DE4131112A1 - Vorrichtung zur ausbildung eines vlieses in einer vliesanlage - Google Patents
Vorrichtung zur ausbildung eines vlieses in einer vliesanlageInfo
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung
eines Vlieses in einer Vliesanlage, bei welcher in einem
Füllschacht befindliche Fasern über ein Walzeneinzugs
system einem Tambour zuführbar sind und mit Lufteinwir
kung auf eine Siebtrommel förderbar sind, von welcher
eine hierdurch erzielte Faserschicht auf einem Transport
band als Vlies ablegbar ist.
Derartige Vorrichtungen sind insbesondere aus der Praxis
in verschiedenen Ausgestaltungen bekanntgeworden. Hier
bei werden Textilfasern, die zuvor durch Zerreißvorgänge
aus Altmaterial beispielsweise gewonnen wurden, zur
Herstellung eines Wirrfasergeleges bzw. Vlieses auf die
erwähnte Siebtrommel gefördert. Hierzu werden die Fasern
zuvor aus einem Füllschacht mittels einer Reißtrommel
(Tambour) herausgefördert, wobei auch eine nochmalige
Zerfaserung von etwa noch zusammenhängenden Stücken
erfolgt. Durch eine Luftströmung werden die Fasern des
weiteren von dem Tambour sodann auf die erwähnte Sieb
trommel gefördert, auf der sie aufgrund eines dort herr
schenden Unterdruckes aufliegen. Durch Drehung der
Siebtrommel wird die Faserschicht abgehoben und auf ein
Förderband aufgelegt, in Form des gewünschten Vlieses.
Mit einer solchen Einrichtung lassen sich zwar in der
gewünschten Weise Vliese erzeugen, jedoch besteht noch
ein Bedürfnis, die Qualität, insbesondere Homogenität
der erzeugten Vliese zu verbessern.
Die im Anspruch 1 angegebene Vorrichtung erbringt eine
solche Verbesserung, wobei überdies auch die benötigte
Grundfläche einer solchen Anlage verringert ist. Hierzu
ist darauf abgestellt, daß eine Anblasung des Tambours
in dessen oberen Hälfte erfolgt, derart, daß die Luft
strömung unmittelbar auf die in etwa senkrecht unter dem
Tambour angeordnete Siebtrommel gerichtet ist. Die senk
recht nach unten erfolgende Anblasung und der damit
verbundene im wesentlichen sich senkrecht vollziehende
pneumatische Transport der Fasern führt zu einer besse
ren Qualität des erzeugten Vlieses. Es ist in dem Vlies
praktisch keine Schichtung von spezifisch schwereren und
spezifisch leichteren Fasern festzustellen, welche bei
Erzeugung eines Vlieses auf herkömmliche Art durchaus
auftritt. Darüber hinaus ist es auch möglich, die An
triebsleistung für einen hierzu erforderlichen Ventila
tor zu reduzieren. In weiterer Ausgestaltung ist auch
vorgesehen, daß sich der etwa senkrecht verlaufende
Strömungsschacht zur Förderung der Fasern auf die Siebt
rommel unterhalb der Siebtrommel in etwa senkrechtem
Anschluß als Saugleitung fortsetzt. Die Siebtrommel ist
also gleichsam in eine etwa geradlinig verlaufende Lei
tung, die oberhalb der Siebtrommel als Druckleitung,
unterhalb der Siebtrommel als Saugleitung arbeitet,
eingesetzt. Bei Betrachtung des Gesamtleitungssystems
kann sich die Siebtrommel etwa mittig in dem Leitungssy
stem befinden, wenn man die Druckleitung mit Beginn der
pneumatischen Beaufschlagung des Tambours betrachtet und
die Saugleitung bis zum gleichfalls etwa unterhalb der
Siebtrommel angeordneten Ventilator sieht. Zur besseren
Handhabbarkeit des Systems geht ein weiterer Vorschlag
auch noch dahin, daß zum Anschluß an die Saug- bzw.
Druckleitung unterhalb der Saugleitung ein Ventilator
angeordnet ist, der bei betrieblich lösbarer Verbindung
mit der Saug- bzw. Druckleitung seitlich verfahrbar ist.
