DE4029561A1 - Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung - Google Patents
AchsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Achsenintaktheitsdis
kriminationssicherheitszeitgeberanordnung, die dahingehend
funktioniert, daß sie die Radschlupfkontroll- bzw. -steuer-
bzw. -regeloperation auf einer pro Fahrgestellbasis während
gewisser Fehlfunktionen, die möglicherweise eine verlängerte
Zeitdauer des Freigebens des Bremszylinderdrucks verursachen
könnten, unwirksam macht oder aufhebt.
In bisherigen Arten von Transportsystemen, wie beispielsweise
in Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn- und/oder Massen- und
Schnelltransport-Operationen, umfaßt die Ausrüstung einen
Teil, der als eine "H-1 Elektronikeinheit" bezeichnet wird,
welcher dahingehend funktioniert, daß er elektrische und
pneumatische Eingangssignale interpretiert und diese Signale
in elektrische Ausgangssignale umwandelt, die für die Steue
rung und/oder Regelung von einer oder mehreren Betriebsbrem
sen, die Radschlupfkontrolle bzw. -steuerung bzw. -regelung,
für eine oder mehrere Anzeigevorrichtungen und gewisse Fehl
funktionsanzeigen erforderlich sind. Die "H-1 Elektronikein
heit" weist einen sogenannten Watchdog-Zeitgeber bzw. einen
Überwachungs-Zeitgeber auf, der so ausgebildet ist, daß er
die Operation und den Zustand der Ausrüstung überwacht. In
der Vergangenheit hat der sogenannte Watchdog-Zeitgeber bzw.
Überwachungs-Zeitgeber nicht mit den Entleerungs- bzw. Ablaß
ventilen des Bremssystems des Eisenbahnfahrzeugs zusammenge
arbeitet oder diese Entleerungs- bzw. Ablaßventile gesteuert
und/oder geregelt. In der Praxis war der konventionelle Si
cherheitszeitgeber normalerweise ein Standard-Fünf(5)-Sekun
den-Zeitgeber, der aus einem R-C-Netzwerk und einem elektro
magnetischen Relais bestand. Diese Art von Lösung erschien
dann adäquat, wenn das Steuer- und/oder Regelsystem ein rela
tiv einfaches und nicht für hohe Ansprüche bzw. nicht hoch
entwickeltes System war. Jedoch wurde bei weiterer Prüfung
und beim weiteren Testen gefunden, daß dieser bisherige Si
cherheitszeitgeber insbesondere insofern inadäquat ist, als
der Zeitgeber irrtümlicher- bzw. fehlerhafterweise mittels
einer Tabellenfreigabe-Zeitsperre oder mittels eines Anwen
dungsimpulses, der während einer Schlupfkorrektur gebraucht
wird, in einen Rückstellzustand gebracht werden kann, was ei
nen Zustand von verlängerter Freigabe bzw. von verlängerter
Auslösung des Bremszylinderdrucks erzeugen kann. Ein solches
unbeabsichtigtes Rückstellen ist in den ausgeklügelten Si
cherheitszeitgebern des jetzigen Standes der Technik unan
nehmbar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgemäß insbeson
dere, einen neuen und verbesserten Sicherheitszeitgeber, ins
besondere eine neue und verbesserte Achsenintaktheitsdiskri
minationssicherheitszeitgeberanordnung, zur Verfügung zu
stellen, der bzw. die gegen eine unechte bzw. fehlerhafte
Rückstellung geschützt ist, insbesondere gegen eine fehler
hafte Rückstellung durch eine Tabellenfreigabezeitsperre bzw.
eine durch eine Tabelle aktivierte oder freigegebene Sperr
zeit oder einen Anwendungsimpuls während eines Schlupfzu
stands.
Weiterhin wird mit der Erfindung eine eigen- bzw. neuartige
Sicherheitszeitgeberanordnung zur Verfügung gestellt, in der
ein Öffnungs-, Kurzschluß- oder Komponentenfehler in der
Schaltung zu einer Entregung bzw. Ausschaltung des Watchdog-
Zeitgebers bzw. Überwachungszeitgebers führt und eine Ab
schaltung bzw. Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Rad
schlupfsteuer- und/oder -regelventil und der Elektronikein
heit bewirkt.
Weiterhin wird mit der vorliegenden Erfindung ein Sicher
heitszeitgeber zur Verfügung gestellt, der durch eine zentra
le Verarbeitungseinheit (CPU) gesteuert und/oder geregelt
wird oder werden kann, welche eine gewisse Frequenz emit
tiert, so daß dann, wenn das Mikroprozessorprogramm nicht
richtig arbeitet, die angemessene Impulsfrequenz bewirkt, daß
der Sicherheitszeitgeber die Verbindung zwischen der Elektro
nikeinheit und den Radschlupfsteuer- und/oder -regelventilen
unterbricht.
Außerdem wird mit der vorliegenden Erfindung eine neuartige
Watchdog-Zeitgeberschaltung bzw. Überwachungszeitgeberschal
tung zur Verfügung gestellt, die dahingehend funktioniert,
daß sie die Radschlupfsteuerung und/oder -regelung auf einer
Pro-Fahrgestell-Basis während des Auftretens einer Fehlfunk
tion, die zu einer verlängerten Auslösung bzw. Freigabe des
Bremszylinderdrucks eines Eisenbahnfahrzeugs führen könnte,
unwirksam macht bzw. aufhebt.
Darüber hinaus wird mit der vorliegenden Erfindung eine Ach
senintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung
zur Verfügung gestellt, die im Betrieb zuverlässig, im Ge
brauch dauerhaft, im Service und Betrieb äußerst leistungsfä
hig und in der Aus- bzw. Durchführung hochwirksam ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird insbesondere eine Ach
senintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung zur
Verfügung gestellt, umfassend ein erstes Logiknetzwerk, das
mit einem Paar von Sicherheitszeitgebern verbunden ist, wobei
das Paar von Sicherheitszeitgebern mit einem zweiten Logik
netzwerk verbunden ist, wobei das zweite Logiknetzwerk mit
einem Paar von Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw.
-schwellwertdetektionssensoren verbunden ist, wobei das Paar
von Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertde
tektionssensoren mit einem dritten Logiknetzwerk verbunden
ist, wobei das dritte Logiknetzwerk mit einem Paar von Aus
gangsschaltungen verbunden ist, wobei außerdem das Paar von
Sicherheitszeitgebern mit einem vierten Logiknetzwerk verbun
den ist, wobei ferner ein fünftes Logiknetzwerk mit dem drit
ten Logiknetzwerk und auch mit einem sechsten Logiknetzwerk
verbunden ist, und wobei schließlich das sechste Logiknetz
werk mit einem Paar von Fahrgestellabschaltschaltungen zum
Unwirksammachen der Schlupfsteuerung und/oder -regelung auf
einem Mehrfahrgestellfahrzeug zum Verhindern einer übermäßig
ausgedehnten Zeitdauer der Freigabe bzw. Auslösung des Brems
zylinderdrucks verbunden ist.
Weiter wird gemäß der Erfindung eine Achsenintaktheitsdiskri
minationssicherheitszeitgeberanordnung zur Verfügung ge
stellt, umfassend eine erste Logikeinrichtung, die ein Paar
von Sicherheitszeitgebern steuert und/oder regelt, wobei das
Paar von Sicherheitszeitgebern mit einer zweiten Logikein
richtung verbunden ist, wobei die zweite Logikeinrichtung ein
Paar von Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwell
wertdetektionssensoren steuert und/oder regelt, wobei dieses
Paar von Geschwindigkeitsdifferenzdetektionssensoren mit ei
ner dritten Logikeinrichtung verbunden ist, wobei die dritte
Logikeinrichtung ein Paar von Ausgangsschaltungen steuert
und/oder regelt, wobei außerdem das Paar von Sicherheitszeit
gebern mit einer vierten Logikeinrichtung verbunden ist, wo
bei ferner eine fünfte Logikeinrichtung mit der dritten Lo
gikeinrichtung und außerdem mit einer sechsten Logikeinrich
tung verbunden ist, und wobei schließlich die sechste Logik
einrichtung ein Paar von Fahrgestellausschaltschaltungen zum
Unwirksammachen der Schlupfkorrektur auf einem Mehrfahrge
stellfahrzeug zum Verhindern einer übermäßig ausgedehnten
Zeitdauer der Freigabe bzw. Auslösung des Bremszylinderdrucks
steuert und/oder regelt.
