DE4111704A1 - Ventilbetaetigung mit spiel- und nachgiebigkeits-ausgleich - Google Patents
Ventilbetaetigung mit spiel- und nachgiebigkeits-ausgleichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ventilbetätigung für eine Brenn
kraftmaschine und insbesondere einen Spiel- und/oder Nachgie
bigkeits-Ausgleich bei einer solchen Ventilbetätigung.
Bei Brennkraftmaschinen werden die Ventile durch Nocken betä
tigt, die mit den Ventilen über einen Mechanismus gekoppelt
sind, der eine Ausbiegung oder Nachgiebigkeit besitzt.
Direktwirkende Ventilbetätigungen, die nur einem mechani
schen oder hydraulischen Heber als Kopplungsmechanismus ent
halten, sind ziemlich steif, was bedeutet, daß sie wenig
Nachgiebigkeit zeigen. Andererseits benutzen manche Ventilbe
tätigungen Stoßstangen oder Kipphebel, die eine größere Nach
giebigkeit einführen. Zusätzlich kann eine gewisse Toleranz,
d. h. ein Spiel zwischen Elementen einer Ventilbetätigung be
stehen, wenn der Nocken keine Last überträgt. In einigen
dieser Systeme beaufschlagt der Nocken die Ventilbetätigung
rasch mit einer Last, wodurch sich Geräusch und Stoßbela
stung für die Ventilbetätigung ergeben. Es ist wünschens
wert, derartige Resultate zu vermeiden durch eine Auslegung,
die die Ventilbetätigung bereits vor dem Beaufschlagen des
Ventils mit Öffnungskraft vorbelastet, so daß die Nachgiebig
keit und die Toleranzen keine Rolle spielen.
US-PS 48 52 528 (Beardmore e. al.) beschreibt eine geräusch
arme Ventilbetätigung, bei der eine besondere Nockenausle
gung angewendet ist, die die Ausbiegung der Ventilbetäti
gungsteile berücksichtigt. Diese Auslegung besitzt steil ge
formte Schrägflächen, die vor dem Öffnen und nach dem Schlie
ßen überfahren werden und jeweils für rasches Beaufschlagen
bzw. Entlasten der Ventilbetätigung sorgen. Die Auslegung
ergibt verringertes Geräusch und Aufschlagkraft für die Ven
tilbetätigung, jedoch ist die Nockenform kompliziert und
schwierig herzustellen.
Es ist deshalb ein Ziel der Erfindung, einen Ventilbetäti
gungs-Mechanismus zu schaffen, der fähig ist, das Spiel des
Ventilbetätigungs-Systems oder unerwünschte Ausbiegung vor
dem beabsichtigten Beaufschlagen mit Öffnungskräften zu be
seitigen unter Benutzung von einfachen Nocken, die relativ
leicht herzustellen sind. Weiter wird angestrebt, einen sol
chen Mechanismus zu schaffen, der gemäßigtes Entlasten der
Ventilbetätigungs beim Schließen des Ventils zuläßt, um
einen Ventilschlag zu verhindern; dabei soll dieser Mechanis
mus möglichst eine Drehung des Nockenfolgers bewirken.
