DE4030841A1 - Lenksaeule fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Lenksaeule fuer kraftfahrzeugeInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
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- B62D1/02—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle vehicle-mounted
- B62D1/16—Steering columns
- B62D1/18—Steering columns yieldable or adjustable, e.g. tiltable
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lenksäule für Kraftfahrzeuge
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind bereits Lenksäulen bekannt, die sich bei einem
Aufprall des Fahrers auf das Lenkrad, bedingt z. B. durch
einen Unfall, verformen. Ferner ist aus der DE-PS
33 37 231 eine Einrichtung bekannt, durch die bei einem
Frontalaufprall das Lenkrad mittels eines über eine Um
lenkvorrichtung geführten Seiles aus dem möglichen Kopf
aufschlagbereich des Fahrers in Richtung auf das Arma
turenbrett gezogen wird. Bei diesen bekannten Lenksäulen
ist nachteilig, daß sie entweder nur den Körperaufprall
durch Ausklinken oder Verformen der Lenksäule vermindern,
wobei weiterhin ein Körperkontakt mit dem Lenkrad bei ei
nem Unfall bestehen bleibt oder daß die Vorverlagerung
des Lenkrades von einer entsprechenden Rückverlagerung
des Motors abhängig ist.
Aus der DE-OS 37 23 376 ist eine Sicherheitslenksäule be
kannt, die mit einer Verriegelungsvorrichtung verbunden
ist, deren Entriegelung bei einem Fahrzeugzusammenstoß
aufgrund der Massenträgheit erfolgt. Nach der Entriege
lung verlagert sich die Lenksäule mit dem daran befestig
ten Lenkrad aufgrund der Massentätigkeit geradlinig vom
Fahrer weg. Dies hat den Nachteil, daß eine ausreichende
Vorverlagerung des Lenkrades einen entsprechenden Abstand
zur Armaturentafel oder eine besonders ausgestaltete Ar
maturentafel erfordert, wodurch beispielsweise Probleme
mit der Sitzposition auftreten können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lenksäule für Kraft
fahrzeuge zu schaffen, bei der die beim Stand der Technik
auftretenden Nachteile vermieden sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Lenksäule ist von Vorteil, daß
für die Vorverlagerung des Lenkrades mit der Lenksäule
die bei einem Unfall auf den Fahrer bzw. die auf die
Lenksäule und das Lenkrad wirkenden Beschleunigungskräfte
maßgeblich sind. Die Vorverlagerung der Lenksäule mit dem
Lenkrad ist damit unabhängig von den verschiedenen Fron
talunfallarten, die sich z. B. durch den Aufprallwinkel
sowie durch den Aufprallgegenstand unterscheiden können.
Durch die Verwendung von Schwenkhebeln kann die Lenksäule
auf einer Bahnkurve geführt werden, die das Lenkrad bei
einer Vorverlagerung unter die Armaturentafel in Richtung
auf das Anzeigenfeld bewegt, wodurch die erforderliche
Vorverlagerung des Lenkrades auch bei Armaturentafeln mit
oberen, vorstehenden Umrandungsteilen möglich ist. Ferner
kann durch die entsprechende Anordnung und Ausbildung der
Schwenkhebel die Bahnkurve so ausgebildet sein, daß ein
Kontakt des Lenkrades auf die Oberschenkel des Fahrers
bei einer Vorverlagerung vermieden wird.
Die Entriegelung der Verbindung der Lenksäule mit der Ka
rosserie kann über einen an der Arretierung direkt ange
ordneten Massenträgheitssensor erfolgen. In einer weite
ren Ausführungsform werden zur Entriegelung der Verbin
dung der Lenksäule mit der Karosserie bereits im Fahrzeug
vorhandene Sensoren, insbesondere Massenträgheitssenso
ren, verwendet. Massenträgheitssensoren sind beispiels
weise in der Auslösemechanik eines Gurtstrammes bzw. ei
nes Airbags eingebaut. Beim Ansprechen eines solchen Sen
sors erfolgt ein elektrischer Kontakt, der die Entriege
lung der Lenksäule bewirkt. Beispielsweise kann durch den
geschlossenen Stromkreis ein Elektromagnet oder eine
elektrisch betätigbare Hydraulikeinheit einen Arretier
stift aus der Verriegelungsposition herausbewegen. Ferner
kann durch den geschlossenen Stromkreis die Entfernung
des Arretierstiftes pyrotechnisch erfolgen. Der Vorteil
eines mechanischen Massenträgheitssensors liegt darin,
daß er nach einem Unfall wiederverwendbar ist. Durch die
Verwendung von Sensoren, insbesondere Massenträgheitssen
soren, mit einer konstanten Auslöse - bzw. Entriegelungs
schwelle erfolgt die Entkopplung der Lenksäule unabhängig
davon, mit welcher Kraft sich der Fahrer am Lenkrad ab
stützt.
