DE4119990A1 - Verbundplatte - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbundplatte, insbesondere zur
Anwendung in Brennöfen für Keramik, einmal zur Wandverklei
dung und zum andern als sogenanntes Brennhilfsmittel zum
Aufbau und Transport des Brenngutes. Die Verbundplatte
macht von den guten thermischen Isoliereigenschaften und
der Beständigkeit gewellter und glatter Isolierfaserform
teile Gebrauch.
Die genannten gewellten oder glatten Isolierfaserformteile
haben bezogen auf ihre Masse ein sehr gutes Wärmeisolations
vermögen, wobei man mit bestimmten Tonerde-, Silizium
dioxid-, Chromoxid-Zusammensetzungen Betriebstemperaturen
bis etwa 1425°C beherrscht. Die im gewissen Maße flexiblen
gewellten Isolierfaserformteile werden meist durch quer
(d. h. parallel zur Ofenwand) hindurchgesteckte Stäbe
entweder aus Metall (EP 00 13 039) oder auch aus dem
gleichen Material wie die Isolierfaserformteile selbst
gehalten (EP 00 90 518). Nachteilig ist bei der Verwendung
als Brennplatte oder Abdeckung von Tunnelofenwagen die
unebene Oberfläche und die Gefahr von Faserabrieb, der das
Brenngut unansehnlich bis unbrauchbar macht. Bei Wand- und
Deckenverkleidungen entfällt zwar die Abriebbelastung, aber
auch hier können sich in unerwünschter Weise Faserteilchen
lösen.
Den Nachteil der Welligkeit der Außenfläche und sicherlich
auch die Gefahr allzu starken Abriebes hat man bei einer
technischen Lösung beseitigt, bei der man aus ebenen
Platten und schmalen Streifen einer härteren, feuerfesten
Faserstoffplatte eine Art Hohlprofil zusammensetzt und die
Hohlräume mit einer Isolierstoffmasse ausfüllt (DE 32 24 361).
Es handelt sich hier um ein recht kompliziertes
Herstellungsverfahren und der Abrieb sowie das Lösen von
Faserteilchen werden nicht vollständig vermieden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbund
platte mit den günstigen Wärmeisolationseigenschaften der
gewellten oder glatten Isolierfaserformteile zu schaffen,
jedoch mit einer mechanisch festen und korrosionsbe
ständigen Oberfläche.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst, indem eine Lage
gewellter oder glatter Isolierfaserformteile mit einer nur
0,5 ... 3 mm dicken keramischen Deckplatte verbunden ist.
Es kann zweckmäßig sein, daß die Lage gewellter Isolier
faserformteile auch auf der anderen Seite mit einer
keramischen Grundplatte verbunden ist, deren Dicke keinen
Einschränkungen unterliegt. Die Verbindungen können
stoffschlüssig, d. h. durch hitzebeständigen Kleber, oder
auch formschlüssig erfolgen. So kann vorteilhafterweise die
Deckplatte keramische Stifte aufweisen, die in Wellentäler
der gewellten oder Bohrungen der glatten Isolierfaserform
teile hineinragen. Die keramische Deckplatte kann auch in
einer rahmenförmigen Vertiefung der Isolierfaserformteile
eingelegt werden.
Die erfindungsgemäße Verbundplatte erfüllt vorteilhafter
weise im wesentlichen drei Funktionen:
- a) hohe mechanische Belastbarkeit trotz geringer Wärmekapa zität,
- b) gute Wärmedämmung (Energieeinsparung),
- c) faserfreie, abriebfeste Oberfläche.
Beim Einsatz solcher Verbundplatten in Rollenöfen anstelle
der herkömmlichen Platten wird der Energieverbrauch vermin
dert und die Standzeit der Antriebsrollen durch deren
geringere thermische Belastung erhöht. Beim Einsatz in
Plattendurchschuböfen und Tunnelöfen wird durch die
geringere thermische Belastung ebenfalls der jeweilige
Untergrund geschont. Die Verbundplatte kann anstelle der
herkömmlichen reinen Faserelemente auch als Wand- und
Deckenplatte eingebaut werden. Damit erhält man die Vor
teile der guten thermischen Isolation bei geringer
Wärmekapazität und eine korrosionsbeständige, mechanisch
feste Ofeninnenfläche.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung
und den Ansprüchen entnehmbar.