Die Erfindung führt zu einer Ventilbetätigung mit einem Tel
lerventil, das zwischen Offen- und Schließstellungen hin
und herbewegbar ist und mit einer Ventilfeder, welche das
Ventil in seine Schließstellung hin drängt, mit Nockenmit
teln zum steuerbaren Bewegen des Ventilteils zwischen der
Offen- und der Schließstellung und mit mechanischem Betäti
gungsmittel, welches das Nockenmittel mit dem Ventil kop
pelt, wobei das Nockenmittel umfaßt: einen mit dem mechani
schen Betätigungsmittel verbundenen Nockenfolger und einen
um eine Achse drehbaren und den Nockenfolger beaufschlagen
den Nocken zum Bewegen des Ventils über den Nockenfolger und
das mechanische Betätigungsmittel, wobei der Nockenfolger
eine ballige Berührungsfläche besitzt mit einem Gipfel, der
näher an der Nockenachse sitzt als ein benachbarter Ab
schnitt der Berührungsfläche, der Nocken ein durch einen
Grundkreis und ein Anhebeprofil bestimmtes Profil besitzt
mit einer Berührungslinie mit dem Nockenfolger längs eines
Weges, der mit dem Gipfel während Abschnitten des Berührungs
grundkreises benachbart dem Anhebeprofil ausgerichtet ist
und vom Gipfel abgesetzt ist während der Berührung mit einem
Abschnitt des Grundkreises gegenüber dem Anhebeprofil, wo
durch infolge der Form der balligen Berührungsfläche der An
fangsabschnitt des abgesetzten Teils des Weges ein Entlasten
der Ventilbetätigung zuläßt und der abschließende benachbar
te ausgerichtete Weg des Grundkreises eine leichte Komprimie
rung der Ventilbetätigung bewirkt zum Ausgleich für Spiel
und/oder Nachgiebigkeit.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Teilschnittansicht einer Brennkraftmaschine mit
einer direktwirkenden Ventilbetätigung mit einem er
findungsgemäßen Spielausgleich-Mechanismus,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung nach Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Nockens und Nockenfolgers,
Fig. 4 eine orthometrische Darstellung des erfindungsgemä
ßen Nockens,
Fig. 5 eine Abwicklungsdarstellung des Nockens aus den vor
angehenden Figuren zur Darstellung des Berührungswe
ges mit dem Nockenfolger,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Nockens mit Walzen-Folger
gemäß einer anderen Ausführung der Erfindung,
Fig. 7 eine Seitenansicht einer anderen Nockenausführung
mit einem in Schnittdarstellung gezeigten Nockenfol
ger mit gekrümmter Oberfläche, und
Fig. 8 eine Seitenansicht eines Nockens ähnlich Fig. 2 und
6 mit einer anderen Ausführung eines Folgers mit ge
formter Oberfläche, geschnitten dargestellt.
Nach Fig. 1 und 2 besitzt eine Brennkraftmaschine 10 einen
Zylinderblock 12 mit einer Vielzahl von Zylindern 14 (von
denen einer gezeigt ist), der mit einem Zylinderkopf 14 zu
sammengepaßt ist. Je ein Einlaß- und ein Abgasanschluß 18
wird jeweils durch ein Tellerventil 20 gesteuert mit einem
Kopf 22, der in der Schließstellung dargestellt ist und
dabei schließend gegen einen den Anschluß 18 umgebenden Ven
tilsitz 24 anliegt.
Jedes Ventil 20 wird durch eine Ventilfeder 25 mit einer vor
bestimmten Schließkraft in seine Schließstellung gedrängt
und ist durch eine periodisch einwirkende Ventilbetätigung
öffenbar, welche eine Nockenwelle 26 und einen Nockenfolger
in Form eines Ventilhebers 28 enthält, der vorzugsweise vom
hydraulischen Spiel-Nachstelltyp ist. Der Ventilheber 28 ist
direkt zwischen Nockenwelle 26 und Ventil 20 eingesetzt und
in einer Bohrung 30 im Zylinderkopf 16 zur Hin- und Herbewe
gung darin untergebracht.
Die Nockenwelle 26 ist drehbar in dem Zylinderkopf 16 in
üblicher OHC-Gestaltung gelagert und umfaßt eine Vielzahl
von Exzenternocken 32, von denen jeweils eine mit einem Ven
tilheber 28 zur Beaufschlagung der Ventilbetätigung bei Dre
hung der Nockenwelle 26 in Eingriff tritt. Die Nockenwelle
26 wird über eine Kurbelwelle der Maschine 10 in einer vorbe
stimmten Phasenbeziehung dazu angetrieben mit einer Dreh
zahl, die proportional zur Kurbelwellendrehzahl ist. Bei
jedem Zyklus beaufschlagt jeder Nocken 32 seinen jeweiligen
Ventilheber 28 und beaufschlagt dadurch die Ventilbetätigung
zum gesteuerten Öffnen und Schließen des Ventils gegen die
Kräfte der Ventilfeder 25.
