DE4031076A1 - Vorrichtung zum automatischen handhaben von spulenhuelsen und fertiggewickelten spulen von spinnmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen handhaben von spulenhuelsen und fertiggewickelten spulen von spinnmaschinenInfo
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Landscapes
- Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum wenig
stens teilweise automatischen Handhaben von Spulenhülsen
und fertiggewickelten Spulen von Spinnmaschinen.
Es gibt eine Fülle von Fasern, Fäden und dgl., die von
Spinnmaschinen zu Spulen gewickelt werden, sei es zu Vor
ratsspulen als Zwischenlagerung, sei es zu Fertigspulen
für eine Weiterverarbeitung und dgl. Dabei steht hier im
Vordergrund das Wickeln von Kunststoffasern zu Spulen im
allgemeinen. Die angesprochene Erfindung kann selbstver
ständlich auch eingesetzt werden für die Manipulation von
Textilwarenspulen nicht synthetischer Herkunft, für Draht
spulen oder für Spulen von Fäden oder Kordeln aus Hanf
oder dgl.
Diese Spulen sind zum Teil so schwer, daß sie von Menschen
nur noch unter Mühen gehandhabt werden können, d. h. gerade
das Abnehmen fertiggewickelter Spulenkörper aus den Wick
lern bzw. von den Spulenköpfen kann sehr beschwerlich
sein. Hinzu kommt, daß möglichst rasch danach die freige
legte Wickeldorne mit Leerhülsen aus Papier oder Plastik
neu bestückt werden müssen. Diese Leerhülsen müssen aus ei
nem Reservoir entnommen und auf die Wickeldorne aufge
steckt werden, die abgenommenen fertiggewickelten Spulen
müssen zum Weitertransport an anderer Stelle abgelegt wer
den.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lösung, mit
der die Manipulationen sowohl von fertigen Spulen als auch
von Leerhülsen vereinfacht werden, wobei ein besonderes
Ziel der Erfindung darin besteht, die Abnahme- und Auf
steckvorgänge möglichst umfassend zu automatisieren.
Mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird
diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß auf
einem gemeinsamen Vorrichtungsrahmen ein Übernahme-/Überga
bearm für Leerhülsen, ein Übernahme-/Übergabearm für Spu
len sowie ein Betätigungs- und Schwenkmechanismus zum Ver
bringen der Arme aus einer Arbeitsstellung in eine Trans
portstellung vorgesehen ist.
Mit der Erfindung wird erreicht, daß die Bestückung mit
Leerhülsen, die Entnahme von Spulen und der Transport, sei
es der Leerhülsen oder der Spulen von einer einzigen Vor
richtung vorgenommen werden kann, da die Übernahme- und
Übergabearme dann ja für die Leerhülsen bzw. die Spulen
nach Positionierung der Vorrichtung automatisch arbeiten
können.
In Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß die Übernah
me-/Übergabearme über den Schwenkmechanismus um wenigstens
eine gemeinsame Rotationsachse verschwenkbar gelagert
sind, wobei in weiterer Ausgestaltung vorgesehen sein
kann, daß die Übernahme-/Übergabearme innerhalb des Vor
richtungsrahmens um alle drei Raumachsen verschwenkbar ge
lagert sind.
Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt insbesondere darin,
daß die Vorrichtung als sehr kompaktes Gerät gestaltet wer
den kann, da die Verschwenkbarkeit der Arme um jeweils die
gleiche Raumachse eine kompakte Konstruktion ermöglicht.
Vorteilhaft ist es, wenn der Betätigungsschwenkmechanismus
zum wenigstens bereichsweise synchronen Antrieb der Arme
ausgebildet ist, wie dies die Erfindung ebenfalls vor
sieht, wobei auch ein asychrones Schwenken, wenn auch um
die gleiche Raumachse, möglich ist.
