DE4115643A1 - Verfahren und vorgefertigter modul zur herstellung von bauwerken und gebaeuden - Google Patents
Verfahren und vorgefertigter modul zur herstellung von bauwerken und gebaeudenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Her
stellung von Bauwerken und Gebäuden nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1 bzw. einem Modul nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 10.
Die Anwendung einer modularen Bautechnik ist in viel
facher Weise bekannt; insbesondere ist es auch bekannt,
diese in Massivbetonbauweise hauptsächlich im Garagen
bau bzw. bei Wand-, Boden- und Deckenkonstruktionen
einzusetzen.
In diesem Zusammenhang ist es auch schon bekannt,
einzelne Module, die dabei mindestens aus einer Beton
bodenplatte und einer Betondeckplatte bestehen, die
über Vertikalstützen miteinander verbunden sind, unter
Zugrundelegung eines Stahlrahmens herzustellen, wobei
die Wände dann mittels Betonteilen, aber auch unter
Verwendung von Holzteilen oder durch Leichtbauelemen
te speziell für solche Bauwerke, die keinen feuerpoli
zeilichen Bedingungen unterworfen sind, ausgefacht
werden können. Bei solchen Modulen wird die Stahlkon
struktion als äußerer und im übrigen auch sichtbarer
Rahmen wegen seiner perfekten Maßgenauigkeit einge
setzt, wodurch beispielsweise bei jedem Modul acht
Auflagepunkte gebildet werden, an denen diese dann
aufeinandergesetzt werden können. Die Verbindung der
einzelnen aufeinander oder nebeneinander angeordneten
Module kann dann mit Hilfe sogenannter "Twist- und
Lockverbindungen" erfolgen. Allerdings ist eine mehr
geschossige Bauweise unter Zugrundelegung solcher
mit einem Stahlkorsett versehener Module aus feuerpoli
zeilichen Gründen beispielsweise in Deutschland nicht
zulässig, hauptsächlich weil die Stahlarmierung nach
außen hervortritt. Andererseits beruht aber die Meß
genauigkeit der Module und später der aus diesen her
gestellten Gebäuden gerade auf dem Stahlrahmen, der
insofern bisher als unverzichtbar beurteilt worden ist.
Ferner ist es bei einer solchen modularen Bauweise
bekannt, zwischen der jeweiligen Ober- und Unterdecke
eine unter Umständen auch nur dünne Schicht eines
Vergußbetons einzubringen, der allerdings lediglich
als horizontale Ausgleichsebene dient und nicht in
der Lage ist, einen echten statischen Verbund sicher
zustellen.
Problematisch ist bei der bisherigen modularen Bauweise
ferner noch, daß man außerstande ist, unterschiedliche
Bauhöhen vorzusehen, da man starr an die durch die
Stahlkonstruktion vorgegebene Bauhöhe des einzelnen
Moduls gebunden ist, also in der Grundkonzeption jeder
Flexibilität entbehrt. So ist es auch ausgeschlossen,
zwischen den einzelnen Modulen Zwischenräume anzubrin
gen oder in geeigneter Weise auszunutzen, abgesehen
davon, daß die jeweils für den Stahlrahmen verwendeten,
üblicherweise hohlen Stahlrohre nicht selten durch
Flüssigkeiten zugesetzt wurden, da ein vollkommen
dichter Verschluß schwierig herzustellen ist und über
längere Zeiträume Regenwasser in die nach außen frei
liegenden Rohre eindringen kann oder sonstige Materialien.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und einen Modul zur modulen Massivbeton
bauweise zu schaffen, welcher einerseits die Einstel
lung variabler Höhen gestattet, andererseits aber
sicherstellt, daß gerade im Höhenmaßstab exakt paßgenau
und mit besonderer Maßgenauigkeit gearbeitet werden
kann, andererseits auf ein rahmenartiges, evtl. sogar
von außen sichtbares Stahlkorsett vollständig verzich
tet werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. den kennzeichnen
den Merkmalen des Anspruchs 10 und hat den entscheiden
den Vorteil, daß es gelingt, aus den einzelnen, durch
aus jeweils für sich gesehen vorgefertigten Modul
teilen in Massivbetonbauweise ein monostrukturelles
Gebäude, also einen einheitlichen statischen Verbund
zu schaffen, bei Einhaltung perfekter Maßgenauigkeit,
die durchaus auf der Einbeziehung von Stahlelementen
bei der Herstellung der einzelnen Module beruht, da
Massivbeton allein eine solche Maßgenauigkeit nicht
sichern kann.
Ein weiterer, besonderer Vorteil bei vorliegender
Erfindung besteht noch darin, daß sich eine beliebige
Flexibilität und ein entsprechender Variantenreichtum
nicht nur in der Raumgestaltung in der durch ein Neben
einanderstellen der Module gegebenen Horizontalebene
erzielen läßt, sondern gerade in der Vertikalen, wo
die Abstände der einzelnen Module untereinander je
nach Wunsch geändert bzw. so geschaffen werden können,
daß zur Horizontalaussteifung grundsätzlich jeweils
zwischen einem jeweiligen Betonboden und einer jewei
ligen, auf diesen aufgesetzten Betondecke eine Verguß
betonebene eingebracht ist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auf ein voll
ständiges Rahmenkorsett in der Stahlkonstruktion ver
zichtet werden kann und lediglich die jeweiligen vier
Eckbereiche, über die bei einem Modul die Bodenplatte
mit der Deckenplatte verbunden ist, Stützen umfassen,
die in weiter unten noch genauer zu erläuternder Weise
einen inneren, aus Stahl oder Eisen bestehenden Beweh
rungskorb enthalten, der, jedenfalls in der Vertikalen,
ein Stahlskelett bildet, welches die Maßgenauigkeit
in der Höhe des jeweiligen Moduls, also die maßhaltige
Distanz zwischen Boden und Decke bestimmt.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnah
men sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserun
gen der Erfindung möglich. Besonders vorteilhaft ist
die Möglichkeit, durch Aufstelzung im Stützenbereich
eine Installationsebene zwischen den einzelnen Modulen
zu schaffen, die eine beliebige Verlegung von Leitungen,
Kabeln, Rohren u. dgl. gestattet, wobei aber anderer
seits die statische Monostruktur im Verbund der einzel
nen Module aufrechterhalten bleibt, und zwar einschließ
lich der sich über die gesamte Horizontalfläche zwi
schen jeweiligem Boden und Decke erstreckenden Verguß
betonebene zur Horizontalaussteifung. Diese Verguß
betonebene steht mindestens mit der jeweiligen Decke
eines unteren Moduls, auf welche sie aufgebracht ist,
über eine entsprechende, von Anfang an über diese
Decke nach oben hinausstehende Anschlußbewehrung in
Wirkverbindung, wobei allerdings nicht diese Verguß
betonebene den Abstand zwischen den einzelnen Modulen
in vertikaler Richtung bestimmt, sondern eben die
jeweils an den vier Ecken jedes Moduls angeordneten
vorgefertigten maßhaltigen Distanzkörbe, die beim
Aufeinandersetzen der einzelnen Module die Paßgenauig
keit gewährleisten.
