DE4117129A1 - Hydraulisch daempfendes lager - Google Patents
Hydraulisch daempfendes lagerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein hydraulisch dämpfendes Lager mit den
Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
Ein Lager dieser Ausbildung ist aus JP 62-2 24 744 A, Fig. 4 und
5, bekannt.
Die gegenseitige Verbindung seiner einander diagonal zugeord
neter Kammern über voneinander unabhängige Drosselkanäle er
möglicht das Dämpfen axialer und radialer Schwingbewegungen.
Hingegen ermöglicht es diese Lagerkonstruktion nicht, daß La
gerhülse und Lagerkern zueinander in der die Lagerkammern und
Lagerachse enthaltenden Ebene gedämpfte Kippbewegungen ausfüh
ren können.
Aus den Fig. 6 und 7 der gleichen Druckschrift ist zwar auch
ein Lager mit der gleichen gegenseitigen Zuordnung von Kammern
bekannt, dessen äußerer und innerer Lagerteil in der die La
gerkammern und Lagerachse enthaltenden Ebene gedämpfte Kippbe
wegungen zueinander ausführen können, allerdings vermag dieses
Lager nicht, aufgrund der gegenseitigen Verbindung einander
benachbarter Kammern beider Kammergruppen, Radialschwingungen
zu dämpfen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisch
dämpfendes Lager in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1 so zu verbessern, daß Lagerhülse und
Lagerkern in der Lage sind, zusätzlich zu gedämpften
Schwingbewegungen in axialer und radialer Richtung auch in der
die Kammern und Lagerachse enthaltenden Ebene gedämpfte Kipp
bewegungen zueinander auszuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die gegenseitige Verbindung der einander diagonal zugeordneten
Lagerkammern miteinander verbindenden Drosselkanäle führt dazu,
daß bei Kippen beider Lagerteile zueinander aus zwei beauf
schlagten Lagerkammern Dämpfungsflüssigkeit in die beiden an
deren, nicht beaufschlagten Lagerkammern verdrängt wird, wobei
die restlichen Lagerkammern mittragende Funktion haben.
Eingriffsmöglichkeiten zur Veränderung des Dämpfungsverhaltens
bei Kippbewegungen beider Lagerteile bieten Weiterbildungen der
Erfindung gemäß den Patentansprüchen 2 und 3. Im ersteren Falle
steht hierzu ein entsprechend dehnfähiger Verdrängungsraum zur
Verfügung, in den bei Kippbewegungen Dämpfungsflüssigkeit ver
drängt wird. Im letzteren Falle wird verdrängte Dämpfungsflüs
sigkeit jeweils der der beaufschlagten Lagerkammer diametral
gegenüberliegenden Lagerkammer der gleichen Kammergruppe zuge
führt.
Die Ausgestaltung der Erfindung nach Patentanspruch 3 ermög
licht außerdem noch ein unterschiedliches Dämpfverhalten des
Lagers in axialer und radialer Richtung, in dem die jeweils zu
einer Kammergruppe gehörenden, einander diametral gegenüber
liegenden Lagerkammern über jeweils wenigstens einen Drossel
kanal unmittelbar miteinander verbunden sind und diese Dros
selkanäle im Querschnitt kleiner oder größer als die zur Dia
gonalverbindung von Lagerkammern dienenden Drosselkanäle aus
gelegt sein können.
Eine Weiterbildung eines derart ausgelegten Lagers nach Pa
tentanspruch 4 ermöglicht gleichfalls unterschiedliches Dämpf
verhalten in der Weise, daß bei gleichem Querschnitt sämtlicher
Drosselkanäle eine stärkere Dämpfung in Lagerachsrichtung er
reicht wird. Dies ergibt sich aus einem sich insbesondere in
Lagerachsrichtung erstreckenden, an die radialen Drosselkanäle
jeder Kammergruppe angeschlossenen Drosselkanal, aus dem eine
entsprechend verlängerte Verdrängungsstrecke resultiert, so
daß durch zusätzlich zu verdrängende Flüssigkeitsmassen die
Trägheitswirkung entsprechend erhöht wird.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dar
gestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines hydraulisch
gedämpften Lagers, im Längsschnitt,
Fig. 2 und 3 stark schematisierte Darstellungen weiterer mög
licher, gegenseitiger Verbindungen der Kammern
des Lagers gemäß Fig. 1.
