DE4039206A1 - Antriebsvorrichtung - Google Patents
AntriebsvorrichtungInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Derartige Antriebsvorrichtungen mit einer Kette oder einen Riemen als
Zugmittel sind in einer Vielzahl von Anordnungen und Ausgestaltungen
bekannt. Das Antriebsrad sowie die angetriebenen Räder werden in der
Regel mit einem mehr oder minder großen Umschlingungswinkel von dem
Zugmittel umschlungen, jedoch sind auch Antriebsvorrichtungen bekannt,
bei denen zudem mit der Außenseite des Zugmittels zusammenwirkende
Aggregate mit angetrieben werden (vgl. z. B. DE-OS 21 13 533).
Ist eine Vielzahl von Aggregaten anzutreiben, wie dies häufig bei
Brennkraftmaschinen beim Antrieb von Steuerungsteilen und Aggregaten
der Fall sein kann, so werden mehrere, in verschiedenen Antriebsebenen
liegende, Antriebsvorrichtungen mit je einem Zugmittel vorgesehen. Der
artige Antriebsvorrichtungen benötigen aber zwangsläufig mehr axialen
Bauraum, der beispielsweise bei Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen
nicht immer vorhanden ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Antriebsvorrichtung der gattungsge
mäßen Art vorzuschlagen, die axial nicht länger baut und trotzdem kom
plizierte und ungünstige Zugmittelverlegungen vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruches 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind den weiteren Patentansprüchen entnehmbar.
Erfindungsgemäß werden zumindest zwei Zugmitteltriebe vorgeschlagen,
die in einer einheitlichen Antriebsebene liegen, wobei das eine Zug
mittel mittel- oder unmittelbar das zweite Zugmittel antreibt.
Die Zugmittel können dabei entsprechend den weiteren Patentansprüchen
reib- oder formschlüssig aneinander anlaufen oder es kann ein Zwischen
rad vorgesehen sein, welches die Antriebsleistung von dem einen Zugmit
tel auf das andere überträgt. Während die erstgenannte Ausgestaltung
insbesondere für Riemen geeignet ist, kann die Lösung mit dem Zwischen
rad auch für Kettentriebe eingesetzt werden.
Als reibungserhöhende Einrichtungen an der Außenseite bei Riemen als
Zugmittel werden mehrere, in Antriebsrichtung verlaufende Keilrillen
vorgeschlagen. Bei einem formschlüssigen Antrieb können die Riemen an
ihrer Außenseite verzahnt sein, wobei die Zahnteilung an die positiven
und negativen Umschlingungswinkel anzupassen ist.
Gemäß den Merkmalen der Patentansprüche 9 und 10 wird eine derartige
Antriebsvorrichtung insbesondere zum Antrieb von Steuerungsteilen und
Aggregaten an Brennkraftmaschinen vorgeschlagen, wobei der zweite An
trieb insbesondere eine Ölpumpe und/oder eine Wasserpumpe der Brenn
kraftmaschine versorgen soll.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden mit weiteren
Einzelheiten näher erläutert. Die schematische Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Steuerungs- und Aggregateantrieb
einer Hubkolben-Brennkraftmaschine mit unmittelbar aneinander
laufenden Riemen als Zugmittel;
Fig. 2 eine weitere Draufsicht auf einen Steuerungs- und Aggregatean
trieb einer Brennkraftmaschine mit Ketten als Zugmittel und
einem zwischen den beiden Zugmitteln vorgesehenen Zwischenrad.
In der Fig. 1 ist mit 10 eine Hubkolben-Brennkraftmaschine bezeichnet,
an deren Stirnseite 12 eine Antriebsvorrichtung zum Antrieb von
Steuerungsteilen und Aggregaten vorgesehen ist. Die Antriebsvorrichtung
setzt sich zusammen aus einem ersten Antrieb 14 und einem zweiten An
trieb 16, wobei die beiden Antriebe in einer einheitlichen Antriebs
ebene liegen.
Der erste Antrieb 14 setzt sich zusammen aus einem verzahnten Antriebs
rad 18, welches auf einer nicht dargestellten Kurbelwelle der Brenn
kraftmaschine 10 befestigt ist, einem Zahnriemen 20 als endloses Zug
mittel, sowie den beiden getriebenen Rädern 22, 24, über die eine Was
serpumpe 26 und eine nicht dargestellte Nockenwelle der Brennkraftma
schine angetrieben werden. Ferner greift an der Außenseite des Zahn
riemens 20 ein radial verstellbares Spannrad 28 an, mit dem die Span
nung des Zahnriemens 20 einstellbar ist.