Die vorstehenden sowie weitere damit verbundene Merkmale und
Vorteile der Erfindung seien nachstehend anhand einer beson
ders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Bezug
nahme auf die Fig. 1 bis 3 in näheren Einzelheiten beschrie
ben und erläutert, um die Erfindung in Verbindung mit den Fi
guren der Zeichnung noch besser verständlich zu machen; es
zeigen:
Fig. 1 ein schematisches Schaltbild einer Achsenintakt
heitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung ge
mäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm, das eine funktionelle Subroutine
veranschaulicht, die durch die Schaltung der Fig. 1
ausgeführt wird; und
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm, welches eine andere funktionelle
Subroutine veranschaulicht, die ebenfalls durch die
Schaltung der Fig. 1 ausgeführt wird.
In der nun folgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung
sei auf die Figuren der Zeichnung Bezug genommen, und zwar
zunächst insbesondere auf Fig. 1, worin ein schematisches
Blockschaltbild eines Achsengesundheits- bzw. -intaktheits
diskriminationssicherheitszeitgebers für die Verwendung auf
einem Mehrachsen-Fahrzeug gezeigt ist. Es sei beachtet, daß der
vorliegende Sicherheitszeitgeber aus einer Mehrzahl von logi
schen Netzwerken aufgebaut ist, die in geeigneter Weise mit
einander mit angemessenen elektronischen Schaltungen zur
Durchführung des eigenartigen bzw. spezifischen funktionellen
Betriebs des Gegenstands der vorliegenden Erfindung verbunden
sind.
Wie dargestellt, hat ein erstes ODER-Logiknetzwerk OLN1 ein
erstes zwei Eingänge aufweisendes ODER-Tor OG1, von dem der
eine Eingang mit einem Anschluß IT1 verbunden ist, während
der andere Eingang mit einem Anschluß IT2 verbunden ist. Das
auf dem Anschluß IT1 erscheinende Logikeingangssignal wird
von einem Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwell
wertdetektionssensor von einer Radachseneinheit eines ersten
Fahrgestells des Fahrzeugs abgeleitet, während das Logikein
gangssignal, das auf dem Anschluß IT2 erscheint, von einem
Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertdetek
tionssensor der anderen Radachseneinheit des ersten Fahrge
stells abgeleitet wird. Jeder der Geschwindigkeitsdifferenz
schwellen- bzw. -schwellwertdetektionssensoren funktioniert
in im wesentlichen der gleichen Art und Weise zum Bestimmen,
ob die Geschwindigkeit einer speziellen oder der einen Achse
innerhalb eines Geschwindigkeitsvariationsbereichs der darauf
bezogenen oder anderen Achse auf dem Fahrgestell ist. Wenn
z. B. die Geschwindigkeit der bezogenen Achse minus der Ge
schwindigkeit der speziellen Achse des ersten Fahrgestells
größer als oder gleich einem vorbestimmten Geschwindigkeits
einstell- bzw. -sollwert ist, ist der Ausgang des jeweiligen
Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertdetek
tionssensors eine logische "1". Umgekehrt ist der Ausgang des
jeweiligen Sensors eine logische "0", wenn die Geschwindig
keit der anderen Achse minus der Geschwindigkeit der einen
Achse des ersten Fahrgestells geringer als der und nicht
gleich dem vorbestimmten Geschwindigkeitseinstell- bzw.
-sollwert ist.
Wie man sieht, weist das erste Logiknetzwerk OLN1 außerdem
ein zwei Eingänge besitzendes ODER-Tor OG2 auf, von dem der
eine Eingang mit einem Anschluß IT3 verbunden ist, während
der andere Eingang mit einem Anschluß IT4 verbunden ist. Das
auf dem Anschluß IT3 erscheinende Logikeingangssignal wird
von einem Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwell
wertdetektionssensor der einen Radachseneinheit eines zweiten
Fahrgestells des Fahrzeugs abgeleitet, während das auf dem
Anschluß IT4 erscheinende Logikeingangssignal von einem Ge
schwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertdetek
tionssensor der anderen Radachseneinheit des zweiten Fahrge
stells abgeleitet wird. Wiederum ist es so, daß dann, wenn
die Geschwindigkeit der anderen Achse minus der Geschwindig
keit der einen Achse des zweiten Fahrgestells größer als ein
vorbestimmter oder gleich einem vorbestimmten Geschwindig
keitseinstell- bzw. -sollwert ist, der Ausgang des jeweiligen
Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertdetek
tionssensors eine logische "1" ist. In einer entsprechenden
Weise ist der Ausgang des jeweiligen Geschwindigkeitsdiffe
renzschwellen- bzw. -schwellwertdetektionssensors eine logi
sche "0", wenn die Geschwindigkeit der anderen Achse minus
der Geschwindigkeit der einen Achse des zweiten Fahrgestells
geringer als der vorbestimmte und nicht gleich dem vorbe
stimmten Geschwindigkeitseinstell- bzw. -sollwert ist.
Es sei hier darauf hingewiesen, daß im Rahmen der vorliegen
den Beschreibung und Ansprüche aus Abkürzungsgründen für den
Begriff "Geschwindigkeitseinstell- bzw. -sollwert" abkürzend
die Bezeichnung "Geschwindigkeitssollwert" und für den Be
griff "Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwert
detektionssensor" abkürzend der Begriff "Geschwindigkeitsdif
ferenzschwellwertdetektionssensor" verwendet wird.
Die folgende Tabelle ist eine Liste der Sollwertvariationen
bzw. -schwankungen mit Bezug auf die verschiedenen Fahrzeug
geschwindigkeiten.
| Fahrzeuggeschwindigkeit | |
| SDTD-Sollwert | |
| <25,75 km/h (<16 mph) | |
| 6,44 km/h (4 mph) | |
| 25,75-51,50 km/h (16-32 mph) | 9,66 km/h (6 mph) |
| 51,50-77,25 km/h (32-48 mph) | 12,87 km/h (8 mph) |
| 77,25-103,00 km/h (48-64 mph) | 14,48 km/h (9 mph) |
| 103,00-128,74 km/h (64-80 mph) | 16,09 km/h (10 mph) |
| 128,74-154,49 km/h (80-96 mph) | 19,31 km/h (12 mph) |
| 154,49-180,24 km/h (96-112 mph) | 20,92 km/h (13 mph) |
| <180,24 km/h (<112 mph) | 22,53 km/h (14 mph) |
Die Abkürzung SDTD in der vorstehenden Tabelle bedeutet "Ge
schwindigkeitsdifferenzschwellwertdetektions-".
Es ist weiter zu beachten, daß das erste Logiknetzwerk OLN1
ein drittes ODER-Tor OG3 besitzt, das zwei Eingänge hat, von
denen der eine Eingang mit einem Anschluß IT5 verbunden ist,
während der andere Eingang mit einem Anschluß IT6 verbunden
ist. Das auf dem Anschluß IT5 erscheinende Logikeingangssi
gnal wird mittels eines Nullgeschwindigkeitssensors erzeugt.
