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DE4039017A1 - Mittel zur qualitaetsverbesserung von kernobst - Google Patents

Mittel zur qualitaetsverbesserung von kernobst

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Publication number
DE4039017A1
DE4039017A1 DE19904039017 DE4039017A DE4039017A1 DE 4039017 A1 DE4039017 A1 DE 4039017A1 DE 19904039017 DE19904039017 DE 19904039017 DE 4039017 A DE4039017 A DE 4039017A DE 4039017 A1 DE4039017 A1 DE 4039017A1
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DE
Germany
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agent according
brassinosteroid
fruit
agent
auxin
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19904039017
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English (en)
Inventor
Margita Dr Handschack
Guenter Prof Dr Adam
Hans-Matthias Dr Vorbrodt
Volker Dr Marquardt
Klaus Dr Beinhauer
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INST BIOCHEMIE DER PFLANZEN
Original Assignee
INST BIOCHEMIE DER PFLANZEN
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Publication date
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Priority to DE19904039017 priority Critical patent/DE4039017A1/de
Publication of DE4039017A1 publication Critical patent/DE4039017A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N49/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing compounds containing the group, wherein m+n>=1, both X together may also mean —Y— or a direct carbon-to-carbon bond, and the carbon atoms marked with an asterisk are not part of any ring system other than that which may be formed by the atoms X, the carbon atoms in square brackets being part of any acyclic or cyclic structure, or the group, wherein A means a carbon atom or Y, n>=0, and not more than one of these carbon atoms being a member of the same ring system, e.g. juvenile insect hormones or mimics thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Mittel, durch dessen Applikation auf Kernobstbäume eine Qualitätsverbesserung der Früchte erreicht wird. Diese Qualitätsverbesserung besteht in erster Linie in einer Erhöhung der Masse der Früchte, in einer Erhöhung ihrer Zellzahl und des Zellvolumens und dadurch in einer Verbeserung der Lagerfähigkeit sowie in einer Verbeserung der Glattschaligkeit durch Verringerung des Berostungsgrades. Gleichzeitig wird eine Blühstimulierung für das Folgejahr bewirkt. Das erfindungsgemäße Mittel ist für den Einsatz in Produktionsanlagen geeignet.
Natürliche Brassinosteroide und deren synthetische Analoga besitzen z. T. eine beträchtliche biologische Aktivität. In einer Reihe von Publikationen und Patenten werden wachstumsfördernde und Antistreß-Eigenschaften von Brassinosteroiden beschrieben und deren Anwendung in der Landwirtschaft vorgeschlagen (G. Adam, V. Marquardt, Phytochemistry 25, 1787 (1986); W. J. Meudt, ACS Symp. Ser. 325, 53 (1987); N. B. Mandava, Ann. Rev. Plant Physiol. Plant Mol. Biol. 39, 23 (1988); K. Hamada, FFTC Book Ser. 34, 188 (1986)).
Für (22S, 23S)-Homobrassinolid (EP 00 40 517) und für Homobrassi-nolid (EP 00 80 381) wird eine Verkürzung der Kultivierungsperiode und eine damit verbundene Erhöhung des Ertrages und der Fruchtqualität für eine Reihe von Kulturpflanzen, incl. Äpfel, beansprucht. Verstärkende Effekte, z. B. Erhöhung des Zuckergehaltes, Ertragssteigerungen und gleichmäßigere Reife mit modifizierten Homobrassinoliden sind patentiert (DE 32 34 606). Auch ein resistenzverbesserndes Mittel, welches Brassinolid enthält, das gegen Brand an Obstbäumen, hervorgerufen durch Pilze der Gattung Alternaria, wirkt, ist beschrieben (JP 61-76 404).
Synergistische Effekte von Brassinoliden mit Salze von Cholin zur Steigerung der Qualität von Blüten und Früchten von Pflanzen wurden ebenfalls patentiert, wonach im Falle von Obst, incl. Äpfel, die Größe, der Zuckergehalt sowie der Frischegrad (Erhaltung der Frische) günstig beeinflußt werden (EP 02 20 514).