Die erfindungsgemäße Lenksäule ist so gelagert, daß die
Vorverlagerung bei einem entsprechenden Unfall in Sekun
den-Bruchteilen, d. h. im Bereich von 20 bis 30 Millise
kunden erfolgt, so daß bei einem Unfall das Lenkrad vom
Fahrer weg bewegt ist, bevor der Fahrer nach vorne be
schleunigt wird. Ferner ist eine mechanische Arretierung
so angeordnet und ausgebildet, daß die Arretierung bei
einer Vorverlagerung der Lenksäule eingreift, so daß die
Lenksäule nicht in den Fahrzeugraum zurückgeschoben wer
den kann. Durch die Verwendung von Schwenkhebeln zur Füh
rung der Lenksäule ist gleichzeitig eine mechanische
Längsverstellung der Lenksäule möglich. Ferner lassen
sich auch elektrische Längs- und Höhenverstellungen re
alisieren. Ferner ist bei der erfindungsgemäßen Lenksäule
mindestens eine Feder so angeordnet und dimensioniert,
daß zum einen das Schwenksystem unter Vorspannung steht
und somit toleranzfrei ist und zum anderen die Vorverla
gerung der Lenksäule unterstützt wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend an
hand der Zeichnungen beispielshalber beschrieben. Dabei
zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer
mit einem Lenkrad versehenen Lenksäule in der
Betriebsstellung sowie in einer vorverlagerten
Stellung,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
oberen Bereichs der Lenksäule der Fig. 1 in
vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 eine Seitenansicht des oberen Bereichs der
Lenksäule einer weiteren mit einer Längsver
stellung versehenen Ausführungsform,
Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie A-A in
der Fig. 3,
Fig. 5 eine Prinzipdarstellung einer weiteren Ausfüh
rungsform der Lenksäule, bei der die Endkopp
lung der Lenksäule von der Karosserie oder der
gleichen pyrotechnisch erfolgt.
In der Fig. 1 ist der vordere Bereich eines Fahrzeuges 1
gezeigt, wobei andeutungsweise die Motorhaube 2 und die
Frontscheibe 3 abgebildet ist. Ferner ist in der Fig. 1
die Querschnittsform einer Armaturentafel 4 in Höhe der
Symmetrielinie einer Lenksäule 5 ersichtlich. Im Fußraum
8 ist die Anordnung der Pedalerie 6 vor einer Stirnwand 7
dargestellt. Am oberen Ende der Lenksäule 5 ist ein
Lenkrad 9 über eine obere Lenkspindel 10 drehbar
befestigt. In der Höhe eines Querträgers 11, der
unterhalb der Armaturentafell 4 verläuft, ist die obere
Lenkspindel 10 mit einer geteilten unteren Lenkspindel 12
über ein Gelenk 13 verbunden. Die untere Lenkspindel 12
besteht aus einer mit einer Außenverzahnung versehenen
Welle 12a, die verschiebbar in einem mit einer
entsprechenden Innenverzahnung versehenen Rohr 14 geführt
ist. Am unteren Ende des Rohres 14 ist die Lenkspindel 12
über ein Gelenk 15 mit dem Lenkgetriebe 16 verbunden. Das
Rohr 14 der Lenkspindel 12 kann an der Stirnwand 7 über
eine Axialabstützung 17 gehaltert sein. Der obere Bereich
der Lenksäule 5 ist in der vorliegenden Ausführungsform
über zwei, voneinander beabstandete Lenkhebelpaare 18 und
19 drehbar an der Karosserie oder dergleichen gelagert.
Im vorliegenden Fall ist das obere Ende des hinteren bzw.
oberen Hebelpaares 18 an einem Gehäuse 20 zur Aufnahme
eines Massenträgheitssensors 21 und einer Arretierung 22
drehbar gehaltert.
