DE19920518C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Regelung eines VerbrennungsmotorsInfo
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- DE19920518C1 DE19920518C1 DE1999120518 DE19920518A DE19920518C1 DE 19920518 C1 DE19920518 C1 DE 19920518C1 DE 1999120518 DE1999120518 DE 1999120518 DE 19920518 A DE19920518 A DE 19920518A DE 19920518 C1 DE19920518 C1 DE 19920518C1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbrennungsermittlung für eine Brennkraftmaschine mit einer Zündspule zum Erzeugen einer Hochspannung zum Zünden der Brennkraftmaschine; DOLLAR A einer Zündkerze zum Entflammen eines Gasgemisches in der Brennkraftmaschine durch Anlegen der Hochspannung zum Erzeugen eines Funkens; DOLLAR A einer Ionenstromerfassungseinrichtung zum Erfassen des über die Zündkerze fließenden Ionenstroms, wobei der Ionenstrom mit dem Kurbelwinkel erfaßt wird. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß DOLLAR A - eine vorbestimmte Anzahl N größter Werte des Ionenstromes um das zu bestimmende Maximum bestimmt werden, DOLLAR A - zu diesen größten Werten die zugehörigen Kurbelwinkel als Lagen bestimmt werden, DOLLAR A - aus dem arithmetischen Mittelwert der größten Werte und dem arithmetischen Mittelwert der Lagen das gesuchte Maximum gebildet wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Rege
lung eines Verbrennungsmotors gemäß den gattungsbildenden Merk
malen der Ansprüche 1 und 3.
Eine gattungsbildende Auswertung des Ionenstromsignals zur
Steuerung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors ist bei
spielsweise aus der DE 41 16 272 C2 bekannt. Hier wird insbeson
dere eine Verbrennungsermittlung aufgrund von Kenngrößen be
schrieben, wobei die Kenngrößen aus dem Ionensignal ermittelt
werden. Bei einem Verbrennungsmotor mit innerer Verbrennung,
die durch mehrere Motorzylinder über eine Kurbelwelle angetrie
ben wird, wird ein Bezugspositionssignal, welches synchron zur
Drehung des Motors erzeugt wird, dazu eingesetzt, verschiedene
Taktvorgaben für die Motorbetriebssteuerungen zu ermitteln,
beispielsweise den Zündzeitpunkt, den Brennstoffeinspritzzeit
punkt und dergleichen. Zu diesem Zweck ist ein Winkelpositions
detektor zur Erzeugung eines Bezugspositionssignals auf der
Kurbelwelle oder einer Nockenwelle des Motors in einer solchen
Position angeordnet, daß das erzeugte Bezugspositionssignal ei
ne vorbestimmte Bezugsposition anzeigt, welche einem vorbe
stimmten Kurbelwinkel entspricht. Nachdem Strom während einer
vorbestimmten Zeitdauer durch die Primärwicklung der Zündspule
geflossen ist, wird die Erzeugung des Zündsteuersignals unter
brochen. Der Leistungstransistor wird abgeschaltet. Infolgedes
sen wird an der Sekundärwicklung der Zündspule eine Hochspan
nung induziert, welche die Zündkerze zur Erzeugung eines Fun
kens veranlaßt. Dann wird die durch die Leistungsversorgungs
quelle an die Zündspule angelegte Spannung unmittelbar nach der
Entladung der Zündkerze unterbrochen. Sofort nach der Entladung
der Zündkerze, welche die explosionsartige Verbrennung des
Luft-/Kraftstoffgemisches in der Nähe der Zündkerze verursacht,
entsteht eine große Anzahl positiver Ionen im begrenzten Raum
zwischen den Elektroden der Zündkerze und bildet in diesem Be
reich den Ionenstrom. Nach Ausblendung des Zündfunkens folgen
zwei Maxima in der Ionenstromkurve, die auf die chemische und