Zur Verbesserung der Fruchtqualität und Minderung der Alternanz wird beim Intensivanbau von Kernobst eine chemische Fruchtausdünnung durchgeführt. Als Ausdünnungsmittel werden α-Naphthylessigsäure (NAA) bei Apfel und Birne, Naphthylacetamid (NAAm) und α-Naphthyl-N-methylcarbamat (Carbaryl) bei Apfel angewandt. Neben der Erhöhung des Fruchtgewichtes erhielten Zika (Ved. pr. ovoc 12 (1989) und Schmidt et al. (V8/0 Forschungsabschlußbericht 1990, AdL) positive Wirkungen von NAA auf Lagerfähigkeit, Geschmack und Aussehen der Äpfel sowie höhere Blühstsärke im Folgejahr.
Trotz der inzwischen 50 Jahre umfassenden Erfahrung mit der chemischen Fruchtausdünnung wurde bisher kein vollständig zufriedenstellendes Verfahren gefunden (Schumacher, Die Fruchtbarkeit der Obstgehölze, Verlag Ulmer 1989). So sind besonders NAA und NAAm inihrer Wirkung stark witterungsabhängig und damit unsicher (Vogl, Rhein. Monatszeitschrift 76, 145 (1988), Jones et al., J. Hort. Sci. 63, 27 (1988)). Dazu kommen sortenspezifische Wirkungen, die bei Vertretern der Delicious-Gruppe bis zu Kleinfrüchtigkeit reichen können (Basak, Fruit Sci. Rep. 15, 168 (1988), Lehmann et al., Hort. Sci. 22, 214 (1987), Link, Obstbau 9, 222 (1984)). Carbaryl erhöht zuverlässig die Fruchtgröße, wird aber wegen seiner Wirkung auf Nützlinge im integrierten Obstbau zunehmend abgelehnt (Meli et al., Schweiz. Zeitschr. Obst und Weinbau 126, 67 (1990)). Bei empfindlichen Sorten kann es die Berostung verstärken (Vogl, Gartenbau 33, 371 (1985), Link, Erwerbsobstbau 13, 145 (1971)).
Die Anwendung einer Kombination von Brassinosteroiden mit Auxinen zur Ausdünnung und zusätzlichen Erhöhung des Fruchtgewichtes im Apfelanbau bei gleichzeitiger Verbesserung der Glattschaligkeit und zur Erhöhung der Zellzahl und des Zellvolumens sowie zur Blühstimulierung für das Folgejahr ist bisher nicht bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Qualität von Kernobst zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Mittel auf die Kernobstbäume appliziert wird, das mindestens ein Brassinosteroid der allgemeinen Formel 1 in Mischung mit mindestens einem natürlichen oder synthetischen Auxin enthält. In der allgemeinen Formel 1 bedeuten R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, der bis zu 8 Kohlenstoffatome enthält, eine vicinale Glycolgruppierung trägt und eine C-C-Doppelbindung aufweisen kann. Es handelt sich bei den Wirkstoffen der allgemeinen Formel 1 um natürliche oder synthetische Verbindungen. Beispiele für erfindungsgemäß geeignete Brassinosteroide sind 24-Epibrassinolid, (22S, 23S)-Homobrassinolid und Tris-epibrassinolid, ein Beispiel für ein geeignetes Brassinosteroidgemisch 24-Epibrassinolid/Trisepibrassinolid. Als Auxin wird insbesondere α-Naphthylessigsäure eingesetzt.
In dem erfindungsgemäßen Mittel sind im allgemeinen außer den Wirkstoffen übliche Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, wie flüssige oder feste Streck- oder Verdünnungsmittel und/oder oberflächenaktive Stoffe. Wesentlich für die Erzielung der Wirkung ist, daß die Wirkstoffe in einem günstigen Verhältnis gemischt und mit Dispergier- oder Trägerstoffen kombiniert werden, um eine optimale Aufnahme durch die Obstbäume zu gewährleisten. Als zweckmäßig hat sich ein Verhältnis Brassinosteroid : Auxin von ca. 1 : 10 erwiesen.
Die oben genannten Wirkstoffe können auch mit anderen Wachstumsregulatoren und/oder Phytohormonen, Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln formuliert sein oder gemeinsam mit solchen Stoffen appliziert werden.