Es sei darauf hingewiesen, daß ein Nullgeschwindigkeitswert
als eine solche Geschwindigkeit definiert ist, die unter 5,63 km/h
(3,5 Meilen/Stunde (mph)) ist, wenn die Geschwindigkeit
des Fahrzeugs abnimmt, sowie weiter als eine Geschwindigkeit
definiert ist, die unter 7,24 km/h (4,5 Meilen/Stunde (mph))
ist, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zunimmt. Diese
Funktion wird auf einer Pro-Fahrgestell-Basis bewerkstelligt.
In der Praxis hat der Nullgeschwindigkeitssensor drei Eingän
ge, die von dem Höchstgeschwindigkeitsbestimmungssensor bzw.
dem die höchste Geschwindigkeit bestimmenden Sensor, der Syn
chrontabellenfreigabe- bzw. -aktivierungs-ODER-Schaltung
(hierfür wird im Rahmen der Beschreibung und der Ansprüche
abgekürzt die Bezeichnung "Synchrontabellenfreigabe-ODER-
Schaltung" verwendet), und der Primärtabellenfreigabe- bzw.
-aktivierungs-ODER-Schaltung (für diesen Begriff wird im Rah
men der Beschreibung und der Ansprüche abkürzend die Bezeich
nung "Primärtabellenfreigabe-ODER-Schaltung" verwendet) er
halten bzw. zugeführt werden. Der Nullgeschwindigkeitssensor
empfängt ein Eingangssignal, das proportional zur spezifi
schen Geschwindigkeit ist, von dem Höchstgeschwindigkeitsbe
stimmungssensor bzw. dem die höchste Geschwindigkeit bestim
menden Sensor und vergleicht es mit einem Geschwindigkeits
wert von 5,63 km/h (3,5 mph). Der Sensor funktioniert in ei
ner Setz- und Rücksetz-Weise, so daß das Ausgangssignal des
Nullgeschwindigkeitssensors eine logische "1" ist, wenn das
Eingangsgeschwindigkeitssignal von dem Höchstgeschwindig
keitsbestimmungssensor geringer als 5,63 km/h (3,5 mph) ist
und wenn die Eingangssignale von der Synchrontabellenfreiga
be-ODER-Schaltung und der Primärtabellenfreigabe-ODER-Schal
tung beide eine logische "0" sind. Wenn umgekehrt das Ein
gangsgeschwindigkeitssignal von dem Höchstgeschwindigkeitsbe
stimmungssensor größer als 7,24 km/h (4,5 mph) ist, wird der
Ausgang des Nullgeschwindigkeitssensors auf eine logische "0"
zurückgesetzt. Weiter ist es so, daß dann, wenn das Eingangs
geschwindigkeitssignal von dem Höchstgeschwindigkeitsbestim
mungssensor geringer als oder gleich 5,63 km/h (3,5 mph) ist
und die Eingangssignale von der Synchrontabellenfreigabe-
ODER-Schaltung und der Primärtabellenfreigabe-ODER-Schaltung
beide eine logische "1" sind, der Ausgang des Nullgeschwin
digkeitssensors während 3 Sekunden auf einer logischen "0"
bleibt, und dann wird der Ausgang auf eine logische "1" zu
rückgesetzt. Das auf dem Anschluß IT6 erscheinende Logikein
gangssignal wird von einer "In Antrieb"-Einrichtung abgelei
tet und kann durch einen Bremsfreigabedruckschalter erzeugt
werden oder kann ein diskretes Signal sein, das durch die An
triebsausrüstung bzw. -anlage erzeugt wird. Dieses Eingangs
signal zeigt an, ob der Zug in einer Antriebsbetriebsweise
oder einer Bremsbetriebsweise ist. Wenn der Zug in der An
triebsbetriebsweise ist, ist der Ausgang des Sensors eine lo
gische "1", andernfalls ist der Ausgang eine logische "0".
Wie man sieht, weist das erste Logiknetzwerk ein viertes
ODER-Tor OG4 auf, das zwei Eingänge hat, von denen der eine
Eingang mit einem Anschluß IT7 verbunden ist, während der an
dere Eingang mit dem Ausgang des ODER-Tors OG3 verbunden ist.
Das auf dem Anschluß IT7 erscheinende Logiksignal bedeutet
die Aktivierung des Unterbrechungs- bzw. Ausschaltrelais
(hierfür wird im Rahmen der Beschreibung und der Ansprüche
abkürzend die Bezeichnung "Ausschaltrelais" verwendet) des
ersten Fahrgestells des Fahrzeugs.
Wie dargestellt, weist das erste Logiknetzwerk ein fünftes
ODER-Tor OG5 auf, das zwei Eingänge hat, von denen auch der
eine Eingang mit dem Ausgang des ODER-Tors OG3 verbunden
ist, während der andere Eingang mit einem Anschluß IT8 ver
bunden ist. Das auf dem Eingangsanschluß IT8 erscheinende Lo
giksignal bedeutet die Aktivierung des Ausschaltrelais des
zweiten Fahrgestells des Fahrzeugs.
Wie man sieht, ist der Ausgang des ODER-Tors OG4 mit dem Ein
gang des Sicherheitszeitgebers Nr. 1, der mit ST1 bezeichnet
ist, für das erste Fahrgestell des Fahrzeugs verbunden, wäh
rend der Ausgang des ODER-Tors OG5 mit dem Eingang des Si
cherheitszeitgebers Nr. 2, der als ST2 bezeichnet ist, für
das zweite Fahrgestell des Fahrzeugs verbunden ist. Der spe
zifische Sicherheitszeitgeber für jedes Fahrgestell inkremen
tiert selbst bei jedem Prozeßzyklus des Systems. Jeder der
Zeitgeber wird auf ein Null-(0)-Stadium oder einen Null-(0)-
Zustand zurückgesetzt, wenn der Eingang bzw. das Eingangs
signal zu dem ODER-Tor OG3 von der Eingangsleistungseinrich
tung auf dem Anschluß IT5 eine logische "1" ist und/oder wenn
der Eingang zu dem ODER-Tor OG3 von dem Nullgeschwindigkeits
sensor auf dem Anschluß IT6 eine logische "1" ist, welcher zu
den jeweiligen Sicherheitszeitgebern ST1 und ST2 über die
ODER-Tore OG4 und OG5 überführt wird. Weiterhin sei darauf
hingewiesen, daß der Sicherheitszeitgeber ST1 in einen Null
zustand zurückgesetzt wird, wenn der Eingangsanschluß IT7 des
ODER-Tors OG4 eine logische "1" annimmt, welche die Tatsache
bestätigt, daß das Ausschaltrelais des ersten Fahrgestells
aktiviert worden ist, und daß der Sicherheitszeitgeber ST2 in
einen Nullzustand zurückgesetzt wird, wenn der Eingangsan
schluß IT8 des ODER-Tors OG5 eine logische "1" annimmt, wel
che bestätigt, daß das Ausschaltrelais des zweiten Fahrge
stells erregt ist.
