DE4116272A1 - Verbrennungserfassungsgeraet fuer einen verbrennungsmotor - Google Patents
Verbrennungserfassungsgeraet fuer einen verbrennungsmotorInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Verbrennungserfassungsgerät für einen Verbrennungsmotor,
wobei das Gerät den Verbrennungszustand des Motors auf der
Basis eines von einer Zündkerze in einem Raum zwischen den
Elektroden erzeugten Ionenstromes erfaßt. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf ein
Verbrennungserfassungsgerät, welches die Zuverlässigkeit
der Erfassung der Verbrennung unabhängig von Veränderungen
des Pegels des Ionenstromes verbessert, welche durch eine
sich verändernde oder vom Beharrungszustand abweichende
Betriebsweise des Motors verursacht wird.
Im allgemeinen besitzen Verbrennungsmotoren, beispielsweise
Automobilbenzinmotoren, eine Vielzahl von Zylindern
(beispielsweise vier), die mit vier Zylindern betrieben
werden und dabei einen Ansaughub, einen Kompressionshub,
einen Explosionshub und einen Ausstoßhub ausführen. Um die
Zündzeitpunkte der Zylinder, die Brennstoffeinspritzung in
die Zylinder, etc., richtig zu steuern, wird eine
Motorsteuereinheit in Gestalt eines Mikrocomputers zur
Durchführung der verschiedenen elektronischen Berechnungen
eingesetzt. Zu diesem Zweck identifiziert der Mikrocomputer
die Betriebsstellungen der Zylinder und steuert ihre
Betriebsablaufe, und zwar auf der Basis eines
Zylinderbezugspositionssignals, das für die
Kurbelstellungen der Zylinder repräsentativ ist, sowie
eines Zylinderidentifikationssignals, das von einem
Signalgenerator synchron mit der Umdrehung des Motors
erzeugt wird.
Beispielsweise muß zur Steuerung der Zylinderzündung ein in
jedem Zylinder durch einen Kolben verdichtetes
Kraftstoff-/Luft-Gemisch zur Verbrennung in einem optimalen
Zeitpunkt durch einen Funken gezündet werden, der von einer
Zündkerze erzeugt wird. In Verbindung damit gibt es jedoch
Momente, in denen die in einem Zylinder befindliche
Mischung trotz Zündung durch eine Zündkerze nicht richtig
verbrennt, je nach dem Verbrennungszustand, dem Zustand der
Zündkerzen etc. In diesem Falle entfällt auf die übrigen
Zylinder eine anormale Belastung, was einen Motorschaden
befürchten läßt. Um also einen sicheren Motorbetrieb zu
gewährleisten, muß in bezug auf jeden Zündzyklus jedes
Zylinders festgestellt werden, ob die Mischung im Zylinder
einwandfrei verbrannt ist. Zu diesem Zweck ist ein
Verbrennungserfassungsgerät vorgeschlagen worden, welches
den Verbrennungszustand bei jedem Zylinder durch Erfassen
eines Ionenstromes bestimmt, der durch die Zündkerze im
Raum zwischen deren Elektroden erzeugt wird.
Fig. 2 veranschaulicht ein typisches Beispiel eines solchen
bekannten Verbrennungserfassungsgerätes für
Verbrennungsmotoren. Gemäß Fig. 2 ist eine Kurbelwelle 1
eines nicht dargestellten Motors mit einer Vielzahl von
Kolben verbunden, die in (nicht dargestellten) Zylindern
laufen, derart, daß die Welle in Übereinstimmung mit den
Bewegungen der Kolben in Drehung versetzt wird. Eine
Nockenwelle 2 ist über einen Zeitgeberriemen 3 funktional
mit der Kurbelwelle 1 verbunden und dreht sich somit
synchron mit der Umdrehung der Kurbelwelle 1.
Im Falle eines normalen Vierzylindermotors entfällt auf
zwei Umdrehungen der Kurbelwelle eine Folge von vier
Zyklen, die einen Ansaughub, einen Kompressionshub, einen
Explosionshub und einen Ausstoßhub umfassen, so daß die
Nockenwelle 2 eine volle Umdrehung je zwei
Kurbelwellenumdrehungen ausführt. Die Nockenwelle 2
vollzieht also bei einer Viertaktoperation jedes Zylinders
synchron eine volle Umdrehung. Dementsprechend treten bei
einem Vierzylindermotor die Betriebsstellungen der Kolben
im Zylinder zueinander mit einer Phasenverschiebung von
einer halben Umdrehung der Kurbelwelle 1 auf (d. h. 180°),
also bei einem Viertel der Umdrehung der Nockenwelle 2
(d. h. 90°).
