DE4111002A1 - Vorrichtung zum tempieren von zuendern an grosskalibrigen geschossen - Google Patents
Vorrichtung zum tempieren von zuendern an grosskalibrigen geschossenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Tempie
ren von Zündern an großkalibrigen Geschossen, wobei der
Zünder koaxial an der Geschoßspitze angeordnet ist und
ein gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die
Geschoßachse verdrehbares Einstellteil aufweist und
beide Teile in ihrer Mantelfläche jeweils mit einer in
einer die Geschoßachse enthaltenden Ebene liegenden
Rastnut versehen sind.
Bei großkalibrigen Geschossen sind sogenannte Doppelzün
der bekannt, die die Zündung des Geschosses, außer beim
Aufschlag, auch unabhängig vom Aufschlag nach einem
einstellbaren Zeitraum bewirken. Die an der Geschoß
spitze angeordneten Zünder besitzen im allgemeinen ein
gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die
Geschoßachse verdrehbares Einstellteil, an dem bisher
von Hand die Tempierung, also die Einstellung des Zünd
zeitpunktes, vorgenommen wurde. Es hat sich herausge
stellt, daß die vorhandenen handbetätigten Einstellwerk
zeuge teilweise keine zufriedenstellende Betätigung
ermöglichten, insbesondere dann, wenn die Einstellung
innerhalb des engen Raums eines Kampfpanzers oder einer
Panzerhaubitze vorgenommen werden mußte. Gründe hierfür
sind die ergonomischen Verhältnisse im Geschoßmagazin
raum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung zum Tempieren von Zündern an großkalibrigen Ge
schossen zu schaffen, mit der auch unter engen Verhält
nissen eine sichere und genaue automatische Einstellung
des Zünders möglich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit
den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentan
spruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, eine auf
die Geschoßspitze aufsetzbare und dementsprechend im
wesentlichen ringförmig ausgebildete Vorrichtung zu
schaffen, die einen motorisch angetriebenen ersten
Stellring besitzt, in dem ein gegen den ersten Stellring
verdrehbarer und feststellbarer zweiter Stellring ko
axial angeordnet ist. Der Winkel zwischen dem verschieb
baren ersten Rastbolzen und dem festen zweiten Rastbol
zen kann durch Verdrehung des zweiten Stellrings gegen
über dem ersten Stellring verändert werden und so einge
stellt werden, daß der Winkelabstand der beiden Rastbol
zen genau dem Drehwinkel entspricht, um den das Ein
stellteil des Zünders gegenüber dem festen Teil zur
Tempierung verdreht werden soll. Wie weiter unten anhand
eines Ausführungsbeispiels ausführlicher beschrieben,
wird die Vorrichtung so auf das Geschoß aufgesetzt, daß
der fest angeordnete zweite Rastbolzen in die Rastnut
des drehbaren Einstellteils des Zünders nach einer
entsprechenden Drehbewegung eingreift. Dann werden die
beiden Stellringe zusammen motorisch so lange verdreht,
bis der am Außenmantel des festen Teils des Zünders
entlanglaufende verschiebbare erste Rastbolzen in die
Rastnut des festen Teils einrastet. Das Einstellteil ist
dann genau um den eingestellten Winkel verdreht worden,
und die vorhandene Drehmomentbegrenzung verhindert eine
weitere Verdrehung der Stellringe. Der Zünder ist tem
piert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt nach einmaliger
Einstellung des Winkels zwischen den beiden Rastbolzen
die automatische Tempierung aller Zünder, die auf den
gleichen Zeitpunkt eingestellt werden sollen. Die Vor
einstellung des Winkels zwischen den beiden Rastbolzen
kann bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
erleichtert werden, indem in den ersten Stellring ein
von außen sichtbarer Skalenring mit einer entsprechenden
Winkelskala fest eingesetzt ist und am zweiten Stellring
ein mit einer Strichmarke versehenes Sichtfenster ange
ordnet ist, so daß bei einer Verdrehung der beiden
Stellringe gegeneinander der Verstellwinkel genau abge
lesen werden kann. Der Skalenring kann auswechselbar
ausgebildet sein, so daß für verschiedene Zündertypen
unterschiedliche Skalen verwendet werden können.