Der Erfindung gelingt es daher, unter Verzicht auf
die bekannte Stahlrahmenbauweise auch und insbeson
dere für mehrgeschossige Gebäude und Bauwerke belie
biger Art und unter Einhaltung der feuerpolizeilichen
Bedingungen nicht nur eine monostrukturelle statische
Verbundeinheit zu schaffen, sondern gleichzeitig auch
für perfekte Maßgenauigkeit des so hergestellten Gebäu
des zu sorgen.
Weitere Vorteile sind, daß die Vergußbetonebene jeweils
zwischen Decke und Boden auch dann, wenn über einen
größeren Teil ihrer Oberfläche eine freie Installations
ebene vorgesehen ist, beide aneinandergrenzenden Module
monostrukturell statisch verbindet, da mindestens
in den Eckbereichen ein Vollausguß vorgesehen ist,
der wie ein Pfropfen, Anker oder Dübel wirkt und den
innigen Verbund zum jeweiligen Aufsatzmodul herstellt.
Gerade in diesem voll ausgegossenen, auch Verfüllöffnun
gen im Aufsatzmodul umfassenden Bereich befinden sich
die durch die Eckstützen gewährleisteten Versteifungs
elemente, so daß auch bei freigelassener Installations
ebene, die durch Aufstelzung in diesem Stützbereich
erreicht wird, die statische Monostruktur des Gebäudes
einwandfrei hergestellt ist und eventuell zu Korrosion neigende Ar
mierungselemente stets voll umgossen und eingebettet sind.
Ein weiterer besonderer Vorteil vorliegender Erfindung
besteht darin, daß die Eckstützen zusätzlich zu dem
die Höhenmaßgenauigkeit sichernden Bewehrungskorb,
der in an sich beliebiger Weise ausgebildet sein kann,
spezielle Stützträger, beispielsweise in Form von
Stahlwinkeln, Stahlsternen od. dgl. zusätzlich zu
dem Eisen des Bewehrungskorbs enthält, wobei die Stütz
träger ebenso wie Gitterträger in der Vergußbetondecke
beim fertigen Modul (zunächst) herausragen. Sowohl
diese gesonderten Stützträger als auch die Stahlstäbe
oder -rohre des Bewehrungskorbs selbst sind mit einer
jeweiligen Kopfplatte mit Justierkonus verschweißt,
die den exakten Abstand zur jeweiligen Fußplatte mit
Bohrung für den Justierkonus im entsprechenden Aufsatz
modul bestimmt.
Dabei gehen von dem Stützträger einer weiteren Ver
steifung speziell für den Transport dienende, im fol
genden als Stahlschwerte bezeichnete Versteifungsele
mente aus, die im rechten Winkel zueinander teilweise
in den Vergußbeton der jeweiligen Decke eingelassen
sind. Hierdurch ergibt sich, ähnlich wie bei einem
mit einem Deckel verschlossenen Schuhkarton, eine ein
wandfreie Verwindungssteifigkeit bei gleichzeitig
gebotener Möglichkeit, diese Stahlschwerte mit Bohrun
gen für Kranhaken für den Transport auszubilden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und werden in der nachfolgenden Be
schreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 nebeneinandergestellte vorgefertigte Module
in Draufsicht jeweils auf eine Deckenebene
und
Fig. 2 die gleiche Modulanordnung wie Fig. 1 im Ver
tikalschnitt;
Fig. 3 zeigt in größerem Detail wiederum im Quer
schnitt die Einzelheit "A" entsprechend
Fig. 1 als Ausschnitt, also speziell den Über
gangsbereich zwischen einem unteren Modul und
einem Aufsatzmodul in einem durch eine Eck
stütze gebildeten Eckbereich und
Fig. 4 zeigt den gleichen Detailausschnitt "A" wie
Fig. 3 im Grundriß;
Fig. 5 zeigt eine Variante vorliegender Erfindung,
die der Detaildarstellung "A" der Fig. 1 ent
spricht mit der Besonderheit, daß durch Aufstel
zung im Eckstützbereich ein Doppelboden als
Installationsebene ermöglicht ist, während die
Fig. 6 die vorteilhafte Ausgestaltung zeigt, die sich
durch die jeweils zusätzliche Vergußbetonebene
zwischen einem unteren und einem oberen Modul
für die freie Anbindung von weiteren variablen
Betonfertigteilen ergibt, beispielsweise für
Balkone, Terrassen u. dgl.;
Fig. 7 zeigt in perspektivischer Sicht die einfachste
Ausführungsform eines Grundmoduls, bestehend
aus Boden, Decke und vier Eckstützen, während
die
Fig. 8 und 9 Varianten von möglichen Grundris
sen darstellen, die durch Kombination von Mo
dulen unterschiedlicher Breitenabmessungen
realisiert werden können.
Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin,
einen in Massivbetonbauweise vorgefertigten Modul
so auszubilden, daß unter Einhaltung feuerpolizeili
cher Vorschriften auch bei mehrgeschossigen Gebäuden
trotz der Kombination aus einzelnen Teilen eine stati
sche Monostruktur erzielt werden kann, die absolut
maßhaltig ist und dennoch eine Vielzahl von Freiheits
graden in der jeweiligen Gestaltung ermöglicht.