Die Erfindung sieht auch vor, daß die Übernahme-/Übergabe
arme an ihren freien Enden mit Positionierköpfen zum Aus
gleich geringfügiger Positionierungenauigkeiten ausge
rüstet sind, wobei zum Ausgleich von Positionierungenauig
keiten neben den soeben genannten erfindungsgemäßen Maßnah
men auch vorgesehen sein kann, daß der Betätigungs- und
Schwenkmechanismus und damit auch die Übernahme-/Übergahe
arme mittels einer Torsionsstab-Aufhängung am Vorrichtungs
rahmen gelagert sind.
In Ausgestaltung kann nach der Erfindung auch vorgesehen
sein, daß die Torsionsstab-Aufhängung selbst am Vorrich
tungsrahmen mittels eines Schwenkmechanismus gelagert
ist. Dieser Schwenkmechanismus kann auch dazu herangezogen
werden, die Arbeitsposition in der Horizontalebene der
Übernahme-/Übergabearme wenigstens um 90° verschwenken zu
können.
Um ein im wesentlichen vollautomatisches Arbeiten zu ermög
lichen, sieht die Erfindung auch vor, daß die Übernahme-/
Übergabearme je mit einer Einrichtung zum Abschieben und
zum Aufschieben der Hülsen bzw. Spulen ausgerüstet sind.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist auch
vorgesehen, daß der Vorrichtungsrahmen mit einem Fahrge
stell ausgestattet ist, wobei insbesondere vorgesehen sein
kann, daß das Fahrgestell mit einer Allradlenkung versehen
ist.
Diese Gestaltungen machen es möglich, die gesamte Vorrich
tung ggf. über Mikroprozessoren vollautomatisch als Manipu
lationsroboter zu benutzen, da sie mit Hilfe der Positio
niereinrichtung, mit Hilfe der Allradlenkung und ggf. des
eigenen Antriebes vollautomatisch arbeiten kann, ohne daß
es der Zuziehung von Personal bedürfte.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus den weiteren Unteransprüchen, wobei hier insbeson
dere vorteilhaft ist, wenn das Fahrgestell als ein Drei
rad-Fahrgestell mit angetriebenem Einzelrad ausgebildet
ist, was erfindungsgemäß in Abwandlung vorgesehen sein
kann.
Die Übernahme-/Übergabearme können vorteilhaft zur Aufnah
me und Abgabe mehrerer Elemente ausgebildet sein, wobei
die Einrichtung dabei so getroffen sein kann, daß eine
Übergabe bzw. Übernahme bzw. Schubbewegung derart steuer
bar ist, daß die Hülsen bzw. Spulen dicht an dicht und/
oder auf Abstand zueinander positionierbar sind.
Alle Bewegungen der Vorrichtung wie die für die Übernah
me-/Übergabearme sowie die für die Auf- und Abschubbewegun
gen können jeweils mit Magnetkupplungen und/oder Magnet
bremsen versehen werden zwecks Positionierung der Bewegun
gen an den verschiedenen Stellungen des Arbeitszyklus.
Weiterhin können Hysterese-Kupplungen in den Antrieben vor
gesehen sein, um jeder Bewegung eine einstellbare Kraftbe
grenzung zu geben, welche außerdem erlaubt, jede der Bewe
gungen an Endpunkten gegen Festanschläge fahren zu können.
Berührende oder berührungslose Endschalter sind nur am je
weiligen Ausgangspunkt (Null-Ref.) vorgesehen.
Positionierung der Antriebe kann durch digitale Impulszäh
ler durchgeführt werden, dadurch daß bei Istwert ist
gleich Sollwert die Bewegung mittels ihrer Magnetkupplung
und/oder Magnetbremse an der gewünschten Stellung positio
niert wird.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1 eine vereinfachte räumliche Darstellung der Vor
richtungen vor den Spulenköpfen einer Spinnmaschi
ne,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung von Elementen der
Vorrichtung,
Fig. 3 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 2 mit geringfü
gig vergrößerten weitereren Einzelheiten der An
triebe,
Fig. 4 eine Teilansicht eines Hülsen- bzw. Schubarmes,
Fig. 5 eine weitere Teilansicht eines Übernahme-/Überga
bearmes,
Fig. 6 eine Teilansicht eines Fahrgestelles der Vorrich
tung,
Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung der Torsionsstab-Auf
hängung der Übernahme-/Übergabearme sowie in
Fig. 8 eine Aufsicht auf den Fahrweg einer erfindungsge
mäßen vollautomatisch gesteuerten Vorrichtung im
Bereich der Spulenköpfe mehrerer Spinnmaschinen.
