DE4037893A1 - Hochspannungsleitung zur zufuehrung von hochspannungsimpulsen zu einer im wesentlichen induktiven last - Google Patents
Hochspannungsleitung zur zufuehrung von hochspannungsimpulsen zu einer im wesentlichen induktiven lastInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hochspannungsleitung zur Zuführung
von Hochspannungsimpulsen zu einer im wesentlichen induktiven
Last, beispielsweise zu einem eine elektrische Spule enthalten
den akustischen Druckimpulsgenerator.
Eine derartige Hochspannungsleitung, die der Verbindung eines
elektrodynamischen Druckimpulsgenerators, wie er beispielsweise
in der US-PS 46 74 505 beschrieben ist, mit einem Hochspan
nungs-Impulsgenerator dient, ist in der EP-A-02 52 397 be
schrieben. Bei der bekannten Hochspannungsleitung tritt das
Problem auf, daß dem eigentlichen Hochspannungsimpuls höher
frequente Störungen überlagert sind, die durch Reflexionen am
Leitungsanfang und Leitungsende der Hochspannungsleitung be
dingt sind. Dabei treten am Leitungsende Überspannungen auf,
die kurzzeitig auf den doppelten Wert der Spitzenspannung des
Hochspannungsimpulses ansteigen. Dies belastet die Isolations
strecken der Hochspannungsleitung und des Druckimpulsgenerators
sehr stark, so daß die Gefahr besteht, daß insbesondere der
Druckimpulsgenerator infolge von elektrischen Spannungsüber
schlägen vorzeitig ausfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hochspannungs
leitung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Lebensdauer insbesondere der Last aber auch der Hochspannungs
leitung beeinträchtigende Überspannungen weitgehend vermieden
sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Hochspannungs
leitung zur Zuführung von Hochspannungsimpulsen zu einer im
wesentlichen induktiven Last gelöst, welche am Leitungsanfang
ein zu Beginn des jeweiligen Hochspannungsimpulses für eine
wenigstens der Laufzeit des Hochspannungsimpulses von dem Lei
tungsanfang zu dem Leitungsende und zurück entsprechende Zeit
dauer und/oder am Leitungsende ein zu Beginn des jeweiligen
Hochspannungsimpulses für eine wenigstens der Laufzeit des
Hochspannungsimpulses von dem Leitungsanfang zu dem Leitungs
ende entsprechende Zeitdauer zwischen Hin- und Rückleiter ge
schaltetes, zumindest ein Bauelement enthaltendes Netzwerk auf
weist, dessen Impedanz für die Grundfrequenz der Hochspannungs
impulse wesentlich übersteigende Frequenzen wenigstens an
nähernd dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung ent
spricht. Es wird also deutlich, daß zumindest zu demjenigen
Zeitpunkt, zu dem die Gefahr des Entstehens von Leitungs
reflexionen besteht, die Hochspannungsleitung wenigstens ent
weder am Leitungsanfang oder am Leitungsende mit einer an den
Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung angepaßten Impedanz
abgeschlossen ist, so daß Reflexionen mit nennenswerten Ampli
tuden am Leitungsanfang bzw. am Leitungsende nicht auftreten
können. An sich ist es nicht notwendig, daß die Netzwerke auch
über die genannte Dauer hinaus wirksam sind, da dann keine
schädlichen Überlagerungen der bis dahin stark gedämpften
Leitungsreflexionen mit dem Hochspannungsimpuls zu Überspan
nungen auftreten können. Allerdings ist es zweckmäßig, wenn
wenigstens eines der Netzwerke ständig wirksam ist, da dann
sichergestellt ist, daß auch während des Ausschwingens des
durch die Induktivität der Last und zumindest die Leitungs
kapazität der Hochspannungsleitung gebildeten Schwingkreises
keine Leitungsreflexionen nennenswerten Umfanges auftreten
können.
Ein ständig wirksames Netzwerk kann gemäß einer besonders be
vorzugten Variante der Erfindung dadurch realisiert werden, daß
am Leitungsende als Netzwerk ein RC-Glied vorgesehen ist, des
sen Widerstand einen Widerstands wert aufweist, der wenigstens
im wesentlichen dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung
entspricht. Diejenige Frequenz, ab der das Netzwerk im Sinne
einer impedanzmäßigen Anpassung wirksam ist, kann dann durch
Wahl des Kapazitätswertes des in dem RC-Glied enthaltenen Kon
densators festgelegt werden.