In Fig. 7 ist die einfachste Grundform eines auf allen
vier Seiten offenen, also lediglich aus Boden 11,
Decke 12 und vier Eckstützen 13a, 13b, 13c, 13d beste
henden Grundmoduls 10 dargestellt, der sich schon
in dieser Darstellung von bekannten Grundmodulen da
durch unterscheidet, daß von einer umfassenden Stahl
rahmenbauweise abgegangen ist und ein reines, jedoch
maßhaltiges Betonmodul geschaffen ist, bei dem ledig
lich die vier Eckstützen 13a, 13b .. durch im folgen
den noch genauer zu erläuternde Eisen- bzw. Stahlar
mierung (Distanzkorb) für ein präzises Höhenmaß des
Moduls sorgen, während Boden, Decke und gegebenen
falls jeweils vorgesehene Seitenwände zwar Armierungs
eisen in Form von Bewehrungen u. dgl. enthalten können,
diese jedoch nicht im Sinne bisheriger Rahmenkonstruk
tionen, Abmessungen, Stabilität usf. bestimmen
und vorgeben.
Je nach Erfordernissen beim Zusammenstellen und bei
der Kombination zur Bauwerkerstellung weist dann der
jeweils verwendete Modul Seitenwände als Außenwände
oder Zwischenwände auf. In Fig. 1 ist in Draufsicht,
also als Grundriß die Darstellung von insgesamt vier
nebeneinander gestellten Modulen 10a, 10b, 10c, 10d
gezeigt, wobei wie zu ersehen der Grundmodul 10a keine
linke Seitenwand, jedoch beide Stirnwände und die
rechte Seitenwand aufweist, während der Grundmodul
10b über eine Stirnwand und eine an den Grundmodul
10a angrenzende Seitenwand aufweist und der Grundmodul
10c beispielsweise, was sich aus den jeweiligen Erfor
dernissen der zu gestaltenden Wohnung oder der Räume
ergibt, nur eine Stirnwand aufweist. In entsprechen
der Weise ist der rechte Endmodul 10d zum angrenzen
den Grundmodul 10c offen, ansonsten seitlich ge
schlossen, so daß die in der Zeichenebene oberen
Stirnwände der Module beispielsweise eine geschlossene
Außenwand bilden können; nach links und unten sind
durch Anstellen weiterer Module Erweiterungen möglich.
Auf Einzelheiten in den Darstellungen der Fig.
1 und 2 wird weiter unten noch eingegangen; man erkennt
aber aus Fig. 2, daß bei übereinandergestellten Grund
modulen jeweils zwischen den Decken einer unteren
Modulreihe 10a′, 10b′, 10c′, 10d′ und den Böden einer
oberen Modulreihe 10a, 10b, 10c, 10d eine in der Grö
ßenordnung der Dicke der sonstigen Wände und Decken
beispielsweise liegende Vergußbetonschicht 14 vorge
sehen ist, die sich über sämtliche Deckenplatten aller
Module als statische Verbundschicht erstreckt und
dabei auch von den Deckenplatten nach oben ausgehende
Bewehrungseisen 15 umschließt, mit noch weiter unten
zu erläuternden Eigenschaften, die auch eine Veranke
rung in den jeweiligen Bodenplatten der oberen Modul
reihe sicherstellen, während auf den äußeren Decken
platten der oberen Abschlußmodulreihe 10a, 10b, 10c
und 10d eine ebenfalls Bewehrungen 15 einschließende
Vergußbetonschicht 14′ als Deckenabschluß angeordnet
ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist es empfeh
lenswert, im folgenden zunächst auf die detaillierte
Ausschnittsdarstellung entsprechend Fig. 3 einzugehen,
die eine Möglichkeit der Ausbildung im Eckstützenbe
reich entsprechend Detail "A" der Fig. 1 genauer dar
stellt.
Man erkennt aus Fig. 3, daß jede Eckstützen 13 des
unteren Grundmoduls 10 bzw. 13′ des oberen Grundmoduls
10′ (jeweils nur im Ausschnitt dargestellt) einen
inneren Bewehrungskorb oder auch Distanzkorb 16 ent
hält, der betonumgossen ist und zunächst von beliebi
gem Aufbau sein kann, jedoch so ausgebildet ist, daß
er als vorgefertigtes Armierungsteil eine absolute
Höhenmaßhaltigkeit sicherstellt, wodurch das Aufein
andersetzen der einzelnen Module paßgenau gewährleistet
ist. Hierzu trägt bei, daß der Bewehrungskorb 16 nach
oben, also dort, wo er die jeweilige Moduldecke zu
nächst durchstößt, eine Kopfplatte 17 aufweist, die
beispielsweise an herausragende Trägerteile des Beweh
rungskorbs 16 angeschweißt sein kann, während nach
unten, also dort, wo der Bewehrungskorb im Betonboden
gelagert ist, eine Fußplatte 18 befestigt, vorzugsweise
ebenfalls angeschweißt ist; die untere Fläche der
Fußplatte schließt dabei bündig mit der unteren Fläche
des Betonbodens 19 ab.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Aufbau
des Bewehrungskorbs so getroffen, wie sich dies am
besten der Darstellung der Fig. 4 entnehmen läßt;
es sind beispielsweise - es versteht sich, daß diese
numerische Angabe nicht zwingend ist - vier Eckstäbe
20a, 20b, 20c, 20d vorgesehen, die, auf Wunsch zur
Verbindung in eine korbähnliche Form noch umwickelt
von weiteren Eisenschlingen 21 den Armierungskorb
bilden, wobei sich die Eckstäbe aus Stahl oder Eisen
von oben nach unten durchgehend durch jede Eckstütze 13, 13′
erstrecken und, wie in Fig. 3 schon gezeigt,
oben und unten mit Kopfplatte 17 und Fußplatte 18
verbunden sind. Dieser Bewehrungskorb mit Kopf- und
Fußplatte wird sinnvollerweise separat vorgefertigt
und auf genaue Höhenmaßhaltigkeit gebracht, so daß,
wie ohne weiteres zu erkennen, die Oberfläche der
jeweiligen Kopfplatte in Verbindung mit der üblicher
weise mit der Bodenbetonplatte bündig abschließenden
Oberfläche der Fußplatte den Höhenabstand bestimmen,
den ein Modul einnimmt, was insofern dann gleichzei
tig einem Stockwerkabstand entspricht.
