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Filtrierapparat vie Erfindung betrifft einen Flüssigkeits-Filtrierapparat,
und zwar einen Doppelbehälter-Filtrierapparat, der zur Verwendung in einem asserbearbeatungssystsm
geeignet ist, in dem Fluß- und/oder Meerwasser fortlaufend bearbeitet wird, um die
darin enthaltenen Fremdstoffe zu entfernen, so daß das behandelte Wasser für verschiedene
industrielle Zwecke verwendet werden kann.
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Es sind eine große Anzahl verschiedener Filtrierapparate zur Bearbeitung
von Eluß- und/oder Meerwasser zum Erzielen seiner Verwendbarkeit -für verschiedene
industrielle Zwecke vorgeschlagen worden, jedoch sind die bekannten Filtrierapparate
aufgrund der-Tatsache nicht zufriedenstellend, daß die Filterflächen
nicht
leicht und. einfach zum wirkungsvollen Filtern reaktiviert werden können, daß ferner
der Wasserdurchlaß bzw. die Wasser-durchlässe leicht mit den im Wasser enthaltenen
und von ihm getrennten Fremdstoffen verstopft werden und/oder daß sich die ausgefilterten
Fremdstoffe in solchen Mengen an den dem Wasser ausgesetzten Teilen ablagern, daß
das Arbeiten des gesamten Filtrierapparats unmöglich gemacht wird.
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Einer der bekannten Fluß- und/oder Meerwasser-Filtrierapparate ist
mit einem Motor versehen, der nur speziell zum Reaktivieren der Filterflächen bzw.
eines Systems oder einer Anlage zur Wasserbearbeitung mit vielstufigen Bearbeitungsstellen
bestimmt ist, an denen jeweils ein Filtrierapparat angeordnet ist, wodurch das Filtern
stufenweise durchgeführt wird. Jedoch führt das Aufstellen einer Vielzahl von Filtrierapparaten
in einer Reihe zu außerordentlich hohen Kosten für die Installation die Wartung
und den Betrieb und erfordert außerdem eine große Stellfläche.
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Durch die Erfindung soll daher ein Doppelbehälter-Filtrierapparat
zum Filtern von Fluß- und/oder Meerwasser geschaffen werden, durch den die oben
erwähnten nachteile der bekannten Apparate wirkungsvoll ausgeschaltet werden. Der
erfindungsgemäße Filtrierapparat weist ein Paar Behälter auf, in denen jeweils eine
Filtriereinheit vorgesehen ist. Die Filtriereinheiten sind so gebaut, daß die Filterfläche
der einen Filtriereinheit durch Abbürsten reaktiviert wird, während sie zum Filtern
in Betrieb ist, und gleichzeitig aus der anderen Filtriereinheit die#Fremdstoffe
entfernt werden, die infolge des in der Filtriereinheit durchgeführten vorherigen
Filtervorgangs aus dem Wasser ausgeschieden und in der Filtriereinheit abgelagert
worden'sind.
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Mit Hilfe von Wechselventilen werden dann die Fremdstoffe aus der
erstgenannten Filtriereinheit entfernt, während die zweite Filtriereinheit zum Filtern
in Betrieb gesetzt wird, wobei sie zur Reaktivierung abgebürstet wird.. Somit sind
die beiden Filtriereinheiten abwechselnd zum Filtern bzw. zum Entfernen der Fremdstoffe
in Betrieb.
