DE4119617A1 - Schusswaffensicherung - Google Patents
SchusswaffensicherungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung
von Schußwaffen gegen unbefugte Benutzung, insbesondere
von entwendeten Pistolen und Gewehren, deren Lauf zu dem
die Patronen aufnehmenden Magazin achsparallel verläuft
oder bei dem das Magazin in eine entsprechende Position
geschwenkt werden kann.
Schußwaffen wie Pistolen und Gewehre stellen immer
dann eine Gefährdung dar, wenn sie in unbefugte Hände ge
langen. Aus diesem Grunde werden die Schußwaffen in der
Regel in gesicherten Schränken oder gar Räumen aufbewahrt
und beispielsweise bei der Bundeswehr durch Soldaten bewacht.
Zwar sind Sicherungen bekannt, die beispielsweise den Be
tätigungs- oder Auslösehahn sperren, doch kann diese Siche
rung ohne Probleme auch von einem unberechtigten Benutzer
aufgehoben werden, so daß die Schußwaffe ihm dann voll zur
Verfügung steht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach
zu handhabende, von Unbefugten nach dem Entwenden entspre
chender Schußwaffen nicht oder nur unter Unbrauchbarmachung
der Schußwaffe überwindbare Sicherungsvorrichtung zu
schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen hülsen
förmigen, der Patrone angepaßten Hohlkörper gelöst, indem
ein in den Lauf der Schußwaffe verschiebbarer oder einführ
barer und in den Endpositionen an dem Hohlkörper verrastbar
ausgebildeter Sicherungskolben angeordnet ist.
Eine derartige praktisch zweiteilige Vorrichtung kann
somit im zusammengeschobenen Zustand in das Magazin einge
legt werden, um dann durch Ausziehen des Sicherungskolbens
und Positionieren innerhalb des Laufes die Schußwaffe für
einen Dritten völlig unbrauchbar zu machen. Da der Siche
rungskolben in der Sicherungsendposition nur durch geeignete
Mittel wieder in die Endposition gebracht werden kann,
bei der er aus dem Magazin zu entnehmen ist, kann ein Dritter
die Waffe absolut nicht gebrauchen. Versucht er es dennoch
mit ungeeigneten Mitteln, so zerstört er die Waffe, da sich
die Sicherungsvorrichtung im Lauf und im Magazin festsetzt
und dann nur praktisch von der Herstellerfirma wieder ent
fernt werden kann. Da sich nach relativ kurzer Zeit diese
Funktion der Sicherungsvorrichtung herumsprechen wird, ist
das Entwenden oder Stehlen von Schußwaffen für jeden
uninteressant, so daß damit eine wesentliche Verringerung
der Gefährdung der Bevölkerung erreicht ist. Für den Be
rechtigten kann die Sicherungsvorrichtung durch Drehen und
Einschieben des Sicherungskolbens in den Hohlkörper ohne
großen Aufwand wieder aus der Pistole oder dem Gewehr ent
nommen werden, so daß dieses dann der zugelassenen Funktion
zugeführt werden kann. Da das "Entsichern" der Schußwaffe
praktisch nur durch den Lauf hindurch erfolgen kann, ist
es auch wesentlich einfacher, die für das Entsichern be
nötigten Vorrichtungen der jeweiligen Waffe entsprechend
auszubilden, so daß die Möglichkeiten der Nachbildung ent
sprechender Entsicherungsvorrichtungen wesentlich verringert
wird.
Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, daß der Sicherungskolben im Durchmesser
dem Lauf der Schußwaffe angepaßt ausgebildet ist. Dadurch
ist sichergestellt, daß sich beim Ein- und Ausschieben des
Sicherungskolbens in den Lauf dieser nicht verkanten und
dabei die Innenwandung des Laufes beschädigen kann. Außerdem
ist auf diese Art und Weise auch sichergestellt, daß beim
Einschieben des Sicherungskolbens in den Hohlkörper keinerlei
Probleme durch Verkanten o. ä. auftreten können.