thermische Ionisation zurückzuführen sind. Mit Hilfe des Ionen
stromsignales ist sowohl Klopferkennung als auch Zündausset
zererkennung möglich. Mit dem Ionenstromsignal sollen aber wei
tere Kenngrößen der Verbrennung ermittelt werden. Ein wichtiges
Merkmal des Ionenstromsignales ist die Lage und Höhe des
1. Maximums zur Bestimmung der Gemischzusammensetzung. Es ist
allgemein üblich zur Überwachung der Verbrennung den Ionenstrom
zu messen und auszuwerten. Auch in der DE 196 18 980 A1 wird
eine Verbrennungsüberwachungsvorrichtung vorgeschlagen, die
zur Überwachung der Verbrennung einen Maximalwert des Ionen
stromes bestimmt, wobei dieser Maximalwert mit einem Sollwert
verglichen wird. Bei Unterschreitung des Maximalwertes vom
Sollwert ist eine Fehlzündung aufgetreten, bei Überschreiten
tritt Verbrennungsklopfen auf. Außerdem wird die Änderung des
Ionenstromes bestimmt, um die Anzahl von Zeitspitzen der Klopf
vibrationskomponente, die eine gegebene Amplitude überschrei
tet, zu zählen. Ist die Anzahl von gezählten Zeitpunkten größer
als eine gegebene Anzahl, tritt Verbrennungsklopfen auf.
Bei dieser Art der Auswertung des Ionenstromsignals zur Steue
rung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors ist von Nach
teil, daß starke Zyklenschwankungen bei der Verbrennung zu ei
ner starken Variation bei der Bestimmung der Lage und Höhe des
1. Maximums führen. Bei der Detektion des 1. und 2. Maximums des
Ionenstromes ergeben sich hohe Varianzen. Dies erschwert in er
heblichen Maße insbesondere die Ermittlung der Lagen. Die Maxi
ma können folglich nicht sehr genau bestimmt werden. Eine opti
male Motorsteuerung ist somit nicht gewährleistet.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Ermittlung von Kenngrößen,
die zur Motorsteuerung benötigt werden, zu verbessern und damit
die Motorsteuerung zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der Ansprü
che 1 und 3 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen des
Erfindungsgegenstandes sind durch die Merkmale der Unteransprü
che gekennzeichnet.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausgestaltungen liegt darin,
daß Kenngrößen aus dem Ionenstromsignal genauer ermittelt wer
den können. Diese Kenngrößen werden zur Motorsteuerung benötigt
und eine genauere Bestimmung dieser Kenngrößen bringt den Vor
teil einer exakteren Motorsteuerung.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles in Ver
bindung mit einer Figurenbeschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild einer Zündung;
Fig. 2 eine Meßkurve des Ionenstromsignals und des Zylinder
druckverlaufs;
Fig. 3 Schaubilder eines einfach auswertbaren Ionenstromsig
nals, sowie
Fig. 4 Schaubilder eines schwierig auswertbaren Ionenstromsig
nals.
In Fig. 1 ist ein Schaltbild einer Zündung gezeigt. Die Span
nung wird auf der Sekundärseite 2 mit Hilfe des Transformators
4 auf die Durchbruchspannung der Zündkerze 3 hochtransformiert.
Bei Erreichen der Durchbruchspannung bricht die Zündkerze 3
durch und es fließt der Zündstrom. Das kleine Schaubild zeigt
ein elektrotechnisches Ersatzschaltbild einer Zündkerze als Io
nenstromdetektor im Brennraum eines Verbrennungsmotors. Rkerze
ist der Entstörwiderstand der Zündkerze. Er reduziert elektro
denschädigende Spitzenströme beim Funkendurchbruch und verrin
gert die elektromagnetische Störstrahlung während des Funkens.