Wie aus der Schnittdarstellung der Fig. 4 hervorgeht,
sind die unteren Enden der Hebel 18a bzw. 18b in einem
Mantelrohr 23 der Lenksäule 5 drehbar befestigt. Das
obere Ende des vorderen bzw. unteren Hebelpaares 19 ist
an einer Verlängerung 24 des Querträgers 11 drehbar ange
ordnet. Die unteren Enden der Hebel 19a bzw. 19b des He
belpaares 19 sind entsprechend den unteren Enden der He
bel 18a bzw. 18b des Hebelpaares 18 im Mantelrohr 23 ver
schwenkbar gehaltert.
In der Fig. 1 ist in der strichlierten Darstellung des
Lenkrades 9 und der Hebelpaare 18 und 19 die normale Ar
beits- und Betriebsstellung I in der verriegelten Lage
der Lenksäule 5 eingezeichnet. Aus den durchgezogenen Li
nien ergibt sich die Crash-Stellung II mit einer vorver
lagerten Lenksäule 5 und dem daran angeordneten Lenkrad
9. Wie am unteren Hebelpaar 19 erkennbar ist, sichert ein
federbelasteter Arretierungshebel 25 ein Zurückschwenken
des Hebelpaares 19 und damit der Lenksäule 5. Ein am obe
ren Rand des Lenkrades 9 eingezeichneter Pfeil 26 be
schreibt die Bahnkurve des Lenkrades 9 bei der Vorverla
gerung. Wie aus der Fig. 1 erkennbar, ermöglicht die
Bahnkurve ein Eintauchen des Lenkrades 9 unterhalb der
Armaturentafel 4 in Richtung auf das Anzeigenfeld 27. Die
Pfeile 28 und 29 an der dem Fahrer 30 zugewandten Ober
fläche des Lenkrades 9 symbolisieren die Höhen- und
Längsverstellbarkeit des Lenkrades 9.
In der Fig. 2 ist insbesondere der Massenträgheitssensor
21 und die damit in Wirkverbindung stehende Arretierung
22 erkennbar, wobei dieses Prinzip aus der DE-OS
39 08 117 bekannt ist. Die Arretierung 22 ist ein Hohl
körper 22a, der ein vorderes, offenes Ende 31 mit einem
relativ großen Durchmesser aufweist und der sich ab sei
nem mittleren Bereich über einen Absatz 32 auf einen
kleineren Durchmesser verjüngt. An seinem hinteren, ge
schlossenen Ende 33 ist ein Arretierungsriegel 34 ausge
bildet. Zur Befestigung des hinteren Endes 36 des Massen
trägheitssensors 21 ist eine Längsnut oder Aussparung 35
am hinteren Ende 33 der Arretierung 22 ausgebildet. Die
Befestigung erfolgt über einen Bolzen bzw. eine Schraub
verbindung 47, der bzw. die durch die Aussparung 35 hin
durchgeht, so daß der Hohlkörper 39 des Massenträgheits
sensors 21 ortsfest mit dem Gehäuse 20 und damit mit der
Karosserie verbunden ist. Am vorderen Ende 31 des Hohl
körpers 22a ist ein nach außen stehender, umlaufender
Vorsprung 36 angeformt, der am Gehäuse 20 anliegt und zur
Führung der Arretierung 22 dient. Ferner ist am vorderen
Ende 31 eine Aussparung 37 an der Innenseite der Arretie
rung 22 zur Aufnahme einer Kugel 38 ausgebildet. Der Mas
senträgheitssensor 21 weist einen im Hohlkörper 22a der
Arretierung 22 geführten Hohlkörper 39 auf, dessen Außen
abmessungen den Innenabmessungen des Hohlkörpers 22a an
gepaßt sind. Entsprechend weist der Hohlkörper 39 ein
offenes, vorderes Ende 40 auf, das über seine Stirnfläche
41 am Querträger 11 bzw. an der Verlängerung 24 über
Schraubverbindungen 42 befestigt ist. Zu einer feuchtig
keitsdichten Verbindung mit dem Querträger 11 bzw. dessen
Verlängerung 24 ist eine Dichtung 43 zwischen der Stirn
fläche 41 und der entsprechenden Gegenfläche angeordnet.