Für den Fall, daß die Hochspannungsleitung zur Verbindung der
Last mit einem einen über einen Hochspannungsschalter entlad
baren Hochspannungskondensator aufweisenden Hochspannungs-Im
pulsgenerator vorgesehen ist, ist nach einer Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, daß am Leitungsanfang in Serie zu dem
Hochspannungskondensator und dem Hochspannungsschalter eine
Drossel geschaltet ist, wobei die Drossel derart ausgelegt ist,
daß die Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses wesentlich
übersteigende Frequenzen im Vergleich zu der Grundfrequenz
dämpft. Hierdurch wird erreicht, daß die beim Schalten des
Hochspannungsschalters erzeugten hochfrequenten Signalanteile
gedämpft werden. Besonders zweckmäßig ist es, wenn gemäß einer
Variante der Erfindung die Drossel als Sättigungsdrossel ausge
bildet ist, die derart ausgelegt ist, daß sie während des Hoch
spannungsimpulses in Sättigung geht. Dabei soll unter einer
Sättigungsdrossel eine Drossel mit einem geschlossenen Kern aus
geeignetem magnetisierbarem Material verstanden werden. Beson
ders geeignet sich solche Kernmaterialien, die für die Grund
frequenz des Hochspannungsimpulses wesentlich übersteigende
Frequenzen Ummagnetisierungsverluste aufweisen, die höher als
die Ummagnetisierungsverluste bei der Grundfrequenz des Hoch
spannungsimpulses sind. Die Induktivität von Sättigungsdrosseln
steigt bekanntermaßen ausgehend von der sogenannten Klein
signal-Induktivität mit zunehmendem Strom relativ schnell auf
einen Höchstwert und nimmt dann bei weiter zunehmendem Strom
infolge der Sättigung des Eisenkernes allmählich bis auf einen
kleinen Bruchteil des Höchstwertes ab. Dabei ist es zweckmäßig,
die Sättigungsdrossel so auszulegen, daß sie während des Hoch
spannungsimpulses kurz nach dem Betätigen des Hochspannungs
schalters in Sättigung geht.
Unter die Grundfrequenz der Hochspannungsimpulse wesentlich
übersteigenden Frequenzen sollen übrigens solche Frequenzen
verstanden werden, die zum einen größer als die Grundfrequenz
sind und denen zum anderen eine Periodendauer entspricht, die
kleiner als die vierfache Signallaufzeit zwischen Anfang und
Ende der Hochspannungsleitung ist, wobei unter der Grundfre
quenz des Hochspannungsimpulses für den Fall, daß es sich bei
dem Hochspannungsimpuls nicht um ein sinus- oder cosinusförmi
ges Signal, sondern ein Signalgemisch von Sinus- bzw. Cosinus-
Signalen unterschiedlicher Frequenz und/oder Phasenlage und/
oder Amplitude handelt, diejenige Frequenz verstanden werden
soll, die der niedrigsten in dem den Hochspannungsimpuls bil
denden Signalgemisch enthaltenen Frequenz entspricht. Unter
einer dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung wenigstens
annähernd entsprechenden Impedanz soll eine Impedanz verstanden
werden, die von dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung
um höchstens 30% abweicht.
Die Erfindung ist in den beigefügten Zeichnungen am Beispiel
ihrer bevorzugten Verwendung, nämlich zur Verbindung eines zur
Erzeugung akustischer Druckimpulse dienenden, eine elektrische
Spule enthaltenden Druckimpulsgenerators mit einem ihn antrei
benden Hochspannungs-Impulsgenerator, verdeutlicht. Es zeigen:
Fig. 1 in grob schematischer Darstellung eine der Verbindung
eines Hochspannungs-Impulsgenerators mit einem akusti
schen Druckimpulsgenerator dienende erfindungsgemäße
Hochspannungsleitung,
Fig. 2 in Form eines Diagramms den zeitlichen Verlauf der Span
nung am Ausgang einer herkömmlichen Hochspannungslei
tung,
Fig. 3 mit gedehntem Zeitmaßstab die Störung S gemäß Fig. 2,
und
Fig. 4 in Form eines Diagramms den zeitlichen Verlauf der Span
nung am Leitungsende der erfindungsgemäßen Hochspan
nungsleitung.
