DE4115768A1 - Fleischmesser - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26B—HAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B26B7/00—Hand knives with reciprocating motor-driven blades
- B26B7/005—Counter reciprocating blades
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fleischmesser mit zwei in einer
Führung am Klingenrücken und seitlich abgedeckten,
gegeneinander bewegbaren, gezahnten Klingen, die über
mindestens einen Exzenter und einen Antriebshebel motorisch
antreibbar sind.
Bei einem solchen aus der DE-PS 17 57 990 bekannten
Fleischmesser sind die beiden Klingen an ihrem Rücken über
besondere Gleitsteine und seitlich durch voneinander trennbare
Führungsplatten geführt, die gleichzeitig am Klingenrücken
angreifende Antriebshebel umschließen. Dieser Messeraufbau ist
relativ voluminös und das Austauschen der Klingen ist
zeitaufwendig, es müssen mehrere Schrauben gelöst werden, so
daß die Gefahr besteht, daß beim Messerwechsel insbesondere
kleinere Teile verloren gehen.
Aus der FR-PS 6 63 033 ist es ferner bekannt, zwei
gegeneinander verschiebbar angeordnete Klingen mit parallelen
längsverlaufenden Schlitzen zu versehen und durch eine quer
durch die Schlitze geführte Führungsschraube zu führen. Auch
hier muß zum Messerwechsel die Führungsschraube losgeschraubt
werden. Die Führung erfolgt praktisch nur durch eine
Linienberührung, was mit einer hohen Materialbeanspruchung und
Verschleiß verbunden ist.
In Vermeidung der geschilderten Nachteile liegt der
vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fleischmesser
der o.g. Art so auszubilden, daß ein einfacher Klingenwechsel
bei guter verschleißfreier Klingenführung unter Lösen
möglichst weniger Teile ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die
beiden Klingen jeweils mindestens einen zum Klingenrücken
parallelen Führungsschlitz aufweisen, der von einem beide
Klingen durchsetzenden Führungsteil durchsetzt ist, daß ferner
die beiden Klingen zusammen mit dem bzw. den Führungsteilen
von vorne in die Führung einschiebbar sind, und daß dazu in
der Führung zur Messerspitze hin offen Führungsrillen für
den bzw. die Führungsteile vorgesehen sind.
Bei einem Klingenwechsel muß bei einer solchen Ausbildung die
seitliche Klingenabdeckung nicht gelöst werden, so daß hier
keine leicht verlierbaren Schrauben gehandhabt werden müssen.
Die Führung kann praktisch einstückig im Querschnitt U-förmig
ausgebildet und dadurch mit besonders geringem Materialaufwand
leicht und schlank ausgeformt sein.
Die Länge der Führungsschlitze in den Klingen ist größer als
der doppelte Klingenhub plus Führungsteillänge, so daß der
Führungsteil bei der Hubbewegung nicht an den Enden der
Führungsschlitze anstößt und sich damit auch nicht irgendwie
beim Messergebrauch bewegen muß. Der Führungsteil bzw. die
Führungsteile sind symmetrisch zu den beiden Klingen
angeordnet, so daß sich die auf den Führungsteil wirkenden
Kräfte bei der Benutzung des Fleischmessers, zumindest in
Richtung der Hubbewegung der Klingen aufheben, also in
Längsrichtung des Führungsteils keine freien Kräfte wirken.
Herstellungsmäßig besonders vorteilhaft kann der Führungsteil
einen Kreisquerschnitt aufweisen und angepaßt auch die
Führungsrillen der im Querschnitt U-förmigen Führung. Der
Führungsteil kann vorzugsweise durch einen elastischen Ring in
der Führung gehalten, aber mit geringem Widerstand axial
verschiebbar geführt sein, wobei der elastische Ring in einer
Ringnut des Führungsteils angeordnet ist.
Die Auswechselung der Klingen kann besonders vorteilhaft
dadurch erleichtert werden, daß die Enden derselben jeweils
einen zum Klingenrücken hin offenen Aufnahmeschlitz für das
freie Ende des zugeordneten Antriebshebels aufweisen. Damit
kann eine Kopplung Antriebshebel-Klinge durch einfaches
Einhängen bzw. Aushängen des freien Endes des Antriebshebels
in den nach oben offenen Aufnahmeschlitz der Klinge erfolgen.
Das freie, im Aufnahmeschlitz aufgenommene, Ende kann
gewichtssparend durch einen Querbolzen gebildet sein, der im
Antriebshebel befestigt ist.
Die Antriebshebel selbst können pleuelartig auf einer
Doppelexzenterwelle, vorzugsweise über Nadellager gelagert
sein und die Doppelexzenterwelle über ein Kegelritzel
antreibbar sein.