Um den Sicherungskolben aus dem Hohlkörper herauszube
wegen oder zu ziehen und ihn auch umgekehrt wieder hinein
drücken zu können ohne daß dies auch von Unberechtigten
vorgenommen werden kann, sieht die Erfindung vor, daß der
Sicherungskolben auf der dem Lauf zugewandten Seite eine
Ausnehmung aufweist, in die ein durch den Lauf eingeführter,
eine mit der Ausnehmung korrespondierende Spitze aufweisender
Auslösestift einzuschieben ist. Auch dieser Auslösestift
kann, wie erwähnt, sicher in den Läuf eingeschoben werden,
um dann mit seiner Spitze in die entsprechende Ausnehmung
des Sicherungskolbens einzufahren, wodurch dann bei Überein
stimmen der Spitze und der Ausnehmung ein Betätigen des
Sicherungskolbens möglich ist. Stimmen Ausnehmung und Spitze
nicht überein, so kann auch mit Gewalt der Sicherungskolben
nicht betätigt, d. h. insbesondere nicht eingeschoben werden.
Da der Sicherungskolben entsprechend tief im Lauf drinsteckt,
ist es für einen Unberechtigten nur schwer bzw. sogar über
haupt nicht möglich, die Ausbildung der Ausnehmung zu über
prüfen und eine entsprechende Spitze anzufertigen bzw. nach
zufertigen. Damit ist eine zusätzliche Sicherungsfunktion
erfüllt, die es Unberechtigten unmöglich macht, eine ent
sprechend gesicherte Pistole oder ein Gewehr widerrechtlich
zu gebrauchen.
Eine besonders einfache und das richtige und berechtigte
Einfädeln des Auslösestiftes in den Sicherungskolben begün
stigte Ausbildung sieht vor, daß der Auslösestift eine als
Schlüsselbart ausgebildete Spitze aufweist bzw. daß die
Ausnehmung entsprechend geformt ist. Ist diese trichterförmig
ausgebildet, so rutscht die Spitze des Auslösestiftes prak
tisch automatisch in den Sicherungskolben hinein, so daß
dieser bei Übereinstimmen sofort und leicht betätigt werden
kann, um von der einen in die andere Endposition verschoben
zu werden.
Das Sichern im Bereich der Endposition wird insbesondere
dadurch erleichtert und ermöglicht, daß auf der Innenwand
des Hohlkörpers die Endpositionen des Sicherungskolbens
vorgebende Rastansätze und auf dem Mantel des Sicherungs
bolzens ein unterbrochener Rastring angeordnet sind und
daß der Sicherungsbolzen im Hohlkörper drehbar gelagert
ist. Damit kann durch einfaches Drehen des Sicherungsbolzens
im Hohlkörper die Rastposition aufgehoben werden, so daß
er von der einen Endposition in die andere verschoben werden
kann, wobei diese eben nur möglich ist, wenn Spitze und
Ausnehmung entsprechend korrespondierend ausgebildet sind
und zueinander passen.
Eine andere Möglichkeit ist die, die Innenwand des
Hohlkörpers eine zugleich der Führung dienende Nut und den
Sicherungsbolzen korrespondierend angeordnete Rastaufsätze
aufweisen zu lassen. Auch hierbei ist die Möglichkeit ge
geben, durch entsprechendes Bewegen des Sicherungsbolzens
gegenüber dem Hohlkörper den Sicherungsbolzen in der jeweils
gewünschten Position so festzusetzen, daß er nur aus dieser
Position gelöst werden kann, wenn Spitze und Ausnehmung
miteinander korrespondieren.
Um insbesondere das Ausschieben des Sicherungsbolzens
zu erleichtern und das Einrasten in die jeweilige Endposition
zu sichern, sieht die Erfindung vor, daß zwischen dem Boden
des Hohlkörpers und der Rückseite des Sicherungsbolzens
eine Druckfeder angeordnet ist. Denkbar ist es auch, statt
der Druckfeder eine Zugfeder zu verwenden, so daß dann beim
Lösen der ausgefahrenen Endposition der Sicherungsbolzen
automatisch wieder in den Hohlkörper hineingezogen wird.
