DE4110716C2 - Verfahren zur Identifikation von Parametern einer Asynchronmaschine - Google Patents
Verfahren zur Identifikation von Parametern einer AsynchronmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Para
metern einer Asynchronmaschine.
Bei der Anwendung hochwertiger Regelalgorithmen für Asynchron
motoren ist im allgemeinen die Kenntnis der Parameter der Maschine
erforderlich. Diese sind jedoch zeitlich nicht konstant, sondern
ändern sich im Verlauf des Betriebes der Maschine.
Es ist eine ganze Reihe von Verfahren zur Ermittlung der Parame
ter von Asynchronmaschinen bekannt. Im Zusammenhang mit der feld
orientierten Regelung von Asynchronmaschinen kommt dabei der
Ermittlung der Rotorzeitkonstante besondere Bedeutung zu.
In einem bekannten Verfahren wird der Schwingungsgehalt der Drehzahl, der
bei fehlerhafter Feldorientierung erhöht ist, durch Korrektur der
Rotorzeitkonstante minimiert /1/. Der Nachweis auftretender
Schwingungen wird jedoch bei großen Trägheitsmomenten der ange
koppelten Last schwierig. Außerdem gestaltet sich die Trennung
der von einer fehlerhaften Feldorientierung herrührenden Schwin
gungen von denen durch eine schwingungsfähige Mechanik verursach
ten kompliziert.
Des weiteren ist bekannt, ein hochfrequentes Testsignal einzuset
zen, das sich bei Anwendung des Prinzips der Feldorientierung und
falscher Einstellung der Rotorzeitkonstante im Drehmoment der
Maschine bemerkbar macht /2/. Das führt zumindest während der
Aufschaltung des Testsignals bei vorhandener Fehlorientierung des
rechnerseitigen Koordinatensystems zu einer Verschlechterung des
Drehzahlverhaltens und ist bei hohen Anforderungen an die Güte
des Drehzahlregelkreises von Nachteil.
Aus der Literatur ist außerdem eine große Vielzahl von Verfahren
bekannt, die die Identifikation verschiedener Maschinenparameter
aus elektrischen Referenzsignalen behandeln. Unter anderem finden
dabei auch Parameterschätzverfahren nach der Methode der klein
sten Fehlerquadrate Verwendung /3/, /4/. Es erweist sich jedoch
als außerordentlich schwierig, Beziehungen elektrischer Natur
abzuleiten, die lediglich eine erwärmungsbedingt veränderliche
Größe enthalten. So wird ein bekanntes Verfahren zur Ermittlung
des Rotorwiderstandes beschrieben, das jedoch die Kenntnis des
temperaturabhängigen Statorwiderstandes voraussetzt /5/. Ein
anderes Verfahren ermöglicht die Identifikation der Rotorzeitkon
stante ohne Kenntnis des Statorwiderstandes /6/. Allerdings ar
beitet dieses Verfahren nur im stationären Betrieb der Maschine,
was dem Wunsch nach Unabhängigkeit vom technologischen Lastspiel
des Antriebes widerspricht.
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, für Asyn
chronmaschinen auch unter den Bedingungen ständig veränderlicher
Maschinenparameter eine zuverlässige Ermittlung der Rotorzeitkon
stante unabhängig vom Arbeitspunkt der Maschine zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Schritten des Anspruchs 1
gelöst.
In der weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
als die im Rechenmodell zu berechnende Modellgröße entweder die
durch die Hauptinduktivität dividierte Rotorflußverkettung oder
der mit dem Quotienten aus Rotorwiderstand und Hauptinduktivität
dividierte Statorflußverkettung verwendet. Im ersten Fall werden
in der Parameterschätzung der Statorwiderstand, das Produkt aus
Statorinduktivität und Streufaktor oder der Quotient aus dem
Quadrat der Hauptinduktivität und der Rotorinduktivität ermit
telt. Im zweiten Fall werden in der Parameterschätzung der Sta
torwiderstand, die Statorinduktivität und der Quotient aus dem
Quadrat der Hauptinduktivität und dem Rotorwiderstand geschätzt.
Im letzten Fall liefert die Parameterschätzung den Statorwider
stand und die Statorinduktivität.
In einer vorzugsweisen Ausführungsform des erfinderi
schen Verfahrens dient als Entscheidungskriterium die
Welligkeit im zeitlichen Verlauf eines oder mehrerer im
Parameterschätzverfahren mit zeitlicher Wichtung seiner
Eingangsgrößen geschlitzter Parameter. Die Rotorzeitkon
stante wird dabei so lange verändert, bis die Welligkeit
eines oder mehrerer ausgewählter, im Parameterschätzver
fahren geschätzter Parameter einen jeweils vorgegebenen
Toleranzwert unterschreitet.
Bei jedem Start des Identifikationsverfahrens ist es
möglich, die Rotorzeitkonstante gezielt einzustellen und
die Richtung ihrer Modifikation vorzugeben. Es ist aber
auch möglich, in Auswertung des zeitlichen Verlaufes
eines im Parameterschätzverfahren mit zeitlicher
Wichtung seiner Eingangsgrößen geschätzten Parameters
die Richtung der Modifikation der Rotorzeitkonstante
festzulegen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand eines Aus
führungsbeispiels näher erläutert. Die dazu gehörenden
Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 das erfindungsgemäße Identifikationsverfahren
in einer schematischen Darstellung,
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild der Modellmodifikation.
Die Grundlage für das erfindungsgemäße Verfahren bilden
die nachfolgend erläuterten mathematischen Zusammen
hänge. Aus den Gleichungen (1) bis (3) für zusammen
gehörende Komponenten der Statorspannung us α, der Sta
torflußverkettung ψs α und der Rotorflußverkettung ψr α im
Statorkoordinatensystem lassen sich die Gleichungen (4)
bis (6) ableiten.
us α = is α · Rs + dψs α/dt (1)
ψs α = is a · Ls + ir α · Lm (2)
ψr α = is α · Lm + ir α · Lr (3)
us α = is α · Rs + dis α/dt · Lsσ + (dψr α/dt/Lm) · Lm²/Lr (4)
us α = is a · Rs + dis α/dt · Ls + (dir α/dt · Rr/Lm) · Lm²/Rr (5)
Us α = is α · Rs + (dψs α/dt/Ls) · Ls (6)
Als meßbare Signale treten dabei die Statorspannung us α
und der Statorstrom is α in Erscheinung. An den Maschi
nenklemmen nicht elementar meßbare Signale sind je nach
gewähltem Ansatz die durch die Hauptinduktivität divi
dierte Rotorflußverkettung ψr α/Lm, der mit dem Quotien
ten aus Rotorwiderstand und Hauptinduktivität multipli
zierte Rotorstrom ir α·Rr/Lm oder die durch die Statorin
duktivität dividierte Statorflußverkettung ψs α/Ls. Da
sie für das Identifikationsverfahren benötigt werden,
macht sich ihre Berechnung über entsprechende Modelle
erforderlich.
Bis auf das Modell für die durch die Statorinduktivität
dividierte Statorflußverkettung ψs a/Ls enthalten diese
Modelle lediglich die Rotorzeitkonstante als Modellpara
meter. Die durch die Statorinduktivität dividierte Sta
torflußverkettung ψs α/Ls sollte deshalb nur dann als
Modellsignal Verwendung finden, wenn der in ihrem Modell
zusätzlich auftretende Streufaktor bekannt ist.
Aus den Gleichungen (4), (5) und (6) können nun die
Grundgleichungen für ein Parameterschätzverfahren, z. B.
der rekursiven Methode der kleinsten Quadrate, abgelei
tet werden. Da von den verwendeten Modellen i.a. das
modellierte Signal selbst und nicht seine Ableitung zur
Verfügung gestellt wird, erfolgt die Integration der
Gleichungen (4), (5) und (6) zur Gewinnung einer günsti
gen Ausgangsgleichung, auf der das Parameterschätzver
fahren basiert. Bei praktischer Realisierung ist der
Anfangswert der integrierten Signalverläufe jedoch oft
unbekannt. Um auch unter diesen Bedingungen auf ein
Parameterschätzverfahren zurückgreifen zu können, wird
als zusätzliches Signal ein konstanter Offset Koff ein
geführt. Als mögliche Schätzgleichungen erhält man
damit:
∫us αdt = ∫is αdt · Rs + is α · Lsσ + (ψr α/Lm) · Lm²/Lr + Koff (7)
∫us αdt = ∫is αdt · Rs + is a · Ls + (ir α · Rr/Lm) · Lm²/Rr + Koff (8)
∫us αdt = ∫is αdt · Rs + (ψs α/Ls) · Ls + Koff (9)
Die entsprechenden Signalvektoren werden durch eine der
Parameterschätzung vorgelagerte Signalaufbereitung zur
Verfügung gestellt.
Tritt der Fall ein, daß ein Teil der Parame
ter bekannt ist, können verschiedene Signale im Rahmen
der Signalaufbereitung zu einem neuen Signal zusammenge
faßt werden. Damit ist eine Reduzierung der Ordnung des
Parameterschätzverfahrens erreichbar.
Um eine fehlerhafte Parametrierung des gewählten Modells
sichtbar zu machen, werden die Eingangssignale des
Parameterschätzverfahrens zeitlich gewichtet. Auf diese
Weise wird erreicht, daß bei fehlerhafter Einstellung
der Rotorzeitkonstante im Rechenmodell die im Parameter
schätzverfahren geschätzten Parameter nicht gegen einen
bestimmten Wert konvergieren, sondern einen typischen
zyklischen und welligen Verlauf aufweisen. Die fehler
hafte Parametrierung des Modells wird somit am zeitlichen
Verlauf der geschätzten Parameter sichtbar. Dieser Um
stand wird zur Korrektur des Modellparameters Rotorzeit
konstante verwendet.
Fig. 1 zeigt in zusammengefaßter Form die einzelnen
Verfahrensschritte.
Nachfolgend wird der Algorithmus, der die Modifikation
der Rotorzeitkonstante steuert, genauer dargestellt.
Die zeitlichen Verläufe der im Parameterschätzverfahren
mit zeitlicher Wichtung seiner Eingangsgrößen geschätz
ten Parameter werden nach Fig. 2 wie folgt weiterverar
beitet: Die zur Ableitung des Entscheidungskriteriums
ausgewählten Parameter P1. . .Pn, die im Parameter
schätzverfahren mit zeitlicher Wichtung seiner Ein
gangsgrößen geschätzt wurden, werden Tiefpaßfiltern 1
zugeführt und die Differenzen zwischen zusammengehören
den gefilterten und ungefilterten Parametern über
Additionsstellen 2 gebildet. Damit wird der Gleichanteil
ausgefiltert. Betragsbildner 3 erzeugen
die Beträge der Differenzen. Danach erfolgt deren Wich
tung in Abhängigkeit von der Belastung der Asynchronma
schine in Bewertungsschaltungen 4. Das gleicht die Belastungsabhängigkeit
der Schwingungsamplitude aus. Dazu werden die
entsprechenden Größen in den Bewertungsschaltungen 4
z. B. mit der Rotorwinkelgeschwindigkeit ωr multipli
ziert, verstärkt und auf die unverstärkten Größen wieder
aufgeschaltet.
Die so entstandenen Signale werden nun in Komperatoren 5
mit bestimmten Toleranzwerten T1. . .Tn verglichen
Unterschreitet dabei ein Signal die vorgegebene Tole
ranzschwelle, liefert der entsprechende Komperator 5
einen logischen Pegel von 0, der nach UND-Verknüpfung 10
mit den Ausgangspegeln der anderen Komperatoren 5 den
dem Integrator 12 zur Modifikation der Rotorzeitkonstan
te vorgelagerten Schalter 11 öffnet und so zur Unterbre
chung der Modifikation führt.
Neben dem Fakt, daß die Rotorzeitkonstante im Rechenmo
dell fehlerhaft eingestellt wurde, muß auch die Art
ihrer Verstellung bekannt sein. Dies ist zu erreichen,
indem das Modell zu Beginn jedes Identifikationszyklus
gezielt fehlerhaft parametriert wird. Dementsprechend
wird dann der Integrator zur Nachführung der Rotorzeit
konstante mit einem negativen oder positiven Eingangssig
nal gespeist. Nach erfolgter Anpassung der Rotorzeitkon
stante kann mit einer erneuten Verstellung der nächste
Identifikationslauf gestartet werden.
Neben dieser Variante gibt es auch die Möglichkeit, die
Richtung, in der die Rotorzeitkonstante zwecks Anpassung
an ihren tatsächlichen Wert verändert werden muß, aus
dem Verlauf eines im Parameterschätzverfahren mit zeit
licher Wichtung seiner Eingangsgrößen geschätzten Para
meters zu ermitteln und das Eingangssignal des Integra
tors 12 zur Nachführung der Rotorzeitkonstante zu be
rechnen. Dazu wird der zeitliche Verlauf des ausgewähl
ten Parameters über ein Differenzierglied 6, ein Zwei-
oder Dreipunktglied 7, einen Tiefpaßfilter 8 und ein
Zwei- oder Dreipunktglied 9 dem Schalter 11 zugeführt.
Ist die Rotorzeitkonstante im Modell exakt eingestellt,
stimmt auch das modellierte Signal mit der Realität
überein und die Parameterschätzung liefert auch bei
starker zeitlicher Wichtung der Eingangssignale nahezu
konstante Werte für die Parameter der der Schätzung
zugrunde liegenden Gleichung. Diese stehen nach Abschluß
der Identifikation neben der Rotorzeitkonstante zahlen
mäßig zur Verfügung.
Mit dem vorgestellten Verfahren ist die Identifikation
von Parametern einer Asynchronmaschine unabhängig vom
Arbeitspunkt und ohne Kenntnis anderer Maschinenparame
ter möglich.
Liste der Bezugszeichen
1 Tiefpaßfilter
2 Additionsstelle
3 Betragsbildner
4 Bewertungsschaltung
5 Komperator
6 Differenzierglied
7 Zwei- oder Dreipunktglied
8 Tiefpaßfilter
9 Zwei- oder Dreipunktglied
10 UND-Glied
11 Schalter
12 Integrator
P₁ . . . Pn im Parameterschätzverfahren geschätzte Parameter
T₁ . . . Tn Toleranzwerte
ωr Rotorwinkelgeschwindigkeit
us α Komponente der Statorspannung
is α Komponente des Statorstromes
ir α Komponente des Rotorstromes
ψs α Komponente der Statorflußverkettung
ψr α Komponente der Rotorflußverkettung
Rs Statorwiderstand
Ls Statorinduktivität
Lr Rotorinduktivität
Lm Hauptinduktivität
σ Streufaktor
Koff konstanter Offset
2 Additionsstelle
3 Betragsbildner
4 Bewertungsschaltung
5 Komperator
6 Differenzierglied
7 Zwei- oder Dreipunktglied
8 Tiefpaßfilter
9 Zwei- oder Dreipunktglied
10 UND-Glied
11 Schalter
12 Integrator
P₁ . . . Pn im Parameterschätzverfahren geschätzte Parameter
T₁ . . . Tn Toleranzwerte
ωr Rotorwinkelgeschwindigkeit
us α Komponente der Statorspannung
is α Komponente des Statorstromes
ir α Komponente des Rotorstromes
ψs α Komponente der Statorflußverkettung
ψr α Komponente der Rotorflußverkettung
Rs Statorwiderstand
Ls Statorinduktivität
Lr Rotorinduktivität
Lm Hauptinduktivität
σ Streufaktor
Koff konstanter Offset
Literaturverzeichnis
/1/ Vogt, G.
Digitale Regelung von Asynchronmaschinen für numerisch gesteuerte Fertigungseinrichtungen
Berlin, Heidelberg, New York, Tokio: Springer-Verlag, 1985
/2/ Gabriel, R.
Mikrorechnergeregelte Asynchronmaschine, ein Antrieb für hohe dynamische Anforderungen
Regelungstechnik 32 (1984) 1
/3/ Reitz; Sattler
On-line-Bestimmung der Parameter der Asynchronmaschine ETG-Fachbericht 27, Vortrag der ETG-Fachtagung vom 9.-10. 3. 89 in Augsburg
/4/ Atkinson; Acarnley
Parameter-identification techniques for induction motor drives
EPE-Konferenzbericht, Aachen 1989
/5/ Pfaff; Segerer; Lelkes
Resistance corrected and time discrete calculation of rotor flux in induction motors
Proceedings 3rd European Conference on Power Electronics and Applications, 1989, Vol. 2
/6/ Garces, L. J.
Parameter adaption for the speed controlled static ac drive with a squirrel cage induction motor
IEEE Transaction on Industrial Applications, 1980
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Parameter adaption for the speed controlled static ac drive with a squirrel cage induction motor
IEEE Transaction on Industrial Applications, 1980
Claims (10)
1. Verfahren zur Identifikation von Parametern einer Asynchron
maschine mit den folgenden Schritten:
- a) Messung des Statorstromes, der Statorspannung und der Dreh zahl,
- b) Berechnung einer Modellgröße (Statorflußverkettung, Rotor flußverkettung oder Rotorstrom) in einem Modell, das die Rotorzeitkonstante als Parameter enthält,
- c) Schätzung der übrigen Parameter oder eines Teils davon mit einem Parameterschätzverfahren mit zeitlicher Wichtung der Eingangssignale, wobei
- c1) eine Komponente der integrierten Statorspannungsgleichung (Gleichung 7, 8 oder 9) als Ausgangsgleichung für die Parameter schätzung dient und
- c2) in einer dem Parameterschätzverfahren vorgelagerten Signal aufbereitung die gemessenen bzw. errechneten Signale (Stator spannung, Statorstrom und Modellgröße) entsprechend der der Parameterschätzung zugrundeliegenden Ausgangsgleichung mathe matisch vorverarbeitet und die so gewonnenen Signale als Eingangsgrößen für das Parameterschätzverfahren verwendet werden,
- d) Überprüfung des zeitlichen Verlaufes einer oder mehrerer in dem Parameterschätzverfahren geschätzter Parameter auf eine nur bei Fehlanpassung der Rotorzeitkonstante im Modell auf tretende zyklische Schwingung,
- e) Modifikation der Rotorzeitkonstante im Modell so lange, bis die charakteristische Schwingung nicht mehr auftritt oder ihre Amplitude einen Grenzwert unterschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Modellgröße die durch die
Hauptinduktivität dividierte Rotorflußverkettung verwendet wird
und im Parameterschätzverfahren der Statorwiderstand, das Produkt
aus Statorinduktivität und Streufaktor sowie der Quotient aus dem
Quadrat der Hauptinduktivität geschätzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Modellgröße der mit dem
Quotienten aus Rotorwiderstand und Hauptinduktivität multipli
zierte Rotorstrom verwendet wird und im Parameterschätzverfahren
der Statorwiderstand, die Statorinduktivität sowie der Quotient
aus dem Quadrat der Hauptinduktivität und dem Rotorwiderstand
geschätzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Modellgröße die durch die
Statorinduktivität dividierte Statorflußverkettung verwendet wird
und im Parameterschätzverfahren der Statorwiderstand und die
Statorinduktivität geschätzt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Rotor
zeitkonstante bei jedem Start des Identifikationsverfahrens ge
zielt eingestellt und die Richtung ihrer Modifikation vorgegeben
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der zeit
liche Verlauf eines im Parameterschätzverfahren geschätzten Para
meters ausgewertet und daraus die Richtung der Modifikation der
Rotorzeitkonstante festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Parameterschätzverfahren
die Rekursive Methode der kleinsten Fehlerquadrate mit zeitlicher
Wichtung der Eingangssignale verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 mit folgenden Verfahrensschritten:
- a) die ausgewählten Parameter werden Tiefpaßfiltern 1 zugeführt und die Differenz zwischen zusammengehörenden gefilterten und ungefilterten Parametern über Additionsstellen 2 gebildet,
- b) Betragsbildner 3 erzeugen die Beträge der Differenzen,
- c) in Bewertungsschaltungen 4 werden die Signale in Abhängigkeit von der Belastung der Asynchronmaschine gewichtet,
- d) die gewichteten Signale werden in Komparatoren 5 mit bestimm ten Toleranzwerten verglichen,
- e) wenn ein gewichtetes Signal die vorgegebene Toleranzschwelle unterschreitet, liefert der entsprechende Komparator einen logischen Pegel 0, der nach UND-Verknüpfung mit den Ausgangs pegeln der anderen Komparatoren einen einem Integrator zur Modifikation der Rotorzeitkonstante vorgelagerten Schalter öffnet und so zur Unterbrechung der Modifikation führt.
9. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Verlauf des geschätzten
Parameters nach der Zeit differenziert, in einem zweiten oder
dritten Glied geformt und geglättet wird und der Modifikation der
Rotorzeitkonstante als Vorzeichensignal dient.
10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die im Parameterschätzver
fahren geschätzten Parameter nach Abschluß der Modifikation der
Rotorzeitkonstante den tatsächlichen Maschinenparametern entspre
chen und so ebenfalls ermittelt werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4110716A DE4110716C2 (de) | 1991-04-03 | 1991-04-03 | Verfahren zur Identifikation von Parametern einer Asynchronmaschine |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4110716C2 (de) |
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| RU2402866C2 (ru) * | 2008-09-03 | 2010-10-27 | Открытое акционерное общество "Всероссийский научно-исследовательский и проектно-конструкторский институт электровозостроения" (ОАО "ВЭлНИИ") | Способ управления частотно-регулируемым асинхронным двигателем с короткозамкнутым ротором |
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