. 1a zeigt eine vergrößerte Detaildarstellung A der
Spitze des in Fig. 1 dargestellten Bohrgestänges sowie des
verrohrten Bohrlochs.
Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Detaildarstellung B der
Bohrspitze des in Fig. 2 dargestellten HDI-Gestänges.
In Fig. 1 ist eine im Baugrund zu verankernde vertikale
Wand 1 dargestellt, die einen Bestandteil eines
Baugrubenverbaus bildet. Die Wand 1 soll durch, mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Verpreßanker
seitlich im Baugrund verankert werden. Dazu wird zunächst
durch die zu verankernde Wand 1 in den dahinterliegenden
Baugrund ein gegenüber der Horizontalen geneigtes Bohrloch
3 eingebracht. Zur Erzeugung des Bohrlochs 3 wird ein
beliebiges, geeignetes Bohrgestänge 2 verwendet, wobei
gleichzeitig eine die Bohrlochwandung abstützende
Verrohrung 4 in den Baugrund eingetrieben wird.
In Fig. 1 ist das Bohrloch 3 bzw. die Verrohrung 4 bis auf
eine bestimmte Tiefe, die hier mit ST bezeichnet ist,
abgeteuft. In dieser Tiefe ST soll die Oberkante des
Verpreßkörpers des zu erstellenden Verpreßankers angeordnet
werden.
Fig. 1a verdeutlicht, daß der Querschnitt der Verrohrung 4
größer ist, als der Querschnitt des Bohrgestänges 2, so daß
entstehendes Bohrgut und gegebenenfalls Spülgut, wenn
während des Bohrvorgangs gespült wird, aus dem Bohrloch 3
befördert werden kann.
Nachdem das Bohrloch 3 und auch die Verrohrung 4 bis auf
die Tiefe ST in den Baugrund eingetrieben sind, wird das
Bohrgestänge 2 gezogen und durch ein HDI-Gestänge 5
ersetzt. Für das hier dargestellte Verfahren wird ein HDI-
Gestänge 5 verwendet, das gleichzeitig wie das Bohrgestänge
2 betrieben werden kann. Dazu ist es mit einer Bohrspitze
11 versehen, was in Fig. 3 dargestellt ist.
Der Fig. 3, die eine Detaildarstellung der Spitze des HDI-
Gestänges 5 zeigt, ist ferner zu entnehmen, daß sich im
Bereich dieser Bohrspitze 11 mehrere Austrittsdüsen 10
befinden, die im wesentlichen senkrecht zur Gestängeachse
ausgerichtet sind und aus denen das Injektionsgut unter
Hochdruck in den umliegenden Baugrund, unter Zerschneidung
dieses Baugrundes injiziert werden kann. Es ist nicht
unbedingt erforderlich, das HDI-Gestänge 5 mit mehreren
Austrittsdüsen 10 zu versehen. Auch eine Austrittsdüse ist
ausreichend, um eine rotationssymmetrische Aufweitung des
Bohrlochs zu erreichen, wenn das HDI-Gestänge 5 beim
Injiziervorgang gedreht wird. Im Innern des HDI-Gestänges 5
verläuft eine Zuleitung 6 für das Injektionsgut.
In Fig. 2 ist angedeutet, daß das HDI-Gestänge 5 an eine
derartige Zuleitung angeschlossen ist, die sich dann im
Innern des HDI-Gestänges 5 fortsetzt.
Das HDI-Gestänge 5 wird nun wie ein herkömmliches
Bohrgestänge weiter in den Baugrund eingetrieben bis zu
einer Endtiefe ET. In dieser Tiefe soll die Unterkante des
zu erstellenden Verpreßkörpers angeordnet werden.
Im Zusammenhang mit der hier vorgestellten Variante des
erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf folgende Punkte
besonders hingewiesen.
