Die Erfindung betrifft ein Abfallentsorgungssystem nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches gattungsgemäßes Abfallentsorgungssystem mit zwei
Zerkleinerungsvorrichtungen ist aus der DE 39 41 742 A1
bekannt.
Die US 3 885 744 offenbart ebenfalls ein Abfallentsorgungs
system. Das Abfallentsorgungssystem gemäß der US 3 885 744
weist drei in Reihe angeordnete Zerkleinerungsvorrichtungen
auf.
Bisher hat man Abfälle mit großen Abmessungen, so wie sie
waren oder nach einer geeigneten Behandlung endgelagert,
beispielsweise nach einem Zerkleinern oder Verbrennen. Die
Endlagerung ohne irgendeine Behandlung ist im Hinblick auf
eine effiziente Verwendung der beschränkten Landfläche un
zweckmäßig, während beim Verbrennen der Abfallstoffe sich
das Problem der "Aufheizung" der Erde aufgrund der Erzeugung
von Kohlendioxid stellt. Wenn die Abfallstoffe reich an
Vinylchloridkunststoffen sind, erzeugen sie beim Verbrennen
schädliche Gase, wie Chlor. Solche Gase schädigen den Ver
brennungsofen und verkürzen dessen Einsatzzeit. Wenn solche
Gase in die Atmosphäre gelangen, beeinträchtigen sie die
Umgebung ernsthaft. Es müssen deshalb geeignete Mittel
eingesetzt werden, um die Freigabe solcher Gase in die
Atmosphäre zu unterbinden.
Die Rückgewinnung oder das Sammeln von Metall aus Abfall
stoffen, die reich an Metall sind, wird in weitem Maße
ausgeführt (JP 50-15 67 54 A1), bezüglich des Sammelns der
Überreste, d. h. der Stoffe, die nach dem Entfernen der
Metalle übrigbleiben, liegen jedoch keine Vorschläge vor.
Solche Überreste werden gewöhnlich mit oder ohne Behandlung,
beispielsweise nach Verbrennen endgelagert, wodurch sich die
vorstehend erwähnten Probleme ergeben. In den JP 50-10 87 65 A1
und 50-81 967 A1 sind Verfahren zum Sortieren von Abfall
stoffen beschrieben. Diese Verfahren betreffen jedoch haupt
sächlich das Aussortieren von Metallen aus anderen Komponen
ten. Kunststoffe werden dabei zusammen mit Papier und ande
ren Materialien behandelt, ohne daß sie aus den übrigen
Stoffen aussortiert werden.
Die Druckschrift G. Schubert "Mechanische Sortierprozesse
für feste Abfälle"; 3.1. und 3.2. in: Fünfte Duisburger
Recycling-Tage, Informationsschrift 42, herausgegeben von
Joachim Agst, Duisburg, März 1991, S. 106 bis 119 offenbart
ganz allgemein konventionelle Verfahren und Vorrichtungen
zur mechanischen Sortierung fester Abfälle. Insbesondere
befaßt sich diese Druckschrift mit der Nichtmetall-Metall-
Trennung und der Metall-Metall-Trennung.
Die Druckschrift Recycling von Kunststoffabfällen: Grundla
gen - Technik - wirtschaftlichkeit/von Georg Härdtle . . . -
Berlin: Erich Schmidt, 1988, S. 33 bis 35 (Beihefte zu Müll
und Abfall: H. 27), ISBN 3-503-02715-7 offenbart verschiede
ne Trennvorrichtungen zur Kunststoffsortierung. Aus der DE-
PS 14 04 460 ist eine Einrichtung zum Kaltmahlen von Kunst
stoffen bekannt, und die DE 87 08 522 U1 offenbart eine
Vorrichtung zum Absaugen gasförmigen Kältemittels aus Kälte
anlagen.
Ein einfaches Verfahren zum Aussortieren von Kunststoff
nutzt den Unterschied in der Dichte (JP 52-15 13 71 A1,
58-20 55 52 A1). Diese Verfahren sind nur dann wirksam, wenn
die unterschiedlichen Abfallkomponenten unterschiedliche
Dichten haben, wirken jedoch dann nicht mehr, wenn die
verschiedenen Komponenten ähnliche Dichten haben, wie dies
bei unterschiedlichen Kunststoffen der Fall ist.
Andere Sortierverfahren beruhen auf dem Unterschied in den
Schmelzpunkten. Solche Maßnahmen sind wirksam für die Ent
sorgung von Schaumstoffen aus thermoplastischen Materialien.
Wenn die Kunststoffe Vinylchloridkunststoffe enthalten,
werden jedoch beim Schmelzen giftige Gase erzeugt, was zu
Schäden an der Vorrichtung und einer Beeinträchtigung der
Umgebung führt.
Die bekannten Entsorgungsverfahren, bei denen Abfälle mit
großen Abmessungen nach einer Volumenreduzierung durch
Zerkleinern und Verbrennen endgelagert werden, führen somit
zu Problemen hinsichtlich der Erwärmung der Erde aufgrund
der Erzeugung von Kohlendioxid und hinsichtlich ernsthafter
Schäden an den Verbrennungsöfen, insbesondere wenn Vinyl
chloridkunststoffe vorhanden sind.
Das Verfahren nach der JP-50-15 67 54 A1, bei welchem Metal
le gesammelt und Reststoffe endgelagert verwendet werden,
kann den Bedürfnissen nach einer wirksamen Verwendung der
beschränkten Landfläche nicht zufriedenstellend genügen, da
dieses Verfahren keinen ausreichenden Volumenreduzierungs
effekt hat.
Der Aussortierungseffekt mit den Verfahren nach den JP-52-
15 13 71 A1 und 58-20 55 52 A1 ist dann nicht ausreichend,
wenn der Abfall unterschiedliche Komponenten mit ähnlichen
Dichtewerten enthält. Das Aussortieren nach Dichte ist auch
nicht geeignet, wenn der Abfall eine Komponente hat, deren
Dichte sich abhängig vom Zustand ändert, beispielsweise
Schaumstoffe.
Das Sortieren nach dem Unterschied in der Schmelztemperatur
ist für die Entsorgung von üblichen Abfällen, die häufig
Vinylchloridkunststoffe enthalten, ungeeignet, da die Kunst
stoffe schädliche Gase beim Schmelzen erzeugen, was die
Entsorgungsvorrichtung beschädigt und die Umwelt beeinträch
tigt. Außerdem kann dieses Verfahren nicht für die Entsor
gung von Stoffen aus wärmehärtbaren Kunststoffen eingesetzt
werden, da solche Kunststoffe durch Erhitzen nicht zersetzt
werden.
Zur Herstellung von Schaumstoffen werden in weitem Rahmen
als Schäummittel Kohlenfluorwasserstoffe verwendet, vor
allem für die Herstellung von Schaumstoffen zur Wärmeisola
tion. Zum Schutz der Ozonschicht um die Erde sind jedoch
Verordnungen erlassen worden, die die Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffen
als Schäummittel stark einschränken. Die
Erhaltung der Ozonschicht erfordert nicht nur eine Begren
zung der Verwendung von Fluorkohlenwasserstoffschäummitteln,
sondern auch das Sammeln und Entsorgen von solchen Schäum
mitteln, die bereits in zu entsorgenden Schaumstoffen einge
schlossen sind. Bei der Entsorgung solcher Schaumstoffe
entweicht der darin eingeschlossene Kohlenwasserstoff bisher
in die Atmosphäre.
