DE4115350C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Nachweis von detektierbaren, in einem Stofffluß mit
geführten Fremdkörpern, bei dem zwei hintereinander
entlang dem Stofffluß angeordnete Detektoren auf
einen Fremdkörper zeitversetzt ansprechen und mit
tels einer elektrischen Schaltung die Signale der
Detektoren entsprechend der Geschwindigkeit des
Stoffflusses zeitversetzt aufgenommen und die den
Fremdkörper anzeigenden Nutzsignale als Ausgangssig
nale abgegeben werden (DE 33 33 832 A1).
Fremdkörper der genannten Art können beispielsweise
unerwünscht in einem Lebensmittelfluß auftretende
Metallpartikeln sein, wobei das Lebensmittel auf
einem Förderband transportiert wird. Derartige
Fremdkörper können aber auch Risse oder Lunker in
einem ansonsten homogenen Fluß eines ferromagneti
schen Materials sein.
Es ist bekannt, Stoffflüsse, in denen unerwünscht
Metallpartikel auftreten, mit Metallsuchgeräten
(DE 37 14 009 A1) zu überwachen, die an den För
derbändern oder beim Transport von Schüttgütern
auch an Rutschen angebracht sind, um einerseits
die Metallpartikel aufzuspüren und andererseits
Maßnahmen einzuleiten, mit denen die unerwünschten
Fremdkörper aus dem Stofffluß entfernt werden
DD 2 60 774 A1). Auch sind Wirbelstrom-Prüfgeräte
bekannt, die strangförmige Metallprofile mit
induktiven Meßmethoden auf interne Inhomogenitäten
in Gestalt von nicht sichtbaren Lunkern, Rissen oder
anderen Materialfehlern untersuchen. Fehlerortungs
geräte für Papier-, Kunststoff- oder Blechbahnen,
dienen meist mit optischen Durchleuchtungs- oder
Reflexionsmeßverfahren dazu, Löcher oder fehlerhafte
Einschlüsse zu detektieren.
Metallsuchgeräte der genannten Art arbeiten mit
verschiedenen Schaltungsprinzipien, z. B. durch
Nachweis einer Dämpfung des Wechselstroms in einer
Induktionsspule oder durch Nachweis einer durch
die Metallpartikeln veränderten Nullkompensation
zwischen einer mittelfrequent erregten Sendespu
le und einer senkrecht zu ihr angeordneten
Empfangsspule.
Ob mit den angedeuteten oder anderen physikali
schen Prinzipien arbeitend, ist allen Metallsuch
geräten gemeinsam, daß sie mit einer elektroni
schen Auswerteschaltung ausgerüstet sind, die
den jeweiligen Effekt der Detektoranordnung auf
anspricht und die beim Passieren einer Metallpar
tikel durch den Detektor ein Ausgangssignal,
meist in Form einer elektrischen Spannungsspitze
oder in Gestalt eines aufeinanderfolgend bipolaren
Spannungssignals, abgibt, wodurch das Vorhanden
sein einer Metallpartikel signalisiert wird.
Die den Detektoren nachgeschaltete Auswerteschal
tung kann beispielsweise dazu dienen, durch ak
ustische Signale den ermittelten Fremdkörper
anzuzeigen. Durch sie können aber auch andere
Maßnahmen wie kurzzeitige Reservierung eines Aus
scheideförderbandes ausgelöst werden, das in Vor
wärtsrichtung fremdkörperfreies Untersuchungsgut
auf ein weiteres Förderband, in Reservier-Richtung
hingegen eine begrenzte Menge Fördergut abwirft,
das den oder die aufgespürten Fremdkörper enthält.
Die heute zur Verfügung stehenden, sehr empfind
lichen Detektoren sind zwar in der Lage, auch sehr
kleine Fremdkörper, wie sehr kleine Metallparti
keln, zu erfassen. In der Praxis enthält die Aus
gangsspannung der Auswerteschaltung der Metall
suchgeräte jedoch nicht nur die vom Fremdkörper
ausgelösten Nutzsignale. Denn die physikalischen
Effekte, die zum Nachweis von Metallpartikeln
dienen, werten ganz allgemein Änderungen elektro
magnetischer Felder aus und diese werden keines
wegs nur durch die Passage von Metallpartikeln
nahe der Detektoren bewirkt, sondern ebenso durch
Außeneinwirkung vagabundierender elektromagneti
scher Felder, die durch Hoch- und Niederspannungs
netze sowie durch Schalt- und Zündvorgänge in
nahebei verlaufenden Stromkreisen verursacht werden.
