DE4120060C2 - Vorrichtung zum Betanken oder Waschen eines Fahrzeugs - Google Patents
Vorrichtung zum Betanken oder Waschen eines FahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Betanken oder Waschen eines Kraftfahrzeuges
gemäß den oberbegrifflichen Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
Aus der DE 39 06 226 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Betanken eines Kraftfahrzeugs bekannt, wobei in einer von
einem Kraftfahrzeug befahrbaren Durchfahrt ein Fördersystem
vorgesehen ist, auf das das Kraftfahrzeug aufgefahren wird.
Dieses Fördersystem dient dazu, das Kraftfahrzeug in eine ganz
bestimmte Position zu befördern, da diese bestimmte Lage wichtig
ist, um eine automatische Betankung durch eine Fülleinrichtung
zu ermöglichen. Nach dem Betanken und dem Bezahlvorgang wird ein
an dem Fördersystem vorgesehenes Sperrsystem entriegelt, so daß
das Fahrzeug die vor der Zapfsäule befindliche Durchfahrt
verlassen und für ein nachfolgendes Fahrzeug freimachen kann.
Obwohl hierbei angestrebt wird, die zum Betanken und Bezahlen
der erhaltenen Kraftstoffmenge erforderliche Zeit zu reduzieren,
um unnötige Wartezeiten an der Zapfsäule zu vermeiden, ist
hierbei noch ein erheblicher Zeitaufwand erforderlich. Der
Stellplatz vor der Zapfsäule kann nämlich erst verlassen werden,
wenn der erforderliche Betrag für die betankte Kraftstoffmenge
bezahlt ist. Hierbei nimmt der Bezahlvorgang ebenfalls eine
beträchtliche Zeit ein, die beim Bezahlen per Bargeld durch
Rückgabe des Wechselgeldes oder bei bargeldloser Bezahlung durch
Suchen der entsprechenden Scheckkarte, Überprüfung dieser und
Entnahme der Scheckkarte bedingt ist. Wenn eine derartige
Scheck- oder Kreditkarte gar beschädigt und somit durch den
Kassenautomaten nicht mehr lesbar ist, bleibt das Sperrsystem
geschlossen, so daß erhebliche Verzögerungen bei dem Tankvorgang
auftreten können. Diese Verzögerungen können sogar noch höher
liegen als bei dem üblichen Betank- und Bezahlvorgang, bei dem
das Kraftfahrzeug an der Zapfstelle stehenbleibt und der Fahrer
in dem Tankstellengebäude bezahlt und wieder zu seinem Auto
zurückkehrt. Die Abfahrt von der Tankstelle und damit die
Freigabe für den nächsten Betankvorgang erfolgt dabei im
wesentlichen zeitgleich mit der Freigabe der entsprechenden
Zapfsäule durch den Tankwart.
Bei der vorgeschlagenen Verfahrensweise ist zudem nachteilig,
daß der Autofahrer für kleinere Besorgungen, die er häufig
zusammen mit dem Bezahlvorgang erledigt, sein Auto aus der
Durchfahrt mit dem Sperrsystem wegfahren und gesondert abstellen
muß, um dann zu dem Tankstellengebäude zu gehen. Ähnliches gilt
für das Waschen von Kraftfahrzeugen in Waschanlagen, wobei das
noch zu waschende Fahrzeug vor der Einfahrt in die Waschanlage
mehrfach gestartet werden muß.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Betanken oder Waschen eines
Kraftfahrzeuges anzugeben, die eine möglichst schnelle
Freigabe der Zapfsäule bzw. Waschanlage für das darauffolgende
Kraftfahrzeug ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Durch die vorgeschlagene Gestaltung des Fördersystems wird der
Aufenthalt des Kraftfahrzeuges und damit die Inanspruchnahme der
Zapfsäule bzw. Waschanlage so gering wie möglich gehalten,
nämlich auf die ausschließliche Betankzeit bzw. Waschzeit
reduziert. Nach Abschluß des Betank- bzw. Waschvorganges wird
das Kraftfahrzeug sofort von der Zapfsäule bzw. Waschanlage
wegbefördert, so daß das nachfolgende Kraftfahrzeug an der
Zapfsäule abgestellt werden und sofort mit dem Betanken begonnen
werden kann bzw. die Waschanlage genutzt werden kann. Hierdurch
wird eine wesentlich verbesserte Auslastung der einzelnen
Zapfsäulen bzw. Waschanlagen erreicht, so daß sogar eine
geringere Anzahl zur Bewältigung des gleichen Betankungs- bzw.