Dabei ist es ein wesentliches Merkmal vorliegender
Erfindung, daß beim Herstellen des jeweiligen Moduls,
also beim Gießen von Boden 19 und Decke 22 sowie gege
benenfalls von Seitenwänden 23 die Kopfplatte 17 mit
ihrer Oberfläche und entsprechend auch der sie tragen
den Armierungskorbbereich um einen vorgegebenen Abstand
über die Oberfläche der jeweiligen Betondecke 22 her
ausragt; dieser Abstand bestimmt dann die Dicke der
Vergußbetonebene, die zwischen aufeinander gestapelten
Modulen 10, 10′ eingehalten und durch den Vergußbeton
ausgefüllt wird, jedenfalls bei diesem Ausführungs
beispiel.
Der Grundaufbau vor Ort bei der Erstellung des Gebäudes
erfolgt also so, daß auf die vier Eckstützen-Kopfplatten
17 eines unteren Moduls 10 ein oberer Modul 10′ mit
seinen vier Fußplatten 18 aufgesetzt wird, wobei Paß- und
Zentriermittel für eine präzisionsgenaue Positionie
rung sorgen. Diese bestehen, wie weiter vorn schon
erwähnt, aus einem Zentrier- oder Justierkonus 17a
in jeder Kopfplatte 17, der sich nach oben erstreckt
und in eine entsprechende kegelstumpfförmige Bohrung
18a jeder Fußplatte eingreift.
Da nicht auszuschließen ist, daß der einfach nach
oben herausragende Armierungskorb mit seiner jeweili
gen Kopfplatte, da in diesem Bereich durch den Eckstüt
zenbetonmantel nicht umgeben und stabilisiert, jeden
falls bis zum Einbringen der Vergußbetonebene 24 am
Bau Probleme bereiten könnte, sind im Bereich des
Armierungskorbs weitere Versteifungsmittel vorgesehen,
die aus vertikalen Stützträgern bestehen, gegebenen
falls ergänzt durch im wesentlichen horizontal verlau
fende weitere Versteifungselemente.
Bei dem in den Fig. 3 und 4, aber auch 5 dargestell
ten Ausführungsbeispiel besteht der Stützträger aus
einem massiven Stahlwinkel 25, der in den Armierungs
korb 16 eingebracht und beispielsweise auch, falls
gewünscht, mit den Armierungsstäben 20a, 20b, 20c,
20d vor dem Vergießen mit Beton noch verschweißt sein
kann. Der Stahlwinkel braucht nicht die ganze Höhe
der Eckstütze zu durchsetzen, sondern erstreckt sich
vorzugsweise lediglich über eine vorgegebene Tiefe
von der Kopfplatte 17 aus gesehen jeweils nach unten,
wie dies beispielsweise der seitlichen Schnittdarstel
lung der Fig. 3 entnommen werden kann. Durch den Stahl
winkel, der im oberen Bereich ebenfalls mit der Kopf
platte starr verbunden, am besten angeschweißt ist,
erhält die Kopfplatte, speziell natürlich wegen der
Winkelform, einen unverrückbaren sicheren Halt, so
daß eine eventuelle Nachgiebigkeit der Armierungsstäbe
aufgefangen wird.
Entsprechend einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung läßt sich die Versteifungswirkung jedes
Stahlwinkels 25 im Eckstützenbereich noch dadurch
verbessern, daß an die inneren oder äußeren Flächen
des Stahlwinkels jeweils in Richtung der Seitenwände,
also rechtwinklig zueinander stehende weitere Ver
steifungselemente angeordnet sind, die die Form von
Stahlschwertern 26a, 26b aufweisen können. Die Stahl
schwerter 26a, 26b sind ebenfalls in bevorzugter Ausge
staltung sowohl mit dem Stahlwinkel 25 als auch, da
sie bis zur Unterseite der Kopfplatte 17 jeweils hochge
zogen sind, mit dieser selbst verschweißt und ragen
mit ihrer unteren Kante, wie bei 27 erkennbar, in
den Deckenbeton hinein, der in diesem Bereich über
den Seitenwänden 23 des Moduls liegt bzw. mit diesen
einstückig ist.
Dabei ist es empfehlenswert, sowohl Teile des Beweh
rungskorbs in Höhe der Decke, beispielsweise die Stahl
wickelarmierung 21, wie bei 21′ gezeigt, in den Decken
beton als Fortsetzungen mit einzubinden als auch
Armierungsstähle oder Armierungsstäbe, die sich selbst
verständlich im vorgefertigten Decken- und Bodenbeton
befinden und die allgemein mit 28 bezeichnet sind
(Fig. 3) zur weiteren Versteifung im Bereich jedes
Stahlschwerts 26 auf zubiegen und an diesen zur Anlage
zu bringen und gleichzeitig am Schwert anzuschweißen,
wie dies bei 29 angedeutet ist.
Dabei verschwinden, wie ohne weiteres einzusehen,
sämtliche diese beim noch nicht eingebauten Modul
nach außen oben freistehenden Armierungsteile, also
ein Teil des Bewehrungskorbs mit Kopfplatte, an dieser
und am Bewehrungskorb angeschweißter Stahlwinkel sowie
jeweils rechtwinklig abgehende Stahlschwerterstreckun
gen beim Einbringen der Vergußbetonebene an der Bau
stelle in dieser Vergußbetonebene und sind dann voll
kommen geschützt und abgedeckt, so daß auf keinen
Fall Armierungsteile - im Vergleich zu den früher
verwendeten korsettartigen Stahlkonstruktionsrahmen
- nach außen frei liegen. Das gleiche trifft selbst
verständlich auch auf die jeweiligen Kopf- und Boden
platten zu.
