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DE4111002A1 - Vorrichtung zum tempieren von zuendern an grosskalibrigen geschossen - Google Patents

Vorrichtung zum tempieren von zuendern an grosskalibrigen geschossen

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Publication number
DE4111002A1
DE4111002A1 DE4111002A DE4111002A DE4111002A1 DE 4111002 A1 DE4111002 A1 DE 4111002A1 DE 4111002 A DE4111002 A DE 4111002A DE 4111002 A DE4111002 A DE 4111002A DE 4111002 A1 DE4111002 A1 DE 4111002A1
Authority
DE
Germany
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adjusting ring
ring
adjusting
projectile
detonator
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE4111002A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Wallwey
Siegfried Suess
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wegmann and Co GmbH
Original Assignee
Wegmann and Co GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Wegmann and Co GmbH filed Critical Wegmann and Co GmbH
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Priority to EP92105565A priority patent/EP0507262B1/de
Priority to DE92105565T priority patent/DE59200096D1/de
Priority to US07/864,912 priority patent/US5191163A/en
Publication of DE4111002A1 publication Critical patent/DE4111002A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C17/00Fuze-setting apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)
  • Power Steering Mechanism (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Tempie­ ren von Zündern an großkalibrigen Geschossen, wobei der Zünder koaxial an der Geschoßspitze angeordnet ist und ein gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil aufweist und beide Teile in ihrer Mantelfläche jeweils mit einer in einer die Geschoßachse enthaltenden Ebene liegenden Rastnut versehen sind.
Bei großkalibrigen Geschossen sind sogenannte Doppelzün­ der bekannt, die die Zündung des Geschosses, außer beim Aufschlag, auch unabhängig vom Aufschlag nach einem einstellbaren Zeitraum bewirken. Die an der Geschoß­ spitze angeordneten Zünder besitzen im allgemeinen ein gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil, an dem bisher von Hand die Tempierung, also die Einstellung des Zünd­ zeitpunktes, vorgenommen wurde. Es hat sich herausge­ stellt, daß die vorhandenen handbetätigten Einstellwerk­ zeuge teilweise keine zufriedenstellende Betätigung ermöglichten, insbesondere dann, wenn die Einstellung innerhalb des engen Raums eines Kampfpanzers oder einer Panzerhaubitze vorgenommen werden mußte. Gründe hierfür sind die ergonomischen Verhältnisse im Geschoßmagazin­ raum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich­ tung zum Tempieren von Zündern an großkalibrigen Ge­ schossen zu schaffen, mit der auch unter engen Verhält­ nissen eine sichere und genaue automatische Einstellung des Zünders möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentan­ spruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine auf die Geschoßspitze aufsetzbare und dementsprechend im wesentlichen ringförmig ausgebildete Vorrichtung zu schaffen, die einen motorisch angetriebenen ersten Stellring besitzt, in dem ein gegen den ersten Stellring verdrehbarer und feststellbarer zweiter Stellring ko­ axial angeordnet ist. Der Winkel zwischen dem verschieb­ baren ersten Rastbolzen und dem festen zweiten Rastbol­ zen kann durch Verdrehung des zweiten Stellrings gegen­ über dem ersten Stellring verändert werden und so einge­ stellt werden, daß der Winkelabstand der beiden Rastbol­ zen genau dem Drehwinkel entspricht, um den das Ein­ stellteil des Zünders gegenüber dem festen Teil zur Tempierung verdreht werden soll. Wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels ausführlicher beschrieben, wird die Vorrichtung so auf das Geschoß aufgesetzt, daß der fest angeordnete zweite Rastbolzen in die Rastnut des drehbaren Einstellteils des Zünders nach einer entsprechenden Drehbewegung eingreift. Dann werden die beiden Stellringe zusammen motorisch so lange verdreht, bis der am Außenmantel des festen Teils des Zünders entlanglaufende verschiebbare erste Rastbolzen in die Rastnut des festen Teils einrastet. Das Einstellteil ist dann genau um den eingestellten Winkel verdreht worden, und die vorhandene Drehmomentbegrenzung verhindert eine weitere Verdrehung der Stellringe. Der Zünder ist tem­ piert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt nach einmaliger Einstellung des Winkels zwischen den beiden Rastbolzen die automatische Tempierung aller Zünder, die auf den gleichen Zeitpunkt eingestellt werden sollen. Die Vor­ einstellung des Winkels zwischen den beiden Rastbolzen kann bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform erleichtert werden, indem in den ersten Stellring ein von außen sichtbarer Skalenring mit einer entsprechenden Winkelskala fest eingesetzt ist und am zweiten Stellring ein mit einer Strichmarke versehenes Sichtfenster ange­ ordnet ist, so daß bei einer Verdrehung der beiden Stellringe gegeneinander der Verstellwinkel genau abge­ lesen werden kann. Der Skalenring kann auswechselbar ausgebildet sein, so daß für verschiedene Zündertypen unterschiedliche Skalen verwendet werden können.
