DE4032209A1 - Verfahren zur herstellung einer schlauchfoermigen huelle mit verbesserter abschaelbarkeit - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer schlauchfoermigen huelle mit verbesserter abschaelbarkeitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Her
stellung schlauchförmiger Verpackungshüllen, vorzugs
weise Nahrungsmittelhüllen, mit verbesserter Abschäl
barkeit (Easy-peel) .
Schlauchförmige Hüllen, insbesondere aus regenerierter
Cellulose, sind als Verpackungsmaterialien für Nahrungs
mittel vielfältig im Einsatz und werden in sehr großem
Umfang für die Herstellung von verarbeiteten Fleisch
produkten, wie Wurstwaren, verwendet. Werden solche
Nahrungsmittelhüllen unbehandelt verwendet, so beob
achtet man, daß bei der Wurstherstellung das Brät, ins
besondere bei Brühwurst, zu stark an der Hülle haften
kann. Dies führt während des Schälens zum Herausreißen
von Brätresten aus der Wurst und steht der Forderung,
kaliberkonstante Wurstscheiben für Stapelaufschnitt zu
gewährleisten, entgegen.
Bei der Rohwurstherstellung haftet die Wursthülle nicht
fest genug am Brät, infolgedessen kommt es zu teilweisem
Ablösen, häufig verbunden mit einer unerwünschten Aus
bildung eines Ölfilmes und/oder Schimmelbildung auf
Wurstgut.
Wegen des Ablösens schrumpft auch die Nahrungsmittel
hülle nicht mehr mit dem Füllgut, so daß die Wurst
faltig und unansehnlich erscheint.
Um diese genannten Nachteile zu beheben, ist es üblich,
die Innenseite der Nahrungsmittelschläuche aus regene
rierter Cellulose mit einer Beschichtung auf Basis
wasserlöslicher Celluloseether, einem partiellen Ester
einer Fettsäure mit Sorbitan oder Mannit, einem wasser
löslichen Polyalkylenglykolether oder Mineral- oder
Silikonöl zu versehen, siehe US-A-25 58 042, US-A
25 88 367, US-A-31 58 492, US-A-38 98 348 und US-A
41 37 947. In US-A-29 88 451 wurde Polyvinylpyrrolidon
in Verbindung mit CMC erwähnt, in US-A-33 83 223 Glutar
aldehyd.
DE-A-34 09 746 beschreibt u. a. die Verwendung von
Colophonium, US-A-44 63 778 die Verwendung von Vinyl
acetatpolymeren. Polyvinylalkohol und mikrokristalline
Cellulose in Verbindung mit einem Triglyceridgemisch
kommt gemäß EP-A-00 06 551 zur Anwendung. Weiterhin
werden erwähnt: Stärke, Chromfettsäurekomplexverbin
dungen, nicht reaktives Dialkylpolysiloxan sowie Stärke
ether in den EP-A-01 01 892, DE-A-34 47 026, DE-A
28 41 850.
In EP-A-01 09 611 sowie DE-A-32 42 655 kommen außer
einem Celluloseether und/oder einem Stärkeether ein
Wachs und gegebenenfalls ein Öl zur Anwendung.
Diese Innenausrüstungen führen zwar zu einer geringen
Haftung, sie weisen jedoch einige Nachteile auf. So
tritt vermehrter Öl- und Fettabsatz zwischen Brät und
Hülle auf und die Därme neigen zum Abstellen. In den
Zwischenräumen kann es bei Rohwurst zu Schimmelbildung
kommen. Die Hülle schrumpft nicht mit und wird somit
runzlig und unansehnlich. Manche Beschichtungen führen
zum Verspröden des Darmes und somit zu Platzern während
des Raff- und Füllvorgangs.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine
schlauchförmige Verpackungshülle, vorzugsweise eine
schlauchförmige Nahrungsmittelhülle, insbesondere aus
regenerierter Cellulose, zur Verfügung zu stellen, die
aufgrund ihrer speziellen Ausrüstung bei Brühwurst die
relativ hohe Haftung zwischen der Wursthülle und den für
diesen Hüllentyp vorgesehenen Wurstmassen weitgehend
herabsetzt und eine höhere Trennwirkung zeigt, so daß
sich die Wursthülle ohne großen Kraftaufwand abziehen
läßt. Bei Rohwurst soll sie ein Abstellen während der
Reife verhindern und Öl- und Fettabsatz entgegenwirken.