Waschvolumens ausreicht.
Darüber hinaus hat der Kraftfahrer noch genügend Zeit, um neben
dem Bezahlvorgang auch noch kleinere Besorgungen zu erledigen,
während sein Kraftfahrzeug taktweise weitergefördert wird, ohne
daß er sein Kraftfahrzeug auf einem weiteren Stellplatz
abstellen muß. Es fällt somit keine zusätzliche Nebenzeit durch
das Umparken an.
Zusätzlich zu der minimalen Verweildauer an den Zapfsäulen bzw.
Waschanlagen und der schnelleren Abfertigung der betankten bzw.
gewaschenen Fahrzeuge, insbesondere an stark frequentierten
Autobahntankstellen, kann durch einfach zu integrierende
Ablaufwannen an der Fördervorrichtung die Umweltbelastung durch
überlaufen von Benzin oder Reinigungsmitteln in das Erdreich
verhindert werden.
Die vorgeschlagene Fördervorrichtung mit einer entsprechenden
Pufferzone vor und nach der Zapfsäule bzw. Waschanlage kann an
bestehenden Tankstellen auf relativ einfache Weise nachgerüstet
werden. Die Förderrichtung kann dabei in Anpassung an die
jeweiligen Gegebenheiten der Tankstelle zu der normalen
Einfahrtrichtung der Fahrzeuge quer oder längs ausgerichtet
sein.
Die Fördervorrichtung kann dabei durch z. B. auf Schienen
verschiebbaren Paletten entsprechend der Grundfläche eines
durchschnittlichen Kraftfahrzeuges ausgebildet sein oder auch
als Umlaufförderer in Art eines Förderbandes ausgestaltet sein.
In bevorzugter Ausgestaltung wird der Fördertakt zur
Weiterbeförderung des betankten bzw. gewaschenen Fahrzeugs und
zur Schaffung des Stellplatzes an der Zapfsäule bzw. zum
Heranfördern des wartenden Kraftfahrzeuges durch das Einhängen
der Zapfpistole an der Zapfsäule bzw. durch Lichtschranken an
der Waschanlage ausgelöst. Es kann jedoch auch ein gesonderter
Schalter hierfür vorgesehen sein oder dies durch den Tankwart
selbst ausgelöst werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Weitere Einzelheiten der vorgeschlagenen Merkmale werden anhand
mehrerer in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert und beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische, schematische Ansicht einer
Vorrichtung zum Betanken von Kraftfahrzeugen an einer
Tankstelle mit einem Längsförderer;
Fig. 2 eine perspektivische, schematische Ansicht einer
Vorrichtung zum Betanken von Kraftfahrzeugen an einer
Tankstelle mit einem Querförderer;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch eine Fördereinrichtung
mit Verschiebepaletten; und
Fig. 4 eine um 90° versetzte Schnittdarstellung zu Fig. 3.
In Fig. 1 ist ein Teilbereich einer Tankstelle 1 mit einer
herkömmlichen Betankanlage in Form einer Zapfsäule 2 schematisch
dargestellt, wobei seitlich von der Zapfsäule 2 eine Fahrspur 3
gebildet ist, die seitlich durch Begrenzungen 4 auf die übliche
Kraftfahrzeugbreite eingeschränkt ist. Am Boden der Fahrspur 3
ist eine Fördervorrichtung 5 vorgesehen, die hier schematisch
als Förderband ausgeführt ist, das in diesem Falle insgesamt
drei Kraftfahrzeugen 6 Platz bietet. Die Kraftfahrzeuge 6 sind
hier auf insgesamt drei Stellplätzen 7, 8 und 9 abgestellt,
wobei der Stellplatz 8 direkt neben der Zapfsäule 2 als
Betankungsplatz dient. In der Einfahrtrichtung a vor dem
mittleren Betankungsplatz 8 ist der Warteplatz 7 vorgesehen für
ein Fahrzeug 6, das noch zu betanken ist. Auf dem Stellplatz 9,
der als Bezahlplatz oder Abfahrtsplatz bezeichnet werden kann,
befindet sich ein bereits betanktes Kraftfahrzeug 6, dessen
Fahrer die getankte Kraftstoffmenge an einer in Förderrichtung b
der Fördervorrichtung 5 nachgeordneten Zahlstelle 10 bezahlt.
