DE4113850A1 - Federung fuer polstermoebel - Google Patents
Federung fuer polstermoebelInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Federung für Polstermöbel gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Es ist bekannt, daß nach wie vor mit ans Wendelfedern, etwa Zylinder-,
Taillen- oder Kegelfedern, aufgebauten Federkernen der höchste Federungs
komfort erzielt wird. Ihre Herstellung erfolgt in der Weise, daß die hin
ter- und nebeneinander angeordneten Federn entweder direkt mittels Klam
mern sowie einem die oberen und unteren Ränder des Federkernes umfassenden
Bandstahlrahmen oder indirekt in der Weise miteinander verbunden werden,
daß jede Feder einzeln in eine Umhüllung, beispielsweise ein Nessel- oder
Jutesäckchen, eingenäht und die Umhüllungen miteinander vernäht werden.
Die Einbringung in eine Umhüllung dient hierbei insbesondere zur Verhin
derung des Entstehens von Federgeräuschen beim Ein- bzw. Ausfedern,
welche Gefahr insbesondere bei Einsatz der Federung in Verkehrsmitteln zu
beachten ist.
Abgesehen von den ausgezeichneten Federeigenschaften haben Federkerne
jedoch auch eine Reihe von Nachteilen, die ihren Einsatz in manchen Anwen
dungsbereichen ausschließen oder doch zumindest stark einschränken. Einer
dieser Nachteile besteht in ihrer aufwendigen und demgemäß teuren Her
stellung. Der wesentliche Nachteile der bekannten, aus Wendelfedern aufge
bauten Federkerne liegt jedoch darin, daß sie zur Erzielung des heute ge
forderten Federungskomforts eine relativ große Bauhöhe besitzen müssen,
die in vielen Fällen, insbesondere im Fahrzeugbau nicht besteht bzw.
nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Es kann davon ausgegangen wer
den, daß die Federung einschließlich Polsterung von Fahrzeugsitzen heute
- unabhängig davon, ob es sich um Sitze von Fahrzeugen des privaten oder
öffentlichen Straßenverkehrs oder um Schienenfahrzeuge handelt - auf eine
Bauhöhe von etwa 50 mm bis maximal 60 mm begrenzt werden muß. Federkerne
bekannter Bauart mit einer diesen Anforderungen entsprechenden Höhe können
weder geräuschfrei noch mit dem geforderten Federungskomfort hergestellt
werden.
Es ist zur Vermeidung dieses Nachteils u. a. auch versucht worden,
unter Verzicht auf jede Federung lediglich eine Polsterung in Form eines
Schaumkissens oder einer Packung aus Gummihaar einzusetzen, was jedoch
nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt hat, da Polsterungen dieser
Art keine Federeigenschaften sondern lediglich eine sogen. "Andruckweich
heit" besitzen und darüberhinaus atmungs-inaktiv sind. Hinzu kommt, daß
sich sowohl Schaumkissen als auch Gummihaar-Polsterungen zusammensitzen
mit der Folge, daß sich die Polsterung nach längerem Besitzen sehr stark
zusammendrückt und erst nach sehr langer Zeit oder - nach längerer Stand
zeit - gar nicht mehr erholt. Darüberhinaus können Schaumkissen nur sehr
schwer auf eine bestimmte gewünschte Härte eingestellt werden. Schaum
kissen dieser Art verursachen darüberhinaus erhebliche Entsorgungsprob
leme.
Der vorliegenden Erfindung liegt als Aufgabe die Schaffung einer Fede
rung für Polstermöbel, insbesondere Fahrzeugsitze zugrunde, die bei guten
Federungseigenschaften in einer geringen Barthöhe herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird mit einer Federung mit den im Patentanspruch 1
wiedergegebenen Merkmalen gelöst.
Die erfindungsgemäße Federung ist außerordentlich einfach herstellbar.
