DE4118696C2 - Steckverbinder - Google Patents
SteckverbinderInfo
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- H01R13/42—Securing in a demountable manner
- H01R13/422—Securing in resilient one-piece base or case, e.g. by friction; One-piece base or case formed with resilient locking means
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- Connector Housings Or Holding Contact Members (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder gemäß dem Oberbegriff des An
spruches 1.
Vorteilhaft bei solchen Steckverbindern ist insbesondere eine schwimmende
Anordnung der Kontaktelemente (z. B. Steckbuchsen) weil dadurch ermöglicht
ist, auch bei einer ungünstigen Summierung der unvermeidlichen Form- und
Lagetoleranzen der Kontaktelemente selbst sowie der Fertigungstoleranzen
des beispielsweise im Spritzgußverfahren hergestellten Kontaktträgers so
genannte "Aufsitzer" der Steckerstifte auf oder gar neben den Buchsenwän
den und damit Beschädigungen und/oder Fehlfunktionen der Kontaktelemente
vermeidbar zu machen.
Für den erforderlichen Toleranzausgleich zwischen den Buchsen- und den
zugehörigen Stiftkontakten sind konstruktive Lösungen bekannt, wie sie in
den Fig. 2a bis 2c als Prinzipdarstellungen gezeigt sind.
Bei einer Ausführung gemäß Fig. 2a mit schwimmendem Kontaktelement
weist dieses einen in einer erweiterten Ausnehmung 2 der Kontaktkammer 3
angeordneten Bund 4 auf, dessen Abmessungen in axialer und radialer Rich
tung geringer sind als die der Ausnehmung 2; zur Sicherung des Kontakt
elementes 1 gegen Herausfallen ist eine Abdeckplatte 5 vorgesehen. Der
leiteranschlußseitige und der steckseitige Schaft 6 des Kontaktelementes
durchsetzt eine Bohrung 7 der Abdeckplatte 5, deren lichte Weite ebenso
wie die des steckseitigen Teils der Kontaktkammer 3 größer ist als der
Schaftdurchmesser. Auf diese Weise ist das Kontaktelement 1 im Kontakt
träger 5, 8 in radialer und axialer Richtung verschiebbar und gegen die
Steckachse neigbar, so daß bei entsprechenden Abmessungen große Toleran
zen ausgleichbar sind.
Andererseits ist die Herstellung des Kontaktträgers durch die erforderli
che Abdeckplatte sowie ihre Befestigung zur Aufnahme des Steckdruckes
teuer und zudem deren Montage insbesondere bei vielpoligen Steckverbin
dern schwierig, deren anschlußseitige Kontaktteile ja nicht alle hin
sichtlich der zugehörigen Ausnehmungen in der aufzusetzenden Abdeckplatte
lagerichtig sind.
Überdies ist die Kontakteinbettung im Kontaktträger 5, 8 nicht wasser
dicht und der Anwendungsbereich dieser Ausführung somit beschränkt.
Bei der bekannten Lösung gemäß Fig. 2b, bei der zur Sicherung des
Kontaktelementes 9 gegen Herausfallen Rastlappen 10 vorgesehen sind, die
bei in die Kontaktkammer 11 eingeführtem Kontaktelement 9 an der steck
seitigen Schulter eines Bundes 12 anliegen, sind in gleicher Weise eben
falls große Toleranzen ausgleichbar. Auch bei dieser Ausführung muß aber
der Kontaktträger 13, 14 mit den beschriebenen Nachteilen zweiteilig aus
geführt sein, damit er beim Spritzgußverfahren entformbar ist.
Als Alternative ist es weiterhin bekannt (Fig. 2c), das Kontaktelement
15 im steckseitigen Endbereich der Kontaktkammer 16 des einstückigen
Kontaktträgers 17 mittels eines verdickten Abschnittes 18 mit Sicherungs
bund 19 fest zu lagern. Bei dieser Anordnung wird die Beweglichkeit des
Kontaktelements 15 durch eine dünne Biegezone 20 erreicht. Hierbei ist
zwar der Kontaktträger einteilig, die Beweglichkeit des Kontaktelementes
und damit der ausgleichbare Toleranzbereich jedoch gering, weil die Bie
gezone aus Platzgründen nur relativ kurz und wegen des praktisch immer
erforderlichen kleinen elektrischen Durchgangswiderstandes nicht beson
ders dünn ausgeführt werden kann. Dadurch ist zum Ausbiegen des Kontakt
elements beim Steckvorgang überdies eine hohe Steckkraft nötig, was bei
hohen Polzahlen ein Einstecken sehr schwierig wenn nicht gar unmöglich
machen kann und außerdem eine punktförmige Berührung von Stift- und Buch
senkontakt mit zu hohem Durchgangswiderstand bewirkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart weiterzubilden, daß auf möglichst
einfache und kostengünstige Weise eine hohe Beweglichkeit des Kontaktele
ments in der Kontaktkammer gewährleistet ist.
Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 ge
löst.
Durch diese ohne besondere Herstellkosten einfachst realisierbare Ausbil
dung des Kontaktelementes und der Kontaktkammer kann sowohl das Kontakt
element als auch der Kontaktträger einstückig ausgeführt sein, wodurch
die Herstell- und die Montagekosten minimiert sind. Die Kontaktelemente
werden dabei lediglich in die Kontaktkammern eingedrückt und sind darin
lösbar rastend gehalten. Die Festigkeit dieser Halterung ist sehr einfach
durch die Wahl der Abmessungen insbesondere der gewölbten Bereiche den
Erfordernissen des Einzelfalles anpaßbar. Darüberhinaus ist eine allsei
tige Auslenkung des Kontaktelements gegenüber der Steckachse und somit
ein optimaler Ausgleich von Lagetoleranzen der ineinanderzusteckenden
Kontaktelemente ermöglicht, wobei dieser Bereich äußerst einfach durch
die Kontaktkammerabmessungen dem jeweiligen Bedarf entsprechend wählbar
ist.
Durch die leichte Auslenkbarkeit der Kontaktelemente sind auch bei großem
Versatz der Steckachsen nur geringe Einsteckkräfte erforderlich. Darüber
hinaus tritt auch keine punktförmige Kontaktgabe auf, vielmehr liegen die
Steckerstifte gleichmäßig an den Buchsenwänden an, so daß ein geringer
Durchgangswiderstand und eine hohe Kontaktsicherheit gewährleistet sind.
Sofern der Steckverbinder nicht wasserdicht sein muß, ist sogar eine
schwimmende Lagerung des Ringwulstes in der Ringnut möglich, so daß zum
Auslenken des Kontaktelementes beim Einstecken eines nicht genau axial
dazu ausgerichteten Gegenkontaktelementes überhaupt keine zusätzliche
Steckkraft erforderlich ist, ein Vorteil, der insbesondere bei vielpoli
gen Steckverbindern den Steckvorgang ganz wesentlich erleichtert.
Der erfindungsgemäße Steckverbinder ist aber bei Bedarf ohne weiteres und
vor allem ohne zusätzliche Maßnahmen wasserdicht herstellbar, wobei die
jeweils gewünschte Dichtheit sehr einfach durch die Bemessung der gewölb
ten Flächen und ihrer Abstände sowie die Wahl eines hinsichtlich der
Elastizität geeigneten Materials des Kontaktträgers realisierbar ist. Da
bei bleibt auch bei hohen Anforderungen an die Dichtheit, also einem
großen Anpreßdruck des Ringwulstes an die Wandung der Ringnut, das Kan
taktelement leicht auslenkbar.
Die in Anspruch 2 angegebene Lösung ist äquivalent zu derjenigen gemäß
dem Anspruch 1 mit allen hierzu bereits genannten Vorteilen. Sie eignet
sich insbesondere für Ausführungen mit nicht allzu tiefer Ringnut bzw.
nicht zu starkem Ringwulst, bei denen die Stärke der Kontaktelemente aus
reichend und die Entformung des einstückigen Kontaktträgers noch unpro
blematisch ist.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungs
gemäßen Steckverbinders angegeben.
So sind zwar grundsätzlich alle möglichen Wölbungen (Konturen) von Ring
wulst bzw. Ringnut denkbar; mit einer kugel- bzw. kugelschalenförmigen
Ausbildung nach Anspruch 3 ist jedoch eine optimale Lagerung (Kugellager)
erzielt, die einen großen allseitigen Auslenkbereich der Kontaktelemente
in den Kontaktkammern, geringe Abmessungen und eine trotz leichter Ein
führbarkeit der Kontaktelemente in die verrastete Einbaulage hohe Rast
wirkung gewährleistet.