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Ferner soll durch die Erfindung ein Doppelbehälter-Filtrierapparat
zum Filtern von Fluß- und/oder Meerwasser geschaffen werden, bei dem jeweils ein
Flügelrad und eine mit diesem drehbare Bürstenvorrichtung für jede Filtriereinheit
vorgesehen sind, wodurch die Filtriereinheiten wirkungsvoll abgebürstet werden,
um das Absetzen von Lebewesen und/oder Fremdstoffen, die von dem zu bearbeitenden
Fluß- und/od.er Meerwasser mitgeführt werden, auf der Filierfläche zu verhindern,
während diese zum Filtern in Betrieb ist, woraufhin aus der gleichen Filtriereinheit
die Fremdstoffe entfernt werden.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weisfider Filtrierapparat
eine Einlaß- und eine Auslaßöffnung mit gleichem Durchmesser auf, die so angeordnet
sind, daß durch das einströmende Wasser mitgeführte Fremdstoffe durch ein ausströmendes
-Filtrat ohne Hindernis und ohne Rücksicht auf die Art, die Form und Größe der Fremdstoffe
und die Menge des zum Entfernen der Fremdstoffe verwendeten Filtrats leicht aus
der Auslaßöffnung ausgeräumt werden können.
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Außerdem wird durch die Erfindung ein Doppelbehälter-File trierapparat
zum Filtern von Fluß- und/oder Meerwasser geschaffen, der einfach im Aufbau und
liir die Massenproduktion sehr geeignet ist. Somit wird ein billiges Gerät geschaffen,
dessen
Teile leicht verkleidet und beschichtet werden können und
das verhältnismäßig kleine Abmessungen hat.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der Wasserfiltrierapparat
ein Paar zylindrische Filtriereinheiten auf, die durch ein Rohrsystem miteinander
verbunden sind, das mit Wechselventilen und Ein- und Auslaßöffnungen versenke nist.
Jeder Filtriereinheit ist ein Flügelrad zugeordnet, das durch das strömende Wasser
in Drehung versetzt wird. Ferner ist jeder Filtriereinheit eine Bürstenvorrichtung
zugeordnet, die jeweils mit dem Flügelrad verbunden ist und sich mit diesem zusammen
dreht, um die dazugehörige Filtriereinheit abaubürsten und dadurch zu verhindern,
daß sich Fremdstoffe an der Einheit absetzen. Der Apparat ist ferner mit einen Wassereinlaß-
und -abzugssystem versehen, das eine Einlaß- und eine Auslaßöffnung, die den beiden
Filtriereinheiten gemeinsam zugeordnet sind und den gleichen Durchmesser haben,
und Wechselventile aufweist, die sich in entgegengesetzten Richtungen bewegen.
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Gemäß der Erfindung ist ein Doppelbehälter-Filtricrapparat vorgesehen,
der ein Paar miteinander in Fließverbindung stehende Behälter aufweist, die durch
einen gemeinsamen Hauptfiltratdurchlaß miteinander verbunden sind, der mit einer
Hauptfiltratauslaßdüse und einem den Rückfluß regulierenden Ventil versehen ist.
In jedem Behälter ist eine Filtriereinheit befestigt, die ein durchlöchertes Filtriergehäuse,
eine um dieses Gehäuse angeordnete drehbare Bürstenvorrichtung und ein mit dieser
fest verbundenes Flügelrad aufweist, das sich unter der Kraft eines Flüssigkeitsstroms
mit der Bürstenvorrichtung zusammen dreht. Ein Einlaufkasten steht mit einer Flüssigkeitszuführquelle
und
den Behältern in Fließverbindung und ist mit einem ersten Wechselventil versehen,
das sich zwischen zwei Endstellungen bewegt, und ein Auslaufkasten steht mit den
Behältern in Verbindung und ist mit einer zweiten Düse zum Auslassen eines kleinen
Teils des Filtrats und der Fremdstoffe und mit einem zweiten Wechselventil versehen,
das sich zwischen zwei Endstellungen bewegt.
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Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung. Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 -eine Draufsicht auf eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Naturwasser-Filtrierapparats, Fig. 2 eine Stirnansicht des
Filtrierapparats nach Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht des Apparats nach Fig. 1,
Fig. 4 in vergrößertem Maßsgab teilweise im Schnitt und teilweise mit weggebrochenen
Teilen eine der mit einem Flügelrad versehenen Filtriereinheiten, Fig. 5 eine schematische
Darstellung zur Erläuterung des Arbeitens des Filtrierapparats und Fig, 6 in vergrößertem
Maßstab teilweise im Schnitt das im Auslaufkasten des Filtrierapparats angeordnete
Wechselventil.