An dieser Stelle ist noch hinzuzufügen, daß die Stahl
schwerter hauptsächlich auch einer Transportaus
steifung und der Halterung des jeweiligen Moduls für
dessen Transport dienen; sie befinden sich ja ohnehin
lediglich in den vier Eckbereichen der Deckenkonstruk
tion und weisen daher bevorzugt ein geeignet ausgebil
detes Auge oder eine Bohrung 30 auf, die der Aufnahme
für einen Kranhaken od. dgl. dient.
Es ist weiter vorn schon erwähnt worden, daß nach
oben aus der vorgefertigten Betondecke jedes Moduls
eine Anschlußbewehrung in geeigneter Form heraussteht,
die in Fig. 3 mit 31 bezeichnet und als einfaches
Dreieck angedeutet ist. Es ergibt sich daher in Verbin
dung mit den eckseitigen Stahlbetonstützen, die ihrer
seits den Druck- oder Zugstäbe sowie das Geflecht
21 umfassenden Armierungskorb enthalten, eine sehr
stabile Grundkonstruktion eines Moduls auch dann, wenn
Seitenwände ganz oder partiell ausgespart sind, wobei
die Winkelprofileisen im Kopfplattenbereich - im
Bereich der Fußplatte sind diese wie schon erwähnt
entbehrlich - der Sicherung der Stabilität während
des Transports, des Versetzens und Anhebens der Module
dienen. Diese Stabilität wird noch dadurch verbessert,
daß Stahlwinkel sowie die von diesem abgehenden Stahl
schwerter einbetoniert und mit Kopfplatte und unter
einander sowie mit der Stahlarmierung der Decke ver
schweißt sind.
Zum Einbringen des Vergußbetons, nachdem der jeweils
obere Modul mit seinen Fußplatten auf die Kopfplatten
des unteren Moduls aufgebracht ist, dienen durchgehende,
auch vergleichsweise sehr große Öffnungen 32, 33 in jeder
Bodenplatte. Der Gußbeton wird durch diese Öffnungen, von den
in der Draufsicht der Fig. 1 zwei verschiedene Arten,
nämlich sogenannte Revisionsöffnungen 32 und Betonier
öffnungen 33 dargestellt sind eingefüllt, wobei die Revisions
öffnungen selbstverständlich ebenfalls einem Betonie
ren dienen können. Die jeweiligen Revisions- und Beto
nieröffnungen in den Böden der Module können in völlig
beliebiger, also wahlloser Weise angeordnet sein,
und sie können, wie bei 33 gezeigt, einen viereckigen
größeren Querschnitt oder wie bei 32 gezeigt einen
runden kleineren Querschnitt aufweisen, wobei auf
jeden Fall in den Eckbereichen Öffnungen 32 vorgese
hen sind, auch zur genauen Inspektion, daß die Eck
stützenbereiche mit Beton möglichst ohne Hohlräume
angefüllt sind. Es wird also nach Aufsetzen eines
jeweils oberen Anschlußmoduls durch dessen Boden
öffnungen 32, 33 zur Herstellung der durchgehenden
Vergußbetonebene Beton eingefüllt, wobei die Öffnungen
auch hinreichend groß sind, um entsprechende (Vibra
tions-)Verdichter in den zu vergießenden Beton einzu
bringen. Diese Vergußbetonebene umschließt die nach
oben wegstehende Anschlußbewehrung in jeder Decke
und füllt ferner, wie ohne weiteres einzusehen, die
jeweiligen Betonier- und Inspektionsöffnungen 32,
33 in den Bodenplatten des Anschlußmoduls bündig bis
zur Oberfläche aus, wodurch noch ein wesentlicher
Beitrag zur statischen Stabilität und zur Realisie
rung einer Monostruktur des Bauwerks, dennoch beste
hend aus einzelnen Teilen, geleistet wird. Die aufbe
füllten Revisions- und Betonieröffnungen bilden sozu
sagen einen Stabilisier- und Ankerwirkung entwickelnden
Pfropfen, so daß auch hierdurch der einstückige Verbund des ge
samten Gebäudes verbessert und begünstigt wird.
Um beim Betonieren der Vergußbetonebene, die in Verbin
dung mit den Gitterträgern als nach oben herausragende
Bewehrung der Horizontalaussteifung des gesamten Gebäu
des dient, Betonmasse nicht seitlich ausfließen zu
lassen, kann von außen eine entsprechende Schalung
aufgesetzt werden, die lediglich die jeweilige Höhe
der Vergußbetonebene zu umfassen braucht, oder es
ist auch möglich, im Deckenbereich dort, wo von vorn
herein klar ist, daß es sich um Außengrundmodule han
delt, eine Randkante noch mitzugießen bei der Modulherstellung, die
in Fig. 3 mit 34 bezeichnet ist und die als integrier
te Schalung für die Vergußbetonebene dient.
Aus Fig. 3 erkennt man deutlich, wie sich die Verguß
betonebene ununterbrochen durchgehend über alle Module
erstreckt, so daß sich in Verbindung mit der jeweili
gen Anschlußbewehrung 15, die in Fig. 3 und Fig. 5
als aus der Decke herausragende Gitterträger 31 be
zeichnet ist, eine einwandfreie Horizontalaussteifung
des Gebäudes ergibt.
Die Erfindung ermöglicht weitere bevorzugte Ausgestal
tungen, die beispielsweise darauf basieren, daß die
jeweilige Kopfplatte 17 im Grunde beliebig hoch gesetzt
werden kann, so daß es möglich ist, wie in Fig. 5
gezeigt, zusätzlich zu der Vergußbetonebene 24 eine
Installationsebene beliebiger Höhe je nach Erfordernis
durch Aufstelzung im Kopfplattenbereich vorzusehen,
die in Fig. 5 mit 34 bezeichnet ist und zur unteren
Vergußbetonebene einerseits bzw. zur Unterfläche des
Bodens des Aufsatzmoduls einen Abstand B (grundsätz
lich beliebig) aufweist.
