DE4110701A1 - Fliehkraftbearbeitungsmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fliehkraftbearbeitungsmaschine der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bei Fliehkraftbearbeitungsmaschinen dieser Art wird der drehbare Abschnitt des Behälters
derart angetrieben, daß in dem zweiteiligen Arbeitsbehälter ein toroidaler Strom der
nachfolgend als "Masse" bezeichneten Mischung von Schleifmitteln und Werkstücken
erzeugt wird und dadurch die Werkstücke an ihrer Oberfläche bearbeitet werden. Die
Temperatur der Masse vergrößert sich in der Regel unter dem Einfluß von während des
Bearbeitungsvorgangs erzeugter Reibungswärme. In extremen Fällen wird die Temperatur
der Masse bis auf etwa 100°C vergrößert. Bei einem derartigen Temperaturanstieg in der
Masse werden die in der Regel aus Urethan, Gummi od. dgl. bestehenden Auskleidungen
des zweiteiligen Arbeitsbehälters thermisch ausgedehnt. Infolge dieser thermischen
Ausdehnung wird der Durchmesser der die Innenfläche des drehbaren Abschnitts be
deckenden Auskleidung vergrößert. Eine Vergrößerung des Durchmessers der Auskleidung
wird außerdem durch das Gewicht der Masse oder die bei der Drehung des drehbaren
Abschnitts entstehende Zentrifugalkraft verursacht. Die Größe des Spalts zwischen dem
stationären Abschnitt und dem drehbaren Abschnitt wird durch die Vergrößerung der
Auskleidungsdurchmesser verkleinert, was zu einer Berührung zwischen dem drehbaren
Abschnitt und der Auskleidung des stationären Abschnitts führen kann. Der Spalt zwischen
dem stationären und dem drehbaren Abschnitt muß außerdem relativ klein sein, um
Abnutzungen aufgrund des Eintritts von Schleifmittel od. dgl. in den Spalt zu verhindern.
Der Spalt kann kann daher nicht entsprechend der thermischen Ausdehnung der Auskleidungen
vergrößert werden.
Mittel zur Vermeidung der Vergrößerung des Durchmessers der die Innenfläche des
drehbaren Abschnitts bedeckenden Auskleidung sind bekannt (vgl. offengelegte japanische
Gebrauchsmusteranmeldungen 48-74 392 von 1973 und 62-29 248 von 1987). In den
beiliegenden Fig. 3 und 4 sind diese Mittel dargestellt.
Gemäß Fig. 3 ist an einen aus Stahl bestehenden Boden eine Stopperkante 51 einstückig
angeformt, die an einer etwas innerhalb des Umfangsrandes des drehbaren Abschnitts 50
gelegenen Stelle am Boden aufragt und sich über dessen gesamten Umfang erstreckt. Die
Stopperkante 51 dient als Staukörper zur Verhinderung thermischer Ausdehnungen einer
Auskleidung 52 nach außen. Dagegen ist die Stopperkante 51 nach Fig. 4 derart an einen
drehbaren Abschnitt 50 angeformt, daß sie von dessen äußerem Umfangsrand aufragt und
einer Auskleidung 54 unmittelbar gegenüber liegt, welche die Innenfläche des stationären
Abschnitts 53 bedeckt. Jede der beiden erwähnten Konstruktionen kann eine Ausdehnung
der Auskleidung wirksam einschränken.
Obgleich das oben erläuterte Problem, das sich aus der thermischen Ausdehnung der
Auskleidung ergibt, mit jeder der beiden bekannten Konstruktionen vermieden werden
kann, ergibt sich bei beiden Konstruktionen ein neues Problem.
Die Auskleidungen des zweiteiligen Arbeitsbehälters unterliegen während des Bear
beitungsprozesses einem allmählichen Verschleiß. Dadurch wird das Oberteil der Stopper
kante 51 beim allmählichen Verschleiß der Auskleidung freigelegt. In manchen Fällen wird
das Oberteil der Stopperkante 51 auch über fast die gesamte Länge zerspant, ohne tatsäch
lich freigelegt zu werden. Ist die Stopperkante 51 erst einmal abgenutzt, dann hört sie auf,
als Staukörper gegen Ausdehnungen der Auskleidung zu wirken.