In der Fig. 1 ist ein elektrischer Hochspannungs-Impulsgenera
tor 1 dargestellt, der mit einem akustischen Druckimpulsgene
rator 2 mittels einer elektrischen Hochspannungsleitung 3 ver
bunden ist. Der Druckimpulsgenerator 2 ist dabei in an sich be
kannter Weise als elektromagnetischer Druckimpulsgenerator aus
geführt. Er weist als wesentliche Komponenten eine schematisch
dargestellte Primärspule 4 und eine nicht dargestellte Sekun
därmembran auf, wobei die Sekundärmembran bei Beaufschlagung
der Primärspule 4 mit Hochspannungsimpulsen hoher Stromstärke
stoßartig angetrieben wird und Druckimpulse in ein an die
Sekundärmembran angrenzendes, nicht dargestelltes akustisches
Ausbreitungsmedium einleitet. Ein Druckimpulsgenerator dieser
Art ist in der US-PS 46 74 505, deren Inhalt Bestandteil der
Offenbarung der vorliegenden Anmeldung sein soll, näher be
schrieben.
Die zur Erzeugung von Druckimpulsen erforderlichen Hochspan
nungsimpulse werden mittels des Hochspannungs-Impulsgenerators
1 erzeugt, der einen Hochspannungskondensator 5, eine zur Auf
ladung des Hochspannungskondensators 5 auf Hochspannung dienen
de Ladestromquelle 6 und als Hochspannungsschalter eine Funken
strecke 7 aufweist. Letztere weist eine Hilfselektrode 8 auf,
welche an ein Auslösegerät 9 angeschlossen ist, mit dem eine
Einzelauslösung von Stoßwellen, eine periodische Folge von
Auslösungen oder auch eine herz- und/oder atemgetriggerte Aus
lösung von Stoßwellen in an sich bekannter Weise möglich sind.
Die Hochspannungsleitung 3 weist ein Triaxialkabel 10 auf, das
einen von zwei konzentrisch angeordneten Außenleitern 11, 12
koaxial umgebenen Innenleiter 13 enthält. Dabei verbindet der
Innenleiter 13 den einen Anschluß des Hochspannungskondensators
5 mit dem einen Anschluß der Primärspule 4 als Hinleiter. Der
andere Anschluß der Primärspule 4 ist über den zwischen dem
Außenleiter 12 und dem Innenleiter 13 befindlichen Außenleiter
11 als Rückleiter mit der einen Elektrode der Funkenstrecke 7
verbunden. Deren andere Elektrode ist unter Zwischenschaltung
einer einen Kern K aus magnetisierbarem Material aufweisenden
Sättigungsdrossel L mit dem anderen Anschluß des Hochspannungs
kondensators 5 verbunden, an den auch die Ladestromquelle 6 an
geschlossen ist. Der Außenleiter 12 ist beidseitig, also sowohl
beim Hochspannungs-Impulsgenerator 1 als auch beim Druckimpuls
generator 2, mit Masse verbunden, wobei auch die Gehäuse des
Hochspannungs-Impulsgenerators 1 und des Druckimpulsgenerators
2 auf Erdpotential liegen. Parallel zu der Primärspule 4 ist
ein RC-Glied R, C zwischen Hin- und Rückleiter, also zwischen
den Innenleiter 13 und den Außenleiter 11, geschaltet. Der
Hochspannungskondensator 5, die Ladestromquelle 6 und die Fun
kenstrecke 7 sind also in einer solchen Weise miteinander ver
bunden, daß sich der Hochspannungskondensator 5 bei Zündung der
Funkenstrecke 7 unter Abgabe eines Hochspannungsimpulses über
die Hochspannungsleitung 3 in die Primärspule 4 des Druckim
pulsgenerators 2 entlädt und anschließend eine erneute Auf
ladung des Hochspannungskondensators 5 mittels der Ladestrom
quelle 6 erfolgt.