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Die Zeichnung zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Filtrierappara Dieser weist ein Paar gleiche vertikale, zylindrische Fiitrlerbehälter
1-, 1 auf, die' einander gegenüber in Abstand vöneiüander angeordnet sind und an
ihren unteren Enden auf einer nicht dargestellten gemeinsamen
Basis
mittels aufrechtstehenden Trägern 2, 2 gehalten werden, die mit ihren oberen Enden
an denBehältern und mit ihren-unteren Enden auf der Basis befestigt sind. Da die
beiden Behälter 1, 1 in Konstruktion und Arbeit gleich sind, wird nur die Konstruktion
eines der Behälter 1 näher beschrieben. Der Behälter 1 enthält eine zylindrische
oder umgekehrt-kegelstumpfförmige Filtriereinheit 4 (das dargestellte Ausführungsbeispiel
ist umgekehrt-kegelstumpfförmig), die mit einer sich nach innen erstreckenden ringförmigen
Hgl t eklamm er 3 befestigt ist, die am inneren Umfang des Behälters nahe dem oberen
Ende des Behälters 1 befestigt ist und sich radial nach innen auf die Achse des
Behälters.zu erstreckt. Die Konstruktion der Filtriereinheit 4 wird später im einzelnen
mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben. Ein im wesentlichen l-förmiges hohles Knie 5 erstreckt
sich vom Boden des Behälters 1 zu einem,horizöntalen Auslaufkasten 6, der sich horizontal
über die, mit den beiden Behältern verbundenen Knie 5 rechtwinklig zu diesen erstreckt.
Ein kurzes Rohr 7 erstreckt sich vom Behälter 1 etwas unterhalb der Mitte der Höhe
des Behälters horizontal nach außen zu einem horizontalen Einlaufkasten 8, der sich
parallel zum Auslaufkasten und in Abstand von diesem horizontal über die mit den
beiden Behältern verbund denen kurzen Rohre 7 rechtwinklig zu diesen erstreckt.
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Eine mit Schraubengewinde versehene Stange 9 erstreckt sich horizontal
durch den Auslaufkasten 6 und wird an ihren nicht mit Gewinde versehenen entgegengesetzten
Enden durch lager 11 und 12 drehbar gehalten, die im Auslaufkasten 6 in üblicher
Weise angebracht sind. Eines der Enden der Stange 9, und zwar in Fig. 5 und 6 das
rechte Ende, weist eine Verlängerung 9a auf, deren Zweck weiter unten beschrieben
wird. Bin Wechselventil 15 ist auf die Stange 9 aufgeschraubt und bewegt sich an
dieser ent
lang zwischen zwei Endstellungen, in deren einer das
Ventil eines der Knie 5 schließt, während es in der anderen Stellung das andere'
Knie schließt. Eineähnliche mit Gewinde versehene Stange 10 erstreckt sich horizontal
durch den Einlaufkasten 8 und wird an den entgegepgesetzten nicht mit Gewinde versehenen
Enden durch lager 13 und 14 drehbar gehalten, die im Einlaufkasten in üblicher Weise
angebracht sind. Ein dem Wechselventil 15 ähnliches Wechselventil 16 ist auf die
Stange 10 aufgeschraubt und bewegt sich an dieser entlang zwischen zwei Endstellungen,
in deren einer das Ventil eines der kurzen Rohre 7 schließt, während es in der anderen
Stellung das andere kurze Rohr schließt.
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Eines der beiden Enden der Stange 10, und zwar in Fig. 5 und 6 das
rechte Ende, weist eine Verlängerung 10a auf, deren Zweck weiter unten beschrieben
wird. Die Windungsrichtung auf der Stange 9 ist der der Stange 10 entgegengesetzt.