Der Ventilheber 28 besitzt, wie am besten in Fig. 3 gezeigt,
eine ballige sphärische Krone 34 zur Anlage gegen den Nocken
32, wobei ein Gipfel 35, d. h. die höchste Stelle der Krone,
in der Mitte sitzt. Der Krümmungsradius der Krone 34 kann in
der Größenordnung von 50,8 bis 508 cm (20 bis 200 inch)
liegen, ist jedoch nicht auf diesen Bereich begrenzt. Das er
möglicht die Verlängerung des Ventilhebers, falls die
Nocken-Berührungsstelle gegenüber dem Gipfel 35 versetzt
liegt, statt über den Gipfel 35 hinweg zu gehen. Das bedeu
tet, der Ventilheber ist auf eine Höhe eingestellt, die aus
reicht, den niedrigsten Teil des Nockens 32 zu berühren, und
die Höhe ist größer, falls der Ventilheber den Nocken 32 an
einer Stelle berührt, die niedriger liegt, als der Gipfel
35.
Der Nocken 32 besitzt nach Fig. 3 und 4 einen Grundkreisab
schnitt 36 und ein Anhebeprofil 38, das über den Grundkreis
abschnitt hinaus vorsteht, um eine Öffnungsbewegung des Ven
tils zu schaffen. Der Grundkreisabschnitt umfaßt eine konzen
trisch zur Drehachse der Nockenwelle 26 liegende zylindri
sche Fläche 40. Der Grundkreisabschnitt 36 ist abgewandelt
durch einen ausgeschnittenen Abschnitt 42 im Nocken gegen
über dem Anhebeprofil 38, der sich von einer Seite des Noc
kens bis zu einem Bereich jenseits des Gipfels des Ventilhe
bers 28 erstreckt. Bei einem Nocken mit einer Breite von
2,54 cm (1 Zoll) kann der ausgenommene oder abgehobene Ab
schnitt sich z. B. 6,35 mm (1/4 Zoll) über den Gipfel hinaus
erstrecken oder seine Breite kann 3/4 der Breite des Nockens
sein, von einer Kante aus gemessen. Der ausgenommene Anteil
ist nur ein sehr geringer, z. B. 1 mm, und beim Gießen in den
Nocken eingeführt und besitzt üblicherweise eine Leiste 43,
die in den zylindrischen Abschnitt 40 des Grundkreises über
geht. Dadurch wird, wenn der ausgenommene Abschnitt 42 mit
dem Ventilheber ausgerichtet ist, der Grundkreisabschnitt 36
den Ventilheber 28 an einer Stelle berühren, die mit dem Ab
stand O gegen den Gipfel 35 versetzt ist. Das läßt den Ven
tilheber 28 eine um ein Stück P höhere Lage (enger an der
Nockenwellenachse) einnehmen, als wenn der Grundkreisab
schnitt 36 den Gipfel 35 berührt. Der Abstand P reicht
gerade aus, um die Ventilbetätigung genügend zu belasten, um
das Spiel infolge von etwaigen Toleranzen wegzunehmen, und
eine Komprimierung der Ventilbetätigungs-Bestandteile zu be
wirken, wenn sich die Nockenberührungsstelle von dem ausge
schnittenen oder ausgenommenen Abschnitt zum Grundkreisab
schnitt bewegt, wobei keine Ventilöffnung erfolgt. Die Größe
des Versatzes O vom Gipfel und der Krümmungsradius R des
Ventilhebers 28 bestimmen die Kompensation P über die Formel
P = R - (R² - O²)1/2
Wenn so R = 127 cm (50 Zoll) und O = 1,27 cm (0,5 Zoll),
wird P = 0,0635 mm (0,0025 Zoll).
wird P = 0,0635 mm (0,0025 Zoll).
Die Enden des ausgenommenen Abschnitts 42 sind so gekrümmt,
daß sie glatt in den Grundkreisabschnitt übergehen, um wäh
rend der Nockendrehung eine sanfte und/oder variable Über
gangsrate von der abgesetzten Stelle zum Gipfel zu ergeben.