Beim erneuten Auskleiden des Arbeitsbehälters müssen alle Komponenten des drehbaren
Abschnitts einschließlich des Bodens 50a durch neue ersetzt werden, da die Stopperkante 51
mit dem Boden 50a aus einem Stück besteht. Folglich erfordern die Reparaturarbeiten eine
Menge Zeit, und die Reparaturkosten sind relativ groß. Weiterhin ist bei den bekannten
Konstruktionen die Standzeit der Auskleidungen 52 durch einen aus Fig. 3 ersichtlichen
Abstand S zwischen der Oberkante des Oberteils der Stopperkante 51 bis zum oberen Ende
der darüber befindlichen Auskleidung 52 begrenzt. Die zeitlichen Abstände zwischen
aufeinanderfolgenden Erneuerungen der Auskleidungen sind daher klein. Da außerdem ein
Verschleiß der Stopperkante 51 einen Ersatz des gesamten drehbaren Behälterabschnitts
erfordert, muß das Ausmaß des Verschleißes der Stopperkante 51 streng kontrolliert
werden, was lästige Überwachungstätigkeiten zur Folge hat.
Wenn beim erneuten Auskleiden des drehbaren Behälterabschnitts nur dieser selbst gegen
einen neuen ausgetauscht wird, ergibt sich zwischen dem abgenutzten Teil des stationären
Abschnitts und einer Gleitfläche des drehbaren Abschnitts eine Stufe, die beim Bear
beitungsprozeß einen toten Raum bildet, der einen schlechten Einfluß auf den Bear
beitungsvorgang hat. Infolgedessen muß auch der ortsfeste Behälterabschnitt gegen einen
neuen ausgetauscht werden, selbst wenn er nur vergleichsweise geringfügig abgenutzt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs bezeichnete Fliehkraftbear
beitungsmaschine derart auszubilden, daß die Standzeiten der Auskleidungen des zweitei
ligen Arbeitsbehälters vergrößert und die Reparaturarbeiten vereinfacht werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Bei der erfindungsgemäßen Zentrifugalbearbeitungsmaschine wird das Stopperteil ebenso
wie die Auskleidung des drehbaren Behälterabschnitts allmählich abgeschliffen. Eine
Erneuerung der Auskleidung muß erfolgen, bevor der Boden des drehbaren Abschnitts
abgenutzt wird. Beim Erneuern der Auskleidung wird diese vom drehbaren Abschnitt
entfernt. Das abgenutzte Stopperteil wird dann vom drehbaren Behälterabschnitt entfernt,
worauf ein neues Stopperteil an dem drehbaren Abschnitt angebracht und danach die
Auskleidung montiert wird.
Selbst wenn der Verschleiß der Auskleidung des drehbaren Behälterabschnitts in hohem
Maße fortgeschritten ist, braucht nicht der gesamte drehbare Abschnitt ersetzt werden. Es
ist nur erforderlich, das Stopperteil gegen ein neues auszutauschen. Infolgedessen werden
die Kosten der Auskleidung reduziert, und die Auskleidungsarbeiten können schnell
durchgeführt werden. Die Standzeit für die Auskleidung des drehbaren Abschnitts wird
vergrößert, da diese benutzt werden kann, bis der Boden des drehbaren Abschnitts erreicht
ist. Infolgedessen ist auch die Standzeit des zweiteiligen Arbeitsbehälters größer.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung an
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen vergrößerten Längsschnitt durch ein Teil eines zweiteiligen
Arbeitsbehälters einer erfindungsgemäßen Fliehkraftbearbeitungsmaschine;
Fig. 2 die Vorderansicht der gesamten Fliehkraftbearbeitungsmaschine;
Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht einer bekannten zweiteiligen Arbeits
behälterkonstruktion; und
Fig. 4 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer weiteren bekannte, zwei
teiligen Arbeitsbehälterkonstruktion.
