DE4113420A1 - Polyacrylnitril-hohlfaeden aus speziellen spinnloesungen nach dem dry/wet- oder nass-spinnverfahren - Google Patents
Polyacrylnitril-hohlfaeden aus speziellen spinnloesungen nach dem dry/wet- oder nass-spinnverfahrenInfo
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Description
Hohlfäden aus Polyacrylnitril für Membrananwendungen
(Ultra- und Mikrofiltration) mit asymmetrischer, mikro
poröser Porenstruktur des Mantels, hoher Berstfestig
keit, hoher Porenstrukturstabilität und verfahrenstech
nisch einstellbaren Trenngrenzen von 1-3000 k-Dalton,
werden beansprucht. Dabei wird eine bisher nicht be
kannte langfristige Stabilisierung der Porenstruktur,
selbst im trockenem Zustand von über 6 Monaten, sowie
hohe Permeationsraten bei eingestellter Trenngrenze
erreicht.
Bevorzugt werden PAN-Homopolymerisate, die aus DMF/
Tetraethylenglykol-Lösungen über Loch/Ring-Hohldüsen
(nach dem Dry/Wet-Verfahren bevorzugt) versponnen
werden.
Das Verfahren zur ihrer Herstellung bedient sich des
Dry/Wet-Verfahrens mit Loch/Ring-Hohlfaden-Düsen, wobei
das PAN-Substrat in DMF oder DMAC mit Zusatzflüssig
keiten (wie Tetraethylenglykol) gelöst wird, Fällbäder
zum Fällen des Fadens auf Basis wäßriger DMF- bzw. DMAC-
Lösungen, Wasser/Tetraethylenglykol o. ä. verwendet, so
wie Kernflüssigkeiten wie Glycerin oder Glycerin/Wasser
eingesetzt werden.
Die Herstellung asymmetrischer Polyacrylnitril-Hohlfäden
ist bekannt. In US-A 40 84 036 wird die Herstellung von
asymmetrischen PAN-Hohlfäden für die Entsalzung von
Wasser, die Aufkonzentration von Alkoholen und zur Dia
lyse bei der Blutreinigung beschrieben. Es wird ein Dry/
Wet-Spinnverfahren verwendet, wobei das Koagulationsbad
aus einer wäßrigen DMAC-Lösung besteht. Die Kernflüs
sigkeit ist eine Glykollösung. Als Acrylnitril werden
Copolymere aus 93% ACN und 7% VAC verwendet; die
Spinnlösung ist 20%ig, das polare Lösungsmittel ist
Dimethylacetamid (DMAC). Gewaschen wird mit Wasser zur
Entfernung des Lösungsmittels. Eine Trocknung der Fäden
ist zu vermeiden, sie müssen feuchtgehalten werden.
In der EP 51 203 wird eine Trockenverspinnung von PAN/
Dimethylformamid (DMF)-Lösungen, die auch Glykole als
Nichtlöser enthalten können, vermittels schleifen
förmiger offener Düsen zu Hohlfäden vorgenommen. Die
Nachteile entsprechender Hohlfäden sind bekannt, wie
u. a. die instabile Polymer- bzw. Porenstruktur, die eine
Trockenlagerung der Hohlfäden nicht erlaubt.
In der eigenen, bislang unveröffentlichten deutschen
Patentanmeldung P-40 09 865 ist angegeben, wie u. a. der
Nachteil der instabilen Polymer- bzw. Porenstruktur
überwunden werden kann. Die in üblicher Weise ausge
sponnenen Polyacrylnitrilhohlfäden, welche in der ge
nannten deutschen Patentanmeldung aus einer PAN-Homo
polymerisat-Lösung nach dem Dry/Wet-Spinnverfahren her
gestellt werden, werden in spezieller Weise nachbehan
delt, um die beim Spinnprozeß erzeugte Porenstruktur
auch im trockenen Zustand aufrechtzuerhalten. Dies
geschieht durch sukzessive Entfernung von Wasser, Kern
flüssigkeit, gegebenenfalls Restlösungsmittel durch Aus
tausch mit Alkohol und anschließender Abdampfung des
Alkohols. Entsprechende Hohlfäden können in trockener,
zwischenstabilisierter Form gelagert werden, sowie beim
Modulbau weiterverwendet werden.
Ein Nachteil entsprechend hergestellter Hohlfäden liegt
noch immer in der bedingten Lagerfähigkeit der trockenen
Kapillaren. Nach langen Lagerzeiten der trockenen Kapil
laren (von ca. 3 Monaten) setzt eine Veränderung der
Porenstruktur ein. Die Folge ist eine Veränderung (Redu
zierung) der Permeationsrate. Ein weiterer Nachteil be
steht darin, daß die bei einer gegebenen Trenngrenze und
gegebener Berstdruckfestigkeit erzielbare Permeations
rate zwar gut, aber nicht anhebbar ist.