Wie weiter unten genauer beschrieben ist es in einfacher Weise möglich, die Skala zu beleuchten, was für das Arbeiten in schlecht beleuchteten Räumen von besonderer Wichtigkeit ist. Weiterhin ist es in einfacher Weise möglich, das maximal übertragbare Drehmoment an der Drehmomentbegrenzung einzustellen.
Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf eine Vorrichtung zum Tem­ pieren von Zündern;
Fig. 2 eine Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Teilschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 nach der Linie III-III in Fig. 1, wobei Pos. 10 in die Ebene der Linie III-III hinein­ geklappt ist.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung zum Tempieren von Zündern besitzt ein im wesentlichen ring­ förmiges Gehäuse 1 mit einem am Gehäuse befestigten in radialer Richtung nach außen weisenden Handgriff 2. Im Gehäuse 1 sind koaxial zueinander zwei Stellringe 3 und 4 drehbar angeordnet. Dabei ist der erste Stellring 3 im Gehäuse 1 über ein Drehlager 3.3 drehbar gelagert und dabei durch einen in Fig. 2 von unten in das Gehäuse eingesetzten, mit dem Stellring 3 fest verbundenen Halterungsring 3.1 gehaltert. Durch eingelegte Paß­ scheiben 3.2 wird das Lagerspiel eingestellt. An der in Fig. 2 oberen Seite des ersten Stellrings 3 ist in diesen ein zweiter Stellring 4 eingesetzt, der gegenüber dem ersten Stellring 3 verdrehbar ist und durch eine Exzenterklemmung 5 gegenüber dem ersten Stellring 3 in jeder beliebigen Winkelstellung festgelegt werden kann. Die Betätigung der Exzenterklemmung 5 erfolgt über eine Flügelschraube 5.1, die mit einem Exzenter 5.2 verbunden ist, der sich an ein Klemmstück 5.3 in einem Gummiring, der an einer Innenfläche des ersten Stellrings 3 ange­ ordnet ist, anlegen kann.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 die in Fig. 2 obere Seite der Vorrichtung als "Oberseite" und die in Fig. 2 untere Seite als "Unterseite" bezeichnet. Selbstverständlich kann die Vorrichtung im Prinzip in jeder beliebigen Lage im Raum verwendet werden. Im allgemeinen wird sie bei aufrechtstehenden Geschossen in der in Fig. 2 dargestellten Lage auf die Geschoßspitze aufgesetzt, wie dies in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist. Die Innenkontur der beiden Stellringe 3 und 4 ist dabei an die Außenkontur des an der Geschoßspitze ange­ ordneten Zünders angepaßt.
Der zweite Stellring 4 ist derart in den ersten Stell­ ring 3 eingesetzt, daß an der Oberseite der Vorrichtung jeweils zwei ringförmige Teilbereiche der beiden Stell­ ringe von oben zugänglich sind, und zwar innenliegend ein ringförmiger Teilbereich des zweiten Stellrings 4 und außenliegend ein ringförmiger Teilbereich des ersten Stellrings 3. Dieser außenliegende Teilbereich des ersten Stellrings 3 ist als eigener Skalenring 6 ausge­ bildet, der auswechselbar ist und über eine Stiftverbin­ dung 6.1 drehfest mit dem ersten Stellring 3 verbunden und mittels eines mit dem Gehäuse verbundenen Halterings 1.1 festgehalten ist. Dieser Skalenring 6 trägt, wie aus Fig. 1 zu entnehmen, eine in üblicher Weise geeichte Skala, die auf die verwendeten Zündertypen abgestimmt ist und als Zeitskala ausgebildet ist.