Durch die beschriebene Anordnung, die mit Ausnahme der Sätti
gungsdrossel L und des RC-Gliedes R, C aus der EP-A-02 52 397
bekannt ist, wird der Vorteil erreicht, daß durch den Außen
leiter 12 eine potentialfreie Abschirmung vorhanden ist, die
gleichzeitig die Masseverbindung zwischen dem Hochspannungs-Im
pulsgenerator 1 und dem Druckimpulsgenerator 2 herstellt. Dabei
ist wesentlich, daß der die Masseverbindung herstellende Außen
leiter 12 nicht stromdurchflossen ist - Rückleiter ist der
Außenleiter 11 - und somit nennenswerte Potentialunterschiede
zwischen den Enden des Außenleiters 12 und damit zwischen dem
Gehäuse des Hochspannungs-Impulsgenerators 1 und dem des Druck
impulsgenerators 2 nicht auftreten.
Bei dem Triaxialkabel 10 handelt es sich übrigens um ein Kabel,
dessen Innenleiter 13 einen Isolierstoffkern 14 koaxial umgibt.
Bei dem Innenleiter 13 handelt es sich also nicht um einen
Draht oder eine normale Litze. Vielmehr ist der Innenleiter 13
ebenso wie die Außenleiter 11 und 12 als Leiter mit insgesamt
kreisförmigem Querschnitt ausgeführt. Der Innenleiter 13 und
die Außenleiter 11, 12 können beispielsweise als Drahtgeflecht
ausgeführt sein, so wie dies in Fig. 1 angedeutet ist. Zwischen
dem Innenleiter 13 und dem Außenleiter 11 ist eine Isolier
stoffschicht 15 vorgesehen. In entsprechender Weise ist zwi
schen den Außenleitern 11 und 12 eine weitere Isolierstoff
schicht 16 vorhanden. Der Außenleiter 12 ist von einer Außen
isolierung 17 umgeben.
Bei der Hochspannungsleitung gemäß der EP-A-02 52 397, die
weder das RC-Glied R, C noch die Sättigungsdrossel L aufweist,
ergibt sich für eine Ladespannung -U des Hochspannungskonden
sators 5 am Leitungsende der Hochspannungsleitung, d. h. über
den Anschlüssen der Primärspule 4 der in Fig. 2 in durchge
zogenen Linien dargestellte Verlauf der Spannung U über der
Zeit t. Demnach ist dem Hochspannungsimpuls der Länge Ti, der
zum Zeitpunkt tz durch Zünden der Funkenstrecke 7 ausgelöst
wird und der unter idealen Verhältnissen den in Fig. 2 punk
tiert angedeuteten Verlauf hätte, eine Störung S überlagert.
Bei der Störung handelt es sich um eine vergleichsweise hoch
frequente gedämpfte Schwingung, deren Periodendauer Ts wesent
lich geringer als die Dauer Ti des Hochspannungsimpulses I ist.
Die Störung S, deren Periodendauer Ts von der Länge der Hoch
spannungsleitung 3 abhängt, kommt durch Reflexionen am Lei
tungsende und am Leitungsanfang der Hochspannungsleitung 3 zu
stande. Diese Reflexionen treten auf, weil weder die Primär
spule 4, die für hohe Frequenzen eine vergleichsweise hohe Im
pedanz aufweist, noch der Hochspannungskondensator 5 und die
Funkenstrecke 7, diese weisen für hohe Frequenzen eine ver
gleichsweise geringe Impedanz auf, im Hinblick auf den Wellen
widerstand der Hochspannungsleitung 3 einen impedanzmäßig
wenigstens im wesentlichen korrekt angepaßten Abschluß des Lei
tungsendes und des Leitungsanfangs der Hochspannungsleitung 3
darstellen. Da die Störung S wie erwähnt durch Reflexion des
Hochspannungsimpulses I der Spannung -U zustandekommt, treten
am Anfang der Störung S durch Überlagerung des Impulses I mit
der Störung S Überspannungen auf, deren Spitzenwert -2U, also
das Doppelte der Spannung -U des Hochspannungsimpulses I, be
tragen kann. Infolge der durch die Störung S bedingten Über
spannung werden die Isolationsstrecken der Hochspannungsleitung
3 und des Druckimpulsgenerators 2 sehr stark belastet, so daß
die Gefahr besteht, daß diese infolge von Spannungsüberschlägen
vorzeitig ausfallen. Im Anschluß an den Impuls I mit überlager
ter Störung S tritt ein Ausschwingvorgang A mit der Perioden
dauer Ta auf. Die Frequenz des Ausschwingvorganges A ist gleich
der Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses I, die durch den
Induktivitätswert der Primärspule 4 und den Kapazitätswert des
Hochspannungskondensators 5 bestimmt ist. Es wird somit deut
lich, daß es sich bei der durch den Hochspannungsimpuls I und
den Ausschwingvorgang A gebildeten ungestörten Signalform
um eine stark gedämpfte Cosinusschwingung handelt, wobei die
Impulsdauer T des Hochspannungsimpulses I gleich einem Viertel
der Periodendauer Ta ist.