Ferner ist ebenfalls zur Verhinderung des Eindringens von
Feuchtigkeit zwischen dem vorderen Ende 40 und der vorde
ren Mantelfläche 44 des Hohlkörpers 39 eine Dichtung 45
angeordnet. Die Dichtung 45 liegt dabei vor der Ausspa
rung 37 im Hohlkörper 22a der Arretierung 22. Gegenüber
der Aussparung 37 im Hohlkörper 22a ist eine Aussparung
46 in der Mantelfläche 44 des Hohlkörpers 39 zur Aufnahme
der Kugel 38 ausgebildet. Ferner weist der Hohlkörper 39
nach innengerichtete Stege bzw. einen umlaufenden Bund 48
auf, die bzw. der zur Halterung eines Innenhohlkörpers 49
dient. Der Innenhohlkörper 49 weist eine Durchgangsöff
nung 50 auf, in der ein Kolben 51 axial verschieblich ge
führt ist. Der Innenhohlkörper 49 ist in drei Abschnitte
52, 53, 54 mit unterschiedlichen Durchmessern unterteilt.
Ein an seinem vorderen Bereich 55 ausgebildeter Abschnitt
52 weist einen Durchmesser auf, der dem Durchmesser der
Stege bzw. dem Bund 48 entspricht und der durch die Stege
bzw. den Bund 48 geführt ist.
Auf dem Abschnitt 52 des Innenhohlkörpers 49 ist eine
Druckfeder 56 angeordnet, die sich zum einen an den Ste
gen bzw. am Bund 48 abstützt und zum anderen auf einen
tellerförmigen Absatz 57 des Kolbens 51 drückt. Die Man
telfläche 58 des tellerförmigen Absatzes verschließt die
Aussparung 46 so, daß die Kugel 38 nicht herausfallen
kann. Auf dem Abschnitt 53 des Innenhohlkörpers 49 ist
eine weitere Druckfeder 59 angeordnet, die sich zum einen
an den Stegen bzw. am Bund 48 abstützt und zum anderen
auf einen verschiebbaren Ringkörper 60 drückt. Der Ring
körper 60 liegt mit seiner Innenfläche 61 auf dem Ab
schnitt 53 des Innenhohlkörpers 49 auf und wird durch die
Feder 59 mit seiner Stirnfläche 62 an den dritten Ab
schnitt 54 des Innenhohlkörpers 49 gedrückt. In den Ab
schnitten 53 und 54 ist eine Öffnung 63 zur Aufnahme
einer mit einem Schwenkarm 65 versehenen Klinke 64 ausge
bildet, wobei die Klinke 64 einen weiteren Arm 66
aufweist, an dem ein Rollkörper 67 angeordnet ist. Die
Klinke 64 ist über einen Lagerbolzen 68 im Abschnitt 54
des Innenhohlkörpers 49 verschwenkbar gelagert. Der
Schwenkarm 66 ist im vorliegenden Fall waagrecht angeord
net und der Rollkörper 67 liegt an der Innenfläche 61 des
Ringkörpers 60 an. Der Schwenkarm 65 liegt an einem ke
gelförmigen Ende 69 des Kolbens 51 an. Ferner weist der
Kolben 51 einen mittleren Absatz 70 auf, der zur Führung
des Kolbens 51 innerhalb des Innenhohlkörpers 49 dient.
Der Abschnitt 54 des Innenhohlkörpers 49 liegt sowohl mit
seiner Mantelfläche 71 als auch mit seiner Stirnseite 72
an der mit einem Absatz 73 versehenen Innenseite des
Hohlkörpers 39 an. Wie aus der Fig. 2 ferner ersichtlich
ist, ist dieser Absatz 73 des Hohlkörpers 39 von einem
entsprechend ausgebildeten Absatz 74 des Hohlkörpers 22a
des Massenträgheitssensors um einen Weg "d" beabstandet,
der notwendig ist, um den Arretierungsriegel 34 aus
seiner Verriegelungsstellung herauszuziehen und damit
eine Vorverlagerung der Lenksäule 5 zu ermöglichen. Zwi
schen der Außenseite des Absatzes 74 des Hohlkörpers 22a
und einem am Gehäuse 20 ausgebildeten Steg 75 ist eine
Druckfeder 76 angeordnet. Wie aus der Fig. 2 ferner her
vorgeht, ist die Länge der Aussparung 35 so ausgelegt,
daß der Hohlkörper 22a den zum Herausziehen des Arretie
rungsriegels 34 erforderlichen Weg "d" ermöglicht.