Ein Signalgenerator, der allgemein durch das Bezugszeichen
S gekennzeichnet ist, weist eine mit der Nockenwelle 2
verbundene drehbare Welle 4 auf, und an einem Ende der
drehbaren Welle 4 ist eine Drehscheibe 5 zur Erfassung der
Bezugsstellungen jedes Zylinders befestigt. Die Drehscheibe
4 besitzt eine Vielzahl (im dargestellten Beispiel 4) von
ersten Fenstern in Form von bogenförmigen Schlitzen 6, die
in die Scheibe eingearbeitet und auf einer Kreislinie um
die Achse der Welle 4 angeordnet sind, wobei sie
untereinander durch gleich große Abstände in
Umfangsrichtung angebracht sind. Jeder der Schlitze 6
besitzt eine Vorderkante und eine Hinterkante, welche
vorgeschriebenen Kolbenstellungen in dem jeweils
zugehörigen Zylinder entsprechen. Weiter besitzt die
Drehscheibe 5 ein (nicht dargestelltes) zweites Fenster in
Form eines Schlitzes, wobei dieser zweite Schlitz einem
ausgewählten Zylinder zu dessen Unterscheidung von den
übrigen Zylindern entspricht.
Ein Paar feststehender Stützplatten 8 ist an einander
gegenüberliegenden Seiten der Drehscheibe 5 angeordnet. Ein
(nicht dargestellter) Fotokoppler mit einer
lichtaussendenden Diode und einem Fototransistor ist an den
einander gegenüberstehenden Stützplatten 8 entlang einer
Kreislinie befestigt, auf der auch die Schlitze 6 in der
Drehscheibe 5 angeordnet sind. Jeder der bogenförmigen
Schlitze besitzt eine Vorderkante, die einer ersten
Bezugskurbelposition des zugehörigen Zylinders entspricht,
und eine Hinterkante, die einer zweiten
Bezugskurbelposition des betreffenden Zylinders in
Drehrichtung der Drehscheibe 5 entspricht. Jedesmal wenn
einer der ersten Schlitze 6 sowie der nicht dargestellte
zweite Schlitz in der Drehscheibe 5 zwischen der
lichtaussendenden Diode und dem Fototransistor des
Fotokopplers hindurchläuft bzw. bei der Drehung der
Drehscheibe 5 mit diesem fluchtet, erzeugt der Fotokoppler
ein Ausgangssignal L mit einer Folge von Impulsen, von
denen jeder mit der Vorderkante eines Schlitzes ansteigt
und mit der Hinterkante desselben abfällt.
Ein Regler 10 in Form einer elektronischen Steuereinheit
(im folgenden mit ECU bezeichnet), die einen Mikrocomputer
aufweist, empfängt sowohl das Ausgangssignal L des
Fotokopplers, als auch verschiedene andere Arten von
Signalen, die für den Betriebszustand des Motors
repräsentativ sind und durch verschiedene Sensoren (nicht
dargestellt) wie etwa den Motorgeschwindigkeitssensor, den
Motorladungssensor, etc., erzeugt werden. Auf der Basis
dieser Eingangssignale führt die Steuereinheit verschiedene
Motorsteueroperationen wie beispielsweise die
Kraftstoffsteuerung, die Zündsteuerung, etc., aus. Die ECU
10 bestimmt beispielsweise auf der Basis der genannten
Signale die Reihenfolge der Operationen der Zylinder des
Motors, und sie steuert die Operationen, wie beispielsweise
die Zündung, in den betreffenden Zylindern entsprechend der
so festgelegten Operationsfolge.
Ein Leistungstransistor 11 in Gestalt eines NPN-Transistors
mit geerdetem Emitter wird unter der Kontrolle der ECU 10
zum Ein- und Ausschalten angesteuert. Eine Zündspule 12 ist
mit der Primärwicklung an den Kollektor des
Leistungstransistors 11, und mit der Sekundärwicklung an
eine Zündkerze 13 angeschlossen, und zwar über eine
Sperrstrom-Prüfdiode 14. Der Leistungstransistor 11, die
Zündspule 12, die Zündkerze 13 und die Diode 14 bilden
zusammen die Zündeinrichtung. Obwohl eine solche
Zündeinrichtung für jeden der Zylinder vorhanden ist, ist
in Fig. 2 nur eine von ihnen beispielshalber dargestellt.