In Fig. 1 ist vereinfacht die allgemein mit 1 bezeichnete
erfindungsgemäße Vorrichtung vor mit 2a und 2b bezeichne
ten Spulenköpfen von nicht näher dargestellten Spinnmaschi
nen wiedergegeben. Die Spulenköpfe 2a und 2b weisen mit
3a, 3a′ und 3b, 3b′ bezeichnete Wickeldorne auf. Im darge
stellten Beispiel sind je zwei Spulen 4 und entsprechend
zwei Leerhülsen 5 auf den Dornen 3 vorgesehen.
Die erfindungsgemäße Handhabungsvorrichtung 1 weist einen
um eine Horizontalachse "X" verschwenkbaren Auf- und Ab
schiebedorn 6 an einem Revolverkopf 7 auf und einen um die
gleiche Horizontalachse "X" verschwenkbaren Auf- und Ab
schiebedorn 8 für Hülsen, der an einem Revolverkopf 9 ver
schwenkbar gelagert ist. Erkennbar sind die Revolverköpfe
7 und 8 einachsig an der Vorrichtung 1 an einem Tragele
ment 10 gelagert.
Das Tragelement 10 ist wiederum mittels einer Torsionsstab
aufhängung 11 an dem mit 12 bezeichneten Vorrichtungsrah
men befestigt, wobei der Vorrichtungsrahmen 12 mit einem
allgemein mit 13 bezeichneten Fahrgestell ggf. mit einem
eigenen Antrieb nur andeutungsweise in Fig. 1 wiedergege
ben und mit 14 bezeichnet ausgerüstet ist.
Im folgenden wird der Dorn für Auf- und Abgabe der Spulen
als "Spulenarm 6" bezeichnet, der Dorn für die Leerhülsen
als "Hülsenarm 8".
Aus Fig. 1 ergibt sich, daß der Spulenarm 6 und der Hülsen
arm 8 durch ihre koaxiale Anordnung auf der Raumachse "X"
einen gemeinsamen mit 15 bezeichneten Kreisbogen überstrei
chen, der geometrisch so ausgelegt ist, daß bei der Posi
tionierung vor einem Spinnkopf beide im Abstand zueinander
angeordneten Wickeldorne 3a und 3a′ bzw. 3b und 3b′ nach
einander angefahren werden können.
In Fig. 1 ist im Bereich des Torsionsstabes 11 noch die
Raumachse "Y" eingezeichnet und im Bereich des Revolver
kopfes 9 die Raumachse "Z". Die Tragplattte 10 kann um die
Raumachse "Y" im Bereich der Torsionsachse 11 verschwenkt
werden, wie sich dies etwas deutlicher aus Fig. 7 ergibt.
Die Halterungen des Spulenarmes 6 und des Hülsenarmes 8
sind dabei so gestaltet, daß die Arme ebenfalls ver
schwenkt werden können, wobei die Raumachse "Z" hier nur
als Beispiel genannt ist. Diese Aufschwenkmöglichkeit er
gibt sich deutlich aus Fig. 2.
Schließlich sind in Fig. 1 (lediglich als Kästen angedeu
tet) ein Antrieb 16 für die Revolverköpfe 7 und 9 mit den
Hülsenarmen 6 bzw. 8, ein Drehschwenkantrieb 17 für den
Hülsenarm 6 und ein Drehschwenkantrieb 18 am Arm 8 darge
stellt. Einzelheiten dieser Antriebe ergeben sich aus den
weiteren Figuren, insbesondere aus Fig. 3.