Aufgabe der Erfindung war ein technisches Verfahren zur
Herstellung von verbesserten Hohlfäden anzugeben, sowie
Hohlfäden, die bei verbesserten Eigenschaften insbeson
dere eine stabilere Porenstruktur aufweisen, zur Ver
fügung zu stellen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Hohlfaden aus Poly
acrylnitrilpolymerisaten mit asymmetrischer Porenstruk
tur des Mantels, mit hohen Berstfestigkeiten bei gege
bener Hohlfadengeometrie, mit hohen Permeationsraten bei
verfahrenstechnisch jeweils eingestellter Trenngrenze
zwischen 1 und 3000 k-Dalton, mit besonders stabiler
Porenstruktur des Mantels im trockenen Zustand, erhalten
durch ein Verfahren, bei dem die Herstellung der Spinn
lösung mit speziellen Zusatzflüssigkeiten erfolgt und
damit eine mikroporöse, asymmetrische Fadenstruktur er
halten wird.
Gegenstand ist insbesondere ein Verfahren zur Her
stellung des Hohlfadens, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) ein PAN-Polymerisat in eine stabile, quallenfreie und niedrigviskose Spinnlösung überführt wird, in dem das Polymerisat in kaltem Zustand mit einem ge eigneten Lösungmittel wie DMAC oder DMF, dem da rüber hinaus zusätzlich ein flüssiger Zusatz zuge geben ist, gegebenenfalls unter Hinzufügung von Pigmenten wie TiO2, angerührt und homogenisiert wird und anschließend durch einen Erhitzer gepumpt wird, hier vorzugsweise 3 bis 5 min auf 130 bis 150°C gehalten wird, anschließend auf die Tempe ratur der Spinnlösung beim Spinnprozeß von 80 bis 130°C heruntergekühlt wird, bevor es über übliche Filter und Pumpen durch eine übliche Hohlfadendüse bei gleichzeitiger Extrusion eines Kernmediums aus gesponnen wird, und daß
- b) die beim Spinnlösungsmittel zugegebenen Zusatz-
Flüssigkeit in einer Menge von 5-30 Gew.-%, be
zogen auf Lösungsmittel und Feststoff, zugegeben
wird, wobei die Zusatzflüssigkeit die folgenden
Eigenschaften aufweisen muß:
- 1. einen um 30°C oder mehr höheren Siedepunkt als das verwendete Spinnlösungsmittel,
- 2. die Zusatzflüssigkeit ist mit Wasser gut mischbar,
- 3. sie stellt für das zu verspinnende Polymer ein "Nichtlösungs"-Mittel dar, ohne aber ein Aus fällen in der Spinnlösung unter den Bedin gungen der Spinnlösungshandhabung zu verur sachen, und daß
- c) der ausgesponnene und ausgefällte Hohlfaden ver schiedenen Wasch- und Nachbehandlungen unterzogen wird, um ihn von Lösungsmittel, Kernflüssigkeiten und "Nichtlöser"-Zusatzflüssigkeiten zur Spinn lösung zu befreien, wobei eine Stufe der Waschbe handlung mindestens eine Temperatur von 98-100°C aufweisen muß, und daß
- d) sukzessiv zusätzliche noch vorhandene Kernflüssig keits-, Restlösungsmittel- und Waschwasser-Reste im Austausch mit Monoalkoholen entfernt werden, unter anschließender Verdampfung der Alkohole.
Das Polyacrylnitril wird vorzugsweise gemäß DE-A
29 02 860 gelöst. Das Verspinnen erfolgt vorzugsweise
nach dem Dry/Wet-Verfahren. Unter asymmetrischer Poren
struktur wird verstanden, daß die Größe der Poren über
dem Membranquerschnitt variiert.