Je nach Wunsch kann die eine oder andere Ausbildung Verwen
dung finden, wobei theoretisch auch die Verwendung sowohl
einer Druck- wie einer Zugfeder möglich ist, wenn Hohlkörper
und Sicherungsbolzen dafür notwendige Einzelteile aufweisen.
Ein zu weites Ausfahren des Sicherungskolbens aus dem
Hohlkörper und damit ein wirksames Festlegen am äußeren
Rastansatz wird dadurch sichergestellt, daß der Rastring
als die Rastansätze einfassender Doppelring ausgebildet
ist. Dieser Doppelring sichert vor allem, daß der Sicherungs
kolben von Unberechtigten mit Kraft in den Hohlkörper zurück
geschoben wird. Dementsprechend ist der Doppelring auf dieser
Seite auch verstärkt ausgebildet, während er auf der anderen
Seite, der Rückseite des Sicherungskolbens zugeordnet, nur
einen relativ schwach ausgebildeten Doppelring hat, der
wie erwähnt das zu weite Ausfahren des Sicherungskolbens
verhindert, insbesondere bei Einsatz einer Druckfeder.
Der in das Magazin eingeführte Hohlkörper kann gemäß
der Erfindung so ausgebildet sein, daß er sich genau in
diese Ausnehmung einlegen läßt, so daß dementsprechend beim
Herausziehen oder Einschieben des Sicherungskolbens ein
Mitdrehen des Hohlkörpers nicht möglich ist. Eine vorteil
hafte Sicherung gegen Mitdrehen ist dabei die, bei der der
Hohlkörper auf der Außenseite des Bodens einen flexiblen,
vorzugsweise aus Gummi bestehenden Belag aufweist. Gegen
die federnde Kraft dieses Belages wird der Hohlkörper in
den Hohlraum des Magazins hineingedrückt, wo er dann so
festgeklemmt ist, daß er auch bei entsprechend kräftigem
Drehen des Sicherungsbolzens sich seinerseits nicht bewegen
kann.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung sieht
vor, daß in den Hohlkörper oder den Sicherungsbolzen ein
Empfänger/Sender integriert ist und daß die Rastansätze
und/oder der Rastring in die Wandung bzw. den Bolzenkörper
einziehbar ausgebildet sind. Damit ist es möglich, den Bolzen
praktisch per Funksignal zu entsichern oder aber auch zu
sichern. Dies ist insbesondere von Wichtigkeit bei großen
Waffenbeständen wie beispielsweise bei der Bundeswehr, bei
der Polizei oder bei ähnlichen Schutztruppen. Mit Hilfe
einer entsprechenden Ausbildung der erfindungsgemäßen Vor
richtung wäre es somit möglich, einen ganzen Bestand durch
ein einziges Signal so wirksam zu sichern, daß ein Unbefugter
dann mit dem gesamten Besatz an Waffen nichts mehr
anfangen kann, da die den einzelnen Waffen zugeordneten
Sicherungsvorrichtungen wirksam blockiert sind. Mit Hilfe
üblicher elektronischer Hilfsmittel ist es dabei denkbar,
sogar noch Verfeinerungen vorzusehen, so daß ein Funksignal
nur dann zu einem Entsperren der einzelnen Sicherungsbolzen
bzw. Sicherungsvorrichtungen führen kann, wenn vorher weitere
elektronisch zu überprüfende Merkmale eingetreten bzw. er
füllt sind. Auf diese Weise kann auch bei hohem Sicherheits
bedürfnis eine vollständige Sicherung erreicht werden.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
daß eine Sicherungsvorrichtung geschaffen ist, die leicht
und sicher zu handhaben und die genau im gefährdeten Bereich
der jeweiligen Schußwaffe angeordnet werden kann, um von
dort richtig plaziert nur von einem Berechtigten wieder
entfernt zu werden. Solange die Sicherungsvorrichtung inner
halb des Magazins und des Laufes angeordnet ist, ist die
Pistole oder das Gewehr gesichert und kann von Dritten auch
dann nicht benutzt werden, wenn die ansonsten bei derartigen
Schußwaffen immer vorhandenen Sicherungen entfernt bzw.
