DE4242336A1 - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen Kanal, und nach diesem Verfahren hergestellter Sinterrohling - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen Kanal, und nach diesem Verfahren hergestellter SinterrohlingInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur kontinuier
lichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest
einem innenliegenden wendelförmig verlaufenden Kanal vorbe
stimmten Querschnitts, insbesondere zur Herstellung eines
Sintermetall- oder Keramik-Rohlings für ein Werkzeugteil,
bei dem die den Rohling bildende, plastische Masse aus einem
Düsenmundstück herausgepreßt wird, wobei sie entlang der
Achse zumindest eines wendelförmig verdrillten, an einem Dü
sendorn gehaltene Stiftes strömt. Die Erfindung bezieht sich
ferner auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
d. h. auf ein zur Durchführung des Verfahrens geeignetes
Strangpreßwerkzeug, aus dessen Düsenmundstück kontinuierlich
ein zylindrischer Stab mit zumindest einem innenliegenden,
zumindest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden Kanal
vorbestimmten Querschnitts herausfräsbar ist bzw. bei dem
zumindest ein in die Strömung der Masse hineinragender Stift
vorgesehen ist, der beim Durchströmen der Masse durch den
Düsenmund den zumindest einen Kühlkanal formt. Die Erfindung
bezieht sich schließlich auf einen nach dem Verfahren herge
stellten zylindrischen Formkörper gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 41.
Aus einer plastifizierten keramischen oder pulvermetallurgi
schen Masse kontinuierlich, beispielsweise im Strangpreßver
fahren hergestellte zylindrische Formkörper mit innenliegen
den, zumindest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden
Kanälen vorbestimmten Querschnitts werden in zunehmendem
Maße beispielsweise in der Werkzeugindustrie, und hier ins
besondere bei der Herstellung von Bohrwerkzeugen benötigt,
die eine innenliegende Kühl- bzw. Spülmittelversorgung ha
ben, so daß das Kühl- bzw. Spülmittel in unmittelbarer
Schneidennähe aus dem Werkzeug austreten kann. Der wendel
förmige Verlauf des zumindest einen, innenliegenden Kühlka
nals ist dann erforderlich, wenn an dem herzustellenden
Werkzeug, wie z. B. an einem Bohrwerkzeug wendelförmige
Spannuten vorgesehen, beispielsweise eingeschliffen sind. Da
die axiale Länge solcher Bohrwerkzeuge zwischenzeitlich er
heblich gesteigert worden ist, kommt es in besonderem Maße
darauf an, die Steigung des zumindest einen, innenliegenden
wendelförmigen Kühlkanals bei der Herstellung genau zu steu
ern und zu kontrollieren, damit die Lage des Kühlkanals in
den Bohrer- bzw. Werkzeugstiegen über die gesamte Länge des
Schneidteils im Bereich vorbestimmter, enger Toleranzen
liegt.
Es sind zwischenzeitlich bereits vielfache Versuche unter
nommen worden, ein wirtschaftliches Strangpreßverfahren zur
Herstellung zylindrischer, stabförmiger Rohlinge für die
Werkzeugherstellung zu schaffen.
So wird bereits in der US-PS 2 422 994 ein Strangpreßverfah
ren beschrieben, bei dem eine plastifizierte pulvermetallur
gische Masse durch eine Strangpreßdüse gepreßt wird, deren
Innenoberfläche Vorsprünge vorbestimmten Querschnitts auf
weist. Im Bereich des Zentrums der Strangpreßdüse erstrecken
sich in axialer Richtung stabförmige Körper, die an einem
vor der Strangpreßdüse liegenden, von der plastifizierten
Masse umströmten Dorn befestigt sind. Dieses Verfahren ar
beitet mehrstufig, indem das plastifizierte Rohmaterial
zunächst in einen Bohrerrohling mit zumindest einer geradli
nig verlaufenden, außenliegenden Nut geformt wird, woraufhin
der so gestaltete Rohling durch eine Relativ-Drehbewegung
zwischen der Strangpreßdüse und dem Rohmaterial verdrillt
wird. Es hat sich gezeigt, daß ein solcher, zweistufiger
Formgebungsprozeß für die meisten der zwischenzeitlich ver
wendeten Rohmassen schon deshalb nicht in Frage kommt, weil
der aus der Strangpreßdüse aus tretende Rohling regelmäßig
derart druckempfindlich ist, daß selbst kleinste, auf ihn
einwirkende Kräfte zu unerwünscht großen Verformungen nicht
nur der Außenkontur, sondern auch der innenliegenden, einge
formten Kanäle führt, wodurch die Ausschußrate übermäßig an
steigt.
In der DE-PS 36 01 385 wird deshalb bereits ein Verfahren
zur Herstellung eines Bohrwerkzeugs mit mindestens einem,
wendelförmig verlaufenden, innenliegenden Kühlmittelkanal
vorgestellt, bei dem der wendelförmige Verlauf des zumindest
einen innenliegenden Kühlmittelkanals gleichzeitig mit der
Extrusion der plastischen Masse erzeugt wird. Zu diesem
Zweck ist das Düsenmundstück innenseitig mit einem wendel
förmigen Profil ausgestattet, wobei die Wendelsteigung die
ser Vorsprünge an die anzustrebende Wendelsteigung der in
nenliegenden Kühlkanäle angepaßt ist. Im Zentrum der Strang
preßdüse sind elastische Stifte vorgesehen, die mit ihren
stromaufwärtigen Enden an einem Düsendorn befestigt sind und
deren Elastizität so groß gewählt ist, daß die Stifte der
durch die Innenkontur des Düsenmundstücks induzierten Drall
strömung folgen können. Abgesehen davon, daß bei dieser Art
der Herstellung eine verhältnismäßig große Energiemenge auf
gebracht werden muß, um dem gesamten Strömungsquerschnitt
eine homogene Drallströmung aufzuprägen, hat sich gezeigt,
daß bei den nach diesem bekannten Verfahren hergestellten
Rohlingen die Steigung der Kühlkanalwendel häufig von der
Wendelsteigung der Vorsprünge oder Vertiefungen an der In
nenoberfläche des Düsenmundstücks abweicht. Dies hat zur
Folge, daß die Vorsprünge oder Vertiefungen an der Innen
oberfläche des Düsenmundstücks in großer Zahl, dafür aber
mit verhältnismäßig kleiner Tiefe ausgebildet werden mußten,
um die Materialverluste möglichst klein zu halten. Die fer
tig gesinterten Teile werden dementsprechend regelmäßig
außen zunächst rund geschliffen, bevor die Spannut einge
bracht wird.
Um den Verfahrens schritt des außen rund Schleifens der fer
tig gesinterten Schneidteil-Rohlinge einzusparen, wird in
der DE-OS bzw. in der EP 0 465 946 A1 ein Verfahren vorge
schlagen, bei dem die Innenoberfläche des Düsenmundstücks
von der Mantelfläche eines Kreiszylinders gebildet ist. Dem
Düsenmundstück ist dabei eine innerhalb des Massestroms lie
gende Dralleinrichtung vorgeschaltet. Gemäß einer Alterna
tive wird der Strangpreßmasse mittels dieser Dralleinrich
tung eine gleichmäßig über den Querschnitt des Strangs wir
kende Drallbewegung aufgezwungen, während gemäß der zweiten
Alternative der Dralleinrichtung durch die Strangpreßmasse
eine Drall- bzw. Drehbewegung aufgezwungen wird. Zur Bildung
der Innenkanäle ragt in den Massestrom der Drall- bzw. Dreh
bewegung folgendes, fadenförmiges Material hinein. In diesem
Fall wird der Kreisdurchmesser, auf dem die Querschnitte
bzw. der Querschnitt des zumindest einen innenliegenden
Kühlmittelkanals beim extrudierten Rohling zu liegen kommt,
durch die Strömungsgeschwindigkeit und durch die Reibungs
verluste im Düsenmundstück beeinflußt, was sich insbesondere
beim Wechseln der Strangpreßmasse von einer Charge zur ande
ren negativ auswirken kann. Es wird deshalb gemäß einer wei
teren Variante dieses Verfahrens vorgeschlagen, das Düsen
mundstück drehbar auszubilden, wobei durch die Drehbewegung
des Düsenmundstücks eine Korrektur der Drallbewegung des
Massestroms erfolgen soll.
Aus dem Dokument EP 0 431 681 A2 ist schließlich ein Verfah
ren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines zylindri
schen, metallischen oder keramischen Rohlings der eingangs
beschriebenen Gattung bekannt geworden, bei dem sich durch
das Zentrum eines innenseitig glatten, kreiszylindrischen
Düsenmundstücks zumindest ein verdrallter Mittelstift aus
einem starren Material erstreckt. Dieser zumindest eine,
verdrallte Mittelstift ist vor dem Einlaufbereich des Düsen
mundstück an einem stationären Dorn befestigt. Die Stifte
sind also bei diesem Verfahren wendelförmig vorgeformt und
aus einem starren Material, wie z. B. aus Hartmetall oder
Stahl gebildet. Es konnte gezeigt werden, daß es bis zu ei
nem bestimmten, verhältnismäßig kleinen Verhältnis zwischen
Innendurchmesser des Düsenmundstücks und Außendurchmesser
des zumindest einen Mittelstifts möglich ist, im Bereich des
Düsenmundstücks auf zusätzliche Verdralleinrichtungen zu
verzichten. Dabei wird davon ausgegangen, daß die starren
Mittelstifte in der Lage sind, dem Massenstrom über den ge
samten Querschnitt eine gleichmäßige Drallbewegung auf
zuzwingen. Bei größeren Werten des vorstehend angesprochenen
Verhältnisses muß die Verdrallung des Rohlings durch zusätz
liche Drallhilfen in der Düse verstärkt werden. Auch hat
sich gezeigt, daß es regelmäßig erforderlich ist, die Mit
telstifte stärker zu verdrallen als den Drall der im Rohling
dann tatsächlich vorliegenden, wendelförmigen Kanäle. Dies
setzt für jede Strangpreßmasse umfangreiche Versuche voraus,
die das Herstellungsverfahren verteuern und aufwendige Qua
litäts-Sicherungsmaßnahmen erforderlich machen.