Bei dem aus der DE 39 41 742 A1 bekannten gattungsgemäßen
Abfallentsorgungssystem wird das Abfallmaterial bereits in
der ersten Zerkleinerungsvorrichtung derart zerkleinert, daß
Fluorkohlenwasserstoffgas in größeren Mengen auf natürliche
Weise aus dem zerkleinerten Schaummaterial entweicht. Gemäß
der DE 39 41 742 A1 muß daher bereits an dieser Stelle der
Anlage Fluorkohlenwasserstoff aufgefangen und der Schäum
mittelkühlvorrichtung zugeführt werden. Hierzu dient eine
Rohrleitung. Da in der aus der DE 39 41 742 A1 bekannten
Anlage jedoch nicht nur an der ersten Zerkleinerungsvor
richtung, sondern auch in allen weiteren Verfahrensschritten
Fluorkohlenwasserstoffgas freigesetzt wird, muß das Fluor
kohlenwasserstoffgas in dieser Anlage über ein kompliziertes
Gasführungssystem erfaßt werden, um es schließlich voll
ständig der Schäummittelkühlvorrichtung zuführen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abfallentsor
gungssystem bereitzustellen, mit welchem nahezu alle Teile
des Abfalls für eine Wiederverwertung regeneriert werden
können, wobei insbesondere ein Entweichen von Fluorkohlen
wasserstoffen in die Atmosphäre wirksam und einfacher als
aus dem Stand der Technik bekannt verhindert werden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Abfall
entsorgungssystem nach Anspruch 1.
In dem erfindungsgemäßen Abfallentsorgungssystem ist die
erste Zerkleinerungsvorrichtung so ausgelegt, daß sie Abfallgegenstände
in bahnartige Stücke zerkleinert und eine
Schicht geschäumten Materials von einem Metall, auf dem die
Schicht geschäumten Materials haftend befestigt ist, abschält.
Die erste Zerkleinerungsvorrichtung in dem erfindungsgemäßen
Abfallentsorgungssystem zerkleinert also das geschäumte Mate
rial nicht derart, daß merkliche Mengen an Fluorkohlenwasser
stoffgas freigesetzt werden. Dies geschieht erfindungsgemäß
erst in der Separiervorrichtung. Auf diese Weise kann erfin
dungsgemäß das Subsystem zum Auffangen der Fluorkohlenwasser
stoffgase einfacher gestaltet werden. Darüber hinaus gewähr
leistet das erfindungsgemäße Abfallentsorgungssystem mit der
zusätzlichen Zerkleinerungsvorrichtung, der Metallsortiervor
richtung und der Kunststoffsortiervorrichtung eine vollständi
gere Aufbereitung des Abfalls. Die Notwendigkeit einer Behand
lung, wie zum Beispiel eines Verbrennens des Abfalls, ist
somit weitgehend reduziert.
Die Erfindung trägt deshalb wesentlich zu einer Verhinderung
der Aufheizung der Erde aufgrund von Kohlendioxiderzeugung
durch Verbrennung bei. Da außerdem aus dem Schaumstoff des
Abfalls die Fluorkohlenwasserstoffe gesammelt werden, wird ein
wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der Ozonschicht geleistet.
Mit dem erfindungsgemäßen Abfallentsorgungssystem lassen sich
nahezu alle Arten von großdimensionierten Abfallstücken behan
deln, wobei die Materialien dieser Gegenstände gesammelt und
wiedergewonnen werden können, wodurch es möglich ist, diese
Materialien wiederzunutzen, während gleichzeitig zum Erhalt
der natürlichen Resourcen ein Beitrag geleistet wird. Das
Volumen der Fragmente, die abschließend für Regenerierungs
zwecke entsorgt werden müssen, läßt sich dabei stark reduzie
ren, was günstig ist im Hinblick auf die begrenzten Endlage
rungsflächen. Da eine Verbrennung nicht mehr erforderlich ist,
wird auch die Aufheizung der Erde durch
Kohlendioxid unterbunden, das bei der Verbrennung entsteht.
Ferner lassen sich mit dem Abfallentsorgungssystem Fluorkoh
lenwasserstoffe sammeln, die bisher als Kältemittel oder
Schäummittel verwendet werden, was zur Bewahrung der globa
len Umwelt wesentlich beiträgt.
Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen des erfin
dungsgemäßen Abfallentsorgungssystems sind Gegenstand der
Ansprüche 2 bis 17.
Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Blockbild einer ersten Ausführungsform eines Ab
fallentsorgungssystems,
Fig. 2 ein Blockbild einer zweiten Ausführungsform eines
Abfallentsorgungssystems,
Fig. 3 ein Blockbild einer Kunststoffsortiervorrichtung der
Systeme von Fig. 1 und 2,
Fig. 4 ein Blockbild einer Modifizierung der Kunststoffsor
tiervorrichtung von Fig. 3,
Fig. 5 ein Blockbild einer Kältemittelsammeleinrichtung der
Systeme von Fig. 1 und 2,
Fig. 6 perspektivisch einen Zerkleinerer in einer Zerklei
nerungsvorrichtung des Systems von Fig. 1,
Fig. 7 in einer perspektivischen Teilansicht ein Drehmesser
des Zerkleinerers,
Fig. 8 schematisch die Anordnung eines Lagerplatzes, eines
Fördersystems, der Vorbehandlungsvorrichtung und
einer Metallzerkleinerungsvorrichtung einer dritten
Ausführungsform,
Fig. 9 schematisch den Aufbau einer Kältemittelsammelein
richtung der dritten Ausführungsform,
Fig. 10 schematisch den Aufbau einer Zerkleinerungsvorrich
tung und einer Leichtstoffsepariervorrichtung der
dritten Ausführungsform,
Fig. 11 schematisch den Aufbau einer Kunststoffsortiervor
richtung der dritten Ausführungsform,
Fig. 12 schematisch eine weitere Kunststoffsortiervorrich
tung der dritten Ausführungsform,
Fig. 13 schematisch den Aufbau einer Schäummittelsammelvor
richtung der dritten Ausführungsform,
Fig. 14 schematisch eine weitere Anordnungsmöglichkeit von
Lagerplatz und Fördervorrichtung einer vierten Aus
führungsform,
Fig. 15 schematisch den Aufbau einer Zerkleinerungsvorrich
tung der vierten Ausführungsform,
Fig. 16 schematisch den Aufbau einer Metallzerkleinerungs
vorrichtung der vierten Ausführungsform,
Fig. 17 schematisch den Aufbau einer Metallsepariervorrich
tung der vierten Ausführungsform,
Fig. 18 schematisch den Aufbau einer Kunststoffsortiervor
richtung der vierten Ausführungsform und
Fig. 19 schematisch den Aufbau einer Schäummittelsammelvor
richtung der vierten Ausführungsform.
Das in Fig. 1 gezeigte Abfallentsorgungssystem weist einen
Lagerplatz 1 auf, auf welchem Abfallstoffe grob sortiert
nach Arten gelagert werden, eine Zuführvorrichtung 2 und
eine Vorbehandlungsvorrichtung 3, der die Abfallstoffe durch
die Zuführvorrichtung 2 zugeführt werden. Die Vorbehand
lungsvorrichtung 3 hat eine Kältemittelsammeleinrichtung 4,
eine Separiereinrichtung 5 für große Glasteile und eine
Separiereinrichtung 6 für Metall. Das Entsorgungssystem
hat weiterhin eine Zerkleinerungsvorrichtung 7 mit einer
oder zwei Zerkleinerungsstufen, eine Leichtstoffsepariervor
richtung 8 und eine Metallsortiervorrichtung 9. Die Metall
sortiervorrichtung 9 hat einen Magnetsortierer 10 und einen
Wirbelstromsortierer 11. Das System hat ferner eine Kunst
stoffsortiervorrichtung 12, welche eine Kühlvorrichtung 13,
einen Zerkleinerer 14 und einen Siebsortierer 15 aufweist.