Nach dem Bezahlen kann das auf dem Stellplatz 9 befindliche
Kraftfahrzeug 6 von der Fördervorrichtung 5 gefahren werden.
Somit wird der Stellplatz 9 wieder frei für das auf dem
Betankplatz 8 befindliche Kraftfahrzeug. Nach Abschluß von
dessen Betankvorgang wird die Fördervorrichtung 5 taktweise
eingeschaltet, so daß das gerade betankte Kraftfahrzeug 6 auf
den Stellplatz 9 vorrückt. Durch den Förderhub von ca. 5 m, was
einer durchschnittlichen Kraftfahrzeuglänge entspricht, gelangt
gleichzeitig das zuvor auf dem Warteplatz 7 befindliche
Kraftfahrzeug an die Zapfsäule 2 und kann dann betankt werden.
Hierdurch wird wiederum der Warteplatz 7 für ein ggf.
zwischenzeitlich an der Tankstelle 1 eintreffendes Kraftfahrzeug
frei.
Obwohl die Fördervorrichtung 5 hier mit drei Stellplätzen 7, 8
und 9 dargestellt ist, kann die Fördervorrichtung auch fünf,
sieben oder noch mehr Stellplätze aufweisen, wodurch die
entsprechende Pufferstrecke vor und nach der Zapfsäule 2
vergrößert wird, wie dies in der rechten Hälfte schematisch
dargestellt ist. Hierdurch sind außer dem Warteplatz 7 noch
weitere Stellplätze 17, 27 geschaffen, so daß eine entsprechende
Wartestrecke entsteht. Bevorzugt sind jedoch nach dem
Stellplatz 9 noch weitere Stellplätze 19, 29, 39 (vgl. Fig. 2)
vorgesehen, da hierdurch die Fahrer der bereits betankten
Fahrzeuge mehr Zeit haben, um noch kleinere Einkäufe an der
Tankstelle zu erledigen. Die Fördervorrichtung kann auch
asymmetrisch in Bezug auf die Zufahrts- bzw.
Abfahrtspufferstrecke angeordnet werden, so daß beispielsweise
in der Abfahrtzone nach der Zapfsäule 2 mehr Stellplätze
vorhanden sind als an der Zufahrt. Beispielsweise kann die
Fördervorrichtung 5 erst an der Zapfsäule 2 beginnen und weist
in der einfachsten Ausführung lediglich zwei Stellplätze auf, so
daß zumindest das gerade betankte Fahrzeug 6, ohne dieses
starten zu müssen, von der Zapfsäule 2 um eine Fahrzeuglänge
entfernt wird.
Entsprechendes gilt für eine Fördervorrichtung 5 an einer nicht
näher dargestellten Waschanlage, die anstatt der Zapfsäule 2
vorgesehen sein könnte. Wesentlich ist hierbei, daß nach der
Waschanlage wenigstens ein dem Bezahlplatz 9 in Fig. 1
entsprechender Stellplatz vorgesehen ist, auf den das
Kraftfahrzeug nach dem Waschen durch die Fördervorrichtung 5
weiterbefördert wird, so daß die Waschanlage sofort für das
nachfolgende Fahrzeug frei wird. Bevorzugt sind auch hier zwei
bis drei Warteplätze 7, 17, 27 und Bezahlplätze 9, 19, 29 vor
und nach der Waschanlage angeordnet.