Die Vorteile von PAN-Kapillarmembranen, welche unter
Verwendung spezieller "Nichtlöser"-Zusatzflüssigkeiten
zur Spinnlösung hergestellt wurden und die gleichzeitig
mit dem in der DE-40 09 865 beschriebenen Trocknungs
vorgang behandelt wurden - Austausch von Wasser und
sonstigen Flüssigkeiten durch Monoalkohole (vorzugsweise
Ethanol) und anschließende Verdampfung der Alkohole -
sind insbesondere die bessere Lagerzeitstabilität der
Porenstrukur der getrockneten Kapillaren, aber auch die
verbesserten Permeationsraten für vorgegebene Trenn
grenzen. Hiermit ist es möglich, Lagerzeiten von mehr
als 6 Monaten im trockenen Zustand zuzulassen, ohne daß
eine Veränderung der Porenstruktur, d. h. eine Verände
rung der Permeationsrate bzw. Trenngrenze eintritt.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Hohlfäden für den
Membraneinsatz wird vorzugsweise auf folgende Weise vor
gegangen: Ein Acrylnitril-Homo- oder Copolymerisat, vor
zugsweise Acrylnitril-Homopolymerisat, wird gemäß DE-A
29 02 860 gelöst, wobei zusätzlich dem Spinnlösungs
mittel entsprechend DE-A 25 24 124 Tetraethylenglykol
als "Nichtlöser"-Zusatzflüssigkeit zugesetzt ist. Zu
nächst wird das Lösungsmittel DMF bzw. DMAC mit Tetra
ethylenglykol verrührt. Die Menge an Tetraethylenglykol
beträgt 5-30 Gew.-% bezogen auf Lösungsmittel und Fest
stoff; die Temperatur ist Raumtemperatur. Dann wird in
diese Lösung aus Lösungsmittel und "Nichtlöser"-
Zusatzflüssigkeit eine Menge von 18-28% Acrylnitril
(Co)-Polymerisat (mit mindestens 85 Gew.-% Acrylnitril),
vorzugsweise Homopolymerisat mit 0-1 Gew.-% Comonomeren,
eingerührt, gegebenenfalls können Pigmente wie TiO2 zu
sätzlich zugeführt werden. Die zugesetzte TiO2-Menge be
trägt 0-35 Gew.-%, vorzugsweise 15-35 Gew.-%, insbeson
dere 20-33 Gew.-% TiO2 bezogen auf PAN. Anschließend
erfährt die Suspension nach einem Evakuierungsschritt
eine Aufheizung auf 130-150°C. Die Verweilzeit bei
dieser Temperatur beträgt 3-5 min. Während dieser Zeit
erfolgt eine Reifung und Vergleichmäßigung der Spinn
lösung. Die Viskosität pendelt sich auf einen stabilen
niedrigen Wert ein, ohne daß eine merkliche Verfärbung
erkennbar wäre. Anschließend wird diese Spinnlösung auf
die beim Spinnprozeß vorgesehene Temperatur abgekühlt.
Die Spinnlösung wird über Filter und Pumpen einer üb
lichen Hohlfadendüse zugeführt. Verwendet werden vor
zugsweise Loch-/Mantel-Düsen mit einem Innenlochdurch
messer von 0,4 mm. Der Durchmesser des Innenmantels be
trägt vorzugsweise 0,6 mm, der Durchmeser des Außen
mantels 1,0 bis 1,5 mm. Die Spinnlösung wird durch die
Mantelöffnung der Düse extrudiert, durch das Innenloch
ein Kernmedium, im allgemeinen eine Flüssigkeit. Die
Spinnlösungstemperatur der Kernlösung wird gewöhnlich
auf gleichem Niveau wie die Spinnlösung gehalten. Die
Abzugsgeschwindigkeit von der Spinndüse beträgt 5 bis
40 m/min, vorzugsweise 14 bis 25 m/min, die Aufwickel
geschwindigkeit das 1,1- bis 1,35fache der Abzugsge
schwindigkeit. Zwischen Düse und Fällbad wird eine
Verweilzeit um 0,01 s eingestellt.
Varianten der Verweilzeit zwischen 3×10-3 bis 0,36 s
zeigten keinen signifikanten Einfluß auf die Membran
eigenschaften der Hohlfäden. Die Volumenströme der
Spinnlösungen bzw. Kernlösungen (Kernmedien) werden so
eingestellt, daß die gewünschten Geometrien der Hohl
fäden erreicht werden. Der Innenlochdurchmesser dF be
trägt 0,3 bis 2,5 mm, vorzugsweise 0,8 bis 2,8 mm; der
Außendurchmesser DF des Hohlfadens wird so eingestellt,
daß das Verhältnis DF/dF bei den dünnwandigen Hohlfäden
vorzugsweise ca. 1,2, bei den dickwandigen vorzugsweise
ca. 1,6 beträgt.
Nach Durchlaufen der Luftstrecke zwischen Düse und Fäll
bad werden die Hohlfäden in einem Koagulationsbad ge
fällt. Hier werden gewöhnlich wäßrige DMF- bzw. DMAC-
Lösungen, reines Wasser oder auch Wasser mit Zusätzen
der Nichtlöser-Zusatzflüssigkeit zur Spinnlösung (wie
Tetraethylenglykol) verwendet. Die Temperatur des Fäll
bades wird zwischen -5 bis +40°C variiert. Die Fällbe
dingungen beeinflussen die Porosität des Hohlfadenman
tels. Als Kernflüssigkeit werden Diole oder Triole, be
vorzugt Glycerin, bzw. Abmischungen von Glycerin mit
Wasser (vorzugsweise 0,3 : 0,7 bis 0,7 : 0,3) bzw. Lösungs
mittel sowie Wasser verwendet. Als Kernmedium kann
alternativ auch ein Gas wie z. B. N2 verwendet werden.
