DE4101962A1 - Anordnung zur uebertragung von daten mit mindestens einem lichtwellenleiter - Google Patents
Anordnung zur uebertragung von daten mit mindestens einem lichtwellenleiterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Übertragung von
Daten mit mindestens einem Lichtwellenleiter gemäß Oberbe
griff des Patentanspruchs 1. Eine solche Anordnung ist
beispielsweise aus dem Fachartikel von C. Kittel: "Der
neue Intercity-Express wird per LWL gesteuert", in: ntz
Bd. 43 (1990) Heft 8, S. 607-608 bereits bekannt.
Anordnungen dieser Art gelangen immer mehr zum Einsatz,
wenn innerhalb einer Anlage mehrere Baugruppen oder Geräte
miteinander verbunden werden müssen. Die sich aufgrund der
Verwendungen von Lichtwellenleitern ergebenden Vorteile
wie
- - Sicherheit gegen Erdschleifen
- - Potentialtrennung
- - Sicherheit gegen Ein- und Abstrahlung (EMV Festig keit)
- - geringes Kabelgewicht
sind allgemein bekannt.
Normalerweise müssen jedoch die Anlagenteile lösbar mit
einander verbunden werden. Hierzu sind optische Steckver
bindungen erforderlich. Ein Nachteil dieser Steckverbin
dungen ist jedoch deren Anfälligkeit gegen Verschmutzung,
so daß diese bei rauhem Industrie- oder militärischem Ein
satz weniger geeignet sind.
Verbindungen dieser Art sind bekannt als RS232 Verbin
dungskabel und eignen sich im allgemeinen für niedrige Da
tenraten, wobei als Übertragungsmedium im allgemeinen Pla
stikfasern verwendet werden (vgl. hierzu z. B.: Produktbe
schreibung des optischen Datenübertragungsmoduls GO232 der
Firma Greenwich Instruments in: ntz Bd. 43 (1990) Heft 8,
S. 621).
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Anordnung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine möglichst
geringe Anfälligkeit gegen Verschmutzung aufweist und die
eine Übertragung der Daten mit einer möglichst hohen Da
tenrate ermöglicht.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist im Pa
tentanspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche enthalten
vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vor
gesehen, daß die beiden Enden des mindestens einen Licht
wellenleiters jeweils in ein eigenes Steckergehäuse münden
und dort (im Gehäuse) jeweils mit einen elektrooptischen
Wandler (Lichtsender und Lichtempfänger) verbunden sind
und daß von diesen Wandlern jeweils ein oder mehrere elek
trische Kontakte aus dem jeweiligen Steckergehäuse heraus
geführt sind.
Die Erfindung ermöglicht im Gegensatz zu den bekannten An
ordnungen eine Datenübertragung mit hohen Bitraten (bis zu
mehrere Gigabit/s) bzw. eine Übertragung hochfrequenter
Analogdaten (bis zu einigen GHz und mehr), wobei als
Übertragungsmedium vorteilhafterweise Glasfaserleitungen
wie z. B. Monomode-, Gradienten- oder Stufenindexfasern zum
Einsatz kommen.
Dadurch, daß bei der Erfindung der oder die elektroopti
schen Wandler (z. B. Leuchtdioden) jeweils in die entspre
chenden Gehäuse der Steckverbindung integriert sind, ent
fällt eine optische Steckverbindung, so daß nur elektri
sche Kontakte zu stecken sind. Derartige Steckverbindungen
sind für alle erdenklichen Einsatzfälle handelsüblich
(vgl. z. B. das weiter oben erwähnte optische Datenübertra
gungsmodul GO232 der Firma Greenwich Instruments). Insbe
sondere bei der Verwendung von Vielfachsteckverbindungen
läßt sich die erfindungsgemäße Lösung vorteilhaft verwen
den, wobei das Verbindungskabel zwischen den Anlagentei
len vorteilhaft als Vielfachkabel sowohl Lichtwellenleiter
als auch Kupfer- oder Silberadern (z. B. für Stromversor
gung) enthalten kann. Außerdem wird vorteilhafterweise die
Betriebsspannung für die elektrooptischen Wandler eben
falls über diese Vielfachsteckverbindung zugeführt. Als
Steckverbinder werden vorwiegend hochwertige wasserdichte
Steckverbindungen (z. B. wasserdichte Rundstecker) benutzt,
so daß die Anordnung ohne Schwierigkeiten auch im Freien
oder in verschmutzten Räumen verwendet werden kann.