Zur Lösung der Aufgabe, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der vorstehend beschriebenen Gattung derart weiterzubilden,
daß Strangpreßrohlinge mit genau definiertem Verlauf innen
liegender, wendelförmiger Kühlkanäle mit einem Höchstmaß an
Reproduzierbarkeit und mit hoher Gefügequalität herstellbar
sind, wobei keinerlei Beschränkungen hinsichtlich des Anwen
dungsbereichs des Verfahrens im Hinblick auf die Zusammen
setzung der Strangpreßmasse, der Verfahrensparameter oder
hinsichtlich der Geometrie des Rohlings bestehen sollen,
wird im Hauptpatent . . . (Patentanmeldung P 42 11 827.1-14) vor
geschlagen, die Innenkanäle ohne plastische Umformung der im
Düsenmundstück befindlichen Masse im Urformprozeß herzustel
len, wobei vorzugsweise die Masse im wesentlichen drallfrei
in das Düsenmundstück eintritt, über den gesamten Strömungs
querschnitt im wesentlichen drallfrei entweder den zumindest
einen Stift anströmt und diesen beim Durchtreten durch das
Düsenmundstück in eine kontinuierliche, der Steigung seiner
Wendel entsprechende Drehbewegung versetzt, oder an einer
Stiftaufhängung vorbeiströmt, die in Abhängigkeit von der
Strömungsgeschwindigkeit antreibbar ist. Die Vorrichtung ist
nach einer Variante dadurch gekennzeichnet, daß der zumin
dest eine Stift dreh- und axialfest mit einer im Düsendorn
um eine zur Düsenachse parallele Achse drehbar gelagerten
Welle verbunden und derart verdrillt ist, daß ihm die ent
lang seiner Achse strömende plastische Masse im wesentlichen
über die gesamte Länge einen konstanten, durch die Steigung
seiner Wendel definierten Drehimpuls aufprägt. Nach einer
weiteren Variante hat die den zumindest einen Stift tragende
Welle, deren radial innerhalb des Stiftes liegende Verbin
dungsstelle zum Stift im Düsenmund liegt, einen Zusatzan
trieb, wobei in diesem Fall der Stift flexibel sein kann und
der Antrieb in Unabhängigkeit von der gewünschten Steigung
steuerbar ist.
Hierbei löst man sich grundsätzlich von dem Gedanken, dem
hochviskosen Massestrom bei der Extrusion eine der zu erzeu
genden Wendelsteigung entsprechende Drallbewegung aufzuprä
gen und dabei die Masse verhältnismäßig stark plastisch zu
verformen. Vielmehr basiert die Erfindung auf dem Gedanken,
den zumindest einen Draht durch die sich über die Länge des
Stiftes auf summierenden Strömungs-Anströmkräfte in eine sol
che Drehbewegung zu versetzen, daß beim Hindurchtreten der
plastischen Masse durch das Düsenmundstück zumindest ein
wendelförmiger Innenkanal entsteht, dessen Steigung exakt
mit der Steigung des vorverdrillten Stiftes übereinstimmt.
Das erfindungsgemäße Verfahren funktioniert insoweit auf der
Umkehr eines Korkenzieher-Effekts, wobei die Korkenzieher
wendel mit dem Stift und der Korken mit der plastischen
Strangpreßmasse zu vergleichen ist. Die zumindest eine In
nenwendel entsteht somit erfindungsgemäß im Urformverfahren.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt
dabei darin, daß quasi keine Energie dafür aufgewendet wer
den muß, dem Querschnitt der Strangpreßmasse eine Drall
strömung aufzuprägen, was gleichzeitig bedeutet, daß auch
der Kühlkanalformer in Form der sich drehenden Teile nur ge
ringen und reproduzierbaren Kräften unterworfen wird. Dabei
wird bei der Erfindung in vorteilhafter Weise der Umstand
ausgenutzt, daß bei einer vorgegebenen Wendelsteigung mit
zunehmender Nähe der Wendelfläche zur Zentrumsachse der
Steigungswinkel zunimmt, so daß die Anströmwinkel kleiner
werden. Dies führt im Vergleich zu der Anordnung von Drall
einrichtungs-Anströmflächen im Bereich des Innenmantels des
Düsenmundstücks bzw. an radial weiter außen liegenden Stel
len zu energetischen Vorteilen. Mit anderen Worten, die
Strömung der Strangpreßmasse wird erfindungsgemäß bei der
Herstellung der innenliegenden Kühlkanäle so gering wie mög
lich beansprucht, wodurch sich der besondere Vorteil ergibt,
daß der Rohling am Austritt des Düsenmundstücks ein sehr ho
mogenes Gefüge hat. Dabei hat sich überraschenderweise ge
zeigt, daß die Genauigkeit des eingebrachten, zumindest
einen wendelförmigen Kühlkanals, und zwar hinsichtlich Stei
gung, radialer Lage, Winkellage und Querschnitt auf Anhieb
auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden konnte, und zwar
unabhängig davon, ob und gegebenenfalls in welcher Weise
eine bestimmte Rauhigkeit der Innenmanteloberfläche des Dü
senmundstücks gewählt wird oder nicht. Erfindungsgemäß ist
somit erstmalig ein zylindrischer Strangpreßkörper mit in
nenliegenden, wendelförmigen Kühlkanälen herstellbar, der
eine von der Kreisform abweichende Querschnittsform, bei
spielsweise Rechteck-, Polygon- oder Ellipsenform hat, wobei
es auf die Lage des Drehzentrums des Kühlkanalformers bezüg
lich des Düsenquerschnitts nicht mehr ankommt. Aufgrund des
erfindungsgemäßen Verfahrens existieren in einem großen Be
reich keine Abhängigkeiten mehr zwischen dem Querschnitt
bzw. dem Durchmesser des Rohlings und/oder dem Grad der Pla
stifizierung und/oder den Extrusionsparametern, wie z. B. der
Strangpreßgeschwindigkeit. In jedem Fall entspricht die Wen
del im Rohling exakt der vorgeformten Wendel der mitge
drehten Drähte.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Herstellungs
genauigkeit und die Reproduzierbarkeit mit geringem, vor
richtungstechnischen Aufwand weiter zu verbessern. Diese
Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale
des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich der Vorrichtung durch
die Merkmale der Patentansprüche 10 bzw. 26 gelöst.
Erfindungsgemäß wird den starren oder flexiblen Stiften ein
reibungsminderndes Fluid, vorzugsweise eine reibungsmin
dernde Flüssigkeit oder eine flüssigkeitsähnliche Substanz
vorzugsweise unter Druck zugeführt. Die auf diese Weise
stark verminderte Reibung führt zu kleinsten Reaktionskräf
ten zwischen der Preßmasse und dem zumindest einen Stift.
Diese kleinsten Reaktionskräfte wiederum erlauben es, die
Stiftträgerorgane mit geringstmöglichem Querschnitt aus zu
bilden. Diese Stiftträgerorgane sind von den Komponenten wie
Stege, Welle und Wellenlagerung gebildet. Weil diese Stift
trägerorgane somit erfindungsgemäß mit kleinerem Querschnitt
ausgebildet werden können, führen diese ebenfalls zu kleine
ren Reaktionskräften, die den Preßmassestrom ansonsten stö
ren würden. Die Summe der somit erfindungsgemäß radial auf
die Preßmasse einwirkenden Kräfte ist durch die erfindungs
gemäßen Maßnahmen so gering, daß diese reproduzierbar nicht
mehr in der Lage sind, dem Preßmassestrom weder örtlich noch
über den Querschnitt eine Drallbewegung aufzuzwingen. Es
konnte gezeigt werden, daß die inneren und äußeren Zusammen
haltkräfte der Preßmasse diesem Tendenz wirksam entgegen
wirken. Dabei ergibt sich durch die erfindungsgemäßen Maß
nahmen der zusätzliche Vorteil, daß an dem den Kühlkanal
formenden, zumindest einen Stift kein spürbarer Verschleiß
mehr auftritt. Die erfindungsgemäße Weiterbildung des Gegen
stands des Hauptpatents ist somit vergleichbar mit einer
quasi hydrostatischen Lagerung des Kühlkanalformers in der
Preßmasse.
Vorzugsweise wird das Fluid unter Druck zugeführt (Anspruch
2) und das Fluid besteht aus dem Plastifizierungsmittel der
Preßmasse oder es hat zumindest eine Komponente dieses Pla
stifizierungsmittels.
Es ergeben sich bereits günstige die Reibungskraft vermin
dernde Effekte dann, wenn das die Reibungskraft vermindernde
Fluid im Bereich der Stifte vorliegt, d. h. deren Oberfläche
benetzt. Eine zusätzliche Verbesserung ergibt sich mit der
Weiterbildung des Patentanspruchs 3 bzw. des Patentanspruchs
28. Hierbei wird das die Reibungskraft vermindernde Fluid
schon durch den Lager-Dichtspalt am Wellenaustritt der Wel
lenlagerung zugeführt. Auf diese Weise bildet sich ein hy
drostatischer Tragfilm über die gesamten, stromab der Wel
lenlagerung befindlichen Oberflächen des Kühlkanalformers
aus. Dieser hydrostatische Tragfilm tritt dann ausschließ
lich über die dann eingeformten Kanäle wieder aus. Dabei
kann angenommen werden, daß sich an den umströmten Organen,
wie der Welle oder der Wellen-Stegverbindung innerhalb der
Preßmasse keine Einschlüsse bilden. Dies ist darauf zurück
zuführen, daß sich das den hydrostatischen Spalt bildende
Fluid, d. h. die den hydrostatischen Spalt bildende Flüssig
keit durch den inneren Druck der Preßmasse den einfachsten
Weg über die Oberflächen in die sich bildenden Kanäle sucht.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Besonders gute Druckverhältnisse beim Durchtritt durch das
Düsenmundstück erzielt man mit der Weiterbildung des Pa
tentanspruchs 4 bzw. des Patentanspruchs 11. Da sich die
hochviskose Masse nicht wie eine ideale Flüssigkeit verhält,
sondern statt dessen eine gewisse Elastizität besitzt, ist
darauf zu achten, daß beim Durchströmen des Düsenmundstücks
und der darin liegenden wendelförmigen Stäbe an jeder Stelle
ein ausreichender Druck zum Schließen des Querschnitts vor
herrscht. Dies ist insbesondere im Einlaufbereich des Düsen
mundstücks bzw. in den Bereichen von Bedeutung, in denen
entweder durch die Gestaltung der Strangpreßdüse oder aber
durch andere Hindernisse in der Strömung Veränderungen des
Strömungsquerschnitts auftreten. Gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung erfolgt die Steuerung des Drucks
über den Massenstromquerschnitt durch die Gestaltung der In
nenmantelfläche des Düsenmundstücks. Diese Mantelfläche kann
beispielsweise auch so ausgebildet werden, daß sich der
Durchflußquerschnitt zur Ausströmseite hin allmählich ver
kleinert, um dem strömungsmechanisch bedingten Druckabbau
zur Umgebung hin (Austrittsquerschnitt des Düsenmundstücks)
entgegenzuwirken.
