DE4036242A1 - Fluessigkeitsreibungskupplung mit thermischer innenabschaltung - Google Patents
Fluessigkeitsreibungskupplung mit thermischer innenabschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsreibungskupplung,
insbesondere zum Antrieb eines Kühlluftventilators, mit
einer thermischen Innenabschaltung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Aus der DE-C 32 46 783 ist eine Kupplung bekannt, bei der
der Bimetallstreifen zur Innenabschaltung der Kupplung mit
einem Ende auf der Trennwand festliegt und mit dem anderen
Ende am Ventilhebel angreift. Dieser Bimetallstreifen der
Innenabschaltung überlagert dabei die von einer äußeren
Stelleinrichtung auf den Ventilhebel übertragene Steuer
bewegung. Die Stelleinrichtung besteht aus einem in der
Gehäusevorderwand geführten Schaltstift, auf den ein Bi
metall wirkt, welches mittels Haltern auf der Gehäusevorder
wand festgelegt ist.
Zur Einstellung der Zuschalttemperatur der Kupplung wird die
Schaltstiftlänge entsprechend angepaßt. Das Bimetall der
Innenabschaltung bleibt bei dieser Anpassung unberück
sichtigt, so daß der Abschaltpunkt der Innenabschaltung sich
mehr oder weniger zufällig aus der Summe einzelner Toleran
zen ergibt. Ferner ist nachteilig, daß das Innenbimetall die
Öffnungskraft des Ventilhebels überwinden muß, um ein
Schließen des Ventilschließgliedes zu erreichen. Eine ent
sprechend starke Ausbildung des Bimetalls ist daher zwingend
notwendig, wobei eine entsprechende Wärmeenergie erforder
lich ist, ein derartiges Bimetall bis zum Schließen des
Ventilhebels zu verstellen. Die bekannte Innenabschaltung
reagiert daher auch entsprechend träge, so daß sie keinen
ausreichend zuverlässigen Schutz vor Überhitzung des
Arbeitsmediums gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flüssigkeits
reibungskupplung der gattungsgemäßen Art derart weiterzu
bilden, daß die Justage der äußeren Stelleinrichtung zum
Einstellen der Zuschalttemperatur auch eine entsprechende
Anpassung der Abschalttemperatur der Innenabschaltung er
möglicht, um einen in engen Grenzen funktionssicheren Über
hitzungsschutz zu erhalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Da der Bimetallstreifen der Innenabschaltung als Ventil
schließglied am freien Ende des Ventilhebels befestigt ist,
wird bei der Justierung der Stelleinrichtung zum Einstellen
der Zuschalttemperatur zusammen mit dem Ventilhebel auch der
Bimetallstreifen der Innenabschaltung verlagert, so daß auch
die Abschalttemperatur in engen Grenzen festgelegt ist. Die
Lage des Innenbimetalls zum Ventilhebel wird bei der Montage
des Bimetallstreifens auf dem Ventilhebel konstruktiv fest
gelegt und kann daher allein nach der bei der kritischen
Temperatur erforderlichen Durchbiegung bestimmt werden. Da
der Bimetallstreifen der Innenabschaltung nicht gegen den
Ventilhebel arbeiten muß, kann er entsprechend kleiner di
mensioniert werden, was zur Erzielung einer erhöhten An
sprechempfindlichkeit ausgenutzt werden kann. Die erfin
dungsgemäße Innenabschaltung arbeitet feinfühliger und in
einem genaueren Temperaturbereich.
In besonderer Weiterbildung der Erfindung ist der Bimetall
streifen mit einer zwischen seinen beiden Enden liegenden
Befestigungsstelle auf der der Trennwand abgewandten Seite
mit Abstand zu diesem am Ventilhebel befestigt, wobei das
dem Ventilhebel zugewandte Ende des Bimetallstreifens mit
vorgebbarem Abstand zum Ventilhebel liegt und sich bei Er
wärmung des Bimetallstreifens an dem Ventilhebel anlegt. Auf
diese Weise kann die Kennlinie der Durchbiegung über der
Temperatur derart geändert werden, daß sie bei Anliegen des
einen Endes des Bimetallstreifens an dem Ventilhebel steiler
wird und zu einem rascheren Schließen der Ventilöffnung
führt. Hierzu ist insbesondere vorgesehen, die Befestigungs
stelle am freien Ende einer Lasche anzuordnen, welche aus
der Ebene des Bimetallstreifens herausgetrennt ist, wobei
das andere Ende der Lasche mit dem dem Ventilhebel zuge
wandten Ende des Bimetallstreifens verbunden bleibt.
