DE4113479A1 - Vorrichtung zum abstapeln von grossflaechigen, kontinuierlich anfallenden platten - Google Patents
Vorrichtung zum abstapeln von grossflaechigen, kontinuierlich anfallenden plattenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstapeln von
großflächigen, auf einem Förderband kontinuierlich
anfallenden Platten auf eine von zwei Stapelpositionen unter
Verwendung von Vakuumsaugern gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Für die Massenproduktion von großflächigen Platten werden in
kontinuierlich arbeitenden Produktionsanlagen endlose
Materialbänder erzeugt, aus denen mit einer
Schneidvorrichtung die Platten in der gewünschten Größe
geschnitten werden. Als Beispiel sei genannt die Produktion
von Kunststoffplatten mit den Abmessungen von 4×1,5 m2 mit
Hilfe von vollautomatischen Kunststoff-Extrusionsanlagen mit
nachgeschalteter Säge. Die auf einem Förderband
kontinuierlich anfallenden Platten werden an einer
Stapelposition mit Hilfe von Vakuumsaugern angehoben und auf
eine von zwei seitlich neben dem Förderband stehende
Stapelpositionen, beispielsweise Palettenwagen, abgesetzt.
Ist der eine Palettenwagen voll, wird er von einer
Bedienungsperson gegen einen leeren Palettenwagen
ausgetauscht. Während dieser Zeit wird der zweite
Palettenwagen gefüllt. Der Produktionsprozeß läuft
ungehindert weiter.
Es versteht sich, daß der Platzbedarf einer solchen
herkömmlichen Abstapelanlage erheblich ist. Er beträgt
wenigstens das Dreifache der Plattenfläche, zuzüglich der
Fläche für die Zwischenräume sowie für den Stapelautomaten
selbst. Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
anzugeben, deren Platzbedarf erheblich verringert ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine gattungsgemäße
Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Kennzeichen des
Anspruchs 1.
Damit ergeben sich die Vorteile, daß der Platzbedarf um ein
Drittel reduziert ist, wenn wie bisher mit zwei abwechselnd
zu bedienenden Stapelpositionen gearbeitet wird. Wird eine
schnelle, beispielsweise vollautomatische Wechselvorrichtung
für die Palettenwagen vorgesehen, kann der Platzbedarf der
erfindungsgemäßen Abstapelvorrichtung sogar um zwei Drittel
gegenüber den bisherigen Lösungen gesenkt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung beruht auf dem Prinzip, daß
die einen Fördertisch bildenden Transportbänder aus ihrer
Betriebsposition in eine bzw. zwei seitliche Parkpositionen
gebracht werden können, so daß die von den Vakuumsaugern
angehobene Platte auf eine Stapelposition unmittelbar unter
dem Fördertisch, beispielsweise einen Palettenwagen,
abgelegt werden kann. Sobald die Vakuumsauger wieder
angehoben sind, werden die Förderbänder wieder an ihre
Betriebsposition gefahren.
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen in Verbindung mit der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der
Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum
Abstapeln von großflächigen, kontinuierlich
anfallenden Platten,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anlage der Fig. 1 und
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Fördertisch der in den
Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung in
vergrößertem Maßstab.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung zum Abstapeln von
großflächigen, kontinuierlich anfallenden Platten 8. Die
Vorrichtung besteht aus zwei Säulen 1, die einen
Brückenträger 2 tragen, der sich quer über ein Förderband
und zwei parallele Stapelpositionen, hier Palettenwagen 10,
11, erstreckt. Knotenbleche 3 versteifen den Rahmen 1, 2.
Auf dem Brückenträger 2 fährt ein Wagen 4. Dieser trägt
einen Hubantrieb 5, an dessen unterem Ende ein Gestell 6 mit
Vakuumsaugern 7 montiert ist.
Es versteht sich, daß anstelle der Vakuumsauger 7 auch
andere Vorrichtungen verwendet werden können, beispielsweise
Elektromagnete, mechanische Greifer oder dergleichen, je
nach Bedarf.
An der einen Säule 1 ist etwa waagerecht ein Längsträger 12
befestigt, an dessen Enden zwei Querträger 13 montiert sind,
die quer zur Förderrichtung liegen und deren gegenseitiger
Abstand größer ist als die entsprechende Abmessung der
Platte 8. Zwischen den Querträgern 13 sind fünf endlose,
jeweils über Räder 15 verlaufende Förderbänder 16 verlegt,
die einen Fördertisch bilden. Angetrieben werden die
Förderbänder 15 von einem Servomotor 19.