Ein Ionenstromdetektor, allgemein durch das Bezugszeichen
20 gekennzeichnet, ist zwischen ein Ende der Zündkerze 13
und die ECU 10 geschaltet. Der Ionenstromdetektor 20 weist
folgende Elemente auf: eine Rückstrom-Prüfdiode 21 mit
einer Kathode, die an einen Verbindungspunkt zwischen der
Diode 14 und der Zündkerze 13 angeschlossen ist; einen
Ladewiderstand 22, dessen eines Ende an die Anode der Diode
21 angeschlossen ist; eine Gleichstromleistungsversorgung
23, die mit dem anderen Ende des Ladewiderstandes 22 in
Reihe geschaltet ist; ein Paar Spannungsteilerwiderstände
24, 25, die parallel an eine Reihenschaltung angeschlossen
sind, welche den Ladewiderstand 22 und die
Gleichstromleistungsversorgung 23 umfaßt; einen Kondensator
26, dessen eines Ende an den Verbindungspunkt zwischen der
Diode 21 und dem Ladewiderstand 22 angeschlossen ist; einen
Komparator 27, dessen erste negative Eingangsklemme an den
Verbindungspunkt zwischen den in Reihe geschalteten
Widerständen 24, 25 und der zweiten positiven
Eingangsklemme angeschlossen ist, und deren Ausgangsklemme
mit der ECU 10 verbunden ist; und ein Paar
Spannungsteilerwiderstände 28, 29, die in Reihe zwischen
eine Konstantleistungsversorgung und Erde geschaltet sind,
wobei der Verbindungspunkt zwischen den beiden Elementen an
die zweite Eingangsklemme des Komparators 27 zum Anlegen
einer konstanten Schwellenspannung TH angeschlossen ist.
Die Spannungsteilerwiderstände 24, 25 bilden zusammen eine
Spannungserzeugungseinrichtung zur Lieferung einer Spannung
V, die einem Ionenstrom I entspricht. Weiter bilden die
Spannungsteilerwiderstände 28, 29 zusammen eine
Schwellenspannungserzeugungseinrichtung zur Lieferung einer
konstanten Schwellenspannung, die als Bezugsspannung zur
Verbrennungsbestimmung an die zweite Eingangsklemme des
Komparators 27 angelegt ist.
Nachfolgend wird die Betriebsweise des bekannten
Verbrennungserfassungsgerätes wie oben beschrieben, im
einzelnen erläutert. Wenn sich die Kurbelwelle 1 dreht,
wird die Drehscheibe 5 durch den Transmissionsriemen 3, die
Nockenwelle 2 und die Welle 4 in Drehung versetzt. während
der Rotation der Drehscheibe 5 erzeugt der auf den
Stützplatten 8 montierte (nicht dargestellte) Fotokoppler
ein Ausgangssignal L, wenn der erste der Schlitze 6 und der
zusätzliche, nicht dargestellte zweite Schlitz den Spalt
zwischen der lichtaussendenden Diode und dem (nicht
dargestellten) Fototransistor passiert, der auf den
einander gegenüberstehenden Stützplatten 8 befestigt ist.
Das so erzeugte Signal L umfaßt ein
Kurbelwinkelbezugssignal, das für die vorbestimmten
Kurbelpositionen jedes Zylinders repräsentativ ist, sowie
ein Zylinderidentifikationssignal zur Identifizierung des
ausgewählten Zylinders. Das Kurbelwinkelbezugssignal erhält
eine Folge von Impulsen, von denen jeder mit der
Vorderkante eines Schlitzes 6 ansteigt, die einer ersten
Bezugskurbelposition (beispielsweise 75° vor Erreichen des
oberen Totpunktes BTDC) des entsprechenden Zylinders
ansteigt, und mit dem hinteren Ende des Schlitzes abfällt,
der einer zweiten Kurbelwinkelposition (beispielsweise 5°
BTDC) des betreffenden Zylinders entspricht. Beispielsweise
bildet die erste Bezugskurbelposition einen
Steuerbezugspunkt, wie etwa den Startzeitpunkt der
Leistungversorgung, bei der die Leistungszufuhr an die
Zündspule 12 durch die ECU 10 eingeleitet wird, während die
zweite Bezugskurbelwinkelposition einen weiteren
Steuerbezugspunkt bildet, wie etwa den Zündzeitpunkt in
welchem die Leistungszufuhr an die Zündspule 12
abgeschaltet wird, um die Zündkerze 13 zur Erzeugung eines
Funkens zu veranlassen. Das Zylinderidentifikationssignal
enthält einen Impuls, der sich auf den ausgewählten
Zylinder bezieht und beispielsweise in einem Zeitpunkt
erzeugt wird, in dem ein Impuls des
Kurbelwinkelbezugssignals des ausgewählten Zylinders
erzeugt wird. Sowohl das Signal L des Signalgenerators S,
als auch andere für den Betriebszustand des Motors
repräsentative Signale werden in die ECU 10 eingegeben.