In diesem Fall muß jedoch das Dry/Wet-Verfahren durch
einen Naßspinnprozeß abgelöst werden, um Ungleichmäßig
keiten der Kapillaren zu vermeiden. Die Trenngrenze wird
in erheblichem Maße von der Art des Kernmediums und/oder
den Fällbadbedingungen (Art des Fällbades, Temperatur
des Fällbades) bestimmt. Die Permeationsrate ist im
wesentlichen abhängig von der Trenngrenze sowie der
Porenstruktur des Hohlfadenmantels. Nach Durchlaufen des
Fällbades werden verschiedene Wasch- und Nachbehand
lungsbäder durchlaufen. Gewöhnlich handelt es sich um
Wasserbäder, aber auch z. B. Glycerinbäder sind möglich.
Mindestens ein Wasserbad muß eine Temperatur von minde
stens 80°C, bevorzugt 98-100°C aufweisen, um beim Trock
nungsprozeß quasi nicht schrumpfende, stabile und nicht
gebogene Hohlkapillaren zu erhalten. Die bei der Nachbe
handlung vorgenommene Verstreckung von 1,1 bis 1,35
dient im wesentlichen zur Transportsicherheit der Hohl
fäden bei der Herstellung. Höchste Berstfestigkeiten
erhält man für Verstreckungen kleiner 1,5. Bei größeren
Streckgraden verringern sich die Berstfestigkeiten. Die
Aufwickelgeschwindigkeit der Fäden beträgt vorzugsweise
das 1,1- bis 1,4fache der Abzugsgeschwindigkeit von der
Spinndüse. Nach dem Wasch- und Nachbehandlungsvorgang
wird der Hohlfaden vorzugsweise auf eine Weife aufge
wickelt und dort feuchtgehalten. Die Kantenlänge der
Weife ist so bemessen, daß die angestrebten Kapillar
längen beim späteren Modulbau ohne Knickstellenbean
spruchung produziert werden. Vor bzw. während des
Wickelvorganges, alternativ auch nach dem Wickelvorgang
wird der Hohlfaden bzw. Hohlfadenstrang von z. B. 100
Kapillaren, gegebenenfalls auch ein in Kapillarbündel
zerschnittener Strang, einer speziellen Nachbehandlung
unterzogen. Hierbei werden Wasser, Restkernflüssigkeit,
Restlösungsmittel und sonstige lösbare Substanzen im
Austausch mit Monoalkoholen mit Siedepunkten unter
100°C, z. B. Ethanol, entfernt, anschließend kann der
Alkohol abdampfen. Man erhält einen trockenen Hohlfaden
mit einer stabilen Porenstruktur im Kapillarmantel, so
wie sie ursprünglich im Fällbad erzeugt wurde.
Zur Beurteilung der Hohlfadeneigenschaften für Membran
anwendungen sind verschiedene Meßgrößen notwendig. Die
Ermittlung der Hohlfadengeometrie erfolgt an Gefrier
brüchen mit automatischen Geräten zur Flächenmessung,
z. B. Ominicon. Die Erfassung des Berstdruckes erfolgt
an 15 cm langen, speziell in Schraubverschlüsse einge
gossenen Einzelkapillaren. Durch Anlegen eines Wasser
druckes auf die Hohlfadeninnenseiten mit Möglichkeit zur
Druckregistrierung beim Berstvorgang kann der Berst
druck im nassen Zustand (in bar) bestimmt werden.
Die Ermittlung der Permeationsrate von entionisiertem
Wasser (sogenannter Wasserwert) erfolgt an Versuchsmo
dulen. Durch die Kapillare der Versuchsmodule wird bei
einer Druckdifferenz zwischen Innen- und Außenwand von
3 (6) bar ein Wasserstrom gepumpt, so daß eine Über
strömgeschwindigkeit von 2 m/s auftritt. Das durch die
Kapillare von innen nach außen tretende Wasser wird ge
messen und der Permeationsstrom von entionisiertem
Wasser in l/m2×h×bar berechnet.
Die Ermittlung der Trenngrenzen erfolgt mit der gleichen
Versuchsanordnung wie bei der Ermittlung des Wasser
wertes. Allerdings wird hierbei statt des Wassers eine
1%ige Dextran-Lösung mit variabler Molekülgröße ver
wendet.
Die Molekülgrößen variieren zwischen 1 k-Dalton und 3000
k-Dalton, zumeist 1-2000 k-Dalton. Das an der Außen
seite austretende Permeat wird nach Menge und Konzentra
tion erfaßt. Der Rückhalt, d. h. die Ursprungskonzentra
tion der vorgelegten Lösung abzüglich der Permeatkonzen
tration, bezogen auf die Ursprungskonzentration in %,
wird als Rückhaltswert R berechnet. Der Rückhalt ver
schiedener Dextran-Lösungstypen wird in Abhängigkeit vom
Logarithmus der verwendeten Dextran-Molekülgrößen gra
phisch aufgetragen und durch Extrapolation die Trenn
grenzen für einen Rückhalt R=90% bestimmt.
Zur Ermittlung des Permeatflusses unter Praxisbedingungen
wird der jeweils bei R-Werten <70% ermittelte Permeat
fluß verwendet. Der spezifische Permeatfluß wird, be
zogen auf die Fläche des Innendurchmesser, in l/m2×h
×bar berechnet und als Permeatfluß mit R <70% ange
geben.