Das in Fig. 1 gezeigte, hydraulisch dämpfende Lager weist eine
äußere, zylindrische Lagerhülse 10, einen dieser konzentrisch
zugeordneten Lagerkern 12, einen vorzugsweise aus Gummi beste
henden, elastomeren Einsatz 14 sowie ein den Lagerkern 12 auf
nehmendes Zwischenrohr 16 auf.
Die äußere Lagerhülse 10 weist vorzugsweise ein nach außen ge
stelltes Randstück zur Bildung eines Flansches 18 auf, der die
Einbaulage des Lagers innerhalb einer Ausnehmung einer Lager
aufnahme, beispielsweise eines Fahrschemels, fixiert. An den
Außenumfang der äußeren Lagerhülse 10 kann, wie bei 20 ange
deutet, zumindest bereichsweise eine elastomere, vorzugsweise
aus Gummi bestehende Außenschicht geringer Dicke
aufvulkanisiert sein. Sie dient zur Überbrückung größerer
Durchmessertoleranzen der das Lager aufnehmenden Ausnehmung.
Die den Lagerkern 12 abgestuft durchsetzende Bohrung 22 dient
zur Aufnahme eines Spannbolzens, um die Lageraufnahme mit einem
weiteren Teil elastisch zu verbinden.
Der Lagerkern 12 ist in das Zwischenrohr 16 abgedichtet einge
steckt und axial gesichert, während dieses und die äußere La
gerhülse 10 durch Vulkanisieren mit dem elastomeren Einsatz 14
verbunden sind.
Zur hydraulischen Lagerdämpfung dienen zwei in Richtung der
Lagerachse im Abstand voneinander angeordnete Gruppen von Kam
mern, die beispielsweise durch in den elastomeren Einsatz 14
eingeformte Vertiefungen und den sie abdeckenden Lagerkern 12
gebildet sind.
Jede Kammergruppe umfaßt dabei zwei einander diametral zuge
ordnete Kammern 24, 26 bzw. 28, 30, wobei jeweils eine Kammer
24 bzw. 26 der einen Kammergruppe einer Kammer 28 bzw. 30 der
anderen Kammergruppe benachbart ist.
Die Kammern 24 und 30 sowie 26 und 28 sind somit einander dia
gonal zugeordnet und jeweils über einen diagonal verlaufenden
Drosselkanal 32 bzw. 34 miteinander verbunden, welche Drossel
kanäle 32 und 34 in den Außenumfang des Lagerkerns 12, dem
Verlauf einer Wendel folgend, eingearbeitet sind. Sie könnten
auch durch eine in das Zwischenrohr 16 eingeformte Sicke ge
bildet sein.
Beide Drosselkanäle 32, 34 sind beispielsweise durch am
gleichen Umfangsabschnitt des Lagerkerns 12 eingeformte Nuten
gebildet, die im kammerfreien Bereich vom Zwischenrohr 16
überdeckt sind.
Bei 36 schneiden sich beide Drosselkanäle 32 und 34. Somit
stehen sämtliche Kammern 24, 26, 28 und 30 miteinander in einer
derartigen Verbindung, daß bei Relativbewegungen von Lagerhülse
10 und Lagerkern 12 zueinander jeweils aus den dabei mit Druck
beaufschlagten Kammern über die Drosselkanäle 32 und 34 in die
jeder dieser Kammern diagonal zugeordnete Kammer zwecks Dämp
fung Dämpfungsflüssigkeit verdrängt werden kann.
Bei übereinstimmendem Querschnitt und gleicher Länge der Dros
selkanäle 32, 34 ist dabei die Lagerdämpfung bei axialer und
radialer Lagerbelastung gleich stark.
Des weiteren ist in der die Lagerachse sowie die Lagerkammern
24, 26, 28 und 30 enthaltenden Radialebene in einander entge
gengesetzten Richtungen ein gedämpftes Kippen von Lagerhülse 10
und Lagerkern 12 zueinander möglich, indem dann aus den jeweils
beaufschlagten, einander diagonal zugeordneten Lagerkammern,
beispielsweise den Lagerkammern 26 und 28, Dämpfungsflüssigkeit
über Abschnitte 32′ und 32′′ des Drosselkanals 32 in die Lager
kammern 24 und 30 verdrängt wird.