In Fig. 2 ist eine abgewandelte Ausführung der Vorrichtung zum
Betanken von Kraftfahrzeugen an einer Tankstelle dargestellt,
wobei hier die Förderrichtung b der Fördervorrichtung 5 quer zu
der Zufahrtsrichtung a verläuft. Hier sind jeweils vier
Stellplätze 8, 9, 19 und 29 vorgesehen, wobei ein zufahrendes
Kraftfahrzeug 6 unmittelbar auf den Stellplatz neben der
Zapfsäule 2 gelangt, also somit der Stellplatz 8 wiederum den
Betankplatz bildet, während die Stellplätze 9, 19 und 29 die
bereits betankten Kraftfahrzeuge 6 aufnehmen, deren Fahrer
wiederum an der Zahlstelle 10 die getankte Kraftstoffmenge
bezahlen können. Das hier nur skizzierte Kraftfahrzeug 6 auf dem
Stellplatz 9 und 19 ist hierbei durch vordere und rückwärtige
Begrenzungen 4 an der Abfahrt gehindert. Das Rückwärtsfahren des
Kraftfahrzeuges 6 auf dem Stellplatz 8 wird dadurch verhindert,
daß sofort mit dem Einhängen der Zapfpistole die
Fördervorrichtung 5 anläuft und somit das Kraftfahrzeug 6
zwischen die Begrenzungen 4 bringt. Es kann jedoch auch eine
gesonderte Schranke oder ein Sperrbalken an der Rückseite
vorgesehen sein. Entsprechendes gilt für den jeweils letzten
Stellplatz 29, an dem in Abfahrtsrichtung ebenfalls eine
Schranke 11 (vgl. Fig. 1) vorgesehen sein kann, die erst nach
dem Bezahlen durch den Tankwart oder durch eine entwertete
Rechnung geöffnet wird, wie dies von Parkhäusern bekannt ist.
In Fig. 2 sind zwei Einrichtungen zum Betanken von
Kraftfahrzeugen dargestellt, die im wesentlichen parallel
zueinander, jedoch bezüglich ihrer Zapfsäulen 2 versetzt
zueinander, ausgerichtet sind. Hierbei kann für die Abfahrt von
den beiden Fördervorrichtungen 5 eine gemeinsame Zahlstelle 10
vorgesehen sein. Wie ersichtlich, können mehrere derartige
Fördervorrichtungen 5 nebeneinander jeweils einer Zapfsäule 2
zugeordnet sein, sofern dies für unterschiedliche
Kraftstoffsorten (z. B. einerseits Diesel, andererseits Benzin)
erforderlich ist.
Die Fördervorrichtungen 5 sind hier ebenfalls schematisch als
Umlaufförderer dargestellt, der beispielsweise aus einer an
endseitigen Umlenkrollen 12 umlaufenden Förderkette besteht, an
der einzelne Tragschienen 13 befestigt sind. Diese
Tragschienen 13 sind in der Fördervorrichtung 5 der Fig. 1
schematisch an dem Stellplatz 7 dargestellt und werden von
zusätzlichen Tragrollen gestützt. Die Fördervorrichtung 5 kann
jedoch auch von eng nebeneinander angeordneten Rollen gebildet
sein, die in Art eines Rollenganges gemeinsam angetrieben sind
und das darauf abgestellte Kraftfahrzeug 6 jeweils um eine
Fahrzeuglänge oder Fahrzeugbreite weiterbefördern.
Die Fördervorrichtung 5 ist bevorzugt im Boden der Fahrspur 3
versenkt angeordnet, so daß deren Oberseite mit der Fahrebene
abschließt. Es ist jedoch insbesondere für das Nachrüsten
bestehender Tankstellen auch möglich, flache Fördervorrichtungen
unmittelbar auf die Fahrspur 3 aufzulegen und an den Enden z. B.
nur flache Auffahrtrampen vorzusehen. Anstatt eines
Umlaufförderers können jedoch auch einzelne Trägerplattformen
für die Kraftfahrzeuge 6 vorgesehen sein, die mit einem
taktweisen Antrieb zum Weiterfördern der Kraftfahrzeuge, z. B.
einer Mitnehmerkette, ausgerüstet sind. Eine derartige
Ausführungsform der Fördervorrichtung 5 ist in den Fig. 3 und 4
dargestellt.