In besonderer Weise ist der das Ende des Ventilhebels über
ragende Abschnitt des Bimetallstreifens kürzer als der
andere, oberhalb des Ventilhebels liegende Abschnitt, so daß
bei gleicher Temperatur der das Ventilschließglied bildende
freie Endabschnitt des Bimetallstreifens eine geringere
Durchbiegung aufweist als der andere Abschnitt. So bleibt
bis zur Anlage des anderen Abschnitts am Ventilhebel die
Wirkung des Ventilschließgliedes aufgrund der geringen
Durchbiegung des freien Endabschnitts des Bimetallstreifens
vernachlässigbar klein, was insbesondere in Zwischen
stellungen des Ventilhebels und unkritischem Anstieg der
Temperatur des Arbeitsmediums für die Regelung von Vorteil
ist. Erst wenn eine Grenztemperatur überschritten ist, bei
der das andere Ende des Bimetallstreifens am Ventilhebel
anliegt, ist die Durchbiegung in Abhängigkeit der Temperatur
deutlich größer, so daß oberhalb der Grenztemperatur ein
rasches Verschließen der Ventilöffnung sichergestellt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren
Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der Aus
führungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäß ausge
bildete Flüssigkeitsreibungskupplung,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch eine Flüssigkeitsreibungs
kupplung anderer Bauart mit durch eine äußere
Stelleinrichtung vollständig geöffneter Ventil
öffnung,
Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 2 mit durch die äußere
Stelleinrichtung vollständig geschlossener Ventil
öffnung,
Fig. 4 eine Darstellung gemäß Fig. 2 mit weitgehend ge
schlossener Ventilöffnung aufgrund Innenabschaltung
der Kupplung bei Übertemperatur der Kupplungs
flüssigkeit,
Fig. 5 eine Ansicht auf den im Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 2 bis 4 verwendeten Ventilhebel,
Fig. 6 eine schematische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Flüssigkeitsreibungskupplung mit Innenabschaltung,
Fig. 7 eine Darstellung gemäß Fig. 6 mit wirksamer Innen
abschaltung,
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung der Durchbiegung f
des Ventilschließgliedes relativ zum Ventilhebel
über der Temperatur T.
Die in Fig. 1 im Schnitt dargestellte Flüssigkeitsreibungs
kupplung besteht aus einer Gehäuserückwand 1, die drehbar
auf einer gleichachsig zur Gehäuseachse 21 liegenden An
triebswelle 10 gelagert ist. Zwischen der Antriebswelle 10
und der Gehäuserückwand 1 ist ein Lager 11 angeordnet, wel
ches im Ausführungsbeispiel ein Wälzlager ist. An der Ge
häuserückwand 1 sind radial abstehende Kühlrippen 2 be
festigt, bevorzugt einteilig mit der Gehäuserückwand aus
geführt. Die Lüfterflügel sind in Fig. 1 nicht dargestellt.
Das Gehäuse der Flüssigkeitsreibungskupplung bildet gleich
zeitig den Abtriebsteil für die Lüfterflügel.
Auf die schalenartig ausgebildete Gehäuserückwand 1 wird
eine Gehäusevorderwand 3 aufgesetzt, wobei die Wände in
ihren Randbereichen 4 miteinander befestigt sind. Zwischen
dem Rand der Vorderwand 3 und dem Rand der Rückwand 1 ist
eine Trennwand 5 gehalten, die den Gehäuseraum in einen von
Vorderwand 3 und Trennwand 5 begrenzten Vorratsraum 6 und
einen von der Trennwand 5 und der Rückwand 1 begrenzten
Arbeitsraum 7 aufteilt. Im Arbeitsraum 7 ist ein scheiben
artiger Läufer 8 angeordnet, der drehfest auf dem in den
Arbeitsraum 7 ragenden Wellenstummel der Antriebswelle 10
befestigt ist. Zwischen dem scheibenartigen Läufer 8 und der
Trennwand 5 ist je ein ringartiger, schmaler Arbeitsspalt 9
gebildet, der - in Achsrichtung der Kupplung gemessen -
einige Zehntel Millimeter breit ist.