Sobald eine in der Zeichnung nicht dargestellte Säge eine
Platte 8 von einem kontinuierlich erzeugten Materialstrang
abgetrennt hat, transportieren die Förderbänder 15 die
Platte 8 beschleunigt in die in Fig. 2 dargestellte
Endposition. Mit Hilfe der Vakuumsauger 7 wird die Platte 8
vom Fördertisch abgehoben. Jetzt werden die Förderbänder 16
aus ihrer in der Zeichnung dargestellten Betriebsposition
mit gegenseitigen Zwischenräumen mit Hilfe eines
Antriebsmotors 23 in eine Parkposition gefahren, in der sie
ohne Zwischenräume direkt neben dem Längsträger 12 liegen,
was anhand der Fig. 3 noch näher erläutert werden soll.
Jetzt kann die Platte 8 mittels Hubtrieb 5 und Wagen 4 auf
den unmittelbar unter dem Fördertisch positionierten
Plattenstapel 9 auf dem Palettenwagen 10 abgesenkt werden.
Sobald die Vakuumsauger 7 wieder angehoben sind, werden die
Förderbänder 16 mit Hilfe des Antriebsmotors 23 wieder in
ihre Betriebsposition gefahren, um die nächste Platte 8 auf
den Fördertisch zu befördern.
Der gesamte Vorgang wiederholt sich so oft, bis der
Plattenstapel 9 seine Endhöhe erreicht hat. Jetzt legt die
Stapelvorrichtung 4 . . . 7 die weiteren Platten 8 auf den
zweiten Palettenwagen 11 ab. In der Zwischenzeit kann der
gefüllte Palettenwagen 10 von einer Bedienperson gegen einen
leeren Palettenwagen gewechselt werden.
Falls es gelingt, den gefüllten Palettenwagen 10 in der
Pause zwischen zwei Abstapelvorgängen zu wechseln, kann der
Platzbedarf der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf eine
Plattenbreite reduziert werden. Dies würde bedeuten, daß auf
dem Platz für eine herkömmliche Abstapelvorrichtung drei
erfindungsgemäße Vorrichtungen aufgestellt werden können.
Anhand der Fig. 3 soll eine Ausführungsform des
Fördertisches näher erläutert werden.
Man erkennt die Säule 1, den daran befestigten Längsträger
12 mit den beiden Querträgern 13 sowie den Brückenträger 2
mit dem darauf laufenden Wagen 4. Ferner erkennt man die
beiden Antriebsmotoren 19, 23.
An den beiden Querträgern 13 sind Wellen 14, 14′ gelagert,
wobei die eine Welle 14 vom Motor 19 angetrieben wird. Auf
jede der Wellen 14, 14′ sind mittels Kugelbüchsen fünf Räder
15 drehfest jedoch seitlich verschiebbar gelagert. Über die
Räder 15 sind die endlosen Transportbänder 16 geführt. Auf
diese Weise werden alle Transportbänder 16 gleich schnell
angetrieben.
Um ein Durchhängen der Transportbänder 16 zu verhindern,
sind sie durch Tragschienen 20 unterstützt.
Um die Transportbänder 16 aus ihrer in der Zeichnung
dargestellten Betriebsposition mit gegenseitigen
Zwischenräumen in eine Parkposition ohne Zwischenräume neben
dem Längsträger 12 verfahren zu können, sind an jedem der
Querträger 13 Quertriebe 17 in Form von endlosen Zahnriemen
17.1, 17.2 . . . 17.5 vorgesehen. Die Zahnriemen 17.1 . . . 17.5
laufen über Umlenkräder 21, 22. Jeder Zahnriemen 17.1 . . .
17.5 ist mit je einem Transportband 16 bzw. je einer
Tragschiene 20 gekoppelt. Die Umlenkräder 21 sind als
Zahnscheiben mit unterschiedlichem Durchmesser ausgebildet,
wobei die Zähnezahlen so abgestimmt sind, daß die
Transportbänder 16 aus ihrer Betriebsposition unmittelbar in
ihre Parkposition verfahrbar sind und umgekehrt. Hierzu sind
die Zahnscheiben 21 durch eine durchgehende Welle 24
miteinander gekoppelt und gemeinsam vom Antriebsmotor 23
angetrieben.