Unmittelbar angetrieben über den Zahnriemen 20 ist der zweite Antrieb
16, der durch einen an seiner Innenseite planen Flachriemen 30, ein
radial verstellbares Spannrad 32 und durch ein getriebenes Rad 34 ge
bildet ist. Das Rad 34 treibt eine nicht dargestellte, unterhalb der
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine angeordnete Ölpumpe an.
Das Spannrad 32 des zweiten Antriebes 16 ist so angeordnet, daß der
Flachriemen 30 bei einer im Uhrzeigersinn drehenden -Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine am Zugtrum des Zahnriemens 20 angreift, wobei das
Antriebsrad 18 und das Spannrad 32 einen gemeinsamen Umschlingungs
winkel der beiden Zugmittel 20, 30 von < 30°, im Ausführungsbeispiel ca.
80° aufweisen. Ferner liegen die beiden Räder 18, 32 räumlich so nahe
beieinander, daß zwischen den gemeinsamen Umschlingungswinkeln nahezu
kein linear verlaufender Trumanteil vorliegt. Durch diese Anordnung ist
sichergestellt, daß zwischen den Außenseiten der beiden Zugmittel 20, 30
in deren gegenseitigen Kontaktbereich eine Anpressung zur Übertragung
relativ hoher Antriebsleistungen gegeben ist.
Zur Erhöhung der Antriebsleistung sind ferner die beiden Zugmittel bzw.
der Zahnriemen 20 und der Flachriemen 30 an ihrer Außenseite mit in
einandergreifenden Keilrillen (z. B. das bekannte Poly-V-Profil) ver
sehen. Es kann jedoch auch zur Erzielung eines formschlüssigen Eingrif
fes zwischen den beiden Zugmitteln eine Außenverzahnung vorgesehen
sein, wobei bei Festlegung des Zahnprofiles und der Teilung zu berück
sichtigen ist, daß die Zugmittel jeweils eine positive und eine negati
ve Umschlingung erfahren (Kontraktion und Extraktion der Zahnlücken).
Über das Spannrad 28 im Lostrum des Zahnriemens 20 kann die Spannung
des ersten Zugmittels des Antriebes 14 eingestellt werden. Die Spannung
des zweiten Zugmittels 30 wird über das ebenfalls radial verstellbare
Spannrad 32 hergestellt. Die radiale Verstellbarkeit der Spannräder
28, 32 kann mit bekannten Mitteln bewirkt werden und ist für sich gese
hen nicht Gegenstand der Erfindung.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere Antriebsvorrichtung an einer Hubkolben-
Brennkraftmaschine 40 mit an deren Stirnseite 42 vorgesehener Antriebs
vorrichtung, die sich wiederum aus einem ersten Antrieb 44 und einem
zweiten Antrieb 46 zusammensetzt, wobei die beiden Antriebe in einer
einheitlichen Antriebsebene angeordnet sind. Der erste Antrieb 44
treibt in einer zweiten Antriebsebene einen dritten Antrieb 48 an.
Der erste Antrieb 44 ist gebildet durch einen auf der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine befestigtes Antriebsrad 50, eine Rollenkette 52 als
erstes endloses Zugmittel, ein Umlenkrad 54 und ein getriebenes Rad 56,
welches auf einer ersten Nockenwelle der Brennkraftmaschine befestigt
ist. Ein auf dieser Nockenwelle befestigtes zweiten Kettenrad 58 treibt
über eine weitere Kette 60 und ein Kettenrad 62 eine zweite Nockenwelle
an. Die Vorspannung der Rollenkette 52 wird durch eine federnd vorge
spannte Spannschiene 64 bewirkt.
Der zweite Antrieb 46 bedient eine Wasserpumpe 66 und eine Ölpumpe 68
und besteht aus einem ersten getriebenen Rad 70, einem zweiten getrie
benen Rad 72 und einer Rollenkette 74 als zweites Zugmittel.