Zu dem System gehört ferner eine kryogene Zerkleinerungsvor
richtung bzw. Tieftemperaturzerkleinerungsvorrichtung 16 zum
Zerkleinern der Metallmassen. Diese Vorrichtung 16 hat eine
Kühlvorrichtung 17 und einen Zerkleinerer 18. Teil des
Systems ist auch eine Schäummittelsammelvorrichtung 19 mit
einem Zerkleinerer 20 zum Zerkleinern der Schaumstoffe,
einem Separator 21 zum Abtrennen von Schäummittel und Harz
komponenten voneinander sowie eine Schäummittelkühlvorrich
tung 22.
Von einem Sammelfahrzeug gesammelte weggeworfene elektrische
Haushaltsmaschinen werden grob in vier Arten sortiert,
nämlich Kühlschränke, Klimaanlagen, Fernseher und Wasch
maschinen, die auf dem Lagerplatz 1 gelagert werden. Die
weggeworfenen elektrischen Haushaltsmaschinen jeder Art
werden dann durch die Zuführeinrichtung 2 in die Vorbehand
lungsvorrichtung 3 eingeführt. In der Vorbehandlungsvorrich
tung 3 wird Kältemittel aus den Kühlschränken und Klimaan
lagen, was durch Pfeile 101 und 101a gezeigt ist, durch die
Kältemittelsammeleinrichtung 4 abgezogen, die noch näher
beschrieben wird und die in der Vorbehandlungsvorrichtung 3
eingeschlossen ist. Das abgezogene Kältemittel wird gesam
melt, was durch den Pfeil 116 gezeigt ist. Danach wird der
Kompessor von jedem Kühlschrank durch die Metallseparier
einrichtung 6 entfernt. Wenn es sich bei den Abfallstücken
um Fernseher handelt, trennt eine Separiereinrichtung 5 für
große Glasstücke in der Vorbehandlungsvorrichtung 3 die
Kathodenstrahlröhren von den Fernsehapparaten, was durch
Pfeile 102 und 102a gezeigt ist. Wenn es sich bei dem Abfallstück
nicht um einen Kühlschrank, eine Klimaanlage oder
einen Fernseher, sondern um eine andere Maschine, beispiels
weise eine Waschmaschine handelt, werden Metallteile, bei
spielsweise der Motor, von dem Abfallstück durch die Metall
separiereinrichtung 6 entfernt, was durch Pfeile 103 und
103a veranschaulicht ist. Die Metallsepariereinrichtung 6
kann eine guillotinenartige Maschine aufweisen, bei der es
sich um eine Art Schermaschine handelt. Die Separiereinrich
tung 5 für Glasstücke mit großen Abmessungen kann eine
Schlagmaschine sein, die Glas dadurch zerkleinert, daß sie
mehrere Male mit einem Hammer oder mit einem Kompressions
werkzeug dagegen schlägt, wodurch die Glasstücke durch
Kompression zerkleinert werden.
Aufgrund der Vorbehandlung werden die Metallteile aus den
weggeworfenen elektrischen Haushaltsmaschinen entfernt. Die
Restkomponenten werden, was durch den Pfeil 104 gezeigt ist,
zu der Zerkleinerungsvorrichtung 7 geführt, welche die
Restkomponenten in Fragmente von 50 bis 100 mm mit einem
einstufigen oder zweistufigen Zerkleinerungsmechanismus
zerkleinert. Die Fragmente werden dann nach Materialart
sortiert. Für die Entsorgung von Kühlschränken werden zwei-
oder mehrstufige Zerkleinerungsmechanismen bevorzugt, da
solche Abfallteile eine Trennung von geschäumtem Urethan von
dünnen Eisenblechen erfordern.
Die von der Zerkleinerungsvorrichtung 7 erzeugten Abfall
fragmente werden dann nach Materialart sortiert und zu der
Leichtstoffsepariervorrichtung 8 transportiert, welche die
Leichtfragmenge, wie Teile aus geschäumtem Urethan, ab
trennt, was durch einen Pfeil 105 veranschaulicht ist. Die
so abgetrennten Leichtfragmente werden zu der Schäummittel
sammelvorrichtung 19 gefördert, was durch einen Pfeil 107
veranschaulicht ist, während die aus den geschäumten Frag
menten abgetrennten schweren Fragmente zu der Metallsortier
vorrichtung 9 gebracht werden, was durch einen Pfeil 106
veranschaulicht ist. Die Leichtstoffsepariervorrichtung 8
kann so gebaut sein, daß sie Luft auf die Abfallfragmente
bläst, die von der Zerkleinerungsvorrichtung 7 abgegeben
werden, um geschäumte Fragmente von den anderen Fragmenten
auszusortieren, wobei die Tatsache genutzt wird, daß die
Dichte solcher Fragmente viel geringer ist als die der
übrigen Fragmente. Alternativ kann ein geneigter Schwingför
derer als Leichtstoffsepariervorrichtung verwendet werden,
wobei die geschäumten Fragmente mit geringem Gewicht von
einem oberen Teil des Förderers abgenommen werden, während
schwerere Fragmente von einem unteren Abschnitt des Förde
rers aus gesammelt werden.
Metallelemente, wie Kompressoren oder Motoren, die von der
Metallsepariervorrichtung 6 der Vorbehandlungsvorrichtung 3
entfernt worden sind, werden, was durch einen Pfeil 113
veranschaulicht ist, zu der Tieftemperaturzerkleinerungsvor
richtung 16 gebracht. In dieser Vorrichtung 16 wird das
Metall auf eine sehr niedrige Temperatur von -100°C oder
noch tiefer durch die Kühlvorrichtung 17 abgekühlt und durch
den Zerkleinerer 18 in Fragmente zerkleinert. Das Zerklei
nern erfolgt mit einer vergleichsweise geringen Stoßkraft
aufgrund der Kaltsprödigkeit, wie sie die Metalle insgesamt
haben. Die so erhaltenen Metallfragmente werden zu der
Metallsortiervorrichtung 9 geführt, was durch den Pfeil 106
veranschaulicht ist, und zwar zusammen mit den schweren
Komponenten aus der Leichtstoffsepariervorrichtung 8.
Zuerst werden durch den Magnetsortierer 10 in der Magnetsor
tiervorrichtung die eisenhaltigen Metallfragmente aus den
Metallfragmenten aussortiert und gesammelt, was durch einen
Pfeil 108 gezeigt ist. Danach werden die nichteisenhaltigen
Metallfragmente durch den Wirbelstromsortierer 11 abgetrennt
und gesammelt, was durch einen Pfeil 109 veranschaulicht
ist. Der Rest besteht ausschließlich aus Kunststoff. Die
Kunststofffragmente werden dann zu der Kunststoffsortiervorrichtung
12 transportiert, was durch einen Pfeil 102 gezeigt
ist. Wie beschrieben, hat die Kunststoffsortiervorrichtung
12 eine Kühlvorrichtung 13, einen Zerkleinerer 14 und einen
Siebsortierer 15. Die der Kunststoffsortiervorrichtung 12
zugeführten Kunststofffragmente werden zuerst durch die
Kühlvorrichtung 13 auf eine Temperatur zwischen 0°C und
-60°C abgekühlt und durch den Zerkleinerer 14 zerkleinert,
bei dem es sich gewöhnlich um einen Schlagzerkleinerer
handelt. Die Kunststoffsortiervorrichtung 12 sortiert Kunst
stofffragmente nach dem Unterschied der Versprödungstempera
tur zwischen verschiedenen Arten von Kunststoffen aus.
Vinylchloridkunststoffe haben insgesamt höhere Versprödungs
temperaturen als andere Kunststoffe und werden deshalb zu
Fragmenten zerkleinert, die feiner sind als die anderer
Kunststoffe. Die von dem Zerkleinerer 14 zerkleinerten
Fragmente werden zu dem Siebsortierer geführt, der die
Kunststofffragmente in feinere Fragmente, die hauptsächlich
aus Vinylchloridkunststoffen bestehen, und vergleichsweise
große Kunststofffragmente sortiert, die nur einen geringen
Anteil an Vinylchloridkunststoff enthalten. Somit werden die
Vinylchloridkunststoffe aussortiert, was durch einen Pfeil
111 veranschaulicht ist, während die restlichen Kunststoffe
als Kunststoffe, die leicht wiederverwendbar sind, gesammelt
werden, was durch einen Pfeil 112 gezeigt ist.
