DE4119872A1 - Bornitrid-belegter mikro-fraeser - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein rotierendes Werkzeug zur spanab
hebenden Bearbeitung von gehärteten Werkstücken, vorzugsweise
aus Stahl. Das Werkzeug besteht aus einem stählernen, vorzugs
weise gehärteten Grundkörper mit definierter Arbeitsfläche, die
mit einem Belag aus superhartem Material, vorzugsweise
Bornitrid, versehen ist.
Derartige rotierende Werkzeuge, vorzugsweise in Form von
Schleifscheiben, sind bekannt. Sie haben den Nachteil, daß sich
keine definierte Schneidkante ergibt, sondern daß die einzelnen
Körner des aus superhartem Material bestehenden Belages mehrere
zufällig positionierte Schneidflächenstücke bilden. Als Resultat
ergibt sich hinsichtlich der Standzeit eine große Streubreite.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein rotierendes Werkzeug
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das eine definierte
Schneidkante hat und zur Präzisionsbearbeitung von Werkstücken
geeignet ist, die aus Werkstoffen mit einer Härte bis zu 62 HRC
(Rockwell-Härte) bestehen.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche des Werkzeuges
mit einer Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden
Mikro-Spannuten versehen ist, die unter einem spitzen Winkel zu
einer an die Arbeitsfläche angelegten Tangente ausgerichtet sind
und ein Querschnittsprofil mit definierter Schneidkante und
definiertem Spanraum aufweisen, und daß die gesamte Arbeits
fläche mit einer homogenen Schicht gleicher Schichtdicke aus
superhartem Material, vorzugsweise Bornitrid, versehen ist.
Der Vorteil dieses erfindungsgemäßen Vorschlages besteht darin,
daß sich eine definierte Schneidkante ergibt, so daß mit dem er
findungsgemäßen Werkzeug eine vorherbestimmbare Standzeit er
reicht wird. Mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug können somit
konstante und höhere Standmengen an Werkstücken erreicht werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Quer
schnittsprofil der Mikro-Spannuten sägezahnartig mit einer etwa
radial verlaufenden, am radial außenliegenden Ende die
Schneidkante bildenden Zahnbrust, einem etwa in Umfangsrichtung
verlaufenden Zahnkopf und einem den Spanraum bildenden
Zahnrücken ausgebildet sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der
Abstand zwischen den Mikro-Spannuten 35 bis 600 µm und ihre
Tiefe 20 bis 1000 µm.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die auf der
Arbeitsfläche befindliche Schicht aus superhartem Material eine
Dicke von 1 bis 5 µm auf.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung nach der Erfindung können
die Mikro-Spannuten durch Quernuten unterteilt sein, die unter
einem Winkel zu den Mikro-Spannuten verlaufen. Hierdurch ergibt
sich eine Aufteilung der Schneidkante, die zu schmaleren Spänen
führt und eine bessere Zufuhr von Kühl-Schmierstoff zu den
Schneidkanten ermöglicht.
Die Mikro-Spannuten und/oder Quernuten können erfindungsgemäß
bogenförmig verlaufen.
Mit der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, die Form des
Werkzeuges dem endgültigen Profil der zu bearbeitenden Werk
stücke entsprechend auszubilden, beispielsweise der Form einer
Verzahnung oder sonstiger Profile, so daß mit dem erfindungsge
mäßen Werkzeug Verzahnungs- und andere komplizierte Profile her
gestellt werden können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsge
mäßen Werkzeuges in Form einer Schleifscheibe mit einer zweiten
Ausführungsvariante für die Querschnittsformgebung der
Mikro-Spannuten dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Schleifscheibe,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch die Arbeitsfläche dieser
Schleifscheibe gemäß der Schnittlinie II-II in Fig.
1,
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Teilschnitt einer ab
gewandelten Ausführungsform und
Fig. 4 einen weiteren Teilschnitt gemäß der Schnittlinie IV-IV
in Fig. 1.
Die in Fig. 1 perspektivisch dargestellte Schleifscheibe besteht
aus einem stählernen Grundkörper 1, der mit einer definierten
Arbeitsfläche 2 ausgeführt ist. Diese Arbeitsfläche 2 ist mit
einer Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Mikro-Span
nuten 3 versehen, deren Querschnittsformgebung in den Fig. 2 und
3 zu erkennen ist. Diese Mikro-Spannuten 3 sind unter einem
spitzen Winkel zu einer an die Arbeitsfläche 2 angelegten
Tangente ausgerichtet. Ihr Querschnittsprofil ergibt eine defi
nierte Schneidkante 4 und einen definierten Spannraum 5. Die
gesamte Arbeitsfläche 2 des Grundkörpers 1 ist mit einer homo
genen Schicht 6 gleicher Schichtdicke aus superhartem Material
überzogen. Als Material findet vorzugsweise Bornitrid Ver
wendung.