Es genügt die Herstellung eines mit einer beliebigen Zahl von Durchlochun
gen in beliebiger Anordnung und Größe versehenen Blockes aus kompressiblem
Kunststoff, insbesondere Schaumkunststoff, in den die Federn mit einem
entsprechend auf die Durchlochungen abgestimmten Außenumfang lediglich
eingeschoben werden müssen. Die aufwendigen Arbeiten zum Verklammern der
Federn miteinander und mit einem Bandstahlrahmen entfallen. Die Federn
sind damit in einem festen Gerüst gehalten, so daß auch ein insbesondere
für Kraftfahrzeugsitze nachteiliges Schwimmen ohne jede weitere Vorkehrung
vermieden ist. Die Federn können - zum Unterschied zu den bekannten Feder
kernen - in jeder beliebigen Drahtstärke und beliebig unterschiedlichen
Durchmessern verwendet werden, wobei auch innerhalb des einzelnen Blocks
zonenweise nach Stärke und Durchmesser unterschiedliche Federn eingesetzt
werden können. Es können auf diese Weise gezielt bereichsweise - etwa in
den Innen- und Bandbereichen - unterschiedliche Federungseigenschaften
erzielt werden, ohne daß hierdurch Herstellungsschwierigkeiten irgendwel
cher Art begründet werden.
Die erfindungsgemäße Federung kann ohne Einbuße an Federungskomfort in
einer für Federkern-Polsterungen dieser Art außerordentlich geringen
Bauhöhe hergestellt werden im Hinblick darauf, daß die Federelemente fest
geführt in den gleichzeitig Polstereigenschaften aufweisenden Schaumkunst
stoff-Block integriert sind. Hierbei bestimmt der Schaumkunststoff-Block
die Eindruckweichheit des Sitzes und dient darüberhinaus der Dämpfung und
dem Druckausgleich der in der Regel mehr punktuell wirkenden Federn. Auf
grund dieser ausgleichenden Wirkung des die Federn führenden Schaumkunst
stoff-Blockes kann ohne Einbuße an Federungskomfort einerseits die Höhe
der Federn selbst und andererseits die Polsterauflage - gegenüber den be
kannten Federungen - erheblich verringert werden.
Die Federung ist vollatmungsaktiv, arbeitet geräuschlos und ist nach
allen vier Richtungen absolut schwimmfest. Sie enthält darüberhinaus nur
eine stark verminderte Menge eine stark verringerte Menge an Polster
material und erleichtert damit auch das Entsorgungsproblem. Ein weiterer
Vorteil ist auch darin zu sehen, daß bei Verwendung eines mit einer
erfindungsgemäßen Federung ausgerüsteten Sitzes der Benutzer in die Lage
versetzt wird, die von ihm selbst gewünschten Federungs- und Sitzeigen
schaften ohne Austausch des Sitzes selbst frei zu bestimmen. Im Hinblick
darauf, daß die Federelemente mechanisch unverbunden in dem Block geführt
sind, genügt die Entnahme der im Sitz enthaltenen Federn ganz oder
teilweise und deren Ersatz durch andere, die gewünschten Federeigenschaf
ten vermittelnde Federelemente.
Weitere Ausführungsformen und Vorteile ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung, in der die Erfindung anhand der beiliegenden Zeich
nung beispielsweise erläutert ist. Es zeigen
Fig. 1 die schematische perspektivische Ansicht eines Schaumstoff
blockes einer Federung,
Fig. 2 eine Teilschnittdarstellung durch eine Federung,
Fig. 3 eine Ausführungsform eines Federelementes zum Einsatz
in einer Federung,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform eines Federelementes.
Die in der Zeichnung wiedergegebene Federung besteht im wesentlichen
aus reihenweise hinter- und nebeneinander angeordneten und zu einem Feder
kern miteinander verbundenen Wendelfedern 1, 2 - siehe Fig. 3, 4 -, bei
spielsweise Zylinder-, Taillen- oder Kegelfedern, die in einem mit reihen
weise hinter- und nebeneinander liegenden Durchlochungen 3 (Fig. 1) verse
henen Block 4 aus einem federnd-kompressiblen Material, insbesondere
Schaumkunststoff derart angeordnet sind, daß die oberen und unteren Feder
enden in der oberen bzw. unteren Ebene des Kunststoffblockes liegen. Der
die Federn (1, 2) enthaltende federnd-kompressible Block (4) ist mit
seiner unteren Fläche auf einer Bodenplatte (5) aus Metall oder Kunststoff
befestigt und auf seiner oberen Fläche mit einer Abdeckung bzw. Polster
auflage 6 aus beispielsweise Preßkokos, Schaum- oder Gummihaar versehen.