Der Vorratsraum 6 und der Arbeitsraum 7 stehen einerseits
über eine radial mit Abstand zum Randbereich 4 angeordnete
Ventilöffnung 12 und andererseits über eine benachbart zum
Randbereich 4 angeordnete Rückflußöffnung 15 miteinander in
Verbindung. Die Rückflußöffnung 15 ist vorteilhaft Teil
einer Pumpeinrichtung 16, welche bei einer Relativbewegung
zwischen dem Gehäuse 1/3 und dem scheibenartigen Läufer 8
das Arbeitsmedium vom Arbeitsraum 7 in den Vorratsraum 6
zurückfördert.
Die Ventilöffnung 12 ist von einem Ventilhebel 13 gesteuert,
an dessen freiem Ende 13a ein Ventilschließglied 14 be
festigt ist. Auf den Ventilhebel wirkt eine Stellein
richtung, die im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem von
einem Bimetall 17 betätigten Schaltstift 18 besteht. Das
Bimetall 17 ist außen an der Vorderwand 3 in Haltern 19
gehalten und der aus einem Wärmetauscher (nicht dargestellt)
austretenden Kühlluft 20 ausgesetzt. Der Schaltstift ist in
der Vorderwand längsverschieblich geführt und liegt mit
seinen Enden einerseits am Bimetall 17 und andererseits am
Ventilhebel 13 an.
Ist die Kühlluft 20 stark erwärmt, biegt sich das Bimetall
17 weiter durch, so daß der in Richtung auf die Vorderwand 1
federbelastete bzw. vorgespannte Ventilhebel 13 in Richtung
auf die Vorderwand 3 zurückschwenken kann und die Ventil
öffnung 12 freigibt. Aus dem Vorratsraum 6 fließt das
flüssige Arbeitsmedium, z. B. Silikonöl, in den Arbeitsraum
7, wodurch dessen Füllstand ansteigt und das im Arbeitsspalt
9 liegende Arbeitsmedium zur Kraftübertragung zwischen dem
Läufer 8 und dem Gehäuse 1/3 wirksam werden kann. Die Kraft
übertragung ist dabei durch die im Arbeitsspalt 9 wirksam
werdenden Scherkräfte der Arbeitsflüssigkeit bestimmt. Die
Drehzahl des Gehäuses 1/3 steigt an, wodurch der Luftdurch
satz durch den Wärmetauscher erhöht wird, hinter dem der aus
Flüssigkeitsreibungskupplung und den Lüfterflügeln gebildete
Kühlventilator angeordnet ist.
Der Temperaturabfall der Kühlluft 20 bedingt eine ent
sprechende verminderte Durchbiegung des Bimetalls 17, so daß
der Schaltstift 18 den Ventilhebel 13 in Richtung auf die
Trennwand 5 bewegt, wodurch die Ventilöffnung 12 langsam ge
schlossen wird. Der Zufluß des Arbeitsmediums aus dem Vor
ratsraum in den Arbeitsraum vermindert sich, wodurch auf
grund des ständigen Rückflusses des Arbeitsmediums über die
Rückflußöffnung 15 die Füllhöhe im Arbeitsraum langsam ab
nimmt und die Drehzahl des Gehäuses 1/3 und somit der
Lüfterflügel 2 zurückgeht.