Aus Fig. 2 ist erkennbar, daß der Spulenarm 6 aus der in
Fig. 1 wiedergegebenen Position bereits z. B. um 135° nach
oben verfahren ist, nachdem er zwei Spulen 4 übernommen
hat. Aus dieser in durchgezogenen Linien dargestellten Po
sition kann der Spulenarm 6 um 90° nach oben verschwenkt
werden. Diese Position ist mit einer Spule 4′ und um
weitere 90° ist diese Position mit einer Spule 4′′
punktiert angedeutet. Der Schwenkkreis trägt das Bezugszei
chen 19.
Wie oben angegeben wird die Schwenkachse im wesentlichen
mit der Raumachse "Z" bezeichnet, wobei eine Verschwenkung
auch in anderen Lagen der Raumachse "Z" vorgenommen werden
kann. Die nach oben weisende Position "4′" stellt eine
Transportlage für die Spulen 4 dar, die Position "4′′"
kann die Abschubposition der vollen Spulen in ein nicht nä
her dargestelltes Lager oder dgl. darstellen.
Der Hülsenarm 8 kann in gleicher Weise verschwenkt werden.
Die um 90° nach oben weisende Position ist mit 8′ be
zeichnet, die um 180° verschwenkte Position ebenfalls
gestrichelt dargestellt, ist mit 8′′ gekennzeichnet. Der
Schwenkkreis trägt das Bezugszeichen 20, wobei die darge
stellte Position des Hülsenarmes 8 ebenfalls um 90°
verschwenkt gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Position
hier wiedergegeben ist.
Wie sowohl aus Fig. 1 als auch aus Fig. 2 erkennbar ist,
ist eine parallel zum Hülsenarm 8 angeordnete Aufschub
und Ausschubvorrichtung 21 mit Klemm- und Schubarmen 22
zum Manipulieren der dort positionierten Leerhülsen vorhan
den, eine etwas genauere Darstellung ergibt sich aus Fig.
3.
Zu der Beschreibung der in Fig. 3 im unteren Abbildungsbe
reich dargestellten Torsionsstab-Aufhängung, allgemein mit
11 bezeichnet, wird auf die weiter unten zu beschreibende
Fig. 7 verwiesen.
Wie sich aus Fig. 3 ergibt, ist der Spulenarm 6 mittels ei
ner Halterung 23 an dem Dreh- oder Revolverkopf 7 über die
Schwenkachse "X" drehbar gelagert. Der Drehantrieb erfolgt
über einen innenliegenden Elektromotor 24.
Die Drehbewegung um die Raumachse "X" des Hülsenarmes 8 er
folgt in ähnlicher Weise, wobei der Hülsenarm 8 über ein
Tragelement 25 am Revolverkopf 9 befestigt ist.
Die Ansteuerung und damit die synchrone oder asynchrone Ro
tationsbewegung um die Achse "X" der Arme 6 bzw. 8 erfolgt
mittels Schneckengetrieben 26 und einem Keilriemenantrieb
27, der hier nur andeutungsweise wiedergegeben ist, ebenso
wie die zugeordneten elektromagnetischen Kupplungen und
Bremsen, die lediglich beispielsweise an einer Stelle mit
28 bezeichnet sind.
Die Schwenkbewegungen gemäß Radius 19 des Spulenarmes 6
wird bewirkt durch einen allgemein mit 29 bezeichneten An
trieb mit Elektromotor 30, Getrieben, Bremsen und dgl. wäh
rend die Linearbewegung einer Abschubhülse 31 gemäß Doppel
pfeil 31′ der Spulen 4 bewirkt wird über einen allgemein
mit 32 bezeichneten Antrieb, ebenfalls mit Elektromotor
33, einer Hysterese-Kupplung 34 mit Zahnriemenantrieb und
dgl.