In Fig. 3 ist ein Querschnitt zur Einfahrtsrichtung a
dargestellt, wobei die Förderrichtung b der Fördervorrichtung 5
quer zur Einfahrtsrichtung a verläuft. Die Fördervorrichtung 5
ist hierbei aus einzelnen Paletten 14 aufgebaut, die mittels
Führungsrollen 15 an Laufschienen 16 verschiebbar sind. An den
beiden Enden der Fördervorrichtung 5 sind Umsetzstationen 18
vorgesehen, mit denen die einzelnen Paletten von der Fahrebene
der Fahrspur 3 abgesenkt werden können. Die abgesenkte Palette
wird dann von der hier rechten Umsetzstation 18 über nicht näher
dargestellte Mitnehmerketten zu der hier linken Umsetzstation 18
befördert, wiederum mit einem Hubstempel auf die Fahrbahnebene
hochgehoben, so daß sich die hier unterhalb der Zapfsäule 2
befindliche Palette in Wartestellung befindet. Nach dem Abschluß
des Betankungsvorganges des Kraftfahrzeuges 6, das hier wiederum
auf einem als Betankplatz 8 bezeichneten Stellplatz abgestellt
ist, werden die sich auf der Fahrebene befindlichen Paletten 14
insgesamt nach rechts geschoben. Hierdurch gelangt das
Kraftfahrzeug 6 auf den dem Betankungsplatz 8 folgenden
Stellplatz, während die sich bisher unter der Zapfsäule 2
befindliche Palette 14 nunmehr an dem Betankplatz 8 befindet und
somit ein neu ankommendes Kraftfahrzeug aufnehmen kann.
Da ein Betankungsvorgang i.a. etwa fünf Minuten benötigt, hat
der Fahrer des zuvor betankten Kraftfahrzeuges 6 i.a. bis zu 15
Minuten Zeit, um noch kleinere Besorgungen zu erledigen, bis
sein Kraftfahrzeug an der rechten Umsetzstation 18 angelangt
ist. Hierdurch ergibt sich ein beträchtlicher Zeitpuffer, in dem
jeweils der Betankplatz 8 an der Zapfsäule 2 immer freigehalten
ist. Entsprechendes gilt für einen Waschvorgang an einer
Waschanlage anstatt der Zapfsäule, da auch ein Waschvorgang etwa
5 Minuten dauert, und somit der Fahrer bei einer
Fördervorrichtung mit z. B. sieben Stellplätzen weiß, daß er
sein Fahrzeug spätestens nach 35 Minuten wieder abholen muß.
Es sei darauf hingewiesen, daß spiegelbildlich zu der
Zapfsäule 2 auch links eine entsprechende Fördervorrichtung 5
vorgesehen sein kann, so daß die hier unter der Zapfsäule 2
vorgesehene Umsetzstation 18 auch zum Anheben von Paletten von
dieser zweiten Fördervorrichtung dienen kann. Desweiteren sei
darauf hingewiesen, daß unter der gesamten Fördervorrichtung 5
eine durchgehende Wanne 20 vorgesehen ist, beispielsweise
einbetoniert ist, so daß beim Tanken überlaufendes Benzin von
dieser Wanne 20 aufgefangen wird und ggf. wieder verwertet
werden kann. Dabei dient diese Wanne bevorzugt der Lagerung der
Fördervorrichtung 5, indem beispielsweise entsprechende
Halterungen in diese Wanne miteingesetzt sind, so daß eine
derartige Fördereinheit zusammen mit der Wanne 20 in Art der
Modulbauweise vorgefertigt werden und an der Tankstelle komplett
eingesetzt werden kann.
Fig. 4 zeigt einen um 90° versetzten Querschnitt durch die
Fördervorrichtung 5 aus Fig. 3. Hierbei ist insbesondere die
Aufhängung der einzelnen Paletten 14 mittels Führungsrollen 15
an den Laufschienen 16 ersichtlich.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß neben der hier
beschriebenen Fördervorrichtung mit Paletten auch andere
Fördervorrichtungen, beispielsweise an Laufrollen abgestützte
schlittenartige Paletten oder auch relativ flache Förderbänder,
vorgesehen sein können. Für die Umsetzbewegung der
Fördervorrichtung 5 in Fig. 3 können anstatt Mitnehmerketten für
die Horizontalbewegung der Paletten auch Verschiebezylinder 21
vorgesehen sein, die die jeweilige Reihe der Paletten taktweise
um eine Palettenbreite bzw. Kraftfahrzeugbreite verschieben.