An der Verlängerung 9a der Stange 9 ist ein Kettenzahnrad 17 befestigt und am äußeren
Ende der Verlängerung ist ein Handgriff 19 angebracht. Auf gleiche Weise ist die
Verlängerung lOa der Stange 10 mit einem gleichen Kettenzahnrad 18 versehen und
ein Handgriff 20 ist am ätßer'en Ende der Verlängerung befestigt. Die-Handgriffe
19 und 20 sind je nach Bedarf wahlweise von Hand betätigbar. Somit wirken die Handgriffe
abwechselnd als treibende und angetriebene Griffe. Zu diesem Zweck sind die Kettenzahnräder
17 und 18 durch eine Kette 21 verbunden, so daß bei Betätigung eines der Handgriffe
19 bzw. 20 eine Antriebskraft vom betätigten Handgriff über die Kette 21 und die
Kettenzahnräder auf den anderen Handgriff übertragen wird, wodurch die Wec#selventile
15 und 16 entlang der jeweils zugehörigen Stange 9 bzw. 10 in entgegengesetzten
Richtungen bewegt werden. Im Auslaufkasten 6 und im Einlaufkasten 8 sind jeweils
Führungen 41 bzw. 42 zum Führen des entsprechenden Wechselventils 15 bzw.
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16 vorgesehen, die innerhalb der beiden Kästen mit den Führungen in
Gleitkontakt angeordnet sind.
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Eine Düse bzw. ein Auslaß 22 erstreckt sich von der Mitte des Auslaufkastens
6 vertikal nach unten und eine ähnliche Düse bzw. ein Auslaß 23 erstreckt sich von
der Mitte des Einlaufkastens 8 vertikal nach oben (siehe Fig. 5). Sie können sich
jedoch auch horizontal vom Auslaufkasten 6 bzw. vom Einlaufkasten 8 weg erstrecken.
Die Auslässe 22 und 23 haben im wesentlichen den gleichen Durchmesser.
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Die obere Öffnung des Behälters 1 ist mit einer im wesen lichen kuppelförmigen
Abdeckung 24 bedeckt, die in der Mitte mit einer nicht dargestellten Öffnung versehen
ist. Die Abdeckung ist mittels Bolzen, die sich durch die Flansche am oberen Rand
des Behälters und am unteren Rand der Abdeckung erstrecken, am Behälter abnehmbar
befestigt. Ein aufrechtstehendes kurzes Rohr 25 mit kleinerem Durchmesser ragt von
der Abdeckung 24 senkrecht nach oben und ist mittels Bolzen, die die Flansche am
oberen, einen kleineren Durchmesser Sufweisenden Rand der Abdeckung und am unteren
Rand des kurzen Rohrs durchsetzen, lösbar mit der Abdeckung verbunden. Ein im wesentlichen
L-förmiges hohles Knie 26 mit dem gleichen Durchmesser wie das kurze Rohr erstreckt
sich nach oben und dann nach innen vom kurzen Rohr 25 weg und ist mit diesem mittels
Bolzen, die die Flansche am oberen Rand des kurzen Rohrs und am#unteren Rand des
Knies durchsetzen, lösbar verbunden. Eine gemeinsame T-förmige horizontale Düse
27 ist durch Bolzen, die die Flansche am äußeren Rand eines der Arme der T-förmigen
Düse und am zieren Rand des Knies durchsetzen, mit dem inneren Ende des Knies 26
verbunden. Der andere Arm der
T-förmigen Düse 27 ist auf gleiche
Weise mit dem zum anderen Behälter 1 gehörigen Knie ebenfalls durch Bolzen verbunden,
die die Flansche am inneren Rand des entsprechenden Knies und am äußerenRaid des
anderen Arms der T-förmigen Düse durchsetzen.