Ckerze ist die Kerzenkapazität, Rion ist der durch die Flammenio
nisierung gebildete veränderliche Ionisationswiderstand zwi
schen den Elektroden. Die Diode Dion symbolisiert die Dioden
kennlinie der Ionisationsstrecke, Rneb stellt den Nebenschlußwi
derstand der Zündkerze dar. Der Nebenschlußwiderstand wird bei
spielsweise durch Rußablagerungen auf dem Kerzenisolator oder
bei kalten Kerzen durch Kondenswasser gebildet. Im Anschluß an
die Entladung erfaßt diese Ionenstrommeßeinrichtung einen Io
nenstrom I, der sich im Raum zwischen den Elektroden der Zünd
kerze 3 unmittelbar nach der Entladung derselben bildet. Der
Segel des Ionenstromes I variiert entsprechend des Betriebszu
stands des Motors. So sind die Maxima stark abhängig vom Be
triebspunkt des Motors. Der Betriebspunkt des Motors ist defi
niert über die Anzahl der Umdrehungen pro Minute des Motors
oder die Motorbelastung, die abhängig ist von der Öffnung des
Drosselventils. Das von der Ionenstrommeßeinrichtung ermittelte
Ionenstromsignal I wird zur Auswertung einer Auswerteeinheit
zugeführt.
Fig. 2 zeigt eine Meßkurve eines Ionenstromsignals und des Zy
linderdruckverlaufs. Zur Auswertung des Signals wird der Ionen
strom über Grad Kurbelwinkel aufgetragen. Bei einer Brennkraft
maschine mit innerer Verbrennung, die durch mehrere Motorzylin
der über eine Kurbelwelle angetrieben wird, wird ein Bezugspo
sitionssignal, welches synchron zur Drehung des Motors erzeugt
wird, dazu eingesetzt, verschiedene Taktvorgaben für die Motor
betriebssteuerungen zu ermitteln, beispielsweise den Zündzeit
punkt, den Brennstoffeinspritzzeitpunkt und dergleichen. Zu
diesem Zweck ist ein Winkelpositionsdetektor zur Erzeugung ei
nes Bezugspositionssignals auf der Kurbelwelle oder einer Noc
kenwelle des Motors in einer solchen Position angeordnet, daß
das erzeugte Bezugspositionssignal eine vorbestimmte Bezugspo
sition anzeigt, welche einem vorbestimmten Kurbelwinkel ent
spricht. Der Ionenstrom I wird zum entsprechenden Kurbelwinkel
KW ermittlet. Das Ionenstromsignal weist nach dem Zündfunken
ein 1. Maximum und ein 2. Maximum auf. Das 1. Maximum resultiert
aus der chemischen Ionisation der sich zwischen den Elektroden
befindlichen Moleküle. Das 2. Maximum resultiert aus der thermi
schen Ionisation der zwischen den Elektroden befindlichen Mole
külen. Dieses Ionenstromsignal weist hierbei eindeutige Maxima
auf, deren Wert und Lage eindeutig bestimmbar ist. Solch ein
deutige Ionenstromsignale sind aber nicht immer der Fall.
In Fig. 3 ist ein Ionenstromsignal gezeigt, dessen 1. Maximum
nicht eindeutig bestimmbar sind. Wie im unteren Schaubild ein
gezeichnet werden zur Bestimmung des Wertes und der Lage des
1. Maximums um dieses 1. Maximum eine vorbestimmte Anzahl N größ
ter Werte des Ionenstromes bestimmt. Zu diesen größten Werten
werden die zugehörigen Kurbelwinkel als Lagen bestimmt. Aus dem
arithmetischen Mittelwert der größten Werte und dem arithmeti
schen Mittelwert der Lagen wird das gesuchte Maximum gebildet.
Das resultierende Maximum ist hierbei symmetrisch bezüglich der
Flanken des gemessenen Ionenstromsignals. Damit man keine Werte
des 2. Maximums in die Bestimmung des 1. Maximums mit einbezieht,
wird über den Betriebspunkt des Motors die ungefähre Lage der
Maxima im Vorfeld ermittelt. Die vorbestimmte Anzahl N größter
Werte wird aus der gemessenen Anzahl A diskreter Werte des Io
nenstromgesamtsignals ermittelt. Je nach Auflösung ist die vor
bestimmte Anzahl N von einer Größenordnung zwischen 10 und 20.