Es sei darauf hingewiesen, daß bei Bedarf, beispielsweise wenn
sämtliche Pufferstellplätze 9, 19, 29 besetzt sind oder ein
Defekt an einem Kraftfahrzeug auftritt, so daß dieses von der
Fördervorrichtung 5 nicht abfahren kann, der automatische
Umlaufbetrieb der Fördervorrichtung 5 vom Tankwart gestoppt
werden kann, um einen derartigen Defekt zu beheben.
Durch die vorgeschlagene Fördervorrichtung an einer Zapfsäule
oder einer Waschanlage mit wenigstens einem Puffer-Stellplatz
und automatischer taktweiser Weiterförderung muß der Fahrer sein
Kraftfahrzeug nicht mehr umparken oder starten, sondern stellt
es auf einen der Warte-Stellplätze 7, 17, 27 ab und kann dann
während des Waschens oder nach dem Betanken noch kleinere
Besorgungen durchführen. Insbesondere bei vollautomatischen
Waschanlagen mit beispielsweise zwei Stellplätzen 7, 17 und 9,
19 vor und nach der Waschanlage muß das Kraftfahrzeug nur noch
auf der Fördervorrichtung 5 abgestellt werden.
Durch die Stellplätze 7, 17 usw. ist vor der Waschanlage eine
ausreichende Pufferstrecke zur Aufnahme vorhanden, so daß das
Kraftfahrzeug nicht neu gestartet werden muß. Während dem
Zufördern zur Waschanlage, der Durchfahrt durch die Waschanlage
und dem anschließenden taktweisen Wegfördern kann der Fahrer in
der verbleibenden Zeit von seinem Kraftfahrzeug fernbleiben und
Einkäufe tätigen.
Claims (10)
1. Einrichtung zum Betanken oder Waschen von Kraftfahrzeugen
an einer Betank-
oder Waschanlage,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betank- oder Waschanlage (1) im Zufahrts- und Abfahrtsbereich
eine Fördervorrichtung (5) mit wenigstens zwei Stellplätzen
(7, 8, 9) zur Aufnahme der Kraftfahrzeuge (6) aufweist, die
zum Weiterfördern des betankten bzw. gewaschenen
Kraftfahrzeuges (6) unter Schaffung eines Stellplatzes (8)
an der Betank- oder Waschanlage (1) taktweise angetrieben
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderrichtung (b) der Fördervorrichtung (5) quer zu
der Einfahrtrichtung (a) in die Betank- oder Waschanlage (1) ausgerichtet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderrichtung (b) der Fördervorrichtung (5) längs zur
Einfahrtrichtung (a) in die Betank- oder Waschanlage (1) ausgerichtet
ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (5) ein
Umlaufförderer ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (5) ein
Rollenförderer ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (5) im Boden
versenkt ist und mit der Fahrebene der Fahrspur (3) bündig
abschließt.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (5) auf die
Fahrspur (3) aufgelegt ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß unter der Fördervorrichtung (5) eine
Sammelwanne (20) angeordnet ist.
9. Einrichtung wenigstens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (5) eine Vielzahl
einzelner, auf die Abmessungen der Kraftfahrzeuge (6)
abgestellter Paletten (14) aufweist, die an endseitigen
Umsetzstationen (18) abgesenkt bzw. angehoben werden.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Weiterförderung des betankten Kraftfahrzeuges (6) jeweils durch das
Einhängen der Zapfpistole an der Zapfsäule (2)
ausgelöst wird.
Priority Applications (2)
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| DE19914120060 DE4120060C2 (de) | 1991-06-18 | 1991-06-18 | Vorrichtung zum Betanken oder Waschen eines Fahrzeugs |
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| DE102004056186A1 (de) * | 2004-11-20 | 2006-05-24 | Bayerische Motoren Werke Ag | Kraftfahrzeug mit einem Tank für ein kryogenes Medium |
| DE102004056186B4 (de) * | 2004-11-20 | 2018-05-24 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Kraftfahrzeug mit einem Tank für ein kryogenes Medium |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1992022446A1 (de) | 1992-12-23 |
| DE4120060A1 (de) | 1992-12-24 |
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