Ein besonders einfaches rasches Auswechseln der Klingen kann
dadurch ermöglicht werden, daß den offenen Aufnahmeschlitzen
der Klingen gegenüberliegend mindestens ein Dauermagnet
gehäusefest vorgesehen ist, durch den das freie Ende des
Antriebshebels im offenen Schlitz der Klinge gehalten ist.
Besonders vorteilhaft können zwei Dauermagnete vorgesehen
sein, die so relativ gegeneinander bewegbar sind, daß in einer
Haltestellung sich die Magnetkräfte der beiden Dauermagnete
addieren und in einer Messerwechselstellung die Magnetkräfte
der beiden Dauermagnete sich gegenseitig aufheben.
Weitere erfindungsgemäße Ausbildungen sind den Unteransprüchen
zu entnehmen und werden mit ihren Vorteilen anhand der
Zeichnungen in der nachstehenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Fleischmesser,
Fig. 2 einen Teilschnitt gemäß der Linie II-II der
Fig. 1 in größerem Maßstab und
Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III in
Fig. 2 im Klingenbereich in noch größerem
Maßstab.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte einzige
Ausführungsbeispiel eines Fleischermesser weist im
wesentlichen zwei in einer im Querschnitt U-förmigen Führung 1
gegeneinander verschiebbar geführte Klingen 2, 2′ auf, die
jeweils über einen Antriebshebel 3, 3′, eine
Doppelexzenterwelle 4, ein Kegelritzel 5 und eine
Antriebswelle 6 über einen Druckluftlamellenmotor 7 antreibbar
sind.
Die beiden Klingen 2, 2′ weisen parallel zum Klingenrücken 8
verlaufende Führungsschlitze 9, 9′ auf, die sich im
Ausführungsbeispiel nahezu über die gesamte Klingenlänge
erstrecken. In diesen Führungsschlitzen 9, 9′ ist ein
nadelförmiger Führungsteil 10 eingesetzt, der einen
kreisrunden Querschnitt aufweist, wobei der Durchmesser größer
ist als die Gesamtdicke der beiden Klingen 2, 2′, wie dies
insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist. In der Führung 1
sind mit entsprechenden Abmessungen gegenüberliegend zwei
Führungsrillen 11, 11′ angeordnet, die zur Messerspitze 12 hin
offen sind, so daß die beiden Klingen 2, 2′, zusammen mit dem
Führungsteil 10 von der Messerspitze 12 her, in die Führung 1
eingeschoben bzw. herausgezogen werden können, insbesondere
zum Klingenwechsel oder zur Reinigung.
Die Länge der Führungsschlitze 9, 9′ ist größer als die Länge
des Führungsteils 10 plus dem doppelten Klingenhub, so daß
während des Betriebs des Messer die Enden des Führungsteils 10
nicht mit den Enden der Führungsschlitze 9, 9′ in Berührung
kommen.
Um eine Verschiebung des Führungsteils 10 bei der Arbeit mit
dem Fleischmesser zu vermeiden, sind in Ringnuten 13, 13′ des
Führungsteils 10 elastische Ringe 14, 14′ vorgesehen.
Im Bereich ihrer Enden weisen die beiden Klingen 2, 2′ zum
Klingenrücken 8 hin offene Aufnahmeschlitze 15, 15′ auf, in
denen jeweils das freie Ende eines der Antriebshebel 3, 3′
aufgenommen ist. Im Ausführungsbeispiel sind die in den
Aufnahmeschlitzen 15, 15′ der Klingen 2, 2′ aufgenommenen
Enden der Antriebshebel 3, 3′ durch jeweils einen Querbolzen
16, 16′ gebildet, der jeweils im zugeordneten Antriebshebel 3
bzw. 3′ befestigt ist.
Die Antriebshebel 3, 3, sind pleuelartig über Nadellager 17,
17′ auf der Doppelexzenterwelle 4 gelagert, die ihrerseits
über Schmierkanäle 18 mit einem Schmiermittel versorgt werden
können.
Die Doppelexzenterwelle 4 ist über Kugellager 19, 19′ im
Gehäuse 20 gelagert und ihre Antriebsvorrichtung ist so
gewählt, daß die Querbolzen 16, 16′ der Antriebshebel 3, 3′ beim
Betrieb in die Aufnahmeschlitze 15, 15′ der Klingen 2, 2′
gedrückt werden.
Um sicherzustellen, daß die Querbolzen 16, 16′ bei der
Handhabung des Fleischmessers nicht aus den nach oben offenen
Aufnahmeschlitzen 15, 15′ herauskippen, ist im Gehäuse 20, den
Aufnahmeschlitzen 15, 15′ gegenüberliegend, mindestens ein
Dauermagnet 21 vorgesehen, durch den die Querbolzen 16, 16′ in
die Aufnahmeschlitze 15, 15′ hineingezogen werden, so daß eine
kraftschlüssige Kopplung der Klingen 2, 2′ mit ihren
Antriebshebeln 3, 3′ erfolgt.
