DE4111611A1 - Rueckspuelfilter mit vorzugsweise mehreren filterkerzen - Google Patents
Rueckspuelfilter mit vorzugsweise mehreren filterkerzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Rückspülfilter gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Rück
spülfilter, welche mehrere auf einem Teilkreis
eines Tellers angeordnete Filterkerzen in einem
Filtergehäuse aufweist, weil derartige Bauarten
wegen der parallelen Durchströmung mehrerer Filter
kerzen gegenüber Rückspülfiltern mit nur einem Fil
ter eine größere Durchsatzleistung in Verbindung
mit der Möglichkeit aufweisen, die Filtration trotz
der Kerzenreinigung ununterbrochen fortzusetzen.
Die Erfindung wird daher im folgenden anhand dieser
Bauarten weiter beschrieben.
Die erfindungsgemäßen Rückspülfilter dienen vor
zugsweise der Reinigung von Prozeßwasser, u. a. zur
Reinigung des aus einer Wasserleitung oder aus
einem Oberflächengewässer entnommenen Prozeßwas
sers in Fabriken oder Kraftwerken und halten in
diesen Fällen die unterschiedlichen Verunreinigun
gen zurück, die auf der Anströmseite der Filterker
zen einen Filterkuchen bilden. Die Rückspülung
sorgt dafür, daß der Filterkuchen in angemessenen
Abständen entfernt wird. Dabei ist für den automa
tischen und durch den Rückspülvorgang nicht unter
brochenen Filtrationsvorgang erfindungsgemäß die
Anordnung so getroffen, daß jeweils nur eine Fil
terkerze rückgespült wird, während die Mehrzahl der
auf dem Teller angeordneten Filterkerzen in den
Filtrationsvorgang einbezogen bleibt.
Derartige Rückspülfilter sind an sich bekannt. Ins
besondere ist es bekannt (Katalog Brieden "Vollau
tomatisches Rückspülfilter" mit "atmenden Filterele
menten", Typ BFR) den die Filterkerzen tragenden
Teller drehfest anzuordnen und die Filterkerzen
beim Filtrieren von innen nach außen zu durchströ
men. Der auf der den Filterkerzen gegenüberliegen
den Seite des Drehtellers angeordnete Rohrstutzen
ist auf einer senkrechten Welle drehfest angeordnet
und an eine Ablaufleitung angeschlossen. Das Druck
gefälle zwischen dem die zu reinigende Flüssigkeit
enthaltenden Filtergehäuseabschnitt oberhalb des
Drehtellers und der Ablaufleitung kehrt die Strö
mung in der zu reinigenden Filterkerze um und löst
den Filterkuchen von der Innenseite der Filterkerze
ab, den sie durch die Ablaufleitung zusammen mit
dem Spülwasser austrägt. Dabei sollen auch solche
Verunreinigungen entfernt werden, die sich in den
Öffnungen des Filtermediums festgesetzt haben, so
daß gegen Ende des Rückspülvorganges die Filter
kerze weitgehend von dem Filterkuchen gesäubert
ist.
Voraussetzung für derartige Rückspülfilter bilden
erhebliche Mengen der Rückspülflüssigkeit, die von
dem verunreinigten Wasser gebildet wird und die
verloren gegeben werden müssen, weil sie mit den
Verunreinigungen aus dem Filtrationsvorgang ange
reichert sind. Die Erfindung geht demgegenüber
einen anderen Weg, der im Anspruch 1 wiedergegeben
is. Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Gemäß der Erfindung wird der Filterkuchen jeder
Filterkerze getrocknet, bevor er entfernt wird. Das
geschieht oberhalb eines Flüssigkeitsspiegels im
Filtergehäuse, wo der Reinigungsvorgang stattfin
det, durch das Druckgefälle, welches zwischen der
in einem Rückspülgehäuse eingeschlossenen Luft und
der Filtratleitung besteht. Der Filterkuchen gibt
dadurch zunächst die in ihm enthaltene Feuchtigkeit
an das Filtrat ab. Die erfindungsgemäß vorgesehene
Steuerung der Absperrorgane sorgt im Anschluß daran
bei abgesperrtem Zugang zum Filtrat für ein erneu
tes Einführen von Druckluft in das in das druckent
lastete Rückspülgehäuse, jedoch in umgekehrter
Richtung durch die Filterkerze, wodurch der ge
trocknete Filterkuchen von dem Filtermedium abge
sprengt wird und in das Rückspülgehäuse fällt, aus
dem er ausgetragen wird. Bevor die so von einem
Filterkuchen weitgehend abgereinigte Filterkerze
jedoch in den Filtrationsvorgang wieder einbezogen
wird, unterwirft sie der Erfindung einem Rückspül
vorgang, der die letzten Verunreinigungen aus dem
Filtermedium entfernt.
