DE4032731C2 - Auflage für zweiseitig wirkende Fertigteile einer Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung für Verkehrswege - Google Patents
Auflage für zweiseitig wirkende Fertigteile einer Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung für VerkehrswegeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01F—ADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
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- E01F15/02—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Auflage entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Auflage für zweiseitig wirkende Fertigteile ist durch die
DE-OS 30 36 227 bekannt. Die Fertigteile der
Gleit- oder Schutzplankenvor
richtungen werden gewöhnlich im Baustellenbetrieb einge
setzt und sollen relativ leicht verlegbar bzw. auch versetz
bar sein; derartige Gleit- oder Schutzplankenvorrichtungen be
nötigen einen relativ geringen Raum und sind so ausgebildet,
daß sie bei einem Fahrzeugaufprall elastisch und/oder plastisch
reagieren. Wenn der Fahrzeugaufprall nicht zu stark ist,
wird zunächst die aus mehreren miteinander verbundenen oder
kettenförmig aneinander befestigten Fertigteilen bestehende
Vorrichtung insgesamt nachgeben, d. h. also auf der Unterlage
bzw. dem Verkehrsweg geringfügig ausweichen. Um eine derartige
Bewegung der Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung zu ermöglichen,
sind gewöhnlich an der Unterseite derselben Gleitfüße oder
senkrecht zur Längsachse der Vorrichtung verlaufende Gleit
schienen vorgesehen. Es hat sich nun herausgestellt, daß eine
extrem weite Bewegung der Schutzplankenvorrichtung, d. h. also
ein Ausbauchen derselben quer zur Fahrtrichtung
insbesondere bei Raumenge, dazu führt, daß die Vor
richtung in die Gegenfahrbahn hineinreicht.
Aus der DE-GM 90 06 930 ist ein Leitplankenstrang bekannt, bei dem die
unteren Randabschnitte der Seitenwände mit reibungsfördernden Streifen
versehen sind. Da die reibungsfördernden Streifen nur jeweils an den
Rändern der Seitenwände - also außerhalb des Bereichs der Abstandshalter -
vorgesehen sind, wird bei einem Fahrzeugaufprall nur eine
geringe Wirkung in bezug auf die etwaige Verschiebung der
Fertigteile erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auflage der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit der die Verschiebbarkeit
der Gleit- oder Schutzplankenvorrichtung gering gehalten werden kann.
Die Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
genannten Merkmale gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Auflage wird die Querbewegung der Schutzplankenvorrichtung
z. B. bei einem etwaigen Ausbauchen gehemmt.
Der gesamte Zwischenbereich zwischen den Seitenwänden wirkt bodenseitig
reibungsfördernd; diese Wirkung tritt auch dann
ein, wenn ein gewisses Verkanten der Schutzplankeneinrichtung
bei einem Fahrzeugaufprall erfolgt.
Auch bei einer etwaigen Deformierung
der Seitenwände ist immer noch die Reibungsförderung gegeben.
Die Auflage kann bereits bei Herstellung
des Fertigteils eingebracht oder befestigt werden.
Es ist auch möglich, eine Auswechselbarkeit
der Unterseite vorzusehen oder diese nachträglich an dem Fertig
teil anzubringen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist in
diesem Fall die reibungsfördernde
Unterseite an einem gesonderten
Balken des Abstandshalters angebracht.
Nach einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung ist
der gesonderte Balken in Zick-Zack-, Wellen- oder
Mäanderform ausgebildet. Auf diese Weise kann im Vergleich
zu einem geradlinigen Balken die Unterseite und somit die
reibungsfördernde Fläche vergrößert bzw. verlängert werden.
In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, daß die
Unterseite des Abstandhalters senkrecht zur Verkehrsfläche konvex
gebogen ist. Da erfahrungsgemäß insbesondere bei einem
stärkeren Aufprall das Kraftfahrzeug an der Vorrichtung
aufgrund der vorgesehenen schrägen Seitenflächen hochfährt,
verkantet sich die Schutzplankenvorrichtung und verdreht sich
gewissermaßen um den Schnittpunkt der Mittelebene des Fertig
teils mit der Bodenfläche. Da die Verzahnung oder die anders
artig ausgebildete reibungsfördernde Unterseite gerade in die
sem Bereich vorgesehen ist, kommt sie auch voll zur Wirkung.
Es ist nicht notwendig, daß der Abstandhalter mit der reibungsfördernden
Unterseite senkrecht zur Längsachse des Fertigteils verläuft,
sondern es ist auch möglich, daß der Abstandhalter aus mindestens
einem spitzwinklig zur Längsachse des Fertigteils verlaufenden
Balken besteht; der Abstandhalter kann auch aus mindestens zwei sich
kreuzenden Balken bestehen.