Die Verrohrung 4 des Bohrlochs 3 reicht lediglich bis zur
vorgegebenen Tiefe ST des Bohrlochs. Das HDI-Gestänge 5
wird bis auf die Endtiefe ET in den Baugrund eingetrieben,
wobei das HDI-Gestänge 5 wie ein normales Bohrgestänge
verwendet wird. Es findet also kein Injiziervorgang während
des Eintreibens in den Baugrund statt. Erst nach Erreichen
der Endtiefe ET setzt der Injiziervorgang ein. Dabei wird
das HDI-Gestänge 5 jedoch nicht weiter in den Baugrund
eingetrieben, sondern lediglich um seine Achse gedreht, was
in Fig. 2 durch einen Pfeil angedeutet ist, und langsam
wieder gezogen, was in Fig. 4 dargestellt ist.
Der Injiziervorgang wird aber lediglich solange aufrecht
erhalten, bis die Austrittsdüsen 10 des HDI-Gestänges 5 die
Tiefe ST erreicht haben bzw. die Unterkante der Verrohrung
4 des Bohrlochs 3. Da die Austrittsdüsen 10 im wesentlichen
arthogonal zum HDI-Gestänge 5 ausgerichtet sind und dieses
HDI-Gestänge 5 während des Injiziervorgangs im Bohrloch 3
gedreht wurde, ist das Bohrloch 3 im Bereich zwischen der
Endtiefe ET und der Tiefe ST in etwa rotationssymmetrisch
erweitert, wobei der Grad der Erweiterung auch von der
Konsistenz der vom Bohrloch durchdrungenen Schichten des
Baugrundes abhängt. Das unter Hochdruck aus den
Austrittsdüsen 10 des HDI-Gestänges 5 austretende
Injektionsgut zerschneidet nicht nur den das Bohrloch 3
umgebenden Baugrund, sondern vermischt sich auch
gleichmäßig mit dem dabei entstehenden Bohrgut oder
zumindest mit dem im Bohrloch 3 verbleibenden Teil des
Bohrguts. Es ist nämlich auch durchaus möglich, einen Teil
des Bohrguts während dem Injiziervorgang aus dem Bohrloch 3
herauszuspülen. In vielen Fällen ist dies notwendig, um das
nötige Volumen für das aushärtende Injektionsgut zu
schaffen.
Nach Abschluß des Injiziervorgangs ist das in etwa
rotationssymmetrisch erweiterte Bohrloch 3 mit einer
Mischung aus Injektionsgut und Bohrgut verfüllt, welche
nach dem Aushärten einen Verpreßkörper 8 aus Erdbeton
bildet.
Nachdem nun das HDI-Gestänge aus dem Bohrloch 3 entfernt
wurde und vor dem endgültigen Aushärten des Injektionsguts
bzw. der Mischung des Injektionsguts mit dem Bohrgut, wird
in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ein
Anschlußelement 12 in den sich bildenden Verpreßkörper 8
eingeführt, das zum Anschluß des Zuggliedes 7 eines
Temporär-Verpreßankers an den Verpreßkörper 8 dient.
Der Ankerkopf und das Zugglied dieses Verpreßankers können
im Bedarfsfalle wieder entfernt werden.
Nur der Verpreßkörper 8 verbleibt im Baugrund.
In Fig. 5 ist mit 7 das Zugglied eines Einstabankers
bezeichnet, das über eine Muffe als Anschlußelement 12 mit
dem Verpreßkörper 8 verbunden wird.
Zum Abschluß wird die Verrohrung 4 des Bohrlochs 3 gezogen,
wobei gleichzeitig ein Verfüllen des Ringspalts zwischen
der Bohrlochwandung und dem Zugglied 7 erfolgt. Schließlich
wird noch ein Ankerkopf 9 montiert, der das Zugglied 7 mit
dem zu verankernden Bauteil, nämlich der Wand 1,
kraftschlüssig verbindet, was in Fig. 6 dargestellt ist.
Hinsichtlich weiterer, in der Figur nicht gezeigter
Verfahrensschritte und Verfahrensvarianten wird auf den
allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen. An dieser
Stelle sei ausdrücklich erwähnt, daß sich das
erfindungsgemäße Verfahren gleichermaßen zur Herstellung
von Temporärankern wie auch Dauerankern eignet.