Außerdem unterliegen die Spulenanordnungen in
den Detektoren trotz aller ihre räumliche Lage
stabilisierender Vorkehrungen beim Einwirken von
mechanischen Stößen und Erschütterungen mehr oder
weniger kleinen örtlichen Verlagerungen, die sich
zwangsläufig elektrisch im Ausgangssignal der
Detektor-Auswerteschaltung bemerkbar machen und
insgesamt einen Störpegel erzeugen.
Durch die Detektoren werden somit nicht nur Nutz
signale, sondern auch Störsignale weitergegeben,
worunter auch solche sind, deren Amplitude größer
ist als die der Nutzsignale. Im laufenden Betrieb
eines Metallsuchgerätes macht sich dies durch
häufige Fehlschaltungen bemerkbar. Damit sind
dem Ziel der Detektion möglichst kleiner Metall
partikel Grenzen gesetzt, weil diese Fehlabschal
tungen im höchsten Maß kontraproduktiv sind und
öfter einen Förderstillstand bewirken, als es
durch real detektierte Metallpartikel geschieht.
Aus betrieblicher Sicht ist insofern die höchste
physikalische Detektorempfindlichkeit gar nicht
nutzbar; aus Produktivitätsgründen wird meist
auf diese höchste Empfindlichkeit verzichtet,
auch wenn dadurch kleinere Metallpartikel nicht
mehr aus dem Fördergut entfernt werden. Unter
dieser praktischen Sicht sind mithin nur noch
solche Partikel aufzuspüren, deren Nutzsignal-
Amplitude signifikant aus dem jeweiligen Stör
spannungspegel herausragt. Dabei ist die Größe
der gerade noch zu detektierenden Metallpartikel
umso mehr nach unten begrenzt, je größer etwaige
elektrische Störfelder und/oder mechanische Er
schütterungen am Detektionsort sind.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, das
ein günstigeres Nutz-/Störsignal-Verhältnis er
möglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden
alle Stör- und Nutzsignale der beiden Detektoren
der Auswertung zugeführt und im Hinblick auf ihre
Relevanz als Nutzsignal geprüft. Die Signale der
beiden hintereinander angeordneten Detektoren
werden zeitverschoben erfaßt und nachträglich
mit Hilfe der Verschiebeschaltung miteinander
in zeitliche Deckung gebracht.
Bei Förderbandtransport benötigt die Vorrichtung
dazu für das Signal des ersten Detektors eine
Signal-Verschiebeschaltung, die synchron mit der
Transporteinrichtung läuft. Mithin muß als zusätz
liche Meßgröße die Geschwindigkeit der Transport
einrichtung erfaßt und eingegeben werden.
Bei Detektion in frei fallenden Schüttgütern müs
sen die beiden Detektoren in vertikaler Richtung
verschoben angeordnet sein, und an die Stelle
der Eingabe der Transportgeschwindigkeit tritt
dann die Eingabe der Fallzeit, die zur Überwin
dung dieses Höhenunterschiedes benötigt wird.
Die Erfassung der Zeitverschiebung der beiden
Signale setzt voraus, daß die beiden Detektoren
einen stets gleichbleibenden Abstand voneinander
haben. Dies kann beispielsweise auch dadurch er
reicht werden, daß die beiden Detektoren starr in
nerhalb ein und desselben Gehäuses untergebracht
sind. In den Fällen, wo die Detektion mit einer
mittelfrequent erregten Sende- und einer in Neu
tralstellung befindlichen Empfangsspule geschieht,
sieht die Erfindung vor, daß nur eine sich in
Transportrichtung erstreckende Sendespule angeord
net ist, während zwei mit Abstand in Transport
richtung versetzte Empfangsspulen vorgesehen sind.
Zur weiteren Verbesserung des Nutzsignal-Stör
signal-Verhältnisses ist es zweckmäßig, daß die
elektrische Schaltung die zeitlich zusammenfal
lenden Signale quantitativ zur Unterscheidung
von anderen Signalen miteinander verknüpft.
