DE4116212A1 - Radlagerung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Radlagerung für ein Fahrzeugrad mit einer
Nabe, die fahrzeugseitig gehalten ist und auf der eine Felge drehbar
und axial unverschieblich gehalten ist.
Es ist bekannt derartige Räder mit einem Gleitlager oder mit einer
Kugellageranordnung zu versehen, die jedoch eine Reibung und
Abnutzung aufweisen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Lagerung zu offenbaren,
die geringere Reibung und eine geringere Stoß- und Schwingungsüber
tragung aufweist.
Die Lösung besteht darin, daß die Felge einen radial gerichteten
permanentmagnetisch polarisierten Magnetkranz trägt und einer
Polfläche des Magnetkranzes mit einem engen Luftspalt gegenüber
liegend gestellseitig mindestens ein Magnetblock angeordnet ist, der so
polarisiert ist, daß er die Radlagerkraft zumindest teilweise aufnimmt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Das Rad wird durch die Magnetkraft in der Nabe durch einen Luftspalt
beabstandet gehalten. Es wird unter dem Magnetkranz eine Magnet
blockfläche mit abstoßender Polarität plaziert, und oberhalb kann eine
Anziehung vorgesehen werden.
Dies ergibt folgende Vorteile:
- - Eine Übertragung der Fahrbahngeräusche im Fahrzeug ist ausge schlossen;
- - die Unebenheiten der Fahrbahn werden nicht bemerkt;
- - die Stoßdämpfer sind bezüglich der Stöße entlastet;
- - eine Reibung besteht an den Radlagern nicht, wodurch der Energie verbrauch sinkt;
- - das Fahrverhalten des Fahrzeuges ist verbessert; dadurch bleibt der Fahrer längere Zeit fahrtüchtig;
- - die Endgeschwindigkeit des Fahrzeuges erhöht sich;
- - das Fahrzeugchassis und die Lenkeinrichtung werden geschont;
- - die Radrollgeräusche werden nicht auf das Fahrzeug übertragen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Fig. 1-7 dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Fahrzeugrad (1) mit einem ringförmigem Magnetkranz
(40) sowie einem oberen und einen unteren Magnetblock (60, 61), die
- nicht dargestellt - an einer Gabel eines Fahrzeuggestelles gehalten sind.
Fig. 2 zeigt das Fahrzeugrad (1) im eingebauten Zustand in der Gabel
(10) in Seitenansicht.
Fig. 3 zeigt einen vertikalen Schnitt durch das Rad (1).
Der Magnetkranz (40) ist von keilförmigem Querschnitt. Die beiden
schräg V-förmig zur Seite gerichteten Polflächen sind entgegengesetzt
polarisiert. Diesen Polflächen stehen komplementär mit einem geringem
Luftspalt die Polflächen von Magnetblöcken (60, 61) gegenüber. Diese
Magnetblöcke (60, 61) sind zu der Lenksäule oder der Gabel (10)
befestigt, an der auch eine Bremsvorrichtung (9) bekannter Art montiert
ist, die auf das Rad (1) einwirkt, wenn sie betätig ist.
Der untere Magnetblock (61) hat einen nach unten sich erweiternden
Querschnitt, in dem sich der Magnetkranz (40) mit einem engen Luft
spalt (5) befindet. Dieser wird durch die magnetische Abstoßung der
sich gegenüberstehenden gleichnamigen Polflächen so gehalten, daß ein
Gleichgewicht mit der Last, die auf die Nabe wirkt, gehalten wird.
Der oberhalb der Radachse (A) liegende Magnetblock (60) ist auf den
nach oben gerichteten Flächen, die zu dem Magnetkranz (40) hin
gerichtet sind, invers zu diesem polarisiert, so daß eine Anziehung
erfolgt, die jedoch so gering gehalten ist, daß sie die Last, die auf die
Nabe wirkt nicht, völlig überwindet, so daß der Schwebezustand der
Nabe in den Magnetfeldern stets erhalten bleibt.
Zur Seite sind die Magnetpole des oberen Magnetblockes (60)
ungleichsinnig zum Magnetkranz (40) polarisiert, so daß die
Abstoßungen von beiden Seiten zentrierend auf das Rad (1) wirken.