Zur Ablesung dieser Skala dient ein mit dem zweiten Stellring 4 fest verbundenes Ablesefenster 7, in dessen Öffnung eine mit einer Strickmarke 7.2 versehene, aus durchsichtigem Material bestehende Prismenplatte 7.1 angeordnet ist.
Zur Beleuchtung der Skala im Bereich des Ablesefensters 7 dient eine Beleuchtungslampe 8, deren elektrische Anschlüsse über Schleifkontakte 8.1 mit einem ersten Schleifringpaar 8.2 elektrisch verbunden sind, welches in einem Oberflächenabschnitt des ersten Stellrings 3 angeordnet ist, der der Unterseite des zweiten Stell­ rings 4 gegenüberliegt. Dieses erste Schleifringpaar 8.2 ist über nicht dargestellte Leitungen mit einem zweiten Schleifringpaar an der Mantelfläche des ersten Stell­ rings 3 verbunden, das, wie aus Fig. 3 ersichtlich, über Schleifkontakte 8.4 und nicht dargestellte, durch das Gehäuse 1 über einen Schalter 16 und den Handgriff 2 geführte Leitungen mit einem Steckeranschluß 15 am Handgriff 2 verbunden ist.
Im ersten Stellring 3 ist an der Innenseite ein in radialer Richtung gegen die Kraft einer Druckfeder 9.1 verschiebbarer erster Rastbolzen 9 angeordnet, der in entspannter Stellung der Druckfeder 9.1 in den Innenraum des ersten Stellrings 3 hineinragt und gegen die Kraft­ wirkung der Druckfeder 9.1 so weit nach außen verschieb­ bar ist, daß er nicht mehr in den Innenraum des ersten Stellrings 3 hineinragt.
Am zweiten Stellring 4 ist ebenfalls an der Innenseite ein in den Innenraum des zweiten Stellrings hineinragen­ der zweiter Rastbolzen 10 fest angeordnet.
Wie aus Fig. 3 zu entnehmen liegen die beiden Rastbolzen übereinander und je nach der Winkelstellung zwischen dem ersten Stellring 3 und dem zweiten Stellring 4 um einen vorgegebenen Winkelbetrag gegeneinander versetzt.
In Fig. 1 ist die relative Lage der Rastbolzen 9 und 10 angedeutet. Aus Gründen der deutlichen Darstellung ist aber der Rastbolzen 10 in Fig. 2 nicht dargestellt, sondern in die Ebene der Linie III-III in Fig. 1 hinein­ geklappt, so daß er in Fig. 3 erscheint.
Der erste Stellring 3 ist über einen an seiner äußeren Mantelfläche angeordneten Zahnkranz 3.4 mit einer insge­ samt mit Bezugsziffer 11 bezeichneten Drehmomentbegren­ zung verbunden, wobei der Zahnkranz 3.4 des ersten Stellrings 3 in die Verzahnung 11.11 des Abtriebsteils 11.1 der Drehmomentbegrenzung 11 eingreift. Das Ab­ triebsteil 11.1 der Drehmomentbegrenzung 11 ist über in Bohrungen dieses Teils angeordnete, unter der Kraftwir­ kung von, Federn 11.13 stehende Kugeln 11.12 mit dem Antriebsteil 11.2 verbunden. Die lösbare Verbindung zwischen Abtriebsteil 11.1 und Antriebsteil 11.2 ist dadurch gegeben, daß die Kugeln unter dem Druck der Federn 11.13 in Vertiefungen 11.21 am Antriebsteil 11.2 eingreifen und bei Überschreitung eines maximal zulässi­ gen Drehmomentes aus diesen Vertiefungen ausrasten und damit die Verbindung zwischen Antriebsteil 11.2 und Abtriebsteil 11.1 lösen. Die Einstellung des maximal zulässigen Drehmomentes erfolgt über ein Einstellteil 11.14, das als Gegenlager der Federn 11.13 dient und durch eine Einstellschraube 11.15 in verschiedene Lagen gebracht werden kann, in denen es durch eine Feststell­ schraube 11.16 fixierbar ist. Abtriebsteil 11.1 und Antriebsteil 11.2 sind im Gehäuse über Lager 11.17 bzw. 11.22 und 11.23 gelagert.