Wird die Verknüpfung durch einfache Addition
von Momentanwerten der beiden Anzeigen bzw. Sig
nale vorgenommen, dann gelingt es in all den Fäl
len, in denen das durch Überlagerung gebildete
Signal vom zweifachen Wert der jeweils einzelnen
Anzeige oder des jeweils einzelnen Signals ab
weicht, die Fehlanzeige eines vermeintlichen
Fremdkörpers auszuschließen. Damit ist bereits
eine wesentliche Verbesserung des Nutz-/Störsig
nal-Verhältnisses erzielt. Dadurch ist es mög
lich, im Verhältnis dieses Signalgewinns kleinere
Metallpartikeln zu finden, ohne daß damit eine
bislang unvermeidliche Häufung von Fehlabschal
tungen einhergeht. Auch ist die Nachweisempfind
lichkeit in störverseuchter Umgebung erhöht, in
der bislang eine Metalldetektion kleiner Parti
kel nicht möglich war.
In Verbesserung der einfachen erfindungsgemäßen
Auswertetechnik erfolgt bei einer vorteilhaften
Ausführungsform des Verfahrens die Verknüpfung der
Nutz- und Störsignale der beiden Detektoren durch
Multiplikation der Momentan- bzw. Amplitudenwerte
dieser Signale und anschließend werden die aus
dieser Verknüpfung gewonnenen Signale in einem
Tiefpaß geglättet. Hierdurch gelingt selbst ein
Herausfinden von Nutzsignalen aus einem störenden
Signalpegel.
Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform des
Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin,
daß den Detektoren Analog-Digital-Wandler nach
geschaltet werden, wobei dem dem ersten Detektor
nachgeschalteten Analog-Digital-Wandler eine Ein
richtung zur Signalverzögerung, beispielsweise
ein Schieberegister, nachgeschaltet wird. Die Sig
nale werden auf diese Weise digital gespeichert
und die Auswertung der zur Koinzidenz gebrachten
aktuellen Signalamplituden durch eine digitale
Rechenschaltung vorgenommen. Die Übernahme der
digitalen Verschiebefunktion als auch der Auswer
tung kann aber auch in einem digitalen Signal
prozessor (DSP) durchgeführt werden, der durch
Software die Ausführung aufgeprägt bekommt.
Bei der Detektion von Produkten auf Förderbändern
ist es wichtig, sowohl verschieden eingestellte
Transportgeschwindigkeiten zuzulassen als auch
Vorkehrungen zu treffen, daß stromversorgungs-
und lastbedingte Geschwindigkeitsschwankungen
keinen Einfluß auf die Verschiebungsschaltung
ausüben. Hierzu wird die Einrichtung zur Signal
verzögerung zweckmäßigerweise von einem Taktgeber
gesteuert, dessen Takt vom Vorschub der den Stoff
fördernden Einrichtung bestimmt wird.
Dies kann bei Förderbandbetrieb mittels eines
vom Förderband (oder bei schlupffreiem Betrieb
auch von dem Förderbandantrieb) bewegten Schritt
gebers geschehen. Dies könnte ein Winkelschritt
geber mit genügender Teilung sein, der entweder
durch ein vom Förderband mitgenommenes Reibrad
oder von einer Trommel des Förderbandes ange
trieben wird.
Im Falle der analogen Signalverarbeitung geschieht
die Multiplikation der Momentan-Signalamplituden
mit einer integrierten-Analog-Multiplikatorschal
tung. Die anschließende Mittelwertbildung über
nimmt eine R-C-Schaltung mit der Wirkung eines
Tiefpasses.
Die Verschiebeschaltung selbst kann zum Transport
des in analoger Form vorliegenden "Primär-Signals"
des ersten Detektors z. B. eine an sich bekannte
Eimerketten-Schaltung in Gestalt ladungsgekop
pelter Speicherelemente sein.
Da eine wie auch immer bedingte Nicht-Koinzidenz
die Funktion des Gerätes außer Kraft setzen würde,
kann eine sehr kurze, sich über einige Millise
kunden erstreckende Kreuzkorrelation vorgenommen
werden, mit dem Ziel, die Anforderungen an die
Präzision der Signalverschiebung in Anpassung an
die Zeitverschiebung der beiden Detektor
"Primärsignale" zu verringern.
In der Zeichnung ist die Detektoranordnung in
zwei alternativen Ausführungen schematisch
zusammen mit einem Signalschlußplan dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine Detektoranordnung mit
Förderband,
Fig. 2 eine Detektoranordnung bei
freifallenden Schüttgütern,
Fig. 3 das Prinzipschaltbild der
Vorrichtung für eine Detektor
anordnung gemäß Fig. 1 oder 2,
Fig. 4 Zeitdiagramm mit Nutz- und
Störsignalen.