Die Übergangszone ist in der Darstellung nach Fig. 5 ge
zeigt, die eine Abwicklung der Nockenoberfläche darstellt,
wobei die Nase des Anhebeprofils an beiden Enden der Abwick
lung und der ausgenommene Abschnitt in der Mitte ist. Die
lang-kurz-kurz gezeichneten Linien bestimmen den Berührungs
weg des Nockens 32 mit dem Ventilheber 28. Beginnend an der
Oberseite der Fig. 5 berührt das Anhebeprofil 38 den Gipfel
35 des Ventilhebers 28 so, daß der Berührungsweg in der
Mitte der Anstiegsfläche liegt. Der Weg bleibt so über dem
wahren Grundkreisabschnitt zentriert, und bei Beginn des aus
genommenen Abschnitts 42 bewirkt eine erste Übergangszone
die allmähliche Verschiebung der Berührungsstelle von der
Nockenmitte zu der abgesetzten Linie zum gesteuerten Über
gang von dem unbelasteten zum leicht komprimierten Zustand
der Ventilbetätigung. Der Weg setzt sich symmetrisch auf der
anderen Abstiegsfläche des Anhebeprofils fort. Wahlweise
kann die zweite Übergangszone unterschiedlich zur ersten
Übergangszone ausgebildet werden, um die Abklingrate der Ven
tilbetätigung speziell zu steuern.
Es kann so gesehen werden, daß dann, wenn die Berührungsstel
le des Nockens mit dem Ventilheber 28 sich von dessen Gipfel
zu der abgesetzten Stelle hin bewegt, der Ventilheber etwas
von der Nockenkraft erleichtert bekommt, und im Falle eines
hydraulisch einstellbaren Hebers dehnt sich der Ventilheber
dann, um irgendwelche Freiräume in der Ventilbetätigung auf
zunehmen. Der Ventilheber gleicht jedoch nicht Nachgiebig
keit in der Ventilbetätigung aus, falls eine solche vorhanden
ist. Wenn die Berührungsstelle des Nockens sich durch die
Übergangszone zu dem Mittenkontakt mit dem Grundkreis
bewegt, wird die Ventilbetätigung um die Ausgleichsgröße P
komprimiert, um damit die Nachgiebigkeit aufzunehmen. So ist
es wichtig, daß der ausgeschnittene Abschnitt und die Ventil
heberkrone so ausgelegt sind, daß sie einen Wert P ergeben,
der gerade ausreicht, Nachgiebigkeit aufzunehmen. Selbstver
ständlich wird dann, wenn kein automatisch nachstellender
Ventilheber benutzt wird, Freiraum zwischen den Ventilbetäti
gungs-Elementen vorhanden sein, der zuerst beseitigt werden
muß, so daß in diesem Fall der Wert P genügend groß sein
muß, um sowohl das Spiel als auch die Nachgiebigkeit auszu
gleichen.
Ein Vorteil des Ausnehmens des Nockens besteht darin, daß
die Gleitwirkung des Nockens an der abgesetzten Stelle an
dem Ventilheber eine Drehung des Ventilhebers verursacht, um
einen gleichmäßigen Verschleiß am Ventilheber zu fördern.
Diese Eigenschaft wirkt sich immer dann aus, wenn der Ven
tilheber eine solche Drehung durchführen kann. Es zeigt sich
jedoch auch, daß auch bei sich nicht in dieser Weise drehen
de Ventilheber vorteilhaft von der Eigenschaft des
Spiel/Nachgiebigkeits-Ausgleichs Gebrauch machen. Ein Wal
zen-Nockenfolger ist ein Ausführungsbeispiel für eine solche
Anwendung.