Die Erfindung wird nachfolgend durch Ausführungsbeispiele
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine Verbundplatte mit dicker Grundplatte,
Fig. 2 eine ebensolche Verbundplatte beim Einsatz im Rollen
ofen,
Fig. 3 eine Verbundplatte mit formschlüssig befestigter
Deckplatte,
Fig. 4 eine Verbundplatte mit formschlüssig eingelegter
Steckplatte und
Fig. 5 eine Verbundplatte nach Anspruch 1.
In der Zeichnung werden durchgehend die gleichen Bezugs
zahlen verwendet. Eine keramische Deckplatte 1 aus Korund
von beispielsweise 2 mm Dicke ist mittels feuerfestem
Kleber 2 mit einer Lage gewellter oder glatter Isolier
faserformteile 3 verbunden. Eine wesentlich dickere
Grundplatte 4 von beispielsweise 15 mm Dicke kann, da sie
nicht der gegebenenfalls aggressiven Ofenatmosphäre aus
gesetzt ist, aus weniger beständigem Material, wie z. B.
tonhaltiger Schamotte, gefertigt sein.
Fig. 2 zeigt die Anwendung der gleichen Verbundplatte in
einem Rollenofen und macht deutlich, daß die Transport
rollen 5 durch die erfindungsgemäße Verbundplatte sehr gut
gegen Einwirkung der Ofenatmosphäre und entsprechende
Korrosionserscheinungen geschützt sind.
Fig. 3 zeigt die Befestigung mittels formschlüssiger Stifte
6, die in Wellentäler der gewellten Isolierfaserformteile
hineinragen. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß zumin
destens an den heißen, dem Ofeninneren zugewandten Stellen
ohne Kleber, d. h. nur mit Keramikteilen, unter gleicher
Hitzebeständigkeit gearbeitet werden kann und demzufolge an
den Verbundkleber 2, der Jenseits der isolierenden ge
wellten Isolierfaserformteile liegt, geringere thermische
Anforderungen gestellt werden können. Das Gleiche trifft
für die in eine Vertiefung eingelegte Deckplatte 1 nach
Fig. 4 zu, wobei diese Ausführung verständlicherweise nur
in waagrechter Anordnung, also in aller Regel als Brenn
platte und nicht als Decken- und Wandverkleidung eingesetzt
werden kann.
Fig. 5 schließlich zeigt die Ausführung ohne eine Grund
platte 4, wenn nämlich der Ofenaufbau eine solche nicht
erfordert.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungs
wesentlich sein.
Claims (6)
1. Verbundplatte, insbesondere zur Anwendung in Brennöfen
für Keramik, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lage ge
wellter oder Isolierfaserformteile (3) mit einer nur
0,5 .. 3 mm dicken keramischen Deckplatte (1) ver
bunden ist.
2. Verbundplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage gewellter oder glatter Isolierfaserform
teile (3) auf der anderen Seite mit einer keramischen
Grundplatte (4) verbunden ist.
3. Verbundplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindungen zwischen Formteile (3)
und Platten (1, 4) stoffschlüssig sind.
4. Verbundplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Verbindung mit der keramischen Deck
platte (1) formschlüssig ist.
5. Verbundplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung durch Keramikstifte (6) erfolgt, die
von der keramischen Deckplatte (1) in die Wellentäler
der gewellten oder Löcher der glatten Isolierfaser
formteile (3) hineinragen (Fig. 3).
6. Verbundplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die keramische Deckplatte (1) in einer Vertiefung
der gewellten oder glatten Isolierfaserformteile (3)
liegt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9116965U DE9116965U1 (de) | 1991-06-18 | 1991-06-18 | Verbundplatte |
| DE19914119990 DE4119990A1 (de) | 1991-06-18 | 1991-06-18 | Verbundplatte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19914119990 DE4119990A1 (de) | 1991-06-18 | 1991-06-18 | Verbundplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4119990A1 true DE4119990A1 (de) | 1992-12-24 |
Family
ID=6434160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914119990 Ceased DE4119990A1 (de) | 1991-06-18 | 1991-06-18 | Verbundplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4119990A1 (de) |
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