Neben dem Permeatfluß mit R <70% ist in manchen Fällen
der spezifische Permeatfluß für Trennwirkungen R <30%
von Interesse. Diese spez. Permeatfluß liegt nahe dem
Wasserwert, falls er an noch nicht gebrauchten Hohlfäden
bestimmt wurde.
Im folgenden werden bevorzugte Formen der erfindungs
gemäßen Hohlfäden angegeben:
- a) Trenngrenze von 40-50 k-Dalton (für 90% Rück halt, gemessen bei Dextranen) und einer spezi fischen Permeationsrate von 8-12 l/m2×h×bar, bei 1%igen Dextranlösungen, welche zu mehr als 70% zurückgehalten werden; Berstdruck 13-20 bar, DF/dF = 1,2, dF = 1 mm, keine Änderung der Trenn eigenschaften nach 7 Monaten im trockenen Zustand feststellbar.
- b) Trenngrenze 40 bis 50 k-Dalton und einer spezi fischen Permeationsrate von 13-19 l/m2×h×bar für einen Rückhalt <70% bzw. einer Wasserpermea tionsrate von 26-35 l/m2×h×bar; Berstdruck 13-15 bar, dF = 1 mm, DF/dF = 1,2; keine Ände rungen der Trenneigenschaften nach 6 Monaten Lage rung im trockenen Zustand feststellbar.
- c) Trenngrenze 5 bis 15 k-Dalton und einer spezi fischen Permeationsrate von 2-4 l/m2×h×bar für einen Rückhalt <70%, Berstdruck 14 bar, dF = 1,6 mm, DF/dF = 1,2; keine Änderungen der Trenneigenschaften nach 6 Monaten Lagerung im trockenen Zustand feststellbar.
- d) Trenngrenze 2100 k-Dalton und einer spezifischen Permeationsrate von 15 l/m2×h×bar für einen Rückhalt <70%; Wasserpermeationsrate 210 l/m2× h×bar; Berstdruck 7 bar, dF = 1,0 mm, DF/dF = 1,2; keine Änderungen der Trenneigenschaften nach 6 Monaten Lagerung im trockenen Zustand feststell bar.
Im folgenden werden bevorzugte Verfahrensausgestaltun
gen angegeben:
- e) Spinnlösungskonzentrationen in DMF oder DMAC ca. 21 bzw. 28%
- f) Kernflüssigkeit Glycerin
- g) Fällbad mit 65% Wasser und 35% Tetraethylenglykol bzw. reines Wasser
- h) Fällbad mit Temperaturen von 0°C, 10-20°C, 40°C
- i) Zusatzflüssigkeit Tetraethylenglykol.
Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren zur
Herstellung von Hohlfäden, wobei
- a) das PAN-Polymerisat in eine stabile, fehlerfreie und niedrigviskose Spinnlösung überführt wird, in dem das Polymerisat in kaltem Zustand mit einem ge eigneten Lösungmittel wie DMF bzw. DMAC, welches zusätzlich eine Zusatzflüssigkeit enthält, die als Nichtlöser für PAN wirkt, gegebenenfalls unter Hin zufügung von 0-35 Gew.-% Pigmenten, wie TiO2, ange rührt und homogenisiert wird, anschließend nach einem Evakuierungsschritt durch einen Erhitzer ge pumpt wird, hier bei 130 bis 150°C gehalten wird und anschließend auf die Temperatur der Spinnlösung beim Spinnprozeß von 80 bis 130°C heruntergekühlt wird, bevor es über übliche Filter und Pumpen durch eine übliche Loch/Ring-Hohlfadendüse bei gleich zeitiger Extrusion eines Kernmediums nach dem Dry/Wet-Verfahren oder üblichen Naßspinnverfahren ausgesponnen wird,
- b) die dem Lösungsmittel zugesetzte Zusatzflüssigkeit
(bevorzugt Tetraethylenglykol) in einer Menge von
5-30 Gew.-%, bezogen auf Lösungsmittel und Fest
stoff zugegeben wird, wobei die Zusatzflüssigkeit
folgende Eigenschaften aufweist:
- 1. einen um 30°C oder mehr höheren Siedepunkt als das verwendete Lösungsmittel,
- 2. die Zusatzflüssigkeit ist mit Wasser gut mischbar,
- 3. sie für das zu verspinnende Polymer ein "Nichtlösungs"-Mittel darstellt, ohne aber zu Ausfällungen in der Spinnlösung zu führen,
- c) die Kernflüssigkeit aus Glycerin, Glycerin/Wasser oder N2 besteht,
- d) der ausgesponnene und ausgefällte nasse Hohlfaden sukzessive verschiedenen Wasch- und Nachbehand lungen unterzogen wird, wobei zumindest ein Was serbad eine Temperatur von mindestens 80°C, vor zugsweise 98-100°C, aufweist und
- e) der nasse Hohlfaden von Rest-Kernflüssigkeit, Rest lösungsmittel und "Nichtlöser"-Zusatzflüssigkeit und Waschwasser im Austausch mit Monoalkoholen mit Siedepunkten unter 100°C, bevorzugt Ethanol, be freit und durch anschließende Verdampfung der Alko hole zum stabilen Hohlfaden getrocknet wird.