Wie man sieht, ist der Ausgang des Nr. 1-Sicherheitszeitge
bers ST1 mit einem zweiten Logiknetzwerk ALN1 verbunden, das
ein erstes UND-Tor AG1 mit zwei Eingängen und ein zweites
UND-Tor AG2 mit zwei Eingängen aufweist. Wie dargestellt, ist
der eine Eingang des ersten, zwei Eingänge aufweisenden UND-
Tors AG1 mit dem Ausgang des Nr. 1-Sicherheitszeitgebers ST1
verbunden, während der andere Eingang des UND-Tors AG1 mit
dem Ausgang des ODER-Tors OG1 verbunden ist. Außerdem ist er
sichtlich, daß der Ausgang des ersten UND-Tors AG1 mit dem
Eingang eines ersten Geschwindigkeitsdifferenzschwellwertde
tektionssensors oder der Nr. 1-VDIFF-Warnsignaltorschaltung SDTD1
verbunden ist. In entsprechender Weise ist der Ausgang des
Nr. 2-Sicherheitszeitgebers ST2 mit dem einen Eingang des
zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG2 verbunden, während
der andere Eingang des UND-Tors AG2 mit dem Ausgang des ODER-
Tors OG2 verbunden ist. Wie man weiter sieht, ist der Ausgang
des zweiten UND-Tors AG2 mit dem Eingang eines zweiten Ge
schwindigkeitsdifferenzschwellwertdetektionssensors oder ei
ner Nr. 2-VDIFF-Warnsignaltorschaltung SDTD2 verbunden. So
wohl der erste Geschwindigkeitsdifferenzschwellwertsensor
SDTD1 als auch der zweite Geschwindigkeitsdifferenzschwell
wertsensor SDTD2 erfüllt die Funktion, daß er bestimmt, ob
eine spezielle Achsengeschwindigkeit innerhalb eines Ge
schwindigkeitsvariations- bzw. -schwankungsbereichs der ande
ren Achse auf dem Fahrgestell ist. Wenn die Geschwindigkeit
der anderen Achse minus der Geschwindigkeit der einen Achse
größer als ein oder gleich einem geschwindigkeitsbestimmten
Sollwert ist, ist der Ausgang des gegebenen Sensors eine lo
gische "1". Wenn das nicht der Fall ist, ist der Ausgang des
Sensors eine logische "0". Die folgende Tabelle gibt die ge
schwindigkeitsbestimmten Sollwerte für die verschiedenen Ge
schwindigkeiten des Fahrzeugs wieder.
| Fahrzeuggeschwindigkeit | |
| SDTD-Sollwert | |
| <25,75 km/h (<16 mph) | |
| 6,44 km/h (4 mph) | |
| 25,75-51,50 km/h (16-32 mph) | 9,66 km/h (6 mph) |
| 51,50-77,25 km/h (32-48 mph) | 12,87 km/h (8 mph) |
| 77,25-103,00 km/h (48-64 mph) | 14,48 km/h (9 mph) |
| 103,00-128,74 km/h (64-80 mph) | 16,09 km/h (10 mph) |
| 128,74-154,49 km/h (80-96 mph) | 19,31 km/h (12 mph) |
| 154,49-180,24 km/h (96-112 mph) | 20,92 km/h (13 mph) |
| <180,24 km/h (<112 mph) | 22,53 km/h (14 mph) |
In dieser Tabelle bedeutet SDTD-Sollwert der Geschwindig
keitsdifferenzschwellwertdetektions-Sollwert.
Es sei darauf hingewiesen, daß der Ausgang des ersten Warnsi
gnaltorsensors SDTD1 immer dann eine logische "1" ist, wenn
der Eingang von dem Sicherheitszeitgeber ST1 ein voreinge
stelltes Niveau übersteigt, nämlich drei (3) Sekunden, und
der Eingang von dem ODER-Tor OG1 äquivalent einer logi
schen "1" ist. In entsprechender Weise ist der Ausgang des zwei
ten Warnsignaltorsensors SDTD2 immer dann eine logische "1",
wenn der Eingang von dem Sicherheitszeitgeber ST2 ein vorbe
stimmtes Niveau überschreitet, nämlich drei (3) Sekunden, und
der Eingang von dem ODER-Tor OG2 äquivalent einer logi
schen "1" ist.
Wie dargestellt, ist der erste Warnsignaltorsensor SDTD1 mit
einem dritten Logiknetzwerk ALN2 verbunden, das ein Paar von
je zwei Eingänge aufweisenden UND-Toren AG3 und AG4 aufweist.
Wie gezeigt, ist der Ausgang des ersten Warnsignaltorsensors
SDTD1 mit dem einen Eingang des dritten UND-Tors AG3, das
zwei Eingänge aufweist, verbunden, während der Ausgang des
zweiten Warnsignalsensors SDTD2 mit dem einen Eingang des
vierten UND-Tors AG4, das zwei Eingänge aufweist, verbunden
ist. Der andere Eingang des UND-Tors AG3 ist mit dem Ausgang
eines siebten, zwei Eingänge besitzenden ODER-Tors OG7 eines
vierten Logiknetzwerks OLN2 verbunden, während der andere
Eingang des UND-Tors AG4 mit dem Ausgang eines achten, zwei
Eingänge besitzenden ODER-Tors OG8 des vierten Logiknetzwerks
OLN2 verbunden ist. Wie man sieht, ist ein Eingang des zwei
Eingänge besitzenden ODER-Tors OG7 mit einem Anschluß IT9
verbunden, während der andere Eingang des zwei Eingänge be
sitzenden ODER-Tors OG7 mit einem Anschluß IT10 verbunden
ist. Das auf dem Anschluß IT9 erscheinende Logikeingangssi
gnal wird von einem Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbe
stimmungsperiodensensor auf einer Achse des ersten Fahrge
stells des Fahrzeugs abgeleitet, während das auf dem Anschluß
IT10 erscheinende Logikeingangssignal von einem Geschwindig
keitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensor der ande
ren Achse des ersten Fahrgestells des Fahrzeugs abgeleitet
wird. In entsprechender Weise ist der eine Eingang des zwei
Eingänge aufweisenden ODER-Tors OG8 mit einem Anschluß IT11
verbunden, während der andere Eingang des zwei Eingänge auf
weisenden ODER-Tors OG8 mit einem Anschluß IT12 verbunden
ist. Das auf dem Anschluß IT11 erscheinende Logikeingangssi
gnal wird von einem Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbe
stimmungsperiodensensor auf einer Achse des zweiten Fahrge
stells des Fahrzeugs abgeleitet, während das auf dem Anschluß
IT12 erscheinende Logikeingangssignal von einem Geschwindig
keitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensor der ande
ren Achse des zweiten Fahrgestells des Fahrzeugs abgeleitet
wird.
Jeder der Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungspe
riodensensoren weist zwei Eingänge auf, von denen einer mit
einer Geschwindigkeitsvergleichsschaltung verbunden ist,
während der andere mit einem Diagnostik-Rückstellsensor ver
bunden ist. Die Geschwindigkeitsvergleichsschaltung ver
gleicht die Achsengeschwindigkeit, die überprüft wird, mit
der anderen Achsengeschwindigkeit auf dem speziellen Fahrge
stell des Fahrzeugs. In der Praxis gibt es drei Eingänge für
jeden der Geschwindigkeitsvergleichssensoren. Zwei der Ein
gänge (dieser Begriff wird im Rahmen der vorliegenden Be
schreibung und der Ansprüche insbesondere auch für "Eingangs
signale" verwendet) sind die Geschwindigkeiten der beiden
Achsen, die verglichen werden, und der dritte Eingang wird
von der Geschwindigkeitsdiagnostikvergleichswerttabelle abge
leitet. Die Funktion wird auf einer Pro-Fahrgestell-Basis be
werkstelligt. Die beiden Achsengeschwindigkeitswerte werden
durch Subtrahieren des Geschwindigkeitswerts der einen Achse
von dem Geschwindigkeitswert der anderen Achse verglichen.
Die Differenz oder der resultierende Wert wird dann mit dem
Eingangswert von der Geschwindigkeitsdiagnostikvergleichs
werttabelle verglichen, und wenn der resultierende Wert grö
ßer als der oder gleich dem Wert des Geschwindigkeitsdiagno
stikvergleichswerttabellen-Eingangssignals ist, wird der Aus
gang (dieser Begriff wird im Rahmen der vorliegenden Be
schreibung und Ansprüche insbesondere auch für "Ausgangssi
gnal" verwendet) des Geschwindigkeitsvergleichssensors eine
logische "1", wenn das nicht der Fall ist, dann wird der Aus
gang eine logische "0". Wenn nun der Geschwindigkeitsfehler-
bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensor während sieben (7) Se
kunden eine kontinuierliche logische "1" von dem Geschwindig
keitsvergleichssensor empfängt, ist sein Ausgang eine logi
sche "1". Der Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbestim
mungsperiodensensor hält die logische "1" aufrecht, bis er
durch ein Eingangssignal einer logischen "1" zurückgestellt
wird, das er von dem Geschwindigkeitsdiagnostikvergleichs
werttabellensensor empfängt. Wenn nun der Geschwindigkeits
fehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensor jedoch keinen
kontinuierlichen Eingang in Form einer logischen "1" von dem
Geschwindigkeitsvergleichssensor während sieben (7) Sekunden
empfängt, dann bleibt sein Ausgang auf einer logischen "0".