Die Aufschwenkbewegung gemäß Radius 20 (Fig. 2) des Hülsen
armes wird bewirkt durch die Drehung eines Zahnrades 35
mit Abrollen an einem am Revolverkopf 9 ortsfesten Be
festigungszahnkranzes 36 (Fig. 4).
Die Klemmsteuerung der Klemmbacken 22 erfolgt über einen
Hebeltrieb 40, wiederum mittels entsprechender Motoren und
Kupplungen sowie Viergelenkkette 37, wobei bezugnehmend
auf Fig. 4, die Aufzug- bzw. Ausschubbewegung, beispiels
weise über einen Zahnriementrieb, in Fig. 4 allgemein mit
38 bezeichnet, erfolgen kann.
In Fig. 5 ist eine mögliche, weich-gefederte Zentrierung
der Hülsen dargestellt, um diese zum wesentlich kleineren
Hülsendorn 8 zu zentrieren. Diese Zentriernocken 39 werden
durch eine im inneren des Hülsendornes 8 angeordnete Feder
radial nach außen gedrückt, bis die Nockennasen am Innen
durchmesser des Dorns 8 anliegen und damit ein geringes
Spiel zwischen Hülsen und Zentriernocken gewährleisten.
Beim Aufschieben der Hülsen auf den Wicklerdorn mittels
Lineareinheit 21 gestattet die weiche Hülsenzentrierung
erhebliche Relativbewegungen der Hülsen, um Fluchtfehlern
zum Wicklerdorn auszuweichen.
In Fig. 6 ist eine mögliche Art einer Allradlenkung des
Fahrgestelles 13 dargestellt, wobei der Antriebsmotor
selbst dort nicht wiedergegeben ist, lediglich der mit 43
bezeichnete Lenkmotor. Über ein Schwenkhebelsystem 42 wer
den dort auch die hinteren Laufrollen 43 beaufschlagt, der
art, daß eine entsprechende Allradlenkung vorgenommen wer
den kann. Natürlich kann auf das Schwenkhebelsystem je
nach Bauart und Einsatzweise verzichtet werden.
In Fig. 7 ist die Aufhängung über ein Torsionsstab-System
dargestellt. Diese Torsionsstab-Aufhängung 11 besteht im
wesentlichen aus einem oben in einer Lagerbuchse 44 fest
gelagerten Torsionsstab 45, der unten im Schneckenrad des
Getriebes 47A gehalten ist, dessen Position über einen
Stellmotor 47 relativ zum ortsfesten hier nur andeutungs
weise wiedergegebenen Tragrahmen 10 gemäß Doppelpfeil 48
verstellbar ist. Diese Anordnung gestattet erstens die ge
samte Vorrichtung 1 mit dem Trägerrahmen 10 an der Lager
buchse 44 befestigt mittels Stellmotor 47 horizontal zu
verschwenken, falls das Spulenlager für den Spulenabschub
und das Hülsenmagazin diese Orientierung erfordert.
Die Gabel 46 umfaßt die Nase des Trägerrahmens 10 mit ei
nem Spiel von z. B. ca. 2 mm und dient nur als Schwenkhil
fe, um den Torsionsstab 45 hierbei nicht zu überlassen.
Zweitens ermöglicht die Anordnung, daß der Torsionsstab 45
in jeder horizontalen Position der Verschwenkung 48 Unge
nauigkeiten in den fluchtenden Positionen der Übergabe-/
Übernahme von Spulen und Hülsen ausgleicht.