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Der horizontale Schenkel der T-förmigen Düse 27 ist mit einem Rohrsystem
verbunden, das zu einer Anlage führt, in der das bearbeitete Wasser oder Filtrat
für einen beliebigen industriellen Zweck verwendet wird, für den die Anlage bestimmt
ist. Die äußeren Enden der beiden Arme der T-förmigen Düse 27 sind mit zentralen
Öffnungen und mit einer Vielzahl von Öffnungen um diese zentralen Öffnungen herum
für einen später beschriebenen Zweck versehen.
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Ein den Rückfluß regulierendes Ventil 28 ist in der T-förmigen Düse
27 vorgesehen und an einer feststehenden Achse 29 befestigt, an der entlang sich
das Ventil bewegen kann. Die entgegengesetzten Enden der Achse erstrecken sich durch
die sentralen Öffnungen an den äußeren Enden der Arme der T-förmigen Düse 27 und
sind in ihnen befestigt. Das den Rückfluß regulierende Ventil 28 hat einen Durchmesser,#der
etwas kleiner ist als der Innendurchmesser der T-förmigen Düse 27, so daß ein kleiner
Teil des Filtrats entlang des äußeren Umfangs des Ventils 28 durchfließen kann.
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Wie in Fig. 4 näher dargestellt, die eine der Filtriereinheiten 4
zeigt, weist diese ein umgekehrt-kegelstumpfförmiges Gehäuse 30 auf, das oben offen
ist. In der Umfangswand des Gehäuses sind eine Vielzahl Löcher 50' ausgebildet und
der verbreiterte obere Rand des Gehäuses ist mit einer ringförmigen Platte 31 verschweißt,
die an der oben erwähnten ringförmigen
Halteklammer 3 befestigt
ist, während das untere, einen kleineren Durchmesser aufweisende Ende des Gehäuses
durch eine Bodenwand 32 geschlossen ist, die mit der Innenfläche des unteren Endes
des Gehäuses verschweißt ist. Die ringförmige Platte 31 ist durch eine Vielzahl
in Winkelabsta#nd voneinander angeordneter schräger Rippen 33 mit einem Gleitring
34 verbunden und ein drehbare Flügelradwelle 35 durchsetzt lose eine in der Bodenwand
32 ausgebildete zentrale Öffnung und den Gleitring 34.
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Das Gehäuse 30 der Filtriereinheit 4 ist im wesentlichen, mit Ausnahme
des oberen Endabschnitts, an seinem Umfang und in Abstand von diesem von einem umgekehrt-kegelstumpfförmigen
Bürstenrahmen 37 umgeben. Die innere Fläche des Bürstenrahmens 37 ist mit einer
Vielzahl von Borstenbürsten 38 versehen, deren freie Enden an der Umfangswand des
Gehäuses 30 anliegen, um die Fremdstoffe, die sich sonst an der Außenfläche des
Gehäuses 30 und in den Löchern 30'~im Gehäuse absetzen würden, abzubürsten.
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Das untere Ende der Flügelradwelle 35 ist in dem einen kleineren Durchmesser
aufweisenden Boden des Bürstenrahmens 37 befestigt, so daß sich der Bürst,enrahmen'zusammen
mit der Welle drehen kann, während das obere Ende der Welle mit einem Flügel~ rad
36 verbunden ist, das im Innern des kurzen Rohrs 25 angeordnet ist. Wie oben erwähnt,
wird das Flügelrad durch einen Flüssigkeitsstrom in Drehung versetzt, der die Schaufeln
des Flügelrades beaufschlagt. Obwohl in der dargestellten Ausführungsform die Filtriereinheit
umgekehrt-kegelstumpfförmig mit Löchem in der Umfangsfläche ausgebildet ist, kann
sie auch durch einen Draht gebildet werden, der mit Abständen zwischen den einzelnen
benachbarten Windungen gewickelt ist und eine zylindrische Form mit:-gleichem Durchmesser
über die gesamte Länge bildet. Das Gehäuse der Filtriereinheit kann auch durch
eine
Vielzahl ringförmiger Platten gebildet werden, die übereinander mit-Öffnungen zwischen
den einzelnen benachbarten Plat ten angeordnet sind. Ebenso kann der Bürstenrahmen
37 entsprechend der für das Gehäuse der Filtriereinheit gewählten gpeziellen Form
ausgebildet sein.