Die Wendelfedern 1, 2 können - siehe insbesondere Fig. 3 - einseitig
oder beidseitig mit einer Abschlußplatte 7, 8 versehen sind, mit der sie
in entsprechende Ausnehmungen der Bodenplatte 5 bei der Abdeckung 6 ein
greifen. Es wird auf diese Weise eine gleichmäßige Übertragung und insbe
sondere gleichmäßige Verteilung der Federkraft auf die Sitzfläche er
reicht, wobei die gleichmäßige Verteilung der Federkraft noch dadurch ver
bessert werden kann, daß jedenfalls die obere Abschlußplatte 7 bei ent
sprechender Vergrößerung der Ausnehmungen in der Polsterauflage 6 bzw.
Einbringung entsprechender Ausnehmungen in den federnd-kompressiblen Block
4 eine über den Außenumfang der Feder 1 hinausragende Größe aufweist.
Eine weitere Ausführungsform einer Federpatrone ist in Fig. 4 wieder
gegeben. In diesem Falle ist die Wendelfeder 2 - außer mit beidseitig dem
Durchmesser der Feder entsprechenden Abschlußplatten mit einer Umhüllung
9, beispielsweise einem Nessel-, oder Jute-Säckchen, versehen. Es ist auf
hierdurch auf einfache Weise eine Regelung der Federeigenschaften möglich
in der Weise, daß Federn einer unterschiedlichen Länge in die Umhüllung
eingebracht werden unter entsprechender Vorspannung, die nach der
Einbringung erhalten bleibt.
Claims (6)
1. Federung für Polstermöbel, insbesondere für die Sitze von Straßen- oder
Schienenfahrzeugen, bestehend im wesentlichen aus reihenweise hinter- und
nebeneinander angeordneten und zu einem Federkern miteinander verbun
denen Wendelfedern, beispielsweise Zylinderfedern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federn (1, 2) in einem mit reihenweise hinter- und nebeneinander
liegenden Durchlochungen (3) versehenen Block (4) aus einem federnd-kom
pressiblen Material, insbesondere Schaumkunststoff, derart angeordnet
sind, daß die oberen und unteren Federenden im Bereich der oberen bzw.
unteren Ebene des federnd-kompressiblen Blockes (4) liegen.
2. Federung für Polstermöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Federn (1, 2) enthaltende federnd-kompressible Block (4) lose
auf einer Bodenplatte (5) aus Metall oder Kunststoff oder auf einer Unter
federung angeordnet ist.
3. Federung für Polstermöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der die Federn (1, 2) enthaltende federnd-kompressible Block
(4) mit einer Deckpolsterung (6) ans beispielsweise Preßkokos,
Schaum- oder Gummihaar versehen ist.
4. Federung für Polstermöbel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wendelfedern (1, 2) einseitig oder beidseitig mit einer
Abschlußplatte (7, 8) versehen sind, mit der sie in entsprechende Ausneh
mungen des federnd-kompressiblen Blockes (4) und/oder der Bodenplatte (5)
bzw. der Abdeckung (6) eingreifen.
5. Federung für Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wendelfedern in eine Umhüllung (9), beispielsweise
ein Nessel-, oder Jute-Säckchen, eingenäht sind.
6. Federung für Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandungen der Durchlochungen (3) mit einer Be
schichtung aus einem abriebfesten Material versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914113850 DE4113850A1 (de) | 1991-04-27 | 1991-04-27 | Federung fuer polstermoebel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19914113850 DE4113850A1 (de) | 1991-04-27 | 1991-04-27 | Federung fuer polstermoebel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4113850A1 true DE4113850A1 (de) | 1992-10-29 |
Family
ID=6430522
Family Applications (1)
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| DE19914113850 Ceased DE4113850A1 (de) | 1991-04-27 | 1991-04-27 | Federung fuer polstermoebel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4113850A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2737096A1 (fr) * | 1995-07-26 | 1997-01-31 | Simmons Cie Continentale | Construction a ressorts internes en particulier pour matelas |
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| DE1740953U (de) * | 1956-11-26 | 1957-03-07 | Laauser & Co K G G | Polsterkoerper. |
| FR1388868A (fr) * | 1963-12-30 | 1965-02-12 | Carcasses à ressort pour matelas et rembourrages, pour coussins et pour sièges de véhicules | |
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-
1991
- 1991-04-27 DE DE19914113850 patent/DE4113850A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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