Inzwischen werden die von der Leichtstoffsepariervorrichtung
8 abgetrennten Schaumstoffe zu der Schäummittelsammelvor
richtung 19 gemäß Pfeil 107 befördert, in der die Schaum
stoffe durch den Zerkleinerer 20 zerkleinert und dann in
Feststoff-Kunststoffe und gasförmiges Schäummittel durch den
Separator 21 sortiert werden. Die Feststoff-Kunststoffe
werden gesammelt, was durch einen Pfeil 114 gezeigt ist,
während das gasförmige Schäummittel mit der Umgebungsluft
gemischt wird. Die Mischung wird in die Kühlvorrichtung 22
transportiert, was durch einen Pfeil 115 gezeigt ist. Das
gasförmige Gemisch wird durch die Kühlvorrichtung 22 abgekühlt,
wodurch das Schäummittel verflüssigt wird, so daß es
gesammelt werden kann, was durch einen Pfeil 116 veranschau
licht ist, während die Luft zum Zerkleinerer 20 zurückge
führt wird, was durch einen Pfeil 117 gezeigt ist. Dadurch
werden als Schäummittel verwendetes Kohlenwasserstoffgas und
die Kunststoffe voneinander getrennt und unabhängig vonein
ander gesammelt.
Dadurch ist es möglich, Kältemittel oder Schäumgase in Form
von Fluorkohlenwasserstoffen, die bisher nicht gesammelt
werden konnten, abzutrennen und zu sammeln. Zusätzlich zur
Rückgewinnung von Metallkomponenten werden auch Kunststoffe
sortiert. Kunststoffkomponenten, die für die Wiederverwer
tung geeignet sind, werden für die weitere Verwendung gesam
melt, so daß die Abfallmenge, die der Endlagerung zugeführt
werden muß, stark reduziert ist.
Bei der beschriebenen Ausführungsform soll das Entfernen der
Metallteile, wie der Kompressoren und Motoren, was von der
Vorbehandlungsvorrichtung 3 ausgeführt wird, in sicherer
Betriebsweise und mit einer langlebigen Zerkleinerungsvor
richtung 7 erfolgen. Die Zerkleinerungsvorrichtung 7 spielt
dabei eine doppelte Rolle, indem sie dünne Metalle zer
schneidet und Metalle von Kunststoffen trennt. Die Zerklei
nerungsvorrichtung 7 ist also so ausgelegt, daß sie Metall
bleche mit einer Dicke von etwa 0,1 mm schneiden kann. Wenn
deshalb Metallteile, wie Motoren, in die Zerkleinerungsvor
richtung 7 eingeführt werden, werden Scherblätter ernstlich
beschädigt, so daß die Zerkleinerungsvorrichtung 7 nicht
mehr in der Lage ist, die genannte Doppelrolle zu spielen.
Die Zerkleinerungsvorrichtung 7 ist die Vorrichtung, die
anfänglich große Elemente zerkleinert. Sie kann deshalb
schwer belastet werden. Das Zerkleinern von Metallelementen
mit dieser Vorrichtung 7 würde deshalb zu einem Blockieren
der Vorrichtung führen.
Bei dem Abfallentsorgungssystem von Fig. 2 ist eine Metall
sortiervorrichtung 9 vorgesehen, die der der ersten Aus
führungsform entspricht, mit der Ausnahme, daß sie zusätz
lich einen Separator 23 für rostfreien Stahl und einen nach
Dichte trennenden Sortierer 24 hat. Das System hat ferner
eine Kunststoffsortiervorrichtung 12, die dem Aufbau der
ersten gleicht, wobei jedoch zusätzlich ein nach Dichte
trennender Sortierer 26 vorgesehen ist. Ferner ist ein
elektrostatischer Separator 25 zwischen der Metallsortier
vorrichtung 9 und der Kunststoffsortiervorrichtung 12 vor
handen. In einigen Fällen enthalten die Metallfragmente nach
der Abtrennung der eisenhaltigen Metallfragmente, was durch
den Magnetsortierer 10 erfolgt, Fragmente aus rostfreiem
Stahl, der insgesamt als nicht magnetisch gilt. Die Fragmen
te können außerdem Holzteile enthalten, die erzeugt werden,
wenn Fernsehgehäuse aus Holz zerkleinert werden. Die Aus
führungsform von Fig. 2 sorgt für eine Separierung und
Sammlung des rostfreien Stahls und von Holz. Obwohl rost
freier Stahl insgesamt nicht magnetisch ist, weist er, wenn
er geschnitten, gebogen oder auf andere Weise maschinell
behandelt wird, lokale Änderungen in seiner metallurgischen
Struktur auf, die eine Magnetisierung erlaubt, auch wenn der
Magnetisierungsgrad sehr gering ist. Der hier verwendete
Separator 23 für rostfreien Stahl ist in der Lage, einen
stärkeren Magnetismus zu erzeugen als der, wie er von einem
üblichen Magnetsortierer für die Separierung von eisenhalti
gen Metallen erzeugt wird, und kann deshalb rostfreie Stahl
fragmente separieren, die nur leicht magnetisiert worden
sind.
Die nicht eisenhaltigen Metallfragmente, die durch den
Wirbelstromsortierer 11 separiert und gesammelt worden sind,
was durch den Pfeil 109 veranschaulicht ist, werden zu dem
nach Dichte trennenden Sortierer 24 befördert, der nicht
eisenhaltige Metallfragmente nach Art des Materials sor
tiert, so daß die Wiederverwendung der Materialien erleichtert
wird. Die nicht eisenhaltigen Metallfragmente werden in
drei Arten sortiert und gesammelt, nämlich in Kupferfragmen
te - Pfeil 120, in Aluminiumfragmente - Pfeil 121 und in
andere nicht eisenhaltige Metallfragmente - Pfeil 122. Das
spezifische Gewicht bzw. die Dichte der Bezugsflüssigkeit,
die in dem Sortierer 24 verwendet wird, sollte nicht kleiner
als 2,0 g/cm3 sein, wenn man berücksichtigt, daß die Flüs
sigkeit zum Sortieren von Metallen verwendet wird. Eine
solche Forderung erfüllen nur wenige Metalle. Deshalb wird
bei der beschriebenen Ausführungsform als Bezugsflüssigkeit
für die Dichte ein magnetisches Fluid verwendet, das unter
schiedliche Dichten abhängig von der Stärke des auf es
einwirkenden Magnetfelds hat. Durch Verwendung von zwei
unterschiedlichen Magnetstärkepegeln ist es möglich drei
Arten von nicht eisenhaltigen Metallen zu sortieren. Eine
andere Flüssigkeit für Dichte kann Wasser oder Öl mit einem
suspendierten Metallpulver sein, um so die Dichte der Flüs
sigkeit einzustellen.
Als Folge sind die Abfallfragmente, die von der Metallsor
tiervorrichtung 9 abgeführt werden, was durch den Pfeil 110
veranschaulicht ist, hauptsächlich Kunststofffragmente. Es
können jedoch auch Holzfragmente, beispielsweise von Fern
sehgehäusen, enthalten sein. Um eine Wiederverwendung der
abschließend aussortierten Kunststoffe zu ermöglichen,
möchte man die Holzfragmente von den Kunststoffen trennen.