Durch eine einfache Lösung der Verbindung der Anschluß
stutzen des Ventilators mit der Saug- bzw. Druckleitung
kann der Ventilator von dem Leitungssystem getrennt
werden und seitlich verfahren werden. Hierdurch ist es
möglich, den Ventilator in einfacher Weise zu warten und
auch in günstiger Weise das Leitungssystem zu inspizie
ren oder zu warten.
Nachstehend ist die Erfindung des weiteren anhand der
beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich ein Ausfüh
rungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt
Fig. 1 in einer Seitenansicht die wesentliche Teile
einer Vliesanlage;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Darstellung gemäß
Fig. 1, teilweise in geschnittener Form,
betreffend die Materialführung an der Siebtrom
mel;
Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 2 bei von dem
Leitungssystem getrenntem Ventilator.
Dargestellt und beschrieben ist eine Vorrichtung 1 zur
Ausbildung eines Vlieses in einer Vliesanlage. Die Vor
richtung 1 ist nicht in allen Einzelheiten und mit allen
Komponenten dargestellt.
Das Fasermaterial wird über eine pneumatische Förderlei
tung 2 einem ersten Füllschacht 3 zugeführt. Über die
Leitung 4 erfolgt die Luftrückführung bezüglich der
pneumatischen Förderleitung 2. Der Füllstand des Füll
schachtes 3 ist über ein Sichtfenster 5 überprüfbar.
Über eine erste Zellenradschleuse 6 wird sodann das
Fasermaterial in einen zweiten Füllschacht 7 gefördert,
der auch als Rüttelschacht ausgebildet sein kann. Auch
der Füllschacht 7 verfügt über ein Sichtfenster 8. Über
eine zweite Zellenradschleuse 9 wird das Material sodann
einem Tambour 10 zugeleitet, von welchem es pneumatisch
zu der Siebtrommel 11 gefördert wird. Die auf der Sieb
trommel 11 sich ausbildende Schicht von zusammengelegten
Fasern wird des weiteren über ein Transportband 12 als
Vlies weitergeführt.
Der Tambour 10 ist als Komponente für sich bekannt. Es
wird bezüglich einer speziellen Gestaltung lediglich
beispielsweise auf die EP-B 12 93 590 verwiesen.
Wie insbesondere den Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist,
wird die Anblasung des Tambours 10 in dessen oberen
Hälfte begonnen. Über die Druckleitung 13 werden sodann
die vom Umfang des Tambours 10 abgehobenen Fasern im
wesentlichen senkrecht nach unten auf die darunter be
findliche Siebtrommel 11 pneumatisch gefördert. Auf der
Siebtrommel 11, die sich im Uhrzeigersinn dreht, erfolgt
eine Auflage der Fasern in Form einer Faserschicht 14,
die sodann unter Abhebung von der Siebtrommel 11 auf das
Transportband 12 als Vlies aufgelegt wird. Das Transport
band 12 fördert das entstehende Vlies zur weiteren Ver
wendung in nachgeschaltete Bearbeitungsstufen.
Es ist lediglich schematisch angedeutet, daß der Tambour
10 und die Siebtrommel 11 über Transmissionsriemen 16
bzw. 17 antreibbar sind. Die Siebtrommel ist durch Stütz
rollen 15 gelagert.
Der Ventilator 18 ist gleichfalls etwa senkrecht unter
dem Tambour 10 bzw. der Siebtrommel 11 angeordnet. Über
die Saugleitung 19 wird im Bereich der durchlöcherten
Siebtrommel 11 ein Unterdruck erzeugt, der zu der er
wünschten Anlage der Fasern in Form der Schicht 14
führt. Die Druckleitung 20 erstreckt sich parallel zu
der Saugleitung 19 senkrecht nach oben und oberhalb des
Tambours 10 über eine Krümmung 21 um etwa 180° umgelei
tet zum Luftaustritt 22 im oberen Bereich des Tambours
10. Durch den vergleichsweise engen Querschnitt herrscht
dort noch eine relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit,
welche zum Abheben der Fasern von dem Tambour 10 unter
stützend beiträgt. Es ergibt sich sogar im Bereich etwa
der 10 Uhr-Stellung des Tambours 10 noch eine düsenarti
ge Verjüngung, wonach durch die sich schräg erweiternde
Druckleitung und den kreisförmigen Tambour eine rasche
Querschnittszunahme der Druckleitung 13 gegeben ist, bis
sie etwas unterhalb einer (waagerechten) Mittelebene des
Tambours 10 bei 23 senkrecht nach unten verläuft. Die
gegenüberliegende Begrenzung der Druckleitung beginnt
unterhalb des Tambours bei 23 und erweitert sich sodann
trichterförmig bis zu dem einen Weg für das Vlies auf
das Transportband freigebenden Auslaßstutzen 25.