Die Erfindung bewirkt die Abführung des Filterku
chens in Form einer weitgehend getrockneten Masse,
welche je nach dem Grad der Verunreinigung der zu
filtrierenden Flüssigkeit ein vergleichsweise ge
ringes Volumen hat und sich deswegen ohne Verlust
an Prozeßwasser weiterverarbeiten, insbesondere
aber entsorgen, z. B. deponieren läßt. Der Spülflüs
sigkeitsverbrauch ist andererseits gering, weil nur
eine geringe Menge an Verunreinigungen auf diese
Weise entfernt zu werden braucht, wobei weiterhin
die Spülflüssigkeit in den Reinigungsprozeß im Fil
terghäuse zurückgeführt wird. Trotz dieser Vorteile
der Erfindung wird der Wirkungsgrad des Rückspül
filters wegen der sorgfältigen, d. h. mehrstufigen
Reinigung der Filterkerzen in vollem Umfang auf
rechterhalten.
Vorzugsweise vereinfacht man den Aufbau des erfin
dungsgemäßen Rückspülfilters mit den Merkmalen des
Anspruches 2 und mit Rücksicht auf die Druckluft,
die den Filterkuchen wie beschrieben trocknet. Da
man bei dieser Ausführungsform der Erfindung das
Filtergehäuse unter einem pneumatischen Überdruck
setzt und das Rückspülgehäuse mit einer beweglichen
Haube verwirklicht, die auf dem Teller abdichtet,
herrscht zu Beginn des Rückspülvorganges, also beim
Trocknen des Filterkuchens in der Haube der gleiche
Druck wie im Filtergehäuse, wodurch bei Druckentla
stung des Filtergehäuses ein Druckluftstoß ent
steht, dessen Gefälle durch den Filterkuchen ver
läuft und der deswegen zu einer Schnellentwässerung
des Filterkuchens führt.
Die Ausführungsform nach Anspruch 3 hat den Vor
teil, daß zur Verwirklichung der zyklischen Reihen
folge, in der die Filterkerzen rückgespült werden,
nur verhältnismäßig geringe Massen bewegt zu werden
brauchen. Denn der Teller mit den Filterkerzen
bleibt bei dieser Ausführungsform stationär und le
diglich die jeweils zu den Abführungsleitungen füh
renden Rohrstutzen sind beweglich.
Bei der Ausführungsform nach Anspruch 4 läßt sich
der Filterkuchen, welcher von einer diskreten Fil
terkerze in das Filtergehäuse abgesprengt worden
ist, ohne längeren Verbleib im Filtergehäuse abfüh
ren. Dafür sorgt der im Rückspülgehäuse angeordnete
Längsförderer und die luftdichte Abschleusung des
Rückspülgehäuses durch die der Filterkuchen abge
führt werden kann.
Den Bewegungsablauf des Filtergehäuses kann man
vereinfachen, wenn man die Merkmale des Anspruches
5 verwirklicht. Hierbei hat nämlich das Filterge
häuse lediglich zwei Positionen, die die Endpunkte
des Linearantriebes bilden, der die Bewegungsener
gie dem Filtergehäuse zuführt.
Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vor
teile der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung einer Ausführungsform anhand
der Figuren in der Zeichnung; es zeigen
Fig. 1 schematisch und im Längsschnitt ein Rück
spülfilter gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Tellers, der in dem
Gegenstand der Fig. 1 die Filterkerzen trägt
und
Fig. 3 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung den
Teller in einer Draufsicht auf die Filter
kerzen.
Das allgemein mit (1) bezeichnete Rückspülfilter
gemäß Fig. 1 hat auf einem Teller (2) eine Mehrzahl
von Filterkerzen (3) und ein Filtergehäuse (4),
welches auf einem Support (5) ruht. Die Anordnung
ist nach Fig. 1 so getroffen, daß die längere Achse
der Filterkerzen (3) horizontal und der Teller (2),
sowie die ihm gegenüberliegende Rückwand (6) des
Filtergehäuses (4) senkrecht stehen. Das Filterge
häuse hat einen mit einem Absperrorgan (7) verse
henen Zulauf (8) für die zu reinigende Flüssigkeit,
beispielsweise Schmutzwasser, der von unten durch
den Support (5) in das Filtergehäuse (4) geführt
ist. Der Ablauf des Filtrates erfolgt über eine
Rohrleitung (9), welche mit einem Absperrorgan (10)
gesichert ist. Die Filterkerzen (3) werden daher
von außen nach innen durchströmt. Der Ablauf mündet
im Tiefsten des Filtergehäuses entsprechend der
Fig. 2, wo die Mündung mit (11) bezeichnet ist.