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- Jeder Behälter 1 ist mit einem durchsichtigen Fenster 39 versehen,
durch das das Innere des Behälters und dementsprechend die Arbeitsbedingungen der
Filtriereinheit 4 und des Flügelrads 36 beobachtet werden können. Am Behälter ist
ein Manometer 40 der herkömmlichen Art mit zwei nicht dargestellten Fühlelementen
vorgesehen, deren eines sich in den Einlaufkasten 8 erstreckt, um den Wasserdruck
vor dem Filtern zu messen, während sich das andere in den Behälter außerhalb der
zugehörigen Filtriereinheit erstreckt, um den Wasserdruck nach dem Filtern bzw.
den Druck des Filtrats zu messen. Eine nicht dargestellte Anzeigevorrichtung zeigt
die Differenz zwischen den von den bei den Fühlelementen festgestellten Drücken
an. Ein solcher Manometer ist für jeden Behälter vorgesehen. Wenn die Anzeige des
Druckunterschieds einen vorbestimmten Wert übersteigt, betätigt die Bedienungsperson
den-Handgriff 19 bzw. 20, um das Wechselventil 15 bzw. 16, wie oben erwähnt, aus
der einen Endstellung in die andere Endstellung zu bringen.
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Im Betrieb betätigt die Bedienungsperson die Handgriffe 19 bzw. 20~derart,
daß sich das'Wechselventil 15 in einer seiner Endstellungen (z.B. in der Stellung,
in der das rechte Knie 5 geschlossen ist) und auch das Wechselventil 16 in einer
seiner Endstellungen (z.B. der, in der das linke kurze Rohr 7 gew schlossen ist)
befinden, worauf man das zu filternde Wasser von
der Speisequelle
mittels einer Pumpe in den Einlaufkasten 8 fließen läßt. Das so zugeführte Wasser
fließt dann durch das rechte kurze Rohr 7 in den rechten Behälter 1 und durchströmt
die Filtriereinheit 4 durch die in ihr vorhandenen Löcher in Pfeilrichtung und wird
dabei gefiltert. Das Filtrat strömt nach oben aus der Filtriereinheit 4 über das
zugehörige Flügelrad 36 in das rechte kurze Rohr 25. Wenn das Filtrat um das Flügelrad
strömt, beaufschlagt es die Schaufeln und bewirkt eine Drehung des Flügelrads beispielsweise
nach links. Das Filtrat fließt dann weiter durch das rechte Knie 26 und schiebt
das den Rückfluß regulierende Ventil 28 nach links. Ein wesentlicher Teil des Filtrats
fließt dann durch die Düse 27 ab und kann für den gewünschten industriellen Zweck
verwendet werden. Der übrige kleine Teil des Filtrats tritt über den äußeren Umfang
des Ventils 28 in das linke Knie 26 ein. Der kleine Teil des Filtrats fließt dann
nach unten um das linke Flügelrad 36 herum in den linken Behälter und dementsprechend
durch die Filtriereinheit 4, während. sich das Flügelrad in Pfeilrichtung dreht.
Der kleine ne Teil des Filtrats fließt dann weiter nach unten in und durch das linke
Knie 5 und nimmt die während des vorhergehenden Filtriervorgangs am Gehäuse der
Filtriereinheit und am Boden des linken Behälters 1 abgelagerten Fremdstoffe mit.
Das die Fremd stoffe mitführende Filtrat tritt schließlich durch den Auslaß 22 aus.