Zu diesem Zweck ist es lediglich notwendig, Kopfplatte
mit den sie tragenden Armierungsstäben oder Rundstäh
len höherzusetzen, desgleichen den Stahlwinkel 25
sowie gegebenenfalls auch die der Versteifung dienenden
Stahlschwerter, die aber auch unter der Höhe der
Vergußbetonebene verbleiben können. In Fig. 5 ist
gezeigt, daß die hochgezogene Kopfplatte 17′ in glei
cher Weise die Fußplatte 18′ des Aufsatzmoduls trägt,
wobei beim Betonieren auf der Baustelle dann bei
spielsweise so vorgegangen werden kann, daß zunächst
die Vergußbetonebene bis zur vorgegebenen Höhe einge
bracht und erst nach deren Abbinden nunmehr lediglich
noch im großzügig bemessenen Bereich bzw. Umfeld der
Stahlbeton-Eckstützen weiterer Vergußbeton nachgefüllt
wird, der in Fig. 5 mit 35 bezeichnet ist. Zu diesem
Zweck ist eine Schalung 36 erforderlich, die beispiels
weise als rundes Stahlrohr so, wie der Kreis mit Bezug
auf das Detail "A" in Fig. 1 den aufzufüllenden Eck
stützenbereich markiert ausgebildet sein kann.
Dabei ist es möglich, das Stahlrohr auch von Anfang
an, also vor Aufsetzen des jeweiligen Aufsatzmoduls
anzuordnen bzw. auch an nach oben herausstehende An
schlußbewehrung provisorisch zu befestigen, also noch
vor Einbringen der Vergußbetonebene, wobei es sinnvoll
ist, daß diese Stahlrohr-Schalung 36 im unteren Teil,
also bis zur Höhe der Vergußbetonebene Durchbrechungen,
Öffnungen 37 oder auch nur nach unten ragende Stelzen
aufweist, so daß die Vergußbetonebene ohne Unterbre
chung wie üblich eingebracht werden kann, dabei auch
den unteren Teil des Bewehrungskorbs mit Stahlwinkel
und den ganzen Bereich der Stahlschwert-Positionierung
überdeckend. Nach mindestens teilweiser Aushärtung
ist es dann problemlos möglich, durch großzügig
ausgeführte Verfüllöffnungen 38 im Eckstützenbereich
des Bodens des Aufsatzmoduls Beton bis bündig zur
Oberfläche des Bodens nachzufüllen und entsprechend
zu verdichten. Auch auf diese Weise ergibt sich eine
vollstabilisierte Monostruktur des Gebäudes, da durch
die volle Ausgießung auch der Einfüllöffnung 38 die
Stopfenwirkung auch hier wieder zum Tragen kommt und
die aufgestelzte Bewehrung mit Kopfplatte u. dgl.
als zusätzliche Betonarmierung wirkt. Man verfügt
auf diese Weise auch bei ausgesprochener Modulbauweise
von Gebäuden über eine zwischen Boden und Decke je
weils angeordnete Installationsebene, die je nach
Wunsch auch großzügig bemessen sein kann und der Anord
nung von Rohren, Leitungen, Kabeln oder sonstigen
Installationsmaterial dient.
Alternativ ist es auch möglich, die Schalung 36 für
die vollständige Verfüllung im Eckstützenbereich bei
Aufstelzung nachträglich anzubringen; sie braucht
ja lediglich so stark zu sein, daß bis zum Erstarren
des eingebrachten Betons dieser an einem zu starken
Wegfließen gehindert ist. Bei den Bodenöffnungen zur
Einbringung mindestens der Vergußbetonebene kann so
vorgegangen werden, daß größere Öffnungen einem Schnell
verfüllen und kleinere Öffnungen einem Nachverfüllen
dienen, wobei auch Luft aus dem Zwischenraum heraus
dringen kann. Zu achten ist darauf, daß speziell in
den Eckbereichen genau vergossen wird, damit zu even
tueller Korrosion neigender Armierungsstahl nicht frei
liegt. Dies ist problemlos beherrschbar. Bei geeignet ausgebildeter Schalung
ist es auch möglich, die Vergußbetonebene und die Auffüllung lediglich im
Eckstützenbereich gleichzeitig durchzuführen.
Eine weitere Ausgestaltung vorliegender Erfindung
besteht darin, daß jedenfalls durch die Vergußbeton
ebene eine problemlose Möglichkeit geboten wird, wei
tere Betonfertigteile beispielsweise beidseitig oder
einseitig in die Modul-Vergußebene einzulegen, wobei
die einseitige Einlage des Fertigteils in die Verguß
betonebene beispielsweise bei Balkonen u. dgl. in
Frage kommt, während die andere Seite auch als kon
ventionelles Endauflager (Stütze, Wand u. dgl.) ausge
bildet sein kann. Eine Verwendung für diese Möglich
keit ergibt sich bei der Herstellung von Fluren, Fi
xierung von Treppen u. dgl., wobei in Fig. 6 speziell
die Möglichkeit gezeigt ist, direkt in die Verguß
betonebene 24 ein eine eigene Armierung 39 aufweisen
des Betonfertigteil 40 einzubringen, welches bei
spielsweise ein Balkon sein kann. Hierdurch ergibt
sich eine eigene Ankerbewehrung 41 für das Beton
fertigteil, welches in die Vergußebene hineinragt;
in Fig. 6 ist, wie auch bei den anderen Figuren, der
Modulboden jeweils mit 19 und die Moduldecke des darunter
liegenden Geschosses mit 22 bezeichnet. Sowohl im
Modulinnenraum 42 als auch auf dem Betonfertigteil
kann jeweils ein variabler Fußbodenaufbau 43, 44 reali
siert werden, wobei es möglich ist, zwischen der einge
führten Verlängerung 40a und dem Aufsatzmodul noch
einen elastischen Dämmstreifen 45 anzuordnen.
