DE4112115C2 - Anordnung zum Containerstau mit Distanzelement auf Schiffen - Google Patents
Anordnung zum Containerstau mit Distanzelement auf SchiffenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Container
stau mit Distanzelement auf Schiffen, in festen Staugerüsten,
deren Breitenabmessung für größere Containerbreiten vorgesehen
ist, wobei das Distanzelement aus einem Druckstück mit einem
daran befestigten Verriegelungsteil zur Befestigung des Distanz
elementes im Containereckbeschlag besteht.
Die bisherigen Lösun
gen sehen gewöhnlich Mechanismen vor, die durch Verschwenken
der Führungsbahnen eine Breitenverstellung der Staugerüste be
wirken. Eine solche Lösung ist beispielsweise aus dem
DD-AP 2 90 634 bekannt. Diese und ähnliche Lösungen sind vor
teilhaft, wenn mehrere Container gleicher Breitenabmessung
in einem Staugerüst untergebracht werden sollen. Der mechani
sche Aufwand ist dafür allerdings beträchtlich, zumal auch noch
Wartungskosten für die Schwenk- oder Klappmechanismen anfallen
werden. Außerdem ist die Variabilität des Staus unterschiedlich
breiter Container immer noch nicht befriedigend. Würde man
diese bekannten Lösungen so verändern, daß in einem verstell
baren Staugerüst abwechselnd Container mit ISO-Breite und
NON-ISO-Breite gestaut werden können, muß der mechanische
Aufwand und alle damit folgenden negativen Wirkungen zwangs
läufig weiter zunehmen, weil nämlich die Mechanismen dann sepa
rat für jeden Container und nicht wie bisher für die gesamte
Führungsbahn funktionieren müßten.
In der DE-OS 17 81 209 wird eine Einrichtung in Container
schiffen beschrieben, die aus den Laderaum überspannenden
Stützgerüsten zum Containerstau besteht. Um eine günstige
Anpassung an verschiedene Containergrößen zu erreichen, ist
vorgesehen, daß zwischen den Containern eine senkrecht ver
laufende Stützvorrichtung angeordnet ist, die eine verstell
bare Einheit bildet und mittels Befestigungsvorrichtungen in
verschiedenen, bestimmten Containergrößen entsprechenden,
Positionen befestigt werden kann. Die die Stützvorrichtung
bildende verstellbare Einheit kann aus leicht trennbaren
Teileinheiten bestehen.
Die Befestigungsvorrichtung besteht aus festen vertikalen
Führungen, die in den verschiedenen Containergrößen ent
sprechenden Abständen im Laderaum angeordnet sind. In diese
Führungen kann die verstellbare Einheit mittels Kran einge
setzt werden.
Diese Lösung ist insofern nachteilig, weil die verstellbare
Einheit vollständig entfernt werden muß, wenn der Laderaum
für andere Ladungsgüter verwendet werden soll. Außerdem ist
die verstellbare Einheit ein beachtlicher Masse- und Kosten
faktor. Auch mit dieser Lösung ist der Stau unterschiedlich
großer Container in einer Stauzelle nicht möglich.
Ferner ist eine Vielzahl unterschiedlich ausgebildeter Stau
stücke und Distanzelemente entwickelt worden, die gewöhnlich
in den Eckbeschlägen der Container angeordnet werden und eine
gegenseitige Abstützung der Containerstapel bewirken, so daß
dem gesamten Containerblock eine höhere Standfestigkeit ver
liehen wird. Eine repräsentative Lösung wird durch das
DD-WP 2 75 218 geschützt.
Man hat auch schon eine Reihe Distanzelemente, die aus Druck
stück und Verriegelungsteil bestehen, entwickelt, die für den
Containerstau in Staugerüsten vorgesehen sind. Diese werden
eingesetzt, wenn mehrere kleinere Container hintereinander
liegend in größeren Stauzellen gestaut sind und sie befinden
sich dann in den Containereckbeschlägen zwischen den Stirn- und/oder
Längsseiten der Container (z. B. 2×20′-Container
in 40′-Stauzellen), wobei die Container an ihrem gegenüber
liegenden Ende in Führungsbahnen gehalten werden. Würde man
mit dieser Anordnung auch Container unterschiedlicher Breite
stauen wollen, müßte man die Führungsbahnen, z. B. wie eingangs
beschrieben, auf verschiedene Breiten verstellbar ausführen.