Außerdem soll die Ausrüstung keine versprödende Wirkung
auf das Hüllenmaterial ausüben, damit sich solche
Nahrungsmittelhüllen problemlos raffen und zu gefüllten
Produkten verarbeiten lassen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstel
lung einer schlauchförmigen Hülle auf Basis regenerier
ter Cellulose mit verbesserter Abschälbarkeit durch
Formung einer Viskoselösung zu einer schlauchförmigen
Hülle, Einwirkung eines Fällmediums und übliche Nachbe
handlung, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der
Viskoselösung die Dispersion wenigstens eines Poly
ethylenwachses gibt, vermischt und gegebenenfalls
evakuiert.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die das Poly
ethylenwachs enthaltende Viskose durch eine Ringschlitz
düse nach üblichen technischen Verfahren vergossen. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden
faserverstärkte Schlauchhüllen auf Basis regenerierter
Cellulose hergestellt, indem ein Faserschlauch fort
laufend mit der das Polyethylenwachs enthaltenen Viskose
imprägniert und beschichtet wird. Die Herstellung ge
eigneter Viskoselösungen ist beispielsweise in der US-A
32 08 234 beschrieben. Die Imprägnierung und Beschich
tung von Faserschläuchen mit Viskoselösung ist bei
spielsweise in der GB-A-13 36 850 beschrieben.
In der US-A-38 33 021 und US-A-19 02 529 wird zwar das
Einarbeiten von Polyethylenwachs unter Verwendung von
Lösungsmitteln in die Viskose beschrieben um ein mattes
Aussehen der Hülle zu erhalten. Eine Verbesserung der
Abschälbarkeit wird aber nicht angegeben und wird auch
nicht erreicht, siehe Vergleichsbeispiel.
Die erfindungsgemäß hergestellte schlauchförmige Hülle
ist insbesondere eine Lebensmittelhülle, bevorzugt eine
Wursthülle.
Unter dem erfindungsgemäß zu verwendenden Polyethylen
wachs wird Polyethylen verstanden, welches ein mittleres
Molekulargewicht von 1000 g/mol bis 7000 g/mol, bevor
zugt 3000-4000 g/mol aufweist. Die Polyethylenteilchen
werden vorzugsweise in wäßriger Dispersion verwendet,
wobei die Teilchen im allgemeinen einen Durchmesser von
0,1 bis 100 µm, bevorzugt zwischen 0,1 und 10 µm, beson
ders bevorzugt zwischen 0,1 und 0,6 µm aufweisen.
Die Konzentration der wäßrigen PE-Wachs-Dispersion
beträgt im allgemeinen 10 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 20
bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt 30 bis 40 Gew.-%.
Die Konzentration des Polyethylenwachses bezogen auf die
Cellulose beträgt vorzugsweise 2 bis 30 Gew.-%,
insbesondere 10-20 Gew.-%.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält
die Polyethylenwachsdispersion zusätzlich einen Emul
gator. Besonders bevorzugte Emulgatoren sind Xanthan
und/oder Esterwachse. Unter Esterwachsen werden insbe
sondere derartige Verbindungen verstanden, die aus
Estern von Fettsäuren und Fettalkoholen mit einer Ket
tenlänge zwischen C24 und C32 bestehen und vorwiegend
geradkettig sind.
Die Menge des Emulgators beträgt im allgemeinen 1 bis
30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 20 Gew.-%, besonders bevor
zugt 7 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Disper
sion.
Überraschenderweise läßt sich die Dispersion ohne
weitere Zusätze, wie organischen, mit wäßrigen Systemen
mischbaren Lösungsmitteln, in die Viskose einarbeiten.
Zur Herstellung von schlauchförmigen Verpackungshüllen
aus regenerierter Cellulose, die gegebenenfalls faser
verstärkt und gegebenenfalls in bekannter Weise außen
lackiert sein können, durch Extrusion oder Verspinnen,
wird das übliche, im allgemeinen bekannte Verfahren
angewandt. Dabei wird der gegebenenfalls faserverstärkte
Schlauch in der letzten Stufe seiner Herstellung koagu
liert, regeneriert, gewaschen, weichgemacht und an
schließend getrocknet. Die erfindungsgemäße Modifizie
rung der Viskose kann vorzugsweise vor dem Evakuieren
erfolgen. Dabei wird die wäßrige Dispersion, vorzugs
weise eine 20 bis 40 gew.-%ige, insbesondere eine 30 bis
40 gew.-%ige, wäßrige Dispersion des PE-Wachses, die
außerdem den Emulgator in Mengen von im allgemeinen bis
zu 20, vorzugsweise 7 bis 10 Gew.-% enthält, in die Vis
kose eingerührt.
Als großer Vorteil gegenüber einer Innenimprägnierung
stellt sich die Immobilisierung des Wachses in der
Regeneratcellulose heraus. Es bedarf keines zusätzlichen
Vernetzers, der die Rücklöslichkeit in Wasser verhindert
bzw. den Imprägnierfilm mit der Celluloseschicht ver
ankert. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber anderen
Easy-peel-Imprägnierungen sind die vorzüglichen Eigen
schaften des incorporierten Wachses. Die so ausgerüstete
Hülle hat gerade ein so starkes Haftvermögen, daß sie
während der Reifung einer Rohwurst ohne abzustellen mit
schrumpft, die fertige Wurst sich jedoch leicht schälen
läßt. Ölseparation wird durch die erfindungsgemäße Aus
rüstung verhindert. Es gibt keine Schwankungen im Haft
verhalten zum Brät, was bei einer nicht imprägnierten
Hülle durchaus auftreten kann.