Das in Fig. 1 dargestellte Förderband 1, das
von einer angetriebenen Trommel 2 und einer mit
laufenden Trommel 3 geführt wird, transportiert
Schüttgut oder vereinzelte Packungen, die auf
unerwünschte Metallpartikel untersucht werden.
Diese werden dann mittels bekannter Methode aus
geschieden. Die zwei gleichartigen Detektoren,
z. B. Induktionsspulen, Detektor 4 und Detektor 5,
sind, um ihren gegenseitigen Abstand starr zu
fixieren, in einem in der Zeichnung nur andeu
tungsweise wiedergegebenen Gehäuse 6 untergebracht.
An der Welle 7 der mitlaufenden Trommel 3 ist ein
Winkelschrittgeber, beispielsweise mit Elektro
optischer Abtastung einer mitlaufenden, fein
unterteilten Rasterscheibe, angeflanscht.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Detektoranord
nung für den freien Fall umschließen die zwei
Detektoren 4 und 5 (wiederum Induktionsspulen)
ringförmig das zu untersuchende Gut und sind
senkrecht übereinander angeordnet. Zur Sicherung
des gleichbleibenden gegenseitigen Abstandes sind
sie in einem beide umschließenden Gehäuse 6 unter
gebracht.
Das in Fig. 3 wiedergegebene Prinzipschaltbild
weist zwei gleichartige Detektor-Verstärker 8 und
9, einen Taktgeber 10, eine Verschiebeschal
tung 11 und eine Verknüpfungsschaltung 12 auf.
Der Signalfluß spielt sich wie folgt ab. Jeder
der beiden Detektoren ist an einem der, dem jewei
ligen Detektortyp angepaßten, gleichartigen Ver
stärker angeschlossen.
Die Signale des Verstärkers 8 werden der Verschie
beschaltung 11 zugeführt.
Die Verschiebetakte stammen aus der Taktgeber-
Schaltung 10, deren Taktgeber-Impulse wahlweise
umschaltbar aus zwei verschiedenen Signalquellen
stammen können.
Nach dem Durchlaufen der Verschiebeschaltung ge
langen die vom Detektor 4 stammenden Signale in
die Verknüpfungsschaltung 12, in die zugleich
die unverzögerten Signale des zum Detektor 5
gehörenden Verstärkers 9 gelangen.
Die aus der Verknüpfungsschaltung austretenden
Signale besitzen die in ihrem Nutz-/
Störsignalverhältnis optimierte Signalstruktur
und dienen nunmehr zur Signalisierung oder zur
schaltungstechnischen Einleitung selbsttätiger
Ausscheideprozesse für kontaminierte Materialteil
mengen oder Packungen.
Die Detektorverstärker 8, 9 verstärken die Signale der
Metalldetektoren 4 und 5, die im Zeitablauf sowohl
die durch Metallpartikeln verursachten Nutzsig
nale, als auch die als Rauschanteil oder größere
singuläre Störimpulse enthaltenen Störsignale
abbilden. Die Verstärker besitzen einen direkten
Analogausgang und sind zusätzlich im Ausgang
mit einem A/D-Wandler ausgestattet, der über eine
nach dem Abtasttheorem ausreichende Auflösung
verfügt, so daß an einem zusätzlichen Digital
ausgang der Verlauf dieses Signalgemisches in
digitaler Form vorliegt. Damit ist der Verwen
dung sowohl einer analogen als auch einer digi
talen Verschiebeschaltung 11, auch in der Form
integrierter Controller oder Mikroprozessoren,
Rechnung getragen.
Zum Unterschied von jenen Verstärker- und Auswer
teschaltungen, die bisher bei bekannten Ein-Detektor-
Metallsuchgeräten üblich sind, sind in den Ver
stärkern keine nach dem Muster der Amplituden-
Abschneidestufen arbeitenden Störunterdrückungs-
Schaltungen vorgesehen, die nur jene Signal
amplituden passieren lassen, die einen bestimmten
Schwellwert überschreiten. Da die Signalver
knüpfungs-Schaltung 12 die Möglichkeit bietet, auch
so kleine Nutzsignale signifikant zu vergrößern,
die als Detektor-Signal nur sehr wenig aus dem
Rauschpegel herausragen, werden diese in den
Verstärker-Schaltungen nicht unterdrückt.