Die Filterkerzen (3) werden in zyklischer Reihen
folge eine nach der anderen von ihrem Filterkuchen
befreit, der sich auf der Außenseite (12) jeder
Filterkerze (3) während des Reinigungsvorganges ab
setzt. Die Filterkerzen haben einen rechteckigen
Querschnitt, dessen lange Seiten (13 und 14) radial
zu einer Welle (15) angeordnet sind, die den Teller
(2) zentral durchdringt. Die kurzen Rechteckseiten
(16, 17) verlaufen daher tangential.
In dem Filtergehäuse wird oberhalb der Tellermitte
(18) ein Flüssigkeitsspiegel (19) aufrechterhalten,
welcher von der bei (8) zugeführten und zu reini
genden Flüssigkeit gebildet wird. Ein Füllstandsan
zeiger (20) überwacht die Höhe des Flüssigkeits
spiegels und schaltet das Absperrorgan (7) in der
Zulaufleitung (8) entsprechend.
Oberhalb des Flüssigkeitsspiegels liegen die Mün
dungen (21, 22) eines Schuhs (23) und eines weite
ren Schuhs (24), welche um die Mündungen abgedich
tet sind. Dabei wirkt die Öffnung (21) mit dem
Schuh (23) zusammen, an den eine Verbindungslei
tung (25) zur Ablaufleitung (9) angeschlossen ist.
In der Verbindungsleitung (25) sitzt ein Absperror
gan (26). Der Schuh (24) wirkt mit der Öffnung (22)
zusammen und bildet das Ende einer Spülflüssig
keitsleitung (27), in die ebenfalls ein Absperror
gan (28) eingebaut ist. Zwischen dem Schuh (23) und
dem Absperrorgan (26) mündet eine Druckluftleitung
(29), die über ein Absperrorgan (30) an einen
Druckluftspeicher (31) angeschlossen ist. Eine
Druckleitung (32) führt über einen Druckwächter
(33) Druckluft in das Gehäuse (4) ein.
Die Rückwand (6) durchdringt eine Haube (34), wel
che auf der Filterkerzenseite (35) des Tellers (2)
abdichtet und dann ein geschlossenes Rückspül
gehäuse (35) bildet. Dieses Rückspülgehäuse hat
einen der Rechteckform der Filterkerzen (3) ent
sprechenden Querschnitt und kann deswegen jeweils
eine Filterkerze einschließen. Es führt eine
lineare Bewegung durch, die von einem Linearantrieb
(36) vermittelt wird. Gemäß dem Ausführungsbeispiel
handelt es sich hierbei um einen pneumatischen
Arbeitszylinder (37), der über eine Konsole (38)
und einen Träger (39) auf der Oberseite des Filter
gehäuses (4) befestigt ist. Die Kolbenstange (40)
ist aus dem Zylinder (37) herausgeführt und mit
ihrem Kreuzkopf (41) an den Deckel (42) des Rück
spülgehäuses (35) angelenkt. Auf der gleichen Seite
des Deckels sitzt ein elektrischer Antrieb (43) für
eine Förderschnecke (44), welche einen Längsförde
rer im Rückspülgehäuse (34) bildet und den Filter
kuchen durch eine Austragsschleuse (45) auf einen
Stetigförderer (46) austrägt.