Fig. 4 zeigt zum besseren Verständnis ein Ionenstromsignal,
dessen Flanken nicht eindeutig bestimmbar sind. Es sind mehrer
Bezugsflanken möglich. Eine Bestimmung der Lage des 1. Maximums
wird dadurch erschwert. Wie in Fig. 3 werden zur Bestimmung des
Wertes und der Lage des 1. Maximums um dieses 1. Maximum eine
vorbestimmte Anzahl N größter Werte des Ionenstromes bestimmt.
Zu diesen größten Werten werden die zugehörigen Kurbelwinkel
als Lagen bestimmt. Aus dem arithmetischen Mittelwert der größ
ten Werte und dem arithmetischen Mittelwert der Lagen wird die
Höhe und die Lage des gesuchten Maximum gebildet.
Claims (3)
1. Verfahren zur Kenngrößenermittlung für eine Brennkraftma
schine mit einer Zündspule zum Erzeugen einer Hochspannung zum
Zünden der Brennkraftmaschine;
einer Zündkerze (3) zum Entflammen eines Gasgemisches in der Brennkraftmaschine durch Anlegen der Hochspannung zum Erzeugen eines Funkens;
einer Ionenstromerfassungseinrichtung zum Erfassen des über die Zündkerze (3) fließenden Ionenstroms (I), wobei der Ionenstrom (I) mit dem Kurbelwinkel (KW) erfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
einer Zündkerze (3) zum Entflammen eines Gasgemisches in der Brennkraftmaschine durch Anlegen der Hochspannung zum Erzeugen eines Funkens;
einer Ionenstromerfassungseinrichtung zum Erfassen des über die Zündkerze (3) fließenden Ionenstroms (I), wobei der Ionenstrom (I) mit dem Kurbelwinkel (KW) erfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine vorbestimmte Anzahl N größter Werte des Ionenstromes (I) um das zu bestimmende Maximum bestimmt werden,
- - daß zu diesen größten Werten die zugehörigen Kurbelwinkel (KW) als Lagen bestimmt werden,
- - daß aus dem arithmetischen Mittelwert der größten Werte und dem arithmetischen Mittelwert der Lagen das gesuchte Maximum gebildet wird.
2. Verfahren zur Kenngrößenermittlung bei einer Ionenstrommes
sung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorbestimmte Anzahl N proportional zur gemessenen An
zahl A diskreter Werte des Ionenstromgesamtsignals (I) ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auswerteeinheit vorgesehen ist, die das von der Ionen
strommeßeinrichtung ermittelte Ionenstromsignal (I) auswertet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120518 DE19920518C1 (de) | 1999-05-05 | 1999-05-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999120518 DE19920518C1 (de) | 1999-05-05 | 1999-05-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors |
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|---|---|
| DE19920518C1 true DE19920518C1 (de) | 2000-07-27 |
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ID=7906948
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|---|---|---|---|
| DE1999120518 Expired - Fee Related DE19920518C1 (de) | 1999-05-05 | 1999-05-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung des Ionenstromsignals zur Steuerung und/oder Regelung eines Verbrennungsmotors |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19920518C1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4116272C2 (de) * | 1990-05-18 | 1993-09-16 | Mitsubishi Denki K.K., Tokio/Tokyo, Jp | |
| DE19618980A1 (de) * | 1995-05-10 | 1996-11-14 | Nippon Soken | Verbrennungsüberwachungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor |
-
1999
- 1999-05-05 DE DE1999120518 patent/DE19920518C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4116272C2 (de) * | 1990-05-18 | 1993-09-16 | Mitsubishi Denki K.K., Tokio/Tokyo, Jp | |
| DE19618980A1 (de) * | 1995-05-10 | 1996-11-14 | Nippon Soken | Verbrennungsüberwachungsvorrichtung für einen Verbrennungsmotor |
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