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DE416600C - Verfahren und Einrichtung, um aus Zellstoff, Torfmasse und aehnlichen Massen in einem bestimmten Arbeitsvorgang eine Fluessigkeit von hohem spezifischen Gewicht oder niedriger Temperatur mittels einer Fluessigkeit von niedrigem spezifischen Gewicht bzw. hoher Temperatur auszutreiben oder die Masse zu erwaermen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung, um aus Zellstoff, Torfmasse und aehnlichen Massen in einem bestimmten Arbeitsvorgang eine Fluessigkeit von hohem spezifischen Gewicht oder niedriger Temperatur mittels einer Fluessigkeit von niedrigem spezifischen Gewicht bzw. hoher Temperatur auszutreiben oder die Masse zu erwaermen

Info

Publication number
DE416600C
DE416600C DEM82172D DEM0082172D DE416600C DE 416600 C DE416600 C DE 416600C DE M82172 D DEM82172 D DE M82172D DE M0082172 D DEM0082172 D DE M0082172D DE 416600 C DE416600 C DE 416600C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
mass
container
diffusion
sieve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM82172D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TORBJOERN NILS MAGNUS MOLIN
Original Assignee
TORBJOERN NILS MAGNUS MOLIN
Publication date
Priority to DEM82172D priority Critical patent/DE416600C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE416600C publication Critical patent/DE416600C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/02Washing ; Displacing cooking or pulp-treating liquors contained in the pulp by fluids, e.g. wash water or other pulp-treating agents
    • D21C9/04Washing ; Displacing cooking or pulp-treating liquors contained in the pulp by fluids, e.g. wash water or other pulp-treating agents in diffusers ; Washing of pulp of fluid consistency without substantially thickening

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung, um aus Zellstoff, Torf und ähnlichen Stoffen eine schwerere Flüssigkeit mittels einer leichteren auszutreiben und zu ersetzen. Hierunter gehört auch der Fall, daß man Wasser von einer niedrigeren Temperatur und folglich von einem höheren spezifischen Gewicht durch Wasser austreibt und ersetzt, welches eine höhere Temperatur und folglich ein niedrigeres spezifisches Gewicht besitzt.
Die Erfindung kann beispielsweise in den folgenden Fällen mit Vorteil verwendet werden:
I. Für die Entfernung der die gelöste Holz-, substanz enthaltenen Lauge aus der Kochermasse bei der Darstellung von Natron- oder Sulfitzellstoff.
2. Für die Erwärmung von Zellstoffmasse mit einem Wassergeha't von etwa 80 bis 99 Prozent, die später einer Wasserauspressung unterworfen werden soll, um dadurch die Wasserauspressung zu erleichtern.
3. Für die Erwärmung (evtl. unter Druck) von wasserhaltigem Torf, welcher später einer Wasserauspressung ausgesetzt werden soll, um dadurch die Wasserausscheidung zu erleichtern.
Im ersten Falle wird die Lauge in der Masse durch Wasser ersetzt und in den zwei letzten Fällen wird Wasser von einer niedrigeren Temperatur durch Wasser von einer höheren Temperatur ersetzt, wodurch somit eine Erwärmung der Masse erreicht wird.
Beim vorliegenden Verfahren wird die zu behandelnde Masse von einem Vorratsbehälter in den unteren Teil eines anderen Behälters, des Diffusionsbehälters, gedrückt, der einen inneren gelochten Boden besitzt. Gemäß der Erfindung läßt man in diesem Behälter die Masse steigen und führt sie am oberen Teil des Behälters, befreit von der schweren Flüssigkeit, aus dem Behälter hinaus. Während die Masse im Diffusionsbehälter steigt, drückt man eine im oberen Behälterteil eingelassene leichtere Flüssigkeit durch die Masse (oder läßt die Flüssigkeit durch dieselbe rieseln) in einer Richtung entgegen der Bewegungsrichtung der Masse, wodurch die mit der Masse hineingeführte schwerere Flüssigkeit sowie evtl. beigemischte feste Bestandteile durch die Löcher in der Bodenplatte abgeführt werden. Die schwerere Flüssigkeit wird darauf mit folgenden festen Teilen (z. B. Zellstoffasern) in einem dritten Behälter (der Faserausscheider) befreit, in dessen oberen Teil ein Sieb angebracht ist, welches die schwere Flüssigkeit passieren muß, ehe sie weggeleitet wird. Vom unteren Teil des Faserausscheiders werden die abgeschiedenen festen Teile dem Diffusionsbehälter wieder zugeführt. Auf diese Weise vermeidet man, daß das feinere Sieb, das zur vollständigen Ausscheidung der festen Teile aus der schwereren Flüssigkeit notwendig ist, ganz oder teilweise verstopft wird bei dem Druck der Masse gegen das Sieb. Weil die festen Teile gewöhnlich ein höheres spezifisches Gewicht

Claims (5)