Fig. 4 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine weitere Ausgestaltung
einer Radaufhängung. Dabei sind an der Felge (4) des Rades (1) um die
Nabe (3) herum, die wie üblich in einer Gabel (10) gehalten ist, der
Magnetkranz (40) angeordnet. Dieser hat einen etwa quadratischen
Querschnitt, und eine Diagonale des Querschnittes ist radial angeordnet.
Seine Polarisierung ist parallel zur Radachse (A) ausgerichtet.
Beidseitig des Magnetkranzes (40) sind oberhalb und unterhalb der
Radachse (A) je ein Magnetblock (60′, 60′′; 61′, 61′′) zwischen der Gabel
(10) angeordnet, die jeweils aus einem Magnetteilblock bestehen, die
spitzklammerartig mit einem geringen Luftspalt den Magnetkranz (40)
umfassen und durch eine geeignete Polarisierung in Schwebe halten.
Zu der Nabe (3) ist eine Lageranordnung wie Gleit- und/oder
Kugellagern enthalten, die so viel Spiel haben, daß sie keine Reibung
verursachen, jedoch bei extremer Stoßlast einen sicheren Anschlag
bieten, so daß der Luftspalt (5) nie ganz geschlossen ist, da dieser
etwas weiter als das Lagerspiel ist.
Fig. 5 und Fig. 6 zeigen vergrößert im Detail die Polarisierung der vier
Flächen (40A-40D) des Magnetkranzes (40) und der vier korrespondieren
den Polflächen (60A-60D) der oberen Magnetblockanordnung (60′, 60′′)
sowie der vier Polflächen (61A-61D) der unteren Magnetblockanordnung
(61′, 61′′). Die unteren Polpaare (40A, 60A; 40B, 60B; 40C, 61C; 40D, 61D)
sind jeweils ungleichnamig und somit durch Anziehung tragend, und die
oberen Polpaarungen (40C, 60C; 40D, 60D; 40A, 61A; 40B, 61B) sind gleich
namig und somit abstoßend. Sie nutzen damit die Tragfähigkeit des
Magnetpotentials voll aus.
Zu Fig. 7 Ist eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Magnet
anordnung dargestellt, bei der zumindest ein Teil der Magnetblöcke (62′,
62′′) als Elektromagnete ausgebildet sind. Die Luftspalte (5′, 5′′) dieser
Magnetteilblöcke (62′, 62′′) zu den Polflächen des Magnetkranzes (40)
werden durch Sensoren (8′, 8′′) gemessen und deren Abstandssignale sind
einer Stromregelvorrichtung (R′, R′′) zugeführt, die die Wicklungen (W′,
W′′) der Elektromagnete (62′, 62′′) so geregelt bestromt, daß die
Luftspalte (5′, 5′′), eine vorgegebene Weite aufweisen.
Die Grundlast wird vorteilhaft durch Permanentmagnetblöcke getragen,
und nur die variable Last wird von den Elektromagneten ausgeglichen,
so daß nur relativ wenig elektrische Bestromungsenergie verbraucht
wird.
Die Regelvorrichtung (R′ R′′) kann vorteilhaft schwingungsdämpfend
ausgestaltet sein.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Magnetblöcke (63′, 63′′) zeigt
Fig. 8, wo allseitig des Magnetkranzes (40) gleichnamige Pole um den
Luftspalt angeordnet sind. Hier durch wird eine allseitige Zentrierung
bewirkt, da die Magnetkräfte mit der Luftspaltweite abnehmen. Derartige
Magnetblöcke sind vorteilhaft etwa in Achshöhe vorgesehen, wodurch
die Last aufgenommen wird, die jeweils durch den Rollwiderstand oder
durch die Bremsverzögerung zu übertragen ist.
Eine Anordnung dieser Magnetblockgruppe ist jedoch auch im oberen
oder unteren Radbereich möglich, da sich dann, je nach Belastung oben
ein kleinerer Luftspalt als unten einstellt, so daß wegen der Nicht
linearität der Abstoßungskraft über die Luftspaltweite der Trageffekt
erreicht wird.
Claims (12)
1. Radlagerung, insbesondere für ein Fahrzeugrad (1, 2), mit einer
Nabe (3), die fahrzeugseitig gehalten ist und auf der eine Felge (4)
drehbar und axial unverschieblich gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Felge (4) einen radial gerichtet permanentmagnetisch
polarisierten Magnetkranz (40) trägt und einer Polfläche (40A, 40B,
40C, 40D) des Magnetkranzes (40) mit einem engen Luftspalt (5)
gegenüberliegend gestellseitig mindestens ein Magnetblock (60, 61)
angeordnet ist, der so polarisiert ist, daß er die Radlagerkraft
zumindest teilweise aufnimmt.
2. Radlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Magnetkranz (40) außer einer radialen Polarisierung nach beiden Seiten
gerichtete Magnetfeldkomponenten aufweist und aus dem
gestellseitigem Magnetblock (60, 61) zu den seitlichen Magnetfeld
komponenten zentrierend abstoßende Magnetfelder austreten.
3. Radlagerung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Polflächen (40A, 40B; 40C, 40D)
des Magnetkranzes V-förmig zueinander und divergierend oder
konvergierend zur Radachse (A) angeordnet sind und der Magnetblock
(60, 61) eine geometrisch komplementäre Polanordnung (60A, 60B;
60C, 60D) mit geringem Luftspalt (5) aufweist.
4. Radlagerung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils die Magnetpole (60A, 60B) des
Magnetblockes (60), die unterhalb des Magnetkranzes (40) angeordnet
sind, anziehend dazu polarisiert sind und gegebenenfalls die Magnetpole
(60C, 60D), die oberhalb des Magnetkranzes (40) beabstandet gehalten
sind, abstoßend dazu polarisiert sind.
5. Radlagerung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Magnetkranz (40) achsparallel zur Radachse
polarisiert ist und einen etwa quadratischen Querschnitt aufweist,
dessen eine Diagonale radial liegt, und daß jeweils beidseitig des
Magnetkranzes (40) je ein Teilmagnetblock (60′, 60′′) oberhalb der
Radachse (A) gestellseits angeordnet ist und ein zweiter Magnetblock
(61), der aus je einem Teilmagnetblock (61′, 61′′) besteht, unterhalb der
Radachse (A) beidseitig des Magnetkranzes (40) gestellseitig gehalten
ist.
6. Radlagerung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Radnabe ein Kugel- oder Gleitlager (70)
enthalten ist, das ein Spiel aufweist, das etwas geringer ist als es der
Luftspalt (5) zwischen den Polflächen (40A, 40B; 40C, 40D; 60A, 60B;
60C, 60D) gewährt.
7. Radlagerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Magnetblöcke (60, 61) ein Nabeninnenteil bilden
und der Magnetkranz (40) ein Nabenaußenteil bildet.
8. Radlagerung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Magnetblöcke (62′, 62′′) ein
Elektromagnet ist, dessen Bestromung mittels Abstandsensoren (8′, 8′′)
so geregelt ist, daß die zugehörigen Luftspalten (5′, 5′′) eine
vorgegebene Weite haben.
9. Radlagerung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
beidseitig des Magnetkranzes (40) je ein elektromagnetischer
Magnetteilblock (62′, 62′′) angeordnet ist und diese Teilblöcke jeweils
mittels eines zugehörigen Sensors (8′, 8′′) der Luftspaltweiten (5′, 5′′)
durch getrennte Regelvorrichtungen (R′, R′′) zur Einhaltung jeweils
vorgegebener Luftspaltenweiten (5′, 5′′) bestromt sind.
10. Radlagerung nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtungen (R′, R′′) schwingungsdämpfend
ausgestaltet sind.
11. Radlagerung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest ein Teilmagnetblock (63′, 63′′) dem
Magnetkranz (40) jeweils nur mit abstoßend gleichnamigen
Magnetpolflächen gegenüberliegend angeordnet ist.
12. Radlagerung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Teilmagnetblock (63′, 63′′) mit der zum Magnetkranz (40)
nur abstoßend orientierten Magnetpolflächenanordnung etwa in
Achshöhe der Radachse (A) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4116212A DE4116212A1 (de) | 1991-05-17 | 1991-05-17 | Radlagerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4116212A DE4116212A1 (de) | 1991-05-17 | 1991-05-17 | Radlagerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4116212A1 true DE4116212A1 (de) | 1992-11-19 |
Family
ID=6431907
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4116212A Withdrawn DE4116212A1 (de) | 1991-05-17 | 1991-05-17 | Radlagerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4116212A1 (de) |
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-
1991
- 1991-05-17 DE DE4116212A patent/DE4116212A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
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