Wenn die in den Düsenmund eintretende Masse auf die ver
drillten Stäbe trifft, muß sie ein Reaktionsmoment aufneh
men. Durch geeignete Gestaltung des Innenmantels und/oder
durch geeignete Maßnahmen Bereich des Kühlkanalformers im
Bereich des Düseneinlaufs können die Reaktionskräfte des
Kühlkanalformers derart aufgefangen werden, daß die Masse
drallfrei durch den Düsenmund strömt und aus diesem aus
tritt.
Eine geeignete Maßnahme besteht beispielsweise darin, die
Massestrom bedingte Drehbewegung der die Kühlkanäle formen
den Stäbe, d. h. des Kühlkanalformers durch einen Zusatzan
trieb zu unterstützen, wobei die vorteilhafteste Ausgestal
tung eines solchen Zusatzantriebs so aufgebaut sein soll,
daß das zusätzliche Antriebs-Drehmoment gerade so groß ist,
daß es das Reaktions-Gegenmoment kompensiert.
Der Zusatzantrieb kann gemäß einer weiteren Variante der Er
findung, wie sie im Patentanspruch 26 angegeben ist, in vor
teilhafter Weise mit einem Kühlkanalformer kombiniert wer
den, bei dem zumindest ein flexibler Kernstift am Ende einer
in den Düsenmund ragenden Welle sitzt, so daß die Welle in
Abhängigkeit von der gewünschten Steigung der Kanalwendel
kontrolliert in Drehbewegung versetzt wird. Dabei werden die
gleichen, vorstehend erläuterten Vorteile erzielt, da auch
in diesem Fall nicht der gesamte Massen-Strömungsquerschnitt
einem Drall unterworfen wird und der Kanal wiederum im Ur
formprozeß entsteht.
Eine weitere, besonders einfache Möglichkeit, dieses Zusatz-
Antriebsmoment bereitzustellen, ist Gegenstand des Pa
tentanspruchs 4 bzw. des Patentanspruchs 17. Bereits durch
eine dem Drehsinn der Wendel angepaßte Anschrägung der
stromaufgelegenen Stirnseiten der die Kühlkanäle bildenden
Stäbe kann das reibungsbedingte Bremsmoment weitestgehend
kompensiert werden. Dies ist Gegenstand des Patenanspruchs
18.
Wenn der zumindest eine, den zugehörigen, innenliegenden
Kühlkanal formende Stift über den die Verbindung zur Welle
herstellenden Nabenkörper hinaus in stromaufwärtiger Rich
tung verlängert ist, was Gegenstand des Patentanspruchs 14
ist, wird zusätzlich die Einleitung des Biegemoments von
den Stäben in den Nabenkörper sehr günstig, wodurch die Ver
bindungsstelle zwischen Nabenkörper und Stift kürzer gehal
ten werden kann.
Die Einleitung der gleichförmigen Drehbewegung auf die an
der Welle sitzenden Stifte erfolgt hauptsächlich im ersten
Abschnitt, d. h. im eigentlichen Führungsabschnitt des Dü
senmundstücks. Aus diesem Grunde wirkt sich die mit zuneh
mendem Abstand von der Verbindungsstelle zur Welle immer
kleiner werdende Steifigkeit der Drähte nicht auf die Form
genauigkeit der Innenkanäle aus.
Eine weitere oder zusätzliche Maßnahme zum Ausschließen jeg
licher Rotation des austretenden Rohlings - diese könnte in
bestimmten Anwendungsfällen stören - besteht darin, daß zu
mindest in diesem Bereich des Strömungseinlaufs eine Li
nearisierung, d. h. eine axiale Ausrichtung und Stabilisie
rung der Strömung unter Zuhilfenahme einer Strömungsleitflä
chenanordnung durchgeführt wird. Eine vorteilhafte Möglich
keit der Ausbildung einer solchen Strö
mungsleitflächenanordnung ist Gegenstand des Patentanspruchs
31. Hierbei kann beispielsweise eine regelmäßige Axialnutung
Anwendung finden, wobei in vorteilhafter Weise diese Gestal
tung der Innenoberfläche des Düsenmundstücks gleichzeitig
dazu benutzt wird, die sich am Ende der Nabe der Drehwelle
ergebende Querschnittsveränderung zu kompensieren. In diesem
Fall verlaufen dann die Axialnuten lediglich bis zum Ende
der Verbindungsnabe zwischen den Stiften und der Drehwelle.
Mit den Weiterbildungen gemäß den Patentansprüchen 34 bis 37
wird in vorteilhafter Weise verhindert, daß sich bei der
räumlichen Umströmung des Nabenkörpers durch das Reibungs
verhalten von daran befestigten starren oder flexiblen Stif
ten oder Fäden, die entweder durch ihre vorgewendelte Form
oder durch einen kontrollierten Drehantrieb einen Drehimpuls
auf die drallfreie Preßmasse ausüben, eine negative Beein
flussung des Gefüges und der Genauigkeit der Formkörperher
stellung ergibt. Zu diesen negativen Beeinflussungsfaktoren
zählt auch ein Drehimpuls, der nur eine Drallbewegung der
Preßmasse mit geringer radialer Erstreckung zum Düsenmantel
hin auslöst. Um diese, nahe der Drehachse bzw. nahe dem
Teilkreis des zumindest einen Stifts auftretende Drallbewe
gung zu kompensieren bzw. zu eliminieren sind Leiteinrich
tungen von Vorteil, die ebenfalls geringste Abmessungen ha
ben können, wobei der axial angeströmte Querschnitt ähnlich
wie bei einer Strömungsmaschine mit geringem Axialspalt ne
ben dem turbinenartigen Kanalformer, d. h. dem zumindest
einen Stift plaziert wird. Diese Leiteinrichtungen sind vor
zugsweise flossenartig ausgebildet und beispielsweise ein
stückig mit dem Dorn ausgebildet. Sie können jedoch auch
nach Bedarf an diesen Dorn befestigt werden. Die Strömungs
leitflächenanordnungen, die als Drallverhinderungsflächen
wirken, erstrecken sich vorzugsweise nicht über den gesamten
Strömungsquerschnitt, weil die vorstehend genannte Drallbe
wegung in diesem Fall ebenfalls nur eine geringe radiale Er
streckung hat. Es ist jedoch selbstverständlich auch mög
lich, diese Drallverhinderungseinrichtungen über den ge
samten Strömungsquerschnitt wirken zu lassen.
Eine besonders wirksame Einrichtung zur Kompensierung des
vom Kühlkanalformer auf die Preßmasse einwirkenden Dralls
ist Gegenstand des Patentanspruchs 36. In diesem Fall wird
der vom Kühlkanalformer ausgelöste Drallimpuls auf die Preß
masse durch einen in die entgegengesetzte Drallrichtung ein
geleiteten Gegendrall kompensiert. Diese den Drall kompen
sierende Leiteinrichtung kann beispielsweise exakt die Form
des Nabenkörpers haben oder so ausgelegt sein, daß auch die
den Drallimpuls aus lösenden Reibungskräfte der Mittelstifte
kompensiert werden. Dieses in der Strömung liegende Teil, d. h.
dieses Strömungsteil kann dann ebenfalls kontrolliert an
getrieben oder frei gelagert werden und dreht sich entgegen
gesetzt zur Drehrichtung des Kanalformers.
Die Erfindung ist aufgrund ihres Funktionsprinzips für jede
Querschnittsgestaltung des Rohlings aber auch für jede Quer
schnitts- und Lagegestaltung der innenliegenden Kühlkanäle
anwendbar. Besonders einfache, weil symmetrische Verhält
nisse ergeben sich allerdings dann, wenn die Stäbe punktsym
metrisch zu der Achse der Drehwelle angeordnet werden. Mit
der Weiterbildung des Patentanspruchs 29 lassen sich die
Einströmungsverhältnisse der hochviskosen, d. h. plastischen
Masse in das Düsenmundstück bzw. die Anströmverhältnisse der
Wendel-Kernstäbe optimieren.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der üb
rigen Unteransprüche.
Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen Ausfüh
rungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Axialschnitt im Bereich des vor
deren Endes einer Strangpreßdüse zur Erläuterung des
Funktionsprinzips des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform der Strang
preßdüse;
Fig. 3 und 4 Teilschnitte zur Darstellung weiterer Aus
führungsformen der Strangpreßdüse;
Fig. 5 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht einer fünften Aus
führungsform der Strangpreßdüse mit einer modifi
zierten Zuführung einer die Reibungskräfte vermin
dernden Substanz;
Fig. 6 in einem etwas kleineren Maßstab eine weitere Aus
führungsform der Strangpreßdüse mit einer modifi
zierten Leitflächenanordnung zur Drallverminderung
bzw. Drallkompensation;
Fig. 7 den Schnitt VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 eine der Fig. 6 ähnliche Ansicht einer weiteren Aus
führungsform einer Drallverminderungseinrichtung;
Fig. 9 die Ansicht IX in Fig. 8;
Fig. 10 eine der Fig. 6 ähnliche Ansicht einer modifi
zierten Ausgestaltung einer Vorrichtung zur Ver
minderung des auf die Preßmasse ausgeübten
Dralls;
Fig. 11 den Schnitt XI-XI in Fig. 10;
Fig. 12 eine der Fig. 6 ähnliche Ansicht einer weiteren
Ausführungsform einer Strangpreßdüse mit einem
speziellen, drallkompensierenden Strömungsteil;
Fig. 13 den Schnitt XIII-XIII in Fig. 12;
Fig. 14 einen schematischen Axialschnitt im Bereich des
vorderen Endes einer Strangpreßdüse zur Erläute
rung des Funktionsprinzips des Verfahrens nach
dem Hauptpatent;
Fig. 14A den Schnitt entsprechend XIVA-XIVA in Fig. 14;
Fig. 15 eine der Fig. 14 ähnliche, jedoch erweiterte An
sicht der Strangpreßdüse zur Erläuterung des
erfindungsgemäßen Aufbaus des Düsendorns;
Fig. 16 die Schnittansicht entsprechend XVI-XVI in Fig.
15; und
Fig. 17 eine Teil-Schnittdarstellung des Düsenmundstücks
mit einer etwas abgewandelten Kontur der inneren
Mantelfläche.
Nachfolgend wird zunächst auf die Fig. 14 bis 17 Bezug
genommen, um das dem Verfahren zugrundeliegende Prinzip der
Kühlkanalausformung im Urformprozeß verdeutlichen zu können.
In Fig. 14 ist mit dem Bezugszeichen 10 ein Strangpreßwerk
zeug bezeichnet, das gemäß Fig. 14 von rechts nach links von
einer hochviskosen, plastifizierten metallischen oder kera
mischen Masse 12 durchströmt wird. Mit 14 ist ein Düsenmund
stück bezeichnet, das entweder einstückig mit einem Düsen
trägerteil 16 ausgebildet ist, oder auswechselbar an letzte
rem gehalten ist. Das Düsenmundstück 14 und/oder das Düsen
trägerteil sind vorzugsweise austauschbar im Strangpreßwerk
zeug 10 fixiert.