Im Gegensatz zu den bekannten bornitrid-belegten Schleifscheiben
ergibt sich bei der voranstehend beschriebenen Ausgestaltung des
rotierenden Werkzeuges zur spanabhebenden Bearbeitung eine
Vielzahl von definierten Schneidkanten durch die Profilierung
der Arbeitsfläche 2 mit den geschilderten Mikro-Spannuten 3. Die
Standzeit des Werkzeuges wird demzufolge besser vorherbe
stimmbar, so daß konstante und höhere Standmengen an Werkstücken
erreicht werden können.
Das Querschnittsprofil der Mikro-Spannuten 3 kann gemäß Fig. 2
mit spitzwinkligen Zähnen oder gemäß Fig. 3 sägezahnartig ausge
bildet sein. Bei der sägezahnartigen Ausbildung ergibt sich eine
etwa radial verlaufende, am radial außenliegenden Ende die
Schneidkante 4 bildende Zahnbrust, ein etwa in Umfangsrichtung
verlaufender Zahnkopf und ein den Spanraum 5 bildender Zahn
rücken. In jedem Fall liegt der Abstand zwischen den Mikro-Span
nuten 3 zwischen 35 bis 600 µm, wogegen ihre Tiefe 20 bis 1000 µm
beträgt. Die auf der gesamten Oberfläche der Arbeitsfläche 2
aufgebrachte Schicht 6 aus superhartem Material hat eine Dicke
von 1 bis 5 µm.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Schleif
scheibe sind die Mikro-Spannuten 3 zusätzlich durch Quernuten 7
unterteilt, die unter einem Winkel zu den Mikro-Spannuten 3
verlaufen. Ein bevorzugter Querschnitt dieser Quernuten 7 ist in
der Schnittdarstellung der Fig. 4 gezeichnet.
Während beim dargestellten Ausführungsbeispiel sowohl die
Mikro-Spannuten 3 als auch die Quernuten 7 geradlinig verlaufen,
besteht selbstverständlich die Möglichkeit, die Mikro-Spannuten 3
und/oder die Quernuten 7 mit einem bogenförmigen Verlauf aus
zubilden. Für den Fall, daß mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug
eine Präzisions-Hartbearbeitung durch Profilschleifen vorge
nommen werden soll, kann die Profilform der Arbeitsfläche 2 dem
endgültigen Profil der zu bearbeitenden Werkstücke entsprechen.
Bezugszeichenliste
1 Grundkörper
2 Arbeitsfläche
3 Mikro-Spannut
4 Schneidkante
5 Spanraum
6 Schicht
7 Quernut
2 Arbeitsfläche
3 Mikro-Spannut
4 Schneidkante
5 Spanraum
6 Schicht
7 Quernut
Claims (7)
1. Rotierendes Werkzeug zur spanabhebenden Bearbeitung von
gehärteten Werkstücken, vorzugsweise aus Stahl, aus einem
stählernen, vorzugsweise gehärteten Grundkörper mit
definierter Arbeitsfläche, die mit einem Belag aus super
hartem Material, vorzugsweise Bornitrid, versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsfläche (2) mit einer Vielzahl von parallel
zueinander verlaufenden Mikro-Spannuten (3) versehen ist, die
unter einem spitzen Winkel zu einer an die Arbeitsfläche (2)
angelegten Tangente ausgerichtet sind und ein
Querschnittsprofil mit definierter Schneidkante (4) und
definiertem Spanraum (5) aufweisen, und daß die gesamte
Arbeitsfläche (2) mit einer homogenen Schicht (6) gleicher
Schichtdicke aus superhartem Material, vorzugsweise
Bornitrid, versehen ist.
2. Rotierendes Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Querschnittsprofil der Mikro-Spannuten (3) sägezahn
artig mit einer etwa radial verlaufenden, am radial außen
liegenden Ende die Schneidkante (4) bildenden Zahnbrust,
einem etwa in Umfangsrichtung verlaufenden Zahnkopf und einem
den Spanraum (5) bildenden Zahnrücken ausgebildet ist.
3. Rotierendes Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abstand zwischen den Mikro-Spannuten (3) 35
bis 600 µm und ihre Tiefe 20 bis 1000 µm beträgt.
4. Rotierendes Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Arbeitsfläche (2)
befindliche Schicht (6) aus superhartem Material eine Dicke
von 1 bis 5 µm aufweist.
5. Rotierendes Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikro-Spannuten (3)
durch Quernuten (7) unterteilt sind, die unter einem Winkel
zu den Mikro-Spannuten (3) verlaufen.
6. Rotierendes Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikro-Spannuten (3)
und/oder die Quernuten (7) bogenförmig verlaufen.
7. Rotierendes Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Form des Werkzeuges
dem endgültigen Profil der zu bearbeitenden Werkstücke
entspricht.
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