Für eine solche Trennung wird bei der Ausführungsform von
Fig. 2 der elektrostatische Separator 25 verwendet, der mit
dem Auslaufende der Metallsortiervorrichtung 9 verbunden
ist. Der elektrostatische Separator 25 besteht aus dem
Separator für sich allein oder aus einem Trockner und dem
Separator. Der elektrostatische Separator 25 kann verschie
dene Materialien voneinander dadurch trennen, daß er die
elektrostatische Aufladbarkeit der Materialien ausnutzt.
Holzfragmente können leicht separiert werden, da Holz ins
gesamt in geringerem Ausmaß aufladbar ist als Kunststoff.
Die von dem elektrostatischen Separator 25 abgegebenen
Abfallfragmente, die hauptsächlich aus Kunststofffragmenten
bestehen, werden zur Kunststoffsortiervorrichtung 12 ge
führt, was durch einen Pfeil 123 veranschaulicht ist. Die
Kunststofffragmente werden dann in zwei Gruppen sortiert,
nämlich in eine erste Gruppe, die reich an Vinylchlorid
kunststofffragmenten ist, welche gesammelt werden, was durch
einen Pfeil 111 veranschaulicht ist, und in eine zweite
Gruppe, welche nur eine geringe Menge an Vinylchloridkunst
stoffen enthält und die ebenfalls gesammelt wird, was durch
112 gekennzeichnet ist. Die Abfallfragmente gemäß Pfeil 111
enthalten jedoch neben den Vinylchloridkunststoffen auch
noch andere wiederverwertbare Kunststoffe. Diese wiederver
wertbaren Kunststoffe möchte man von den Abfallfragmenten
gemäß Pfeil 111 abtrennen und sammeln. Dafür wird bei der
Ausführungsform von Fig. 2 der Sortierer 26 nach Dichte
verwendet. Vinylchloridkunststoffe haben eine vergleichs
weise große Dichte von etwa 1,3 g/cm3 bis 1,6 g/cm3. Vinyl
chloridkunststofffragmente scheiden sich deshalb in dem
Sortierer 26 nach Dichte ab und werden gesammelt, was durch
einen Pfeil 124 veranschaulicht ist, während wiederverwend
bare Kunststofffragmente durch Flotation abgetrennt und
gesammelt werden, was durch einen Pfeil 125 gezeigt ist.
Verglichen mit Fig. 1 ist die Ausführungsform von Fig. 2
dadurch vorteilhafter, daß die Metallfragmente weiter aus
sortiert werden und daß die Rückgewinnung an wiederverwend
baren Kunststoffen erweitert ist. Bei den Ausführungen von
Fig. 1 und 2 sind der magnetische Sortierer 10, der Wirbel
stromsortierer 11 und der Sortierer 23 für rostfreien Stahl
in der Metallsortiervorrichtung 9 einstufig gebaut. Jeder
dieser Sortierer kann jedoch je nach Erfordernis mehrstufig
gebaut sein. Zur Verbesserung des Sortierwirkungsgrads
werden mehrstufige Sortierer verwendet. Die Sortierer 24 und
25 nach Dichte können ebenfalls mehrstufig gebaut sein, um
die Anzahl der erhaltenen Aussortierungen zu steigern und um
den Sortierwirkungsgrad zu verbessern.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Modifizierung wird eine Kunst
stoffsortiervorrichtung 12a verwendet, die sich von der
Kunststoffsortiervorrichtung 12 der Ausführunsform von Fig.
2 dadurch unterscheidet, daß ein Trockner 27, ein Zerkleine
rer 28, ein elektrostatischer Separator 29 und ein Sortie
rer 30 nach Dichte vorgesehen werden. Abfallstoffe, die von
den Metallen durch die Metallsortiervorrichtung 9 in der
Bauweise der Fig. 1 oder 2 separiert worden sind, werden vom
Trockner 27 getrocknet und vom Zerkleinerer 28 in Körner mit
einer eingestellten Größe zerkleinert. Die Abfallkunststoff
körner bzw. Granulate mit eingestellter Größe werden zu dem
elektrostatischen Separator 29 geführt, der die Kunststoff
granulate in zwei Gruppen trennt, nämlich eine erste Gruppe,
die hauptsächlich aus Kunststoffen mit einer hohen elektro
statischen Aufladbarkeit besteht, beispielsweise Polyethy
lenharz und Vinylchloridharz, deren Aussortierung durch
einen Pfeil 127 veranschaulicht ist, und in eine zweite
Gruppe (Pfeil 128), die hauptsächlich aus anderen Kunst
stoffen mit einer geringeren elektrostatischen Aufladbarkeit
besteht. Die erste Gruppe von Kunststoffen mit hoher elek
trostatischer Aufladbarkeit enthält Vinylchloridkunststoff
fragmente, so daß diese Gruppe zum Sortierer 30 nach Dichte
geführt wird, in welchem die Granulate des Vinylchlorid
kunststoffs separiert und entfernt werden, was durch den
Pfeil 129 veranschaulicht ist, während für die Wiederver
wendung geeignete Kunststoffe gesammelt werden, wofür der
Pfeil 130 steht.
Die Verwendung des Trockners 27 ist nicht von Bedeutung. Der
Trockner 27 kann weggelassen werden, vorausgesetzt, daß der
in die Kunststoffsortiervorrichtung 12a eingeführte Abfall
trocken ist. Die Kunststoffsortiervorrichtung 12a, bei
welcher der Trockner fehlt, kann also auch bei der Ausfüh
rungsform von Fig. 2 eingesetzt werden.
Bei weiteren Modifizierungen werden andere Kunststoffsor
tiervorrichtungen verwendet, von denen eine in Fig. 4 ge
zeigt ist. Diese Kunststoffsortiervorrichtung 12b verwendet
einen mehrstufigen elektrostatischen Sortierer zum Trennen
der Kunststoffe. Bei der Kunststoffsortiervorrichtung 12b
sind ein Trockner 27, ein Zerkleinerer 28, durch welchen
Abfallgranulate mit regelmäßiger Größe erhalten werden, ein
eine erste Stufe bildender elektrostatischer Separator, der
gemäß Pfeil 127 Polystyrolkunststoffe und Vinylchloridkunst
stoffe mit hoher elektrostatischer Aufladbarkeit trennt und
ein eine zweite Stufe bildender elektrostatischer Separator
31 vorgesehen, welcher Polystyrolkunststoffe 132 und Vinyl
chloridkunststoffe 131 voneinander trennt.
Die in Fig. 5 gezeigte Kältemittelsammeleinrichtung 4 hat
eine Verbindungsstückeinrichtung 32 zum Abziehen von Kälte
mittel aus einem Kühlschrank, einen Ölseparator 33 zum
Abtrennen von Schmieröl aus dem Kältemittel-Öl-Gemisch,
einen Kompressor 34 zum Erzeugen der Energie zum Sammeln von
Kältemittel, eine Kühlvorrichtung 35 zum Kühlen und Ver
flüssigen des Kältemittels und eine Rohranordnung, welche
diese Bauteile zur Bildung eines Systems verbindet, das von
der Umgebungsluft abgetrennt ist. Wenn die Kältemittelsam
meleinrichtung 4 arbeitet, wird der Kompressor 34 aktiviert,
um den Innendruck eines Abschnitts des erwähnten geschlosse
nen Systems zwischen der Verbindungsrohreinrichtung 32
stromauf vom Kompressor 34 und dem Ölseparator 33 abzusen
ken, wodurch Kältemittel aus dem Kühlschrank abgesaugt wird.
Danach wird das Öl in dem Ölseparator abgeschieden, während
das Kältemittel vom Kompressor 34 auf einen hohen Druck und
eine hohe Temperatur komprimiert wird. Das komprimierte
Kältemittel wird dann durch die Kühlvorrichtung 35 abge
kühlt, so daß es zu seiner Flüssigphase kondensiert. Das so
verflüssigte Kältemittel wird in einem Kältemittelzylinder
oder dergleichen (nicht gezeigt) gesammelt, wofür der Pfeil
116 steht. Die Verbindungsstückeinrichtung 32 kann einen
scharfen Aufreißvorsprung zum Durchbohren des Kältemittel
rohrs haben, damit das Kältemittel aus dem Kühlschrank
abgezogen werden kann.