Wie weiter unten genauer beschrieben ist es in einfacher
Weise möglich, die Skala zu beleuchten, was für das
Arbeiten in schlecht beleuchteten Räumen von besonderer
Wichtigkeit ist. Weiterhin ist es in einfacher Weise
möglich, das maximal übertragbare Drehmoment an der
Drehmomentbegrenzung einzustellen.
Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen
ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung nach der
Erfindung näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf eine Vorrichtung zum Tem
pieren von Zündern;
Fig. 2 eine Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1
nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Teilschnitt durch die Vorrichtung nach
Fig. 1 nach der Linie III-III in Fig. 1, wobei
Pos. 10 in die Ebene der Linie III-III hinein
geklappt ist.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung zum
Tempieren von Zündern besitzt ein im wesentlichen ring
förmiges Gehäuse 1 mit einem am Gehäuse befestigten in
radialer Richtung nach außen weisenden Handgriff 2. Im
Gehäuse 1 sind koaxial zueinander zwei Stellringe 3 und
4 drehbar angeordnet. Dabei ist der erste Stellring 3 im
Gehäuse 1 über ein Drehlager 3.3 drehbar gelagert und
dabei durch einen in Fig. 2 von unten in das Gehäuse
eingesetzten, mit dem Stellring 3 fest verbundenen
Halterungsring 3.1 gehaltert. Durch eingelegte Paß
scheiben 3.2 wird das Lagerspiel eingestellt. An der in
Fig. 2 oberen Seite des ersten Stellrings 3 ist in
diesen ein zweiter Stellring 4 eingesetzt, der gegenüber
dem ersten Stellring 3 verdrehbar ist und durch eine
Exzenterklemmung 5 gegenüber dem ersten Stellring 3 in
jeder beliebigen Winkelstellung festgelegt werden kann.
Die Betätigung der Exzenterklemmung 5 erfolgt über eine
Flügelschraube 5.1, die mit einem Exzenter 5.2 verbunden
ist, der sich an ein Klemmstück 5.3 in einem Gummiring,
der an einer Innenfläche des ersten Stellrings 3 ange
ordnet ist, anlegen kann.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 die in
Fig. 2 obere Seite der Vorrichtung als "Oberseite" und
die in Fig. 2 untere Seite als "Unterseite" bezeichnet.
Selbstverständlich kann die Vorrichtung im Prinzip in
jeder beliebigen Lage im Raum verwendet werden. Im
allgemeinen wird sie bei aufrechtstehenden Geschossen in
der in Fig. 2 dargestellten Lage auf die Geschoßspitze
aufgesetzt, wie dies in Fig. 2 gestrichelt angedeutet
ist. Die Innenkontur der beiden Stellringe 3 und 4 ist
dabei an die Außenkontur des an der Geschoßspitze ange
ordneten Zünders angepaßt.
Der zweite Stellring 4 ist derart in den ersten Stell
ring 3 eingesetzt, daß an der Oberseite der Vorrichtung
jeweils zwei ringförmige Teilbereiche der beiden Stell
ringe von oben zugänglich sind, und zwar innenliegend
ein ringförmiger Teilbereich des zweiten Stellrings 4
und außenliegend ein ringförmiger Teilbereich des ersten
Stellrings 3. Dieser außenliegende Teilbereich des
ersten Stellrings 3 ist als eigener Skalenring 6 ausge
bildet, der auswechselbar ist und über eine Stiftverbin
dung 6.1 drehfest mit dem ersten Stellring 3 verbunden
und mittels eines mit dem Gehäuse verbundenen Halterings
1.1 festgehalten ist. Dieser Skalenring 6 trägt, wie aus
Fig. 1 zu entnehmen, eine in üblicher Weise geeichte
Skala, die auf die verwendeten Zündertypen abgestimmt
ist und als Zeitskala ausgebildet ist.
Zur Ablesung dieser Skala dient ein mit dem zweiten
Stellring 4 fest verbundenes Ablesefenster 7, in dessen
Öffnung eine mit einer Strickmarke 7.2 versehene, aus
durchsichtigem Material bestehende Prismenplatte 7.1
angeordnet ist.