Die Strangpreßdüse hat zwei Abschnitte, nämlich einen Düsen
mund DM und einen Düsen-Einlaufbereich DE, in dem die pla
stische Masse 12 trichterförmig in den Düsenmund geleitet
wird. Im Zentrum des Düseneinlaufbereichs DE ist ein Düsen
dorn 18 vorgesehen, der später anhand der Fig. 15 näher be
schrieben wird und an seiner stromabwärtigen Seite eine ko
nische Oberfläche 20 hat, so daß zwischen dem Düsendorn 18
und dem Düsenträgerteil 16 ein Ringraum 22 gebildet wird,
der in den Düsenmund DM mündet.
Das Strangpreßwerkzeug 10 bzw. die Strangpreßdüse 14, 16
dient zur kontinuierlichen Extrusion von zylindrischen stab
förmigen Formkörpern 24 mit zumindest einem, innenliegenden
und wendelförmig, links- oder längsgängig verlaufenden Kanal
26. Solche Rohlinge werden beispielsweise bei der Herstel
lung von Bohrwerkzeugen benötigt, wobei sich in diesem Fall
an den Extrusionsprozeß zunächst ein Trocknungs- bzw. Vor
sinterungsprozeß anschließt, bevor die entsprechend abge
lenkten Rohling-Stäbe dem eigentlichen Sinterprozeß unter
worfen werden. Die fertig gesinterten Rohlinge werden dann
regelmäßig spanend bearbeitet, indem in die Außenoberfläche
der Rohlinge zumindest eine wendelförmige Spannut einge
schliffen wird. Da der Verlauf der innenliegenden Kühlkanäle
26 bei der spanenden Bearbeitung nicht überwacht werden
kann, ist es erforderlich, den Rohling 24 so herzustellen,
daß im Bereich des Innenkanals 26 möglichst geringe Toleran
zen hinsichtlich Querschnitt, Teilkreisdurchmesser und Ex
zentrizität des Teilkreises zur Achse 28 auftreten, und zwar
in jedem Radialschnitt des Rohlings, was ferner die genaue
Einhaltung einer vorbestimmten Wendelsteigung WS voraus
setzt. Andernfalls kann der Fall eintreten, daß insbesondere
beim Einschleifen von Spannuten in längere gesinterte
Rohlinge die Nut dem Innenkanal zu nahe kommt, was entweder
zu Festigkeitseinbußen oder aber dazu führt, daß der gesamte
Rohling nicht mehr brauchbar ist. Dieses vorstehend ange
sprochene Problem tritt unabhängig davon auf, wieviel innen
liegende Kühl- bzw. Spülmittelkanäle im Bohrer ausgebildet
werden und welche Formgebung diese Kanäle haben, wobei als
weiterer Gesichtspunkt bei der Herstellung von metallischen
oder keramischen Rohlingen zu berücksichtigen ist, daß die
Rohlinge in der Trocknungs- und/oder Sinterphase teilweise
erheblichen Schrumpfungen unterliegen, die regelmäßig gefü
geabhängig ablaufen. Es kommt deshalb darauf an, bei der Ex
trusion der plastifizierten Hartmetall- oder Keramikmasse
Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, daß der extru
dierte Rohling nicht nur mit großer Maßgenauigkeit, sondern
auch mit einem Höchstmaß an Homogenität des Gefüges über den
Querschnitt herstellbar ist. Zu diesem Zweck ist das Strang
preßwerkzeug wie folgt aufgebaut:
Im Zentrum des Düsendorns 18 ist eine Welle 30 drehbar gela
gert. Die Welle 30 erstreckt sich über das vordere Ende 32
des Düsendorns 18 hinaus bis in den Düsenmund DM hinein und
trägt am stromabwärtigen Ende einen plattenförmigen Naben
körper 34 (siehe auch Fig. 16), der über seine radial außen
liegenden Seitenflächen 36, 38 fest mit jeweils einem wen
delförmig vorverdrillten Stift bzw. Kernstift 40, 42 verbun
den ist. Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen sind zwei
solcher Stifte 40, 42 vorgesehen, die punktsymmetrisch zur
Achse 44 der Welle 30 und damit des Nabenkörpers 34 liegen.
Es soll jedoch an dieser Stelle hervorgehoben werden, daß
die Erfindung nicht auf eine solche Anzahl und Anordnung der
Stifte beschränkt ist. Es ist gleichermaßen möglich, entwe
der nur einen Stift, oder aber mehrere Stifte mit gleich
mäßiger Umfangsverteilung oder aber mit ungleichmäßiger Um
fangsverteilung an einer Nabe zu befestigen, wobei auch die
Einzelquerschnitte der Stifte voneinander abweichen können.
Es ist gleichermaßen möglich, die Stifte auf unterschiedli
chen Teilkreisen anzuordnen, wobei sogar die Achsen und/oder
der Drehsinn der Stifte differieren können.
Die wendelförmig vorverdrillten Stifte 40, 42 haben exakt
die Steigung, die der extrudierte Rohling 24 aufweist. Das
Maß der Steigung WS wird unter Berücksichtigung der zu er
wartenden Sinterschrumpfung festgelegt, ebenso wie der Teil
kreisdurchmesser TKD. Die Wendelachse 28 fällt mit der Achse
44 der Welle 30 zusammen, so daß sich der Querschnitt des
Stiftes 40, 42 bei Drehung der Welle 30 stets auf dem Teil
kreis 46 bewegt. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, die
Stifte 40, 42 exakt ausgerichtet an den Seitenflächen 36, 38
des Nabenkörpers 34 zu befestigen, was vorzugsweise über
eine Schweiß- oder Lötverbindung geschieht. Als Material für
die Stifte 40, 42 wird ein Werkstoff mit großem E-Modul, wie
z. B. Stahl, Hartmetall oder ein Keramikwerkstoff verwendet.
Bei der gezeigten Ausführungsform haben die Stifte 40, 42 im
wesentlichen die Länge einer halben Wendelsteigung WS/2 und
die Anordnung ist derart getroffen, daß sich die Stifte 40,
42 zumindest bis zur Stirnseite 48 des Düsenmundstücks 14
erstrecken, so daß die von den Stäben 40, 42 beim Extru
sionsvorgang gebildeten Innenkanäle 26 außerhalb der Düse
ihre Form und Lage beibehalten.
Der Nabenkörper 34 sitzt beim gezeigten Ausführungsbeispiel
im Düsenmund DM, so daß er einen vorbestimmten Axialabstand
AX vom vorderen Ende 32 des Düsendorns 18 hat. Dieser Axial
abstand AX ist vorzugsweise einstellbar, um die Anströmver
hältnisse des Düsenmundes DM und damit des zumindest einen
Stiftes 40, 42 beeinflussen zu können.
Wie durch die Pfeile 50 in Fig. 14 angedeutet, werden die
Stifte 40, 42 definiert, und im Bereich des Düsenmundes DM
axial angeströmt. Die Strömung trifft damit unter dem durch
die Steigung WS und den Teilkreisdurchmesser TKD bestimmten
Winkel PHI auf die Stifte 40, 42. Da diese über den Naben
körper 34 und die Welle 30 um die Achse 28 der Wendel, näm
lich um die Achse 44 drehbar im Düsenmund DM fixiert sind,
werden die Drähte 40, 42 beim Durchtritt der plastischen
Masse 12 durch den Düsenmund in eine kontinuierliche, der
Steigung der Wendel der vorgeformten Stifte entsprechende
Drehbewegung mit der Winkelgeschwindigkeit OMEGA versetzt.
Die durch die Anstellung der wendelförmigen Stifte zur Strö
mungsrichtung hervorgerufenen, in Umfangsrichtung wirkenden
Kraftkomponenten summieren sich über die Länge der Stifte
40, 42 auf. Die Anordnung aus Welle 30, Nabenkörper 34 und
zumindest einem wendelförmig verdrilltem Stift 40, 42 wird
deshalb eine durch die Strömungsgeschwindigkeit vorgegebene
gleichmäßige Rotationsbewegung ausführen, wobei die Biegebe
anspruchung der Stifte 40, 42 verhältnismäßig klein gehalten
wird. Die Stifte 40, 42 fungieren auf diese Weise nach dem
Prinzip einer axial durchströmten Turbine mit der Abtriebs
welle 30, wobei allerdings das Medium nicht von einer
idealen, inkompressiblen Flüssigkeit, sondern von einer
hochviskosen und zu einem gewissen Grade elastischen Masse
gebildet ist.
Da sich der Nabenkörper 34 mit den Befestigungsstellen 36,
38 im Bereich des Düsenmundes DM befindet, sind bei der ge
zeigten Ausführungsform besondere Maßnahmen ergriffen, um
die Strömungs- und Druckverhältnisse im Düsenmund DM zu kon
trollieren. Der Düsenmund ist grundsätzlich in zwei Berei
che, nämlich einen Düsenmund-Eintrittsbereich DME und einen
reinen Düsenmund-Strömungsbereich DMS unterteilt. Im Ab
schnitt DMS hat der Düsenmund einen vorbestimmten, im we
sentlichen gleichbleibenden Querschnitt, durch den die Strö
mungsgeschwindigkeit kontrollierbar ist. Wenn sich im Be
reich DMS der Querschnitt nicht ändert, kann in erster Nähe
rung auch eine konstante Strömungsgeschwindigkeit in diesem
Bereich angenommen werden. Im Bereich DME kommt es darauf
an, den effektiv zur Verfügung gestellten Durchströ
mungsquerschnitt zumindest über die axiale Länge des Be
reichs DME, vorzugsweise jedoch über die gesamte axiale
Länge des Düsenmundes DM im wesentlichen konstant zu halten.
Zu diesem Zweck ist der Durchmesser im Bereich DME im Ver
gleich zum Abschnitt DMS gerade um ein Maß M angehoben, daß
die von den beiden Durchmessern der Bereiche DMS und DME de
finierte Ringfläche in etwa so groß wird wie die in Fig. 16
erkennbaren Querschnittsflächen der Welle 30 und der Radial
schnittfläche des Nabenkörpers 34 unter Einbeziehung der
Verbindungsstellen 52. Durch geeignete Gestaltung der Über
gänge zwischen den Innenmantelflächen im Bereich DME und DMS
können übermäßige Druckschwankungen in der Masse 12 beim
Durchströmen des Düsenmundes DM ausgeschaltet werden. Insbe
sondere wird durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Dü
senmundes DM gerade im Übergangsbereich zwischen den Ab
schnitten DME und DMS ein zu starker Druckabfall verhindert,
so daß mit Sicherheit dafür gesorgt wird, daß im Abschnitt
DMS ein ausreichender Druck zum Schließen des Querschnitts
vorherrscht.