übergangen sind. Besonders vorteilhaft ist, daß eine solche
Sicherungsvorrichtung nur durch den Lauf hindurch wieder
entfernt werden kann, so daß es für einen Unberechtigten
ausgesprochen schwer bzw. sogar ganz unmöglich ist, den
Sicherungsmechanismus durch irgendwelche Hilfsmittel zu
übergehen. Vorteilhaft ist weiter, daß derartige Sicherungs
vorrichtungen je nach Belieben für mehrere derartige Schuß
waffen ausgebildet sein können oder aber auf einen jeweiligen
Typ zugeschnitten, so daß weitere Hemmnisse für Dritte vor
handen sind, den Sicherungsmechanismus zu überwinden. Durch
zweckmäßige Ausbildung der Spitzen der Auslösestifte bzw.
durch die Ausbildung mit Schlüssebart ist es möglich, bei
ansonsten gleicher Ausbildung eine Vielzahl von nur unab
hängig voneinander zu betätigenden Sicherungsvorrichtungen
vorzugeben, so daß eine auf den jeweiligen Einsatzort zuge
schnittene Sicherungsvorrichtung vorgegeben werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegen
standes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausfüh
rungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und
Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise im Schnitt wiedergegebene
Pistole mit Sicherungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Sicherungsvorrichtung im Ausgangszu
stand und im Schnitt,
Fig. 3 die Sicherungsvorrichtung im Sperrzustand
im Schnitt,
Fig. 4 einen teilweisen Querschnitt durch die
Sicherungsvorrichtung und
Fig. 5 den vorderen Bereich des Auslösestiftes
im Schnitt.
Fig. 1 zeigt eine Schußwaffe (1), teilweise im Schnitt,
wobei deutlich wird, daß es sich hier um eine Pistole
handelt. Wiedergegeben ist durch die Schnittdarstellung
das Magazin (2) und der angesetzte Lauf (3) sowie auch der
Auslösehahn (4). Im Magazin (2) und im Lauf (3) ist eine
Sicherungsvorrichtung (5) angedeutet, die aus dem Hohlkörper
(6) im Magazin (2) und dem Sicherungsbolzen (7) im Lauf
(3) besteht.
Fig. 2 zeigt die Sicherungsvorrichtung (5) im Schnitt,
wobei ungefähr der Ausgangspunkt wiedergegeben ist, also
der Zustand, in dem die Sicherungsvorrichtung (5) in den
Lauf (3) und das Magazin (2) eingesetzt werden kann.
Auf der Innenwand (8) des Hohlkörpers (6) sind im Be
reich der hinteren und der vorderen Endpositionen (9, 11)
Rastansätze (10, 12) wiedergegeben, hinter denen bzw. vor
denen der auf dem Mantel (15) des Sicherungskolbens (7)
angebrachte Rastring (16) sich versperren bzw. einrasten
kann. Um ein Verschieben des Sicherungskolbens (7) im Hohl
körper (6) zu ermöglichen, ist der Rastring (16) mit Unter
brechungen (17, 18) versehen, so daß bei entsprechendem
Verdrehen des Sicherungskolbens (7) ein Durchziehen bzw.
Durchschieben des Sicherungskolbens (7) möglich wird. Es
reicht in der Regel, wenn nur der Rastring (16) vorgesehen
ist. Denkbar ist es auch, einen zweiten Rastring etwa im
Bereich des Rastansatzes (12) nach Fig. 2 vorzusehen, um
so ein wirksames Sperren des Sicherungskolbens (7) gegenüber
dem Hohlkörper (6) zu ermöglichen, und zwar entweder in der
hinteren Endposition (9) etwa nach Fig. 2 bzw. der vorderen
Endposition (11) nach Fig. 3.