Der Ventilator 18 ist, wie in den Fig. 2 und 3 im
einzelnen dargestellt, über schnell lösbare, schräg
verlaufende Leitungsanschlüsse 26 und 27 mit der Sauglei
tung 19 bzw. der Druckleitung 20 verbunden. Überdies ist
der Ventilator 18 mittels Rollen oder Rädern 28 verfahr
bar auf einer unteren Querstrebe 29 des Vorrichtungsge
stells angeordnet. Nach Lösung der Leitungsverbindungen
kann der Ventilator 18 seitlich aus der Anordnung heraus
gefahren werden, wie dies in Fig. 3 beispielsweise
dargestellt ist. Der Antriebsmotor 30 des Ventilators 18
ist mit auf dem Verfahrgestell angebracht, so daß er,
wie ersichtlich, mit herausfahrbar ist.
Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und
den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können
sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung sein.
Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In
die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der
Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Priori
tätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhalt
lich mit einbezogen.
Claims (3)
1. Vorrichtung (1) zur Ausbildung eines Vlieses in einer
Vliesanlage, bei welcher in einem Füllschacht (3, 7)
befindliche Fasern über ein Walzeneinzugssystem einem
Tambour (10) zuführbar sind und mit Lufteinwirkung auf
eine Siebtrommel (11) förderbar sind, von welcher die
aufgebrachte Faserschicht (14) auf einem Transportband
(12) als Vlies ablegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Anblasung des Tambours (10) in dessen oberen Hälfte
erfolgt, derart, daß die Luftströmung unmittelbar auf
die in etwa senkrecht unter dem Tambour (10) angeordnete
Siebtrommel (11) gerichtet ist.
2. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der etwa senkrecht verlaufende
Strömungsschacht (Druckleitung 13) zur Förderung der
Fasern auf die Siebtrommel (11) unterhalb der Siebtrom
mel (11) in etwa senkrechtem Anschluß als Saugleitung
(19) fortsetzt.
3. Vorrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Anschluß an die Saug- bzw. Druckleitung (19, 13)
unterhalb der Saugleitung (19) ein Ventilator (18) ange
ordnet ist, der bei betrieblich lösbarer Verbindung mit
der Saug- bzw. Druckleitung (19, 13) seitlich verfahrbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914131112 DE4131112A1 (de) | 1991-09-18 | 1991-09-18 | Vorrichtung zur ausbildung eines vlieses in einer vliesanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19914131112 DE4131112A1 (de) | 1991-09-18 | 1991-09-18 | Vorrichtung zur ausbildung eines vlieses in einer vliesanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4131112A1 true DE4131112A1 (de) | 1993-03-25 |
Family
ID=6440925
Family Applications (1)
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| DE19914131112 Withdrawn DE4131112A1 (de) | 1991-09-18 | 1991-09-18 | Vorrichtung zur ausbildung eines vlieses in einer vliesanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4131112A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996006964A1 (de) * | 1994-08-27 | 1996-03-07 | Spinnbau Gmbh | Krempel und verfahren zur herstellung eines aerodynamisch gebildeten faserflores |
-
1991
- 1991-09-18 DE DE19914131112 patent/DE4131112A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996006964A1 (de) * | 1994-08-27 | 1996-03-07 | Spinnbau Gmbh | Krempel und verfahren zur herstellung eines aerodynamisch gebildeten faserflores |
| US5839166A (en) * | 1994-08-27 | 1998-11-24 | Spinnbau Gmbh | Carding machine and process for producing an aerodynamic card web |
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