Es sei angenommen, daß entweder einer der Geschwindigkeits
fehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensoren oder beide
Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensen
soren ein Signal in Form einer logischen "1" auf den An
schlüssen IT9 und IT10 erzeugen, dann geht der Ausgang des
ODER-Tors OG7 auf eine logische "1", die einem der Eingänge
des dritten, zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG3 zuge
führt wird. Wenn nun zur gleichen Zeit der VDIFF-Warnsignal
sensor SDTD1 ein Signal in der Form einer logischen "1" dem
anderen Eingang des zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG3
zuführt, dann erzeugt das UND-Tor AG3 eine logische "1", die
dem Eingang der Nr. 1-VDIFF-Ausgangsschaltung SNVO1 zugeführt
wird. Das bewirkt die Aktivierung der VDIFF-Ausgangsschaltung
SNVO1, so daß sie über den Ausgangsanschluß OT1 ein Eingangs
signal zu der Zug- bzw. Traktionskraftausgangsschaltung sen
det. Auf diese Weise bewirkt das Signal auf dem Anschluß OT1
die Wiederherstellung der Zug- bzw. Traktionskraft des Fahr
zeugs. Zur gleichen Zeit liefert die Nr. 1-VDIFF-Ausgangs
schaltung außerdem ein Eingangssignal an den Ausgangsanschluß
OT2, der mit dem Nr. 1-Magnetventiltreiber bzw. -trieb ver
bunden ist, um zu bewirken, daß das Magnetventil in einen An
wendungszustand geht. Wie gezeigt, ist der Ausgangsanschluß
OT2 auch über eine Rückkopplungsschleife oder -schaltung FB1
mit dem Eingangsanschluß IT13 verbunden. In entsprechender
Weise geht, wenn einer der Geschwindigkeitsfehler- bzw. -aus
fallbestimmungsperiodensensoren oder beide Geschwindigkeits
fehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensoren ein Signal
in Form einer logischen "1" auf den Anschlüssen IT11 und IT12
erzeugen, das Ausgangssignal des ODER-Tors OG8 auf eine logi
sche "1", die einem der Eingänge des zwei Eingänge aufweisen
den UND-Tors AG4 zugeführt wird. Wenn nun zur gleichen Zeit
der VDIFF-Warnsignalsensor SDTD2 auch ein Signal in Form ei
ner logischen "1" an den anderen Eingang des zwei Eingänge
aufweisenden UND-Tors AG4 liefert, dann erzeugt das UND-Tor
AG4 eine logische "1", die dem Eingang der Nr. 2-VDIFF-Aus
gangsschaltung SNVO2 zugeführt wird. Das bewirkt die Aktivie
rung der VDIFF-Ausgangsschaltung SNVO2, so daß sie ein Ein
gangssignal auf den Zug- bzw. Traktionskraftausgangsanschluß
OT3 und auf den Nr. 2-Magnetventiltreiber bzw. -triebaus
gangsanschluß OT4 gibt. Das bewirkt die Wiederherstellung der
Zug- bzw. Traktionskraft und führt zu der Betätigung des Ma
gnetventils für die Herstellung eines Anwendungszustands. Wie
dargestellt, ist der Ausgangsanschluß OT4 außerdem über eine
Rückkopplungsschleife oder -schaltung FB2 mit dem Eingangsan
schluß IT14 verbunden.
Wie vorstehend erwähnt, sind die Eingangssignale, die den An
schlüssen IT9, IT10, IT11 und IT12 von jedem bzw. dem jewei
ligen Geschwindigkeitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperio
densensor für jede Achse zugeführt werden, eine logische "1",
wenn die Differenz zwischen der Geschwindigkeit von einer
Achse und der Geschwindigkeit der anderen Achse auf dem je
weiligen Fahrgestell größer als ein oder gleich einem Ge
schwindigkeitsvariations- bzw. -schwankungssollwert ist. Das
ist eine dynamische Überwachung für jeden bzw. irgendeinen
Zustand oberhalb einer voreingestellten Geschwindigkeit. Der
Ausgang von jedem der jeweiligen Sicherheitszeitgeber ist
eine Funktion des vorhandenen Zeitwerts von jedem Zeitgeber,
wie eine Ein-(1)-Sekunden-, eine Zwei-(2)-Sekunden- oder eine
Drei-(3) -Sekunden-Zählung.
Wie man sieht, ist ein Eingangsanschluß IT13 mit dem einen
Eingang eines zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG5 eines
fünften Logiknetzwerks ALN3 verbunden, während ein Eingangs
anschluß IT14 mit dem einen Eingang eines zwei Eingänge auf
weisenden UND-Tors AG6 des fünften Logiknetzwerks ALN3 ver
bunden ist. Der andere Eingang des zwei Eingänge besitzenden
UND-Tors AG5 ist mit dem Ausgang des Nr. 1-Sicherheitszeitge
bers ST1 verbunden, während der andere Eingang des UND-Tors
AG6 mit dem Ausgang des Nr. 2-Sicherheitszeitgebers ST2 ver
bunden ist. Wie dargestellt, ist der Ausgang des zwei Eingän
ge besitzenden UND-Tors AG5 mit dem einen Eingang eines zwei
Eingänge besitzenden UND-Tors AG7 eines sechsten Logiknetz
werks ALN4 verbunden, während der andere Eingang des zwei
Eingänge aufweisenden UND-Tors AG7 mit dem Ausgang des ODER-
Tors OG7 verbunden ist. In entsprechender Weise ist der Aus
gang des zwei Eingänge besitzenden UND-Tors AG6 mit dem einen
Eingang eines zwei Eingänge besitzenden UND-Tors AG8 des
sechsten Logiknetzwerks ALN4 verbunden, während der andere
Eingang des zwei Eingänge besitzenden UND-Tors AG8 mit dem
Ausgang des ODER-Tors OG8 verbunden ist. Wie man sieht, wird
das Ausgangssignal des UND-Tors AG7 dem Eingang der Nr. 1-
Fahrgestell-Ausschalter- bzw. -Ausschaltschaltung SNTO1 zuge
führt wird, während das Ausgangssignal des UND-Tors AG8 der
Nr. 2-Fahrgestell-Ausschalt- bzw. -Ausschalterschaltung SNTO2
zugeführt wird. Jede der Fahrgestellausschaltschaltungen
SNTO1 und SNTO2 hat drei (3) Ausgangsanschlüsse. Zum Beispiel
hat die Nr. 1-Fahrgestell-Ausschaltschaltung SNTO1 die Aus
gangsanschlüsse OT5, OT6 und OT7, während die Nr. 2-Fahrge
stell-Ausschaltschaltung SNTO2 die Ausgangsanschlüsse OT8,
OT9 und OT10 hat. In der Praxis liefert der Anschluß OT5 ein
Ausgangssignal an das Nr. 1-Magnetventil-Ausschaltrelais, der
Anschluß OT6 ist mit einem Fehler- bzw. Ausfallcode-Nur-Lese-
Speicher (RAM) verbunden, und der Anschluß OT7 ist mit dem
Eingang des Nr. 1-Sicherheitszeitgebers ST1 verbunden. In ei
ner entsprechenden Weise führt der Anschluß OT8 ein Ausgangs
signal dem Nr. 2-Magnetventil-Ausschaltrelais zu, der An
schluß OT9 ist mit dem Fehler- bzw. Ausfallcode-Nur-Lese-
Speicher (RAM) verbunden, und der Anschluß OT10 ist mit dem
Nr. 2-Sicherheitszeitgeber ST2 verbunden.