Das Antriebsteil 11.2 ist über einen Winkeltrieb 12 und ein Untersetzungsgetriebe 13 mit dem Antriebsmotor 14 verbunden. Das Untersetzungsgetriebe 13 und der An­ triebsmotor 14 sind innerhalb des Handgriffs 2 angeord­ net und die nicht dargestellten, vom Steckeranschluß 15 herkommenden elektrischen Zuführungsleitungen für den Antriebsmotor 14 sind ebenfalls über den Schalter 16 geführt, der als Mehrfachfunktionsschalter, beispiels­ weise Tast-Ein-Aus-Schalter, ausgebildet ist.
Die Handhabung und Funktionsweise der oben beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Zunächst wird der für den einzustellenden Zündertyp notwendige Skalenring 6 in den ersten Stellring 3 einge­ setzt und mittels der Stiftverbindung 6.1 in seiner Lage positioniert. Über ein Anschlußkabel wird die Vorrich­ tung mit dem Steckeranschluß 15 beispielsweise an die elektrische Energieversorgung eines Kampffahrzeuges angeschlossen.
Zur Vorgabe der einzustellenden Laufzeit des Zünders wird zunächst die Exzenterklemmung 5 gelöst und der zweite Stellring 4 gegenüber dem ersten Stellring 3 so weit verdreht, bis die Markierung 7.2 des Ablese­ fensters 7 über der gewünschten Zeitmarkierung auf dem Skalenring 6 steht. Anschließend wird der zweite Stell­ ring 4 durch Feststellen der Exzenterklemmung 5 gegen­ über dem ersten Stellring 3 fixiert. Bei Bedarf kann dieser Vorgang mit eingeschalteter Skalenbeleuchtung durchgeführt werden, was durch Betätigung des Schalters 16 (Ein-Aus-Funktion) geschieht. Die Prismenplatte 7.2 des Ablesefensters überträgt dabei die Beleuchtungsener­ gie der Lampe 8 auf den Skalenring 6.
Durch die Verstellung des zweiten Stellrings 4 gegenüber dem ersten Stellring 3 werden automatisch die beiden Rastbolzen 9 und 10 in einen vorgegebenen Winkelabstand voneinander gebracht.
Die Drehmomentbegrenzung 11 wird mittels der Einstell­ schraube 11.15 auf ein vorgegebenes maximales Drehmoment eingestellt, das beispielsweise zwischen 10 Nm und 15 Nm liegen kann. Die Position wird durch die Feststell­ schraube 11.16 gesichert.
Mit der so vorbereiteten Vorrichtung können nun eine beliebige Anzahl von Zündern eingestellt werden. Die Vorrichtung wird zu diesem Zweck in der in Fig. 2 darge­ stellten waagerechten Stellung auf das vertikal stehende Geschoß von oben her aufgesetzt. Nach Betätigen des Schalters 16 (Tast-Funktion) läuft der Antrieb an und vom Antriebsmotor 14 aus wird über das Untersetzungsge­ triebe 13, den Winkeltrieb 12 und die Drehmomentbegren­ zung 11 die Drehenergie auf den ersten Stellring 3 übertragen. Dieser dreht gemeinsam mit dem zweiten Stellring 4 so lange, bis der feste Rastbolzen 10 in die Rastnut am drehbaren Oberteil des Zünders einrastet. Damit ist das Oberteil des Zünders formschlüssig mit dem drehenden ersten Stellring 3 verbunden. Die Vorrichtung rutscht etwas tiefer, so daß die Innenkonturen des zweiten und ersten Stellrings an der Außenkontur des Zünders anliegen und dadurch wird der federnde Rastbol­ zen 9, der dem festen Teil des Zünders gegenüberliegt, durch den Zündermantel nach außen gedrückt. Bei der weiteren Drehung muß das Reaktionsmoment abzüglich des Reibmomentes des ersten Stellrings 3 durch den Antrieb vom Bediener am Handgriff 2 aufgenommen werden.
Beim Weiterdrehen des ersten Stellrings 3 wird jetzt das drehbare Oberteil des Zünders über den eingerasteten festen Rastbolzen 10 weitergedreht, so lange, bis der federnde Rastbolzen 9 in die Rastnut am feststehenden Unterteil des Zünders eingerastet ist. Damit ist keine weitere Drehung möglich und der Zünder ist tempiert. Die Stellung der Rastnuten am Zünder entspricht der Stellung der Rastbolzen 9 und 10 und somit ist die an der Vor­ richtung fest voreingestellte Laufzeit auf den Zünder übertragen. Bei einer weiteren Betätigung des Schalters 16 kann keine Drehbewegung am ersten Stellring 3 erfol­ gen, da beide Rastbolzen in den entsprechenden Rastnuten des Zünders arretiert sind und das nun anstehende Dreh­ moment durch die Drehmomentbegrenzung auf den dort eingestellten Wert begrenzt ist. Somit können keine unzulässig hohen Drehmomente auf den Zünder übertragen werden.