Aus den Figuren sind einige mögliche Gestaltungen der strom
auf und/oder stromabwärts liegenden Kanten 54 bzw. 56 des
Nabenkörpers 34 angedeutet. Die gezeigten Verläufe dieser
Kanten sind nur beispielhaft und können selbstverständlich
innerhalb weiter Grenzen variiert werden, um die Strömungs-
und Druckverhältnisse in diesem Bereich entsprechend zu be
einflussen bzw. zu kontrollieren. Mit strichpunktierten Li
nien ist eine alternative Gestaltung einer Kante 156 auf der
stromab gelegenen Seite angedeutet. Mit solchen Gestaltungen
lassen sich die Strömungsverhältnisse beliebig beeinflussen.
Bei der axialen Anströmung des Nabenkörpers 34 und der
Stifte 40, 42 entstehen auch in axialer Richtung wirkende
Reaktionskräfte, die von der Welle 30 aufgenommen werden
müssen. Zu diesem Zweck ist der Welle 30 nicht nur eine Ra
diallagerung 58, sondern auch ein Axiallager 60 zugeordnet,
das nachfolgend anhand der Fig. 15 näher erläutert werden
soll. Ansonsten entspricht die Ausführungsform gemäß Fig. 15
im wesentlichen derjenigen gemäß Fig. 14, so daß für die
vergleichbaren Komponenten auch gleiche Bezugszeichen ver
wendet werden.
Das Axiallager 60 ist von einem Wälz-, vorzugsweise einem
Nadellager gebildet, dessen Nadeln 62 auf Laufflächen 64, 66
in Form von Stützscheiben abwälzen. Die Scheiben sind auf
die Welle 30 auf gefädelt. Eine der Scheiben, nämlich die
Scheibe 64 stützt sich flächig an einer Stirnseite 68 eines
Dorneinsatzes 70 ab, der in einen Zentralkörper 72 eines
ringförmigen Düseneinsatzes 74 geschraubt ist. Zwischen dem
Zentralkörper 72 und dem Montage-Außenring 76 des Düsenein
satzes sind vorzugsweise in gleichmäßigem Umfangsabstand zu
einander stehend schmale Rippen 78 vorgesehen, vorzugsweise
einstückig mit dem Außenring 76 verbunden. Mit 80 sind
Dichtungen bzw. Dichtungspakete zwischen dem Dorneinsatz 70
und dem Zentralkörper 72 bezeichnet. Die zweite Laufscheibe
66 auf der anderen Seite der Nadeln 62 wird durch eine
Druckscheibe 82 abgestützt, die durch eine Lager-Einstell
mutter 84 ihrerseits an der Welle 30 abgestützt ist. Ein mit 86
bezeichneter Stopfen kann aus dem Düsendorn-Zentralkörper
72 entfernt werden, um das Lager zu schmieren.
Mit dem Bezugszeichen 88 ist eine Spaltdichtung bezeichnet,
die sich zur wirksamen Dichtung der Lager 58 und 60 gegen
die Masse 12 als vollkommen ausreichend erwiesen hat. Zu
sätzlich kann noch hinter der Spaltdichtung ein O-Ring vor
gesehen sein.
Der vorstehend beschriebene Aufbau der Lagerung des drehba
ren Kühlkanalformers eröffnet die Möglichkeit, den Strang
preßkopf innerhalb kürzester Zeit umzurüsten, indem bei
spielsweise der gesamte Dornansatz 70 mit vormontiertem La
ger 60 ausgetauscht wird.
Die in Fig. 15 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich
hinsichtlich der Gestaltung des Kanalformers in Form der
wendelförmig vorverdrillten Drähte bzw. Stäbe 40, 42 nicht
von der Ausführungsform gemäß Fig. 14. Allerdings ist der
Übergang der Stifte bzw. Drähte 40, 42 zur Welle etwas an
ders gelöst:
In diesem Fall hat die Welle 30 an ihrem stromabwärtigen
Ende eine Verdickung 134, und die Stifte 40, 42 sind über
eine Löt- oder Schweißverbindung bzw. eine entsprechende
Verbindung an die Welle 30 angeschlossen. Es hat sich ge
zeigt, daß es selbst mit dieser Anordnung gelingt, bei An
wendung des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfin
dungsgemäßen Strangpreßvorrichtung ein sehr homogenes Gefüge
des extrudierten Rohlings am Austritt des Düsenmundes DM
sicherzustellen.
Selbstverständlich ist es möglich, im Bereich der Wellenver
dickung 134 Maßnahmen zu ergreifen, um den Strömungswider
stand des Befestigungsabschnitts so minimal wie möglich zu
halten. Dies soll durch die Schnittdarstellung gemäß Fig. 17
verdeutlicht werden. Der mit 234 bezeichnete Steg ist im
Querschnitt sehr schmal gehalten und vorzugsweise ebenfalls
zu beiden Seiten der Achse von einer Wendelfläche gebildet,
so daß sich bei der kontinuierlichen Drehbewegung des Kühlka
nalformers 40, 42 möglichst geringe Strömungswiderstände er
geben. Die axiale Länge des Verbindungsabschnitts zwischen
den Drähten 40, 42 und dem Nabenkörper 34 bzw. 134 oder 234
kann verhältnismäßig kurz ausgebildet sein, da die Stifte
bzw. Drähte 40, 42 bei der Drehung durch die Masse 12 ledig
lich hauptsächlich auf Zug und geringfügig - ähnlich einer
Schraubenfeder - auf Torsion beansprucht werden.
Die vorstehend beschriebene Strangpreßvorrichtung funktio
niert wie folgt:
Die hochviskose Masse 12 tritt aus dem Ringraum 22 über eine
kurze Einlaufstrecke über die axiale Distanz AX in den Ein
laufbereich des Düsenmundstücks DME in axialer Richtung ein
und versetzt den aus den Stäben bzw. Drähten 40, dem Naben
körper 34 bzw. 134 bzw. 234 sowie der Welle 30 bestehenden
Kühlkanalformer aufgrund des Anströmwinkels PHI in eine kon
tinuierliche, der Steigung WS der Stiftwendel entsprechende
Drehbewegung. Die Lage der Wendel im Düsenmund DM und die
Steigung der Wendel WS entspricht exakt der Lage und der
Steigung der Wendel des in den Rohling eingeformten Kühlka
nals. Es erfolgt dementsprechend bei der Durchströmung des
Düsenmundes DM im Gegensatz zu allen herkömmlichen ver
gleichbaren Extrusionsverfahren keine plastische Verformung
der durchtretenden Masse, sondern vielmehr die Ausbildung
der innenliegenden, wendelförmigen Kühlkanäle in einem Ur
formprozeß. Die Stäbe 40, 42 werden dabei hauptsächlich auf
Zug beansprucht. Gleiches gilt für die Beanspruchung der
Welle 30, die somit mit einem verhältnismäßig kleinen Durch
messer ausgebildet werden kann.
Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist
der Mantel 90 der zylindrischen Innenausnehmung des Düsen
mundes DM glatt ausgebildet, und zwar auch im Bereich des
Düsenmundstück-Einlauf s DME. Bei einer solchen glatten Aus
führung und für den Fall, daß der Querschnitt des Düsenmun
des DM eine Kreisform hat, führen die - zwar geringen -
Reibmomente, hervorgerufen durch die angeströmte Oberfläche
der gewendelten Stifte 40, 42 und der Lager-Reibkräfte dazu,
daß der Rohling 24 mit einer leichten Rotation um die Achse
44 austritt. Die Maßhaltigkeit der mit dem Kühlkanalformer
eingeformten Innenkanäle wird dadurch nicht beeinflußt, in
manchen Anwendungsfällen kann allerdings diese Eigenrotation
unerwünscht sein. Zur Ausschaltung dieser Eigenrotation kön
nen deshalb verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:
Eine - in den Figuren nicht näher dargestellte - Maßnahme
besteht darin, der Welle 30 einen Zusatzantrieb zuzuordnen,
der ein gerade so großes, zusätzliches Drehmoment auf die
Welle 30 aufbringt, das zur Deckung der Reaktionsmomente
ausreicht.
Eine weitere, in Fig. 14 gezeigte Maßnahme besteht darin,
die stromauf gelegenen Stirnseiten 92 der Stifte 40, 42 mit
einer solchen Anschrägung zu versehen, daß durch die Anströ
mung ein zusätzliches Drehmoment auf den Kühlkanalformer
aufgebracht wird.
Schließlich ist eine weitere Möglichkeit in Fig. 15 mit
strichpunktierten Linien angedeutet. Diese besteht darin,
die Drähte 40, 42 stromauf des Nabenkörpers 134 mit einem
Verlängerungsabschnitt 140, 142 zu versehen und diesen Ver
längerungsabschnitt mit einer von der Soll-Wendelsteigung im
Rohling abweichenden Wendelsteigung in der Weise zu verse
hen, daß die die Fortsätze 140, 142 anströmende Masse 12 das
das Reaktionsmoment deckende zusätzliche Drehmoment auf den
Kühlkanalformer aufbringt.
Schließlich ist es auch möglich, im Bereich des Düsenmundes
DM Strömungsleitflächen vorzusehen, die die Strömung der
Masse 12 im Düsenmund axial ausrichten, d. h. linearisieren
helfen. Derartige Strömungsleitflächen können beispielsweise
im Einlaufbereich DME, aber auch im übrigen Bereich des Dü
senmundes DM vorgesehen werden. In Fig. 17 ist eine derar
tige Strömungsleitflächenanordnung in Form einer Innenver
zahnung 94 angedeutet. Wenn die Innenverzahnung 94 auf den
Düsenmund-Eintrittsbereich DME beschränkt wird, ist es von
Vorteil, die Verzahnung so zu wählen, daß die über den
Durchmesser 98 hinausstehenden Verzahnungsquerschnitte 96
über den Umfang auf summiert gerade die Summe der Quer
schnitte der Welle und der Nabe 134 bzw. 234 ausmacht.