Wie man sieht, erstreckt sich der Rückkopplungsschleifen
oder -schaltungsweg FB1 von dem Ausgangsanschluß OT2 für den
Nr. 1-Magnetventiltreiber bzw. -trieb zu dem Eingangsanschluß
IT13, und die Rückkopplungsschaltung oder -schleife FB2 bil
det eine Verbindung zwischen dem Ausgangsanschluß OT4 für den
Nr. 2-Magnettreiber bzw. -trieb und dem Eingangsanschluß
IT14. Das den Anschlüssen IT13 und IT14 zugeführte Eingangs
signal ist eine logische "1", wenn das spezielle Magnetventil
in einem vorbestimmten Zustand ist. In der Praxis wird eine
logische "1" erzeugt, wenn es dem speziellen Magnetventil be
fohlen wird, in einen Bremsanwendungszustand zu gehen, und
wenn nicht, ist dieses Signal eine logische "0".
Um den Betrieb zu beschreiben, sei angenommen, daß der Nr. 1-
Sicherheitszeitgeber ST1 die voreingestellte Zeitgrenze über
schritten hat, so daß eine logische "1" dem einen Eingang des
zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG5 zugeführt wird. Wenn
nun zur gleichen Zeit der Nr. 1-Magnetventiltreiber bzw.
-trieb nicht in dem erforderlichen Zustand ist, liefert die
Rückkopplungsschleife FB1 eine logische "1" an den Eingangs
anschluß IT13 und von hier weiter an den anderen Eingang des
UND-Tors AG5. Infolgedessen erzeugt das UND-Tor AG5 eine lo
gische "1", die auf den einen der beiden Eingänge des UND-
Tors AG7 gegeben wird und die als eine Bedingungs- bzw. Zu
standsüberwachung benutzt wird. Unter dieser Bedingung bzw.
in diesem Zustand kommt es dann, wenn das ODER-Tor OG7 durch
eine logische "1" torgeschaltet wird, die auf einem oder bei
den der Anschlüsse IT9, IT10 von dem jeweiligen Geschwindig
keitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensor der
Achsen des ersten Fahrgestells des Fahrzeugs erscheint, dazu,
daß eine logische "1" auf den anderen Eingang des zwei Ein
gänge aufweisenden UND-Tors AG7 gegeben wird. Infolgedessen
wird das UND-Tor AG7 in den Ein-Zustand torgeschaltet, und
eine logische "1" wird dem Eingang der Nr. 1-Fahrgestell-Aus
schaltschaltung SNTO1 zugeführt. Demgemäß wird die Nr. 1-
Fahrgestell-Ausschaltschaltung SNTO1 aktiviert, und es erge
ben sich die folgenden Zustände: Erstens erzeugt die Fahrge
stell-Ausschaltschaltung SNTO1 ein Ausschalt- oder Abschalt
codesignal, wie beispielsweise eine logische "0", auf dem
Ausgangsanschluß OT5, das dem Nr. 1-Magnetventil-Ausschaltre
lais zugeführt wird, um dessen Abschaltung zu bewirken. Zwei
tens erzeugt die Fahrgestell-Ausschaltschaltung SNTO1 ein
spezifisches Codesignal auf dem Ausgangsanschluß OT6, das ei
nem Fehler- bzw. Ausfallcode-RAM zugeführt wird, um zu bewir
ken, daß der Systemfehlerblock ein angemessenes 7-(sieben)-
Segment-Fehlercodedisplay erzeugt, wie beispielsweise alpha
numerische Zeichen oder dergleichen. Drittens erzeugt die
Fahrgestell-Ausschaltschaltung SNTO1 ein Rückstellsignal, das
über den Schaltungsweg CP1 dem Nr. 1-Sicherheitszeitgeber ST1
zugeführt wird, um zu bewirken, daß der Zählwert des Zeitge
bers auf Null zurückkehrt.
Es sei nun angenommen, daß der Nr. 2-Sicherheitszeitgeber ST2
die voreingestellte Zeitgrenze überschritten hat, so daß eine
logische "1" dem einen Eingang des zwei Eingänge aufweisenden
UND-Tors AG6 zugeführt wird. Entsprechend führt die Rückkopp
lungsschleife FB2, wenn der Nr. 2-Magnetventiltreiber bzw.
-trieb nicht in dem erforderlichen Zustand ist, dem Anschluß
IT14 eine logische "1" zu, die von diesem Anschluß zu dem an
deren Eingang des zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG6 zu
geführt wird. Demgemäß wird das UND-Tor AG6 in den Ein-Zu
stand torgeschaltet, um eine logische "1" zu erzeugen, die
dem einen Eingang des zwei Eingänge aufweisenden UND-Tors AG8
zugeführt wird und die auch als eine Bedingungs- oder Zu
standsüberwachung benutzt wird. Wenn zu diesem Zeitpunkt das
ODER-Tor OG8 durch eine logische "1", die auf einem oder bei
den der Anschlüsse IT11, IT12 von den jeweiligen Geschwindig
keitsfehler- bzw. -ausfallbestimmungsperiodensensoren der
Achsen des zweiten Fahrgestells des Fahrzeugs erscheint, in
den Ein-Zustand torgeschaltet wird, wird eine logische "1" zu
dem anderen Eingang des zwei Eingänge besitzenden UND-Tors
AG8 zugeführt. Infolgedessen wird das UND-Tor AG8 in den Ein-
Zustand torgeschaltet, und ein Eingangssignal in der Form ei
ner logischen "1" wird der Nr. 2-Fahrgestell-Ausschaltschal
tung SNTO2 zugeführt. Demgemäß wird die Nr. 2-Fahrgestell-
Ausschaltschaltung SNTO2 aktiviert und führt eine Anzahl von
Aufgaben oder Funktionen aus. Zum Beispiel erzeugt die Fahr
gestell-Ausschaltschaltung SNTO2 ein logisches Ausschalt-
oder Abschaltcodesignal "1" oder "0" auf dem Ausgangsanschluß
OT8 zum Abschalten des Nr. 2-Magnetventil-Ausschaltrelais.
Als nächstes erzeugt die Fahrgestell-Ausschaltschaltung SNTO2
ein spezifisches Codesignal auf dem Ausgangsanschluß OT9, das
dem Fehler- bzw. Ausfallcode-RAM zugeführt wird, um zu bewir
ken, daß die Systemfehlerlogik oder der Systemfehlerblock ein
spezielles alphanumerisches Sieben-(7)-Segmentfehlercode-Dis
play erzeugt. Schließlich erzeugt die Fahrgestell-Ausschalt
schaltung SNTO2 ein Rückstellsignal auf dem Anschluß OT10,
das über den Schaltungsweg CP2 zu dem Nr. 2-Sicherheitszeit
geber ST2 geschickt wird, um den Zeitgeber auf einen Null
zählwert zurückzustellen. Infolgedessen funktioniert der Si
cherheitszeitgeber so, daß er die Schlupfregelung bzw.
-steuerung auf einer Pro-Fahrgestell-Basis während des Auf
tretens einer Fehlfunktion, die zu einem verlängerten Freige
ben des Bremszylinderdrucks führen kann, negiert bzw. unwirk
sam macht.
