DE4241440A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von produktgefüllten Verpackungen, insbesondere von Schlauchbeuteln, in Versandbehälter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von produktgefüllten Verpackungen, insbesondere von Schlauchbeuteln, in VersandbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen von produktge
füllten Verpackungen, insbesondere von Schlauchbeuteln, in Versand
behälter, wobei die Verpackungen flachliegend von einer Zuführein
richtung an ein Übergabeband übergeben und anschließend an einer
Übergabestelle hochkant in die Versandbehälter eingesetzt werden, die
an der Übergabestelle unterhalb des Übergabebandes vorbeigeführt
und dabei jeweils an einer Stirnwand beginnend befüllt werden. Bei
den in die Versandbehälter einzubringenden Verpackungen handelt es
sich vornehmlich um flexible Verpackungen oder solche Verpackungen,
die hochkant nur eine geringe Standfestigkeit aufweisen.
Bei dem bekannten gattungsgemäßen Verfahren (EP-A 331 210) werden
die Verpackungen über ein bogenförmiges Übergabeband in die
Versandbehälter eingebracht, die an der Übergabestelle horizontal zu-
und abtransportiert werden. Während des Füllvorganges werden die
in den zu befüllenden Versandbehälter bereits eingesetzten Ver
packungen durch ein Stützelement gehalten, welches in den Versand
behälter eintaucht. Nach Abschluß des Füllvorganges wird das
Stützelement herausgezogen und in einen nachfolgenden leeren Ver
sandbehälter wieder eingesetzt. Auf dem Übergabeband müssen die
Verpackungen ferner klemmend fixiert werden. Das Verfahren ist
aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene
Verfahren so weiter auszubilden, daß flexible und wenig standfeste
Verpackungen hochkant in die Versandbehälter eingebracht werden
können, und zwar ohne daß in die Versandbehälter während des
Füllvorganges eintauchende Stützelemente erforderlich sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Versandbe
hälter in Transportrichtung nach unten geneigt an der Übergabestel
le vorbeigeführt sowie befüllt werden. Durch die Schräglage der
Versandbehälter während des Füllvorganges liegt der in den Versand
behälter bereits eingebrachte Stapel aus produktgefüllten Verpackun
gen (Beutelstapel) an der in Transportrichtung vorderen Stirnwand
des Versandbehälters auf und ist an dieser ausreichend abgestützt.
Ein Kippen oder Verrutschen des Beutelstapels ist ausgeschlossen.
Die produktgefüllten Verpackungen, beispielsweise Schlauchbeutel,
Faltschachtelverpackungen, Blister und dergleichen, können ein-
oder mehrreihig sowie auch mit seitlicher Überlappung in die
Versandbehälter eingebracht werden.
Für die weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
bestehen verschiedene Möglichkeiten. Eine Ausführungsform der
Erfindung sieht vor, daß auf dem Übergabeband ein Abstand zwischen
aufeinanderfolgenden Verpackungen eingestellt wird, der ausreichend
bemessen ist, um den zu befüllenden Versandbehälter für das
Einbringen der jeweils nachfolgenden Verpackung zu positionieren.
Das Übergabeband dient gleichsam einer Synchronisierung zwischen
dem Transport der von der Zuführeinrichtung herangeführten Verpackungen
einerseits und dem Zu- und Abtransport der Versandbehälter
andererseits. Die Versandbehälter können an der Übergabestelle
taktweise mit an den Füllvorgang angepaßtem Takt oder auch
kontinuierlich weiterbewegt werden. Gemäß einer anderen Ausfüh
rungsform der Erfindung werden auf dem Übergabeband Verpackungs
gruppen aus geschuppt aufeinanderliegenden Verpackungen gebildet,
die jeweils eine an die Größe der Versandbehälter angepaßte Anzahl
von Verpackungen umfassen. Die Verpackungen werden geschuppt
aufeinanderliegend in den zugeordneten Versandbehälter eingefächert.