Das erfindungsgemäße Mittel wird durch Vermischen der Brassinosteroide und Auxine mit den Zusätzen hergestellt und liegt dann als Lösung, Emulsion, Suspension, Pulver, Granulat oder Tablette vor.
Die Wirkstoffe werden in Form ihrer Formulierungen bzw. der daraus bereiteten Applikationsformen in üblicher Weise angewendet, z. B. durch Verspritzen oder Versprühen. Geeignete Applikationsformen sind beispielsweise wäßrige Lösungen, durch übliche Dispergiermittel stabilisierte Suspensionen oder Emulsionen sowie Spritz- oder Bestäubungsmittel.
Das erfindungsgemäße Mittel wird auf die oberirdischen Teile von Kernobstbäumen, insbesondere von Apfel oder Birne, im Blühzeitrum oder danach, bis zu einem Fruchtdurchmesser der physiologisch bevorzugten Mittelfrucht von 30 mm, appliziert.
Die erforderliche Aufwandmenge an Wirkstoff hängt von den eingesetzten Brassinosteroiden und Auxinen und vom Kronenvolumen der Bäume ab. Im allgemeinen werden 0,01 bis 20 g/ha Brassinosteroid angewandt. Bei der Applikation von Lösungen liegt die Aufwandmenge in der Größenordnung von 2 l/Baum. Vorteilhaft sind die geringen Konzentrationen, die für einen erfolgreichen Einsatz des erfindungsgemäßen Mittels benötigt werden. Sie liegen im Bereich von ca. 10 ppm Auxin und ca. 1 ppm Brassinosteroid.
Die Anwendung von α-Naphthylessigsäure allein, wie sie standardgemäß zur Fruchtausdünnung bei Kernobst eingesetzt wird, reduziert den Anteil sehr kleiner Früchte durch Fruchtausdünnung, ohne jedoch ausreichend viele Früchte zu erbringen, die eine marktfähige Größe haben. Beispielsweise führt bei den weltweit verbreiteten Vertretern der Delicious-Gruppe die Anwendung von NAA allein nicht zu ausreichend vielen Früchten, die <70 mm sind (Schwellengröße für Qualitätsobst).
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Mittels erbringt gegenüber α-Naphthylessigsäure neben der Fruchtausdünnung zusätzlich eine wesentliche Qualitätsverbesserung der Früchte. Das betrifft insbesondere die Beeinflussung der Fruchtgröße zugunsten marktfähiger Größenklassen, die Erhöhung der inneren Fruchtqualität durch Erhöhung der Zellzahl und des Zellvolumens der Früchte, wodurch vor allem die Lagerfähigkeit verbessert wird, und die Erhöhung der äußeren Fruchtqualität durch Verbesserung der Glattschaligkeit, insbesondere durch Verminderung des Berostungsgrades. Die üblichen zusätzlichen Spritzungen zur Schalenglättung, z. B. mit Gibberellin enthaltenden Mitteln, sind dadurch nicht mehr erforderlich. Gleichzeitig wird mit dem erfindungsgemäßen Mittel eine Blühstimulierung für das Folgejahr erreicht.
Bereits mit 24-Epibrassinolid allein erreicht man eine günstigere Beeinflussung der Fruchtgröße als bei der Behandlung mit NAA, obwohl keine Ausdünnungswirkung erzielt wird. Die Fruchtgrößenverteilung ist jedoch noch unbefriedigend, beispielsweise bei Golden Delicious in den Klassen <70 mm. Bei Einsatz von24-Epibrassinolid und NAA stieg der Anteil an Äpfeln mit einem Durchmesser <70 mm von 3 kg auf 14 kg pro Baum, wobei sich der Berostungsgrad auf 8% der Fläche gegenüber 42% bei der Kontrolle verringerte. Bei Einsatz von (22S, 23S)-Homobrassinolid und NAA lag die Fruchtmasse pro Apfel um 11 g über der bei alleinigem Einsatz von NAA und um 17 g über der Fruchtmasse der Kontrolle. Dabei traten nach der Behandlung mit dem erfindungsgemäßen Mittel keine Früchte kleiner als 50 mm auf. In den Größenklassen über 70 mm trat eine deutliche Verbesserung (20% gegenüber 11%) auf. Das war mit keinem der beiden Wirkstoffe allein zu erreichen. Im Folgejahr lag die Blühstärke 1,4 Noten über der Kontrolle und 0,6 Noten über NAA (Bonitur 1-9, 1 keine Blüten).