Das Verfahren ist besonders dadurch gekennzeichnet, daß
als Kernmedium eine Flüssigkeit verwendet wird aus
Glycerin bzw. Glycerin/Wasser 1,3 : 0,7 bis 0,7 : 0,3 und
gleichzeitig das Dry/Wet-Spinnverfahren angewendet
wird.
Eine Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekenn
zeichnet, daß als Kernmedium ein Gas wie Stickstoff ver
wendet wird, und gleichzeitig ein übliches Naßspinnver
fahren mit Tauchtiefen der Spinndüse von <500 mm ver
wendet wird bei Gasdrücken an der Spinndüse von 100 bis
150 mbar.
Insbesondere ist aber das Verfahren dadurch gekennzeich
net, daß die Spinnlösung sowie bei Verwendung von Kern
flüssigkeiten auch die Kernflüssigkeit eine Temperatur
von 80-100°C, vorzugsweise 90-98°C aufweisen, die
Abzugsgeschwindigkeit von der Spinndüse 5 bis 40 m/min,
vorzugsweise 14 bis 23 m/min beträgt, die Spinnlösungs
konzentration 18 bis 28% beträgt,
- - das Spinnlösungsmittel DMF bzw. DMAC ist
- - der Abstand der Spinndüse zum Fällbad 2 bis 30 mm beträgt
- - zwischen Düse und Fällbad eine Verweilzeit zwischen 3×10-3 bis 0,36 s eingestellt wird
- - die Temperatur des Fällbades -5 bis +40°C aufweist
- - die Temperatur eines 2. Wasserbades 20-30°C beträgt
- - die Temperatur eines 3. Behandlungsbades 50-70°C beträgt und dieses mehrfach durchlaufen wird
- - die Temperatur des 4. Wasserbades 80°C bis Kochwasser temperatur aufweist
- - der Volumenstrom an Polymerlösung und an Kernflüssig keit bei gegebener Aufwickelgeschwindigkeit so be messen ist, daß die Innenlochdurchmesser 0,8-1,6 mm und die DF/dF-Verhältnisse 1,1 bis 1,8 betragen und die Aufwickelgeschwindigkeit das 1,1- bis 1,4fache der Abzugsgeschwindigkeit von der Spinndüse beträgt.
Eine PAN-Suspension aus 21% PAN mit 5,2 Gew.-% (bezogen
auf PAN + Lösungsmittel) Tetraethylenglykol in DMF wird
5 min auf 145°C geheizt, anschließend auf 95°C abgekühlt
und durch eine Loch/Ring-Spinndüse mit einem Außenman
teldurchmesser von 1,0 mm und einem Innenmanteldurch
messer von 0,6 mm ausgesponnen. Der Innenlochdurchmesser
für den Austritt der Kernflüssigkeit beträgt 0,4 mm. Als
Kernflüssigkeit wird Glycerin verwendet. Die Temperatur
des Glycerins beträgt ebenfalls 95°C. Der Luftspalt
zwischen Düse und Fällbad beträgt 3 mm, die Abzugsge
schwindigkeit von der Spinndüse 14 m/min, die Aufwickel
geschwindigkeit 16,2 m/min. Der Volumenstrom der Poly
merlösung beträgt 13,7 ml/min, der Volumenstrom der
Kernflüssigkeit 11,5 ml/min. Das 1. Fällbad besteht aus
Wasser, seine Temperatur beträgt 17°C. Das 2. Fällbad
besteht ebenfalls aus Wasser, seine Temperatur beträgt
ca. 25°C. Das 3. Fällbad besteht ebenfalls aus Wasser
und wird 11× durchlaufen bei einer Temperatur von 60°C.
Das 4. Bad enthält Wasser und weist Kochwassertemperatur
auf. Nach Verlassen des 4. Bades wird der Hohlfaden auf
einer Weife mit einer Schenkellänge von 85 cm zu Strän
gen von 100 Hohlfäden aufgewickelt. Während des Auf
wickelvorganges werden die Fäden feuchtgehalten.
Anschließend werden die Hohlfadenbündel von der Weife
entfernt, in Bündelstücke von 80 cm geschnitten, von
lose anhaftendem Wasser bzw. leicht auslaufender Kern
flüssigkeit befreit und anschließend in Ethanol-Lösungen
2mal 15 min nachbehandelt. Anschließend werden die
Hohlfäden von Alkohollösungen entnommen und durch Ver
dampfen des Restalkohols getrocknet.