Der Massenträgheitssensor 21 bewirkt bei einem Crashfall,
bei dem die Beschleunigungskraft größer ist als die Fe
derkraft der Feder 59, daß der Ringkörper 60 nach vorne
verlagert wird. Dadurch bewegt sich über die Feder 56 der
Kolben 51 ebenfalls nach vorne, wodurch die Aussparung 46
freigegeben wird, so daß die Kugel 38 in den Zwischenraum
77 zwischen dem Hohlkörper 39 und dem Innenhohlkörper 49
fällt. Aufgrund der Federkraft der Feder 76 und der
Massenträgheit wird der Hohlkörper 22a über die
Wegstrecke "d" nach vorne bewegt, so daß der Ar
retierungsriegel 34 aus einer Öffnung 79 herausgezogen
wird, die in einer an der Lenksäule 5 angeordneten Halte
rung 78 ausgebildet ist. Nach dem Herausziehen des Arre
tierungsriegels 34 ist die Lenksäule 5 frei ver
schwenkbar. Bei einem Crashfall wirken die durch die Ver
zögerung auftretenden Massenträgheitskräfte auf die Lenk
saule 5 und das Lenkrad 9 sowie im vorliegenden Fall die
Federkraft einer Feder 80, die zwischen dem Gehäuse 20
und damit der Karosserie sowie dem unteren Hebel 19a an
geordnet ist. In der Regel werden aufgrund einer symme
trischen Belastung jeweils eine Feder 80 zwischen dem Ge
häuse 20 und den Hebeln 19a und 19b angeordnet sein. Am
unteren Hebel 19a ist ein dreieckförmiger Flansch 19c
ausgebildet, auf dessen Innenseite der federbelastete
Arretierungshebel 25 drückt, der in der Fig. 2 in
strichlierten Linien dargestellt ist.
In der Fig. 3 ist gegenüber der in den Fig. 1 und 2 ge
zeigten Ausführungsform zusätzlich eine Längsverstellung
81 eingezeichnet. Die Längsverstellung 81 besteht im we
sentlichen aus einem Spannhebel 82, einem Koppelglied 83
und an den jeweiligen Enden des Koppelgliedes 83 gelenkig
angeordneten Schwingen 84 und 85. Bei der Längsverstel
lung ist die obere Lenkspindel 10 verschiebbar in der
Lenksäule 5 gehaltert. Die Feststellung der Lenkspindel
10 erfolgt über einen bekannten Klemmechanismus. Ferner
ist in der Fig. 3 die Linie A-A für den in der Fig. 4 ge
zeigten Schnitt eingezeichnet.
Die Schnittdarstellung der Fig. 4 zeigt neben der bereits
beschriebenen Halterung der unteren Enden der Hebel 18a
und 18b am Mantelrohr 23 bzw. an der Lenksäule 5 die Lage
des Arretierungsriegels 34 sowie die Anordnung und Lage
rung der Längsverstellung 81.
In der Fig. 5 ist schematisch eine Prinzipdarstellung ei
ner weiteren Ausführungsform der Lenksäule 5 dargestellt,
bei der ein bereits im Fahrzeug vorhandene Sensor 86
verwendet wird, der ebenfalls eine konstante Auslöse-
bzw. Entriegelungsschwelle besitzt. Bewegt sich dieser
Sensor 86, dann wird ein Stromkreis 87 geschlossen, der
die Entfernung des Arretierungsriegels 34′ aus seiner
Verriegelungsstellung bewirkt. In der vorliegenden
Ausführungsform erfolgt das Zurückziehen des Arretie
rungsriegels 34 durch das Zünden eines explosionsfähigen
Stoffes 88, der sich in einem Gehäuse 88 befindet. Im
nicht gezündeten Zustand ist der explosionsfähige Stoff
88 zwischen dem Gehäuse 88 und einem Kolben 89 angeord
net, an dem der Arretierungsriegel 34′ ausgebildet ist.
Auf der dem explosionsfähigen Stoff 88 abgewandten Seite
des Kolbens 89 drückt eine Feder 90, die eine zuverläs
sige Lage des Arretierungsriegels 34′ in der Verriege
lungsstellung gewährleistet.