Im Betrieb wird eine Steuerung verwendet, welche
über einen Motor (47) und einen Riementrieb (48)
den Teller (2) absatzweise im Uhrzeigersinn schal
tet und dabei derart weiterdreht, daß nach jedem
Schaltvorgang ein diskreter Filter (3) (Fig. 2)
oberhalb des Flüssigkeitsspiegels (19) vor die Öff
nung (21) des Schuhs (23) der Zweigleitung (25) ge
langt, während die benachbarte Kerze (3a) vor die
Öffnung (22) gedreht wird, die gegen die Öffnung
(21) um einen Bogenwinkel versetzt ist, der der
Teilung des Tellers entspricht; gleichzeitig
gelangt die Öffnung (11) und damit die eingetauchte
Filterkerze vor den Schuh (23a) der Leitung (9),
jedoch können auch mehrere Filterkerzen parallel
auf die Leitung (9) gerichtet werden, wozu der
Schuh (23a) entsprechende Dichtungsanordnungen auf
weist. Sobald das der Fall ist, wird die Filtration
und in zeitlichen Abständen der Rückspülvorgang
durchgeführt:
Zunächst wird über den Linearantrieb (36) das Rück spülgehäuse (35) abdichtend auf den Teller (2) ge preßt. Im Rückspülgehäuse herrscht deshalb der über die Leitung (32) im Filtergehäuse (4) aufrechter haltene Druck von beispielsweise 2 bar. Hierauf wird das Absperrorgan (26) bei geschlossenem Ab sperrorgan (30) geöffnet, wodurch sich ein Druckge fälle über die Zweigleitung (25) in die Filtratlei tung (9) ausbildet. Das führt dazu, daß der auf der Außenseite des Filters (3) sitzende Filterkuchen durch die Öffnung (21) des Schuhs (23) in die Zweigleitung (25) entwässert. Nach einem vorgegebe nen Zeitraum, der in der Steuerung beispielsweise programmiert ist, wird das Absperrorgan (26) ge schlossen und das Absperrorgan (30) geöffnet. Aus dem Druckluftspeicher (31) strömt dadurch Druck luft, gegebenenfalls mit erhöhtem Druck, über den Stutzen (23) in die Filterkerze (3), wodurch der auf der Außenseite der Filterkerze (3) haftende Filterkuchen pneumatisch in das Rückspülgehäuse ab gesprengt wird, aus dem er durch die Förderschnecke (44) über die Schleuse (45) auf den Stetigförderer (26) als Trockenmasse ausgetragen wird. Die Steue rung öffnet das Absperrorgan (30) nur kurzzeitig, so daß ein Druckluftstoß entsteht. Die beschriebene Rechteckform der Filterkerzen (3) und des Rückspül gehäuses (35) sorgt dafür, daß der Druckluftver brauch gering bleibt.
Zunächst wird über den Linearantrieb (36) das Rück spülgehäuse (35) abdichtend auf den Teller (2) ge preßt. Im Rückspülgehäuse herrscht deshalb der über die Leitung (32) im Filtergehäuse (4) aufrechter haltene Druck von beispielsweise 2 bar. Hierauf wird das Absperrorgan (26) bei geschlossenem Ab sperrorgan (30) geöffnet, wodurch sich ein Druckge fälle über die Zweigleitung (25) in die Filtratlei tung (9) ausbildet. Das führt dazu, daß der auf der Außenseite des Filters (3) sitzende Filterkuchen durch die Öffnung (21) des Schuhs (23) in die Zweigleitung (25) entwässert. Nach einem vorgegebe nen Zeitraum, der in der Steuerung beispielsweise programmiert ist, wird das Absperrorgan (26) ge schlossen und das Absperrorgan (30) geöffnet. Aus dem Druckluftspeicher (31) strömt dadurch Druck luft, gegebenenfalls mit erhöhtem Druck, über den Stutzen (23) in die Filterkerze (3), wodurch der auf der Außenseite der Filterkerze (3) haftende Filterkuchen pneumatisch in das Rückspülgehäuse ab gesprengt wird, aus dem er durch die Förderschnecke (44) über die Schleuse (45) auf den Stetigförderer (26) als Trockenmasse ausgetragen wird. Die Steue rung öffnet das Absperrorgan (30) nur kurzzeitig, so daß ein Druckluftstoß entsteht. Die beschriebene Rechteckform der Filterkerzen (3) und des Rückspül gehäuses (35) sorgt dafür, daß der Druckluftver brauch gering bleibt.
Nachdem das Rückspülgehäuse (4) von dem Teller (2)
abgezogen ist, dreht die Welle (15) nach dem Ab
sprengen des Filterkuchens in das Rückspülgehäuse
(44) die Filterkerze (3) vor die Öffnung (22) und
die Steuerung öffnet das Absperrorgan (28) in der
Spülflüssigkeitsleitung (27), wodurch die noch auf
dem Filtermedium (49) der Filterkerze (3) haftenden
restlichen Verunreinigungen ausgetragen werden. Da
der Linearantrieb (36) die Haube (34) zurückgezogen
hat, werden die restlichen Verunreinigungen in die
zu reinigende Flüssigkeit mit dem Spiegel (19) aus
getragen werden.
Auf diese Weise werden in zyklischer Reihenfolge
die Filterkerzen (3) abgereinigt, während die Fil
trierung der unter dem Flüssigkeitsspiegel (19)
liegenden Filterkerzen fortgesetzt werden kann.