Die Ausrüstung ist auf Cellulosedärme, mit und ohne
Faserverstärkung und beliebiger Einfärbung bzw. Pigmen
tierung, anwendbar.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich weiterhin die
Verwendung der erfindungsgemäßen Verpackungshüllen zum
Verpacken von Nahrungsmitteln, insbesondere Wurstbrät.
Eine nach dem üblichen Verfahren hergestellte Cellulose
xanthogenatlösung wurde mit einer 40%igen wäßrigen Dis
persion eines Polyethylenwachses versetzt, bis die
Mischung 20 Gew.-% des Wachses, bezogen auf Cellulose,
enthielt. Der Ansatz wurde 2 Stunden langsam gerührt,
danach weitere 2 Stunden evakuiert. Insgesamt wurden
100 kg Gießlösung erhalten.
Die schlauchförmige Verpackungshülle wurde folgender
maßen hergestellt: Eine Hanfpapierbahn wurde verfahrens
üblich zu einem Schlauch geformt und von beiden Seiten
beschichtet, wobei die äußere Seite mit verfahrensüb
licher Cellulosexanthogenatlösung und die innere Seite
mit der vorab hergestellten Blendlösung beschichtet
wurde. Die Verpackungshülle wurde regeneriert, weich
gemacht und getrocknet.
Die Herstellung der Musterwürste mit Rohwurst- bzw.
Brühwurstbrät als Füllgut erfolgte verfahrensüblich. Die
Wursthüllen wurden vor dem Füllvorgang bestimmungsgemäß
gewässert.
- a) Füllung mit Rohwurstbrät: Die Hülle hat nach der Reifezeit nicht abgestellt, zeigte beim Abschälen lediglich eine geringe Haftung zum Brät und hatte keinerlei Ölabscheidung.
- b) Füllung mit Brühwurstbrät: Die Hülle wurde nach 1 Tag geschält und wies eine mittelstarke Bräthaftung ohne Brätrasen auf. Ein Geleeabsatz konnte nicht festgestellt werden.
Nach dem im Beispiel 1 angegebenen Verfahren wurde eine
Verpackungshülle mit 10% eines Polyethylenwachses in
der Innenviskose hergestellt.
Die Bräthaftungseigenschaften waren entsprechend denen
im Beispiel 1.
Es wurden 500 g Gießlösung aus Cellulosexanthogenat und
einer 40%igen wäßrigen Dispersion eines Polyethylen
wachses so hergestellt, daß die Konzentration des PE-
Wachses 20 Gew.-% bezogen auf Cellulose betrug.
Aus der Lösung wurden Filme mit Papiereinlage gegossen.
Die Filme wurden regeneriert, gewaschen, weichgemacht,
zu Wursthüllenabschnitten abgenäht und mit Rohwurstbrät
gefüllt.
Nach dem Ende der verfahrensüblichen Reifezeit wurden
die Würste geschält. Die Hülle hatte nicht abgestellt,
zeigte eine geringe Haftung zum Brät und wies lediglich
im Bereich der Naht Öltröpfchen auf.
500 g Gießlösung wurden in den gleichen Konzentrationen
hergestellt wie in Beispiel 3. Als PE-Wachskomponente
wurde jedoch eine 30%ige Wachslösung in Toluol verwen
det. Die Lösung wurde bei einer Temperatur von 50°C in
die Viskose eingearbeitet.
Nach dem Regenerieren, Waschen, Weichmachen und Abnähen
wurde die Hülle mit Rohwurdbrät gefüllt. Das Schälen
nach dem Fertigstellen der Wurst führte zu folgendem
Ergebnis: Die Hülle hatte nicht abgestellt, zeigte je
doch eine starke Haftung zum Wurstgut. Öltröpfchen waren
nur an der Naht vorhanden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung einer schlauchförmigen
Hülle auf Basis regenerierter Cellulose mit ver
besserter Abschälbarkeit durch Formung einer
Viskoselösung zu einer schlauchförmigen Hülle, Ein
wirkung eines Fällmediums und übliche Nachbehand
lung, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der
Viskoselösung die Dispersion wenigstens eines
Polyethylenwachses gibt, vermischt und gegebe
nenfalls evakuiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Polyethylenwachs ein Molekulargewicht von
1000 g/mol bis 7000 g/mol aufweist.
3. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß 2 bis 30
Gew.-% Polyethylenwachs bezogen auf die Cellulose
eingesetzt werden.
4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Poly
ethylenwachsdispersion eine wäßrige Dispersion
ist.
5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Poly
ethylenwachsteilchen eine Größe von 0,1 bis 100 µm
aufweisen.
6. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
schlauchförmige Hülle eine Wursthülle ist.
7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
schlauchförmige Hülle faserverstärkt ist.
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ID=6416043
Family Applications (1)
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Also Published As
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