Abhängig vom Schlupf zwischen dem Läufer 8 und dem Gehäuse
1/3 wird sich das Arbeitsmedium im Arbeitsraum 7 erwärmen,
wobei das erwärmte Arbeitsmedium ständig über die Rück
flußöffnung 15 in den Vorratsraum zurückfließt. Um eine
insbesondere bei verstärkter Schlupfleistung auftretende
Überhitzung des Arbeitsmediums zu vermeiden, was zur
Funktionsunfähigkeit der Kupplung führen könnte, ist im
Vorratsraum eine von der Stelleinrichtung 17/18 unabhängig
wirksame Innenabschaltung vorgesehen. Im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 1 besteht die Innenabschaltung aus
einem Bimetallstreifen 14, der als Ventilschließglied am
freien Ende 13a des Ventilhebels 13 befestigt ist und sich
bei Erwärmung zur Ventilöffnung 12 hin durchbiegt.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Innenabschaltung
ergibt sich anhand des Ausführungsbeispiels einer Flüssig
keitsreibungskupplung gemäß den Fig. 2 bis 4, wobei für
gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet sind. In Ab
weichung zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Schalt
stift 18 auf der Außenseite der Gehäusevorderwand 3 mit
einer mittels eines Spannrings 23 an der Vorderwand 3
festgelegten Dichtmanschette 22 abgedichtet. Das Gehäuse 1/3
der Flüssigkeitsreibungskupplung ist darüber hinaus derart
ausgebildet, daß sich der Wellenstummel der Antriebswelle
bis durch die Vorderwand 3 erstreckt. Der Ventilhebel 13
(Fig. 5) weist daher einen mittleren Ringabschnitt 13b auf,
dessen innere Öffnung 24 den Wellenstummel mit Spiel um
greift. Der Ventilhebel 13 weist einen Befestigungsabschnitt
13c auf, der mittels Nieten 25 (Fig. 1) auf der Trennwand 5
befestigt ist. Das dem Befestigungsabschnitt 13c diametral
gegenüberliegende abgekröpfte Ende 13a trägt das Ventil
schließglied 14 aus einem Bimetallstreifen. Vorzugsweise ist
der Bimetallstreifen 14 an seinem freien Ende 14a kreis
förmig, insbesondere halbkreisförmig abgerundet.
Fig. 2 zeigt die Stellung des Ventilhebels 13 bzw. des
Ventilschließgliedes 14 bei voll zugeschalteter Kupplung.
Kühlt das Bimetall 17 ab (Fig. 3), verschiebt es den Schalt
stift 18 axial in den Vorratsraum 6, wodurch sich das
Ventilschließglied 14 dicht über die Ventilöffnung 12 legt
und diese verschließt. Über die Rückflußöffnung 15 wird der
Arbeitsraum 7 leergepumpt, so daß der Läufer 8 im Arbeits
raum 7 ohne Arbeitsmedium umläuft; das Gehäuse 1/3 erreicht
seine Leerlaufdrehzahl.
Vorteilhaft ist das freie Ende 13a des Ventilhebels 13
derart abgekröpft, daß das freie Ende 13a einen größeren
Abstand von der Trennwand 5 aufweist als der übrige Ventil
hebel 13. Auf diese Weise wird die Möglichkeit geschaffen,
daß der zwischen dem abgekröpften Ende 13a des Ventilhebels
13 und der Trennwand 5 angeordnete Bimetallstreifen 14 in
seiner Ruhelage etwa in einer Ebene mit dem Ventilhebel
liegt (Fig. 2, 3). Der Bimetallstreifen ist vorzugsweise mit
einem Niet 26 am freien Ende 13a des Ventilhebels 13 be
festigt. Die sich durch den Niet 26 ergebende Verdickung des
freien Endes des Ventilhebels wird ohne Verlängerung der
axialen Baulänge des Gehäuses 1/3 dadurch ausgeglichen, daß
einerseits das Ende 13a des Ventilhebels 13 abgekröpft ist
und andererseits die Ventilöffnung 12 in einem in den Vor
ratsraum 6 ragenden erhabenen Bereich der Trennwand 5 ange
ordnet ist. Dieser erhabene Bereich 27 wird vorteilhaft
durch Prägung gebildet; insbesondere kann der erhabene
Bereich 27 gleichzeitig während des Stanzvorgangs zum Ein
bringen der Ventilöffnung 12 ausgeformt werden. Wie Fig. 3
zeigt, wird durch diese Ausbildung erreicht, daß der Niet 26
das vollständige Schließen der Ventilöffnung 12 nicht be
hindert. In Gegenrichtung ist in der Gehäusevorderwand 3
eine Ausnehmung 28 zur Aufnahme des Niets bei vollständiger
Öffnung des Ventils 12 (Fig. 2) vorgesehen.