Während des Einfächerns werden die Versandbehälter an der Überga
bestelle kontinuierlich, mit an den Übergabevorgang angepaßter
Geschwindigkeit kontinuierlich weiterbewegt.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur Durchfüh
rung des beschriebenen Verfahrens mit einer Transporteinrichtung
für den Zu- und Abtransport von Versandbehältern, mit einer
Zuführeinrichtung für produktgefüllte Verpackungen und mit einem
an die Zuführeinrichtung anschließenden Übergabeband, welches
die flach aufliegenden Verpackungen in die an einer Übergabestelle
unterhalb des Übergabebandes vorbeigeführten Versandbehälter
hochkant einbringt, wobei die Transporteinrichtung ein die Versand
behälter mitführendes Transportband aufweist, welches im Bereich
der Übergabestelle mit einem Gefälle in Transportrichtung geneigt
angeordnet ist. Die Neigung des Transportbandes ist vorzugsweise
betriebsmäßig einstell- und veränderbar. Zweckmäßigerweise ist
auch das Übergabeband in Förderrichtung mit Gefälle einstellbar.
Als Einstellbereich für die Neigung des Übergabebandes kommt
ein Winkelbereich von 0 bis 45° in Betracht. Die Auflageflächen
des Transportbandes und des Übergabebandes schließen in einem
stumpfen Winkel aneinander an. Ein kleiner stumpfer Winkel zwischen
Transportband und Übergabeband, vorzugsweise ein Winkel zwischen
90 und 130°, ist für die Übergabe der Verpackungen vorteilhaft.
Das Übergabeband kann mit einer elektronischen Steuerung ausgerü
stet sein, welche durch Steuerung der Vorschubgeschwindigkeit
den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Verpackungen oder
den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Verpackungsgruppen
aus geschuppt abgelegten Verpackungen regelt. Es versteht sich,
daß das Transportband ebenfalls einen Antrieb aufweist, der
zweckmäßigerweise elektronisch regelbar ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.
Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Einbringen von produktgefüllten
Verpackungen, insbesondere von Schlauchbeuteln (Weichbeu
tel), in Versandbehälter,
Fig. 2 eine weitere Ausführung der in Fig. 1 dargestellten Vorrich
tung.
Zum grundsätzlichen Aufbau der Vorrichtung gehören eine Transport
einrichtung 1 für den Zu- und Abtransport der Versandbehälter
2, eine Zuführeinrichtung 3 für die abzupackenden, mit einem
Produkt gefüllten Beutel 4 und mit einem an die Zuführeinrichtung
3 anschließenden Übergabeband 5. Die Beutel 4 werden flachliegend
von der Zuführeinrichtung 3 an das Übergabeband 5 übergeben
und anschließend an einer Übergabestelle 6 hochkant in die Versand
behälter 2 eingesetzt. Die Versandbehälter 2 werden an der Übergabe
stelle 6 unterhalb des Übergabebandes 5 vorbeigeführt und dabei
jeweils an einer Stirnwand 7 beginnend befüllt. Dabei können
die Versandbehälter 2 taktweise mit an den Füllvorgang angepaßtem
Takt oder auch kontinuierlich mit an den Füllvorgang angepaßter
Transportgeschwindigkeit an der Übergabestelle 6 weiterbewegt
werden.
Den Figuren entnimmt man, daß die Transporteinrichtung 1 ein
die Versandbehälter 2 mitführendes Transportband 8 aufweist,
welches im Bereich der Übergabestelle 6 mit einem Gefälle in Trans
portrichtung geneigt angeordnet ist. Der Bogenpfeil deutet an,
daß die Neigung des Transportbandes 8 betriebsmäßig einstell-
und veränderbar ist. Aufgrund der Schräglage des Versandbehälters
2 an der Übergabestelle 6 liegt der bereits eingebrachte Beutelstapel
9 an der vorderen Stirnwand 7 des Versandbehälters 2 auf und
ist dadurch jederzeit sicher abgestützt. Die Beutel können nicht
kippen oder verrutschen. Das Transportband 8 kann als Vakuumband
ausgebildet sein oder Anschlag- bzw. Mitnehmerelemente für die
Versandbehälter aufweisen. Das Übergabeband 5 ist in Förderrichtung
ebenfalls mit Gefälle einstellbar, und zwar vorzugsweise in einem
Winkelbereich von 0 bis 4°. Übergabe- und Transportband 5, 8 sind
so zueinander ausgerichtet, daß die Auflageflächen beider Bänder 5,
8 einen leicht stumpfen Winkel α, vorzugsweise einen Winkel α
zwischen 90 und 130°, einschließen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird auf dem Übergabeband 5 ein Abstand zwischen
aufeinanderfolgenden Verpackungen eingestellt, der ausreichend be
messen ist, um den zu befüllenden Versandbehälter 2 für das
Einbringen der jeweils nachfolgenden Verpackung zu positionieren.