Claims (8)
1. Rückspülfilter mit vorzugsweise mehreren, auf
einem Teilkreis eines Tellers angeordneten Fil
terkerzen in einem Filtergehäuse, welches einen
Zu- und einen Ablauf und die durchströmten Fil
terkerzen aufweist, wobei für die Rückspülung
ein Rohrstutzen vorgesehen ist, der die Verbin
dung der Rückspülung zu einer Filterkerze her
stellt, die sich mit den anderen auf dem Teller
angeordneten Filterkerzen in zyklischer Reihen
folge bei der Rückspülung abwechselt, dadurch
gekennzeichnet, daß die zu spülende Filterkerze
(3) außerhalb des Flüssigkeitsspiegels (19) im
Filtergehäuse (4) und in einem mit Druckluft be
aufschlagten Rückspülgehäuse (35) angeordnet
ist, welches an einen Rohrstutzen (24) einer
Rückspülleitung (27) und an einem gegenüber die
sem um einen der Teilung des drehbaren Tellers
(2) entsprechenden Bogenwinkel gegen die Dreh
richtung versetzt angeordneten weiteren Rohr
stutzen (23) mit einem Absperrorgan (26) einer
Verbindungsleitung (25) zur Filtratleitung (9)
angeschlossen ist, wobei eine Steuerung vor dem
Rückspülvorgang zunächst die Verbindung (25) zur
Filtratleitung öffnet, um den Filterkuchen auf
der Filterkerze (3) in eine Filtratleitung (9)
zu entwässern und darauf schließt, sowie eine
Verbindung (29) zu einer pneumatischen Druck
quelle (31) in die Filterkerze (3) öffnet, um
die Trockenmasse des Filterkuchens pneumatisch
in das Rückspülgehäuse (44) abzusprengen und
auszutragen, bevor die Steuerung den Rückspül
vorgang durch Öffnen eines Absperrorganes (28)
in der Rückspülleitung (27) einleitet, der den
Rest des Filterkuchens in das Filtergehäuse (4)
austrägt.
2. Rückspülfilter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Steuerung eine Füllstands
regelung (20) des Flüssigkeitsspiegels im Fil
tergehäuse (4) umfaßt, das oberhalb des Flüssig
keitsspiegels unter pneumatischem Überdruck
steht, und daß das aus einer in dem Filter
gehäuse (4) untergebrachten, beweglichen Haube
(34) bestehende Rückspülgehäuse (35) einen Ver
schluß aufweist, der von dem Teller (2) der Fil
terkerzen (3) gebildet wird.
3. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller (2)
mit den Filterkerzen (3) in dem liegenden Fil
tergehäuse (4) eine senkrechte, drehbare Gehäu
sewand (2) bildet, die drehfest auf einer Welle
(15) befestigt ist, wobei die Filtratleitung
(9), die Verbindung (25) zur Filtratleitung (9)
und die Spülflüssigkeitsleitung (27) mit ihren
Öffnungen (11, 21, 22) im Drehteller (2) durch
je einen abgedichteten Schuh (23, 24) verbunden
sind.
4. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rückspülgehäuse
(35) einen Längsförderer (44) aufweist, der in
eine luftdichte Schleuse (45) die trockene Masse
des Filterkuchens austrägt.
5. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet daß die Haube (34) des
Rückspülgehäuses (35) einen Linearantrieb (36)
aufweist, dessen Gestell (38, 39) auf dem Fil
tergehäuse (4) befestigt ist.
6. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rückspülgehäuse
(35) die Rückwand (6) des Filtergehäuses (4)
durchdringt und mit seinem Deckel (42) an den
Linearantrieb angeschlossen ist, auf dem der An
trieb (43) für eine den Austragsförderer bil
dende Schnecke (44) angebracht ist, wobei die
Austragsschleuse (45) unter dem Deckel (42) und
einer Öffnung des Rückspülgehäuses (35) angeord
net ist.
7. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkerzen und
das Filtergehäuse einen rechteckigen Querschnitt
aufweisen, dessen lange Seiten (13, 14) radial
zur Welle (15) angeordnet sind.
8. Rückspülfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindung
(25) zwischen dem Absperrorgan (26) und dem ab
dichtenden Schuh (23) die Druckluftleitung (29)
mündet, welche ein in die Steuerung einbezogenes
Absperrorgan (30) und als Druckluftquelle einen
Druckspeicher (31) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19914111611 DE4111611A1 (de) | 1991-04-10 | 1991-04-10 | Rueckspuelfilter mit vorzugsweise mehreren filterkerzen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914111611 Ceased DE4111611A1 (de) | 1991-04-10 | 1991-04-10 | Rueckspuelfilter mit vorzugsweise mehreren filterkerzen |
Country Status (1)
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| Katalog "Brieden Vollautomatisches Rückspül- filter Typ BFR" * |
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