Zum Wechseln der Klingen 2, 2′ ist im Gehäuse 20 eine
Entkoppelöffnung 22 vorgesehen, die durch einen Deckel 23 und
einen Dichtring 24 verschlossen ist. Zur Sicherung kann am
Deckel 23 noch ein über die Aufnahmeschlitze 15, 15′ ragender
Sicherungsvorsprung 25 vorgesehen sein, wie dies
strichpunktiert in Fig. 2 angedeutet ist.
Claims (14)
1. Fleischmesser mit zwei in einer Führung (1) am
Klingenrücken (8) und seitlich abgedeckten, gegeneinander
bewegbaren, gezahnten Klingen (2, 2′), die vorzugsweise über
mindestens einen Exzenter (4) und einen Antriebshebel
(3, 3′) motorisch antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Klingen (2, 2′) jeweils mindestens einen zum
Klingenrücken (8) parallelen Führungsschlitz (9, 9′)
aufweisen, der von einem beide Klingen (2, 2′) führenden
Führungsteil (10) durchsetzt ist und daß die beiden Klingen
(2, 2′) zusammen mit dem bzw. den Führungsteilen (10) von
der Messerspitze (12) her in die Führung (1) einschiebbar
sind, und daß dazu in der Führung (1) zur Messerspitze (12)
hin offene Führungsrillen (11, 11′) für den bzw. die
Führungsteile (10) vorgesehen sind.
2. Fleischmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der Führungsschlitze (10) in den Klingen (2, 2′)
größer ist als der doppelte Klingenhub plus
Führungsteillänge.
3. Fleischmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Führungsteil (10) einen Kreisquerschnitt aufweist und
die Führungsrillen (11, 11′) im Querschnitt daran angepaßt
ausgebildet sind.
4. Fleischmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungsteil (10) vorzugsweise
durch mindestens einen elastischen Ring (14, 14′) in der
Führung (1) gehalten aber mit geringem Widerstand axial
verschiebbar geführt ist, wobei der elastische Ring
(14, 14′) in einer Ringnut (13, 13′) des Führungsteils (10)
angeordnet ist.
5. Fleischmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führung (1) einen einstückigen
U-Querschnitt aufweist.
6. Fleischmesser insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Klingen (2, 2′)
jeweils einen zum Klingenrücken (8) hin offenen
Aufnahmeschlitz (15, 15′) für das freie Ende des
zugeordneten Antriebshebels (3 bzw. 3′) aufweisen.
7. Fleischmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das freie, im Aufnahmeschlitz (15 bzw. 15′) aufgenommene
Ende durch einen Querbolzen (16 bzw. 16′) gebildet ist, der
im Antriebshebel (2 bzw. 3′) befestigt ist.
8. Fleischmesser nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebshebel (3, 3′) pleuelartig
auf einer Doppelexzenterwelle (4) vorzugsweise über
Nadellager (17, 17′) gelagert sind.
9. Fleischmesser nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Doppelexzenterwelle (4) über ein Kegelritzel (5)
antreibbar ist.
10. Fleischmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
den offenen Aufnahmeschlitzen (15, 15′) der Klingen (2, 2′)
gegenüberliegend mindestens ein Dauermagnet (21)
gehäusefest vorgesehen ist, durch den das freie Ende des
Antriebshebels (3 bzw. 3′) im offenen Aufnahmeschlitz
(15, 15′) der Klinge (2, 2′) gehalten ist.
11. Fleischmesser nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Dauermagnete (21) vorgesehen sind, die so relativ
gegeneinander bewegbar sind, daß in einer Haltestellung
sich die Magnetkräfte addieren und in einer
Klingenwechselstellung die Magnetkräfte der beiden
Dauermagnete (21) sich gegenseitig aufheben.
12. Fleischmesser nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß im Gehäuse (20) ein abnehmbarer Deckel (23) vorgesehen
ist, durch den eine Entkoppelöffnung (22) für das Lösen
und Koppel der Klingen (2, 2′) von ihren Antriebshebeln
(3, 3′) abgedeckt ist.
13. Fleischmesser nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (23) über einen Bajonettverschluß im
Gehäuse (20) gehalten und vorzugsweise durch einen
Dichtring (24) abgedichtet ist.
14. Fleischmesser nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß der Deckel (23) einen in geschlossenem Zustand über
die nach oben offenen Aufnahmeschlitze (15, 15′) der
Klingen (2, 2′) sich erstreckenden Sicherungsvorsprung (25)
aufweist bzw. hält.
Priority Applications (4)
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| CN103477878A (zh) * | 2012-06-09 | 2014-01-01 | 安德烈亚斯·斯蒂尔两合公司 | 手持式工作器械 |
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