Abschließend sei hervorgehoben, daß die erfindungsgemäße
Lehre nicht auf das voranstehend erörterte
Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Die erfindungsgemäße
Lehre läßt sich vielmehr auch bei anders ausgestalteten,
durch weitere Verfahrensschritte ergänzte Verfahren zur
Herstellung von Verpreßankern realisieren.
Bezugszeichenliste
1 Wand/Baugrubenverbau
2 Bohrgestänge
3 Bohrloch
4 Verrohrung
5 HDI-Bohrgestänge
6 Zuleitung
7 Zugglied
8 Verpreßkörper
9 Ankerkopf
10 Austrittsdüse
11 Bohrspitze
12 Anschlußelement
2 Bohrgestänge
3 Bohrloch
4 Verrohrung
5 HDI-Bohrgestänge
6 Zuleitung
7 Zugglied
8 Verpreßkörper
9 Ankerkopf
10 Austrittsdüse
11 Bohrspitze
12 Anschlußelement
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers,
bestehend aus mindestens einem Zugglied (7), einem
Ankerkopf (9) und einem Verpreßkörper (8), bei dem
ein Bohrloch (3) in den Baugrund eingebracht wird, in
welchem das Zugglied (7) angeordnet wird, und bei dem
zum Erzeugen des Verpreßkörpers (8) ein abbindendes
Injektionsgut vorzugsweise in den unteren Bereich des
Bohrlochs (3) injiziert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Injektionsgut mit Drücken von 100-700 bar
injiziert wird,
daß dabei der das Bohrloch (3) umgebende Baugrund
unter Bildung von Bohrgut zerschnitten wird und
daß das abbindende Injektionsgut mit dem zumindest
teilweise im Bohrloch (3) verbleibenden Bohrgut
durchmischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Injektionsgut mittels eines Hochdruck
injektions(HDI)-Gestänges (5) injiziert wird, das
zumindest an seinem unteren Ende mindestens eine
Austrittsdüse (10) aufweist, die in einem Winkel zur
Gestängeachse, vorzugsweise senkrecht zur
Gestängeachse, ausgerichtet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das HDI-Gestänge (5) während des Injiziervorgangs
um die Gestängeachse rotiert.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das HDI-Gestänge (5) während des Injiziervorgangs
zumindest teilweise aus dem Bohrloch (3) gezogen
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Baugrund im Bereich des zu erzeugenden
Verpreßkörpers (8) vor dem Injizieren des
Injektionsguts vorgeschnitten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Vorschneiden Wasser oder Preßluft über das
HDI-Gestänge (5) in den Baugrund injiziert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß überschüssiges Bohrgut aus dem Bohrloch (3)
gespült wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zugglied (7), im Falle eines Dauer-
Verpreßankers, oder ein Anschlußelement (12) im Falle
eines Temporär-Verpreßankers, in das noch nicht
abgebundene den Verpreßkörper (8) bildende
Injektionsgut eingeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erhärtete Verpreßkörper (8) aufgebohrt wird,
daß das Zugglied (7) oder das Anschlußelement (12) in
den aufgebohrten Verpreßkörper (8) eingeführt wird
und daß der Verbund zwischen dem Zugglied (7) oder
dem Anschlußelement (12) und dem Verpreßkörper (8)
durch Injizieren von Verpreßgut erreicht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Verpreßanker so nebeneinander angeordnet
werden, daß ihre Verpreßkörper eine zusammenhängende
Verpreßwand bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242668 DE4242668A1 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242668 DE4242668A1 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4242668A1 true DE4242668A1 (de) | 1994-06-23 |
Family
ID=6475572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924242668 Withdrawn DE4242668A1 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4242668A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102020131395A1 (de) | 2020-11-26 | 2022-06-02 | Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG | Verfahren zum Sichern eines Bauwerks und Anordnung eines Bauwerks in einem Gelände |
-
1992
- 1992-12-17 DE DE19924242668 patent/DE4242668A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102020131395A1 (de) | 2020-11-26 | 2022-06-02 | Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG | Verfahren zum Sichern eines Bauwerks und Anordnung eines Bauwerks in einem Gelände |
| DE102020131395B4 (de) | 2020-11-26 | 2024-11-21 | Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG | Verfahren zum Sichern eines Bauwerks |
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