Das Dämpfen solcher Kippbewegungen läßt sich dabei in einfacher
Weise im Sinne einer weicheren Dämpfung verändern, sofern gemäß
Fig. 2 in den elastomeren Einsatz 14 mindestens ein mit den
Drosselkanälen 32 und 34 verbundener, entsprechend dehnfähiger
Dämpfungsmittelspeicher 38 eingeformt ist.
Fig. 3 zeigt eine Kammerverbindung, bei der die zu jeweils ei
ner Kammergruppe gehörenden Kammern 24, 26 bzw. 28, 30 unter
einander jeweils über einen Drosselkanal 40 bzw. 42 verbunden
sind. Die Drosselkanäle 40 und 42 ihrerseits sind wiederum
gegenseitig durch einen sich vorzugsweise in Lagerachsrichtung
erstreckenden Drosselkanal 44 miteinander verbunden.
Diese Kanalanordnung ermöglicht gleichfalls gedämpfte Kippbe
wegungen von Lagerhülse 10 und Lagerkern 12 zueinander.
Die Radialdämpfung ist dabei durch entsprechende Wahl der
Querschnitte der Drosselkanäle 40, 42 frei einstellbar, während
bei der Axialdämpfung durch den Drosselkanal 44 eine größere
Kanallänge zur Verfügung steht und damit eine größere Flüssig
keitsmasse zu verdrängen ist, wodurch sich der Tilgereffekt
noch wesentlich verstärken läßt.
Die Strömung der Dämpfungsflüssigkeit in den Drosselkanälen 32,
34 bzw. 40, 42 und 44 kann dabei im Hinblick auf ein ge
wünschtes Dämpfungsverhalten noch durch die Anordnung von
ventil-, membran- oder klappenartigen Drosselelementen in einem
Teil der Kanäle oder in sämtlichen Kanälen gezielt beeinflußt
werden, was einfachheitshalber nicht dargestellt ist.
Eine Beeinflussung des Dämpfungsverhaltens bei Axial- und Ra
dialbewegungen von Lagerhülse 10 und Lagerkern 12 zueinander
läßt sich bei einer Lagerausbildung gemäß Fig. 1 noch durch die
zusätzliche, gegenseitige Verbindung der zu jeweils einer Kam
mergruppe gehörenden Kammern 24 und 26 bzw. 28 und 30 über je
weils einen Verbindungskanal 46 bzw. 48 erzielen, wobei in
diesem Falle die Radialdämpfung sowie die Dämpfung von Kippbe
wegungen gegenüber der Axialdämpfung einen kleineren Dämpfef
fekt bietet.
Claims (5)
1. Hydraulisch dämpfendes Lager, mit einem Lagerkern, einer
diesen mit radialem Abstand umgebenden äußeren Lagerhülse, ei
nem dazwischen angeordneten, elastomeren Einsatz mit zwei in
Achsrichtung übereinanderliegenden und voneinander getrennten
Gruppen von einander diametral gegenüberliegenden
dämpfungsmittelgefüllten Kammern, die zur axialen und/oder ra
dialen Dämpfung über Drosselkanäle verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Kammern (24, 26, 28, 30) miteinander verbunden sind.
2. Lager nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
mindestens einen mit den Drosselkanälen (32, 34) verbundenen,
in den elastomeren Einsatz (14) eingeformten Dämpfungsmittel
speicher (38).
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammern (24, 26, 28, 30) jeder Kammergruppe unterein
ander über mindestens einen Drosselkanal (40; 42 bzw. 46; 48)
miteinander verbunden sind.
4. Lager nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Kammern (24, 26, 28, 30) jeder Kammergruppe mit
einander verbindenden Drosselkanäle (40; 42 bzw. 46; 48) ge
genseitig miteinander verbunden sind (Kanal 44).
5. Lager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Teil der Drosselkanäle mit einem Drosselele
ment ausgestattet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19914117129 DE4117129A1 (de) | 1991-05-25 | 1991-05-25 | Hydraulisch daempfendes lager |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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