Nach Fig. 2 bezeichnet das Bezugszeichen 1 einen Grundrahmen der Fliehkraftbear
beitungsmaschine. Ein Eimerförderer 2 ist auf der in Fig. 2 rechten Seite des Grund
rahmens 1 montiert, um eine aus Schleifmittel und Werkstücken bestehende Masse in einen
zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 zu befördern. Ein Eimer 4 des Eimerförderers 2 wird mittels
eines Antriebsmotors 6 und einer mit Hilfe einer Vielzahl von Kettenrädern straff gehal
tenen Kette 5 zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Einfüllstellung von unten nach
oben bzw. umgekehrt bewegt. Die Bereitschaftsstellung des Eimers 4 befindet sich unter
einem distalen Ende eines Siebförderers 7, der weiter unten beschrieben wird. In der
Bereitschaftsstellung werden von dem Siebförderer 7 herabfallende Schleifmittel vom
Eimer 4 aufgenommen, während noch nicht behandelte Werkstücke von einer Bedienungs
person in den Eimer 4 eingefüllt werden. Die Einfüllstellung des Eimers 4 ist schräg
oberhalb des zweiteiligen Arbeitsbehälters 3 angeordnet. Wenn der Eimer 4 diese Einfüll
stellung erreicht, ist er um einen vorgegebenen Winkel geneigt, so daß die Masse in den
zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 eingefüllt werden kann.
An einer Seite des Eimerförderers 2 ist ein Stützrahmen 8 montiert. Der zweiteilige
Arbeitsbehälter 3 ist von einem am Stützrahmen 8 befestigten Lager derart getragen, daß er
um eine Stützwelle 9 des Lagers gedreht werden kann. Die Stützwelle 9 ist über eine
Kette 12 mit einem Reversiermotor 11 für den Arbeitsbehälter gekoppelt, so daß dieser
durch Drehen des Reversiermotors 11 in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung in beide
Richtungen geschwenkt werden kann. Insbesondere kann der zweiteilige Arbeitsbehälter 3
in Fig. 2 im Uhrzeigersinn geschwenkt werden, wenn er mit dem in der Einfüllstellung
befindlichen Eimer 4 mit Masse gefüllt werden soll. Dagegen wird der Arbeitsbehälter 3 um
etwa 180° im Gegenuhrzeigersinn in Fig. 1 geschwenkt, wenn die Masse auf den Siebför
derer 7 fallen soll. Außerdem ist in einem auf dem Grundrahmen angeordneten Steuerpult
eine nicht dargestellte Folgesteuerung vorgesehen, um den Reversiermotor 11, den
Antriebsmotor 6, einen Antriebsmotor 14, der den zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 in
Rotation um seine Achse versetzen kann, und einen Vibrationsmotor 24 für den Sieb
förderer 7 in der weiter unten beschriebenen Reihenfolge anzusteuern.
Um alle Anteile der Masse, die während der Bearbeitung aus dem zweiteiligen Ar
beitsbehälter 3 herausgeschleudert wird, auf den Siebförderer 7 zu lenken, ist eine
Rutsche 15 vorgesehen. Die Rutsche 15 ist nach Art einer Tülle und an ihren beiden Seiten
bogenförmig ausgebildet.
Der Siebförderer 7 ist dicht unterhalb des zweiteiligen Arbeitsbehälters 3 derart angeordnet,
daß sich die unterste Öffnung der Rutsche 15 über einem Ende des Siebförderer 7 öffnet.
Der Siebförderer 7 weist ein Drahtnetz 16 auf, das sich über seine Gesamtlänge erstreckt,
um die Werkstücke und die Schleifmittel voneinander zu trennen. Das Drahtnetz 16 dient
außerdem als Transportpfad für die Werkstücke, während der unterhalb des Drahtnetzes 16
angeordnete Boden des Siebförderers 7 als Transportpfad für die Schleifmittel dient. Der
Vibrationsmotor 24 ist an einer Seite des Siebförderers 7 derart montiert, daß die Werk
stücke und die Schleifmittel durch die von ihm erzeugte Vibration längs des jeweiligen Pfads
gefördert werden. Eine nicht dargestellte Entnahmerutsche ist mit dem Ende des Transport
pfads für die Werkstücke verbunden. Dagegen ist das Ende des Transportpfads für die
Schleifmittel oberhalb der Bereitschaftsstellung für den Eimer 4 angeordnet, so daß das
Schleifmittel zur Wiederverwendung in den Eimer 4 zurückgeführt werden kann.