Selbstverständlich sind Abweichungen von der zuvor beschrie
benen Ausführungsform möglich, ohne den Grundgedanken der
Erfindung zu verlassen, der darin besteht, eine plastische
Verformung der Masse 12 im Düsenmund DM dadurch aus zu
schließen, daß ein Kühlkanalformer mit einer starren Verbin
dung zwischen wendelförmig vorverdrillten Stäben 40, 42 und
einer drehbar gelagerten Welle 30 mit einer vorbestimmten
Relativ-Drehbewegung durch die im Düsenmund strömende Masse
bewegt wird. Auf diese Weise ist das erfindungsgemäße Her
stellungsverfahren für alle möglichen Querschnitte anwend
bar, was in Fig. 14A beispielsweise mit gestrichelten Linien
durch die Querschnittsbegrenzung 100 angedeutet ist. Die
Achse des Kühlkanalformers kann auf diese Weise auch belie
big innerhalb des Querschnitts des Düsenmundes DM angeordnet
werden. Aufgrund des erfindungsgemäßen Aufbaus existieren in
einem weiten Bereich keine Abhängigkeiten zwischen der Di
mension, beispielsweise dem Durchmesser des Rohlings, dem
Grad der Plastifizierung und den Strangpreß-Parametern, wie
z. B. der Strangpreßgeschwindigkeit. Die auf die exakte, im
Rohling angestrebte Wendelsteigung vorverdrallten Stäbe müs
sen dementsprechend - entgegen dem Stand der Technik - nicht
mehr durch aufwendige Vorversuche überverdrallt werden, um
im Rohling die gewünschte Steigung und Lage des Innenkanals
zu erzielen. Die Masse 12 wird beim Durchströmen des Düsen
mundes DM keiner Verformungsarbeit unterzogen und die beweg
ten Bauteile des Innenkanalformers werden mechanisch ver
hältnismäßig gering beansprucht, da die vom Kühlkanalformer
beanspruchten Querschnittsflächen im Vergleich zu der ge
samten Durchtrittsfläche des Düsenmundes DM verhältnismäßig
klein ist.
Wenngleich der Düsenmund DM bei der vorstehend beschriebenen
Vorrichtung in etwa so lang wie die halbe Wendelsteigung WS
ausgebildet ist, ist hervorzuheben, daß der Düsenmund DM im
Vergleich zur Wendelsteigung auch verkürzt sein kann, wobei
dann aber auch die Drähte entsprechend verkürzt werden, so
daß sie wiederum im Bereich des Düsenaustritts enden. Auch
ist es möglich, anstelle der vorstehend beschriebenen punkt
symmetrischen Anordnung der Stäbe 40, 42 im Vergleich zur
Achse 44 bzw. 28 eine andere Anordnung zu wählen, wobei es
sogar möglich ist, auf verschiedenen Seiten der Achse mit
unterschiedlichen Querschnitten der Stäbe bzw. Drähte zu ar
beiten.
Um die Lagegenauigkeit der innenliegenden Kühlkanäle und die
Homogenität des Gefüges des extrudierten Rohlings bei
gleichzeitiger Anhebung der Reproduzierbarkeit zu verbes
sern, werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1
bis 13 weitere Ausführungsformen von Strangpreßdüsen ge
zeigt. Die Geometrie der Strangpreßdüse dieser weiteren Vari
anten entspricht weitestgehend derjenigen der zuvor be
schriebenen Ausführungsformen. Für vergleichbare Bauteile
werden deshalb Bezugszeichen verwendet, die den zuvor verge
benen Bezugszeichen entsprechen, denen allerdings weitere
Ziffern "3" bis "9" vorangestellt sind.
Hinsichtlich der Geometrie unterscheidet sich der Kühlkanal
former gemäß Fig. 1 nur unwesentlich von demjenigen gemäß
Fig. 14. Die wendelförmig vorverdrillten Stifte 340, 342
sind über Stege 392 an einer Welle 330 befestigt. Die Beson
derheit besteht darin, daß die im Düsendorn 318 gelagerte
Welle 330 mit einer Innenbohrung 331 ausgestattet ist und
daß auch die Stege 392 mit Radialbohrungen 393 versehen
sind, die bei 395 an der Oberfläche der Stifte 340, 342 aus
treten. Die Innenbohrung 331 und die Radialbohrungen 393
bilden einen Strömungspfad für die Zuführung einer die Rei
bungskraft zwischen Preßmasse und Stifte 340, 342 vermin
dernden Substanz, beispielsweise eines Fluids, vorzugsweise
einer reibungsmindernden Flüssigkeit oder flüssigkeitsähnli
chen Substanz. Die Zuführung ist mit dem Pfeil 397 angedeu
tet und sie erfolgt vorzugsweise unter Druck. Als eine sol
che reibungsmindernde Flüssigkeit oder flüssigkeitsähnliche
Substanz kann beispielsweise das Plastifizierungsmittel der
Preßmasse herangezogen werden. Diese Substanz tritt bei 395
(es können auch über den Umfang und auch in Längsrichtung
der Stifte 340, 342 eine Vielzahl solcher Radialkanäle vor
gesehen sein) aus und strömt entlang der Oberfläche der
Stifte 340, 342 entlang, wobei die gesamte Oberfläche der
Stifte benetzt wird. Hierdurch ergibt sich eine stark ver
minderte Reibung zwischen Stifte 340, 342 und der Preßmasse,
was wiederum zu kleinsten Reaktionskräften zwischen Preß
masse und den Stiften führt. Auf diese Weise kann der Quer
schnitt der Stege 392 und der Welle 330 verringert werden,
wodurch auch die Reaktionskräfte zwischen den Stiftträgern
und der Preßmasse reduziert werden. Die Summe der somit ra
dial auf die Preßmasse einwirkenden Kräfte wird durch diese
erfindungsgemäßen Weiterbildungen so klein, daß diese nicht
mehr in der Lage sind, den Preßmassestrom entweder örtlich
oder über den Querschnitt so zu beeinflussen, daß eine
Drallbewegung aufgezwungen wird. Dies ist darauf zurückzu
führen, daß die inneren und äußeren Zusammenhaltkräfte der
Preßmasse größer sind als diese Reaktionskraft. Es ergibt
sich der weitere Nebeneffekt, daß durch die vollständige Be
netzung der Stifte 340, 342 mit der reibungsvermindernden
Flüssigkeit bzw. mit dem reibungsvermindernden Fluid den
Verschleiß der Stifte quasi eliminiert.
Fig. 2 zeigt eine Variante des Strangpreßwerkzeugs, bei dem
abweichend von der Darstellung nach Fig. 1 keine starren,
vorverwendelten Stifte, sondern flexible Stifte 440, 442
verwendet sind, die an einer gabelartigen Verzweigung 492
einer. Antriebswelle 430 festgelegt sind. Die Welle 430 und
auch die Gabel 492 sind hohl ausgebildet, so daß - wie mit
dem Pfeil 497 angedeutet - auch hier ein die Reibungskraft
verminderndes Fluid durch eine Innenbohrung 431 in der Welle
430 in die gabelartige Verzweigung 492 eingeleitet und dort
an die flexiblen Stifte 440, 442 weitergegeben werden kann.
Im Unterschied zur Ausgestaltung nach Fig. 1 sind folglich
die Stifte flexibel und sie werden aktiv über die Welle 430
angetrieben. Um den drallfreien Austritt des Preßstrangs
überwachen zu können, ist am Austritt der Düse ein Reibrad
441 vorgesehen, das mit einer nicht näher dargestellten Weg
meßvorrichtung ausgestattet ist.
Beiden Ausführungsformen gemeinsam ist, daß sich durch das
an die Stifte oder Fäden zugeführte Fluid eine quasi hydro
statische Lagerung der Stifte oder Fäden in der Preßmasse
ergibt, wodurch der Störgrößeneinfluß drastisch verringert
wird.
In den Fig. 3 und 4 sind Varianten der Aufhängung für die
Stifte 440, 442 gezeigt. Man erkennt insbesondere bei der
Ausgestaltung nach Fig. 3 Mündungsöffnungen 495, die über
den Umfang und in Längsrichtung der Stifte 440, 442 verteilt
sind, um einen gleichmäßigen Austritt des bei 497 eingespei
sten Fluids zur Verminderung der Reibungskräfte zu gewähr
leisten. Die gabelartige Verzweigung 492 bei der Ausgestal
tung in Fig. 2 ist bei der Variante nach Fig. 3 durch einen
Diametralsteg 492′ ersetzt, der eine Innenbohrung 493′ hat.
Die Variante nach der Fig. 4 ist besonders vorteilhaft ein
zusetzen, wenn ein fadenförmiges Band 441′′ an der Welle
430′′ befestigt wird. Die Welle 430′′ ist wiederum hohl aus
gebildet und sie trägt an ihrem dem Düsenmund zugewandten
Ende ein Gabelstück 492′′, in das der Faden bzw. eine Schnur
441′′ eingehängt ist. Die Stelle, an der die reibungsmin
dernde Substanz vom Gabelstück 492′′ austritt, ist mit A be
zeichnet.
Bei den unter Bezug auf die Fig. 1 bis 4 beschriebene
Ausführungsformen liegt eine Benetzung der den Innenkanal
bildenden Komponenten ausschließlich im Bereich der Stifte
vor. Fig. 5 zeigt eine Variante, bei der sämtliche Bauteile
des Kühlkanalformers stromab des Düsendorns 518 mit der die
Reibkraft vermindernden Substanz benetzt sind. Zu diesem
Zweck bildet der Düsendorn 518 an seinem vorderen Ende eine
Wellenlagerung 519 aus. Vor dieser Wellenlagerung 519 ist
eine im Durchmesser größere Bohrung 521 vorgesehen, die die
Welle 530 umgibt, die bei dieser Ausführungsform als Voll
welle ausgebildet werden kann. Die Welle 530 kann angetrie
ben sein oder frei drehbar im Düsendorn 18 gelagert sein.
Die Stifte 540, 542 können starr oder flexibel sein.
Der Raum zwischen der Welle 530 und der Innenbohrung 521 ist
mit dem die Reibungskraft vermindernden Fluid, vorzugsweise
der Flüssigkeit gefüllt, die wiederum vorzugsweise unter
Druck zugeführt wird, was mit dem Pfeil 597 angedeutet ist.
Der Vorzug dieser Ausführungsform besteht darin, daß die Zu
führung dieses Fluids durch die Wellenlagerung 519 erfolgt,
die damit in vorteilhafter Weise als hydrostatische Lagerung
ausgeführt werden kann. Es ist demgemäß bei dieser Ausge
staltung die gesamte Oberfläche des Kühlkanalformers stromab
des Düsendorns 518 mit der reibungsvermindernden Substanz
benetzt, wodurch die Querschnitte der Welle 530, des gabel
förmigen Halterungsteils 592 auf ein Minimum beschränkt wer
den können. Mit den Punkten 595 ist angedeutet, daß die rei
bungsvermindernde Flüssigkeit entlang der Stifte 540, 542
einen hydrostatischen Tragfilm an den gesamten stromab des
Düsendorns befindlichen Oberflächen des Kühlkanalformers
ausbildet. Die Flüssigkeit tritt ausschließlich über die
dann eingeformten Kanäle aus. Die in Fig. 5 gezeigte Vari
ante hat den Vorteil, daß der Nabenkörper 592 mit einem
kleinstmöglichen und sehr strömungsgünstig auszulegenden
Querschnitt ausgestattet werden kann.