Die Funktions- bzw. Wirkungsweise der Vorrichtung sei an
hand von Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 8 wie folgt erläu
tert:
In einer allgemein mit 51 bezeichneten, in Fig. 8 andeu
tungsweise wiedergegebenen Werkshalle, sind zwei Reihen
von Spinnmaschinen aufgestellt mit zu einem mit 52 bzw. 53
bezeichneten Gang hinweisenden Spulenköpfen 2, deren
Wickeldorne 3 in Richtung auf die Gänge 52 und 53 ausge
richtet sind. Um die auf den Wickeldornen fertiggewickel
ten Spulen 4 zu entnehmen, wird die erfindungsgemäße Vor
richtung 1 eingesetzt, die beispielsweise gesteuert über
Bodenkontaktleitungen automatisch jede Position einer
Spinnmaschine im Bereich der Wickelköpfe 2 anzufahren in
der Lage ist. Es sei angenommen, daß ausgehend von einer
mit 54 bezeichneten Transferstation eine Vorrichtung 1 be
stückt mit Leerhülsen durch den Gang 52 in die Position
1a, dargestellt in Fig. 8, fährt. Hier wird die Vorrich
tung 1a so positioniert, daß über den Schwenkradius 15
(Fig. 1) die Wickeldorne 3b bzw. 3b′ überstrichen werden
können. Zur genauen Positionierung bzw. Ausfluchten rela
tiv zu den Wickeldornen 3 weist sowohl der Spulenarm 6 wie
der Hülsenarm 8 entsprechende Positionierköpfe 6a bzw. 8a
auf, die ein genaues Ausfluchten ermöglichen. Eine gering
fügige Verwindung ist durch die Torsionsstab-Aufhängung 11
ebenfalls möglich. Diese unterstützt die Positionierung
bei geringfügigen Fehlstellungen.
Außerdem kann beispielsweise über eine Kraftmessung oder
eine Verwindungsmessung ein Nachpositionieren der Vorrich
tung 1 elektronisch vorgenommen werden, sei es, daß der An
trieb auf der Bodenfläche der Werkshalle die Vorrichtung 1
auf ein kurzes Stück verfährt, d. h. das über die Schwenkga
bel 46 (Fig. 7), d. h. mittels des Stellmotores 47 die Auf
hängung 10 entsprechend nachgeführt wird.
Ist die Vorrichtung 1 in Position, schwenkt der Spulenarm
6 auf einen Wickeldorn, der mit einer oder mehreren Spulen
4 gefüllt ist. Nunmehr werden über einen wicklereigenen
Linearantrieb, wie in Fig. 1 bei Wickler 2b gezeigt, mit
tels einer Gabel G die vollen Spulen 4 auf dem Spulendorn
6 aufgeschoben.
Sind die Spulen 4 aufgeschoben, kann der Spulenarm 6 zu
nächst in die in Fig. 2 mit 4′ bezeichnete, aufgeschwenkte
Position verfahren werden. Danach wird der Hülsenarm 8 in
die entsprechenden fluchtende Position zum gerade entleer
ten Wickeldorn verschwenkt und über den Ausschubmechanis
mus die Leerhülsen 5 auf den leeren Wickeldorn aufgescho
ben.
Jetzt kann auch der Hülsendorn 8 aufgeschwenkt werden, die
Spulen 4 können mit der Vorrichtung 1 zur Abgabe an die
Station 54 gefahren werden, wie sich dies ebenfalls aus
Fig. 8 ergibt.
An dieser Stelle sei bemerkt, daß die gesamte Vorrichtung
auch als Tandem-Vorrichtung 1AB ausgestaltet sein kann, je
weils zum synchronen Handhaben zweier benachbarter Spulen
spinnkopfpaare, auch dies ist in Fig. 8 angedeutet.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Er
findung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den
Grundgedanken zu verlassen. So können statt der hier kon
struktiv angegebenen Handhabungselemente, wie Linearantrie
be, Klemmbacken zum Innen- bzw. Außenklemmen von Elementen
Spannhülsen zum Ergreifen der freien Enden der Spulenhülsen
und dgl. mehr andere konstruktive Elemente herangezogen
werden. So kann beispielsweise die Innenzentrierung der Pa
pierhülsen mittels aufblasbarer Pneumatikelemente vorgenom
men werden, die Steuerung kann über berührungslose oder be
rührungsbehaftete Endschalter erfolgen und sofort.