Zweckmäßigerweise ist das Übergabeband 5 mit einer elektronischen
Steuerung (nicht dargestellt) ausgerüstet, welche durch Steuerung der
Vorschubgeschwindigkeit den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden
Verpackungen regelt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 werden auf dem Übergabeband
5 Verpackungsgruppen 10 aus geschuppt aufeinanderliegenden Beuteln
4 gebildet, die jeweils eine an die Größe der Versandbehälter 2
angepaßte Anzahl von Beuteln 4 umfassen. Die Beutel 4 werden
geschuppt aufeinanderliegend in den zugeordneten Versandbehälter 2
eingefächert. Dabei wird das Transportband 8 kontinuierlich mit an
den Übergabevorgang angepaßter Geschwindigkeit in Transportrichtung
bewegt.
Die Vorrichtungen wurden beispielhaft für das Einbringen von pro
duktgefüllten Beutelverpackungen erläutert. Es versteht sich, daß die
Vorrichtungen auch zum Befüllen anderer, flexibler und nicht stand
fester Verpackungen geeignet sind. Die Verpackungen können dabei
sowohl ein- als auch mehrreihig, gegebenenfalls auch mit seitlichen
Überlappungen, in die Versandbehälter eingebracht werden.
Claims (9)
1. Verfahren zum Einbringen von produktgefüllten Verpackungen,
insbesondere von Schlauchbeuteln, in Versandbehälter, wobei die
Verpackungen flachliegend von einer Zuführeinrichtung an ein Über
gabeband übergeben und anschließend an einer Übergabestelle hoch
kant in die Versandbehälter eingesetzt werden, die an der Übergabe
stelle unterhalb des Übergabebandes vorbeigeführt und dabei jeweils
an einer Stirnwand beginnend befüllt werden, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Versandbehälter in Transport
richtung nach unten geneigt an der Übergabestelle vorbeigeführt
sowie befüllt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Übergabeband ein Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Ver
packungen eingestellt wird, der ausreichend bemessen ist, um den zu
befüllenden Versandbehälter für das Einbringen der jeweils nachfol
genden Verpackung zu positionieren.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf
dem Übergabeband Verpackungsgruppen aus geschuppt aufeinan
derliegenden Verpackungen gebildet werden, die jeweils eine an die
Größe der Versandbehälter angepaßte Anzahl von Verpackungen um
fassen, und daß die Verpackungen geschuppt aufeinanderliegend in
den zugeordneten Versandbehälter eingefächert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Versandbehälter taktweise mit an den Füllvorgang
angepaßtem Takt an der Übergabestelle weiterbewegt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Versandbehälter kontinuierlich an der Übergabe
stelle weiterbewegt werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, mit einer Transporteinrichtung für den Zu- und
Abtransport von Versandbehältern, mit einer Zuführeinrichtung für
produktgefüllte Verpackungen und mit einem an die Zuführeinrichtung
anschließenden Übergabeband, welches die flach aufliegenden Ver
packungen in die an einer Übergabestelle unterhalb des Übergabe
bandes vorbeigeführten Versandbehälter hochkant einbringt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transport
einrichtung (1) ein die Versandbehälter (2) mitführendes Transport
band (8) aufweist, welches im Bereich der Übergabestelle (6) mit
einem Gefälle in Transportrichtung geneigt angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Neigung des Transportbandes (8) betriebsmäßig einstell- und verän
derbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übergabeband (5) in Förderrichtung mit Gefälle einstellbar
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Übergabeband (9) mit einer elektronischen Steue
rung ausgerüstet ist, welche durch Steuerung der Vorschubgeschwin
digkeit den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Verpackungen oder
den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Verpackungsgruppen aus
geschuppt abgelegten Verpackungen regelt.
Priority Applications (6)
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| DE4241440A DE4241440A1 (de) | 1992-09-02 | 1992-12-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von produktgefüllten Verpackungen, insbesondere von Schlauchbeuteln, in Versandbehälter |
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| ES93112529T ES2100403T3 (es) | 1992-09-02 | 1993-08-05 | Procedimiento para colocar envases llenos de producto, en especial bolsas tubulares flexibles, en recipientes para transporte. |
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