Der zweiteilige Arbeitsbehälter 3 besitzt einen zylindrischen, stationären Abschnitt 17 mit
einem nach oben offenen Ende und einen drehbaren Abschnitt 13, der koaxial im sta
tionären Abschnitt 17 derart angeordnet ist, daß er vom Antriebsmotor 14 für den Ar
beitsbehälter angetrieben werden kann.
Nach Fig. 1 ist der ortsfeste Abschnitt 17 beispielsweise aus Stahl hergestellt und mit
einem schalenförmigen Boden 17a und einer zylindrischen Seitenwand 17b versehen. Ein
Flansch 17c, der mit dem unteren Ende der Seitenwand 17b aus einem Stück besteht, ist auf
das obere Ende des Bodens 17a aufgelegt und dort mit Bolzen befestigt, wodurch die
Seitenwand 17b mit dem Boden 17a fest verbunden ist. Eine z. B. aus einem Urethanharz
hergestellte Auskleidung 18 deckt die innere Mantelfläche der Seitenwand 17b ab, wobei
die Innenfläche als Auflage dient. Anstelle einer Auskleidung aus einem Urethanharz
könnte beispielsweise auch eine Auskleidung aus Gummi verwendet werden. An ihrem
unteren Ende ist die Auskleidung 18 mit einer schräg nach unten verlaufenden Fläche 18a
versehen. Durch senkrechtes Abschneiden des unteren Abschnitts zwischen der schrägen
Fläche 18a und dem unteren Ende der Auskleidung 18 wird eine Stirnfläche 18b gebildet.
Der drehbare Abschnitt 13 des Arbeitsbehälters 3 ist unter der Seitenwand 17b des
stationären Abschnitts 17 derart angeordnet, daß er konzentrisch mit diesem ist und
zwischen dem Boden 17a des stationären Abschnitts und dem drehbaren Abschnitt 13 ein
Abflußraum entsteht. Zur Abdeckung der gesamten Innenfläche eines aus Stahl bestehen
den Bodens 13a des drehbaren Abschnitts 13 ist entsprechend wie beim stationären
Abschnitt 17 eine Auskleidung 19 vorgesehen. Der drehbare Abschnitt weist an seinem
äußeren Umfangsrand eine größere Dicke als im übrigen Bereich auf. Die Auskleidung 19
weist eine schräg verlaufende Fläche 19a auf, die eine kontinuierliche Fortsetzung der
schrägen Fläche 18a der Auskleidung 18 des stationären Abschnitts 17 bildet. Die äußere
Umfangsfläche ist senkrecht abgeschnitten, um eine der Stirnfläche 18a gegenüberliegende
Stirnfläche 18b zu erhalten, wobei zwischen diesen beiden Stirnflächen ein über ihren
gesamten Umfang erstreckter, schmaler Spalt von etwa 0,3 bis 1 mm gebildet ist.
Auf dem äußeren Umfangsrand des drehbaren Abschnitts 13 ist ein Befestigungsrand 22
von vorgewählter Breite ausgebildet. Eine Aufnahmenut 23, in die ein Stopperteil 21
eingesetzt ist, ist in der oberen Oberfläche des Befestigungsrandes 22 ausgebildet und über
dessen gesamten Umfang erstreckt. Das Stopperteil 21 ist aus einer Stahlplatte hergestellt.
Beim Ausführungsbeispiel ist ein als Stopperteil 21 dienender Stahlring gleichmäßig in drei
Stücke geteilt, wobei jedes Stück die Form eines Bogens besitzt. Vor der Auskleidung des
drehbaren Abschnitts 13 werden diese Stücke lösbar in der Aufnahmenut 23 angeordnet
und dabei so positioniert, daß zwischen je zwei benachbarten dieser Stücke ein gewisser
Zwischenraum vorhanden ist, der der thermischen Ausdehnung jedes dieser Stücke in
Umfangsrichtung Rechnung trägt. Jedes Stück ist als Folge des Auskleidungsprozesses bis zu
einer vorbestimmten Tiefe in der Auskleidung eingebettet. Die Höhe derjenigen Abschnitte
der einzelnen Stücke mit der sie aus der Aufnahmenut 23 herausragen, ist derart eingestellt,
daß eine Ausdehnung der Auskleidung 19 wirksam gehemmt wird. Der außerhalb des
Stopperteils 21 angeordnete Teil der Auskleidung 19 dient als Schutzwand 19b.