Zur Beleuchtung der Skala im Bereich des Ablesefensters
7 dient eine Beleuchtungslampe 8, deren elektrische
Anschlüsse über Schleifkontakte 8.1 mit einem ersten
Schleifringpaar 8.2 elektrisch verbunden sind, welches
in einem Oberflächenabschnitt des ersten Stellrings 3
angeordnet ist, der der Unterseite des zweiten Stell
rings 4 gegenüberliegt. Dieses erste Schleifringpaar 8.2
ist über nicht dargestellte Leitungen mit einem zweiten
Schleifringpaar an der Mantelfläche des ersten Stell
rings 3 verbunden, das, wie aus Fig. 3 ersichtlich, über
Schleifkontakte 8.4 und nicht dargestellte, durch das
Gehäuse 1 über einen Schalter 16 und den Handgriff 2
geführte Leitungen mit einem Steckeranschluß 15 am
Handgriff 2 verbunden ist.
Im ersten Stellring 3 ist an der Innenseite ein in
radialer Richtung gegen die Kraft einer Druckfeder 9.1
verschiebbarer erster Rastbolzen 9 angeordnet, der in
entspannter Stellung der Druckfeder 9.1 in den Innenraum
des ersten Stellrings 3 hineinragt und gegen die Kraft
wirkung der Druckfeder 9.1 so weit nach außen verschieb
bar ist, daß er nicht mehr in den Innenraum des ersten
Stellrings 3 hineinragt.
Am zweiten Stellring 4 ist ebenfalls an der Innenseite
ein in den Innenraum des zweiten Stellrings hineinragen
der zweiter Rastbolzen 10 fest angeordnet.
Wie aus Fig. 3 zu entnehmen liegen die beiden Rastbolzen
übereinander und je nach der Winkelstellung zwischen dem
ersten Stellring 3 und dem zweiten Stellring 4 um einen
vorgegebenen Winkelbetrag gegeneinander versetzt.
In Fig. 1 ist die relative Lage der Rastbolzen 9 und 10
angedeutet. Aus Gründen der deutlichen Darstellung ist
aber der Rastbolzen 10 in Fig. 2 nicht dargestellt,
sondern in die Ebene der Linie III-III in Fig. 1 hinein
geklappt, so daß er in Fig. 3 erscheint.
Der erste Stellring 3 ist über einen an seiner äußeren
Mantelfläche angeordneten Zahnkranz 3.4 mit einer insge
samt mit Bezugsziffer 11 bezeichneten Drehmomentbegren
zung verbunden, wobei der Zahnkranz 3.4 des ersten
Stellrings 3 in die Verzahnung 11.11 des Abtriebsteils
11.1 der Drehmomentbegrenzung 11 eingreift. Das Ab
triebsteil 11.1 der Drehmomentbegrenzung 11 ist über in
Bohrungen dieses Teils angeordnete, unter der Kraftwir
kung von, Federn 11.13 stehende Kugeln 11.12 mit dem
Antriebsteil 11.2 verbunden. Die lösbare Verbindung
zwischen Abtriebsteil 11.1 und Antriebsteil 11.2 ist
dadurch gegeben, daß die Kugeln unter dem Druck der
Federn 11.13 in Vertiefungen 11.21 am Antriebsteil 11.2
eingreifen und bei Überschreitung eines maximal zulässi
gen Drehmomentes aus diesen Vertiefungen ausrasten und
damit die Verbindung zwischen Antriebsteil 11.2 und
Abtriebsteil 11.1 lösen. Die Einstellung des maximal
zulässigen Drehmomentes erfolgt über ein Einstellteil
11.14, das als Gegenlager der Federn 11.13 dient und
durch eine Einstellschraube 11.15 in verschiedene Lagen
gebracht werden kann, in denen es durch eine Feststell
schraube 11.16 fixierbar ist. Abtriebsteil 11.1 und
Antriebsteil 11.2 sind im Gehäuse über Lager 11.17 bzw.
11.22 und 11.23 gelagert.
Das Antriebsteil 11.2 ist über einen Winkeltrieb 12 und
ein Untersetzungsgetriebe 13 mit dem Antriebsmotor 14
verbunden. Das Untersetzungsgetriebe 13 und der An
triebsmotor 14 sind innerhalb des Handgriffs 2 angeord
net und die nicht dargestellten, vom Steckeranschluß 15
herkommenden elektrischen Zuführungsleitungen für den
Antriebsmotor 14 sind ebenfalls über den Schalter 16
geführt, der als Mehrfachfunktionsschalter, beispiels
weise Tast-Ein-Aus-Schalter, ausgebildet ist.