  1. als die Flüssigkeit haben, sinken sie im Faserausscheider zu Boden, welches die Ausscheidung erleichtert.
    Die Zeichnung zeigt schematisch eine zweckmäßige Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
    Die Masse wird vom Vorratsbehälter ι, beispielsweise mittels Pumpen- oder Schraubenanordnungen durch das Rohr 2 in den Diffusionsb ehälter 3 hineingedrückt, steigt in diesem Behälter hinauf, wird hierbei von der schwereren Flüssigkeit befreit und dann durch das Rohr 4 hinausbefördert. Die leichtere Flüssigkeit wird am oberen Teil des Behälters 3 durch das Rohr 5 zugeleitet. Ein Teil der zugesetzten leichteren Flüssigkeit wird der Bewegungsrichtung der Masse entgegen nach unten gedrückt, wodurch die mit - der Masse hineingekommene Flüssigkeit durch das Sieb 6 gepreßt wird und durch das Rohr 7 zum Faserausscheider 8 geht, der im oberen Teil ein Sieb 11 besitzt.
    Eventuell folgen einige feste Teile (Zellstoff- oder Torffaser) mit durch das Rohr 7 bis zum Faserausscheider 8. Eine Anhäufung von Fasern im Faserausscheider wird dadurch vermieden, daß man ununterbrochen oder in gewissen Zwischenräumen die mit Fasern gemischte Flüssigkeit mittels der Pumpe 9 aus dem Ausscheider 8 entfernt und die genannte Flüssigkeit durch die Rohre 12 und 2 dem Diffusionsbehälter 3 wieder zuführt.
    Das Sieb 11 besteht aus Siebtuch oder aus einer feinperforierten Eisenplatte, die den Duchgang einer nennenswerten Menge von festen Teilen nicht zuläßt. Die schwerere Flüssigkeit wird durch das Rohr 12 aus dem Behälter 8 entfernt. Die Flüssigkeitsmenge wird mittels des Ventils 13 derartig automatisch reguliert, daß das Ventil, wenn das spezifische Gewicht der Flüssigkeit unter eine bestimmte Grenze sinkt, eine geringere Flüssigkeitsmenge durchläßt, während es, wenn das spezifische Gewicht steigt, mehr Flüssigkeit durchläßt. Die Einrichtung erfordert somit nur ganz geringe Wartung.
    P Λ Ϊ E N T - A N S I' R Ü C H E:
    i. Verfahren, um aus Zellstoff, Torfmasse und ähnlichen Massen in einem bestimmten Arbeitsvorgang eine Flüssigkeit von hohem spezifischen Gewicht oder niedriger Temperatur mittels einer Flüssigkeit von niedrigem spezifischen Gewicht bzw. hoher Temperatur auszutreiben oder die Masse zu erwärmen, die von einem Vorratsbehälter in den unteren Teil eines anderen mit gelochtem Innenboden versehenen Diffusionsbehälters hineingedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Diffusionsbehälter (3) die Masse nach oben steigt und hier von der spezifisch schweren Flüssigkeit befreit und weggeleitet wird, während die leichte bzw. eine hohe Temperatur habende Flüssigkeit durch den Diffusionsbehälter (3) von oben nach unten in einer der aufsteigenden Masse entgegengesetzten Richtung gedrückt oder laufengelassen wird, wodurch die mit der Masse hineingekommene spezifisch schwere bzw. eine niedrigere Temperatur habende Flüssigkeit sowie evtl. mitgerissene feste Teile durch den gelochten Innenboden (3) aus dem Diffusionsbehälter (3) austreten.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die spezifisch schwere Flüssigkeit von den festen Teilen in einem mit dem Diffusionsbehälter (3) kommunizierenden Behälter ' (8) befreit wird, wobei man die spezifisch schwere Flüssigkeit in aufsteigender Richtung durch ein Sieb (11) im oberen Teil des Behälters Γ8) passieren läßt und unter dem Sieb (11) ausgeschiedene feste Teile zum Diffusionsbehä'ter (3) zurückleget.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusion oder Erwärmung der Masse bei einem Druck ausgeführt wird, der gleich oder höher als der atmosphärische Druck ist.
  4. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der in der Zeiteinheit aus dem Diffusionsvorgang abgehenden spezifisch schweren Flüssigkeiten je nach dem spezifischen Gewicht oder nach der Temperatur der Flüssigkeit selbsttätig gewählt wird.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Patentanspüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (2) für die Zuführung der Masse zum Diffusionsbehälter (3) in seinen unteren Teil mündet, während die Leitung (4) zum Abführen der von der schweren Flüssigkeit befreiten Masse am oberen Teil des Diffusionsbehälters (3) angebracht ist, wobei im unteren Teil des Diffusionsbehälters (3) ein Siebboden. (6) und ein Abflußrohr für die abfließende schwere Flüssigkeit zu einem Faserabscheider (8, 11) angeordnet ist, während das Rohr (5) zum Einführen der leichten Flüssigkeit im oberen Teil des Diffusionsbehälters (3) mündet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    ISERLlN- GEDRlCKT IN DER
DEM82172D Verfahren und Einrichtung, um aus Zellstoff, Torfmasse und aehnlichen Massen in einem bestimmten Arbeitsvorgang eine Fluessigkeit von hohem spezifischen Gewicht oder niedriger Temperatur mittels einer Fluessigkeit von niedrigem spezifischen Gewicht bzw. hoher Temperatur auszutreiben oder die Masse zu erwaermen Expired DE416600C (de)

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DE (1) DE416600C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3182966A (en) * 1960-04-06 1965-05-11 Carlsson Ake Simon Method and means for equalizing quality fluctuations in manufacture of fibre mass
US3398412A (en) * 1964-12-17 1968-08-27 Aremaa Toivo Ensio Method for precipitation or washing of materials containing cellulose

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3182966A (en) * 1960-04-06 1965-05-11 Carlsson Ake Simon Method and means for equalizing quality fluctuations in manufacture of fibre mass
US3398412A (en) * 1964-12-17 1968-08-27 Aremaa Toivo Ensio Method for precipitation or washing of materials containing cellulose

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