Es liegt auf der Hand, daß die reibungsfördernde Unterseite
ein entsprechend zweckgebundenes Profil haben kann. So kann sie gezähnt sein
oder aus stiftförmigen Vorsprüngen
oder aus aus einer Platte herausgedrückten Noppen bestehen.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der
Erfindung dargestellt; sie werden nachfolgend näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt gemäß Linie 2-2 gemäß Fig. 2,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf einen Abschnitt der in Fig. 1
dargestellten Ausführungsform und
Fig. 3 bis 7 jeweils verschiedene Ausführungsformen.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausfüh
rungsform einer Gleitvorrichtung sind
die beiden Fertigteile 10 und 11 durch einen von oben einge
setzten Stift 12 verbunden. Dieser Stift 12 durchquert eine Öffnung
im Fertigteil 11 und ein am Fertigteil 10 angebrachtes Ver
längerungsteil sowie eine Mittelplatte 15 im Fertigteil 10 und
eine Mittelplatte 14 im Fertigteil 11. Weiterhin ist der
Stift 12 in einer Platte 16 des Fertigteils 10 und einer
Platte 17 des Fertigteils 11 geführt und gehalten. Im boden
zugekehrten Bereich der z. B. 55 cm hohen Gleitvorrich
tung sind schrägverlaufende Platten 20 und 21 vorgesehen, die
einen Winkel 22 von jeweils 55° mit der Bodenfläche ein
schließen. Auf den Platten 20 und 21 können reflektierende
Markierungsfolien vorgesehen werden; es ist auch möglich, auf
der Oberseite 13, z. B. 30 cm hohe Leitbaken anzubringen.
Der Raum zwischen den Seitenwänden 20 und 21 und der Verkehrs
auflagefläche ist durch eine trapezförmig ausgebildete, einen Abstandhalter bildende Platte
30 ausgefüllt; solche Platten 30 sind z. B. in einem Abstand von 5 m bei den
jeweiligen Fertigteilen 10, 11, die in diesem Fall eine Länge von
ca. 15 m haben, vorgesehen. Die Platte 30 ist an ihrer
Unterseite mit Zähnen 31 versehen, die sich in der Verkehrs
fläche bei einem Fahrzeugaufprall verkrallen sollen.
Die Ränder der Seitenwände 20 und 21 sind mit 50 cm breiten
Streifen 32, 33 versehen, welche bei einem Fahrzeugaufprall
zunächst von den Rädern des aufprallenden Fahrzeugs überfahren
werden. Da jedoch diese plattenförmigen Streifen 32, 33 nur einen ge
ringen Winkel zur Oberfläche des Verkehrsweges einnehmen,
sind sie sehr schnell vom Rad des aufprallenden Fahrzeuges
überfahren, so daß letzteres an der jeweiligen Seitenwand 20
und 21 hochsteigt. Beim Hochsteigen wird die Platte 30 ver
kantet, so daß die Zähne 31 im Sinne eines Verkrallens wirk
sam werden.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist ein
Balken 40 mit Zähnen 41 versehen und mittels Schrauben z. B.
an die zusammen mit dem Balken 40 den Abstandhalter bildende
Platte 30 anbringbar. Diese Schrauben oder Schraub
bolzen durchqueren Öffnungen 42 und sind in der Platte 30
entsprechend gehalten.
Mit diesem Balken 40 und dem nachfolgend beschriebenen ähn
lichen Balken sind auch bereits bestehende Gleit- oder
Schutzplankenvorrichtungen nachträglich zu versehen. Auch
ist ein Austausch der Balken mit den reibungsfördernden Unter
seiten jederzeit möglich.
Der Balken 50 nach Fig. 4 verläuft in Zick-Zack-Form und
weist ebenfalls Zähne 51 auf. Durch die Zick-Zack-Form ist
die Länge der die Zähne tragenden Unterseite vergrößert.
Nach der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind zwei
sich kreuzende Balken 60 und 61 vorgesehen, welche in der
bereits erwähnten Weise Zähne 62 bzw. 63 aufweisen und z. B.
nachträglich bei einer bestehenden Schutzplankenvorrichtung
angebracht werden können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 weist der Balken 70 eine
konvexe Unterseite mit Zähnen 72
auf, so daß die Verkrallung der Unterseite dieses
Balkens 70 beim stärkeren Aufprall eines Fahrzeuges erfolgen
wird, wobei dann eine gewisse Verkantung des Fertigteils
unterstellt wird.
Der Balken 80 nach Fig. 7 weist eine Wellenform auf und ist
mit Zähnen 81 versehen. Auch hier liegt eine Verlängerung
der zähnetragenden Unterseite, wie im Fall der Ausführungs
form nach Fig. 4 vor, so daß mehr Zähne vorgesehen sein
können. Der Balken 80 wird ähnlich wie die Balken 40, 50
und 70 an einem querverlaufenden Balken oder einer Platte,
z. B. der Platte 30 in Fig. 2 befestigt.
Claims (7)
1. Auflage für zweiseitig wirkende Fertigteile einer Gleit- oder
Schutzplankenvorrichtung für Verkehrswege, bestehend aus einem, quer zur
Längserstreckung der Fertigteile verlaufenden, die beiden Seitenwände des
Fertigteils in seinem unteren Bereich verbindenden Abstandshalter, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (30, 60, 61) entlang seiner ganzen
Länge mit einer reibungsfördernden, sich im Verkehrsweg verkrallenden
Unterseite versehen ist.
2. Auflage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
reibungsfördernde Unterseite an einem gesonderten Balken (40, 50, 70, 80)
des Abstandhalters vorgesehen ist.
3. Auflage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gesonderte
Balken (50, 80) in Zick-Zack-, Wellen- oder Mäanderform ausgebildet ist.
4. Auflage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Unterseite des Abstandhalters (70) senkrecht zur Verkehrsfläche konvex
gebogen ist.
5. Auflage nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstandhalter aus mindestens einem spitzwinklig zur Längsachse des
Fertigteils verlaufenden Balken (60) besteht.
6. Auflage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandhalter
aus mindestens zwei sich kreuzenden Balken (60, 61) besteht.
7. Auflage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die reibungsfördernde Unterseite gezähnt ist oder aus stiftförmigen
Vorsprüngen oder aus aus einer Platte herausgedrückten Noppen besteht.
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