Ein Walzentyp-Nockenfolger 60 ist in Fig. 6 als weitere Aus
führungsvariante der Erfindung dargestellt. Hier besitzt ein
Nockenfolger 60 eine Walze 62 mit einer zur Nockenwelle 26
parallelen Drehachse 64. Die Walze ist auch hier ballig aus
geführt und berührt eine Nocke 32, die einen nach der be
schriebenen Weise ausgenommenen Abschnitt 42 besitzt. Wenn
der Nocken-Berührungspfad die ausgenommene Stelle erreicht,
liegt der Nocken so an der balligen Walze 62 an, daß diese
niedriger ist, als der Gipfel des Ballenprofils, um so den
Spiel/Nachgiebigkeits-Ausgleich in der gleichen Weise wie
bei der ersten Ausführung zu schaffen. Um die korrekte Wal
zenstellung sicherzustellen, muß der Nockenfolger 60 gegen
eine Drehung um seine zur Walzenachse senkrechte Achse fest
gehalten werden. Ein solcher Walzenfolger kann an einem
Spielsteller oder an einem massiven Bolzen, einem Kipphebel
oder einer Stoßstange angebracht werden.
Fig. 7 zeigt eine alternative Ausführung der Erfindung mit
einem Gleit-Nockenfolgerklotz 66 mit einer gekrümmten Berüh
rungsfläche 68, die im Querschnitt ebenso ballig wie die
Walze 62 in Fig. 6 oder der Ventilheber 28 in Fig. 1 und 2
geformt ist. So kann jede dieser Nockenfolger-Ausführungen
statt dem Gleitklotz 66 benutzt werden, der beispielsweise
einen Teil eines Kipphebels bildet. Der Klotz 66 berührt
einen Nocken 70, der den Nocken 32 gleicht, bis auf den
Punkt, daß ein ausgenommener Abschnitt 72 sich mit gleichem
Abstand nach beiden Seiten der Nockenfolgerkrone, jedoch bis
kurz vor der Nockenkante erstreckt. Auf diese Weise berührt
der Nockenfolger den Nocken an beiden Seiten des ausgenomme
nen Abschnitts so, daß Kippkräfte auf den Nockenfolger ver
mieden werden und Verschleiß verringert wird.
Fig. 8 zeigt eine andere Ausführung, bei der ein Nocken 32
einen ausgenommenen Abschnitt 42 besitzt, wie die Nocken
nach den Fig. 2 und 6. Der Nocken 32 berührt einen Nockenfol
ger 74, der einen im Querschnitt ebenen Gipfelabschnitt 76
besitzt, mit einem anschließenden abgewinkelten Abschnitt 78
an einer Seite des Nockenfolgers. Der Gipfelabschnitt 76
liegt parallel zur Nockenfläche zum Eingriff mit dieser. Der
ausgenommene Abschnitt 78 kann, wie gewünscht, geradlinig
oder gekrümmt sein. Diese Ausführung hat bei einigen Formen
von Ventilmechanismen den Vorteil, daß eine größere Anlage
fläche des Kontaktweges geschaffen wird zwischen dem Nocken
und dem ebenen Gipfelabschnitt 76 des Nockenfolgers während
der hochbelasteten Ventilöffnungs- und Ventilschließ-Ab
schnitte des Nockendurchlaufs.
Es ist ersichtlich, daß dadurch, daß die Nockenausnehmung
beim Gießen des Nockens erzeugt wird und keine Bearbeitung
über die normalen Schleif- und Poliervorgänge der Nockenbe
rührungsfläche hinaus erforderlich ist, die für die Ausfüh
rung der Erfindung erforderliche spezielle Nockenwelle keine
Zusatzkosten erfordert im Vergleich zu einer Standard-Nocken
welle. In gleicher Weise ist auch die ballige oder geformte
Nockenfolgerfläche leicht und wirtschaftlich herzustellen.
So können die Vorteile einer geräuscharmen Ventilbetätigung
bei einer zur praktischen Massenherstellung geeigneten Ausle
gung erreicht werden. Zusätzlich ist das Drehen des Ventilhe
bers ohne weitere Kosten zu erreichen.
Die Erfindung ist in erster Linie für eine Ventilbetätigung
gedacht mit einem hydraulischen Spielsteller, so daß nur
Nachgiebigkeit auszugleichen ist. Wie sich aus der Beschrei
bung ergibt, kann die Anwendung der Erfindung aber auch auf
Systeme ausgedehnt werden, die keine automatische Spielein
stellung besitzen, und so kann die Erfindung benutzt werden,
um geringe Spielgrößen wie auch Nachgiebigkeit aufzunehmen.