Im Falle der Erfindung ist das am Leitungsende der Hochspan
nungsleitung 3 ständig zwischen den Hin- und den Rückleiter 13
und 11 geschaltete, durch das RC-Glied R, C gebildete Netzwerk
derart dimensioniert, daß für Frequenzen, die im wesentlichen
der Periodendauer Ts der Störung S entsprechen, eine Impedanz
vorliegt, die wenigstens im wesentlichen dem Wellenwiderstand
der Hochspannungsleitung 3 entspricht. Dies kann beispielsweise
geschehen, indem der Widerstand R einen Widerstandswert auf
weist, der wenigstens im wesentlichen dem Wellenwiderstand der
Hochspannungsleitung 3 entspricht, und der Kapazitätswert des
Kondensators C so gewählt ist, daß er für die Periodendauer Ts
der Störung S entsprechende Frequenzen keine nennenswerte Impe
danz und für die der Impulsdauer Ti entsprechende Frequenz also
die Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses I, eine im Ver
gleich zum Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung hohe Im
pedanz aufweist. Am Leitungsanfang ist während der Impulsdauer
Ti zwischen Hin- und Rückleiter 13 und 11 der Hochspannungslei
tung 3 ein durch die Funkenstrecke 7, die Sättigungsdrossel L
und den Hochspannungskondensator 5 gebildetes Netzwerk wirksam.
Dabei ist die Kleinsignal-Induktivität der Sättigungsdrossel L
derart gewählt, daß sie ungefähr der induktiven Komponente der
Impedanz der Primärspule 4 entspricht. Außerdem ist die Sätti
gungsdrossel L derart ausgelegt, daß sie während wenigstens ca.
90% der gesamten Impulsdauer Ti des Hochspannungsimpulses I im
Zustände der Sättigung ist.
Im Falle der erfindungsgemäßen Hochspannungsleitung ist also am
Leitungsende für die Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses I
wesentlich übersteigende Frequenzen ständig ein impedanzmäßig
an den Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung 3 korrekt an
gepaßter Abschluß vorhanden. Zusätzlich werden am Leitungsan
fang mittels der Sättigungsdrossel L die Grundfrequenz des
Hochspannungsimpulses I wesentlich übersteigende Frequenzen
gedämpft. Dies wirkt sich in der in Fig. 3 dargestellten Weise
auf den zeitlichen Verlauf der Spannung U am Leitungsende aus.
Demnach ist die Störung S bis auf einen extrem stark bedämpften
Rest S′ praktisch vollständig verschwunden, so daß keine
nennenswerten Überspannungen auftreten.
Obwohl es grundsätzlich möglich ist, sowohl am Leitungsanfang
als auch am Leitungsende für einen impedanzmäßig angepaßten Ab
schluß zu sorgen, lassen sich in der Regel gute Erfolge erzie
len, wenn ein impedanzmäßig angepaßter Abschluß in nicht dar
gestellter Weise nur am Leitungsanfang oder wie beschrieben nur
am Leitungsende vorhanden ist.