Wesentlich für die Erfindung ist auch, daß die Papierhül
sen und/oder die Spulen dicht an dicht aufgeschoben bzw.
abgeschoben werden können. Dies kann allerdings auch im Ab
stand zueinander erfolgen, über entsprechende Bremsen kön
nen Elemente zurückerhalten werden und dgl. mehr.
Claims (18)
1. Vorrichtung zum mindestens teilweise automatischen Handha
ben von Spulenleerhülsen und fertiggewickelten Spulen von
Spinnmaschinen,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf einem gemeinsamen Vorrichtungsrahmen (12) ein Über
nahme-/Übergabearm (8) für Leerhülsen (5), ein Übernahme-/
Übergabearm (6) für Spulen (4) sowie ein Betätigungs- und
Schwenkmechanismus (16, 18) zum Verbringen der Arme (6, 8)
aus einer Arretierstellung in eine Transportstellung vorge
sehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) über den Schwenkme
chanismus (7, 9) um wenigstens eine gemeinsame Rotations
achse ("X") verschwenkbar gelagert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme innerhalb des Vorrichtungs
rahmens (12) um alle drei Raumachsen (X, Y, Z) schwenkbar ge
lagert sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungs-Schwenkmachanismus (7, 9, 16) zum wenig
stens bereichsweise synchronen Antrieb der Übernahme-/Über
gabearme (6, 8) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) an ihren freien En
den mit Positionierköpfen (6a, 8a) zum Ausgleich geringfügi
ger Positionierungenauigkeiten ausgerüstet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungs- und Schwenkmechanismus (16-18) und da
mit auch die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) mittels einer
Torsionsstab-Aufhängung (11) am Vorrichtungsrahmen (12) ge
lagert sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Torsionsstab-Aufhängung (11) selbst am Vorrich
tungsrahmen (12) mittels eines Schwenkmechanismus
(47, 47A) gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) je mit einer Einrich
tung zum Abschieben und Aufschieben (38, 22) der Hülsen (5)
bzw. Spulen (4) ausgerüstet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorrichtungsrahmen (12) mit einem Fahrgestell (13)
ausgestattet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fahrgestell (13) mit einer Allradlenkung versehen
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fahrgestell (13) als Dreirad-Fahrgestell mit ange
triebenem Einzelrad (49) ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) zur Aufnahme bzw. Ab
gabe mehrerer Hülsen (5) bzw. Spulen (4) ausgebildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) mit einer Einrich
tung zur Übergabe bzw. Übernahme derart eingerichtet sind,
daß die Hülsen (5) bzw. Spulen (4) dicht an dicht und/oder
auf Abstand zueinander positionierbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) mit einer Haltebrem
se für nicht ausschiebbare Hülsen (5) bzw. Spulen (4) aus
gerüstet sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebe (16-18) mit Hysterese-Kupplungen (34)
und/oder Magnetkupplungen (28) und/oder Magnetbremsen ver
sehen sind.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vornahme der Auf- bzw. Abschubbewegung Linearan
triebe (38) vorgesehen sind.
17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Begrenzung und/oder Auslösung der Dreh-/Schwenk-/-
Schub- oder Zugbewegungen berührungsbehaftete oder berüh
rungsfreie Schalter vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übernahme-/Übergabearme (6, 8) mit Durchmesseraus
gleichsnocken (39) (Fig. 5) für die Hülsen (5) ausgerüstet
sind.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| DE4031076A DE4031076A1 (de) | 1990-10-02 | 1990-10-02 | Vorrichtung zum automatischen handhaben von spulenhuelsen und fertiggewickelten spulen von spinnmaschinen |
| EP91915667A EP0503016B1 (de) | 1990-10-02 | 1991-09-03 | Vorrichtung zum automatischen handhaben von spulenhülsen und fertiggewickelten spulen von spinnmaschinen |
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- 1991-09-03 WO PCT/EP1991/001660 patent/WO1992006033A1/de not_active Ceased
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| JPH05502653A (ja) | 1993-05-13 |
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