Die in Fig. 6 gezeigte Zerkleinerungsvorrichtung 7 dient zur
Grobzerkleinerung von Abfallstoffen und zum Sortieren der
Fragmente nach der Materialart sowie zum Aussortieren von
Metallplatten und geschäumten Urethankunststoffschichten,
die zur thermischen Isolierung in einem Kühlschrank ver
wendet werden. Die Zerkleinerungsvorrichtung 7 von Fig. 6
hat einen eine erste Stufe bildenden Zerkleinerer 36, der
das Abfallelement in bahnartige Stücke 37 zerkleinert,
Drehmesser 38 zum Ändern der Richtung der bahnartigen Stücke
37 und einen eine zweite Stufe bildenden Zerkleinerer 39,
der die bahnartigen Stücke 37 in Richtungen zerkleinert, die
sich von denen der Zerkleinerungen der ersten Stufe unter
scheiden. Jeder der Zerkleinerer 36 und 39 hat einen Dreh
schneider 42a, 42b mit einem Paar von Wellen 41, die eine
Vielzahl von Zerkleinerungsmessern 40 aufweisen und die so
angeordnet sind, daß diese Messer ineinandergreifen.
Wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, betragen die Dicke 51 der
Messerblätter 40 und ihr Abstand 52 50 bis 100 mm, so daß
die ineinandergreifenden Messerblätter einander mit einem
Abstand 53 von 1 bis 10 mm gegenüberliegen. Mit dieser
Anordnung ist es möglich, den Abfall in Fragmente von 50 bis
10 mm Länge zu scheren. Der Freiraum 53 zwischen den Messer
blättern 42a und 42b beider Drehwellen verringert den Scher
effekt etwas, ermöglicht jedoch, daß die Zerkleinerer 36 und
39 auf die Abfallfragmente Kräfte einwirken lassen können,
welche in eine solche Richtung wirken, daß das Material vom
Metall abgeschält wird. Es ist dadurch möglich, eine dünne
Schicht des Schaummaterials, beispielsweise der Wärmeisola
tion, von dem Metall abzutrennen, auf welchem die Schicht
haftend befestigt ist.
Bei dem in den Fig. 8 bis 13 gezeigten Abfallentsorgungs
system sind ein Lagerplatz 1, eine Fördervorrichtung 2, eine
Vorbehandlungsvorrichtung 3 und eine Metallzerkleinerungs
vorrichtung 16 vorgesehen. Die Abfälle, wie Kühlschränke
402, Waschmaschinen 403, Fernseher 404 und dergleichen, die
von einem Sammelfahrzeug abgegeben werden, werden zur Vor
behandlungsvorrichtung 3 durch die Fördereinrichtung 2
geführt. Wenn der vorzubehandelnde Abfallgegenstand ein
Kühlschrank ist, arbeitet die Vorbehandlungsvorrichtung 3
so, daß Kältemittel aus dem Kühlschrank durch Inbetriebnahme
der Kältemittelsammeleinrichtung 4 abgezogen wird. Gemäß
Fig. 8 und 9 hat die Kältemittelsammeleinrichtung 4 eine
Verbindungsrohreinrichtung 32, einen Ölsumpf 301, einen
Kompressor 34 und eine Flüssigkeitsumwälzpumpe 406. Das
Kältemittel und das Öl, die von der Kältemittelsammelein
richtung 4 gesammelt werden, werden in einen Kältemittel
behälter 407 und in dem Ölsammelbehälter 410 aufgenommen und
zu den Wiederaufbereitungsfabriken gebracht, was durch
Pfeile 408 und 409 veranschaulicht ist.
Dann werden metallische oder Metall enthaltende Teile,
beispielsweise der Kompressor 302 sowie Magnete enthaltender
Dichtungskautschuk 303, von dem Rahmen des Kühlschranks 402
entfernt. Der Rahmen wird dann zu einer Rahmenzerkleine
rungsvorrichtung 7 transportiert, die in Fig. 10 gezeigt
ist. Wenn der vorzubehandelnde Gegenstand eine Waschmaschine
403 ist, werden die metallischen Teile, beispielsweise der
Motor und die Kupplung, entfernt, während, wenn der Gegen
stand ein Fernsehempfänger 404 ist, die Kathodenstrahlröhre
306 vom Gehäuse 305 gelöst wird. Die meisten, nach dem
Entfernen der Kathodenstrahlröhre 306 verbleibenden Teile
bilden das Gehäuse 305. Die Überreste werden zu einer Zer
kleinerungsvorrichtung 7 gemäß Fig. 10 transportiert.
Das Metall 304, beispielsweise der Kompressor 302, der Motor
und die Kupplung, die durch die Vorbehandlungsvorrichtung 3
entfernt worden sind, werden von der Metallzerkleinerungs
vorrichtung 16 zerkleinert. Das in die Metallzerkleinerungs
einrichtung 16 eingeführt Metall wird zunächst durch ein
Kühlmedium 1601, beispielsweise verflüssigte Luft, auf eine
Temperatur abgekühlt, die unter der Versprödungstemperatur
der eisenhaltigen Metalle liegt, und durch Schläge oder
Stöße zerkleinert, welche die Zerkleinerungsvorrichtung 18
erteilt. Als Folge werden die eisenhaltigen Metalle in feine
Fragmente zerteilt, die dann zu einer Metallsortiervorrich
tung 9, wie sie in Fig. 11 gezeigt ist, mittels eines Förde
rers 1602 transportiert wird. Inzwischen wird das Kühlmedi
um, das durch die Wärme verdampft worden ist, die vom Metall
in der Kühlvorrichtung 17 abgeleitet worden ist, als Kühlgas
1604 zum Kühlen einer Schäummittelsammelvorrichtung 19
und/oder einer Kunststoffsortiervorrichtung 12 verwendet.
Die in die Zerkleinerungsvorrichtung 7 eingebrachten Stoffe
werden in einem ersten Zerkleinerer 703 mit einer Geschwin
digkeit eingebracht, die von einem hydraulischen Steuersy
stem 702 reguliert wird, wodurch sie in Fragmente in Größen
von etwa 100 mm zerkleinert und dann von einem zweiten
Zerkleinerer 704 in feinere Fragmente in Größen von etwa 50 mm
zerkleinert werden.
Die von der Zerkleinerungsvorrichtung 7 zerkleinerten Ab
fallstoffe werden dann zu der Leichtstoffsepariervorrichtung
8 transportiert, die einen Windsichter 801 zum Abtrennen von
geschäumtem Material, wie geschäumtem Polyurethan, hat. Nach
der Abtrennung des geschäumten Urethans werden die Abfall
stoffe zur Metallsortiervorrichtung 9 geführt, wie sie in
Fig. 11 gezeigt ist, in der sie einer Siebung durch ein Sieb
901 mit einer Maschengröße zwischen 80 und 100 mm unter
worfen werden, wodurch Kupferlitzenmanteldrähte 102 erhalten
werden. Dann werden eisenhaltige Metallfragmente 908 durch
zwei Stufen 903 und 904 eines Magnetsortierers abgetrennt.
Ein Aluminiumseparator 905 mit einem Polrad trennt Aluminium
906 und andere nicht eisenhaltige Metalle mittels elektri
scher Wirbelströme ab. Eine weitere Abtrennung der eisenhal
tigen Metalle erfolgt magnetisch. Der nach der Abtrennung
dieser Metalle verbleibende Rest besteht hauptsächlich aus
Kunststoffabfallfragmenten 907, die zur Kunststoffsortier
vorrichtung 12 geführt werden, wie es in Fig. 12 gezeigt
ist. Die eisenhaltigen Metalle 908 und aus Aluminium 906,
die in der Metallsortiervorrichtung 9 aussortiert wurden,
werden zu entsprechenden Fabriken für die Regenerierung
gebracht, was durch Pfeile 909 bzw. 910 veranschaulicht ist.