Die durch die Erfindung gebotene hervorragende Maßhal
tigkeit der einzelnen Module in Verbindung mit dem
umfassenden Variantenreichtum der Ausführungsform
ermöglicht eine Vielzahl von unterschiedlichen Reali
sierungsmöglichkeiten, beispielsweise in Form von
Häusern, Appartements, Hochhäusern u. dgl., wobei
in Fig. 8, auch unter Heranziehung numerischer Angaben
auf bevorzugte Größenabmessungen der einzelnen Module
noch eingegangen wird. So beläuft sich die Länge jedes
Moduls grundsätzlich auf 6,06 m, ein Rastermaß, welches
sich ergibt, wenn man mit den entsprechenden Toleran
zen drei Module in ihrer Breite nebeneinanderlegt,
die jeweils eine Breite von 2,01 m aufweisen. Legt
man hier noch eine maximale Breite von 2,44 m für
den Grundmodul zugrunde - dies ist eine Breite, die
einen normalen Straßentransport noch ohne besondere
Maßnahmen ermöglicht -, dann sind - unter anderem
- beispielsweise die in Fig. 8 bei a) und b) darge
stellten Kombinationen möglich, also Modulbreite
2,44 m mit zwei seitlich angesetzten Modulen von jeweils
einer Breite von 1,80 m, was einschließlich der Toleran
zen von jeweils 1 cm sowohl eine Breite von 6,06 m
als auch eine Länge von 6,06 m ergibt, wobei ein unterer
quergestellter Modul noch angesetzt werden kann. Anderer
seits ist es auch möglich, mit drei nebeneinanderge
stellten Modulen von 2,01 m Breite zu arbeiten, die
wiederum das Quadratmaß von 6,06 m ergeben.
Auf diese Weise ist es möglich, eine Grundrißkonfigura
tion wie in Fig. 9 gezeigt beispielsweise für ein
Appartement zu realisieren, wobei in einem der Module
sofort bei dessen Fertigung auch eine Naßzelle einschließlich sämtlicher
Installationen, Fliesen u. dgl. schon miteingebaut
sein kann. Es ergeben sich dann für jedes Appartement
zwei nebeneinandergestellte Module mit einem dazwischen
liegenden Flur, der in der entsprechend Fig. 6 schon
angesprochenen Weise positioniert und verankert werden
kann im Bereich der Vergußbetonebene, wobei auch nach
außen gerichtete Balkone 45 möglich sind. Falls ge
wünscht kann aber auch der Flurbereich mit den beiden
angrenzenden Sanitärzellen 46a, 46b bei der Apparte
mentgestaltung aus einem Zwischenmodul gebildet sein.
Dies sind nur Beispiele, aus denen aber hervorgeht,
daß durch die erfindungsgemäße Konzeption insbesondere
auch der sicheren Versteifung auch des jeweils vorge
fertigten Grundmoduls eine Endinstallation desselben
selbst bis in den Naßzellenbereich möglich ist, da
der jeweilige Grundmodul in sich verwindungsfrei ist,
nämlich durch die geschilderte Ausbildung im Eckstüt
zenbereich und das Gebäude dann durch die jeweilige
Vergußbetonebene seine endgültige monostrukturelle
Stabilität erlangt.
Gebäudeabmessungen in Länge und Breite sind unter
Zugrundelegung der erfindungsgemäßen Module unbegrenzt
möglich, wobei als Höhe beispielsweise sechs Module
übereinandergestellt werden können, mit Höhen zwischen
etwa 2,80 bis 3,40 m. Es versteht sich, daß diese
Angaben insgesamt lediglich beispielhaft zu verstehen
sind und sich auf eine bevorzugte Ausführungsform
beziehen. Das Grundmodul ist dann je nach Erfordernis
entweder vierseitig offen oder kann zunehmend im Seiten
wandbereich geschlossen ausgebildet sein, wobei Öffnun
gen wie Fenster, Türen u. dgl. je nach Wunsch im Fertig
teil positioniert werden können.
Abschließend wird darauf hingewiesen, daß die Ansprü
che und insbesondere der Hauptanspruch Formulierungs
versuche der Erfindung ohne umfassende Kenntnis des
Stands der Technik und daher ohne einschränkende Prä
judiz sind. Daher bleibt es vorbehalten, alle in der
Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung darge
stellten Merkmale sowohl einzeln für sich als auch
in beliebiger Kombination miteinander als erfindungs
wesentlich anzusehen und in den Ansprüchen niederzu
legen sowie den Hauptanspruch in seinem Merkmalsge
halt zu reduzieren.
Claims (20)
1. Verfahren zur Herstellung von Bauwerken und Gebäu
den, insbesondere Hotels, Krankenhäuser, Geschäfts- oder
Bürohäuser, Wohnhäuser und Altenheime u. dgl.,
wobei in Modulbautechnik vorgefertigte Raumzellen
neben- und übereinander angeordnet und miteinan
der verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung der Module (10, 10′; 10a, 10b, 10c,
10d; 10a′, 10b′, 10c′, 10d′) zu einer statischen
Monostruktur dadurch erfolgt, daß beim Übereinan
derstellen der Module diese durch Abstandsbildung
jeweils in den Eckbereichen einen Zwischenraum
zwischen vorgefertigter Betondecke (22) und vorge
fertigtem Betonboden (19) einhalten, der anschlie
ßend durch Einbringen von Vergußbeton unter gleich
zeitiger Bildung einer Vergußbeton-Zwischenebene
(24) ausgefüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vergußbeton zur Herstellung der Vergußbeton
ebene (24) durch Bodenöffnungen im jeweiligen Auf
satzmodul eingebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß beim Einbringen der Vergußbetonebene
jeweils von der Decke des unteren Moduls (10) nach
oben frei wegstehende Anschlußbewehrung umschlossen
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Abstandsbildung zwischen
vorgefertigten und übereinandergestellten Modulen
(10, 10′; 10a, 10b, 10c, 10d; 10a′, 10b′, 10c′
10d′) diese lediglich im Eckbereich durch über
die jeweilige Fertigbetondecke nach oben wegstehende
Armierungskörbe mit Kopfplatte im Abstand gehalten
werden, die beim anschließenden Einbringen der
Vergußbetondecke von dieser vollständig einge
schlossen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Stabilitätserhöhung der
nach oben wegstehenden Eckstützarmierung an deren
Kopfplatte ferner Stützträger (Stahlwinkel 25)
sowie jedenfalls teilweise im Fertigbeton der Decke
vergossene Stahlschwerter (26a, 26b) verschweißt
werden, die beim Einbringen der Vergußbetonebene
ebenfalls von dieser umschlossen werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Decke
eines unteren Moduls und Boden eines Aufsatzmoduls
durch Aufstelzen der über die Fertigbetondecke
jeweils herausragenden Armierungskorbvorrichtung
einschließlich Kopfplatte beliebig eingestellt
wird derart, daß nach Einbringen der Vergußbetonebene
eine in ihrer Höhe je nach Erfordernis eingestellte
freie Installationsebene zwischen den Modulen in
vertikaler Richtung eingestellt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Sicherung der monostrukturellen Gebäudesta
bilität insgesamt bei Anordnung einer Installations
ebene lediglich im jeweiligen Eckstützenbereich
durch gegen die Installationsebene abgrenzende
Schalung eine Auffüllung mit weiterem Vergußbeton
bis zum bündigen Ausgießen von im Eckstützen-Boden
bereich jeweils vorhandenen Verfüllöffnungen Verguß
beton nachgefüllt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche
1-7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von
Fluren, Balkonen u. dgl. in freier Anbindung zusätzliche
Betonfertigteile in die Vergußbetonzwischenebene
eingelegt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzlichen Betonfertigteile mit einer
eigenen Ankerbewehrung in die Vergußbetonebene
einbezogen werden.