Sollen Signale mit höheren Datenraten oder hochfrequente
Analogsignale übertragen werden, so sind als Lichtsender
Halbleiterlaser zu empfehlen. Diese Bauelemente benötigen
eine weitere Beschaltung zur Stabilisierung des Laserdi
odenstroms. Diese Beschaltung kann beispielsweise mit in
eines der Steckergehäuse integriert werden, oder aber Be
standteil der zu verbindenden Geräte sein.
Im folgenden sei die Erfindung anhand der Figuren näher
erläutert. Die Figuren zeigen jeweils ein Blockschaltbild
eines Datenübertragungssystems mit einer vorteilhaften
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung mit Halb
leiterlasern, wobei die für die Halbleiterlaser erforder
liche Stabilisierungselektronik einmal innerhalb eines der
Steckergehäuse der erfindungsgemäßen Anordnung (Fig. 1)
und einmal in einem der Geräte (Fig. 2) untergebracht ist.
Im einzelnen ist bei dem Übertragungssystem in Fig. 1 ein
Vielfachkabel 1 mit Lichtwellenleitern wie z. B. Glasfasern
1a und 1b sowie mit metallischen Leitungen wie z. B. Kup
feradern 1c und 1d vorgesehen, das an beiden Enden jeweils
in ein für die Leitungen 1a-1d gemeinsames Steckergehäuse
2 bzw. 3 mündet, in dem zum einen die Enden der Glasfasern
1a, 1b jeweils mit einem elektrooptischen Wandler
(Halbleiterlaser) 2a, 2b bzw. 3a, 3b verbunden sind und
zum anderen von den elektrooptischen Wandlern 2a, 2b bzw.
3a, 3b elektrische Kontakte 4a-4c bzw. 5a-5c aus dem
Steckergehäuse 2 bzw. 3 herausgeführt sind, während die
beiden Kupferadern 1c und 1d durch die beiden Gehäuse 2
bzw. 3 hindurchgehen und ebenfalls an ihren Enden als
elektrische Kontakte ausgebildet sind. Die elektrischen
Kontakte 4a-4c, 1c, 1d bzw. 5a-5c, 1c, 1d der beiden Stec
kergehäuse 2 bzw. 3 sind jeweils über Vielfachsteckerver
bindungen 6 bzw. 7 mit zwei Geräten 8 und 9 verbunden,
zwischen denen die Daten über die erfindungsgemäße Anord
nung übertragen werden sollen.
Die für die Stabilisierung des Laserdiodenstroms erforder
liche Elektronik 10 (Beschaltung) ist in diesem System
beispielhaft in Steckergehäuse 2 untergebracht.
Das Übertragungssystem in Fig. 2 unterscheidet sich von
dem vorstehend in Fig. 1 geschilderten System lediglich
dadurch, daß die Stabilisierungselektronik 10 hier bei
spielhaft in dem Gerät 8 untergebracht ist, was zur Folge
hat, daß ein weiterer elektrischer Kontakt 4d aus dem
Steckergehäuse 2 herausgeführt ist und über eine weitere
Steckerverbindung die Stabilisierungselektronik 10 in Ge
rät 8 mit den elektrooptischen Wandlern verbindet.
Bei diesem Übertragungssystem werden beispielweise in Ge
rät 8 (analoge oder digitale) Daten erzeugt, die als elek
trische Signale über die Vielfachsteckerverbindung 6 den
elektrooptischen Wandlern 2a, 2b im Steckergehäuse 2 zuge
führt werden und dort in Lichtsignale umgewandelt werden,
die ihrerseits über die Lichtwellenleiter 1a bzw. 1b den
elektrooptischen Wandlern 3a bzw. 3b im Steckergehäuse 3
zugeführt werden, wo sie wieder in elektrische Signale zu
rückgewandelt werden und über die dortige Vielfachstecker
verbindung 7 dem Gerät 9 zugeführt werden. Parallel werden
weitere Daten von Gerät 8 über die beiden Kupferadern 1c
und 1d dem Gerät 9 zugeleitet.