Die Abfallfragmente 907, die hauptsächlich aus Kunststoff
bestehen, und in der Kunststoffsortiervorrichtung 12 erhal
ten werden, werden in eine Kältekammer 1203 gebracht. In
einem Verdampfer 1202 wird flüssiger Stickstoff aus einem
Tank 1201 für flüssigen Stickstoff verdampft. Der dadurch
erhaltene gasförmige Stickstoff mit sehr niedriger Tempera
tur wird in die Kältekammer 1203 eingebracht und kühlt die
Abfallfragmente 907 auf eine sehr niedrige Temperatur von
-20°C bis -40°C ab. Das Gas wird wieder in den Verdampfer
1202 mit Hilfe eines Gebläses eingeführt. Der in der Kältekammer
abgekühlte Abfallstoff wird durch einen sortierenden
Zerkleinerer 14 zerkleinert. Die zerkleinerten und durch den
sortierenden Zerkleinerer 14 abgetrennten Fragmente werden
durch einen Siebseparator 15 grob klassiert. Ein unter dem
Sieb angeordneter Trichter 1208 nimmt dann die Kunststoff
fragmente auf, die reich an Vinylchlorid sind. Die in den
Trichter 1208 aufgenommenen Fragmente enthalten jedoch außer
Vinylchlorid noch andere Kunststoffe, die wiederverwendbar
sind. Dafür wird ein Sinkscheider beispielsweise ein Separa
tor 1209 nach Dichte verwendet, der solche wiederverwend
baren Kunststoffe wirksam sammelt und die gesammelten Kunst
stoffe sortiert.
Das von dem Windsichter 801, wie er in Fig. 10 gezeigt ist,
abgetrennte geschäumte Polyurethan wird dann zu einer
Schäummittelsammelvorrichtung gebracht. Dabei werden die
Fragmente der Schaumstoffe in einen Zyklonseparator 802
eingeführt, in welchem die Fragmente von der Förderluft
getrennt und in einen Trichter 1903 eingeführt werden, der
eine Trennvorrichtung 1904 mit Schiebetoren 1901 und 1902
aufweist, die den Einlaß und Auslaß der Trennvorrichtung
1904 verschließen können. Die Kunststoffe und das Schäum
mittel werden durch Kompression oder Zerkleinern getrennt,
was in der Trennvorrichtung 1904 durchgeführt wird. Die
getrennten Kunststoffe werden durch die Trennvorrichtung
1904 kompaktiert und aus der Vorrichtung 1904 durch das
Schiebetor 1902 herausgeführt, was durch den Pfeil 1904
gezeigt ist, zu einer Stelle transportiert, wo Polyurethan
in geeigneter Weise entsorgt wird. Das von der Trennvor
richtung 1904 separierte Schäummittel wird von einem Gebläse
1907 in Kontakt mit Aktivkohle einer Adsorptionsvorrichtung
1909 gebracht, wo es von der Aktivkohle adsorbiert wird. Das
Schäummittel wird dann durch Anwendung von Wärme freigesetzt
und anschließend durch Kühlung 1911, 1912 verflüssigt, die
Verwendung von einer Wärmesenke, beispielsweise einer Kühl
vorrichtung 1914 Gebrauch macht, so daß das Schäummittel
1913 in flüssiger Form gesammelt wird.
Bei dieser Ausführungsform werden gesonderte Kältequellen
für die Kunststoffsortiervorrichtung 12 und die Schäummit
telsammelvorrichtung 19 verwendet. Diese Anordnung ist
jedoch nur ein Beispiel. Die Anordnung kann auch so getrof
fen werden, daß, wenn die Kühlschrankzerkleinerung in der
Metallzerkleinerungsvorrichtung 16 erfolgt, die Verlustkälte
1603 (Fig. 8) aus der Vorrichtung 1603 als Kältequelle
verwendet wird, und zwar sowohl für die Kunststoffsortier
vorrichtung 12 als auch für die Schäummittelsammelvorrich
tung 19.
Bei der in den Fig. 14 bis 19 gezeigen Ausführungsform sind
ein Lagerplatz 1 und eine Zuführvorrichtung 2, nicht jedoch
eine Vorbehandlungsvorrichtung vorgesehen.
Auf dem Lagerplatz 1 werden die verschiedenen Abfallgegen
stände gesammelt. Sie werden durch Fahrzeuge antranspor
tiert, beispielsweise durch ein Fahrzeug 420 im Lokalservice
zum Sammeln von Fluorkohlenwasserstoffen (für Klimaanlagen),
durch ein Konservierungsfahrzeug 421 (mit Kohlenfluorwaser
stoffsammelsystem einschließlich Kühlschränke), durch ein
Konservierungsfahrzeug 422 (mit Fluorkohlenwasserstoffsam
melsystem ausschließlich Kühlschränke) und einem Lastkraft
wagen 423.
Der Fluorkohlenwasserstoff, der von dem Fahrzeug 420 zum
Sammeln von Fluorkohlenwasserstoff und von dem Konservie
rungsfahrzeug 421 gesammelt wurde, wird über eine Leitung
(Pfeil 415) abgeführt und nach der Abtrennung von Öl in
Flaschen gefüllt. Der Lagerplatz hat einen hausartigen
Überbau, dessen Innenraum so weit wie möglich luftdicht
gegenüber dem Außenraum abgeschlossen ist. Um die Ausbrei
tung von unangenehmem Geruch zu vermeiden, wird die Luft im
Lagerplatz 1 in ein Deodoriersystem geführt, was durch einen
Pfeil 426 veranschaulicht ist. Das auf dem Lagerplatz er
zeugte Abwasser (Wasser und Öl) wird in ein Abwasserbehand
lungssystem durch einen Ablauf im Boden des Lagerplatzes
geführt (Pfeil 409). Die auf dem Lagerplatz 1 gespeicherten
Abfallstoffe werden von einem Kran 427 der Zuführvorrichtung
2 zu einer Zerkleinerungsvorrichtung 7 geführt, die in Fig.
15 gezeigt ist. Die Zerkleinerungsvorrichtung 7 hat einen
mit Schleuder- oder Federwirkung arbeitenden Zerkleinerer
707 mit einem Einlaß, der durch einen Explosionsschutzver
schluß 706 verschließbar ist. Auf der Oberseite des Zer
kleinerers 707 ist ein Notauslaßkanal 705 ausgebildet. Der
Explosionsschutzverschluß 706 und der Notauslaßkanal 705
verhindern einen ungewöhnlichen Druckanstieg in dem Zer
kleinerer 707, der beispielsweise eintreten kann, wenn ein
Gas enthaltender Behälter, beispielsweise ein Gaszylinder,
der noch Gas enthält, als Abfallstoff eingeführt wird,
wodurch die Sicherheit gewährleistet ist. Der Zerkleinerer
707 sprengt während der Zerkleinerung das Metall heraus,
beispielsweise einen Motor oder einen Kompressor, während
der Zerkleinerung, wobei andere Stoffe zerkleinert werden.