Die Ausgestaltungen nach den Fig. 6 folgende haben zum
Ziel, den durch die Umströmung des Kühlkanalformers auf die
Preßmasse ausgeübten Drehimpuls zu minimieren bzw. zu kom
pensieren. Abweichend von der Ausgestaltung nach Fig. 17
sind bei diesen Ausführungsformen Strömungsleitflächenanord
nungen vorgesehen, die auch den Drehimpuls kompensieren kön
nen, der nur eine Drallbewegung der Preßmasse mit geringer
radialer Erstreckung zum Düsenmantel hin auslöst. Zu diesem
Zweck sind am Düsendorn 618 parallel zur Achse der Strang
preßdüse ausgerichtete Leitflächenkörper 641, 643 befestigt,
die sich nahe an die stromauf gelegenen Enden der Stifte
640, 642 erstrecken und Abflachungen 647, 645 an ihren vor
deren Bereichen haben. Die Leitflächenkörper sind dement
sprechend flossenartig ausgebildet und sie enden mit sehr
geringem Spalt SP stromauf der ähnlich einer Turbine fungie
renden Stifte 640, 642. Die Leitkörper 643, 641 wirken wie
ein Leitapparat einer Strömungsmaschine, bei der an der ent
scheidenden Stelle eine Drallkompensation stattfindet.
Eine erste Variante dieser Drallverhinderungseinrichtung ist
in den Fig. 8 und 9 gezeigt. Unterschiedlich zu den vor
stehend beschriebenen Varianten ist bei dieser Ausgestaltung
die Schnittstelle zwischen Strömungsleitstift 741, 743 und
den turbinenartigen Stiften 740, 742. Mit anderen Worten
ausgedrückt, der Spalt SP ist hier in Strömungsrichtung an
gestellt. Man erkennt am besten aus der Darstellung gemäß
Fig. 9, daß der am Düsendorn 718 befestigte Strömungsleit
stift 741, 743 am stromab gelegenen Ende eine Abflachung
745, 747 ausbildet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 und 11 sind andere
Strömungsleitflächenanordnungen vorgesehen, die mit 841 und
843 bezeichnet sind. Abweichend von den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen sind diese Strömungsleitflächen von
plattenartigen Körpern gebildet, die den gesamten Strömungs
querschnitt erfassen. In Übereinstimmung mit den zuvor be
schriebenen Ausgestaltungen nach den Fig. 6 bis 9 ist
wiederum für jeden Stift, der einen innenliegenden Kanal
formen soll eine Strömungsleitfläche 841, 843 vorhanden, wo
bei sich das stromab gelegene Ende der Strömungsleitflächen
841, 843 möglichst nahe an das stromauf gelegene Ende der
Stifte 840, 842 hin erstreckt.
Schließlich soll unter Bezugnahme auf die Fig. 12 noch eine
weitere Variante für eine den Drall kompensierende Leitein
richtung beschrieben werden. Bei dieser Ausgestaltung der
Strangpreßdüse ist wiederum eine Einrichtung zur Minimierung
der Reibungskräfte zwischen Preßmasse und Kühlkanalformer
vorhanden, während bei den Ausgestaltungen nach den Fig.
6 bis 11 eine solche Einrichtung fehlte. Es soll an dieser
Stelle hervorgehoben werden, daß die Drallkompensationsein
richtung selbstverständlich unabhängig davon den vorteilhaf
ten Effekt erzielen kann, ob eine solche, die Reibkraft ver
mindernde Umspülung der Kühlkanalformerflächen mit reibungs
verminderndem Fluid stattfindet oder nicht.
In diesem Fall ist die die Stifte 940, 942 über einen Steg
292 tragende Welle 930 in einer Außenwelle 935 geführt, die
im Düsendorn 918 gelagert ist. Die Außenwelle 935 ragt wie
auch die anderen Strömungsleitflächenanordnungen der Ausfüh
rungsformen nach den Fig. 6 bis 11 in das Düsenmundstück
DM hinein und trägt in geringem axialen Abstand AX vom
stromauf gelegenen Ende der Stifte 940, 942 ein Strömungs
teil 937, das im wesentlichen die gleiche Querschnittsge
staltung wie der Steg 992 hat, jedoch wie durch den Pfeil G
angedeutet ist, in der entgegengesetzten Richtung angetrie
ben wird wie der Kühlkanalformer 940, 942 (Teil K). Der
Querschnitt des den Drall kompensierenden Strömungsleitteils
937 kann auch dahingehend optimiert werden, daß gleichzeitig
auch die den Drallimpuls aus lösenden Reibungskräfte der Mit
telstifte kompensiert werden. Das Strömungsteil 937 wird
vorzugsweise kontrolliert angetrieben. Es kann jedoch auch
frei gelagert werden, wobei die Anstellung der Strömungs
teilflächen so ist, daß eine gegensinnige Drehbewegung
(Drehrichtung G) zur Drehbewegung des Kühlkanalformers
(Drehrichtung K) induziert wird.
Die Erfindung schafft somit ein Verfahren zur kontinuierli
chen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest ei
nem, vorzugsweise mehreren über den Umfang gleichmäßig ver
teilten innenliegenden und wendelförmig verlaufenden Kanälen
vorbestimmten Querschnitts. Dieses Verfahren wird insbeson
dere bei der Herstellung eines Sintermetall- oder Keramik-
Rohlings verwendet, wobei die den Rohling bildende, plasti
sche Masse aus einem Düsenmundstück herausgepreßt wird, in
dem die Masse entlang der Achse des wendelförmig verdrillten,
an einem Düsendorn gehaltenen Stiftes strömt. Zur Vereinfa
chung des Verfahrens und zur weitestgehenden Eliminierung
der Abhängigkeit des Extrusionsergebnisses von den Parame
tern des Extrusionsvorgangs wird im Düsenmund ein drehbar
gelagerter Kühlkanalformer vorgesehen, der zumindest einen
wendelförmig vorverdrillten Stift aufweist, der an einer
Welle zumindest an der Befestigungsstelle und damit formsta
bil und starr befestigt ist. Die wendelförmige Vorverdril
lung entspricht exakt der Wendelform der in den Rohling ein
zuformenden Innenkanäle. Dadurch wird dem zumindest einem
Stift durch die entlang dessen Achse strömende plastische
Masse im wesentlichen über die gesamte Länge ein konstanter,
durch die Steigung der Wendel definierter Drehimpuls auf ge
prägt, so daß plastische Verformungen der Masse im Düsen
mundstück ausgeschlossen sind.
Claims (41)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von zylin
drischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, zu
mindest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden Kanal
vorbestimmten Querschnitts, insbesondere zur Herstel
lung eines Sintermetall- oder Keramik-Rohlings für ein
Werkzeugteil, bei dem die den Rohling bildende, plasti
sche Masse aus einem Düsenmundstück heraus gepreßt
wird, wobei sie beispielsweise entlang der Achse zumin
dest eines wendelförmig verdrillten, an einem Düsendorn
gehaltenen Stiftes strömt, und wobei die Innenkanäle
ohne plastische Umformung der im Düsenmundstück befind
lichen Masse im Urformprozeß hergestellt werden, indem
vorzugsweise die Masse im wesentlichen drallfrei in das
Düsenmundstück (DM) eintritt, über den gesamten
Strömungsquerschnitt im wesentlichen drallfrei entweder
den zumindest einen Stift anströmt und diesen beim
Durchtreten durch das Düsenmundstück in eine kontinu
ierliche, der Steigung seiner Wendel entsprechende
Drehbewegung versetzt, oder an einer Stiftaufhängung
vorbeiströmt, die in Abhängigkeit von der Strömungsge
schwindigkeit antreibbar ist, nach Hauptpatent Nr.
. . . . . . . . (Patentanmeldung P 42 11 827), dadurch gekenn
zeichnet, daß dem zumindest einen Stift (40, 42; 340,
342; 440, 442; 540, 542; 940, 942) ein die Reibungskraft
zur Masse verminderndes Fluid, insbesondere eine die
Reibungskraft vermindernde Flüssigkeit oder flüssig
keitsähnliche Substanz zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fluid unter Druck zugeführt wird, wobei
vorzugsweise das Fluid aus dem Plastifizierungsmittel
der Masse besteht oder zumindest eine Komponente dieses
Plastifizierungsmittels hat.
3. Verfahren nach Anspruche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Fluid dem zumindest einen Stift
(540, 542) über die Stiftaufhängung zugeführt wird, so
daß sich über die gesamte stromab des Düsendorns (518)
befindliche Oberfläche eines Kühlkanalformers (530,
592, 540, 542) ein hydrostatischer Tragfilm ausbildet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Strömungsquerschnitt innerhalb
des Düsenmundstücks (DM) im wesentlichen konstant ge
halten wird, und daß die Strömungs- bzw. Druckverhält
nisse über die Länge des Düsenmundstücks (DM) durch den
Querschnitt des Düsenmundstücks (DM) konstant gehalten
bzw. kontrolliert werden, wobei vorzugsweise die in das
Düsenmundstück (DM) einströmende Masse (12) zur
Unterstützung des durch die Massenströmung innerhalb
des Düsenmundstücks (DM) kontrollierten Drehantriebs
des zumindest einen Stiftes (40, 42) herangezogen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zumindest eine Stift (40, 42)
eine Drehachse (44) hat, die mit der Zentralachse (28)
des Strömungsquerschnitts zusammenfällt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß mehrere Stifte (40, 42) von der
plastischen Masse angeströmt werden, und daß die Stifte
eine gemeinsame Drehachse (44) haben und über den zuge
hörigen Teilkreis (46) beiliebig verteilbar, vorzugs
weise gleichmäßig verteilt sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Reaktionsmomente des Kanalformers
mit dem zumindest einen Stift (40, 42) dahingehend
durch einen Zusatzantrieb berücksichtigt werden, daß
der Rohling drallfrei aus dem Düsenmund austritt.
8. Verfahren insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömung der Masse
durch das Düsenmundstück (DM) zumindest radial außer
halb des zumindest einen Stiftes (40, 42) durch Strö
mungsleitflächen (94) linearisiert wird.