Die Handhabung und Funktionsweise der oben beschriebenen
Vorrichtung ist folgende:
Zunächst wird der für den einzustellenden Zündertyp notwendige Skalenring 6 in den ersten Stellring 3 einge setzt und mittels der Stiftverbindung 6.1 in seiner Lage positioniert. Über ein Anschlußkabel wird die Vorrich tung mit dem Steckeranschluß 15 beispielsweise an die elektrische Energieversorgung eines Kampffahrzeuges angeschlossen.
Zunächst wird der für den einzustellenden Zündertyp notwendige Skalenring 6 in den ersten Stellring 3 einge setzt und mittels der Stiftverbindung 6.1 in seiner Lage positioniert. Über ein Anschlußkabel wird die Vorrich tung mit dem Steckeranschluß 15 beispielsweise an die elektrische Energieversorgung eines Kampffahrzeuges angeschlossen.
Zur Vorgabe der einzustellenden Laufzeit des Zünders
wird zunächst die Exzenterklemmung 5 gelöst und der
zweite Stellring 4 gegenüber dem ersten Stellring 3
so weit verdreht, bis die Markierung 7.2 des Ablese
fensters 7 über der gewünschten Zeitmarkierung auf dem
Skalenring 6 steht. Anschließend wird der zweite Stell
ring 4 durch Feststellen der Exzenterklemmung 5 gegen
über dem ersten Stellring 3 fixiert. Bei Bedarf kann
dieser Vorgang mit eingeschalteter Skalenbeleuchtung
durchgeführt werden, was durch Betätigung des Schalters
16 (Ein-Aus-Funktion) geschieht. Die Prismenplatte 7.2
des Ablesefensters überträgt dabei die Beleuchtungsener
gie der Lampe 8 auf den Skalenring 6.
Durch die Verstellung des zweiten Stellrings 4 gegenüber
dem ersten Stellring 3 werden automatisch die beiden
Rastbolzen 9 und 10 in einen vorgegebenen Winkelabstand
voneinander gebracht.
Die Drehmomentbegrenzung 11 wird mittels der Einstell
schraube 11.15 auf ein vorgegebenes maximales Drehmoment
eingestellt, das beispielsweise zwischen 10 Nm und 15 Nm
liegen kann. Die Position wird durch die Feststell
schraube 11.16 gesichert.
Mit der so vorbereiteten Vorrichtung können nun eine
beliebige Anzahl von Zündern eingestellt werden. Die
Vorrichtung wird zu diesem Zweck in der in Fig. 2 darge
stellten waagerechten Stellung auf das vertikal stehende
Geschoß von oben her aufgesetzt. Nach Betätigen des
Schalters 16 (Tast-Funktion) läuft der Antrieb an und
vom Antriebsmotor 14 aus wird über das Untersetzungsge
triebe 13, den Winkeltrieb 12 und die Drehmomentbegren
zung 11 die Drehenergie auf den ersten Stellring 3
übertragen. Dieser dreht gemeinsam mit dem zweiten
Stellring 4 so lange, bis der feste Rastbolzen 10 in die
Rastnut am drehbaren Oberteil des Zünders einrastet.
Damit ist das Oberteil des Zünders formschlüssig mit dem
drehenden ersten Stellring 3 verbunden. Die Vorrichtung
rutscht etwas tiefer, so daß die Innenkonturen des
zweiten und ersten Stellrings an der Außenkontur des
Zünders anliegen und dadurch wird der federnde Rastbol
zen 9, der dem festen Teil des Zünders gegenüberliegt,
durch den Zündermantel nach außen gedrückt. Bei der
weiteren Drehung muß das Reaktionsmoment abzüglich des
Reibmomentes des ersten Stellrings 3 durch den Antrieb
vom Bediener am Handgriff 2 aufgenommen werden.
Beim Weiterdrehen des ersten Stellrings 3 wird jetzt das
drehbare Oberteil des Zünders über den eingerasteten
festen Rastbolzen 10 weitergedreht, so lange, bis der
federnde Rastbolzen 9 in die Rastnut am feststehenden
Unterteil des Zünders eingerastet ist. Damit ist keine
weitere Drehung möglich und der Zünder ist tempiert. Die
Stellung der Rastnuten am Zünder entspricht der Stellung
der Rastbolzen 9 und 10 und somit ist die an der Vor
richtung fest voreingestellte Laufzeit auf den Zünder
übertragen. Bei einer weiteren Betätigung des Schalters
16 kann keine Drehbewegung am ersten Stellring 3 erfol
gen, da beide Rastbolzen in den entsprechenden Rastnuten
des Zünders arretiert sind und das nun anstehende Dreh
moment durch die Drehmomentbegrenzung auf den dort
eingestellten Wert begrenzt ist. Somit können keine
unzulässig hohen Drehmomente auf den Zünder übertragen
werden.
Der Tempiervorgang ist damit beendet und die Vorrichtung
wird vom Zünder abgenommen und der nächste Zünder kann
tempiert werden.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Tempieren von Zündern an großkalibri
gen Geschossen, wobei der Zünder koaxial an der Geschoß
spitze angeordnet ist und ein gegenüber dem Geschoß
festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares
Einstellteil aufweist und beide Teile in ihrer Mantel
fläche jeweils mit einer in einer die Geschoßachse
enthaltenden Ebene liegenden Rastnut versehen sind,
gekennzeichnet durch ein im wesentlichen ringförmiges
Gehäuse (1), an dem in radialer Richtung ein Handgriff
(2) angeordnet ist und in dem ein erster Stellring (3)
drehbar gelagert ist, der über eine Drehmomentbegrenzung
(11) mit einem elektrischen Antriebsmotor (14) verbunden
ist und ein zweiter Stellring (4) drehbar gelagert ist,
der koaxial zum ersten Stellring (3) und gegen diesen
verdrehbar angeordnet und über eine Klemmvorrichtung (5)
mit dem ersten Stellring (3) drehfest verbindbar ist,
wobei die Innenkontur der beiden Stellringe (3, 4) an
die Außenkontur des Zünders angepaßt ist und der erste
Stellring (3) an seiner Innenseite einen gegen Feder
kraft radial nach außen verschiebbaren ersten Rastbolzen
(9) trägt, während der zweite Stellring an seiner Innen
seite einen radial fest angeordneten zweiten Rastbolzen
(10) trägt und die Anordnung der Rastbolzen (9, 10) so
ist, daß bei auf den Zünder aufgesetzter Vorrichtung der
erste Rastbolzen (9) dem festen Teil und der zweite
Rastbolzen (10) dem verdrehbaren Teil des Zünders gegen
überliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Zünder, bei denen von
der Geschoßspitze her gesehen der drehbare Teil vor dem
festen Teil liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Stellringe (3, 4) im Gehäuse (1) derart angeord
net sind, daß bei auf den Zünder aufgesetzter Vorrich
tung von der Geschoßspitze her gesehen mindestens im
Bereich der Innenseiten der Stellringe (3, 4) der zweite
Stellring (4) vor dem ersten Stellring (3) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Stellring (4) koaxial innerhalb des
ersten Stellrings (3) derart angeordnet ist, daß an der
bei auf den Zünder aufsetzter Vorrichtung der Geschoß
spitze zugewandten Seite der Stellringe (3, 4) kreis
ringförmige Teilbereiche der Oberfläche beider Stellrin
ge (3, 4) im wesentlichen in einer Ebene senkrecht zur
Geschoßachse von außen zugänglich ineinander angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der kreisringförmige Teilbereich der Oberfläche des
ersten Stellrings (3), der den kreisringförmigen Teilbe
reich der Oberfläche des zweiten Stellrings (4) umgibt,
Teil eines mit dem ersten Stellring (3) unverdrehbar
verbundenen Skalenrings (6) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem kreisringförmigen Teilbereich der Oberfläche
des zweiten Stellrings (4) in einem vorgegebenen Um
fangsbereich ein den Skalenring (6) übergreifendes, mit
einer Strichmarkierung (7.2) versehenes Ablesefenster
(7) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ablesefenster (7) eine mit der Strichmarkierung
(7.2) versehene Prismenplatte (7.1) aus durchsichtigem
Material aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß am Ablesefenster (7) eine elektrische Lichtquelle
(8) angeordnet ist, deren Anschlüsse über ein erstes
Schleifringpaar (8.2) mit durch den ersten Stellring (3)
geführten elektrischen Verbindungsleitungen verbunden
sind und diese Verbindungsleitungen über ein zweites
Schleifringpaar (8.3) mit durch das Gehäuse geführten
elektrischen Zuleitungen verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsmotor (14)
innerhalb des Handgriffs (2) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das maximal übertragbare Drehmoment
an der Drehmomentbegrenzung (11) einstellbar ist.
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| EP0507262A3 (de) | 1992-10-28 |
| DE59200096D1 (de) | 1994-04-28 |
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