Es ist selbstverständlich, daß die Übertragung in gleicher
Weise auch von Gerät 9 zu Gerät 8 erfolgen kann, oder daß
der eine Übertragungskanal a (4a, 2a, 1a, 3a, 5a) zur Da
tenübertragung (analog oder digital) von Gerät 8 nach Ge
rät 9 benutzt wird und der andere Übertragungskanal b (4b,
2b, 1b, 3b, 5b) zur Datenübertragung (analog oder digital)
in die entgegengesetzte Richtung von Gerät 9 und Gerät 8
(oder umgekehrt Übertragungskanal a zur Datenübertragung
von Gerät 9 und Gerät 8 und Übertragungskanal b zur Daten
übertragung von Gerät 8 und Gerät 9).
Claims (9)
1. Anordnung zur Übertragung von Daten mit mindestens ei
nem Lichtwellenleiter, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Enden des mindestens einen Lichtwellenleiters
(1a, 1b) jeweils in ein eigenes Steckergehäuse (2, 3) mün
den und in dem Steckergehäuse (2, 3) jeweils mit einem
elektrooptischen Wandler (2a, 2b; 3a, 3b) verbunden sind
und daß von den elektrooptischen Wandlern (2a, 2b; 3a, 3b)
jeweils ein oder mehrere elektrische Kontakte (4a-4c bzw.
4a-4d; 5a-5c bzw. 5a-5d) aus dem jeweiligen Steckergehäuse
(2; 3) herausgeführt sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der mindestens eine Lichtwellenleiter (1a, 1b) als Glasfa
serleitung, vorzugsweise als Monomode- oder Gradientenfa
ser- oder Stufenindexfaser ausgebildet ist.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß parallel zu dem mindestens einen
Lichtwellenleiter bzw. zu der mindestens einen Glasfaser
leitung (1a, 1b) zusätzlich mindestens eine metallische
Leitung (1c, 1d), vorzugsweise aus Kupfer oder Silber vor
gesehen ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sämtliche Lichtwellenleiter bzw. Glas
faserleitungen (1a, 1b) und/oder metallische Leitungen
(1c, 1d) mit ihren einen Enden in ein erstes gemeinsames
Steckergehäuse (2) und/oder mit ihren anderen Enden in ein
zweites gemeinsames Steckergehäuse (3) münden, aus denen
jeweils sämtliche elektrische Kontakte (4a-4c bzw. 4a-4d;
5a-5c bzw. 5a-5d) der elektrooptischen Wandler (2a, 2b;
3a, 3b) bzw. das jeweilige Ende der zusätzlichen minde
stens einen metallischen Leitung (1c, 1d) herausgeführt
sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens die Mehrzahl der Lichtwel
lenleiter bzw. Glasfaserleitungen (1a, 1b) und/oder der
metallischen Leitungen (1c, 1d) zu einem gemeinsamen Viel
fachkabel (1) zusammengefaßt sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steckergehäuse (2, 3) jeweils als
Rundstecker, vorzugsweise als wasserdichte Rundstecker,
ausgeführt sind.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrooptischen Wandler (2a, 2b;
3a, 3b) jeweils als Leuchtdioden ausgeführt sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrooptischen Wandler (2a, 2b;
3a, 3b) jeweils als Halbleiterlaser ausgeführt sind.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Halbleiterlaser (2a, 2b; 3a 3b) eine Stabilisie
rungselektronik (10) vorgesehen ist und diese Stabilisie
rungselektronik (10) entweder in einem der Steckergehäuse
(2) oder außerhalb der Steckergehäuse (2, 3) untergebracht
ist.
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- 1991-01-24 DE DE19914101962 patent/DE4101962A1/de not_active Ceased
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