Eine weitere, sehr vorteilhafte Möglichkeit, die Haltekraft der Kontakt
elemente in der Lagerung sowie den Lagerdruck und damit die Beweglichkeit
der Kontaktelemente den Bedürfnissen des jeweiligen Anwendungsfalles
optimal anzupassen, ist dem Fachmann durch die freistehenden anschluß
seitigen Endbereiche der Kammerwände (Dome) gemäß Anspruch 4 an die Hand
gegeben. Für diese Anpassung steht eine entsprechende Wahl des Materials
des Kontaktträgers, der Wandstärke und Länge der Dome sowie der Größe der
aneinanderliegenden Flächen von Ringwulst und Ringnut zur Verfügung.
Zur weiteren Verbesserung der Auslenkbarkeit des Kontaktelements und des
sen möglichst genaue Ausrichtung in axialer Richtung des Gegenkontakt
elements ist gemäß Anspruch 5 eine dünne Biegezone vorgesehen, die ihre
Wirkung dann besonders entfaltet, wenn eine starke Verkantung von Kon
taktelement und Gegenkontaktelement vorliegt.
Insgesamt ist mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Steckkontakthalterung
und -lagerung ein in Aufbau und Montage äußerst kostengünstiger Steckver
binder geschaffen, der alle Vorteile der schwimmenden Kontaktelementan
ordnung aufweist und überdies bei Bedarf ohne zusätzliche Maßnahmen was
serdicht ausführbar ist. Diese Vorteile kommen insbesondere bei vielpoli
gen Steckverbindern zum Tragen und sind gerade für Massenprodukte wie
Steckverbinder von besonders weitreichender Bedeutung.
In Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Steckverbin
ders ein Schnitt durch einen Kontaktträgerbereich eines zwanzigpoligen
Steckverbinders mit einer Kontaktkammer und darin eingeführten Kontakt
elementen gezeigt.
Der in einem der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Steckver
bindergehäuse angeordnete Kontaktträger 21 weist zwanzig Kontaktkammern
22 auf, in deren jede von der Kabelanschlußseite her eine Kontaktbuchse
23 eingeführt und darin lösbar rastend gehalten wird. Die anschlußseiti
gen Endbereiche der Kontaktkammern 22 sind als freistehende Dome 24 aus
gebildet, die am Ende einen Einführungstrichter 25 und daran anschließend
eine Ringnut 26 mit kugelschalenförmiger Kontur aufweisen. Die stecksei
tigen Endbereiche der Kontaktkammern 22 weisen jeweils zur sicheren Ein
führung eines an der Spitze verrundeten Steckerstiftes 27 eine Ein
führungsschräge 28 und daran anschließend zu dessen Grobzentrierung einen
verjüngten Abschnitt 29 auf. Die Kontaktbuchsen 23 bestehen aus einem
rohrförmigen Kabelanschlußteil 30 zum Einlöten des abisolierten Endes ei
ner Kabellitze, einem kugelförmigen Ringwulst 31, einem dünnen Biegeteil
32 sowie einer Steckbuchse 33, die aus zwei durch einen Längsschlitz 34
getrennten federnden Halbschalen 35 mit trichterförmiger Aufnahme 36 am
freien Ende aufgebaut ist.
Die Montage des Steckverbinders besteht auf Grund des einteilig ausge
führten Kontaktträgers 21 lediglich darin, daß die Kontaktbuchse 23 bis
zum Einrasten der Kugelschnappverbindung, d. h. des kugelförmigen
Ringwulstes 31 in die Ringnut 26 mit daran angepaßter kugelschalenförmi
ger Kontur, in die Kontaktkammern 22 eingeführt werden. Der Steckverbin
der ist somit in der Herstellung äußerst kostengünstig.
Bei montiertem Steckverbinder ist der kugelförmige Ringwulst 31 in der
kugelschalenförmigen Ringnut 26 nach allen Seiten frei schwenkbar, die
Kontaktbuchse 23 also aus der axialer Lage auslenkbar, wobei der Aus
lenkbereich und damit der maximal ausgleichbare Steckachsenversatz von
Kontaktbuchse 23 und Steckerstift 27 sehr einfach durch die Abmessungen
der Kontaktkammer 22 bestimmbar ist.