Es sei nun zu dem Ablaufdiagramm der Fig. 2 übergegangen, aus
dem ersichtlich ist, daß eine Aufeinanderfolge von Operatio
nen durch ein Startsignal eingeleitet wird, welches von dem
Startblock 10 ausgeht. Das START-Signal wird dem Nullge
schwindigkeits- oder "In Antrieb"-Block 11 zugeführt, der ein
"JA" als Ausgangssignal abgibt, wenn das Eisenbahnfahrzeug
entweder gestoppt wird und auf Nullgeschwindigkeit ist oder
wenn es in einer "In Antrieb"-Betriebsweise ist, und der ein
"NEIN" als Ausgangssignal abgibt, wenn das Fahrzeug nicht auf
Nullgeschwindigkeit oder in der "In Antrieb"-Betriebsweise
ist. Das "JA"-Ausgangssignal stellt den jeweiligen Sicher
heitszeitgeber durch den Rückstellzeitgeber-Block 13 auf ei
nen Nullzustand zurück. Das "NEIN"-Ausgangssignal wird dem
Geschwindigkeitsdifferenzschwellwertdetektions-SDTD-Fehler-
bzw. Ausfall-pro-Achse-Block 14 zugeführt, der, wie weiter
oben erwähnt, eine Vergleichsfunktion zwischen der einen und
der anderen Achse auf dem speziellen Fahrgestell des Fahr
zeugs ausführt. Das bedeutet, daß der SDTD-Fehler bzw. Aus
fall-pro-Achse-Block 14 dann, wenn die Geschwindigkeit der
anderen Achse bzw. die andere Achsengeschwindigkeit minus der
Geschwindigkeit der gegebenen Achse bzw. der gegebenen Ach
sengeschwindigkeit größer als ein oder gleich einem geschwin
digkeitsbestimmten Sollwert ist, ein "JA"-Signal als Ausgang
abgibt und wenn das nicht der Fall ist, dann gibt dieser
Block 14 ein "NEIN"-Signal als Ausgang ab. Das "JA"-Signal
wird auf den "Sicherheitszeitgeber < Sperrzeit"-Block 15 ge
geben, während das "NEIN"-Signal einer Verbindungsstelle J1
zugeführt wird. Wenn der Sicherheitszeitgeber größer als die
Sicherheits-Sperrzeitgrenze ist, dann liefert der Block 15
ein "JA"-Signal zu dem VDIFF-Warnsignal-Fehler- bzw. -Aus
fallblock 16, und wenn das nicht der Fall ist, wird ein
"NEIN"-Signal dem Inkrement-Zeitgeber-Block 17 zugeführt. Das
"JA"-Signal wird von dem VDIFF-Warnsignal-Block 16 auf einen
wahren Zustand konditioniert, in dem es der Verbindungsstelle
J1 zugeführt wird. Wenn alternativ das "NEIN"-Signal dem In
krement-Zeitgeber-Block 17 zugeführt wird, gibt er auch ein
Signal zu der Verbindungsstelle J1 nach einer inkrementellen
Aktualisierung aus. Wie dargestellt, ist die Verbindungsstel
le J1 mit dem Eingang des Geschwindigkeitsfehler- bzw. -aus
fallbestimmungsperioden-SFDP-Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-
Block 18 verbunden, welcher den VDIFF-Warnsignal-Fehler- bzw.
-Ausfall-Block 16′ konditioniert, wenn ein "JA"-Signal von
dem SFDP-Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-Block 18 erzeugt
wird. Umgekehrt wird, wenn ein "NEIN"-Signal von dem SFDP-
Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-Block 18 erzeugt wird, die
Nr. 1-Subroutine beendet. Wie man sieht, wird das "JA"-Signal
dem VDIFF-Warnsignal-Fehler- bzw. -Ausfall-Block 16′ zuge
führt, der entweder ein "NEIN"-Signal erzeugt, um die Nr. 1-
Subroutine zu beenden, oder ein "JA"-Signal, das einem Rad
schlupf-Wert-zur-Anwendung-Block 19 zugeführt wird, welcher
bewirkt, daß das Befehlsmagnetventil in einen Anwendungszu
stand geht.
Es sei nun auf Fig. 3 Bezug genommen, in der ein zweites Ab
laufdiagramm gezeigt ist, das eine zweite Subroutine veran
schaulicht. Wie man sieht, wird eine Aufeinanderfolge von
Operationen auch durch ein START-Signal eingeleitet, das von
dem Start-Block 10′ erzeugt wird. Das START-Signal wird dem
"Sicherheitszeitgeber < Sperrzeit"-Block 15′ zugeführt. Wenn
der Sicherheitszeitgeber größer als die Sperrzeitgrenze ist,
dann gibt der Block 15′ ein "JA"-Signal als Ausgangssignal an
den "Sicherheitszeitgeber < Sperrzeit + Versetzungs"-Block 20
ab, und wenn das nicht der Fall ist, wird ein "NEIN"-Signal
zum Beenden der Nr. 2-Subroutine ausgegeben. Wenn der Sicher
heitszeitgeber größer als die Sperrzeitgrenze plus eine gege
bene Versetzung bzw. Verschiebung ist, dann gibt der Block 20
ein "JA"-Signal zu dem "Rückkopplungs << Anwendungs"-Block 21
ab, und wenn das nicht der Fall ist, wird ein "NEIN"-Signal
zu dem Inkrement-Versetzungs- bzw. -Verschiebungs-Block 22
zugeführt. Der Block 21 erzeugt ein "NEIN"-Signal, das die
Nr. 2-Subroutine beendet, und er erzeugt ein "JA"-Signal, das
dem SFDP-Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-Block 18′ zugeführt
wird. Wie dargestellt, konditioniert ein "JA"-Signal, das von
dem SFDP-Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-Block 18 erzeugt
wird, den Abschalt-Wachhund- bzw. -Überwachungs-Ausschaltre
lais-pro-Fahrgestell-Block 23, während ein "NEIN"-Signal, das
von dem SFDP-Fehler- bzw. -Ausfall-pro-Achse-Block 18′ er
zeugt wird, auch die Nr. 2-Subroutine beendet.
Auf diese Weise ist die vorliegende Erfindung in derart voll
ständigen, klaren, prägnanten und exakten Begriffen beschrie
ben worden, daß es jedem Fachmann auf dem Fachgebiet, zu dem
die Erfindung gehört, ermöglicht wird, die Erfindung auszu
führen und zu benutzen, wobei die beste Art und Weise für
das Ausführen der vorliegenden Erfindung vorstehend vorge
schlagen worden ist. Es sei darauf hingewiesen, daß der Ge
genstand der Erfindung insbesondere in den Patentansprüchen
zum Ausdruck gebracht und klar geltend gemacht worden ist. Es
versteht sich, daß verschiedene Abwandlungen und Änderungen
vom Fachmann ausgeführt werden können, ohne daß dabei der Um
fang und das Prinzip der vorliegenden Erfindung verlassen
werden. Weiter ist es aufgrund der zunehmenden Verfügbarkeit
von Mikroprozessoren und Minicomputern evident, daß verschie
denste Funktionen und Operationen durch einen geeignet pro
grammierten Computer ausgeführt und be- bzw. verarbeitet wer
den können, wobei dieser Computer die unterschiedlichen Ein
gangssignale erhält und die angemessenen Ausgangssignale er
zeugt. Daher sei darauf hingewiesen, daß gewisse Abwandlun
gen, Weiterungen und Äquivalente für den Fachmann klar er
kennbar sind, nachdem er die vorliegende Erfindung zur Kennt
nis genommen hat, und demgemäß ist die vorliegende Erfindung
in keiner Weise auf die genaue Ausführungsform beschränkt,
die gezeigt und beschrieben ist, sondern sie läßt sich im
Rahmen des Schutzumfangs und der vollen Lehre der Patentan
sprüche sowie im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens
in vielfältiger Weise abwandeln und mit Erfolg ausführen.