Der Mechanismus ist hier als ein Ausgleichs-Mechanismus für
einen direktwirkende OHC-Maschine beschrieben, wobei der
Nocken über eine hydraulische Spielstellung mit einem Ventil
gekoppelt ist. Das ist jedoch nur zur Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels gegeben, und die Erfindung kann genauso
gut auch für andere Ventilbetätigungs-Systeme eingesetzt
werden, wie OHV (Stoßstangen)-, L-Kopf- und In-Kopf-Anordnun
gen. Genauso kann sie auch für Nocken/Kipphebel-Anordnungen
ausgelegt werden, falls die mit dem Nocken in Eingriff tre
tende Kipphebelfläche entsprechend geformt ist, und hier
sind ebenfalls die gezeigten Abwandlungen gültig.
Claims (11)
1. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine, welche
umfaßt: ein zwischen Öffen- und Schließstellung hin- und
herbewegbares Tellerventil, eine das Ventil zu seiner
Schließstellung mit einer vorbestimmten Schließkraft be
aufschlagende Ventilfeder, einen drehbaren Nocken, um ge
steuertes Öffnen bzw. Schließen des Ventils gegen die
Kraft der Ventilfeder zu verursachen, und durch den
Nocken zum Betätigen des Ventils beaufschlagbares Betäti
gungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungs
mittel enthält einen Nockenfolger (28; 60; 66; 74) mit
einer balligen Oberfläche (34; 62; 68; 76) in Berührung
mit dem Nocken (32), wobei die ballige Oberfläche (34;
62; 68; 76) eine Gipfelstelle (35; 76) enthält, der
Nocken (32) ein Hebeprofil (38) aufweist, das das Ventil
(20) zum Öffnen bzw. Schließen betätigt ist, wenn es über
den Nockenfolger (28; 60; 66; 74) wegläuft, und einen
Grundkreisabschnitt (36), der zur Berührung mit dem
Gipfel (35; 76) der balligen Oberfläche (34; 62; 68; 76)
in ersten Bereichen benachbart dem Anhebeprofil (38) ge
formt ist und zur Berührung der balligen Oberfläche (34;
62; 68; 76) mit einem Versatz-Abstand (O) von dem Gipfel
(35; 76) in einem zweiten Bereich gegenüber dem Anhebepro
fil (38), wobei der Grundkreisabschnitt (36) wirksam ist
zum Komprimieren des Betätigungsmittels in der Nähe der
Ventilöffnungsstelle, wenn der Grundkreisabschnitt (36)
den Gipfel (35; 76) der balligen Oberfläche (34; 62; 68;
76) berührt, und zum Entlasten des Betätigungsmittels,
wenn der Grundkreisabschnitt (36) die ballige Oberfläche
(34; 62; 68; 76) mit Versatz (O) von dem Gipfel (35; 76)
der balligen Oberfläche (34; 62; 68; 76) entfernt
berührt.
2. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkreisab
schnitt (36) des Nockens (32) eine zylindrische Fläche
(40) ist, die in dem zweiten Bereich durch einen ausgenom
menen Aschnitt (42) in dem Teil des Nockens (32) abgewan
delt ist, der mit dem Gipfel (35) der balligen Oberfläche
(34) ausgerichtet ist, um eine Berührung des zweiten Be
reichs des Grundkreisabschnitts (36) mit dem Gipfel (35)
der balligen Oberfläche (34) zu verhindern.
3. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkreisab
schnitt (36) des Nockens (32) eine zylindrische Fläche
(40) ist, die in dem zweiten Bereich durch einen ausgenom
menen Abschnitt (42) an einer Seite des Nockens (32) modi
fiziert ist, der sich über den Gipfel (35) der balligen
Oberfläche (34) hinaus erstreckt, um eine Berührung des
zweiten Bereichs des Grundkreisabschnitts (36) mit dem
Gipfel (35) der balligen Oberfläche (34) zu verhindern.
4. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenfolger
ein hydraulischer Spielsteller (28) ist und die ballige
Fläche (34) eine Kreiskrümmung besitzt.
5. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenfolger
(60) eine zur Abrollberührung mit dem Nocken (32) ange
brachte Walze (62) ist, wobei die Walze (62) die ballige
Oberfläche aufweist, welche den Gipfel (35) bestimmt.
6. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenfolger
(28; 60; 66) mit einem mechanischen Betätigungsmittel für
das Ventil (20) verbunden ist und die ballige Oberfläche
des Nockenfolgers (28; 60; 66) eine abgerundete Berüh
rungsfläche (34; 62; 68) ist, welche einen Gipfel defi
niert, der näher an der Nockenachse liegt als ein benach
barter Bereich der Berührungsfläche (34; 62; 68) und daß
der Nocken (32) ein Profil besitzt, das durch den Grund
kreisabschnitt (36) und das Anhebeprofil (38) definiert
ist, und eine Berührungslinie mit dem Nockenfolger (28;
60; 66) längs eines Weges besitzt, der mit dem Gipfel
(35) des Nockenfolgers (28; 60; 66) während der Berührung
der Abschnitte des Grundkreisabschnitts (36) benachbart
dem Anhebeprofil (38) mit dem Nockenfolger (28; 60; 66)
ausgerichtet und gegenüber dem Gipfel (35) versetzt ist
während des Kontakts eines Abschnitts des Grundkreisab
schnitts (36) gegenüber dem Anhebeprofil (38) mit dem Noc
kenfolger (28; 60; 66) in der Weise, daß infolge der Form
der abgerundeten Berührungsfläche (34; 62; 68) der Ver
satzteil des Weges ein Entlasten des Ventilzugs zuläßt
und der benachbarte ausgerichtete Pfad an dem Grundkreis
abschnitt (36) eine kleine Komprimierung der Ventilbetäti
gung vor der Anlage des Anhebeprofils (38) an dem Nocken
folger (28; 60; 66) bewirkt.
7. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsra
dius der abgerundeten Berührungsfläche (34; 62; 68) und
die Größe des Wegversatzes (O) das Maß der Nockenfolgerbe
wegung bestimmen, wenn die Nockenberührungsstelle zwi
schen dem ausgerichteten und dem abgesetzten Abschnitt
des Weges vorbeiläuft.
8. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgerichtete
Abschnitt des Weges allmählich in den abgesetzten Ab
schnitt des Weges übergeht zum gesteuerten Übergang zwi
schen unbelasteten und leicht komprimierten Zuständen der
Ventilbetätigung.
9. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkreisab
schnitt des Nockens (70) eine zylindrische Fläche ist,
die in dem zweiten Bereich durch einen ausgenommenen Ab
schnitt (72) abgewandelt ist, der sich zu beiden Seiten
des Gipfels der balligen Oberfläche (68) erstreckt, um
eine Berührung des zweiten Bereichs des Grundkreisab
schnitts mit dem Gipfel der balligen Fläche (68) zu ver
hindern.
10. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenfolger
(74) eine geformte Berührungsfläche (76, 78) besitzt,
welche einen Gipfel (76) bestimmt, der näher zur Nocken-
Drehachse liegt als ein benachbarter Abschnitt der Berüh
rungsfläche, wobei der Gipfel (76) der Berührungsfläche
(76, 78) im wesentlichen eben zusammengesetzt ist und
sich bis zu einer Kante der Berührungsfläche (76, 78) er
streckt, und der Nocken (32) im wesentlichen die gesamte
ebene Fläche (76) des Nockenfolgers (74) berührt, ausge
nommen während des Kontakts des zweiten Bereichs des
Grundkreisabschnitts mit dem Nockenfolger.
11. Ventilbetätigung für eine Brennkraftmaschine nach An
spruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der benachbarte
Abschnitt der Berührungsfläche (76, 78) des Nockenfol
gers (74) einen abgewinkelten ausgenommenen Abschnitt
(78) relativ zu dem Gipfel (76) umfaßt.
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