Zwischen den beiden Zugmitteln 52, 74 ist ein mit entsprechenden Zähnen
versehenes Zwischenrad 76 vorgesehen, welches ortsfest drehbar an der
Stirnseite 42 der Brennkraftmaschine 40 angeordnet ist und sowohl mit
der Rollenkette 52 als auch mit der Rollenkette 74 im ständigen Ein
griff ist. Die Anordnung des Antriebsrades 50, des Umlenkrades 54 sowie
der Räder 70, 72 ist derart, daß an dem Zwischenrad 76 ein Umschlin
gungswinkel sowohl durch die Rollenkette 52 als auch durch die Rollen
kette 74 von zumindest 30° sichergestellt ist.
Die Vorspannung der Rollenkette 74 des zweiten Antriebes 46 kann bei
spielsweise durch eine radiale Verstellbarkeit des getriebenen Rades 70
an der Wasserpumpe 66 oder durch ein nicht dargestelltes, separates
Spannrad oder eine Spannschiene im Lostrum oder Zugtrum der Rollenkette
74 hergestellt sein.
Wie bei den Antriebsvorrichtungen gemäß den Fig. 1 und 2 gezeigt, kann
die Antriebsleistung von dem ersten Antrieb zu dem zweiten Antrieb be
vorzugt vom Zugtrum abgeleitet werden, wobei eine dem Antriebsrad 18
bzw. 50 unmittelbar benachbarte Anordnung besonders vorteilhaft ist,
weil durch das zweite Zugmittel zugleich ein großer Umschlingungswinkel
an dem Antriebsrad 18 bzw. 50 herstellbar ist. Bei Riementrieben mit
gemeinsamen Umschlingungswinkeln wird zugleich die Gefahr des Über
springens von Zähnen vermindert. Ferner tragen die gezeigten Anord
nungen zur Verminderung der Antriebsgeräusche bei.
Claims (10)
1. Antriebsvorrichtung mit einem ersten Antrieb mit einem endlosen
Zugmittel, einem Antriebsrad und zumindest einem getriebenen Rad,
gekennzeichnet durch zumindest einen zweiten Antrieb (16; 46) mit
einem zweiten endlosen Zugmittel (30; 74), der in der gleichen An
triebsebene angeordnet und mittel- oder unmittelbar vom ersten
Antrieb (14; 44) angetrieben ist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Zugmittel Riemen (20, 30) sind und daß der erste Antrieb
(14) mit der Außenseite des ersten Zugmittels (20) unmittelbar das
zweite Zugmittel (30) reib- und/oder formschlüssig antreibt.
3. Antriebsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Zugmittel (30) durch ein angetriebenes
Rad (32) gegen das Zugtrum des ersten Zugmittels (20) gespannt
Ist.
4. Antriebsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zugmittel (20, 30) und
zwei zueinander benachbarte Räder (18, 32), der beiden Antriebe
(14, 16) je einen gemeinsamen Umschlingungswinkel von < 30°, insbe
sondere um 50° oder mehr, aufweisen.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rad des ersten Antriebes (14) das Antriebsrad (18) ist.
6. Antriebsvorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rad des zweiten Antriebes (16) ein radial ver
stellbares Spannrad (32) zur Einstellung der Spannung zumindest
eines Zugmittels (30) ist.
7. Antriebsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugmittel (20, 30) Ein
richtungen (Zähne, Keilrillen etc.) zur verbesserten Übertragung
der Antriebsleistung auf den zweiten Antrieb (16) aufweisen.
8. Antriebsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zugmittel
(52, 74) antriebsmäßig durch zumindest ein an deren Außenseiten
anlaufendes Zwischenrad (76) miteinander verbunden sind.
9. Antriebsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zum Antrieb von
Steuerungsteilen und Aggregaten an Brennkraftmaschinen dient.
10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Antrieb (16; 46) eine Ölpumpe (68) und/oder eine Wasser
pumpe (66) der Brennkraftmaschine bedient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904039206 DE4039206A1 (de) | 1990-12-08 | 1990-12-08 | Antriebsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904039206 DE4039206A1 (de) | 1990-12-08 | 1990-12-08 | Antriebsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4039206A1 true DE4039206A1 (de) | 1992-06-11 |
Family
ID=6419877
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904039206 Withdrawn DE4039206A1 (de) | 1990-12-08 | 1990-12-08 | Antriebsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4039206A1 (de) |
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