Beispiele für diese anderen Signale sind das
Motorumdrehungssignal, das für die Anzahl der Umdrehungen
pro Minute des Motors repräsentativ ist, sowie
das Motorladungssignal, das die Motorladung bzw. die
Drosselventilöffnung anzeigt.
Auf der Basis des Signals L identifiziert die ECU 10 die
operative Reihenfolge bzw. die Betriebszustände der
entsprechenden Zylinder, und sie erzeugt und verteilt in
den richtigen Taktzeiten entsprechend der so bestimmten
betrieblichen Reihenfolge ein Zündsteuersignal an die
Leistungstransistoren 11 der entsprechenden Zylinder.
Dementsprechend wird einer der Leistungstransistoren 11
durch das von der ECU 10 gelieferte Zündsteuersignal
eingeschaltet, so daß ein Strom von der
Leistungsversorgungsquelle durch die Primärwicklung der
Zündspule 11 und den nun leitenden Leistungstransistor 11
zu fließen beginnt. Nachdem Strom während einer
vorbestimmten Zeitdauer durch die Primärwicklung der
Zündspule 12 geflossen ist, unterbindet die ECU 10 die
Erzeugung des Zündsteuersignals und schaltet den
Leistungstransistor 11 ab. Infolgedessen wird an der
Sekundärwicklung der Zündspule 12 eine Hochspannung
induziert, welche die Zündkerze 13 zur Erzeugung eines
Funkens veranlaßt. Dann wird die durch die
Leistungsversorgungsquelle an die Zündspule 12 angelegte
Spannung, die eine negative Spannung ist, unmittelbar nach
der Entladung der Zündkerze 13 unterbrochen.
Sofort nach der Entladung bzw. der Funkenbildung der
Zündkerze 13, welche die explosionsartige Verbrennung der
Luft-/Kraftstoffmischung in der Nähe der Zündkerze 13
verursacht, entsteht eine große Amzahl positiver Ionen im
begrenzten Raum zwischen den Elektroden der Zündkerze 1 und
bildet in diesem Bereich den lonenstrom I. Der so durch die
positiven Ionen gebildete Ionenstrom 1 wird von der
negativen Elektrode der Zündkerze 13 angezogen und fließt
zur negativen Elektrode der Gleichstromversorgungsquelle
23, und zwar über die Diode 21 und den Ladewiderstand 22.
Dadurch erzeugt der Ionenstrom I am Ladewiderstand 22 eine
Spannung, die durch die Spannungsteilerwiderstände 24, 25
in eine Spannung V gerändert und an die erste negative
Eingangsklemme des Komparators 27 geliefert wird. Die in
den Komparator 27 eingegebene Spannung V beruht auf dem
Ionenstrom I und ist diesem proportional. Das heißt, daß
die Spannung V groß wird, wenn im Zylinder die Explosion
oder Verbrennung stattfindet, während sie bei fehlender
Verbrennung niedrig wird. Mit anderen Worten wird die
zweite positive Eingangklemme des Komparators 27 mit einer
Schwellenspannung TH belegt, welche durch die
Spannungsteilerwiderstände 28, 29 auf einen vorbestimmten
konstanten Wert eingestellt ist. Dementsprechend erzeugt
der Komparator 27 ein niederpegeliges Ausgangssignal, wenn
die Spannung V niedriger als die Schwellenspannung TH ist,
während er ein hochpegeliges Ausgangssignal liefert, wenn
die Spannung V gleich oder größer als die Schwellenspannung
TH ist. Das bedeutet, daß der Komparator 27 ein EIN-Signal
an die ECU 10 nur dann liefert, wenn er einen Ionenstrom 1
erfaßt.