Die beschriebene Fliehkraftbearbeitungsmaschine arbeitet wie folgt:
Noch nicht bearbeitete Werkstücke werden in den das Schleifmittel enthaltenden Eimer 4
gegeben, der sich in der Bereitschaftsstellung befindet. Der Antriebsmotor 6 wird einge
schaltet, um den Eimerförderer 2 derart anzutreiben, daß der Eimer 4 bis in die Einfüll
stellung angehoben wird. Wenn der Eimer 4 die Einfüllstellung erreicht aht, wird er in der
aus Fig. 2 ersichtlichen Weise gekippt. Außerdem wird der Reversiermotor 11 eingeschaltet,
um den zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 zu dieser Zeit etwas in Richtung des Eimers 4 zu
verschwenken. Dadurch wird die im Eimer 4 enthaltene Masse in den Arbeitsbehälter 3
eingefüllt. Danach wird der zweiteilige Arbeitsbehälter 3 in seine ursprüngliche Stellung
zurückgeschwenkt, und danach wird schließlich der Antriebsmotor 14 eingeschaltet, um den
Arbeitsbehälter 13 in Umdrehungen zu versetzen, damit die Werkstücke bearbeitet werden.
Eine schlammige Mischung von verbrauchten Schleifmitteln, Wasser und dgl., die während
der Bearbeitungsoperation erzeugt wird, fließt durch den Spalt zwischen dem drehbaren
Abschnitt 13 und dem stationären Abschnitt 17 in den Abflußraum 20, um in diesem
zurückgehalten zu werden. Nach Vollendung des Bearbeitungsprozesses wird die schlam
mige Mischung aus dem Abflußraum 20 ablaufen gelassen. Die thermische Ausdehnung der
Auskleidung 19 des drehbaren Abschnitts 13 wird durch das Stopperteil 21 wirksam
eingeschränkt.
Nach Vollendung des Bearbeitungsprozesses wird der Antriebsmotor 14 abgeschaltet und
der Reversiermotor 11 eingeschaltet, um den zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 um etwa 180°
im Gegenuhrzeigersinn nach Fig. 2 zu verschwenken. Dadurch wird die Masse aus dem
Arbeitsbehälter 3 auf das Drahtnetz 6 des Siebförderers 7 befördert. Irgendwelche Teile der
Masse, die während des Betriebs aus dem zweiteiligen Arbeitsbehälter 3 herausgeschleudert
werden, werden mittels der Rutsche 15 aufgefangen und längs derselben auf den Sieb
förderer 7 umgelenkt.
Das Drahtnetz 16 des Siebförderers 7 trennt die Werkstücke von den Schleifmitteln. Wenn
dann der Vibrationsmotor 24 eingeschaltet wird, werden die Werkstücke und die Schleif
mittel aufgrund der Vibration weitergefördert. Die Werkstücke werden mittels der nicht
dargestellten Entnahmerutsche ausgeschleust, während die Schleifmittel vom Ende des
Siebförderers 7 in den in Bereitschaftsstellung befindlichen Eimer 4 fallen, um beim
nächsten Bearbeitungsprozeß wieder verwendet zu werden.
Wenn die Auskleidung 18 und 19 des stationären und drehbaren Behälterabschnitts 17
bzw. 13 im Laufe der Zeit verschleißen, wird zu gegebener Zeit eine Erneuerung der
Auskleidungen durchgeführt. In dieser Hinsicht ist zu beachten, daß die Auskleidung 19 erst
dann durch Verbrennen oder auf andere Weise vom drehbaren Abschnitt 13 entfernt zu
werden braucht, wenn ihr Verschleiß schon so weit fortgeschritten ist, daß das Stopperteil 21
frei liegt. Anschließend wird jedes Stück des Stopperteils 21 aus der Ausnahmenut 23
herausgenommen und damit auch vom Boden 13a des drehbaren Abschnitts 13 entfernt.
Wenn dann ein neues Stopperteil 21 und danach eine neue Auskleidung angebracht wird, ist
der Abschnitt 13 wiederhergestellt. Daraus folgt, daß selbst dann, wenn die Auskleidung so
stark verschlissen ist, daß das Stopperteil 21 frei liegt, nur das Stopperteil selbst gegen ein
neues Stopperteil ausgetauscht werden braucht, ohne daß auch der gesamte drehbare
Abschnitt 13 erneuert werden muß, wodurch die Arbeiten zur Erneuerung der Auskleidung
vereinfacht und die Kosten für eine Auskleidung reduziert werden.