Die Verschiebeschaltung 11 kann als analoge oder
als digitale Verschiebeschaltung ausgeführt sein,
da die Detektorverstärker 8, 9 Ausgangssignale in bei
den Signalformen zur Verfügung stellen. Als ana
loge Verschiebeschaltung besteht sie beispiels
weise aus einer CCD-Eimerkettenschaltung, die
durch die Impulse der Taktgeber-Schaltung 10
fortgeschaltet wird, wobei die Ladungsträgerele
mente die pro Schritt eintretenden Signalampli
tuden des am Detektor 4 angeschlossenen Verstär
kers 8 weiterschieben.
Als Digitalverschiebeschaltung besteht sie bei
spielsweise aus einer digitalen first-in/first-
out-Speicherkette für die digitalisierten Mome
ntan-Amplitudenwerte des Digitalausgangs des De
tektorverstärkers 8, die nun nach Maßgabe der
Takte der Taktgeber-Schaltung 10 schrittweise
durch diese Speicherkette hindurchgeschoben werden.
Damit ist im Prinzip auch eine Lösung beschrieben,
wie sie mit einem als integrierten Baustein ver
fügbaren Controller oder Mikroprozessor durch
ein entsprechendes Programm durchzuführen ist.
Bei den durch die Signalform unterschiedenen,
aber im Prinzip gleichwertigen Funktionsformen
ist gemeinsam, daß jede dieser Verschiebeschal
tungen noch einen einstellbaren Abgriff 13 be
sitzt, welcher es erlaubt, diejenige Anzahl von
Schritten der Verschiebeschaltung auszuwählen,
nach denen die zuvor eingegebenen Signale diese
wieder verlassen. Die hiermit einzustellende
Schrittzahl muß genau derjenigen Anzahl von Aus
gangsimpulsen der Taktgeberschaltung 10 entspre
chen, die diese abgibt, während sich das zu un
tersuchende Material von dem Ort des Empfindlich
keitsmaximums von Detektor 4 zu demjenigen von
Detektor 5 bewegt.
Die Taktgeberschaltung 10 speist die Fortschalt
impulse in die Verschiebeschaltung 11 ein und kann
diese durch einen Schalter 14 wahlweise um
schaltbar aus zwei unterschiedlichen Signalquel
len entnehmen. In der einen Schaltstellung ver
arbeitet sie beispielsweise die wegabhängigen
Impulse des an der mitlaufenden Trommel 3 ange
flanschten Winkelschrittgebers, wie es bei der
Förderbandanordnung nach Fig. 1 geschieht.
In der anderen Schaltstellung stammen die Fort
schaltimpulse beispielsweise aus einer quarzge
speisten Zeittaktschaltung 15 variabler, aber
hochkonstanter Frequenz, die etwa in bekannter
Weise durch eine einstellbare Phase-locked-Loop-
Schaltung (PLL) gewonnen werden kann. Die Taktung
der Verschiebeschaltung durch einen solchen
Zeittakt wird im Falle der Detektion im freien
Fall nach Fig. 2 verwendet.
Die Verknüpfungsschaltung 12 übernimmt einerseits
die durch die Verschiebeschaltung 11 verzögerten
Signale, die der Detektor 4 aufgenommen hat und
andererseits die unverzögerten Signale, die vom
Detektor 5 stammen. Die an beiden Eingängen anlie
genden Momentan-Amplituden werden nunmehr in einer
Multiplikations-Schaltung miteinander multipli
ziert und die Signale aus dieser Schaltung wer
den in einem anschließenden Tiefpaß geglättet.
Die Auswirkungen dieser Schaltungslogik werden
nachstehend anhand der Fig. 4 erläutert. Am Ausgang
der Verknüpfungsschaltung befindet sich eine an
sich bekannte Schaltstufe mit einstellbarem
Schwellwert mit Relais, Schütz oder Halbleiter
schütz 16, die zum Signalisieren oder zur Ein
leitung eines selbsttätigen Auscheidevorgangs
für den kontaminierten Teil des Materialsstroms
dient.