Da, wie oben erwähnt, die Bürstenrahmen 37 jeweils mit den Flügelrädern 36 starr
verbunden sind und daher die Drehung der Flügelräder 36 eine Drehung der jeweils
zugehörigen Bürsten rahmen 37 bewirkt, werden die am äußeren Umfang der Filtrierein
heiten 4 abgelagerten Fremdstoffe leicht durch die sich drehenden Bürstenrahmen
von den Filtriereinheiten abgebürstet, so daß sie sich am Boden der Filtriereinheiten
absetzen und durch einen Teil des Filtrats in der oben beschriebenen Weise ausgeräumt
werden können
Der Filtervorgang im rechten Behälter 1 wird so lange
fortgeführt, bis sich die Fremdstoffe am Boden des Behälters bis zu einem solchen
Grad abgesetzt haben, daß die Filterleistung der im Behälter befindlichen Filtriereinheit
geringer wird, woraufhin die Bedienungsperson wieder den Handgriff 19 bzw. 20 betätigt,
um die Wechselventile 15 und 16 in ihre andere Endstellung zu bringen, in der sie
dann beispielsweise das linke Knie 5 bzw. das rechte kurze Rohr 7 schließen, wodurch
das Wasser durch den Einlaufkasten 8 und das linke Knie 5 in den linken Behälter
fließen kann. Daraufhin wird der Filtriervorgang, wie im Zusammenhang mit der rechten
Filtriereinh-eit beschrieben, wiederholt. In diesem Fall wird das Ausräumen der
~Fremdstoffe, wie in Zusammenhang mit dem linken Behälter beschrieben, im rechten
Behälter durchgeführt.
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Aus obiger Beschreibung ergibt sich, daß während der Durchführung
eines Ffitrierzyklus in dem einen Behälter im anderen Behälter ein Zyklus des Ausräumens
von Fremdstoffen durchgeführt wird, wodurch der Filtrierapparat fortlaufend mit
großer Wirksamkeit arbeiten kann. Ferner kann das Filtern und das Ausräumen der
Fremdstoffe leichter und automatisch zwischen den beiden Behältern wechseln, wenn
ein Zeitschalter vorgesehen ist. Der Zeitschalter ist so eingerichtet, daß bei Absinken
der Filterleistung in der einen Filtriereinheit auf einen vorbestimmten Wert aufgrund
der Ablagerung der ausgeschiedenen Fremdstoffe der Handgriff 19 bzw. 20 durch den
Zeitschalter betätigt wird, so daß die Wechselventile aus ihrer einen Endstellung
in die andere bewegt werden, wodurch aus der einen Filtriereinheit und dem zugehörigen
Behälter die Fremdstoffe ausgeräumt und gleichzeitig die andere Filtriereinheit
und der zugehörige Behälter zum Filtern verwendet werden.
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Somit wird durch die Erfindung ein neuartiger und leistungsfähiger
Filtrierapparat geschaffen, bei dem' ein Paar Behälter jeweils abwechselnd filtern
und-Fremdstoffe ausräumen.
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Dadurch kann der Filtervorgang im Filtrierapparat fortlaufend durchgeführt
werden. Da der Einlaß und der Auslaß den gleichen Durchmesser haben, kann außerdem
das Ausräumen der Fremdstoffe unabhängig von der Art, der Form und der Größe der
Frendstoffe leicht erfolgen. Ferner kann durch Vorsehen neuartiger Bürsten Flügelräder
im Zusammenhang mit der jeweiligen Filtriereinheit das Abbürsten der Filtriereinheiten
leicht und wirkungsvoll durchgeführt werden, so daß diese stets unter für eine wirksame
Filterung geeigneten Bedingungen, arbeiten. Schließlich können die Innenteile des
Apparats leicht und einfach verkleidet und beschichtet werden, und der gesamte Apparat
kann so gebaut werden, daß er verhältnismäßig kleine Abmessungen hat und in.folgedessen
mit geringen Kosten hergestellt werden kann.