Aufgrund der für den so erfaßten Ionenstrom
reprasentativen Spannung V und der durch das Signal L
identifizierten Operationsfolge bzw. der Betriebszustände
der Zylinder stellt die ECU 10 fest, ob in dem Zylinder,
der gezündet hat, eine normale Verbrennung stattgefunden
hat.
Falls der gezündete Zylinder normal arbeitet oder im
zündenden Zylinder eine normale Verbrennung stattfindet,
wird eine Explosion bzw. eine Verbrennung durch Entladen
bzw. Funkenbildung der entsprechenden Zündkerze 11
ausgelöst, so daß eine Anzahl positiver Ionen im begrenzten
Bereich zwischen den Elektroden der Zündkerze 13 erzeugt
wird. Findet jedoch aus irgendeinem Grunde keine Explosion
statt, werden im wesentlichen auch keine positiven Ionen
erzeugt. Dementsprechend kann die ECU 10 den
Verbrennungszustand im gezündeten Zylinder aufgrund der
Spannung V und der identifizierten Operationsfolge bzw.
Betriebszustände der Zylinder ermitteln.
In diesem Zusammenhang wird der Pegel der Schwellenspannung
TH in bezug auf einen lonenstrom I eingestellt der erzeugt
wird, wenn sich der Motor im Beharrungsbetrieb befindet,
während jedoch tatsächlich der Pegel des Ionenstroms I
entsprechend dem Betriebszustand des Motors variiert. Wenn
beispielsweise die Anzahl der Umdrehungen pro Minute des
Motors oder wenn die Motorladung groß ist, können sich dem
Ionenstrom I Störungen überlagern, welche seinen Pegel
anheben. In diesem Falle könnte der Komparator 27 beim
Vergleich der störungsbeeinflußten Spannung V mit der
konstanten Schwellenspannung TH ein EIN-Signal aufgrund
des Einflusses solcher Störwirkungen ausgeben, selbst wenn
kein Ionenstrom vorhanden ist. Infolgedessen würde die ECU
10 zu der Feststellung gelangen, daß in einem gezündeten
Zylinder eine normale Verbrennung stattgefunden hat, obwohl
tatsächlich keine Verbrennung erfolgt ist. Dieser Irrtum
kann zu Motorschäden führen, wie weiter oben gesagt wurde.
Bei dem oben beschriebenen bekannten
Verbrennungserfassungsgerät ist es jedoch unmöglich, die
Erzeugung eines Ionenstromes I richtig oder genau zu
erfassen, wenn der Ionenstrompegel aufgrund des
Betriebszustandes des Motors gestört oder verändert wird,
wie etwa im Falle eines vom Beharrungsbetrieb abweichenden
Betriebszustandes, und zwar deswegen, weil der Pegel der
den Verbrennungszustand bestimmenden Schwellenspannung TH
auf einen konstanten Wert eingestellt ist. Es ist somit
schwierig, jederzeit eine wirklich zuverlässige Erfassung
der Verbrennung in den Zylindern durchzuführen.
Demgemäß liegt der vorliegenden Erfindung die Absicht
zugrunde, die mit dem bekannten Verbrennungserfassungsgerät
verbundenen oben beschriebenen Probleme zu überwinden.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein neues und
verbessertes Verbrennungserfassungsgerat für einen
Verbrennungsmotor zu schaffen, das das Auftreten der
Verbrennung in einem Zylinder mit hoher Zuverlässigkeit
erfassen kann, auch dann, wenn es Änderungen im Pegel des
durch eine Zündkerze erzeugten Ionenstromes gibt.
Um das vorgenannte Ziel zu erreichen, ist erfindungsgemäß
ein Verbrennungserfassungsgerät für einen Verbrennungsmotor
vorgesehen, das einen Regler zur Steuerung der Zündung
eines Zylinders eines Motors, welcher mit einer Zündkerze
ausgestattet ist, und
einen Ionenstromdetektor zur Erfassung eines Ionenstromes,
der bei der Funkenbildung einer Zündkerze erzeugt wird,
umfaßt. Der Ionenstromdetektor weist folgende Komponenten
auf:
Spannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer Spannung, die dem Pegel des von der Zündkerze hervorgerufenen Ionenstromes entspricht;
Schwellenspannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer veränderlichen Schwellenspannung, die sich in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert; und
einen Komparator zur Vergleichen der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel mit der Schwellenspannung und zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn die Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel der Schwellenspannung entspricht oder größer ist.
Spannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer Spannung, die dem Pegel des von der Zündkerze hervorgerufenen Ionenstromes entspricht;
Schwellenspannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer veränderlichen Schwellenspannung, die sich in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert; und
einen Komparator zur Vergleichen der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel mit der Schwellenspannung und zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn die Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel der Schwellenspannung entspricht oder größer ist.
Vorzugsweise erzeugen die
Schwellenspannungserzeugungsmittel die veränderliche
Schwellenspannung in Abhängigkeit von mindestens einer
Umdrehung der Anzahl der Umdrehungen pro Minute des Motors
sowie in Abhängigkeit von der Motorladung.
Die vorgenannten sowie weitere Ziele, Merkmale und Vorteile
der Erfindung gehen aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der
Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
deutlicher hervor.
Fig. 1 veranschaulicht den allgemeinen Schaltungsaufbau
eines Verbrennungserfassungsgerätes für einen
Verbrennungsmotor gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
Fig. 2 stellt ein der Fig. 1 entsprechendes Diagramm dar,
das sich auf ein bekanntes
Verbrennungserfassungsgerät bezieht.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren eine
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung im einzelnen
beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein Verbrennungserfassungsgerät für einen
Verbrennungsmotor gemäß der Erfindung. Das erfindungsgemäße
Gerät entspricht im Aufbau im wesentlichen dem erwähnten
bekannten Gerät nach Fig. 2, mit Ausnahme der
erfindungsgemäß vorgesehenen
Wellenspannungspegeländerungsmittel 30 und der
Betriebsweise des Reglers 10′ in Gestalt einer
elektronischen Steuereinheit ECU. Elemente der Fig. 1, die
denen der Fig. 2 entsprechen, sind also durch die gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
Insbesondere besitzen die Schwellenwertpegeländerungsmittel
30 die Gestalt einer elektrischen Schaltung, die durch die
ECU 10′ zur Erzeugung einer Schwellenspannung TH mit
veränderlichem Pegel gesteuert wird, wobei sich der Pegel
in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert.
Die ECU 10′ arbeitet ein Programm ab, das gegenüber dem von
der ECU 10 der Fig. 2 zur Steuerung des
Leistungstransistors 11 abgewickelten Programm teilweise
modifiziert ist, derart, daß sie die
Schwellenpegeländerungsschaltung 30 in Abhängigkeit vom
Betriebszustand des Motors steuert.
Im Betrieb steuert die ECU 10′ den Leistungstransistor 11
auf der Basis eines Signals L, das vom Signalgenerator S
erzeugt wird, so daß der Transistor 11 im richtigen Takt
ein- und ausgeschaltet wird und damit die Entladung der
Zündkerze 13 zur Erzeugung des Zündfunkens veranlaßt. Im
Anschluß an die Entladung erfaßt der Ionenstromdetektor 20′
einen Ionenstrom I, der sich im Raum zwischen den
Elektroden der Zündkerze 13 unmittelbar nach der Entladung
derselben bildet. Andererseits ermittelt die ECU′ aufgrund
des Ausgangssignals des Komparators 27, ob der Pegel des
Ionenstromes I einem vorgeschriebenen Verbrennungsniveau
entspricht oder größer ist. In diesem Falle steuert die ECU
10′ die Schwellenpegeländerungsschaltung 30 entsprechend
dem Betriebszustand des Motors, wie beispielsweise der
Umdrehungszahl pro Minute des Motors, der Motorladung, und
dergleichen, so daß die Schaltung 30 eine Schwellenspannung
TH′ mit niedrigem Pegel erzeugt, wenn sich der Motor im
Beharrungszustand befindet, während sie eine hochpegelige
Schwellenspannung TH′ erzeugt, wenn sich der Motor in einem
Betriebszustand außerhalb des Beharrungszustandes befindet,
d. h., wenn die Anzahl der Umdrehungen pro Minute des Motors
groß ist (nämlich größer als ein vorbestimmter Wert), oder
wenn die Motorladung groß ist (d. h., wenn die Öffnung des
Drosselventils größer als ein vorgeschriebener Wert ist).