Wie Fig. 3 ferner zeigt, sind die freien Enden der
Querträger 13 mittels einer Längsstrebe 18 miteinander
verbunden. Dadurch wird die Festigkeit der Konstruktion
erhöht. Außerdem trägt die Längsstrebe 18 einen von zwei
Anschlägen 25, die für eine exakte Positionierung der Platte
8 in bezug auf die Vakuumsauger 7 sorgen.
Es versteht sich, daß die Quertriebe 17 nicht nur mittels
Zahnriemen 17.1 . . . 17.5 realisiert werden können, sondern
beispielsweise auch mittels Gewindespindeln und dergleichen.
Wichtig ist, daß die Bewegung von der Betriebsposition in
die Parkposition und zurück schnell und sicher erfolgt.
Grundsätzlich ist es möglich, die Förderbänder 16 in zwei
Parkpositionen zu fahren, je eine rechts und links der
Platte 8. Durch geeignete Kopplung der Förderbänder 16 mit
dem Ober- bzw. Untertrumm der endlosen Zahnriemen 17.1 . . .
17.5 läßt sich so die Zahl der Quertriebe 17 halbieren.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Abstapeln von großflächigen, auf einem
Förderband kontinuierlich anfallenden Platten (8) auf eine
von zwei Stapelpositionen (10, 11) unter Verwendung von
Vakuumsaugern (6, 7), die mit Hilfe eines Wagens (4) mit
Hubantrieb (5) an einem sich quer über Förderband und
Stapelpositionen (10, 11) erstreckenden Brückenträger (2)
verfahrbar sind, wobei zwei Querträger (13) vorgesehen sind,
die quer zur Förderrichtung liegen und deren gegenseitiger
Abstand größer ist als die entsprechende Abmessung der
Platte (8), dadurch gekennzeichnet, daß an einem Rahmenteil
(1) der Vorrichtung ein Längsträger (12) etwa waagerecht
befestigt ist, an dessen Enden die Querträger (13) befestigt
sind, daß an den Querträgern (13) motorisch antreibbare
Wellen (14) vorgesehen sind, daß auf jeder der Wellen (14)
wenigstens zwei Räder (15) drehfest, aber seitlich
verschiebbar gelagert sind, daß über die Räder (15) der
beiden Wellen (14) wenigstens zwei endlose Transportbänder
(16) gespannt sind, daß an den Querträgern (13) motorisch
antreibbare Quertriebe (17) vorgesehen sind, daß je ein
Quertrieb (17) mit je einem Rad (15) bzw. je einem
Transportband (16) gekoppelt ist und daß Räder (15) und
Transportbänder (16) mit Hilfe der Quertriebe (17) aus ihrer
Betriebsposition mit gegenseitigen Zwischenräumen in eine
bzw. zwei seitliche Parkposition(en) ohne gegenseitige
Zwischenräume verfahrbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die freien Enden der Querträger (13) mittels Längsstrebe
(18) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (19) für die Wellen
(14) ein am Längsträger (12) befestigter Drehstromservomotor
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wellen (14, 14′)
kugelumlaufgelagerte Spindeln sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Räder (15) Kugelbüchsen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbänder (16) durch
Tragschienen (20) unterstützt sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Quertriebe (17) endlose Zahnriemen
sind, die über Zahnscheiben (21, 22) an den Enden der
Querträger (13) laufen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die motorisch angetriebenen Zahnscheiben (21)
unterschiedliche Durchmesser besitzen, wobei die Zähnezahlen
so abgestimmt sind, daß die Transportbänder (16) aus der
Betriebsposition in die Parkposition und umgekehrt
verfahrbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914113479 DE4113479A1 (de) | 1990-05-04 | 1991-04-25 | Vorrichtung zum abstapeln von grossflaechigen, kontinuierlich anfallenden platten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9005056U DE9005056U1 (de) | 1990-05-04 | 1990-05-04 | Vorrichtung zum Abstapeln von großflächigen, kontinuierlich anfallenden Platten |
| DE19914113479 DE4113479A1 (de) | 1990-05-04 | 1991-04-25 | Vorrichtung zum abstapeln von grossflaechigen, kontinuierlich anfallenden platten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4113479A1 true DE4113479A1 (de) | 1991-11-07 |
Family
ID=25903129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914113479 Withdrawn DE4113479A1 (de) | 1990-05-04 | 1991-04-25 | Vorrichtung zum abstapeln von grossflaechigen, kontinuierlich anfallenden platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4113479A1 (de) |
Cited By (9)
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1991
- 1991-04-25 DE DE19914113479 patent/DE4113479A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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