Erhalten wurden 80 cm lange Kapillaren mit einem Innen
durchmesser von 1,01-1,07 mm, einem Außen-/Innen-
Durchmesser DF/dF = 1,2, einem Berstdruck von 13 bis
20 bar, einer Trenngrenze von 40-50 k-Dalton für R =
90% und einer spezifischen Permeationsrate für R <70%
von 8-12 l/m2×h×bar. Die Trenneigenschaften nach
7 Monaten im trockenen Zustand sind unverändert.
Bei den gleichen Versuchseinstellungen wie im ersten
Beispiel, jedoch mit einem Fällbad aus 65% H2O und 35%
Tetraethylenglykol bei einer Temperatur von 11°C, werden
vergleichbare Kapillargeometrien erreicht. Der Berst
druck beträgt 13-15 bar, die Trenngrenze liegt wiederum
bei 40-50 k-Dalton, die spezifische Permeationsrate
steigt jedoch auf 13-19 l/m2×h×bar, die Wasserper
meationsrate liegt bei 26-35 l/m2×h×bar. Die Trenn
eigenschaften haben sich nach 6 Monaten Lagerzeit im ge
trockneten Zustand nicht verändert.
Bei vergleichbaren Versuchseinstellungen wie im Beispiel
1, jedoch mit anderen Volumenströmen sowie Geschwindig
keiten sowie einer Polymerkonzentration von 28% (d. h.
somit zwangsläufig geänderten Kapillargeometrien) und
zusätzlich geänderten Fällbadbedingungen (65% H2O, 35%
Tetraethylenglykol bei einer Temperatur von -1°C) werden
Kapillaren erzeugt mit einer Trenngrenze von 5-15 k-
Dalton und einer spezifischen Permeationsrate für von
2-4 l/m2×h×bar für einen Rückhalt von <70% bei
Dextranlösungen. Der Berstdruck beträgt 14 bar, dF =
1,6 mm, DF/dF = 1,2. Die Trenneigenschaften nach
6 Monaten Lagerzeit der trockenen Fäden sind unver
ändert.
Bei gleichen Versuchseinstellungen wie Beispiel 1, je
doch mit einem Fällbad aus 65% H2O und 35% Tetra
ethylenglykol bei einer Temperatur von 40°C erhält man
Kapillaren mit einer Trenngrenze von ca. 2100 k-Dalton
und einer Wasserpermeationsrate von 210 l/m2×h×bar.
Die spezifische Permeationsrate für einen Rückhalt von
<70% bei Dextranlösungen beträgt 15 l/m2×h×bar.
Der Berstdruck liegt bei 7 bar. Die Trenneigenschaften
sind nach 6 Monaten Lagerzeit unverändert.
Bei gleichen Versuchseinstellungen wie im Beispiel 1,
jedoch DMAC als Lösungsmittel und mit Stickstoff als
Kernmedium, wobei die Düse 580 mm tief im Fällbad ein
taucht, der Stickstoffdruck 120 mbar, die Fällbadtempe
ratur 10°C, der Polymervolumenstrom 20 ml/min und die
Aufwickelgeschwindigkeit 23 m/min beträgt, erhält man
Hohlkapillaren mit dF = 1,05 mm, DF = 1,14 mm, welche
eine Trenngrenze von 650 k-Dalton aufweisen bei einer
spezifischen Permeationsrate von ca. 13 l/m2×h×bar
für einen Rückhalt R <70% bei Dextranlösungen. Die
Trenneigenschaften sind nach 6 Monaten Lagerzeit unver
ändert.
Claims (10)
1. Hohlfäden aus Polyacrylnitril mit asymmetrischer
Porenstruktur des Mantels, geeignet für Membran
anwendungen, dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Polyacrylnitrilpolymere mindestens 85 Gew.-% Acrylnitril, vorzusgweise 99-100 Gew.-% Acryl nitril enthält und
- - die Porenstruktur asymmetrisch im Mantel ist und hohe Permeationsraten zuläßt,
- - die ursprünglich ersponnene Porenstruktur des nassen Hohlfadens im trockenen Zustand stabil für mehr als 6 Monate fixiert ist,
- - der Innendurchmesser dF 0,3 bis 2,5 mm, bevorzugt 0,8 bis 2,0 mm beträgt,
- - das Verhältnis von Außendurchmesser DF zu Innen durchmesser dF zwischen 1,1 und 1,8 beträgt,
- - hohe Berstdruckfestigkeiten für gegebene Geo metrien und Trenneigenschaften erreicht werden
- - und die Trenngrenze zwischen 1 und 3000 k-Dalton liegen.
2. Hohlfäden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis DF/dF 1,15 bis 1,35 beträgt.
3. Hohlfäden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie 0-35 Gew.-% TiO2, bezogen auf PAN, ent
halten.
4. Hohlfäden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Polyacrylnitril ein Homopolymerisat ver
wendet wurde.