Aber auch dann könnten in einer Stauzelle nur Container ein
heitlicher Breite untergebracht werden, womit die Variabili
tät des Containerstaus immer noch nicht ausreichend wäre.
Trotz der hohen Anzahl von Staustücken und Distanzelementen
bzw. deren Anordnung, die für die beschriebenen verschiedenen
Anwendungsfälle entwickelt wurden, hat es bisher offensicht
lich noch niemand vermocht, Distanzelemente auch dort zu ver
wenden, wo einzelne Container in Stauzellen untergebracht sind.
Aus den geschilderten Zusammenhängen schlußfolgernd liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Container
stau mit Distanzelement in Staugerüsten auf Schiffen zu ent
wickeln, bei der mit geringem Aufwand eine optimale Variabi
lität beim Stau unterschiedlich breiter Container in einer
festen Stauzelle erreicht werden soll.
Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeich
nenden Merkmale des Hauptanspruches und seiner Ausgestaltung
in den Unteransprüchen.
Die Distanzelemente werden je nach Breitendifferenz entweder
an einer oder an beiden Containerseiten angeordnet.
Die Befestigung der Distanzelemente kann in den Seitenöff
nungen der Containereckbeschläge, die sich im Bereich der
Führungsbahnen befinden oder (direkt) in den Führungsbahnen
des Staugerüstes vorgenommen werden. Die schlüssellochartigen
Öffnungen in den senkrechten Führungsbahnen, in die schlüssel
artig ausgebildete Verriegelungsteile des Distanzelementes
einhängbar sind, sind alternativ vorgesehen. Sie sind in Ab
ständen angeordnet und bieten die Möglichkeit, auch unter
schiedlich hohe Container abzustützen.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung werden die schmaleren
Container in dem breiteren Staugerüst abgestützt. Die Erfin
dung erreicht eine optimale Variabilität des Staus unter
schiedlich breiter Container in einer festen Stauzelle.
Im Bedarfsfall, wenn die Situation es erfordert, können mit
dieser Anordnung in der gesamten Stauzelle schmalere Container
untergebracht und sicher gestaut werden. Aber auch ein belie
biger Wechsel zwischen schmaleren und breiteren Containern,
wie es in der Praxis wünschenswert ist, ist leicht zu bewerk
stelligen.
Die Erfindung kommt ohne verstellbare Führungsbahnen aus,
wodurch die Kosten sehr gering sind.
Das Druckstück kann in seinen Abmessungen der Größe des Eck
beschlages entsprechen. Es besitzt allseitig Abschrägungen,
die für ein besseres Gleiten und Einführen des Containers
in die Stauzelle sorgen.
Die schienenartige Form des Druckstückes gemäß Anspruch 2
kann sich über mindestens eine Containerhöhe erstrecken.
Zur besseren Handhabung solcher Distanzelemente sind sie aus
einem leichten Werkstoff hergestellt (z. B. Al) und besitzen
die Stabilität beträchtlich erhöhende Profilierungen. Zur
weiteren Gewichtsreduzierung können solche schienenartigen
Druckstücke der Distanzelemente nur im Bereich der Container
eckbeschläge mit der notwendigen Breite zur sicheren Contai
nerabstützung versehen sein und dazwischen bedeutend schwächer
ausgebildet werden.
Die Breite der Druckstücke entspricht der Breitendifferenz der
Container.
Soll die Befestigung der Distanzelemente am Container erfolgen,
so kann diese bereits an Land, also vor dem Transport des Con
tainers an Bord, durchgeführt werden. Insbesondere für diesen
Fall besteht das Verriegelungsteil des Distanzelementes gemäß
Anspruch 3 aus einem an sich bekannten Knebel am Ende eines
Schaftes und aus einem drehbar am Schaft befestigten Siche
rungsblech, womit eine etwa mittige Lage des Distanzelementes
am Eckbeschlag und gleichzeitig eine Sicherung gegen Heraus
fallen bewirkt werden sollen. Nach dem Einführen des Knebels
und des Sicherungsbleches in die seitliche Eckbeschlagsöff
nung wird das Sicherungsblech in eine querliegende Position
zum Knebel gedreht und somit sicher verankert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines Distanzelementes,
Fig. 2 zeigt diese Distanzelemente an einem schmaleren
Container befestigt - zur Abstützung desselben
in einer Führungsbahn,
Fig. 3 zeigt einen einseitigen Einsatz der Distanzelemente
am Container im Detail,
Fig. 4 zeigt eine beidseitige Anordnung,
Fig. 5 zeigt ein vorzugsweise in der Führungsbahn zu
befestigendes Distanzelement,
Fig. 6 zeigt eine Befestigungsart dieses Distanzelementes
und einen Abschnitt der Führungsbahn mit Öffnungen.