Bei mittleren Drehzahlen bedingt der auftretende Schlupf
zwischen dem Läufer 8 und dem Gehäuse 1/3 eine Erwärmung des
Arbeitsmediums im Arbeitsraum 7. Da eine ständige Zirku
lation des Arbeitsmediums über die Rückflußöffnung 15 bzw.
die Ventilöffnung 12 gegeben ist, stellt sich die im
Arbeitsraum 7 herrschende Temperatur auch im Vorratsraum 6
ein. Die Temperatur wirkt auf das aus dem Bimetallstreifen
gebildete Ventilschließglied 14 derart, daß es sich bei
steigender Temperatur in Richtung auf die Ventilöffnung 12
wölbt. Bei einer vorgebbaren Grenztemperatur liegt schließ
lich das Ventilschließglied weitgehend an der Ventilöffnung
12 an (Fig. 4), wodurch der Zufluß an Arbeitsmedium in den
Arbeitsraum auf ein Minimum reduziert wird. Dieses Minimum
liegt unter der durch die Rückflußöffnung 15 zurückgeführten
Menge an Arbeitsmedium, so daß sich der Arbeitsraum 7 leert
und die Drehzahl des Gehäuses 1/3 auf die Leerlaufdrehzahl
abfällt. Diese Innenabschaltung der Flüssigkeitsreibungs
kupplung stellt eine wirksame Maßnahme gegen eine schädi
gende Überhitzung des Arbeitsmediums dar. Erst wenn die
Temperatur des Arbeitsmediums unter den kritischen Wert
gefallen ist, stellt sich der Bimetallstreifen 14 zurück,
wodurch die Ventilöffnung 12 wieder entsprechend der Lage
des Ventilhebels 13 geöffnet und die Drehzahl der Kupplung
wieder ansteigt.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 ist die Zu
stellbewegung des Bimetallstreifens 14 über den gesamten
Temperaturbereich der Temperaturänderung gleich pro
portional. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 9 ist
durch konstruktive Maßnahmen eine Zustellbewegung des
Ventilschließgliedes erreicht, welche nach Überschreiten
einer Grenztemperatur T1 beschleunigt ist. Der Bimetall
streifen 14′ ist mit einer zwischen seinen beiden Enden 14a
und 14b liegenden Befestigungsstelle 29 auf der der Trenn
wand 5 abgewandten Seite am abgekröpften Ende 13a des
Ventilhebels 13 festgelegt. Das in Längsrichtung des Ventil
hebels 13 über das abgekröpfte Ende 13a herausstehende Ende
14a des Bimetallstreifens 14′ bildet das Ventilschließglied
für die Ventilöffnung 12. Es ist über seitliche Stege 140
mit dem anderen Ende 14b verbunden, wobei das andere Ende
14b - in Draufsicht gesehen - oberhalb des Ventilhebels 13
liegt. Von diesem Ende 14b geht ferner eine Lasche 14c ab,
deren vorderes Ende 14d die Befestigungsstelle 29 aufweist.
Die Lasche 14c ist aus dem Bimetallstreifen 14′ herausge
trennt und liegt symmetrisch zur Längsmittelachse des Bi
metallstreifens. Entsprechend symmetrisch liegen die Stege
140.
Wie Fig. 7 zeigt, hat der Bimetallstreifen 14′ in Ruhelage
(strichlierte Darstellung) eine Länge l3. Der das Ventil
schließglied bildende Abschnitt des Bimetalls 14′ hat eine
von der lotrechten Achse der Befestigungsstelle 29 zum
freien Ende 14a gemessene Länge l1, die kleiner ist als die
von der Achse der Befestigungsstelle 29 zum Ende 14b ge
messene Länge l2 des anderen Abschnitts des Bimetall
streifens.
Bei vorgegebener Lage des Ventilhebels 13 hat das Ende 14a
von der Ventilöffnung 12 einen Abstand f2 und das Ende 14b
vom Ventilhebel 13 einen Abstand f1′. Die Abstände sind
entsprechend der gewünschten Schalttemperatur für die Innen
abschaltung konstruktiv festlegbar.