Da das Stopperteil 21 in drei Stücke geteilt ist, kann die Montage bzw. Demontage des
Stopperteils 21 sehr leicht vorgenommen werden, wodurch sich insbesondere bei sehr
großen Arbeitsbehältern Vorteile ergeben.
Bei den Konstruktionen nach dem Stand der Technik muß eine Auskleidung erneuert
werden, wenn das Stopperteil frei liegt. Daher ist der Bereich des Verschleißes für die
Auskleidung klein, und der Fortgang des Verschleißes muß häufig überprüft werden. Beim
Gegenstand der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der erlaubte Verschleißbereich der
Auskleidung 19 von ihrer äußeren Oberfläche bis zur oberen Oberfläche des Befesti
gungsrandes 22, so daß dieser Verschleißbereich einen Teil des Stopperteils 21 umfaßt. Der
zulässige Verschleißbereich ist in Fig. 1 als Maß W angegeben. Da der zulässige Verschleiß
bereich der Auskleidung auf diese Weise größer als beim Stand der Technik ist, ist die
Standzeit der Auskleidung entsprechend größer. Folglich ist eine häufige Überwachung des
Verschleißes nicht erforderlich.
Das Stopperteil kann auch aus einem Material hergestellt werden, das sich von dem des
Bodens des drehbaren Abschnitts des Arbeitsbehälters 3 unterscheidet. Außerden kann das
Stopperteil aus einem anderen Material als Metall hergestellt werden, wenn nur das andere
Material eine wirksame Hemmung der thermischen Ausdehnung der Auskleidung bewirkt.
Im übrigen braucht das Stopperteil nicht unbedingt in drei oder eine andere Anzahl von
Stücken unterteilt werden. Insbesondere im Falle von relativ kleinen Arbeitsbehältern wäre
es beispielsweise auch möglich, als Stopperteil einen einstückigen Ring zu verwenden.
In der obigen Beschreibung und in der Zeichnung ist nur ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung erläutert bzw. dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel kann jedoch in vielfältiger
Weise abgewandelt werden.
Claims (6)
1. Fliehkraftbearbeitungsmaschine mit einem zweiteiligen Arbeitsbehälter, der einen
ortsfesten Abschnitt und einen koaxial in diesem montierten und relativ zu diesem dreh
baren Abschnitt aufweist, mit einem schmalen Spalt zwischen den beiden Abschnitten, mit
aus einem elastischen Material bestehenden, die Innenseiten der beiden Abschnitte
bedeckenden Auskleidungen und mit einem in die Auskleidung des drehbaren Abschnitts
ragenden und zur Hemmung einer thermischen Ausdehnung derselben bestimmten
Stopperteil, das in der Nähe vom äußeren Umfangsrand des drehbaren Abschnitts an
geordnet ist und in Umfangsrichtung vom Boden des drehbaren Abschnitts aufragt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stopperteil (21) lösbar mit dem Boden (13a) des drehbaren
Abschnitts (13) verbunden ist.
2. Fliehkraftbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Boden (13a) des drehbaren Abschnitts (13) einen ringförmigen, am äußeren Umfang
desselben ausgebildeten Befestigungsrand (22) aufweist, dre mit einer über seinen gesamten
Umfang erstreckten Aufnahmenut (23) versehen ist, in die das Stopperteil (21) eingesetzt
ist.
3. Fliehkraftbearbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stopperteil (21) in eine Mehrzahl von Stücken unterteilt ist, die in die Aufnahmenut (23)
eingesetzt sind.
4. Fliehkraftbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auskleidung (19) des drehbaren Abschnitts (13) eine integrale Schutz
wand (19a) aufweist, die außerhalb eines äußeren Umfangs des Stopperteils (21) angeformt
ist.
5. Fliehkraftbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stopperteil (21) aus Stahl besteht.
6. Fliehkraftbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Stopperteil (21) aus einem Material besteht, das sich von dem Material,
das den Boden (13a) des drehbaren Abschnitts (13) bildet, unterscheidet.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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