Das Distanzelement 1 nach Fig. 1 besteht aus einem Druck
stück 1a, das an den Seiten abgeschrägt ist, aus einem Ver
riegelungsteil 1b, das sich aus einem Schaft 1d und einem
am Ende des Schaftes 1d angeordneten Knebel 1c sowie aus
einem drehbar am Schaft 1d angeordneten Sicherungsblech 1e
zusammensetzt.
In Fig. 2 ist eine Seite eines schmaleren Containers 7 in
einer senkrechten Führungsbahn 8 abgebildet, der unten und
oben in den Eckbeschlägen 5 angeordnete Distanzelemente 1 auf
weist. Unter und über dem schmaleren Container 7 sind breitere
Container 6 gestaut, für deren Breite die Führungsbahnen 8
ausgelegt sind.
Fig. 3 zeigt eine detaillierte Darstellung der Befestigung des
Distanzelementes 1 nach Fig. 1 im Containereckbeschlag, bei der
das Distanzelement 1 gegen Herausfallen aus dem Eckbeschlag 5
gesichert ist.
In Fig. 4 beträgt die Breitendifferenz 130 mm und deshalb ist
der beidseitige Einsatz von Distanzelementen 1 vorzuziehen.
Fig. 5 zeigt eine andere Form eines Distanzelementes, aus
Leichtmetall, das mit 10 bezeichnet wurde. Dieses Distanzele
ment 10 besteht aus einem Stück mit einem oben und unten ange
ordneten Druckstück 10a. Mit den Verriegelungsteilen 10b kann
das Distanzelement 10 in entsprechende Öffnungen 9 der Führungs
bahn 8 befestigt werden. Die Öffnungen 9 sind schlüssellochartig
ausgebildet, wie man in Fig. 6 erkennen kann.
In den Fig. 2, 4 und 6 wurden Maßangaben gemacht, die den Unter
schied zwischen ISO und NON-ISO-Abmessungen verdeutlichen sollen.
Claims (3)
1. Anordnung zum Containerstau mit Distanzelement auf Schiffen,
in festen Staugerüsten, deren Breitenabmessung für größere
Containerbreiten vorgesehen sind, wobei das Distanzelement
aus einem Druckstück mit einem daran befestigten Verriege
lungsteil, zur Befestigung des Distanzelementes im Container
eckbeschlag, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das
Druckstück (1a, 10a zwischen Container (7) und Führungs
bahn (8) angeordnet ist und das Druckstück (1a, 10a) auf seiner Rückseite ein
Verriegelungsteil (1b, 10b) aufweist, welches entweder in die im Bereich der
Führungsbahnen (8) befindlichen Eckbeschläge (5) des Containers (7)
oder in Öffnungen der Führungsbahn (8) der Staugerüste (4)
einhängbar ist.
2. Anordnung zum Containerstau mit Distanzelement auf Schiffen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück
(10a) aus einem leichten Werkstoff schienenartig ausgebildet
ist und an der Rückseite schlüsselähnliche Verriegelungsteile
(10b) besitzt, mit denen das Distanzelement (10) in schlüs
sellochartige Öffnungen (9) der Führungsbahn (8) einhäng
bar ist.
3. Anordnung zum Containerstau mit Distanzelement auf Schiffen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druck
stück (1a) etwa die Größe eines Eckbeschlages (5) besitzt
und das Verriegelungsteil (1b) aus einem an sich bekannten
Knebel (1c) am Ende eines Schaftes (1d) und aus einem dreh
bar am Schaft (1d) befestigten Sicherungsblech (1e) besteht.
Priority Applications (1)
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