Die durch die Kombination von Brassinosteroid und Auxin in dem erfindungsgemäße Mittel erzielten Wirkungen waren überraschend, weil es sich dabei nicht nur um eine kumulative Wirkung handelt.
Durch die Kombination der positiven Effekte wird ein Synergismus herbeigeführt.
Da Brassinosteroide in der Natur weit verbreitet sind und von Mensch und Tier mit Nahrung pflanzlicher Herkunft aufgenommen werden, sind die physiologisch unbedenklich. Außerdem sind sie leicht und vollständig abbaubar. Dadurch sowie durch die geringen Aufwandmengen ist das erfindungsgemäße Mittel umweltschonend und für den integrierten Pflanzenschutz geeignet.
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1 Golden Delicious auf Unterlage M9 Behandlung mit 24-Epibrassinolid/NAA
Die Behandlung erfolgte 1990 je Behandlungsvariante an 5 Bäumen der Sorte Golden Delicious/M9 im Vollertragsstadium am Standort Krögis, Kreis Meißen, in einem Produktionsbetrieb. Zur Vollblüte wurden 20 Bäume mit hoher Blühstärke ausgewählt und markiert. Bei mittleren Fruchtdurchmessern von 8 mm wurde die verbleibende Anzahl Früchte pro Fruchtstand erfaßt. Aufgrund der hohen Blühstärke und der verbleibenden 4 Früchte je Fruchtstand war für alle 20 Bäume die Notwendigkeit der Fruchtausdünnung gegeben. Die Bäume waren vergleichbar. Es wurde eine Lösung von α-Naphthylessigsäure (10 ppm) und 24-Epibrassinolid (1 ppm) hergestellt und die Bäume unter Verwendung einer Rückenspritze tropfnaß gespritzt. Dazu waren, entsprechend dem Kronenvolumen der Bäume, etwa 2 l/Baum Spritzbrühe erforderlich. Parallel wurde die Behandlung mit 10 ppm NAA bzw. 1 ppm 24-Epibrassinolid durchgeführt. Die Behandlung erfolgte, als die mittleren Durchmesser der Mittelfrüchte 11-13 mm erreicht hatten. Zur Ernte wurden bestimmt: das mittlere Fruchtgewicht, der Gesamtertrag und der Ertrag an Früchten mit einem Durchmesser <70 mm pro Baum, die Größenklassenverteilung und der Anteil an berosteter Schalenoberfläche. Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist die Größenverteilung bei der Anwendung von NAA+24-Epibrassinolid zugunsten größerer Äpfel verschoben, was sich in einer Ertragssteigerung an Früchten mit einem Durchmesser <70 mm pro Baum von 3 kg bei der Kontrolle auf 14 kg bemerkbar macht. Die berostete Fläche sinkt auf 8% gegenüber 42% bei der Kontrolle.
Beispiel 2 Golden Delicious auf Unterlage M9 Behandlung mit (22S, 23S)-Homobrassinolid/NAA
Die Behandlung erfolgte 1989 an 4 Bäumen der Sorte Golden Delicious im Vollertragsstadium am Standort Dresden-Pillnitz. Zur Vollblüte wurden 12 Bäume mit hoher Blühstärke ausgewählt und markiert. Bei mittleren Fruchtdurchmessern von 8 mm wurde die verbleibende Anzahl Früchte pro Fruchtstand erfaßt. Aufgrund der hohen Blühstärke und der verbleibenden 3 Früchte je Fruchtstand war für alle 12 Bäume die Notwendigkeit der Fruchtausdünnung gegeben. Die Bäume waren vergleichbar. Es wurde eine Lösung von α-Naphthylessigsäure (10 ppm) und (22S, 23S)-Homobrassinolid (1 ppm) hergestellt und die Bäume unter Verwendung einer Rückenspritze tropfnaß gespritzt. Dazu waren entsprechend dem Kronenvolumen der Bäume etwa 2 l/Baum Spritzbrühe erforderlich. Parallel wurde die Behandlung von 4 Bäumen mit 10 ppm NAA durchgeführt. Die Behandlung erfolgte, als die mittleren Durchmesser der Mittelfrüchte 12 mm erreicht hatten.