Zwischen Boden (19) des Hohlkörpers (6) und der Rück
seite (20) des Sicherungskolbens (7) ist eine Druckfeder
(21) angeordnet, wobei sie in Fig. 2 im gespannten und in
Fig. 3 im entspannten Zustand wiedergegeben ist. Über diese
Druckfeder (21) wird der Sicherungskolben (7) nach dem Ent
sperren, d. h. nach dem Drehen des Sicherungskolbens (7)
aus dem Hohlkörper (6) herausgeschoben, bis die aus Fig. 3
ersichtliche Endposition erreicht ist. Um ein zu weites
Herausschieben zu vermeiden, ist der Rastring (16) gemäß
Fig. 3 zweiteilig ausgebildet. Er verfügt über den stark
ausgebildeten Doppelring (32) und den wesentlich schwächer
ausgebildeten Doppelring (33), wobei der Doppelring (33)
die beschriebene Funktion der Endsperre übernimmt. Der
Doppelring (32) dagegen sichert den Sicherungskolben (7)
gegen ungewolltes bzw. unberechtigtes Einschieben.
Statt der Druckfeder (21) oder auch zusätzlich zur
Druckfeder (21) kann eine Zugfeder vorgesehen sein, über
die der Sicherungskolben (7) unter Ausschaltung der Druck
feder (21) wieder in die aus Fig. 2 ersichtliche Position
zurückgezogen wird.
Auf der Außenseite (22) des Bodens (19) ist ein Belag
(23) in Form einer Art Puffer (24) vorgesehen, über den
das Mitdrehen des Hohlkörpers (6) beim Verdrehen des Siche
rungskolkbens (7) wirksam unterbunden ist. Dieser Belag
(23) bzw. der Puffer (24) besteht vorzugsweise aus einem
entsprechend flexiblen Kunststoff, der beim Einsetzen des
Hohlkörpers (6) bzw. der Sicherungsvorrichtung (5) in das
Magazin (2) für eine entsprechende Spannwirkung sorgt, die
wie erwähnt das Mitdrehen des Hohlkörpers (6) beim Drehen
des Sicherungskolbens (7) verhindert. Fig. 4 gibt eine Siche
rungsvorrichtung (5) wieder, die etwa der Position nach
Fig. 3 entspricht, nur das hier der Sicherungskolben (7)
bereits in eine Position gedreht, die ein Ausschieben oder
Einschieben des Sicherungskolbens (7) zuläßt. Würde der
Sicherungskolben dagegen so verschwenkt werden, daß der
Rastring (16) den Rastansatz (12) hintergreift, so würde
eine Sperrwirkung erreicht, die das Einschieben des Siche
rungskolbens (7) in den Hohlkörper (6) sicher unterbindet.
Der Rastansatz (12) ist dabei aus der Wandung (25) des Hohl
körpers (6) herausgeformt, so daß er gleichzeitig aus einer
Art Führung für den Sicherungskolben (7) dient. Auf den
Bolzenkörper (26) ist dabei der Rastring (16) mit den Unter
brechungen (17, 18) aufgesetzt, so daß beim Verdrehen ohne
weiteres ein Verrasten oder aber auch ein Durchschieben
möglich ist, je nachdem, wie weit der Sicherungskolben (7)
gedreht ist.
Zum Herausziehen bzw. Sichern und zum Hereinschieben
bzw. Entsichern ist auf der Seite (28) zum Lauf (3) hin
im Sicherungskolben (7) eine Ausnehmung (29) vorgesehen.
Diese gestuft ausgebildete Ausnehmung (29) ist sowohl in
Fig. 3 wie auch in Fig. 4 angedeutet. In die Ausnehmung
(29) ist die korrespondierende Spitze (31) eines Auslöse
stiftes (30) einschiebbar, so daß sichergestellt ist, daß
nur bei entsprechender Ausbildung von Spitze (31) und Aus
nehmung (29) ein Sperren und Entsperren der Sicherungsvor
richtung (5) überhaupt möglich ist.