Die Anordnung des Lagers 26, 31 am anschlußseitigen Endbereich der Kon
taktkammern 22 bewirkt auch bei großer Auslenkung einen relativ kleinen
Winkel zwischen der Buchsenachse 37 und der Stiftachse 38, so daß bereits
dadurch eine geringe Einsteckkraft erforderlich ist. Diese wird noch wei
ter vermindert durch das dünne Biegeteil 32, welches bei nicht fluchten
den Achsen 37, 38 für eine zusätzliche Verkleinerung der genannten Win
kels, d. h. Ausrichtung der Steckbuchse 33 in Richtung der Achse 38 des
Steckerstiftes 27 sorgt.
In Fig. 1 ist der maximal mögliche Versatz der beiden Kontaktelement
achsen 37, 38 dargestellt. Beim Zusammenstecken wird der Steckerstift 27
zunächst an der oberen Kante des verjüngten Abschnitts 29 der Kontaktkam
mer 22 geführt und gleitet dann mit seiner verrundeten Spitze voran in
die trichterförmige Aufnahme 36 der Steckbuchse 33, die dabei durch Aus
lenkung, d. h. durch Drehung der Kontaktbuchse 23 im Lager 26, 31 und zu
sätzlich durch leichtes Verbiegen des Biegeteils 32 in eine mit dem
Steckerstift 27 fluchtende Lage gebracht wird. Durch diesen praktisch
vollständig einer schwimmenden Anordnung entsprechenden Aufbau sind nicht
nur "Aufsitzer" wirksam vermieden, sondern auch die Einsteckkräfte sehr
gering, was insbesondere für vielpolige Steckverbinder ein äußerst wich
tiger Vorteil ist.
Zweckmäßigerweise sind das Material des Kontaktträgers 21, die Länge und
Wandstärke der Dome 24 sowie die Größe der aneinanderliegenden Lagerflä
chen und der Durchmesser des Ringwulstes 31 so gewählt, daß einerseits
eine leichte Einführbarkeit der Kontaktbuchsen 23 und zum anderen eine
ausreichend hohe Abzugskraft der ohne besondere Mittel (z. B. Rastlappen)
lösbar verrasteten Kontaktbuchsen 23 gewährleistet ist.
Zusätzlich ist mit diesen Parametern natürlich der Druck bestimmbar mit
dem der Ringwulst 31 an der kugelschalenförmigen Fläche der Ringnut 26
anliegt. Für den Fall, daß keine Wasserdichtigkeit erforderlich ist, kann
durch entsprechende Wahl der genannten Größen dieser Druck gleich Null
sein, womit die Einsteckkräfte minimal sind, d. h. nur noch von dem erfor
derlichen Kontaktdruck abhängen, den die vorgespannten Steckbuchsen-Halb
schalen 35 auf den jeweils eingeführten Steckerstift 27 ausüben. Eine
derartige Ausführung ist daher ganz besonders für hochpolige Steckverbin
der geeignet.
Soll indessen der Steckverbinder wasserdicht sein, so ist dies durch ent
sprechende Wahl der vorstehend aufgeführten Parameter für einen weiten
Druckbereich möglich.
Claims (5)
1. Steckverbinder mit einem Kontaktträger aus Isolierstoff und wenig
stens einem in einer Kontaktkammer des Kontaktträgers angeordneten
Kontaktelement,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kontaktelement (23) im Einbauzu
stand mit einem nach außen gewölbten (konvexen) Ringwulst (31) in
einer an dessen Kontur angepaßten konkaven Ringnut (26) in der
Wand (24) des anschlußseitigen Endbereichs der zugeordneten Kon
taktkammer (22) schwenkbar gelagert ist.
2. Steckverbinder mit einem Kontaktträger aus Isolierstoff und wenig
stens einem in einer Kontaktkammer des Kontaktträgers angeordneten
Kontaktelement,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kontaktelement im Einbauzustand
mit einer konkaven Ringnut in einem an deren Kontur angepaßten,
von der Wand des anschlußseitigen Endbereichs der zugeordneten
Kontaktkammer in das Kammerinnere vorgewölbten (konvexen) Ring
wulst schwenkbar gelagert ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ringwulst (31) kugelförmig und die Ringnut (26) kugelschalen
förmig ausgebildet sind.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der anschlußseitige Endbereich jeder Kontakt
kammer (22) eine freistehende Wandung (24) aufweist, die in radia
ler Richtung wenigstens etwas verformbar ist.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Kontaktelement (23) zwischen dem Ringwulst (31)
und dem steckseitigen Ende eine dünne Biegezone (32) aufweist.
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