Im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispieles weist die
Hochspannungsleitung 3 ein Triaxialkabel 10 auf. Es können je
doch auch beliebig anders aufgebaute Hochspannungskabel Ver
wendung finden.
Die Erfindung wird vorstehend nur am Beispiel einer einen Hoch
spannungs-Impulsgenerator mit einem eine elektrische Spule ent
haltenden akustischen Druckimpulsgenerator verbindenden Hoch
spannungsleitung beschrieben; sie kann aber überall dort Ver
wendung finden, wo Hochspannungsimpulse einer induktiven Last
zugeführt werden müssen.
Claims (7)
1. Hochspannungsleitung (3) zur Zuführung von Hochspannungs
impulsen (I) zu einer im wesentlichen induktiven Last (4), wo
bei am Leitungsanfang ein zu Beginn des jeweiligen Hochspan
nungsimpulses (I) für eine wenigstens der Laufzeit des Hoch
spannungsimpulses (I) von dem Leitungsanfang zu dem Leitungs
ende und zurück entsprechende Zeitdauer, und/oder am Leitungs
ende ein zu Beginn des jeweiligen Hochspannungsimpulses (I) für
eine wenigstens der Laufzeit des Hochspannungsimpulses (I) von
dem Leitungsanfang zu dem Leitungsende entsprechende Zeitdauer
zwischen Hin- und Rückleiter (13, 11) geschaltetes, zumindest
ein Bauelement (R, C) enthaltendes Netzwerk vorgesehen ist,
dessen Impedanz für die Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses
(I) wesentlich übersteigende Frequenzen wenigstens annähernd
dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung (3) entspricht.
2. Hochspannungsleitung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netzwerk (R, C) ständig
zwischen Hin- und Rückleiter geschaltet ist.
3. Hochspannungsleitung nach Anspruch 1 oder 2 da
durch gekennzeichnet, daß am Leitungsende
als Netzwerk ein RC-Glied (R, C) vorgesehen ist, dessen Wider
stand (R) einen Widerstandswert aufweist, der wenigstens im
wesentlichen dem Wellenwiderstand der Hochspannungsleitung (3)
entspricht.
4. Hochspannungsleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wel
che zur Verbindung der Last (4) mit einem einen über einen
Hochspannungsschalter (7) in die Last (4) entladbaren Hochspan
nungskondensator (5) aufweisenden Hochspannungs-Impulsgenerator
(1) vorgesehen ist, dadurch gekennzeich
net, daß am Leitungsanfang in Serie zu dem Hochspannungs
kondensator (5) und dem Hochspannungsschalter (7) eine Drossel
(L) geschaltet ist, wobei die Drossel (L) derart ausgelegt ist,
daß sie die Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses (I) wesent
lich übersteigende Frequenzen dämpft.
5. Hochspannungsleitung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drossel (L) als Sätti
gungsdrossel ausgebildet ist, die derart ausgelegt ist, daß sie
während des überwiegenden Teiles der Dauer (Ti) des Hochspan
nungsimpulses (I) in Sättigung ist.
6. Hochspannungsleitung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drossel (L) einen Kern
(K) aufweist, der aus einem Material gebildet ist, das für die
Grundfrequenz des Hochspannungsimpulses (I) wesentlich über
steigende Frequenzen Ummagnetisierungsverluste aufweist, die
höher sind als die Ummagnetisierungsverluste bei der Grundfre
quenz des Hochspannungsimpulses (I).
7. Hochspannungsleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß als Last
ein eine elektrische Spule (4) enthaltender akustischer Druck
impulsgenerator (2) vorgesehen ist.
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|---|---|---|---|
| DE19904037893 DE4037893A1 (de) | 1990-11-28 | 1990-11-28 | Hochspannungsleitung zur zufuehrung von hochspannungsimpulsen zu einer im wesentlichen induktiven last |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE4037893A1 true DE4037893A1 (de) | 1992-06-04 |
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ID=6419103
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| DE19904037893 Withdrawn DE4037893A1 (de) | 1990-11-28 | 1990-11-28 | Hochspannungsleitung zur zufuehrung von hochspannungsimpulsen zu einer im wesentlichen induktiven last |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4037893A1 (de) |
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