Die durch das Zerkleinern erhaltenen Fragmente werden zu
einem Schredder geführt. Die von dem Zerkleinerer 707 abge
sprengten Elemente werden von einem Förderer 709 zu der
Metallzerkleinerungsvorrichtung 16 transportiert. Relativ
kleine elektrische Haushaltsmaschinen, beispielsweise ein
Fernsehempfänger, ein Radio oder ein Tonbandgerät, werden,
was durch 428 veranschaulicht ist, direkt zu dem Schredder
711 geführt, wobei der Zerkleinerer 707 umgangen wird. Der
Schredder 711 zerkleinert die Fragmente der Abfallstoffe und
sortiert die Fragmente auch nach Materialart. Ablaufflüssig
keit, wie Öl, die in dem Schredder 711 frei wird, wird zur
Entsorgung zum Abwasserbehandlungssystem geführt, wofür der
Pfeil 712 steht. Die durch das Zerkleinern und Abtrennen
erhaltenen Fragmente aus dem Schredder 711 werden zu einem
Windsichter 713 der Leichtstoffsepariervorrichtung 8 ge
führt, wodurch Fragmente aus geschäumtem Urethan aus den
Überresten separiert werden. Die verbleibenden Fragmente des
Abfallstoffs werden dann zu der in Fig. 17 gezeigten Metall
sortiervorrichtung transportiert. Inzwischen werden Kunst
stoffe und das Schäummittel in dem geschäumten Polyurethan
voneinander getrennt. Die abgetrennten Kunststoffe werden
aufgenommen und nach außen abgeführt. Das Schäummittel wird
zusammen mit den Schäummitteln, die in dem Zerkleinerer 707
und dem Schredder 711 abgetrennt wurden, gesammelt und zur
Schäummittelsammelvorrichtung 19 geführt, wie es in Fig. 19
gezeigt ist.
Metall, wie ein Kompressor, ein Motor oder eine Kupplung,
die durch den Zerkleinerer 707 abgetrennt werden, wird zu
der Metallzerkleinerungsvorrichtung 16 von Fig. 15 geführt,
von der es zerkleinert wird. Die Metallzerkleinerungsvor
richtung 16 hat eine Kühlvorrichtung 17, welche das Metall
auf eine Temperatur unter der Versprödungstemperatur für
eisenhaltige Metalle abkühlt, wofür ein Kühlmedium 1604, wie
flüssige Luft, verwendet wird. Das abgekühlte Metall wird
dann von einem Zerkleinerer 18 zerkleinert, wodurch eisen
haltige Metalle in feine Fragmente zerkleinert werden. Die
feinen Fragmente der eisenhaltigen Metalle werden zu einer
Metallsortiervorrichtung 9 geführt, wie sie in Fig. 18
gezeigt ist, und zwar über einen Förderer 1605 aus rost
freiem Stahl oder Aluminium. Das Kühlmedium, welches infolge
der Abkühlung des Metalls in der Kühlvorrichtung 17 ver
dampft worden ist, wird als kaltes Gas 1602 verwendet,
beispielsweise als Kältequelle für die Schäummittelsammel
vorrichtung 19 und die Kunststoffsortiervorrichtung 12.
Die Fragmente der in die Metallsortiervorrichtung 9 einge
führten Abfallstoffe werden in drei Gruppen sortiert, näm
lich in nicht eisenhaltige Metalle 912, in eisenhaltige
Metalle 914 und in andere Stoffe 913, und zwar über zwei
Sortierstufen, nämlich über einen Magnetsortierer 911, der
ein Polrad zur Erzeugung von elektrischen Wirbelströmen
verwendet. Die anderen Stoffe oder Überreste 913 werden von
einem Sieb 916 gesiebt, wodurch Kupferdraht 917, der noch in
dem Rest vorhanden sein kann, und Glas 919 und andere Sub
stanzen gesammelt werden, die von einem Sieb 918 abgetrennt
werden, das eine Siebgröße zwischen etwa 5 und
10 mm hat. Das Glas und die anderen Stoffe 919, die durch
das Sieb ausgesiebt worden sind, werden zu einer Weiterbe
handlung, beispielsweise einer Sinterung, geführt, was durch
den Pfeil 920 veranschaulicht ist. Der auf dem Sieb ver
bleibende Rest ist im wesentlichen Kunststoff. Dieser Kunst
stoff wird dann zu einer Kunststoffsortiervorrichtung 12
transportiert, wie es in Fig. 18 gezeigt ist.
Die hauptsächlich aus Kunststoff bestehenden Abfallfragmen
te, die in der Kunststoffsortiervorrichtung 12 aufgenommen
werden, werden in eine Kühlkammer 1212 eingeführt. Das kalte
Gas 1602 aus der Metallzerkleinerungsvorrichtung 16 von Fig.
16 wird in die Kühlkammer 1212 nach einer Tempraturregulie
rung durch einen Temperaturregler 1211 eingeführt und kühlt
die Abfallfragmente 907 auf eine sehr niedrige Temperatur
von -20°C bis -40°C herunter. Das Gas wird dann wieder in
den Temperaturregler 1211 mit Hilfe eines Gebläses 1205
geführt. Der in der Kühlkammer 1212 abgekühlte Abfall wird
durch einen Sortierzerkleinerer 14 zerkleinert. Die von dem
Sortierzerkleinerer 14 zerkleinerten und separierten Frag
mente werden durch einen Siebseparator 15 grob klassiert.
Ein unter dem Sieb angeordneter Trichter 1208 nimmt somit
Kunststofffragmente auf, die reich an Vinylchlorid sind. Die
in dem Trichter 1208 aufgenommenen Fragmente enthalten
jedoch außer Vinylchlorid auch noch andere Kunststoffe, die
wiederverwendbar sind. Deshalb wird ein Sinkscheider, d. h.
ein Separator 1209 nach Dichte für eine wirksame Sammlung
solcher wiederverwendbarer Kunststoffe und zum Sortieren des
so gesammelten Kunststoffs verwendet. Die in dem Sinkschei
der 1209 verwendete Flüssigkeit mit Referenzdichte wird
während des Gebrauchs verunreinigt. Deshalb wird eine Überwachungsvorrichtung
1216 für die Flüssigkeit mit Referenz
dichte zur Überwachung der Dichte dieser Flüssigkeit ver
wendet.
Das Schäummittel, welches von dem geschäumten Polyureth
anharz abgetrennt worden ist, das von dem Windsichter 713 in
Fig. 15 separiert worden ist, wird durch ein Gebläse 1916
in die Schäummittelsammelvorrichtung 19 durch einen Filter
1915 zusammen mit den Schäummitteln geführt, die in dem
Zerkleinerer 707 und dem Schredder 711 gesammelt wurden. Die
Schäummittelsammelvorrichtung 19 hat einen Kältetank 1919,
der das Schäummittel durch Verwendung der latenten Wärme
verflüssigt, die abgeführt wird, wenn das Mittel selbst
verdampft wird. Dann wird das verflüssigte Schäummittel
durch einen Sinkscheider 1923 geführt, wo Wasser aus dem
Schäummittel entfernt wird, wodurch Fluorkohlenwasserstoff
1925 gesammelt wird. Das mit Luft angereicherte Schäummittel
wird zu einer Stelle stromauf vom Kältetank 1919 gebracht
und von Aktivkohle einer Adsorptionsvorrichtung 1909, wie
bei der vorhergehenden Ausführungsform adsorbiert. Das von
der Aktivkohle adsorbierte Schäummittel wird durch Anwendung
von Wärme freigesetzt und durch einen Kühler 1911 verflüs
sigt, so daß es als flüssiges Schäummittel 1913 gesammelt
werden kann.
Bei dieser Ausführungsform benutzen die Kunststoffsortier
vorrichtung 12 und die Schäummittelsammelvorrichtung 19
unabhängige Kältequellen. Die Anordnung kann jedoch so
getroffen sein, daß die Kälte 1602, die aus der Metallzer
kleinerungsvorrichtung 16 abgeht, als Kältequelle sowohl für
die Kunststoffsortiervorrichtung 12 als auch für die Schäum
mittelsammelvorrichtung 19 verwendet wird.
Die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen
des Abfallentsorgungssystems ermöglichen umfangreiche Behandlungen.