Der Tempiervorgang ist damit beendet und die Vorrichtung wird vom Zünder abgenommen und der nächste Zünder kann tempiert werden.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Tempieren von Zündern an großkalibri­ gen Geschossen, wobei der Zünder koaxial an der Geschoß­ spitze angeordnet ist und ein gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil aufweist und beide Teile in ihrer Mantel­ fläche jeweils mit einer in einer die Geschoßachse enthaltenden Ebene liegenden Rastnut versehen sind, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen ringförmiges Gehäuse (1), an dem in radialer Richtung ein Handgriff (2) angeordnet ist und in dem ein erster Stellring (3) drehbar gelagert ist, der über eine Drehmomentbegrenzung (11) mit einem elektrischen Antriebsmotor (14) verbunden ist und ein zweiter Stellring (4) drehbar gelagert ist, der koaxial zum ersten Stellring (3) und gegen diesen verdrehbar angeordnet und über eine Klemmvorrichtung (5) mit dem ersten Stellring (3) drehfest verbindbar ist, wobei die Innenkontur der beiden Stellringe (3, 4) an die Außenkontur des Zünders angepaßt ist und der erste Stellring (3) an seiner Innenseite einen gegen Feder­ kraft radial nach außen verschiebbaren ersten Rastbolzen (9) trägt, während der zweite Stellring an seiner Innen­ seite einen radial fest angeordneten zweiten Rastbolzen (10) trägt und die Anordnung der Rastbolzen (9, 10) so ist, daß bei auf den Zünder aufgesetzter Vorrichtung der erste Rastbolzen (9) dem festen Teil und der zweite Rastbolzen (10) dem verdrehbaren Teil des Zünders gegen­ überliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Zünder, bei denen von der Geschoßspitze her gesehen der drehbare Teil vor dem festen Teil liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stellringe (3, 4) im Gehäuse (1) derart angeord­ net sind, daß bei auf den Zünder aufgesetzter Vorrich­ tung von der Geschoßspitze her gesehen mindestens im Bereich der Innenseiten der Stellringe (3, 4) der zweite Stellring (4) vor dem ersten Stellring (3) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Stellring (4) koaxial innerhalb des ersten Stellrings (3) derart angeordnet ist, daß an der bei auf den Zünder aufsetzter Vorrichtung der Geschoß­ spitze zugewandten Seite der Stellringe (3, 4) kreis­ ringförmige Teilbereiche der Oberfläche beider Stellrin­ ge (3, 4) im wesentlichen in einer Ebene senkrecht zur Geschoßachse von außen zugänglich ineinander angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisringförmige Teilbereich der Oberfläche des ersten Stellrings (3), der den kreisringförmigen Teilbe­ reich der Oberfläche des zweiten Stellrings (4) umgibt, Teil eines mit dem ersten Stellring (3) unverdrehbar verbundenen Skalenrings (6) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem kreisringförmigen Teilbereich der Oberfläche des zweiten Stellrings (4) in einem vorgegebenen Um­ fangsbereich ein den Skalenring (6) übergreifendes, mit einer Strichmarkierung (7.2) versehenes Ablesefenster (7) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablesefenster (7) eine mit der Strichmarkierung (7.2) versehene Prismenplatte (7.1) aus durchsichtigem Material aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Ablesefenster (7) eine elektrische Lichtquelle (8) angeordnet ist, deren Anschlüsse über ein erstes Schleifringpaar (8.2) mit durch den ersten Stellring (3) geführten elektrischen Verbindungsleitungen verbunden sind und diese Verbindungsleitungen über ein zweites Schleifringpaar (8.3) mit durch das Gehäuse geführten elektrischen Zuleitungen verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsmotor (14) innerhalb des Handgriffs (2) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das maximal übertragbare Drehmoment an der Drehmomentbegrenzung (11) einstellbar ist.
DE4111002A 1991-04-05 1991-04-05 Vorrichtung zum tempieren von zuendern an grosskalibrigen geschossen Withdrawn DE4111002A1 (de)

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