Fig. 4 verdeutlicht ergänzend, daß durch einfaches
Verdrehen des Sicherungskolbens (7) ein Verrasten oder ein
Entrasten des Sicherungskolbens (7) zu erreichen ist.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein
zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als er
findungswesentlich angesehen.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Sicherung von Schußwaffen gegen
unbefugte Benutzung, insbesondere von entwendeten Pistolen
und Gewehren, deren Lauf zu dem die Patronen aufnehmenden
Magazin achsparallel verläuft oder bei dem das Magazin in
eine entsprechende Position geschwenkt werden kann,
gekennzeichnet durch
einen hülsenförmigen, der Patrone angepaßten Hohlkörper
(6), in dem ein in den Lauf (3) der Schußwaffe (1) verschieb
barer und in den Endpositionen (9, 11) an dem Hohlkörper
(6) verrastbar ausgebildeter Sicherungskolben (7) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungskolben (7) im Durchmesser dem Lauf (3)
der Schußwaffe (1) angepaßt ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sicherungskolben (7) auf der dem Lauf (3) zugewandten
Seite (28) eine Ausnehmung (29) aufweist, in die ein durch
den Lauf (3) eingeführter, eine mit der Ausnehmung korres
pondierende Spitze (31) aufweisender Auslösestift (30) einzu
schieben ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslösestift (30) eine als Schlüsselbart ausgebildete
Spitze (31) aufweist bzw. daß die Ausnehmung (29) entspre
chend geformt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenwand (8) des Hohlkörpers (6) die End
positionen (9, 11) des Sicherungskolbens (7) vorgebende Rast
ansätze (10, 12) und auf dem Mantel (15) des Sicherungs
bolzens (7) ein unterbrochener Rastring (16) angeordnet
ist und daß der Sicherungsbolzen im Hohlkörper drehbar ge
lagert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenwand (8) des Hohlkörpers (6) eine zugleich
der Führung dienende Nut und der Sicherungsbolzen (7) korres
pondierend angeordnete Rastaufsätze aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Boden (19) des Hohlkörpers (6) und der
Rückseite (20) des Sicherungsbolzens (7) eine Druckfeder
(21) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rastring (16) als die Rastansätze (10, 12) einfassen
der Doppelring (32, 33) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlkörper (6) auf der Außenseite (22) des Bodens
(19) einen flexiblen, vorzugsweise aus Gummi bestehenden
Belag (23) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Hohlkörper (6) oder den Sicherungsbolzen (7)
ein Empfänger/Sender integriert ist und daß die Rastansätze
(10, 12) und/oder der Rastring (16) in die Wandung (25)
bzw. dem Bolzenkörper (26) einziehbar ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914119617 DE4119617A1 (de) | 1991-06-14 | 1991-06-14 | Schusswaffensicherung |
| DE19914125008 DE4125008A1 (de) | 1991-06-14 | 1991-07-27 | Schusswaffensicherung mit kompakthuelse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914119617 DE4119617A1 (de) | 1991-06-14 | 1991-06-14 | Schusswaffensicherung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4119617A1 true DE4119617A1 (de) | 1992-12-17 |
Family
ID=6433927
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914119617 Withdrawn DE4119617A1 (de) | 1991-06-14 | 1991-06-14 | Schusswaffensicherung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4119617A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996029560A2 (en) | 1995-03-15 | 1996-09-26 | Mul-T-Lock Technologies Ltd. | Lock for chambers and magazines of weapons |
| US6170186B1 (en) * | 1999-04-12 | 2001-01-09 | Waymon Burton Reed | Firearm safety apparatus |
-
1991
- 1991-06-14 DE DE19914119617 patent/DE4119617A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996029560A2 (en) | 1995-03-15 | 1996-09-26 | Mul-T-Lock Technologies Ltd. | Lock for chambers and magazines of weapons |
| US6170186B1 (en) * | 1999-04-12 | 2001-01-09 | Waymon Burton Reed | Firearm safety apparatus |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| AG | Has addition no. |
Ref country code: DE Ref document number: 4125008 Format of ref document f/p: P |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |