DE3034275C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln
wenigstens eines Parameterwertes für den Ständerwiderstand
und/oder die Hauptinduktivität und/oder die
Streuinduktivität einer Asynchronmaschine gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Für die Steuerung von Asynchronmaschinen ist es vorteilhaft,
getrennte Sollwerte für den Fluß und das Drehmoment
der Maschine vorzugeben. Man erhält dann einerseits
ein übersichtliches, leicht regelbares dynamisches
Verhalten, andererseits eine gute Ausnutzung der Maschine.
Zur Einstellung des gewünschten Flusses muß der magnetisierende
Anteil des Ständerstromes, zur Regelung
des Drehmomentes bzw. der Drehzahl der Wirkstromanteil
des Ständerstromes eingestellt werden können, wobei diese
beiden Anteile dann zum gewünschten Gesamt-Ständerstrom
zusammengesetzt werden.
Für die Beschreibung der Asynchronmaschine ist es vorteilhaft,
die in den Ständerwicklungen fließenden Ströme
zu einem Gesamt-Ständerstromvektor i mit dem Betrag i,
die Ständerspannungen zu einem Ständerspannungsvektor
u mit dem Betrag u zusammenzusetzen. Das magnetische
Feld der Maschine kann durch einen Flußvektor, die induzierte
EMK durch einen EMK-Vektor beschrieben werden.
In dieser Erörterung wird zur Beschreibung von Fluß und
EMK der Maschine nur der Flußvektor ψ (Betrag ψ) in der
Läuferwicklung und der EMK-Vektor e (Betrag e) in der
Läuferwicklung betrachtet. Zum Aufbau des magnetischen
Feldes trägt nur der zum Flußvektor ψ parallele Anteil
i ϕ 1 des Ständerstromvektors i als Magnetisierungsstrom
i μ bei, während der Wirkstrom durch die zum Flußvektor
senkrechte Komponente i ϕ 2 des Ständerstromes gegeben
ist. Ständerstromvektor i und Ständerspannungsvektor u
können an den Maschinenklemmen abgegriffen werden und
durch die Komponenten in einem ständerbezogenen (d. h.
ortsfesten) Koordinatensystem, z. B. einem mit den Indizes
α₁, α₂ bezeichneten kartesischen ortsfesten Koordinatensystem,
beschrieben werden. Bezüglich der α ₁-Achse
weist der Ständerstrom den Winkel ε auf, dessen zeitliche
Ableitung durch die Ständerfrequenz ω gegeben ist. Für
die Beschreibung der Asynchronmaschine ist es jedoch
vorteilhaft, von einem feldorientierten Koordinatensystem
auszugehen, das mit dem Flußvektor ψ umläuft und
durch eine zum Flußvektor parallele Achse (Index ψ₁)
und eine dazu senkrechte Achse ψ₂ gegeben ist. Das feldorientierte
Koordinatensystem ist demnach gegenüber dem
Ständerbezugssystem um den Wnkel ϕ gedreht, der vom
Flußvektor ψ und der α₁-Achse eingeschlossen wird. Für
den oben erwähnten feldorientierten Betrieb einer umrichtergespeisten
Asynchronmaschine werden demnach die
Sollwerte des Ständerstromes im feldorientierten Bezugssystem
vorgegeben, woraus die entsprechenden Sollwerte
für den im ortsfesten Ständerbezugssystem vorzugebenden
Ständerstromvektor ermittelt werden müssen. Hierzu ist
eine Information über die gegenseitige Lage zwischen
feldorientierten Bezugssystem und Ständerbezugssystem
(d. h. den Winkel ϕ ) erforderlich.
Der EMK-Vektor kann e aus den an der Maschine abgegriffenen
ständerbezogenen Koordinaten des Ständerstromvektors
i und des Ständerspannungsvektors u berechnet werden
gemäß der Beziehung
Durch Integration dieses EMK-Vektors kann der Flußvektor
ψ =∫ e dt (1a)
gebildet werden. Da für die feldorientierte Regelung
häufig nur die Information über die Richtung des Flußvektors
benötigt wird, und im stationären Fall Flußvektor
und EMK-Vektor senkrecht aufeinander stehen,
kann anstelle der Integration auch eine Drehung des
EMK-Vektors um 90° vorgenommen werden oder die Richtung
des EMK-Vektors selbst herangezogen werden. Für die Regelung,
wie sie z. B. in der DE-PS 19 41 312
beschrieben ist, ist demnach ein EMK-Bildner erforderlich,
dem der Ständerspannungsvektor und der Ständerstromvektor
sowie die Parameterwerte für den Ständerwiderstand
r s und die Streuinduktivität x σ eingegeben ist. Die
Güte dieser Regelung ist von der genauen Einstellung
der Parameter r s , x σ abhängig.
Bei einer anderen Methode zur Flußbestimmung geht man
nicht von der induzierten EMK aus, sondern von den zur
Entstehung des Feldes in der Drehfeldmaschine führenden
Vorgängen. Im Zusammenhang mit dieser Erfindung sind die
folgenden Beziehungen wichtig:
Mit den in Fig. 1 dargestellten Beziehungen ergibt sich die zum Flußvektor ψ parallele Komponente des Ständerstromvektors i zu
Mit den in Fig. 1 dargestellten Beziehungen ergibt sich die zum Flußvektor ψ parallele Komponente des Ständerstromvektors i zu
i ϕ 1=i cos (ε -ϕ ).
Diese Komponente ist im stationären Fall geleich dem Magnetisierungsstrom
i µ; bei dynamischen Zuständen baut
sich der Magnetisierungsstrom in der Maschine mit einem
Zeitverhalten auf, das unter Benutzung des Laplace-Operators S und der Zeitkonstante T geschrieben werden kann:
Das von diesem Magnetisierungsstrom im Läufer erzeugte
Feld wird durch Flußvektor
ψ = i µ · x h (3)
beschrieben, der im Läufer eine EMK induziert, die durch
gegeben ist. Stationär kann die Differentiation durch
eine Drehung um 90° und eine Multiplikation mit der Winkelgeschwindigkeit
ω des Ständerstromvektors dargestellt
werden, so daß für die Vektorbeträge gilt:
e =i µ · x h · ω
Da der Magnetisierungsstrom i µ nur im stationären Fall
gleich der feldparallelen Ständerstromkomponente i ϕ 1
ist, wird diese zum Flußvektor ψ parallele Ständerstromkomponente
als "Magnetisierungsstromkomponente" bezeichnet.
Dabei geht der Parameterwert für die Hauptinduktivität
x h der Maschine entscheidend ein.
Ein diesen Gleichungen entsprechendes "Spannungsmodell" ist
in der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegenden
"Regelungstechnik" 27 (1979), Seite 379-386 verwendet,
um daraus ein synchron umlaufendes "feldorientiertes Koordinatensystem"
zu berechnen. Durch Koordinatentransformation
werden dabei die Stromistwerte umgerechnet in eine feldsenkrechte
Komponente, die zur Aufrechterhaltung der Drehzahl
auf einen von einem Drehzahlregler vorgegebenen Wirkstromsollwert
geregelt wird, und eine feldparallele Komponente,
die zur Aufrechterhaltung eines gewünschten Flusses auf einen
Blindstromsollwert geregelt wird. Dadurch entstehen feldorientierte
Stellgrößen, die zur Steuerung der umrichtergespeisten
Synchronmaschine ins ständerorientierte Koordinatensystem
rückgerechnet werden.
Die in diese Berechnung eingehenden Parameter ändern sich jedoch
betriebsabhängig (z. B. r s infolge thermischer Erwärmung
und x h infolge Sättigung beim Betrieb der Asynchronmaschine).
Um trotzdem für eine genaue feldorientierte Regelung die zu
den einzelnen Betriebszuständen gehörenden Parameterwerte zu
ermitteln, ist vorgeschlagen, mittels eines sogenannten "Strommodells",
das aus den Ständerströmen und der Drehzahl die zur
Ausbildung des Flusses führenden Vorgänge nachbildet, den Einfluß
der veränderlichen Parameter zu eliminieren. Für das
dort verwendete Strommodell ist allerdings die Läuferzeitkonstante
erforderlich, deren Temperaturabhängigkeit unter Umständen
die Parameterkorrektur im Spannungsmodell ungünstig
beeinflussen kann. Außerdem fehlen Angaben, wie diese Elimination
konkret schaltungsmäßig verwirklicht werden kann.
In "IEEE Transactions on Industry Applications" Vol. 1A-16,
No. 2, März/April 1980, Seite 173-178, ist eine feldorientierte
Regelung vorgestellt, bei der aus Sollwerten für
Fluß und Wirkstrom sowie Parametern für Hauptinduktivität
und Läuferzeitkonstante eine Modell-Schlupffrequenz und
daraus ein Modell-Feldwinkel errechnet wird, der für die
Umrechnung der feldorientierten Stromsollwerte ins Ständerbezugssystem
verwendet wird. Zur Korrektur der Modell-Läuferzeitkonstanten
wird vorgeschlagen, aus Strom und Spannung
einen EMK-Vektor zu berechnen. Dieser Vektor wird nach Drehung
um 90° mit dem Vektor des Iststromes skalar multipliziert,
um eine Fehlerfunktion zu erhalten, deren Ausregelung
eine Korrektur für die Läuferzeitkonstante liefert. Aber
auch hier gilt, daß in die Fehlerfunktion die Parameter störend
eingehen, die der EMK-Bildung zugrunde liegen. Da außerdem
der Feldvektor aus Sollwerten sozusagen in einem "Sollstrom-Modell"
berechnet wird, wird nicht das Modell an die
Maschine angeglichen, sondern nur an die dem erwähnten
"Spannungsmodell" entsprechende EMK-Bildung. Diese ihrerseits
erfordert aber eine Parameteridentifikation.
In der nicht vorveröffentlichten DE 30 34 252 A1 sind Vorschläge gemacht
worden, zur Bestimmung eines Parameterwertes die
beiden Gleichungen (1) und (3) heranzuziehen, indem der
Vektor e oder der dazugehörige Flußvektor ψ auf zwei
Wegen, die in unterschiedlicher Weise von den eingestellten
Parameterwerten abhängen, berechnet werden. Betrachtet
man eine Bestimmungsgröße der auf unterschiedlichen
Wegen berechneten Vektoren, z. B. den Betrag oder eine
zum Ständerstrom parallele oder senkrechte Komponente,
so ergibt sich eine Differenz dieser Bestimmungsgrößen,
die von der Genauigkeit der verwendeten Parameterwerte
abhängt. Führt man daher diese Differenz der Bestimmungs
größen einem integrierenden Regler zu und verstellt ent
sprechend dem Reglerausgangssignal den Parameterwert
für den zu ermittelenden Maschinenparameter, so kann
man durch Abgleich der beiden auf unterschiedlichen
Wegen berechneten Vektoren einen Abgleich des verwendeten
Parameterwertes auf den zu ermittelnden Maschinen
parameter erreichen.
Bei diesen nichtvorveröffentlichten Vorschlägen wird
der Vektor e bzw. ψ einmal nach Gleichung (1) über einen
EMK-Bildner ermittelt. Der andere Weg zur Berechnung von
ψ bzw. e besteht nach einem Vorschlag darin, in einer
Rechenmodellschaltung, die von den tatsächlichen Maschinen
strömen und der Läuferstellung sowie einem veränderbaren
Parameterwert für den Läuferwiderstand ausgehend
einen Modell-Flußvektor bzw. Modell-EMK-Vektor berechnet.
Da der Rechenmodellschaltung der tatsächliche Ständer
stromvektor eingeprägt ist, gelten gleiche Kreisdiagramme
für ψ bzw. e , wobei jedoch die Schlupfskalierung unter
schiedlich ist, wenn der Parameterwert des Läuferwider
standes vom Maschinen-Läuferwiderstand abweicht. Obwohl
die Rechenmodellschaltung mit der tatsächlichen Läufer
stellung arbeitet, weicht der Modell-Vektor bei ungenauer
Einstellung des Parameterwertes für den Läuferwiderstand
von dem im EMK-Bildner ermittelten Vektor ab. Diese Ab
weichung kann nun dazu benutzt werden, um den im Modell
verwendeten Parameterwert dem Maschinenparameter nachzu
führen. Bei einem anderen Vorschlag wird der Modellvektor
in einer Rechenmodellschaltung aus dem Spannungsvektor
und dem Läuferdrehwinkel berechnet. In diesem Fall ist
dem Rechenmodell der tatsächliche Spannungsvektor ein
geprägt, wobei auch hier deckungsgleiche Kreisdiagramme
für e bzw. c gelten, die nur in der Schlupfskalierung
entsprechend der Fehleinstellung des Läuferwiderstand-
Parameterwertes abweichen. Zur Ermittlung des Ständer
widerstandes kann in beiden Fällen ausgenutzt werden,
daß die zum Ständerstromvektor parallele Komponente
(Wirkkomponente) des EMK-Vektors sich von der ent
sprechenden Komponente eines Vektors, der aus dem Ständer
spannungsvektor lediglich durch Abzug der induktiven
Streuspannung gebidet ist, nur um den ohmschen Ständer
spannungsabfall unterscheidet. Wird daher zum Nachführen
des Läuferwiderstandsparameters als bestimmende Größe
für den EMK-Vektor und den Modell-EMK-Vektor die zum
Ständerstromvektor senkrechte Komponente verwendet, so
unterscheiden sich bei vollzogenem Abgleich die Blind
komponenten des im EMK-Bildner ermittelten Vektors und
des Modell-Vektors nur um das Produkt aus Ständerstrom
und Ständerwiderstand.
Bei beiden Vorschlägen ist der Läuferwinkel als Istwert
erforderlich, was meßtechnisch häufig schwer oder gar
nicht realisierbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine andere
Vorrichtung zur Ermittlung der Parameterwerte für den
Ständerwiderstand und/oder die Streuinduktivität und/
oder die Hauptinduktivität einer Asynchronmaschine anzu
geben, die ohne eine Information über die Läuferstellung
auskommt.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
Das hierbei zugrundeliegende Prinzip gestattet es, im
wesentlichen unter Verwendung der gleichen Bauelemente
wahlweise einen dieser Parameterwerte zu bestimmen. Ins
besondere kann durch geringfügige Erweiterung erreicht
werden, daß mit der gleichen Vorrichtung von der Ermittlung
eines Parameterwertes auf die Ermittlung eines an
deren Parameterwertes übergegangen werden kann. Dies
ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn alle drei Maschinen
parameter nicht bekannt sind. Da für eine exakte
Bestimmung eines Parameterwertes die beiden anderen
Maschinenparameter bekannt sein müssen, erhält man
ein konvergierendes Verfahren, wenn man zunächst von
Schätzwerten für alle drei Parameterwerte ausgeht und
nacheinander zur Ermittlung eines anderen Parameterwertes
übergeht, wobei jeweils die zuletzt ermittelten
Werte der beiden anderen Parameter als verbesserte
Schätzwerte verwendet werden.
Kurz gefaßt besteht die Vorrichtung gemäß der Erfindung aus
- a) einem EMK-Bildner zur Bildung eines zugeordneten, ersten (EMK- oder Fluß-)Vektors,
- b) einer Recheneinrichtung zur Bildung einer beiden Modellen gemeinsam zugeordneten Magnetisierungsstromkomponente und einer Bestimmungsgröße für den ersten Vektor (Betrag oder eine Komponente)
- c) einer Rechenmodellschaltung zur Berechnung eines zur zugeordneten Magnetisierungsstromkomponente gehörenden Flusses, und
- d) einer Reglerstufe, die eine Bestimmungsgröße eines diesem Fluß zugeordneten zweiten Vektors errechnet und die Regelabweichung der Bestimmungsgrößen der beiden Vektoren bildet.
Der EMK-Bildner ermittelt aus den an den Maschineneingängen
abgegriffenen Werten für die Komponenten i α 1,
i a 2 des Ständerstromvektors i α und die Komponenten u α 1,
u α 2 des Ständerspannungsvektors u α sowie eingestellten Parameterwerten
r s′, x σ ′ für den Ständerwiderstand r s und
die Streuinduktivität x σ ("wahre" Maschinenparameter r s ,
x σ ) einen dieser Parametereinstellung zugeordneten
ersten Vektor e′ (Komponenten e α 1′, e α 2′), bzw. ψ ′ (Komponenten
ψ α 1′, ψ α 2′) für die EMK bzw. den entsprechenden
Fluß.
Die Recheneinrichtung enthält mindestens einen Vektoranalysator
und eine Transformationsschaltung, z. B. einen
Vektordreher. Der Vektoranalysator berechnet aus dem ersten
Vektor eine die Richtung dieses Vektors bestimmende
Winkelgröße. Die Transformationsschaltung errechnet aus
den abgegriffenen Komponenten i α 1, i α 2 des Ständerstromvektors
und der Winkelgröße als der Parametereinstellung
zugeordnete Magnetisierungsstromkomponente diejenige
Ständerstromkomponente, die senkrecht ist zu dem dem
EMK-Bildner (bzw. dessen Parametereinstellung) zugeordneten
EMK-Vektor e′ oder - was wegen der Orthogonalität
von e′ und ψ′ gleichbedeutend ist - parallel ist zu dem
entsprechenden Fluß ψ′ . Ferner wird in der Recheneinrichtung
eine weitere Bestimmungsgröße des ersten Vektors
errechnet. Bezeichnet man mit ε und ϕ′ die Winkel zwischen
der α₁-Achse und dem bekannten Ständerstromvektor
i bzw. dem errechneten Flußvektor ψ′ , so ist die Lage
des Flußvektors ψ′ , z. B. durch den Winkel ϕ′ oder den
Winkel ϕ′-ε bestimmt; als Winkelgröße kann daher eine
entsprechende Winkelfunktion im Vektoranalysator berechnet
werden. Der Vektor ψ′ ist dann noch durch eine weitere
Bestimmungsgröße bestimmt, z. B. den Vektorbetrag c′,
der ebenfalls vom Vektoranalysator berechnet werden
kann, oder durch eine der Größen
ψ j1′ = ψ′ cos (ϕ′ - e )
und ψ j 2′ = ψ′ sin (ϕ′ - ε ),
die die Komponenten des Vektors
ψ′ in einem mit dem Ständerstromvektor umlaufenden
Koordinatensystem (stromorientiertes System) darstellen
und aus den Ausgangsgrößen des Vektoranalysators abgeleitet
werden können. Genauso kann vorgegangen werden,
wenn als zugeordneter erster Vektor anstelle des Flußvektors
ψ′ der EMK-Vektor e′ verwendet wird.
Die zugeordnete Magnetisierungsstromkomponente kann
dadurch ermittelt werden, daß in der Transformationsschaltung
die ortsfesten Komponenten des Ständerstromvektors
in die entsprechenden Komponenten in einem
mit dem Vektor ψ ′ bzw. e′ umlaufenden Koordinatensystem
(flußorientiertes Koordinatensystem) umgerechnet werden.
Während die wahre Magnetisierungsstromkomponente durch
die zum wahren Flußvektor ψ parallele Ständerstromkomponente
gegeben ist, ist die hier berechnete Magnetisierungsstromkomponente
i ϕ 1′ wegen der Orientierung auf den
zur Parametereinstellung des EMK-Bildners gehörenden
Flußvektor ψ ′ ebenfalls der Parametereinstellung des
EMK-Bildners zugeordnet.
Die Rechenmodellschaltung errechnet aus der in der
Recheneinrichtung berechneten Magnetisierungsstromkomponente
i ϕ 1′ und einem eingestellten Parameterwert x h ′
für die Hauptfeldinduktivität der Maschine durch rechnerische
Nachbildung der zur Entstehung des Feldes führenden
Vorgänge einen dem eingestellten Hauptfeldinduktivitäts-Parameterwert x h ′ zugeordneten Fluß (Betrag
ψ″ eines Flußvektors ψ ″). Im Gegensatz zu den bekannten
Vorschlägen ist für die Rechenmodellschaltung die Eingabe der Läuferstellung nicht erforderlich, so daß z. B.
ein Winkelschrittgeber für die Läuferstellungseingabe
entfällt. Lediglich die Eingabe der Ständerstrom-Umlauffrequenz
(Ständerfrequenz) ist an anderen Stellen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, wenn eine
praktisch mit der Ständerfrequenz umlaufende Größe
differenziert oder integriert wird, z. B. um vom Fluß
auf die EMK überzugehen oder umgekehrt. Im stationären
Fall kann eine solche Differentiation oder Integration
dann einfach durch Multiplikation oder Division mit der
Ständerfrequenz vorgenommen werden.
Die Reglerstufe ermittelt erstens eine der Bestimmungsgröße
des ersten Vektors entsprechende Bestimmungsgröße
eines der Rechenmodellschaltung zugeordneten, zweiten
Vektors, der aus dem in der Rechenmodellschaltung ermittelten
Fluß ψ″ ableitbar ist. Als Bestimmungsgröße
dieses zweiten Vektors kann insbesondere der Fluß ψ″
direkt verwendet werden, wenn als Bestimmungsgröße des
ersten Vektors der Flußbetrag c′ verwendet wurde. Der
zweite Vektor ψ ″ selbst braucht dann gar nicht berechnet
zu werden. Ist als Bestimmungsgröße des ersten Vektors
der Betrag e′ des EMK-Vektors verwendet, so kann als
Bestimmungsgröße des zweiten Vektors im stationären Fall
das Produkt aus Fluß ψ″ und Ständerfrequenz verwendet
werden, das den Betrag eines zum Fluß ψ ″ gehörenden EMK-Vektors
e ″ angibt, ohne daß dieser zweite Vektor e″
selbst berechnet zu werden braucht. Ist aber als Bestimmungsgröße
des ersten Vektors eine ständerstromorientierte
Koordinate von ψ ′ bzw. e ′ in der Recheneinrichtung
berechnet, so wird als entsprechende Bestimmungsgröße
des zweiten Vektors die gleiche ständerstromorientierte
Komponente des Vektors ψ ″ bzw. e ″ verwendet. Dabei kann
ausgenutzt werden, daß zur der Rechenmodellschaltung
eingegebenen Magnetisierungsstromkomponente ein Vektor
ψ ″ bzw. e ″ gehört, dessen Richtung durch die gleiche
Winkelgröße wie der Vektor ψ ′ bzw. e ′ gegeben ist. Die
Differenz der beiden Bestimmungsgrößen wird in der
Reglerstufe einem integrierenden Regler aufgeschaltet.
Dessen Ausgangssignal ist einem Eingang zum Einstellen
des ermittelten Parameters zugeführt, also einem
Eingang für den Ständerwiederstand-Parameterwertes r s
bzw. den Streuinduktivitäts-Parameterwert am EMK-Bildner
oder den Hauptfeldinduktivitäts-Parameter x h an der
Rechenmodellschaltung. Im abgeglichenen Zustand stellt
das Ausgangssignal des Reglers den zu ermittelnden Parameterwert
dar.
Die weitere Erläuterung der Erfindung geschieht anhand
von 13 Figuren.
Fig. 1 zeigt ein Vektordiagramm zur Beschreibung einer
Asynchronmaschine. In den Fig. 2 bis 4 sind die Vektordiagramme
der Asynchronmaschine und der Rechenmodellschaltung
jeweils für den Fall dargestellt, daß nur der
Parameterwert für den Ständerwiderstand, die Streuinduktivität
oder Die Hauptfeldinduktivität von dem entsprechenden
Maschinenparameter abweicht. Fig. 5 gibt
vorteilhafte Betriebszustands-Bereiche an, bei denen bei
laufender Maschine der jeweilige Parameterwert ermittelt
wird. In Fig. 6 ist eine Vorrichtung zur wahlweisen
Bestimmung einer der drei Parameterwerte schematisch
dargestellt, wobei als Bestimmungsgrößen der Betrag
der EMK-Vektoren e ′ und e ″ verwendet wird. Fig. 7 betrifft
verschiedene Möglichkeiten für eine Recheneinrichtung,
wenn die Bestimmungsgrößen aus den Flußvektoren
ψ ′, ψ ″ gebildet werden. In Fig. 8 ist eine Recheneinrichtung
und eine Rechenmodellschaltung für den Fall
angegeben, daß als Bestimmungsgrößen wahlweise die Beträge
der Flußvektoren ψ ′ und ψ ″ oder deren stromorientierten
Komponenten verwendet sind. Fig. 9 entspricht
Fig. 7, wenn die bestimmenden Größen aus den EMK-Vektoren
e ′, e ″ gebildet werden. Fig. 10 zeigt eine Rechenstufe,
Rechenmodellschaltung und eine Reglerschaltung
für den Fall, daß als erster und zweiter Vektoren
die EMK-Vektoren e ′, e ″ und als Bestimmungsgrößen wahlweise
die Beträge e′, e″, die zum Ständerstromvektor
parallele Komponente e j 1′, e j 1″ bzw. die dazu senkrechte
Komponente e j 2′, e j 2″ dieser Vektoren verwendet werden.
Fig. 11 stellt eine digitalisierte Einrichtung für die
Reglerstufe dar.
Werden die Ständerströme und Ständerspannungen einer
Asynchronmaschine zu einem Ständerstromvektor i und
Ständerspannungsvektor u zusammengesetzt, so können diese
Vektoren beschrieben werden durch ihren Betrag und
den Winkel, den sie z. B. mit einer Ständerachse einschließen,
die als Bezugsachse α₁ eines ständerorientierten
(ortsfesten) Bezugssystem in Fig. 1 dargestellt ist.
Bevorzugt werden aus den Meßwerten für Ständerstrom und
Ständerspannung an den drei Ständerwicklungen einer
dreiphasigen Asynchronmaschine mittels eines Koordinatenwandlers
die Projektionen auf die zwei Achsen eines
kartesischen ortsfesten Bezugssystems gebildet. Beschreibt
also der umlaufende Vektor i des Ständerstromes
den Winkel ε mit der α₁-Achse, so sind dessen ständerbezogene
kartesische Komponenten durch
i α ₁=i · cos ε,
i α ₂=i · sin ε
gegeben. Bei dem in Fig. 1 gezeigten
stationären Zustand ist der Streuspannungsabfall
i · x σ gegeben durch einen auf dem Vektor i senkrecht
stehenden Vektor der Länge i · x σ · l, wobei ω = ε
die Umlauffrequenz des Ständerstromes bedeutet. Der Ohmsche
Spannungsabfall ist ein reiner Wirkstromabfall und
somit entgegengesetzt zum Vektor i gerichtet und weist
den Betrag i · r s auf.
Folglich ergibt sich nach Gleichung (1) die EMK des Läufers
als ein Vektor e , der in Betrag und Länge gemäß
Fig. 1 bestimmt ist. Für den Aufbau des Feldes ist der
in ψ -Richtung weisende Magnetisierungsstrom i μ verantwortlich,
der im stationären Fall gleich der zu ψ parallelen
Ständerstromkomponente i ϕ 1 ist. Im stationären Zustand
ist die Länge des in Richtung des Magnetisierungsstromes
weisenden Flußvektors ψ proportional zu i ϕ 1,
dessen Endpunkt auf einem Halbkreis K₁ über dem Ständerstromvektor
i liegt und auf diesem Halbkreis je nach Belastung
der Maschine wandert. Dies folgt daraus, daß der
für das Drehmoment entscheidende Wirkstrom senkrecht zum
Magnetisierungsstrom steht.
Für die weitere Betrachtung ist es vorteilhaft, den
Ständerstrom in einem kartesischen Koordinatensystem,
das gegenüber der Ständerachse um den Flußwinkel ϕ gedreht
ist, durch die beiden Komponenten i ϕ 1 (die stationär
in den Magnetisierungsstrom i m übergeht) und i ϕ 2
(Wirkstrom) zu beschreiben. Der EMK-Vektor e ist im
betrachteten stationären Fall gegenüber dem Flußvektor
ψ um 90° gedreht; wegen der Proportionalität zwischen
e und ψ liegt daher der Endpunkt des Vektors e ebenfalls
auf einem Halbkreis (K₂). Diese Konstruktion der Vektoren
e bzw. ψ geht demnach entsprechend Gleichung (1) vom
Vektor u und den Parametern r s und x σ aus.
Es müssen jedoch auch die Gleichungen (2) und (3) bzw.
(3a) erfüllt sein. Man kann daher auch vom Vektor i und
dem Parameter x h ausgehend die Vektoren e bzw. ψ ermitteln.
Beide Wege müssen zum selben Vektor e bzw. ψ führen.
Da es sich hierbei um ebene Vektoren handelt, die zwei
Bestimmungsgrößen (z. B. Betrag e und Winkel ε ϕ für den
Vektor e ) besitzen, müssen beide Wege zum selben Wert
für eine Bestimmungsgröße dieses Vektors führen.
Ferner ist in Fig. 1 mit e j 1 die zum Ständerstrom parallele
Komponente und mit e j 2 die hierzu senkrechte Komponente
dargestellt. Dabei gilt
e j 1=e sin ε ϕ ,
e j 2=e cos ε ϕ
(stromorientierte Komponente). Ist der Winkel
ε ϕ demnach bekannt, so hat der Vektor e noch eine
weitere Bestimmungsgröße, wofür e, e j 1 oder e j 2 verwendet
werden kann. Das gleiche filt für den Flußvektor ψ .
Der Erfindung liegt nun folgende Überlegung zugrunde:
Benutzt man Schätzwerte r s ′, x σ ′ für die Konstruktion des EMK-Vektors aus dem Ständerspannungsvektor, so wird man einen Vektor e ′ ermitteln, der erheblich von dem wirklichen EMK-Vektor e abweicht. Bildet man nun anstelle der Projektion des Ständerstromes i auf den wirklichen Flußvektor c die Projektion auf einen zum geschätzten Vektor e ′ senkrechten Vektor, so erhält man einen ebenfalls auf dem Kreis K₁ liegende geschätzte Magnetisierungsstromkomponente i ϕ 1′. Benutzt man diese geschätzte Magnetiserungsstromkomponente als Eingangsgröße für eine die Asynchronmaschine (z. B. entsprechend Gleichung (2) und (3)) nachbildende Rechenmodellschaltung, so erhält man einen zweiten geschätzten EMK-Vektor e ″, der von dem ersten geschätzten EMK-Vektor e ′ abweicht. Analog kann man anstelle der EMK-Vektoren e ′, e ″ auch die entsprechenden Flußvektoren ψ′, ψ″ verwenden.
Benutzt man Schätzwerte r s ′, x σ ′ für die Konstruktion des EMK-Vektors aus dem Ständerspannungsvektor, so wird man einen Vektor e ′ ermitteln, der erheblich von dem wirklichen EMK-Vektor e abweicht. Bildet man nun anstelle der Projektion des Ständerstromes i auf den wirklichen Flußvektor c die Projektion auf einen zum geschätzten Vektor e ′ senkrechten Vektor, so erhält man einen ebenfalls auf dem Kreis K₁ liegende geschätzte Magnetisierungsstromkomponente i ϕ 1′. Benutzt man diese geschätzte Magnetiserungsstromkomponente als Eingangsgröße für eine die Asynchronmaschine (z. B. entsprechend Gleichung (2) und (3)) nachbildende Rechenmodellschaltung, so erhält man einen zweiten geschätzten EMK-Vektor e ″, der von dem ersten geschätzten EMK-Vektor e ′ abweicht. Analog kann man anstelle der EMK-Vektoren e ′, e ″ auch die entsprechenden Flußvektoren ψ′, ψ″ verwenden.
Sind nun zwei der drei betrachteten Parameter hinreichend
genau bekannt, so kann die Einstellung des dritten
Parameters verändert werden, bis die beiden geschätzten
Vektoren zusammenfallen.
In Fig. 2 sind die Verhältnisse gezeigt für den Fall,
daß die Parameterwerte für x σ und x h hinreichend bekannt
sind, jedoch für die EMK-Bildung nach Gleichung
(1) ein geschätzter Parameterwert r s ′ verwendet wird, der
kleiner ist als der tatsächliche Ständerwiderstand r s .
Somit weist der zugeordnete EMK-Vektor e ′ auf einen
Punkt außerhalb des Kreises K₂. Mit δ ist der Winkel zwischen
e ′ und e bezeichnet. Zu diesem geschätzten EMK-Vektor
e ′ gehört ein Flußvektor ψ ′, der gegenüber dem
wahren Flußvektor ψ ebenfalls um den Winkel δ abweicht.
Als geschätzte Magnetisierungsstromkomponente i ϕ 1′ wird
nun die Projektion i ϕ 1′ des wahren Ständerstromvektors i
auf einen in Richtung von ψ ′ weisenden Einheitsvektor
gebildet, zu dem die Rechenmodellschaltung entsprechend
der Beziehung (3) einen zweiten geschätzten EMK-Vektor
e ″ bildet. Dabei gilt für die Beträge dieser EMK-Vektoren
e′-e″<0, wenn r s ′-r s <0. Folglich kann jeweils
die Differenz e′-e″ einem integrierenden Regler
zugeführt werden, der automatisch den Schätzwert r s ′
solange nachstellt, bis bei Deckungsgleichheit der Vektoren
e ′ und e ″ die Differenz der Beträge verschwindet.
Für die (in Fig. 2 nicht bezeichneten) Projektionen der
Vektoren auf einen zu dem Ständerstromvektor i parallelen
oder senkrechten Einheitsvektor (stromorientierte
Koordinaten e j 1′, e j 2′) gilt stets die gleiche Abhängigkeit
von r s ′-r s . Für die Regelung können daher auch
je eine ständerstromorientierte Komponente der Vektoren
e ′, e ″ als Bestimmungsgrößen verwendet werden.
In Fig. 2 ist der motorische Betrieb betrachtet, der
Durch die Bedingung i ϕ 2<0 bzw. m =i d 2/ i ϕ 1<0 gekennzeichnet
ist. Für generatorischen Betrieb kehrt sich das
Vorzeichen der Differenz e′-e″ um. Folglich muß der
Regelsinn der Regelschaltung im Generatorbetrieb umgeschaltet
werden. Als Umschaltkriterium kann das Vorzeichen
des Quotienten m =i ϕ 2′/i ϕ 1′ bzw. das Vorzeichen von
i ϕ 2′ benutzt werden.
Lediglich im Leerlauf selbst (m≈0) ergeben sich Schwierigkeiten,
so daß vorteilhaft in diesen Bereichen keine
r s -Ermittlung vorgenommen wird.
Sind die Parameterwerte x σ und x h , die bisher hinreichend
genau bekannt angenommen waren, selbst nur ungenaue
Schätzwerte, so zeigt sich, daß mit wachsender
Ständerfrequenz ω der Ständerwiderstand auf diese Weise
zunehmend ungenau ermittelt wird. Daher wird vorteilhaft
die Ermittlung des Ständerwiderstandes nur im unteren Frequenzbereich
vorgenommen. Wird der in diesem unteren Frequenzbereich
ermittelte Läuferwiderstand für eine feldorientierte
Regelung einer Asynchronmaschine benutzt,
so bedingt dies keine wesentliche Verfälschung der Regelung,
da der Ständerwiderstand ohnehin für die feldorientierte
Regelung nur bei Frequenzen, die gegenüber der
Nennfrequenz ω nenn klein sind (z. B. ω/ω nenn <0,1),
genau eingestellt sein muß.
In Fig. 3 ist angenommen, daß die Werte für r s und x h
hinreichend genau bekannt, jedoch für die Streuinduktivität
x σ ein ungenauer Schätzwert x σ ′ verwendet wird.
Für x s ′<x σ ergibt sich dann nach Gleichung (1) ein
geschätzter EMK-Vektor e ′, dessen Endpunkt für den Fall,
daß der Winkel zwischen EMK-Vektor und Ständerstromvektor
kleiner als 45° ist, innerhalb des Kreises K₂ liegt
und gegenüber dem wahren EMK-Vektor e um den Winkel δ
verschoben ist. Entsprechend ist auch die zugehörige
geschätzte Flußrichtung um den Winkel δ gegenüber der
Richtung des Flußvektors ψ verändert, so daß sich die
von der wahren Magnetisierungsstromkomponente abweichende
geschätzte Magnetisierungsstromkomponente i ϕ 1′ ergibt.
Nach Gleichung (3) gehört hierzu der zweite geschätzte
EMK-Vektor e ″, der vom Vektor e ′ abweicht. Auch hier ergibt
sich eine Monotonie zwischen der Abweichung r s ′-r s
und der Differenz der Vektorbeträge e′-e″ bzw. der
Differenz einer ständerstromorientierten Komponente
dieser Vektoren Folglich kann diese Differenz auch in
diesem Fall dazu verwendet werden, um mittels eines
integrierenden Reglers den geschätzten Parameterwert x σ ′
so zu verstellen, bis für den Fall e ′ = e ″ der Schätzwert
x σ ′ gleich der wahren Streuinduktivität x σ ist.
Für den Fall, daß der Winkel zwischen EMK und Ständerstromvektor
45° übersteigt, ist e′-e″<0, falls
x σ ′-x σ <0. In diesem Bereich, der ebenfalls durch
eine Bedingung für den Quotienten m =i ϕ 2′/i ϕ 1′, nämlich
m<1 oder die Bedingung i ϕ 2′<i ϕ 1′, gegeben ist, muß daher
der Regelsinn der Regeleinrichtung umgeschaltet werden.
Für den Bereich m≈1 ergeben sich Schwierigkeiten, so
daß in diesem Bereich die Vorrichtung vorteilhaft abgeschaltet
bleibt.
Es zeigt sich, daß eine ungenaue Vorgabe der Parameter
r s ′ und x h ′ in der Nähe des Leerlaufes zu größeren Fehlbestimmungen
für x σ führen können. Diese Fehlbestimmung
wird jedoch umso kleiner, je größer die Belastung der
Maschine ist, d. h. je mehr der Quotient m den Wert 1
übersteigt. Das Verfahren wird deshalb hauptsächlich bei
hohen Frequenzen und großen Werten für den Quotienten m
vorteilhaft anzuwenden sein.
In dem Sonderfall, daß die Parameterwerte x σ und r s
exakt bekannt sind, und lediglich ein ungenauer Schätzwert
für die Hauptinduktivität x h vorliegt, ermittelt
der EMK-Bildner als EMK-Vektor e ′ den tatsächlichen ENK-Vektor
e der Maschine (Fig. 4). Daher fallen auch die
Richtungen der zugehörigen Flußvektoren ψ und c ′ und
somit auch die Magnetisierungsstromkomponenten i ϕ 1 und
i ϕ 1′ zusammen. Die Rechenmodellschaltung ermittelt jedoch
einen Schätzwert e ″ für den EMK-Vektor, der zwar
wegen der Orthogonalität zu ψ = ψ ′ die Richtung des
Vektors e = e ′, jedoch einen abweichenden Betrag e″ hat
und dessen Endpunkte daher entsprechend der Belastung
auf einem Kreis K₂″ liegen. Der Durchmesser dieses Kreises
ist vom Parameter x h ′ abhängig. Daher gilt zwischen
der Betragsdifferenz e″ und e′ und der Schätzwert-Abweichung
x h ′-x h des Parameters x h ein monotoner Zusammenhang
und auch hier kann zum Abgleich des Parameters
x h die Differenz einr Bestimmungsgröße des Vektors e ′
und einer entsprechenden Bestimmungsgröße des Vektors
e ″ verwendet werden.
Sind die Werte x σ und r s nur ungenau bekannt, so ergibt
sich eine Fehl-Ermittlung für den Parameterwert x h , die
bei höheren Frequenzen, insbesondere
im Leerlauf
(m =0) gering ist und erst für größere Belastung
(m<1) stärker anwächst. Daher wird die Ermittlung
von x h nach diesem Verfahren vorteilhaft bei größeren
Ständerfrequenzen und geringen Maschinenbelastungen
durchgeführt.
Da die Ermitlung jedes einzelnen Parameterwertes letztlich
auf einen Vergleich der Vektoren e ′ und e ″ hinausläuft,
kann zur Bildung der für den jeweiligen Abgleich
eines Parameterwertes nötigen bestimmenden Größen der
gleiche EMK-Bildner und die gleiche Rechenschaltung
verwendet werden. Für die Ermittlung von x h ist an der
Rechenmodellschaltung ein Eingang vorgesehen, an dem ein
Schätzwert für diesen Parameter eingegeben werden kann.
Entsprechend enthält der EMK-Bildner einen Einstelleingang
für den Parameter x σ bzw. den Parameter r s ′. Jedem
zu ermittelnden Parameterwert ist ein eigener integrierender
Regler zugeordnet, dessen Ausgang mit dem Einstelleingang
des zugehörigen Parameterwertes verbunden
ist. Vorteilhaft sind jedem intergrierenden Regler die
Anfangsbedingungen für den Regelbetrieb (Regelintegration)
vorgebbar. Um zu vermeiden, daß sich die Abgleichsverfahren
für unterschiedliche Parameterwerte gegenseitig
stören, werden vorzugsweise die Regler nur zu unterschiedlichen
Zeiten, insbesondere bei unterschiedlichen Betriebszuständen,
freigegeben. Kennzeichnet man die Belastung
der Asynchronmaschine durch den Tangens des
Winkels zwischen dem Ständerstromvektor und dem Flußvektor
oder näherungsweise durch den Quotienten
m =i ϕ 2′/i ϕ 1′, wobei mit i ϕ 1′, i ϕ 2′ die zum im EMK-Bildner
ermittelten Vektor e ′ senkrechte bzw. parallele Ständerstromkomponente
bezeichnet ist, so kann man die Betriebszustände,
bei denen jeweils einer der Parameterwerte
ermittelt wird, so gegeneinander abgrenzen, daß
bei niedrigen Ständerfrequenzen und höherer Belastung
der Ständerwiderstand, bei höheren Frequenzen und in
Nähe des Leerlaufs die Hauptinduktivität und bei höheren
Frequenzen und höheren Belastungen die Streuinduktivität
berechnet wird.
Fig. 6 zeigt schematisch eine vollständige Anordnung
zur Ermittlung aller drei Parameterwerte. Die Anordnung
besteht aus dem EMK-Bildner 1, der Recheneinrichtung 2,
der Rechenmodellschaltung 3 und der Reglerstufe 4. An
den Eingangsklemmen einer dreipoligen Asynchronmaschine
5 werden die Ständerspannungen und Ständerströme abgegriffen,
die als in Achsrichtung der jeweiligen Ständerwicklung
gerichtete Vektorbeträge in entsprechenden
Koordinatenwandlern 6, 7 zu einem Vektor u α bzw. i α
zusammengesetzt werden. In den Figuren ist zur vereinfachten
Darstellung ein Vektor jeweils durch einen Doppelpfeil
gekennzeichnet, wodurch angegeben werden soll,
daß es sich hierbei um die Komponenten eines Vektors in
einem kartesischen Koordinatensystem handeln soll, wobei
die entsprechenden, an den jeweiligen Rechenelementen
durch die Schaltsymbole gekennzeichneten Rechenoperationen
jeweils komponentenweise durchgeführt werden
sollen. Im EMK-Bildner 1 wird durch Multiplikation
(Multiplizierglied 8) des eingestellten Parameterwertes
r s ′ mit den am Koordinatenwandler 7 abgegriffenen ständerbezogenen
Komponenten des Ständerstromvektors i α der
Vektor r s ′ · i α des ohmschen Ständerspannungsabfalls gebildet.
Ebenso kann durch komponentenweises Differenzieren
(Differenzierglied 9) und Multiplizieren mit einem
eingestellten Parameterwert x σ ′ für die Streuinduktivität
(Multiplizierglied 10) der Vektor der induktiven
Streuspannung gebildet werden. In einer Subtraktionsstufe
12 wird aus den am Koordinatenwandler 6 abgegriffenen
Komponenten des ständerbezogenen Ständerspannungsvektors
u α der Vektor e ′ ("erster Vektor") der den eingestellten
Werten x σ , r s ′ zugeordneten EMK gebildet.
Für die feldorientierte Regelung einer Asynchronmaschine
ist eine ähnliche Einrichtung als Flußdetektor zur
Ermittlung der Richtung des magnetischen Feldes der
Asynchronmaschine ohnehin erforderlich. Derartige Detektoren
enthalten in der Regel noch einen Integrator,
um durch komponentenweises Integrieren den zum EMK-Vektor
gehörenden Flußvektor zu ermitteln. Dabei kann
der Abzug der induktiven Streuspannung dadurch erfolgen,
daß zunächst nur die Differenz u α-r s · i α integriert
und anschließend der Streuspannungsabfall durch
Subtraktion des Vektors x σ · i α gebildet wird. Auch
ein derartiger Flußdetektor kann als EMK-Bildner bei
der Vorrichtung gemäß der Erfindung verwendet werden,
wobei dann anstelle des Vektors e ′ der zugehörige Flußvektor
ψ ′ als der den eingestellten Parameter x s ′, r s ′
zugeordneter erster Vektor gebildet wird.
Die Recheneinrichtung enthält wenigstens einen Vektoranalysator
und eine Transformationsschaltung. Der Vektoranalysator
13 ermittelt aus dem vom EMK-Bildner eingegebenen
Vektor e ′ einerseits eine diesen Vektor bestimmende,
zugeordnete Größe, in diesem Fall den Betrag e′ des Vektors
e ′, und eine Winkelgröße. Mit dieser Winkelgröße
errechnet die Transformationsschaltung, die in diesem
Fall als Vektordreher 14 ausgebildet ist, aus den ständerbezogenen
Komponenten des Ständerstromvektors i α ,
die zum Vektor e ′ senkrechte (also zum Flußvektor ψ ′
parallele) Komponente i ϕ 1 und die dazu senkrechte Komponente
i ϕ 2′. Der ständerorientierte vorgegebene Vektor i α
wird also in eine mit dem ersten Vektor e ′ umlaufendes,
um den Winkel (ϕ′ +π/2) gedrehtes Koordinatensystem
transformiert.
In der Rechenmodellschaltung 3 wird aus der zu ψ ′ parallelen
Ständerstromkomponente i ϕ 1′ (zugeordnete Magnetisierungsstromkomponente)
und einem eingestellten Parameterwert
x h ′ für die Hauptinduktivität der Asynchronmaschine
durch rechnerische Nachbildung der zur Entstehung
des magnetischen Feldes führenden Vorgänge ein Fluß ψ ″
ermittelt, der nunmehr dem eingestellten Hauptinduktivität-
Parameter x h ′ zugeordnet ist. Vorteilhaft geschieht
diese Berechnung des Flusses ψ″ dadurch, daß i ϕ 1′ einem
Glättungsglied 15 zur Bildung des Magnetisierungsstromes
i ′ μ nach Gleichung (2) und anschließend einem Multiplizierglied
16 zugeführt ist, dessen Multiplikator durch
einen eingestellten (z. B. geschätzten) Parameterwert
x h ′ für die Hauptfeldinduktivität gegeben ist. Das
Glättungsglied 15 bildet dabei die Dynamik nach, mit der
sich in der Asynchronmaschine das Feld aufbaut. Im Idealfall
entspricht die Zeitkonstante des Glättungsgliedes
15 der Hauptfeld-Zeitkonstanten der Asynchronmaschine,
die durch den Quotienten aus Hauptinduktivität und Läuferwiderstand
gegeben ist. Da jedoch die Ermittlung der
Parameterwerte praktisch bei stationären Vorgängen erfolgen
kann, ist eine genaue Einstellung der Zeitkonstanten
des Glättungsgliedes 15 (Verzögerungsglied 1.
Ordnung) nicht erforderlich, vielmehr genügt es, die
Zeitkonstante zum Beispiel auf einen Bereich von 0,5
bis 1 sec einzustellen.
Das Wesentliche der feldorientierten Regelung besteht
darin, daß der Fluß und das Drehmoment durch unabhängige
Sollwerte für den feldparallelen und den feldsenkrechten
Anteil des Ständerstromes gesteuert werden. Man kann daher
die entsprechenden Istwerte des Ständerstromes dadurch
erhalten, daß die Komponenten i ϕ 1′ und i ϕ 2′, die im
abgeglichenen Zustand, bei dem die Parameterwerte x σ ′
und r s ′ gleich den wahren Maschinenparametern sind, an
Ausgängen 26 und 27 aus der Recheneinrichtung 2 herausführt,
um somit die benötigte Information über die Richtung
des Flußvektors zu erhalten. Ebenso kann am Ausgang
28 der Betrag e′ als Istwert herausgeführt werden, um
einen Istwert für den zugehörigen Fluß zu erhalten. Dadurch
wird ein eigener EMK-Detektor für die Regelung eingespart.
Die Ermittlung der wahren Maschinenparameter,
die an einem Ausgang 29 abgegriffen werden können, ist
für die eigentliche Feldorientierung nicht erforderlich.
Aus dem der Rechenmodellschaltung 3 zugeordneten Fluß
ψ″ wird in der Reglerstufe 4 zunächst eine Größe e″
ermittelt, die in gleicher Weise als Bestimmungsgröße
eines der Rechenmodellschaltung zugeordneten EMK-Vektors
verwendet wird, wie die am Vektoranalysator abgegriffene
Größe e′ als Bestimmungsgröße des Vektors e ′ dient. Hierzu
kann ausgenützt werden, daß die zum Fluß ψ″ gehörende
EMK durch Differentiation des Flußvektors gebildet werden
kann. Im quasistationären Zustand läuft der zum
Flußbetrag ψ″ gehörende Flußvektor praktisch mit der
Ständerfrequenz um, so daß nicht die Vektoren c ″ und
e ″ ermittelt, sondern der gesuchte EMK-Betrag durch
Multiplikation (Multiplizierer 17) des Flußbetrages ψ″
mit der Ständerfrequenz l gebildet werden kann. Die auf
diese Weise an der Subtraktionsstelle 18 erhaltene Differenz
e′-e″ wird nun als Regelabweichung benutzt, um
mittels eines integrierenden Reglers einen der eingestellten
Parameterwerte x h ′, x σ ′, r s ′ solange nachzuführen,
bis die Regelabweichung verschwindet. Der Vektor
e ′ und der entsprechende Vektor e ″, von dem nur sein Betrag
berechnet wurde, sind dann deckungsgleich. Stimmen
die beiden anderen Parameterwerte hinreichend genau mit
den entsprechenden Maschinenparametern überein, so stimmt
der am Regelausgang anstehende Wert des nachzuführenden
Parameters dann ebenfalls mit dem entsprechenden Maschinenparameter
überein.
Bei der Schaltung nach Fig. 6 kann die Differenz e′-e″
wahlweise zum Nachführen eines der Parameter verwendet
werden, wobei für jeden Parameterwert ein eigener integrierender
Regler 20, 21, 22, vorgesehen ist. Die Regelabweichung
e′-e″ wird dabei durch eine Umschalteinrichtung
23 jeweils auf den dem betreffenden, zu bestimmenden
Parameterwert zugeordneten intefrierenden Regler aufgeschaltet.
Da, wie bereits erläutert wurde, der Regelsinn
für bestimmte Werte der Größe m =i ϕ 2′/i ϕ 1′ umgeschaltet
wird, sind den Reglern 20 und 21 entsprechende
Schalteinrichtungen 24, 24′ zur Vorzeichenumkehr des Reglereingangssignals
vorgeschaltet. Mit 25 ist schließlich
ein Ausgang bezeichnet, an dem nach einem Regelabgleich
jeweils der gesuchte Parameterwert, z. B. r s =r s ′, abgegriffen
werden kann.
Wie bereits erwähnt wurde, kann anstelle des EMK-Vektors
e ′ vom EMK-Bildner auch der zugehörige Flußvektor c ′ ermittelt
werden. In diesem Fall entfällt die Bildung des
EMK-Betrages e″ in der Rechenmodellschaltung, vielmehr
wird als der Rechenmodellschaltung zugeordnete Größe
dann direkt der in der Rechenmodellschaltung ermittelte
Fluß ψ″ verwendet. Fig. 7 zeigt eine der Recheneinrichtung
2 entsprechende Recheneinrichtung 30 für diesen Fall.
Der Recheneinrichtung sind die Komponenten i α 1, i α 2 des
Ständerstromvektors eingegeben, die mit den Winkelbezeichnungen
aus Fig. 1 durch
i α 1=i · cos ε, i α 2=i · sin ε
im Ständerbezugssystem gegeben sind. Durch die Integratoren
31, 32 ist angedeutet, daß als weitere Eingangsgrößen
für die Recheneinrichtung 30 anstelle des EMK-Vektors
e ′ die ständerbezogenen Koordinaten ψ′ · cos ϕ′,
ψ′ · sin ϕ′ des Flußvektors c ′=∫ e ′ · dt eingegeben
sind. Mit ϕ′ ist in Analogie zum Flußwinkel ϕ aus Fig. 1
der Winkel zwischen der Achse des zugehörigen Flußvektors
ψ ′ und der α₁-Achse bezeichnet. Dem Vektoranalysator
13 aus Fig. 6 entspricht hier der Vektoranalysator
13 a, der einerseits den Betrag ψ′ Bestimmungsgröße ermittelt,
andererseits die Winkelgrößen sin ϕ′, cos ϕ′
einem Vektordreher 14 a aufschaltet, der entsprechend
dem Vektordreher 14 in Fig. 6 aus den Koordinaten
t cos ε, i sin ε die entsprechenden auf den Vektor ψ ′
bezogenen feldorientierten Koordinaten
i ϕ 1′=cos (ε-ϕ′),
i ϕ 2′=i · sin (ε-ϕ′)
bildet. Als der Rechenmodellschaltung
zugeordnete Bestimmungsgröße wird, wie bereits
erwähnt, direkt der Flußbetrag ψ″ verwendet, so daß in
der Reglerstufe an der entsprechenden Subtraktionsstelle
23 a die Differenz ψ′-ψ″ gebildet werden kann.
In Fig. 7 ist eine weitere Möglichkeit zur Bildung einer
den Vektor ψ ′ bestimmenden Größe dargestellt. Diese
Möglichkeit besteht darin, daß in einem Vektoranalysator
33 zunächst aus den ständerbezogenen Komponenten des
Ständerstromvektors der Ständerstrombetrag i und die
Winkelgrößen cos ε, sin ε gebildet werden. Diese Winkelgrößen
werden einem Vektordreher 34 aufgeschaltet, der
aus den ständerbezogenen Komponenten ψ′ cos ϕ′,
ψ′ sin ϕ′ durch eine Drehung des Koordinatensystems,
bei der die α₁-Achse des Ständerbezugssystems um den
Winkel ε in die Richtung des Ständerstromvektors gedreht
wird, die ständerstrombezogenen Komponenten
c′ cos (ϕ′-ε ), ψ′ sin (ϕ′-ε )
bildet.
Bei dieser Variante kann nun wahlweise anstelle des
Vektorbetrages ψ′ als Bestimmungsgröße auch eine der
beiden ständerstrombezogenen Koordinaten verwendet werden.
Dem entspricht als der Rechenmodellschaltung zugeordnete
Bestimmungsgröße eine entsprechende ständerstrombezogene
Koordinate des Flußvektors ψ ″. Dieser Vektor
ψ ″ ist im Betrag durch den in der Rechenmodellschaltung
berechneten Flußbetrag ψ″ und in der Richtung durch
die Richtung des Magnetisierungsstromes i ϕ 1′ festgelegt.
Zur Bildung der ständerstromorientierten Komponente des
Vektors c ″ braucht daher nur mittels eines Vektoranalysators
35 die entsprechende Winkelgröße cos (ϕ′-ε ) bzw.
sin (ϕ′-e ) gebildet und mit dem Betrag ψ″ multipliziert
werden (Multiplizierer 36, 37). Der Abgleich eines Parameterwertes
kann jetzt durch Abgleich des Betrages oder
einer ständerbezogenen Komponente der beiden Vektoren
ψ ′, ψ ″ vorgenommen werden. Hierzu dient die Subtraktionsstelle
38, falls die zum Ständerstrom senkrechte Komponente
verwendet wird, bzw. die Subtraktionsstelle 39,
falls die dazu parallele Komponente verwendet wird, bzw.
die Subtraktionsstelle 23 a, falls der Betrag ψ′ am Vektoranalysator
35 abgegriffen und mit dem in der Rechenmodellschaltung
ermittelten Fluß ψ″ direkt verglichen
wird.
Auch bei dieser Schaltungsvariante muß die Recheneinrichtung
30 durch Koordinatentransformation die zum
Flußvektor parallele Komponente des Ständerstromvektors
als Magnetisierungsstrom berechnen. Da der Vektoranalysator
35 bereits Winkelfunktionen des Differenzwinkels
e-ϕ′ liefert, kann der Magnetisierungsstrom durch
Multiplikation (Multiplizierer 40) des am Vektoranalysator
35 ermittelten Strombetrages i mit der am Vektoranalysator
35 ermittelten Winkelgröße cos (ε-ϕ′) gebildet
werden. Bei dieser Variante können also die Elemente
13 a, 14 a eingespart werden. Sofern für die Umschaltung
des Regelsinns auch die Größe i ϕ 2′ verwendet wird,
kann dies ebenfalls durch Multiplikation des Ständerstrombetrages
i mit der Winkelfunktion
sin (ε-ϕ′)=-sin (ϕ′-ε )
geschehen.
Eine entsprechend der ersten Variante mit dem Vektoranalysator
13 a und dem Vektordreher 14 a aufgebaute Recheneinrichtung
ist in Fig. 8 dargestellt. Durch die Integrationsstufe
31 a ist angedeutet, daß in der Recheneinrichtung
45 durch komponentenweises Integrieren der
ständerbezogenen EMK-Komponenten (Index α ) des der Parametereinstellung
des EMK-Bildners zugeordneten Vektors
e ′ der Flußvektor ψ ′ im Ständerbezugssystem (Index α )
erzeugt wird. Im stationären Fall kann anstelle der
Integration auch eine Drehung des Vektors e ′ um 90° entgegen
dem Umlaufsinn und gegebenenfalls eine Division
durch die Ständerfrequenz verwendet werden. Der Ständerstromvektor
wird nun in ein mit dem Vektor c ′ umlaufendes
Koordinatensystem transformiert, indem der Vektoranalysator
neben dem Vektorbetrag ψ′ auch den Drehwinkel
bestimmende Winkelgrößen ermittelt, mit denen im Vektordreher
14 a das Koordinatensystem für den Ständerstromvektor
auf den Flußvektor ψ ′ ausgerichtet wird. An der
Vergleichsstelle 23 a wird auf die bereits beschriebene
Weise die Regelabweichung ψ′-ψ″ berechnet, falls jeweils
der Flußbetrag als Bestimmungsgröße verwendet
wird. Soll jedoch als Bestimmungsgröße die zum Flußvektor
parallele Komponente (Index j 1) oder senkrechte
Komponente (Index j 2) der Flußvektoren ψ ′ bzw. ψ ″ verwendet
werden, so kann auch dies geschehen, indem unter
Umkehrung der in Fig. 7 mittels der Elemente 32, 40
und 41 vorgenommenen Operation mittels eines Vektoranalysators
46 cosinus oder sinus des Winkels d′-ε
berechnet und durch Multiplikation mit den Beträgen
ψ′ und ψ″ die entsprechende Regelabweichung
ψ j 1′-ψ j 1″
= c′ cos (ϕ′-ε )-ψ″ cos (ϕ′-ε)
bzw.
ψ j 2′-ψ j 2″ =ψ′ sin (ϕ′-ε )-c″ sin (ϕ-ε )
ψ j 2′-ψ j 2″ =ψ′ sin (ϕ′-ε )-c″ sin (ϕ-ε )
gebildet wird.
In Fig. 9 ist eine der Fig. 7 entsprechende Schaltung
angegeben, bei der jedoch als der dem EMK-Bildner zugeordnete
Vektor anstelle des Flußvektors ψ ′ der EMK-Vektor
e ′ eingegeben wird. Gleiche Bauteile sind dabei
mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bei der den Vektordreher
14 a verwendenden Variante wird in diesem Fall
der Ständerstrom in ein mit dem EMK-Vektor umlaufendes
Koordinatensystem transformiert. Da jedoch der EMK-Vektor
e ′ und der dazugehörige Flußvektor ψ ′aufeinander
senkrecht stehen, bedeutet dies im wesentlichen lediglich,
daß an den Ausgängen des Vektordrehers 14 a die
Zuordnung der Komponenten i ϕ 1′ und i ϕ 2′ vertauscht ist.
Auch bei der Schaltung nach Fig. 9 kann auf die Verwendung
der Elemente 13 a und 14 a bei Verwendung der
Bauteile 33, 34, 35, 40 und 41 verzichtet werden. Im
Unterschied zur Fig. 7 sind lediglich den Komponenteneingängen
des Vektoranalysators 35 Glättungsglieder 42
vorgeschaltet, um die Oberschwingungen zu verringern.
Da die Ausgangsgrößen des Vektordrehers 34 im stationären
Fall Gleichspannungen sind, beeinflussen diese
Glättungsglieder die Phase und den Betrag der Grundschwingung,
mit der die Eingangsgrößen behaftet sind,
nicht.
Da in diesem Fall die Bestimmungsgrößen für die EMK-Vektoren
verwendet werden, wird ferner aus dem in der
Rechenmodellschaltung berechneten Fluß ψ″ der EMK-Betrag
e″ abgeleitet, wozu der im Zusammenhang mit Fig. 6 bereits
erläuterte Multiplizierer 17 vorgesehen ist.
In Fig. 10 sind Rechenmodellschaltung, Recheneinrichtung
und Reglerstufe für den in Fig. 9 gezeigten Fall
dargestellt, bei denen vom EMK-Vektor e ′ als dem EMK-Bildner
zugeordneter erster Vektor ausgegangen ist.
Hier ist diejenige Variante der Rechenmodellschaltung
nach Fig. 9 verwendet, die ohne den Vektoranalysator
13 a und den Vektordreher 14 auskommt. Der EMK-Vektor
wird von dem ständerbezogenen Koordinatensystem am
Vektordreher 34 in ein mit dem Ständerstrom umlaufendes
Koordinatensystem transformiert und die ständerstromorientierten
Komponenten e j 1′, e j 2′ des transformierten
Vektors werden jeweils einer eigenen Subtraktionsstelle
38 bzw. 39 zugeführt. Diesen Subtraktionsstellen sind
die zugehörigen ständerstromorientierten Komponenten
e j 1″ bzw. e j 2″ des zweiten Vektors zugeführt, nämlich des
der Rechenmodellschaltung 3 zugeordneten EMK-Vektors
e ″. Dessen Komponenten können an den Multipliziergliedern
36, 37 abgegriffen werden. Ferner ist der Subtraktionsstelle
23 a der am Vektoranalysator 35 gebildete
Betrag des Vektors e ′ und der zum Fluß c″ gehörende
EMK-Betrag e″ aufgeschaltet. Jede der drei an den Punkten
23 a, 38, 39 gebildeten Regelabweichungen ist einem
eigenen integrierenden Regler 50, 51, 52 zugeleitet.
Der Ausgang des Reglers 50 ist dabei mit einem Eingang
53 zur Einstellung des Hauptinduktivitä-Parameters x h ′
an der Rechenmodellschaltung 3 zugeführt. Bei minimaler
Regelabweichung am Regler 50 kann der entsprechende
Maschinenparameter am Eingang 53 abgegriffen werden.
Entsprechend wird der Regler 51 einem Eingang 54, an
dem der Parameterwert für den Ständerwiderstand r s ′ im
EMK-Bildner einstellbar ist, zugeschaltet. Der Regler
52 dient zum Einstellen des Parameters x σ ′ am Einstelleingang
55 des EMK-Bildners.
Da die Bestimmung der verschiedenen Parameterwerte nicht
zu gleicher Zeit erfolgen soll, sind Schalter 56, 57, 58
vorgesehen, durch die die Regler 50, 51 und 52 abgeschaltet
werden können. Vorteilhaft werden aber durch die
Schalter die Regler nicht vollkommen abgeschaltet,
vielmehr werden nur die Reglereingänge gesperrt, während
die Einstellung eines Reglers jeweils bis zur erneuten
Freigabe dieses Reglers gespeichert bleiben.
Da, wie bereits erwähnt wurde, für die Ermittlung der
Parameter x σ und r s der Regelsinn unter Umständen umgeschaltet
werden muß, sind den Reglern 51 und 52 entsprechende
Schalteinrichtungen 56 a und 57 a vorgeschaltet,
durch die in Abhängigkeit von den Größen i ϕ 1′ und i d 2′
die Reglereingang-Polarität umgeschaltet werden
kann.
Eine entsprechende Schaltung ist in Fig. 11 dargestellt.
Als intergrierender Regler dient ein digitaler Vorwärts-
Rückwärts-Zähler, dem durch einen Setzeingang 61 ein
Anfangswert als Grundeinstellung für den Regelbetrieb
eingegeben werden kann. Diese Grundeinstellung entspricht
einem ersten Schätzwert, von dem aus jeweils
der Abgleich des zu bestimmenden Parameters erfolgt.
Dem Zähleingang des Zählers 60 ist über eine Taktleitung
62 und ein UND-Gatter 63 eine Impulsfolge, beispielsweise
mit der Frequenz 10 Hz, zugeführt.
Ferner ist zur Frequenz-Begrenzung der für die Parameterermittlung
vorgesehenen Betriebszustände die Ständerfrequenz
ω zwei Grenzwertmeldern 64, 65 aufgeschaltet,
an denen die maximale und die minimale Ständerfrequenz
eingestellt werden kann. Das UND-Gatter 63 ist demnach
nur im Bereich ω min <ω<ω max freigegeben. Entsprechend
können die für die Parameterermittlung vorgesehenen
Betriebszustände auch auf die zugelassenen Werte
für den Quotienten i ϕ 2′/i ϕ 1′=m begrenzt werden. Soll
z. B. die Ermittlung des Ständerwiderstand-Parameterwertes
r s nur für m<m min bzw. m<-m min durchgeführt werden,
so kann der an einem Quotientenbildner 66 ermittelte
Wert für m entsprechenden Grenzwertmeldern 67 und 68 aufgeschaltet
werden, deren Ausgangssignal über ein ODER-Glied
69 einem weiteren Eingang des UND-Gatters 63 zugeführt
sind. Da ferner z. B. für die Ermittlung des in
Fig. 2 betrachteten Ständerwiderstand-Parameterwertes
eine positive Regelabweichung (z. B. e′-e″<0) für den
Fall m<0 einen zu klein eingestellten Parameterwert
(r s -r s ′<0) anzeigt und beim Vorzeichenwechsel von
i ϕ 2′ bzw. m eine Umkehr des Regelsinns erforderlich ist,
kann an einem Grenzwertmelder 70, dem die Regelabweichung
e′-e″ aufgeschaltet ist, das Vorzeichen der Regelabweichung
sowie das am Grenzwertmelder 67 abgegriffene
Vorzeichen des Quotienten m über ein EXKLUSIV-ODER-Gatter
71 dem Umschalt-Eingang des Digitalzählers 60 aufgeschaltet
werden, durch den die Zähleinrichtung festgelegt ist.
Am Ausgang 72 des Digitalzählers 60 steht dann der jeweilige
für den tatsächlichen Maschinenparameter ermittelte
Parameterwert an.
Fig. 11 kann also damit zusammengefaßt werden, daß dem
Regler 60 der Ausgangswert (Startwert) für die Regelintegration
über die Leitung 61 eingebbar ist und daß der
Regler durch ein entsprechendes Freigabesignal (z. B.
durch Aufschalten des Taktsignals mittels des Schalters
73) freigebbar ist, wobei das Reglerausgangssignal bei
nicht freigegebenem Eingang speicherbar ist. Ferner ist
vorteilhaft eine Schalteinrichtung vorgesehen, um in
Abhängigkeit von i ϕ 2′ oder i ϕ 1′ die Polarität am Reglereingang
zu invertieren.
Die Schaltung nach Fig. 10, bei der zum Abgleich des
Ständerwiderstandes eine stromorientierte Komponente
des EMK-Vektors e ′ verwendet wird, zeichnet sich gegenüber
der Schaltung nach Fig. 6 zwar durch einen größeren
gerätetechnischen Aufwand aus. Diese Schaltung ist
jedoch vorteilhaft, wenn bei unbekannten Werten für x h
und x σ der Ständerwiderstand ermittelt werden soll.
Wird nämlich der Antrieb im Leerlauf betrieben (m =0),
so fällt der Stromvektor bei richtig eingestelltem
Ständerwiderstand-Parameter zumindest im unteren Frequenzbereich
mit der Richtung des Flußvektors zusammen,
so daß die zum Ständerstrom parallele Komponente des
Vektors e ′ verschwindet. Dies gilt unabhängig von den
eingestellten Werten für x s ′ und x h ′, so daß für eine
Voreinstellung des Ständerwiderstandes lediglich der
Parameterwert r s ′ solange verändert werden muß, bis
e j 1′=0 gilt. Hierzu ist ein Ausgang 29 b vorgesehen,
an dem die Komponente e j 1′ aus dem EMK-Vektor bzw. der
Recheneinstellung herausgeführt wird. Analog kann natürlich
anstelle von e j 1′ auch ψ j 2′ verwendet werden.
Ferner ist es vorteilhaft, daß bei der Schaltung nach
Fig. 10 der Abgleich der Streuinduktivität x σ durch
Abgleich der zum Strom senkrechten Komponente der Vektoren
e′ und e″ verwendet wird. Diese ermöglicht es,
den Parameterwert x σ unabhängig von dem Wert für r s
in einem Kurzschlußversuch vor Beginn des Normalbetriebes
der Asynchronmaschine zu ermitteln.
Hierzu wird der Läufer blockiert, während der Ständerstrom
mit hoher Frequenz (vorzugsweise mehr als 50%
der Nennfrequenz) umläuft. Dadurch wird der Lastwinkel
nahezu 90°, während die Magnetisierungsstromkomponente
i ϕ 1′ nahezu Null ist. Der EMK-Vektor e liegt also praktisch
parallel zum Ständerstromvektor i und der Parameterwert
x σ ′ braucht nun lediglich so verstellt zu
werden, daß die zum Strom senkrechte Komponente e j 2′,
die in Fig. 10 am Ausgang 29 a herausgeführt ist, des
geschätzten EMK-Vektors e ′ Null wird. Der Parameterwert
r s ′ geht über den zum Strom parallelen ohmschen Ständerwiderstand
lediglich in die Komponente e j 1′ ein und beeinflußt
daher diese Bestimmung von x σ nicht.
Physikalisch gleichbedeutend hierzu kann auch bei der
Anordnung nach Fig. 6 der Parameterwert x s ′ solange
verändert werden, bis die beiden an den Ausgängen 29 a,
29 b abgreifbaren Komponenten e′ α 1, e α 2′ des vom EMK-Bildner
1 im Ständerbezugssystem ermittelten EMK-Vektors
e ′ beide minimal sind, da eine bei ungenauem Abgleich
von x σ ′ auftretende Blindstromkomponente von
e ′ stets eine Vergrößerung des Vektors e ′ bedeutet
gegenüber einem EMK-Vektor, der nur einen Wirkstromanteil
besitzt. Ebenso kann natürlich auch die Tatsache,
daß beim Kurzschlußversuch die Magnetisierungsstromkomponente
minimal ist, zur x σ ′-Ermittlung ausgenutzt
werden, indem x σ ′ verändert wird, bis am Ausgang 27 ein
minimaler Wert von i ϕ 1′ ansteht.
Im allgemeinen Fall kann der Vorabgleich des Ständerwiderstandes
r s dadurch erfolgen, daß mittels eines Meßgerätes
der Ohmsche Widerstand an den Maschinenklemmen
gemessen und als Grundeinstellung in den EMK-Bildner
und dem zugeordneten Regler (z. B. in Fig. 6 oder 51
in Fig. 10) eingegeben wird. Man kann aber auch bei
stillstehender Ständerfrequenz einen Ständerstrom einprägen
und den Parameter r s so verstellen, daß e′ =0
gilt. Ebenso kann man von beliebigen Schätzwerten für
x σ und x h bei niedriger Ständerfrequenz den Ständerwiderstand
von der Vorrichtung selbst ermitteln lassen
und in dem Regler speichern, wobei die Fehleinstellung
der Parameter x σ und x h von geringem Einfluß ist.
Wird nicht nach dem oben erwähnten Kurzschlußversuch
ein Ausgangswert für den Streuindiktivität-Parameterwert
x σ ermittelt, so kann man als Ausgangswert für die
Ermittlung dieses Parameters einen geschätzten Wert
einspeichern und den wahren Parameterwert im Laufe des
normalen Betriebes mit der Vorrichtung ermitteln, sofern
ein Vorabgleich für die Parameterwerte r s und x h erfolgt
ist. Der Vorabgleich von x h erfolgt vorteilhaft bei höheren
Drehzahlen und im Leerlauf.
Werden, gegebenenfalls nach mehrfacher Wiederholung
der Vorabgleiche, nunmehr beim normalen Betrieb der
Asynchronmaschine jeweils in den in Fig. 5 angegebenen
Arbeitsbereichen mit der Vorrichtung nach der Erfindung
die einzelnen Parameterwerte ermittelt und der
zuletzt ermittelte Wert gespeichert, so steht in den
Speichern jeweils ein Satz von Parameterwerten zur Verfügung,
durch den die Parameter der Asynchronmaschine
mit guter Genauigkeit wiedergegeben sind.
Wird als erster Vektor im EMK-Bildner 1 der zugeordnete
Flußvektor ψ′ des Läuferflusses ermittelt, so kann, wie
bereits erwähnt wurde, durch komponentenweises der Ständer-EMK
u -r s ′ · i der Ständer-Flußvektor gebildet und anschließend
durch komponentenweise Subtraktion vor x -· i
der zugeordnete Läufer-Flußvektor c ′ gebildet werden.
Soll jedoch der zugeordnete EMK-Vektor e ′ gebildet werden,
so ist eine Differentiation nötig, wobei der zu
differenzierende Vektor keine allzu plötzlichen zeitlichen
Änderungen aufweisen und daher in der Regel einer
vorherigen geringen Glättung unterworfen werden muß.
Eine Glättung ruft jedoch einen Fehler in Phase und Betrag
hervor. Dieser Fehler ist dann praktisch bedeutungslos,
wenn alle in die durch die Integration zu lösende
Gleichung eingehenden Größen der gleichen Glättung unterworfen
werden. Die Ausgangsgrößen sind dann Mittelwerte,
die über das gleiche Glättungszeitverhalten mit den ungeglätteten
Ausgangsgrößen einer mathematischen Integration
zusammenhängen. Dies erfordert jedoch an sich für
jede Eingangsgröße eigene, sorgfältig aufeinander abgestimmte
Glättungsglieder.
Bei der Schaltung nach Fig. 12 und 13 kommt man jedoch
mit einem geringen Glättungsaufwand aus. Die Schaltung
nach Fig. 12 ist allgemein zur Lösung einer Gleichung
geeignet, wobei die Ausgangsgröße c als geglättete Größe
mit einem Glättungszeitverhalten = c erhalten
wird, wobei T die Glättungszeitkonstante und s der Operator
der Laplace-Transformation ist. Die geglättete
Gleichung läßt sich nämlich umformen zu
und schließlich
Entsprechend wird an einem Summenpunkt 80 der Eingangsgröße
Σa i das invertierte Signal - des Ausganges 86
über eine Rückführungsleitung 85 aufgeschaltet. Das
Summensignal wird mit dem Proportionalitätsfaktor
(Proportionalglied 81) einem Integrator 82 zugeführt
und zu dem - ebenfalls mit multipliziert - Eingangsgrößen
b i an einem zweiten Summenpunkt 84 addiert. Das Ausgangssignal
des Summenpunktes ist die gewünschte geglättete
Ausgangsgröße .
Fig. 13 zeigt eine gerätetechnische Ausführung dieser
Schaltung, die bei einem EMK-Detektor die EMK-Komponente
als geglättete Komponente
berechnet,
wobei x σ ′ aus Dimensionsgründen auf die Nennfrequenz
normiert ist. Eine identische Schaltung ist auch für
e β ′ vorgesehen. Die Summenpunkte 80, 84 sowie der Integrator
82 sind dabei durch Operationsverstärker 90, 91,
92 realisiert, wobei die Proportionalitäten durch die
Widerstands-Beschaltungen der Operationsverstärker gegeben
sind.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Ermitteln wenigstens eines Parameterwertes
für den Ständerwiderstand r s und/oder die Hauptinduktivität
x h und/oder die Streuinduktivität x σ einer Asynchronmaschine
durch Vergleich zweier in unterschiedlichen Maschinenmodellen
berechneter Modellwerte für die gleiche Betriebsgröße
der Maschine, gekennzeichnet durch
- a) einen EMK-Bildner (1) bzw. einen EMK-Bildner mit anschließender Flußberechnung zur Bildung eines ersten Vektors ( e ′, ψ ′), der aus den an den Maschineneingängen abgegriffenen Werten für die Komponenten des Ständerstromvektors ( i α ) und des Ständerspannungsvektors ( u α ) sowie eingestellten Parameterwerten für Ständerwiderstand (r s ) und Streuinduktivität x σ ) den ersten Vektor ( e ′, ψ ′) für die dieser Parametereinstellung zugeordnete EMK oder den entsprechenden Fluß bildet,
- b) eine Recheneinrichtung (2) zur Berechnung einer beiden Maschinenmodellen gemeinsam zugeordneten Magnetisierungsstromkomponente mit wenigstens einem Vektoranalysator, der aus dem ersten Vektor ( e ′, ψ ′) eine die Richtung dieses Vektors bestimmende Winkelgröße ermittelt, und einer Transformationsschaltung, die aus den abgegriffenen Komponenten des Ständerstromvektors ( i α ) und der Winkelgröße als gemeinsame Magnetisierungsstromkomponente (i′ ϕ 1) diejenige Ständerstromkomponente errechnet, die parallel zum (der EMK-Bildner-Parametereinstellung entsprechenden) Flußvektor ( ψ ′) ist, wobei die Recheneinrichtung gleichzeitig auch als ersten Modellwert wenigstens eine (e′, e j 1; ψ′, e j 1′) von zwei den ersten Vektor in Betrag und Richtung bestimmenden Bestimmungsgrößen ausgibt,
- c) eine Rechenmodellschaltung (3) zur Bildung eines Flusses (ψ″), der aus der gemeinsamen Magnetisierungsstromkomponente (i ϕ 1′) und einem eingestellten Parameterwert (x h ′) für die Hauptinduktivität der Asynchronmaschine durch rechnerische Nachbildung der zur Entstehung des magnetischen Feldes führenden Vorgänge der Fluß (ψ″) ermittelt wird, und
- d) eine Reglerstufe (4), die als zweiten Modellwert die entsprechende Bestimmungsgröße des in der Rechenmodellschaltung (3) ermittelten Flußvektors ( ψ ″) oder des daraus abgeleiteten EMK-Vektors ( e ″) mit dem ersten Modellwert vergleicht und die Differenz dem Eingang eines integralen Reglers zuführt, dessen Ausgangssignal einem Einstelleingang für den zu ermittelnden Parameterwert zugeführt ist und bei Regelabgleich als zu ermittelnder Parameterwert abgreifbar ist (Fig. 6).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Rechenmodellschaltung
(3) die gemeinsame Magnetisierungsstromkomponente (i ϕ 1′)über ein Glättungsglied (15) einem Multiplizierglied (16)
zugeführt ist, dessen Multiplikator durch einen eingestellten
Parameterwert (x h ′) für die Hauptfeldinduktivität gegeben
ist (Fig. 6).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als dem EMK-Bildner zugeordneter
erster Vektor aus dem Ständerspannungsvektor
( u α ) durch Subtraktion eines dem eingestellten Ständerwiderstand-Parameterwert
entsprechenden ohmschen Spannungsabfalles
(r s ′ · i ) und eines dem Streuinduktivität-Parameterwert
zugeordneten Streuspannungsabfalles
ein EMK-Vektor ( e ′) gebildet wird und daß die Recheneinrichtung
(2) alternativ oder wahlweise dessen Betrag (e′) oder den
zum Ständerstromvektor parallelen Anteil (e j 1′) oder den zum
Ständerstromvektor senkrechten Anteil (e j 2′) als ersten Modellwert
berechnet und daß die Reglerstufe (4) den zweiten
Modellwert (e″, e″ j 1, e″ j 2) aus einem zweiten Vektor ermittelt,
der die zeitliche Ableitung eines betragsgemäß durch
den in der Rechenmodellschaltung (3) berechneten Flußbetrag
und richtungsmäßig durch die gemeinsame Magnetisierungskomponente
(i ϕ 1′) bestimmten Flußvektors ist (Fig. 10).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als erster Modellwert
der Betrag (ψ′) eines Vektors, der dem Integral des zur
Parametereinstellung am EMK-Bildner gehörenden EMK-Vektors
( e ′) entspricht (Flußvektor) oder dessen zum Ständerstromvektor parallele
Komponente (ψ j 1′) oder dessen zum Ständerstromvektor
senkrechte Komponente (ψ j 2′) berechnet wird, und daß als
zweiter Modellwert der in der Rechenmodellschaltung ermittelte
Fluß (ψ″) oder die zum Ständerstromvektor parallele
Komponente (ψ j 1′′) oder die zum Ständerstromvektor senkrechte
Komponente (ψ j 2″) eines in Richtung des ersten Vektors
weisenden zweiten Vektors ( ψ ″) verwendet wird, dessen Betrag
durch den in der Rechenmodellschaltung ermittelten
Fluß bestimmt ist (Fig. 8).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Ermittlung
des Parameterwertes (r s ′) für den Ständerwiderstand
der intergrierende Regler (20) nur bei niedrigen Ständerfrequenzen
und höherer Belastung der Asynchronmaschine eingeschaltet
ist. (Fig. 5).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bestimmung
des Parameterwertes (x s ′) für die Streuinduktivität der
integrierende Regler (21) nur bei höheren Frequenzen und höherer
Belastung der Asynchronmaschine eingeschaltet ist (Fig. 5).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bestimmung
des Parameterwertes (x h ′) für die Hauptinduktivität der
integrierende Regler (22) nur bei höheren Frequenzen und in
der Nähe des Leerlaufes der Asynchronmaschine eingeschaltet
ist (Fig. 5).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bestimmung
des Ständerwiderstandes (r s ) in der Recheneinrichtung
auch die zur gemeinsamen Magnetisierungsstromkomponente senkrechte
Komponente (i ϕ 2′) des Ständerstromvektors ( i a ) berechnet
und die Polarität am Eingang des integrierenden Reglers
(20) bei Vorzeichenwechsel dieser senkrechten Komponente
umgeschaltet wird (Fig. 6, 11).
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei der Ermittlung
des Parameterwertes für die Streuindiktivität (x σ )
in der Recheneinrichtung auch die zur gemeinsamen Magnetisierungsstromkomponente
(i ϕ 1′) senkrechte Ständerstromkomponente
(i ϕ 2′) berechnet und der Quotient (m =i ϕ 2′/i ϕ 1′) aus
dieser senkrechten Komponente und der gemeinsamen Magnetisierungsstromkomponente
gebildet wird, und daß die Polarität am
Eingang des integrierenden Reglers (21) jeweils umgeschaltet
wird, wenn von einem Bereich m<1 auf einen Bereich m<1
übergegangen wird (Fig. 6, 11).
10. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß für jeden Parameterwert ein
eigener integrierender Regler (20, 21, 22), der dem Einstelleingang
für den betreffenden Parameterwert vorgeschaltet ist,
vorgesehen ist, wobei die Regler nur zu unterschiedlichen
Zeiten, vorzugsweise bei unterschliedlichen Betriebszuständen,
freigegeben sind (Fig. 6).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß dem
integrierenden Regler (60) der Startwert für die Regelintegration
eingebbar ist, daß der Regler durch ein Freigabesignal
freigebbar ist und daß das Regelausgangssignal bei
nicht freigegebenen Eingang speicherbar ist (Fig. 11).
12. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß
dem Regler (51)
des Parameterwertes (r s ′) für den Ständerwiderstand ausschließlich die zum Ständerstromvektor parallele Komponente (e j 1′)
des als ersten Vektor dienenden EMK-Vektors ( e ′) bzw. die
zum Ständerstromvektor senkrechte Komponente (ψ j 2′) des als
ersten Vektor dienenden Flußvektors ( ψ ′) zugeführt
wird, und der Regler den Parameterwert solange verändert,
bis im Leerlauf und bei niedrigen Ständerfrequenzen
diese Komponente ungefähr gleich Null ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß bei blockiertem
Läufer der Asynchronmaschine und höheren Ständerstromfrequenzen
dem Regler des Parameterwertes der Streuinduktivität (x σ ′) ausschließlich
die zugeordnete Magnetisierungsstromkomponente
(i ϕ 1′) oder die zum Ständerstromvektor senkrechte
Komponente (e j 2) des als ersten Vektor dienenden EMK-Vektors
( e ′) oder die zum Ständerstromvektor parallele Komponente
(ψ j 1′) des als ersten Vektor dienenden Flußvektors ( ψ ′) zugeführt wird, und der Regler den Parameterwert so lange verändert, bis diese Komponente minimal ist.
14. Vorrichtung zur Ermittlung einer geglätteten Komponente
des dem EMK-Bildner zugeordneten EMK-Vektors
nach einem der Ansprüche 1-13,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Quotient, enthaltend die Summe aus dem nicht zu differenzierenden
Eingangsgrößen ( u ,-r s ′ · i ) und dem Negativen des geglätteten
Ausgangssignals ( e′) und die Glättungszeitkonstante T, einem Integrator (82) mit der Integrationszeitkonstanten
T zugeführt und dessen Ausgangsgröße zusammen mit der
durch die Glättungszeitkonstante dividierten Summe der zu
differenzierenden Eingangsgrößen (x σ ′ · i ) zum geglätteten
Ausgangssignal ( ′) zusammengesetzt werden.
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