5. Verfahren zur Herstellung von Hohlfäden nach
Anspruch 1, wobei
- a) das PAN-Polymerisat in eine stabile, fehler freie und niedrigviskose Spinnlösung überführt wird, indem das Polymerisat in kaltem Zustand mit einem geeigneten Lösungmittel wie DMAC bzw. DMF, welches eine Zusatzflüssigkeit ent hält, die als Nichtlöser für PAN wirkt, gege benenfalls unter Hinzufügung von 0-35 Gew.-% Pigmenten, wie TiO2, angerührt und homogeni siert wird und anschließend nach einem Evaku ierungsschritt durch einen Erhitzer gepumpt wird, hier bei 130 bis 150°C gehalten wird und anschließend auf die Temperatur der Spinnlö sung beim Spinnprozeß von 80 bis 130°C her untergekühlt wird, bevor es über übliche Fil ter und Pumpen durch eine übliche Loch/Ring- Hohlfadendüse bei gleichzeitiger Extrusion eines Kernmediums nach dem Dry/Wet-Verfahren oder üblichem Naßspinnverfahren ausgesponnen wird,
- b) die beim Lösungsmittel zugesetzte Zusatz-
Flüssigkeit in einer Menge von 5-30 Gew.-%,
bezogen auf Lösungsmittel und Feststoff zu
gegeben wird, wobei die Zusatzflüssigkeit die
folgenden Eigenschaften aufweist:
- 1. einen um 30°C oder mehr höheren Siede punkt als das verwendete Lösungsmittel,
- 2. die Zusatzflüssigkeit mit Wasser gut mischbar ist,
- 3. sie für das zu verspinnende Polymer ein "Nichtlösungs"-Mittel darstellt, ohne aber zu Ausfällungen in der Spinnlösung zu führen,
- c) die Kernflüssigkeit aus Glycerin, Glycerin/ Wasser oder N2 besteht,
- d) der ausgesponnene und ausgefällte nasse Hohl faden sukzessive verschiedenen Wasch- und Nach behandlungen unterzogen wird, wobei zumindest ein Wasserbad eine Temperatur von mindestens 80°C, vorzugsweise 98-100°C, aufweist und
- e) der nasse Hohlfaden von Rest-Kernflüssigkeit, Restlösungsmittel und "Nichtlöser"-Zusatzflüs sigkeit und Waschwasser im Austausch mit Mono alkoholen mit Siedepunkten unter 100°C, bevor zugt Ethanol, befreit und durch anschließende Verdampfung der Alkohole zum stabilen Hohl faden getrocknet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß als PAN-Polymerisat ein PAN-Homopolymerisat
verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Spinnlösungsmittel zugesetzte "Nicht
löser"-Zusatzflüssigkeit Tetraethylenglykol ist und
deren Konzentration 5-30 Gew.-%, bezogen auf PAN
+ Lösungsmittel beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kernmedium eine Flüssigkeit verwendet wird
aus Glycerin bzw. Glycerin-Wasser 0,3 : 0,7 bis
0,7 : 0,3 und gleichzeitig das Dry/Wet-Verfahren
angewendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kernmedium ein Gas wie Stickstoff bei Gas
drücken an der Spinndüse von 100 bis 150 mbar ver
wendet wird und gleichzeitig ein übliches Naßspinn
verfahren mit Tauchtiefen der Spinndüse von <500 mm
verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die Spinnlösung sowie bei Verwendung von Kern flüssigkeiten auch die Kernflüssigkeit eine Temperatur von 80-100°C, vorzugsweise von 90-98°C aufweisen,
- - die Abzugsgeschwindigkeit von der Spinndüse 5 bis 40 m/min, vorzugsweise 14 bis 23 m/min beträgt, die Spinnlösungskonzentration 18-28% beträgt,
- - das Spinnlösungsmittel DMF bzw. DMAC ist,
- - der Abstand der Spinndüse zum Fällbad 2 bis 30 mm beträgt,
- - zwischen Düse und Fällbad eine Verweilzeit zwischen 3×10-3 bis 0,36 s eingestellt wird,
- - die Temperatur des Fällbades -5 bis +40°C aufweist,
- - die Temperatur eines 2. Wasserbades 20-30°C beträgt
- - die Temperatur eines 3. Behandlungsbades 50-70°C beträgt und dieses mehrfach durchlaufen wird,
- - die Temperatur des 4. Wasserbades 80°C bis Koch wassertemperatur aufweist,
- - der Volumenstrom an Polymerlösung und an Kern flüssigkeit bei gegebener Aufwickelgeschwindig keit so bemessen ist, daß die Innenlochdurch messer 0,8-1,6 mm und die DF/dF-Verhältnisse 1,1 bis 1,8 betragen und die Aufwickelgeschwin digkeit das 1,1- bis 1,4fache der Abzugsge schwindigkeit von der Spinndüse beträgt.
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|---|---|---|---|
| DE4113420A DE4113420A1 (de) | 1991-04-25 | 1991-04-25 | Polyacrylnitril-hohlfaeden aus speziellen spinnloesungen nach dem dry/wet- oder nass-spinnverfahren |
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ID=6430282
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