Claims (14)
1. Lenksäule, die mit der Karosserie so verbunden und
an der Karosserie so geführt ist, daß eine Vorverla
gerung der Lenksäule mit einem daran befestigen
Lenkrad oder dergleichen aufgrund der auf die Lenk
säule und das Lenkrad wirkenden Massenträgheits
kräfte möglich ist und mit einer Auslöseeinrichtung,
die die Verbindung zwischen der Lenksäule und der
Karosserie ab einem bestimmten Verzögerungswert
löst, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorverlagerung
der Lenksäule (5) mit dem daran angeordneten Lenkrad
(9) auf einer solchen Bahnkurve erfolgt, daß das
Lenkrad (5) den für die Sicherheit des Fahrers
erforderlichen Abstand erreicht, wobei sich ggf. die
Bewegung des Lenkrades (9) auf der Bahnkurve bis in
den durch eine Armaturentafel (4) umrandeten
Freiraum vor einem Anzeigenfeld (27) erstreckt.
2. Lenksäule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahnkurve so ausgelegt ist, daß das Lenkrad
(9) bei der Vorverlagerung bis zum vorbestimmten
Haltepunkt einen Mindestabstand zum Fahrer, insbe
sondere den Oberschenkeln und Knien des Fahrers,
einhält.
3. Lenksäule nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lenksäule (5) über mindestens
ein Schwenkhebelpaar (18, 19) mit der Karosserie
verbunden ist.
4. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenk
säule (5) über zwei voneinander beabstandete
Schwenkhebelpaare (18, 19) mit der Karosserie ver
bunden ist, deren Anordnungen und Ausgestaltungen
derart sind, daß sich die Lenksäule und das Lenkrad
auf der vorbestimmten Bahnkurve bewegt.
5. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
mindestens einem Lenkhebelpaar (19) eine Feder (80)
derart angeordnet ist, daß die Feder (80) die Bewe
gung der Vorverlagerung unterstützt und/oder das
Schwenkhebelsystem (18, 19) unter Vorspannung zur
Erreichung einer Toleranzfreiheit hält.
6. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
lösevorrichtung einen Sensor (21) aufweist, der eine
konstante Auslöse- bzw. Entriegelungsschwelle
besitzt, so daß die Entkoppelung der Lenksäule (5)
von der Karosserie (20) ab einer bestimmten Unfall
schwere erfolgt, unabhängig von einer Belastung des
Lenkrades (9) durch den Fahrer.
7. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindung der Lenksäule (5) mit der Karosserie über
mechanische und/oder hydraulische und/oder elektro
magnetische Mittel erfolgt.
8. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindung der Lenksäule (5) mit der Karosserie (20)
über einen Arretierungsriegel (34) erfolgt, der in
bzw. an der Karosserie (20) verschiebbar geführt ist
und in der Verriegelungsposition in Eingriff mit
einer an der Lenksäule (5) ausgebildeten Halterung
(78) steht.
9. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sen
sor (21) unmittelbar die Auslöseeinrichtung zum Ent
fernen des Arretierungsriegels (34) betätigt.
10. Lenksäule nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor (86)
ein Signal erzeugt, das zur Betätigung der Auslöse
einrichtung und damit zur Entriegelung führt.
11. Lenksäule nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (86) einen elektrischen Stromkreis
schließt, der über eine entsprechende Auslöseein
richtung bzw. entsprechende Mittel die Verbindung
der Lenksäule (5) mit der Karosserie löst.
12. Lenksäule nach den Ansprüchen 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schließung des Stromkreises
einen explosionsfähigen Stoff (87) zündet, der die
Arretierung (34) löst.
13. Lenksäule nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Vorrich
tungen bzw. Mittel vorgesehen sind, die verhindern,
daß die vorverlagerte Lenksäule (5) zurückschiebbar
ist.
14. Lenksäule nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß sich mindestens ein federbelasteter Arretie
rungshebel oder Stift (25) während der Verriege
lungsstellung sowie bis zum Erreichen eines Sicher
heitsabstandes des sich vorverlagernden Lenkrades
(9) zum Fahrer in einer unbetätigten Position
befindet und daß der Stift (25) nach Erreichen des
Sicherheitsabstandes des Lenkrades (9) zum Fahrer in
die Bewegungsbahn der Lenksäule (5) bzw. des
Schwenksystems (18, 19) so heraustritt, daß eine
Rückverlagerung verhindert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4030841A DE4030841A1 (de) | 1990-09-30 | 1990-09-30 | Lenksaeule fuer kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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