Bei zunehmender Erwärmung des Arbeitsmediums im Vorratsraum
6 beginnt sich der Bimetallstreifen 14′ aus seiner Ruhelage
(strichlierte Darstellung) durchzubiegen, wobei aufgrund des
gewählten Längenverhältnisses l1/l12 die Durchbiegung f′1 am
Ende 14b größer sein wird als die Durchbiegung f1 am Ende
14a. Die Anlage des Endes 14b am Ventilhebel 13 erfolgt bei
einer Temperatur T1, die durch konstruktive Ausgestaltung
festlegbar ist. Bis zu dieser Temperatur T1 ist die Auslen
kung f1 des Endes 14a relativ gering, so daß auch nur eine
entsprechend geringe Beeinflussung der Ventilöffnung 12 er
folgt. Die Gerade I in Fig. 9 hat eine entsprechend flache
Steigung.
Sobald nun das Ende 14b am Ventilhebel 13 anliegt, wirkt die
gesamte Länge l3 des Bimetallstreifens, wodurch bei weiterer
Temperaturerhöhung eine raschere Zustellung des Endes 14a
auf die Ventilöffnung 12 zu erfolgt. Die Abhängigkeit der
Zustellbewegung von der Temperatur nach Anlage des Endes 14b
am Ventilhebel 13 ist in der Kurve II in Fig. 9 dargestellt.
Man erkennt, daß die Kurve II deutlich steiler verläuft als
die Kurve I, so daß gegen die kritische Temperatur T2 zu
eine raschere und damit wirksamere Beeinflussung der Ventil
öffnung 12 gegeben ist. Auf diese Weise wird eine wirksame
Innenabschaltung erreicht, die Temperaturschwankungen des
Arbeitsmediums unterhalb der Grenztemperatur T1 weitgehend
unberücksichtigt läßt und erst nach Überschreiten der Grenz
temperatur und weiterem Temperaturansteig steuernd ein
greift.
Claims (10)
1. Flüssigkeitsreibungskupplung, insbesondere zum Antrieb
eines Kühlluftventilators, bestehend aus einem Gehäuse
(1/3), welches durch eine Trennwand (5) in einen Vor
ratsraum (6) und einen Arbeitsraum (7) aufgeteilt ist
und in der Trennwand (5) eine für den Zulauf von
Flüssigkeit aus dem Vorratsraum (6) in den Arbeitsraum
(7) vorgesehene Ventilöffnung und eine radial weiter
außen liegende, für den Rücklauf der Flüssigkeit aus dem
Arbeitsraum (7) in den Vorratsraum (6) vorgesehene Rück
flußöffnung (15) angeordnet ist, wobei das Gehäuse (1/3)
drehbar auf einer Antriebswelle (10) gelagert ist, mit
der drehfest eine im Arbeitsraum (7) liegende Läufer
scheibe (8) verbunden ist, und im Vorratsraum (6) ein
von einer Stelleinrichtung (17, 18) betätigter Ventil
hebel (13) angeordnet ist, welcher an seinem freien Ende
(13a) ein Ventilschließglied (14) für die Ventilöffnung
(12) aufweist und mit einem im Vorratsraum angeordneten
Bimetallstreifen zur Innenabschaltung der Kupplung bei
Übertemperatur der Flüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen als
Ventilschließglied (14) ausgebildet und am freien Ende
(13a) des Ventilhebels befestigt ist und sich bei
Erwärmung zur Ventilöffnung (12) hin verformt.
2. Kupplung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines größeren
Abstandes von der Trennwand (5) das freie Ende (13a) des
Ventilhebels (13) abgekröpft ist.
3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (14)
zwischen dem freien Ende (13a) des Ventilhebels (13) und
der Trennwand (5) liegt.
4. Kupplung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (14) in
seiner Ruhelage etwa in einer Ebene mit dem Ventilhebel
liegt (Fig. 2, 3).
5. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (14′)
mit einer zwischen seinen beiden Enden (14a, 14b)
liegenden Befestigungsstelle (29) auf der der Trennwand
(5) abgewandten Seite des freien Endes (13a) des Ventil
hebels (13) befestigt ist, wobei das dem Ventilhebel
(13) zugewandte Ende (14b) des Bimetallstreifens (14′)
mit vorgebbarem Abstand (f1′) zum Ventilhebel (13) liegt
und sich bei Erwärmung des Bimetallstreifens (14′) an
den Ventilhebel (13) anlegt.
6. Kupplung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle (29)
am freien Ende (14d) einer Lasche (14c) gebildet ist,
welche in der Ebene des Bimetallstreifens (14′)
herausgetrennt ist, wobei das andere Ende der Lasche
(14c) mit dem dem Ventilhebel (13) zugewandten Ende
(14b) des Bimetallstreifens (14′) in Verbindung steht.
7. Kupplung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der das freie Ende (13a) des
Ventilhebels (13) überragende Abschnitt (l1) des Bi
metallstreifens (14′) kürzer ist als der andere, ober
halb des Ventilhebels (13) liegende Abschnitt (L2).
8. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (14′)
breiter als der Ventilhebel (13) ist.
9. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Bimetall
streifens (14, 14′) abgerundet ist.
10. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilöffnung (12) in
einem, in den Vorratsraum (6) ragenden, vorteilhaft
durch Prägung gebildeten erhabenen Bereich (27) der
Trennwand (5) angeordnet ist.
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904036242 Withdrawn DE4036242A1 (de) | 1990-11-14 | 1990-11-14 | Fluessigkeitsreibungskupplung mit thermischer innenabschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4036242A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4315390A1 (de) * | 1993-05-08 | 1994-11-10 | Behr Gmbh & Co | Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung von Schaltpunkten einer Flüssigkeitsreibungskupplung |
| DE4435490A1 (de) * | 1994-10-04 | 1996-04-11 | Fichtel & Sachs Ag | Visko-Lüfterkupplung mit einem druckabdichtbaren Vorratsraum |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216036B (de) * | 1962-08-31 | 1966-05-05 | Schwitzer Corp | Fluessigkeitsreibungskupplung mit temperaturabhaengig gesteuerter Fuellungsregelung |
| DE3246783C2 (de) * | 1982-12-17 | 1988-03-10 | Fichtel & Sachs Ag, 8720 Schweinfurt, De | |
| DE3831832A1 (de) * | 1987-09-22 | 1989-03-30 | Usui Kokusai Sangyo Kk | Temperaturfuehlende ventilatorfluessigkeitskupplung |
| DE3938616A1 (de) * | 1988-11-21 | 1990-05-31 | Usui Kokusai Sangyo Kk | Temperaturkontrollierte ventilatorfluessigkeitskupplung |
| DE3942270A1 (de) * | 1989-12-21 | 1991-06-27 | Behr Gmbh & Co | Fluessigkeitsreibungskupplung mit innerem bimetall |
-
1990
- 1990-11-14 DE DE19904036242 patent/DE4036242A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1216036B (de) * | 1962-08-31 | 1966-05-05 | Schwitzer Corp | Fluessigkeitsreibungskupplung mit temperaturabhaengig gesteuerter Fuellungsregelung |
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| DE3831832A1 (de) * | 1987-09-22 | 1989-03-30 | Usui Kokusai Sangyo Kk | Temperaturfuehlende ventilatorfluessigkeitskupplung |
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| DE3942270A1 (de) * | 1989-12-21 | 1991-06-27 | Behr Gmbh & Co | Fluessigkeitsreibungskupplung mit innerem bimetall |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4315390A1 (de) * | 1993-05-08 | 1994-11-10 | Behr Gmbh & Co | Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung von Schaltpunkten einer Flüssigkeitsreibungskupplung |
| DE4435490A1 (de) * | 1994-10-04 | 1996-04-11 | Fichtel & Sachs Ag | Visko-Lüfterkupplung mit einem druckabdichtbaren Vorratsraum |
| DE4435490C2 (de) * | 1994-10-04 | 1998-10-15 | Mannesmann Sachs Ag | Visko-Lüfterkupplung |
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