10. Maßgenau vorgefertigter Modul zur Herstellung von
Bauwerken und Gebäuden, insbesondere Hotels, Kran
kenhäuser, Geschäfts- oder Bürohäuser, Wohnhäuser
und Altenheime u. dgl., der mit sowohl seitlich
als auch oben und unten angeordneten weiteren Modulen
verbunden wird, zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-9, dadurch
gekennzeichnet, daß unter Verzicht auf ein Stahl
skelett zur Gewährleistung der Maßgenauigkeit ledig
lich an den vier Eckbereichen jedes Moduls in der
Höhe maßgenaue Stahlbetonstützen (13; 13a, 13b,
13c, 13d) vorgesehen sind, die durch einen inneren
Armierungskorb mit oberem Kopfplatten- und unterem
Fußplattenabschluß die Modulhöhe bestimmen.
11. Maßgenau vorgefertigter Modul nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Armierungskorb
(16) jedes Moduleckbereichs über die vorgefertigte
Betondecke um einen vorgegebenen Abstand heraus
geführt und mit einer oberen Abschlußkopfplatte
(17) versehen ist, wobei der Abstand die freie
Höhe zum jeweils nach oben angrenzenden nächsten
Aufsatzmodul bestimmt, die mindestens teilweise
durch Einbringen einer Vergußbetonzwischenebene
(24) ausgefüllt wird.
12. Maßgenau vorgefertigter Modul nach Anspruch 10
oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Beweh
rungskorb innere, in der Höhe durchgeführte Armie
rungsstäbe (20a, 20b, 20c, 20d) enthält, mit einer
entsprechenden Bewehrungsumwicklung (21), wobei
die Armierungsstäbe mit der Kopfplatte (17) ver
schweißt sind.
13. Maßgenau vorgefertigter Modul nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den Armie
rungsstäben Stützlager, vorzugsweise in Form von
sich lediglich teilweise über die Höhe des Moduls
erstreckenden Stahlwinkeln (25), vorgesehen sind,
die mindestens mit der Kopfplatte (17) ebenfalls
verschweißt sind.
14. Maßgenau vorgefertigter Modul nach Anspruch 12
oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zum Stützwinkel noch teilweise nach außen ragende,
insbesondere einer Aussteifung zum Transport und
als Halterung dienende Stahlschwerter (26a, 26b)
vorgesehen sind, die mit Kopfplatte, Stützwinkel
und/oder nach außen ragenden Teillängen der Armie
rungsstäbe (20a, 20b, 20c, 20d) verschweißt sind
und über eine vorgegebene Höhe im Fertigbeton der
Decke verlaufen.
15. Maßgenau vorgefertigter Modul nach einem oder mehreren
der Ansprüche 10-14, dadurch gekennzeichnet, daß
in der vorgefertigten Betonbodenplatte (19) eine
Vielzahl von gegebenenfalls unterschiedlich großen
Öffnungen (32, 33) als Betonier- und/oder Revisions
öffnungen vorgesehen sind, durch welche bis unmit
telbar an den Boden des Aufsatzmoduls heranreichend
oder zur Bildung einer Installationsebene mit vorge
gebenem Abstand der Vergußbeton eingebracht wird.
16. Maßgenau vorgefertigter Modul nach einem der Ansprü
che 10-15, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
in jeder Betondecke eingebrachte Stahlarmierung
(Gitterträger 31) über die Decke frei nach außen
stehend vorgesehen ist, zur Erzielung eines innigen
Verbundes mit dem je nach Baufortschritt einge
brachten Vergußbeton, der ferner die Bodenöffnungen
(32, 33) stopfenartig ausfüllt.
17. Maßgenau vorgefertigter Modul nach einem oder mehre
ren der Ansprüche 10-16, dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens am Stützträger (Stahlwinkel
25) angeschweißte Stahlschwert eine Aufnahmeöffnung
(30) für einen Kranhaken aufweist und mit schräg
nach oben geführten Bewehrungseisenstäben im Decken
bereich zusätzlich verschweißt ist.
18. Maßgenau vorgefertigter Modul nach einem der Ansprü
che 10-17, dadurch gekennzeichnet, daß bei zusätz
lich aufgestelzter Kopfplatte (17′) zur Bildung
einer Installationsebene (34) zwischen jeweiligem
unteren Modul und Aufwärtsmodul der nach oben heraus
ragende Armierungskorbbereich von einer Ringschalung
(36) umgeben ist.
19. Maßgenau vorgefertigter Modul nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringschalung bis
zur Höhe der Vergußbetonebene durch Öffnungen (37)
oder lediglich durch Stützstelzen durchlässig ist.
20. Maßgenau vorgefertigter Modul nach einem der Ansprü
che 10-19, dadurch gekennzeichnet, daß in Höhe
der Vergußbetonebene vorgefertigte Randbereiche
(24) als Schalung für den einzubringenden Verguß
beton an der Decke jedes Moduls angeordnet sind,
dort wo dies bei Außenwänden erforderlich ist.
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