Bestimmt wurden zur Ernte die Anzahl der Früchte pro Baum, Ertrag (kg pro Baum) und Fruchtmasse der Einzelfrucht (g), Anteil der Früchte in Klassen des Fruchtdurchmessers der Klassenbreite 5 mm ab 45 mm, Anteil berosteter Schalenoberfläche an der Gesamtschale und die Blühstärke im folgenden Frühjahr. Zur Beurteilung der inneren Fruchtqualität wurden die Zellzahlen (ZZ) und das Zellvolumen (ZV) bestimmt (Tabelle 1 und 2).
Tabelle 1
Tabelle 2

Claims (23)

1. Mittel zur Qulitätsverbesserung von Kernobst, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Brassinosteroid der allgemeinen Formel 1, wobei R für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest steht, der bis zu 8 Kohlenstoffatome enthält, eine vicinale Glycolgruppierung trägt und eine C-C-Doppelbindung enthalten kann, und mindestens ein natürliches oder synthetisches Auxin enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Brassinosteroid der allgemeinen Formel 1, wobei R für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest steht, der bis zu 8 Kohlenstoffatome enthält, eine vicinale Glycolgruppierung trägt und eine C-C-Doppelbindung enthalten kann und mindestens ein natürliches oder synthetisches Auxin neben üblichen Hilfs- und Zusatzstoffen enthält.
3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es flüssige oder feste Streck- oder Verdünnungsmittel und/oder oberflächenaktive Stoffe enthält.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Brassinosteroide und Auxine in Kombination mit anderen Wachstumsregulatoren und/oder Phytohormonen, Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln formuliert bzw. gemeinsam mit solchen Stoffen appliziert.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis Brassinosteroid : Auxin ca. 1 : 10 beträgt.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Brassinosteroid 24-Epibrassinolid verwendet.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Brassinosteroid (22S, 23S)-Homobrassinolid verwendet.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Brassinosteroid Tris-epibrassinolid verwendet.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch von Brassinosteroiden verwendet.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch von Brassinosteroiden, bestehend aus 24-Epibrassinolid und Tris-epibrassinolid, verwendet.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß man als Auxin α-Naphthylessigsäure verwendet.
12. Verfahren zur Herstellung des Mittels nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß man die Brassinosteroide und Auxine mit den Zusätzen vermischt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel als Lösung, Emulsion, Suspension, Pulver, Granulat oder Tablette formuliert.
14. Verwendung des Mittels nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß man es zur Erhöhung des Anteils größerer Früchte bei gleichzeitiger Verringerung des Berostungsgrades und, damit verbunden, verbesserter Glattschaligkeit einsetzt.
15. Verwendung des Mittels nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß man es zur Erhöhung der Zellzahl sowie des Zellvolumens der Früchte und dadurch zu einer Verbesserung ihrer Lagerfähigkeit einsetzt.
16. Verwendung des Mittels nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß man es zur Erzielung einer Blühstimulierung für das Folgejahr einsetzt.
17. Verwendung nach einem der Ansprüche 14-16, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 bei Apfel einsetzt.
18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 bei Golden Delicious einsetzt.
19. Verwendung nach einem der Ansprüche 14-16, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 bei Birne einsetzt.
20. Verfahren zur Qualitätsverbesserung von Kernobst und/oder zur Blühstimulierung für das Folgejahr, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 nach oder während der Blüte auf die oberirdischen Pflanzenteile appliziert.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß man die Applikation spätestens durchführt, wenn der Fruchtdurchmesser der physiologisch bevorzugten Mittelfrucht 30 mm beträgt.
22. Verfahren nch Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 als wäßrige Lösung, Suspension, Emulsion, Spritz- oder Bestäubungsmittel einsetzt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 20-22, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mittel nach einem der Ansprüche 1-11 in Aufwandmengen von 0,01 bis 20 g/ha Brassinosteroid appliziert.
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