Fig. 4 stellt in den beiden oberen Diagrammen
im Zeitablauf die ursprünglichen Detektorsignale
vom Detektor 4 und vom Detektor 5 dar, die ein sto
chastisches Rauschen 17 aufweisen, aus dem einer
seits zwei wegen des Abstandes der Detektoren 4, 5 zeit
verschoben einfallende Nutzsignale 18 und 19 he
rausragen, während außerdem zwei durch äußere
Einflüsse gleichzeitig auf beide Detektoren 4, 5 ein
wirkende Störimpulse 20 und 21 auftreten.
Im dritten Diagramm ist (in analoger Form) das
verzögerte Signal von Detektor 4 nach dem Durch
laufen der Verschiebeschaltung 11 dargestellt,
wobei deren Abgriff 13 so einge
stellt wurde, daß nunmehr die beiden Nutzsignale
zeitgleich vorliegen. Entsprechend sind die bei
den Störimpulse 20 und 21 nunmehr ebenso wie die
zuvor zeitgleichen Amplituden des stochastischen
Rauschens zeitlich verschoben worden.
In der vierten Diagrammzeile ist
das durch Multiplikation der Momentanamplituden
und anschließende Glättung gebildete Verknüpfungs
signal dargestellt. Aus den beiden nunmehr zeit
gleichen Nutzsignalen 18-19 ist durch Multiplika
tion das deutlich vergrößerte Nutzsignal 22 ent
standen. Die beiden zeitverschobenen Störsignale
sind dagegen durch die Multiplikation mit niedri
gen zudem in ihrer Polarität wechselnden Amplitu
den aus dem Rauschspektrum multipliziert und da
durch deutlich verringert worden. Das Rauschen
selbst wird durch die Multiplikation stochastisch
er zeitverschobener Kleinsignale in seinen Ampli
tuden komprimiert.
Claims (4)
1. Verfahren zum Nachweis von detektierbaren, in einem
Stofffluß mitgeführten Fremdkörpern, bei dem zwei
hintereinander entlang dem Stofffluß angeordnete
Detektoren auf einen Fremdkörper zeitversetzt
ansprechen und mittels einer elektrischen Schaltung
die Signale der Detektoren entsprechend der
Geschwindigkeit des Stoffflusses zeitversetzt
aufgenommen und die den Fremdkörper anzeigenden
Nutzsignale als Ausgangssignal abgegeben werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Schaltung alle Stör (20)- und
Nutz (18)-Signale des ersten Detektors (4) aufnimmt,
speichert und diese Signale mit den entsprechend der
Geschwindigkeit des Stoffflusses zeitversetzten Nutz-
(19) und Störsignalen (21) des zweiten Detektors (5)
zur Unterscheidung der Nutzsignale (18, 19) von den
Störsignalen (20, 21) derart quantitativ miteinander
verknüpft, daß aus den Nutzsignalen (18, 19) ein den
Fremdkörper anzeigendes Ausgangssignal (22) gebildet
und abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verknüpfung der Nutz (18, 19)- und Stör
(20, 21)-Signale der beiden Detektoren (4, 5) durch
Multiplikation der Momentan- oder Amplitudenwerte
dieser Signale (18, 19; 20, 21) erfolgt und an
schließend die aus dieser Verknüpfung gewonnenen
Signale in einem Tiefpaß geglättet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Detektoren Analog-Digital-Wandler (A/D) nach
geschaltet werden, wobei dem dem ersten Detektor (4)
nachgeschalteten Analog-Digital-Wandler (A/D in 8)
eine Einrichtung zur Signalverzögerung, beispielsweise
ein Schieberegister, nachgeschaltet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur Signalverzögerung von einem
Taktgeber (10) gesteuert wird, dessen Takt vom Vor
schub der den Stoff fördernden Einrichtung (1)
bestimmt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914115350 DE4115350A1 (de) | 1991-05-10 | 1991-05-10 | Vorrichtung zum nachweis von detektierbaren, in einem stofffluss mitgefuehrten fremdkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914115350 DE4115350A1 (de) | 1991-05-10 | 1991-05-10 | Vorrichtung zum nachweis von detektierbaren, in einem stofffluss mitgefuehrten fremdkoerpern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4115350A1 DE4115350A1 (de) | 1992-11-12 |
| DE4115350C2 true DE4115350C2 (de) | 1993-06-24 |
Family
ID=6431428
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914115350 Granted DE4115350A1 (de) | 1991-05-10 | 1991-05-10 | Vorrichtung zum nachweis von detektierbaren, in einem stofffluss mitgefuehrten fremdkoerpern |
Country Status (1)
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