Im Ergebnis wird die Möglichkeit einer falschen Bestimmung
der Zylinderverbrennung aufgrund der Tatsache erheblich
verringert, daß die Spannung V, welche dem Ionenstrom I
entspricht und an die erste Eingangsklemme des Komparators
27 geliefert wird, kaum die Schwellenspannung TH′
überschreitet, die auf einen ausreichend hohen Wert für den
Fall veränderlicher Betriebszustände des Motors durch die
Schwellenpegeländerungsschaltung 30 eingestellt ist, selbst
dann, wenn die Spannung V durch Störsignale während des
nichtstationären Betriebs des Motors beeinflußt wird. Somit
kann der Verbrennungszustand in den Zylindern mit hoher
Zuverlässigkeit erfaßt werden, auch wenn sich der Pegel des
Ionenstromes I entsprechend dem Betriebszustand des Motors
verändert.
In diesem Zusammenhang kann die Schwellenspannung TH′ so
eingestellt werden, daß sie in Übereinstimmung mit der
zunehmenden Anzahl von Umdrehungen pro Minute des Motors
oder mit zunehmender Motorladung ansteigt.
Claims (6)
1. Verbrennungserfassungsgerät für einen
Verbrennungsmotor, mit:
einem Regler zur Steuerung der Zündung eines Zylinders eines Motors, der mit einer Zündkerze ausgestattet ist; und
einem Ionenstromdetektor zur Erfassung eines Ionenstromes, der bei der Funkenbildung einer Zündkerze erzeugt wird;
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ionenstromdetektor folgende Komponenten aufweist:
Spannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer Spannung, die dem Pegel des von der Zündkerze hervorgerufenen Ionenstromes entspricht;
Schwellenspannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer veränderlichen Schwellenspannung, die sich in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert;
und einen Komparator zur Vergleichen der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel mit der Schwellenspannung und zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn die Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel der Schwellenspannung entspricht oder größer ist.
einem Regler zur Steuerung der Zündung eines Zylinders eines Motors, der mit einer Zündkerze ausgestattet ist; und
einem Ionenstromdetektor zur Erfassung eines Ionenstromes, der bei der Funkenbildung einer Zündkerze erzeugt wird;
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ionenstromdetektor folgende Komponenten aufweist:
Spannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer Spannung, die dem Pegel des von der Zündkerze hervorgerufenen Ionenstromes entspricht;
Schwellenspannungserzeugungsmittel zur Erzeugung einer veränderlichen Schwellenspannung, die sich in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Motors verändert;
und einen Komparator zur Vergleichen der Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel mit der Schwellenspannung und zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn die Ausgangsspannung der Spannungserzeugungsmittel der Schwellenspannung entspricht oder größer ist.
2. Ionenstromerfassungsgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Schwellenspannungserzeugungsmittel die veränderliche
Schwellenspannung in Abhängigkeit von mindestens einer
Umdrehung der Umdrehungen pro Minute des Motors und
der Motorladung erzeugen.
3. Ionenstromerfassungsgerät nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die veränderliche
Schwellenspannung einen hohen Wert annimmt, wenn die
Anzahl der Umdrehungen pro Minute des Motors größer
als ein vorbestimmter Wert ist, gegenüber dem Falle,
in dem sie niedriger als der vorbestimmte Wert ist.
4. Ionenstromerfassungsgerät nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die veränderliche
Schwellenspannung entsprechend der zunehmenden Anzahl
von Umdrehungen pro Minute des Motors ansteigt.
5. Ionenstromerfassungsgerät nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die veränderliche
Schwellenspannung einen höheren Wert annimmt, wenn die
Motorladung größer als ein vorbestimmter Wert ist,
gegenüber dem Falle, in dem sie niedriger als der
vorbestimmte Wert ist.
6. Ionenstromerfassungsgerät nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die veränderliche
Schwellenspannung entsprechend der zunehmenden
Motorladung ansteigt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2126985A JP2552754B2 (ja) | 1990-05-18 | 1990-05-18 | 内燃機関燃焼検出装置 |
Publications (2)
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|---|---|
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| DE4116272C2 DE4116272C2 (de) | 1993-09-16 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914116272 Granted DE4116272A1 (de) | 1990-05-18 | 1991-05-17 | Verbrennungserfassungsgeraet fuer einen verbrennungsmotor |
Country Status (2)
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| JP (1) | JP2552754B2 (de) |
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