9. Verfahren insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem zumindest
einen Stift und der hierfür vorgesehenen Halterung aus
gelöste Drallimpuls auf die Pressmasse durch eine den
Drall kompensierende Leiteinrichtung ( ) kompensiert
wird, die einen dem Drallimpuls entgegengerichteten Ge
gendrall einleitet.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, mit einem Strangpreßwerkzeug,
aus dessen Düsenmundstück kontinuierlich ein zylindri
scher Stab mit zumindest einem innenliegenden, zumin
dest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden Kanal
vorbestimmten Querschnitts herauspreßbar ist, wobei
vorzugsweise im Inneren des Düsenmundstücks (DM) zumin
dest ein wendelförmig vorverdrillter, an einem Dü
sendorn gehaltener Stift (40, 42) mit einer zur Achse (44)
des Düsenmundstücks (DM) koaxialen Ausrichtung
vorgesehen ist, wobei der zumindest eine Stift (40, 42)
dreh- und axialfest mit einer im Düsendorn (70, 72) um
eine zur Düsenachse (44) parallele Achse (44) drehbar
gelagerten Welle (30) verbunden und derart verdrillt
ist, daß ihm die entlang seiner Achse (44) strömende
plastische Masse (12) im wesentlichen über die gesamte
Länge einen konstanten, durch die Steigung seiner Wen
del definierten Drehimpuls aufprägt, nach Hauptpatent
Nr . . . . . . . (Patentanmeldung P 42 11 827.1-14), dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, mit
der dem zumindest einen Stift ein die Reibungskraft zur
Masse verminderndes Fluid, insbesondere eine die Rei
bungskraft vermindernde Flüssigkeit oder flüssig
keitsähnliche Substanz zuführbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungsquerschnitt innerhalb des Düsenmund
stücks (DM) im wesentlichen konstant ist, und daß die
Strömungs- bzw. Druckverhältnisse über die Länge des
Düsenmundstücks (DM) durch entsprechende Gestaltung des
Querschnitts des Düsenmundstücks (DM) konstant gehalten
bzw. gezielt steuerbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zumindest eine Stift (40, 42) über
die gesamte Länge des Düsenmundstücks (DM) die gleiche
Wendelsteigung hat.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12 dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigung des zumindest einen
Stifts (40, 42) an der Welle (30) über einen im Quer
schnitt senkrecht zur Strömungsrichtung bzw. zur Düsen
achse (44)) flachen Nabenkörper (34; 234) erfolgt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Stift und
Welle bzw. der Nabenkörper (34; 134; 234) im Einlaufbe
reich (DME) des Düsenmundstücks (DM) liegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Düsenmundstücks (DM) im Bereich
des Nabenkörpers (34; 134; 234) im wesentlichen um die
Querschnittsfläche des Nabenkörpers (34; 134; 234) der
art vergrößert ist, daß die Strömungsgeschwindigkeit
der plastischen Masse beim Übergang vom Einlaufbereich
(DME) in den restlichen Strömungsabschnitt des Düsen
mundstücks (DM) im wesentlichen konstant gehalten ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der zumindest eine Stift (40, 42)
über den Nabenkörper (134) hinaus in stromaufwärtiger
Richtung verlängert ist (140, 142).
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verlängerungsstück (140, 142) des zumindest
einen Stiftes (40, 42) zur Unterstützung des durch die
Massenströmung innerhalb des Düsenmundstücks (DM) kon
trollierten Drehantriebs des zumindest einen Stiftes
(40, 42) herangezogen wird.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die stromauf gelegene Stirnseite
(92) des zumindest einen Stiftes (40, 42; 140, 142) in
Strömungsrichtung zur Unterstützung bzw. -steuerung des
Drehimpulses angestellt ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Nabenkörper (234; 34) als Wen
delfläche mit einer an die Steigung (WS) des zumindest
einen Stiftes (40, 42) angepaßten Wendelsteigung ausge
bildet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einlauf- und/oder die Auslauf
kante (54, 56) des Nabenkörpers (34) vorzugsweise in
Abstimmung auf die Innenkontur des Düsenmundstücks (DM)
und/oder die Befestigungsübergänge zum Stift (40, 42)
derart profiliert ist, daß bei der Umströmung des Na
benkörpers (34) innerhalb des Düsenmundstücks (DM) mög
lichst geringe Druckschwankungen in der plastischen
Masse auftreten.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß die den zumindest einen Stift (40,
42) tragende Welle (30) im Düsendorn (70, 72) ein Ra
dial- und ein Axiallager (58, 60) hat.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,
daß das Axiallager und/oder das Radiallager (58) ein
Wälzlager (60) ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß die axiale Länge des Düsenmund
stücks (DM) und der Stifte (40, 42) einen Bruchteil der
Steigung (WS/2) der Draht-Wendel, vorzugsweise zumin
dest eine halbe Steigung ausmacht.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß der zumindest eine Stift (40, 42)
eine Drehachse (44) hat, die mit der Zentralachse (44)
des Strömungsquerschnitts zusammenfällt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Stifte (40, 42) von der
plastischen Masse umströmt werden, und daß die Stifte
eine gemeinsame Drehachse (44) haben und über den zuge
hörigen Teilkreis (46) gleichmäßig verteilt sind.
26. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylin
drischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, zu
mindest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden Kanal
vorbestimmten Querschnitts, insbesondere zur Herstel
lung eines Sintermetall- oder Keramik-Rohlings für ein
Werkzeugteil, mit zumindest einem in die Strömung der
Masse hineinragenden Stift, der beim Durchströmen der
Masse durch den Düsenmund den zumindest einen Kühlkanal
formt, insbesondere nach einem der Ansprüche 10 bis 25,
wobei die den zumindest einen Stift (40, 42) tragende
Welle (30), deren radial innerhalb des Stiftes liegende
Verbindungsstelle zum Stift im Düsenmund liegt, einen
Zusatzantrieb hat, nach Hauptpatent Nr . . . . . . . (Patentan
meldung P 42 11 827.1-14), dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einrichtung vorgesehen ist, mit der dem zumindest
einen Stift (440, 442; 440′, 442′; 441′′) ein die Rei
bungskraft zur Masse verminderndes Fluid, insbesondere
eine die Reibungskraft vermindernde Flüssigkeit oder
flüssigkeitsähnliche Substanz zuführbar ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet,
daß der zumindest eine Stift (440, 442; 440′, 442′;
441′′) flexibel ist und der Antrieb in Abhängigkeit von
der gewünschten Steigung steuerbar ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß die die Reibungskraft mindernde
Substanz durch die drehbar gelagerte Welle (330; 430)
und die Verbindungsstelle (392; 492; 492′; 492′′, 992) zu
dem zumindest einen Stift auf die Oberfläche des zumin
dest einen den Kühlkanal ausformenden Stiftes geführt
wird.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet,
daß der zumindest eine Stift radiale Kanäle oder Durch
trittsöffnungen für den Durchtritt des die Reibungs
kraft herabsetzenden Fluids hat.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fluid durch die Lagerung (519)
der drehbaren Welle (530) zuführbar ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 30, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich des Düsenmundstücks (DM)
zumindest radial außerhalb des zumindest einen Stiftes
(40, 42) eine Strömungsleitflächenanordnung (94) zur
Linearisierung bzw. axialen Ausrichtung der Massenströ
mung vorgesehen ist, wobei vorzugsweise die Strömungs
leitflächenanordnung einstückig mit der Innenwandung
des Düsenmundstücks (DM) ausgebildet ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Strömungsleitflächenanordnung (94)
auf den Bereich der Verbindung des zumindest einen
Stifts (40, 42) mit der Welle (30) beschränkt ist.
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strömungsleitflächenanordnung
(94) von einer Verzahnungsoberfläche gebildet ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungsleitflächenanordnung (641, 643, 645,
647; 741, 743, 745, 747) nahe dem Teilkreis des betref
fenden, zugeordneten zumindest einen Stiftes angeordnet
ist und eine geringe radiale Erstreckung aufweist.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungsleitflächenanordnung flossenartig aus
gebildet sind und mit dem Düsendorn (618; 718) verbun
den sind.
36. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strömungsleitflächenanordnung von einer den vom
Kühlkanalformer (930, 992, 940, 942) auf die Pressmasse
ausgelösten Drallimpuls kompensierenden Leiteinrichtung
(937, 935) gebildet ist.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiteinrichtung (935, 937) drehbar in der Düse
(918) gelagert ist.
38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 37, dadurch
gekennzeichnet, daß der Düsendorn (70) in einem vorbe
stimmten und vorzugsweise einstellbaren Abstand (AX)
vor dem Düsenmundstück (DM) endet.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 38, dadurch
gekennzeichnet, daß der Düsendorn (70, 72) zweiteilig
ausgebildet ist, wobei ein die Welle lagerndes und das
Lager zum Düsenmundstück (DM) hin abdichtendes Teil
(70) in einen Trägerkörper (72) einsetzbar, vorzugs
weise einschraubbar ist.
40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 39, dadurch
gekennzeichnet, daß der zumindest eine Stift aus einem
Material mit hohem E-Modul, wie z. B. aus Stahl oder
Hartmetall oder keramischem Werkstoff besteht.
41. Zylindrischer, aus einer plastischen Masse, insbeson
dere einer plastifizierten pulvermetallischen oder ke
ramischen Masse bestehender bzw. im Extrusionsverfahren
hergestellter Stab mit zumindest einem innenliegenden,
zumindest abschnittsweise wendelförmig verlaufenden Ka
nal vorbestimmten Querschnitts, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt von der Kreisform abweicht.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242336 DE4242336A1 (de) | 1992-12-15 | 1992-12-15 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen Kanal, und nach diesem Verfahren hergestellter Sinterrohling |
| AT93908925T ATE150675T1 (de) | 1992-04-08 | 1993-04-07 | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von zylindrischen stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen kanal, und nach diesem verfahren hergestellter sinterrohling |
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| DE59305967T DE59305967D1 (de) | 1992-04-08 | 1993-04-07 | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von zylindrischen stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen kanal, und nach diesem verfahren hergestellter sinterrohling |
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| JP51795593A JP3662249B2 (ja) | 1992-04-08 | 1993-04-07 | 内部に少なくとも1本の螺旋状管路を有する連続円柱体の製造方法、およびそのための製造装置 |
| JP2004149701A JP2004339610A (ja) | 1992-04-08 | 2004-05-19 | 内部に少なくとも1本の螺旋状管路を有する連続円柱体の製造方法、およびそれにより製造された焼結ブランク(半加工品) |
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| DE19924242336 DE4242336A1 (de) | 1992-12-15 | 1992-12-15 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen Kanal, und nach diesem Verfahren hergestellter Sinterrohling |
Publications (1)
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| DE4242336A1 true DE4242336A1 (de) | 1994-06-16 |
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Family Applications (1)
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| DE19924242336 Withdrawn DE4242336A1 (de) | 1992-04-08 | 1992-12-15 | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von zylindrischen Stäben mit zumindest einem innenliegenden, wendelförmigen Kanal, und nach diesem Verfahren hergestellter Sinterrohling |
Country Status (1)
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| 8141 | Disposal/no request for examination |