Kurz zusammengefaßt wird mit der Erfindung eine Achsenintakt
heitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung für ein Ei
senbahnfahrzeugbremssystem zur Verfügung gestellt, das ein
erstes Logiknetzwerk aufweist, welches mit einem Paar von Si
cherheitszeitgebern verbunden ist. Das Paar von Sicherheits
zeitgebern ist mit einem zweiten Logiknetzwerk verbunden. Das
zweite Logiknetzwerk ist mit einem Paar von Geschwindigkeits
differenzschwellwertdetektionssensoren verbunden. Das Paar
von Geschwindigkeitsdifferenzdetektionssensoren ist mit einem
dritten Logiknetzwerk verbunden. Das dritte Logiknetzwerk ist
mit einem Paar von Ausgangsschaltungen verbunden. Das Paar
von Sicherheitszeitgebern ist außerdem mit einem vierten Lo
giknetzwerk verbunden. Ein fünftes Logiknetzwerk ist mit dem
dritten Logiknetzwerk verbunden, und es ist außerdem mit ei
nem sechsten Logiknetzwerk verbunden. Das sechste Logiknetz
werk ist mit einem Paar von Fahrgestellausschaltschaltungen
zum Ungültigmachen der Schlupfkontrolle bzw. -steuerung bzw.
-regelung eines Mehrfahrgestell-Fahrzeugs verbunden, und zwar
zum Verhindern einer verlängerten Zeitdauer des Freigebens
des Bremszylinderdrucks.
Claims (30)
1. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung für ein Bremssystem eines Mehrachsenfahrzeugs, da
durch gekennzeichnet, daß die Achsenintakt
heitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung folgendes
umfaßt: ein erstes Logiknetzwerk (OLN1), das eine Mehrzahl
von Eingängen (IT1 bis IT8) hat und auf Betriebszustände auf
dem Fahrzeug anspricht, wobei der Ausgang des ersten Logik
netzwerks (OLN1) mit dem Eingang eines Paars von Sicherheits
zeitgebern (ST1, ST2) verbunden ist, wobei der Ausgang des
Paars von Sicherheitszeitgebern (ST1, ST2) mit dem Eingang
eines zweiten Logiknetzwerks (ALN1) verbunden ist, wobei der
Ausgang des zweiten Logiknetzwerks (ALN1) mit dem Eingang ei
nes Paars von Geschwindigkeitsdifferenzschwellen- bzw.
-schwellwertdetektionssensoren (SDTD1, SDTD2) verbunden ist,
wobei der Ausgang dieses Paars von Geschwindigkeitsdifferenz
detektionssensoren (SDTD1, SDTD2) mit dem Eingang eines drit
ten Logiknetzwerks (ALN2) verbunden ist, wobei der Ausgang
des dritten Logiknetzwerks (ALN2) mit dem Eingang eines Paars
von Ausgangsschaltungen (SNVO1, SNVO2) verbunden ist, wobei
der Ausgang des Paars von Sicherheitszeitgebern (ST1, ST2)
außerdem mit dem Eingang eines vierten Logiknetzwerks (ALN3)
verbunden ist, wobei ferner der Ausgang eines fünften Logik
netzwerks (OLN2) mit dem Eingang des dritten Logiknetzwerks
(ALN2) verbunden ist und außerdem mit dem Eingang eines sech
sten Logiknetzwerks (ALN4) verbunden ist, und wobei weiterhin
der Ausgang des sechsten Logiknetzwerks (ALN4) mit dem Ein
gang eines Paars von Fahrwerkausschaltschaltungen (SNTO1,
SNTO2) zum Ungültigmachen der Schlupfkontrolle bzw. -steue
rung bzw. -regelung des Mehrfahrgestell-Fahrzeugs zum Verhin
dern einer überverlängerten bzw. übermäßig ausgedehnten Zeit
dauer des Freigebens des Bremszylinderdrucks verbunden ist.
2. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Logiknetzwerk (OLN1) eine Mehrzahl von
ODER-Toren (OG1 bis OG5) aufweist.
3. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl der ODER-Tore (OG1 bis
OG5) eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
4. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Logiknetzwerk (ALN1) eine
Mehrzahl von UND-Toren (AG1, AG2) aufweist.
5. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl von UND-Toren (AG1, AG2)
eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
6. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das dritte Logik
netzwerk (ALN2) eine Mehrzahl von UND-Toren (AG3, AG4) auf
weist.
7. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl der UND-Tore (AG3, AG4)
eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
8. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das vierte Logik
netzwerk (ALN3) eine Mehrzahl von UND-Toren (AG5, AG6) auf
weist.
9. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl von UND-Toren (AG5, AG6)
eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
10. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das fünfte Logik
netzwerk (OLN2) eine Mehrzahl von ODER-Toren (OG7, OG8) auf
weist.
11. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl der ODER-Tore (OG7, OG8)
eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
12. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das sechste Lo
giknetzwerk (ALN4) eine Mehrzahl von UND-Toren (AG7, AG8)
aufweist.
13. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß jedes aus der Mehrzahl der UND-Tore (AG7, AG8)
eine Schaltung mit zwei Eingängen ist.
14. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Rück
kopplungsweg (FB1) von einer (SNVO1) aus dem Paar von Aus
gangsschaltungen (SNVO1, SNVO2) zu einem (ST1) aus dem Paar
von Sicherheitszeitgebern (ST1, ST2) und/oder zu dem vierten
Logiknetzwerk (ALN3) erstreckt.
15. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß sich ein anderer Rückkopplungsweg (FB2) von der
anderen (SNVO2) aus dem Paar von Ausgangsschaltungen (SNVO1,
SNVO2) zu dem anderen (ST2) aus dem Paar von Sicherheitszeit
gebern (ST1, ST2) und/oder zu dem vierten Logiknetzwerk
(ALN3) erstreckt.
16. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Schal
tungsweg (CP1) von einer (SNTO1) aus dem Paar von Fahrge
stellausschaltschaltungen (SNTO1, SNTO2) zu dem fünften Lo
giknetzwerk (OLN2) und/oder zu einem (ST1) aus dem Paar von
Sicherheitszeitgebern (ST1, ST2) erstreckt.
17. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß sich ein anderer Schaltungsweg (CP2) von der an
deren (SNTO2) aus dem Paar von Fahrgestellausschaltschaltun
gen (SNTO1, SNTO2) zu dem fünften Logiknetzwerk (OLN2) und/
oder zu dem anderen (ST2) aus dem Paar von Sicherheitszeitge
bern (ST1, ST2) erstreckt.
18. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Logiknetzwerk (OLN1) fünf
ODER-Tore (OG1 bis OG5) mit je zwei Eingängen aufweist.
19. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das fünfte Logiknetzwerk (OLN2) zwei
ODER-Tore (OG7, OG8) mit je zwei Eingängen aufweist.
20. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite (ALN1), das dritte (ALN2),
das vierte (ALN3) und das sechste (ALN4) Logiknetzwerk je ein
UND-Tor (AG1 bis AG8) mit je zwei Eingängen, vorzugsweiseje
zwei UND-Tore (AG1 bis AG8) mit je zwei Eingängen, umfaßt.
21. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung für ein Bremssystem eines Mehrachsenfahrzeugs, da
durch gekennzeichnet, daß die Achsenintakt
heitsdiskriminationssicherheitszeitgeberanordnung folgendes
umfaßt: eine erste Logikeinrichtung (OLN1), die eine Mehrzahl
von Eingängen (IT1 bis IT8) hat und auf die Betriebszustände
auf dem Fahrzeug anspricht, wobei der Ausgang der ersten Lo
gikeinrichtung (OLN1) den Eingang bzw. das Eingangssignal
steuert, der bzw. das einem Paar von Sicherheitszeitgebern
(ST1, ST2) zugeführt wird, wobei der Ausgang des Paars von
Sicherheitszeitgebern (ST1, ST2) mit dem Eingang einer zwei
ten Logikeinrichtung (ALN1) verbunden ist, wobei der Ausgang
der zweiten Logikeinrichtung (ALN1) den Eingang bzw. das Ein
gangssignal steuert, der bzw. das einem Paar von Geschwindig
keitsdifferenzschwellen- bzw. -schwellwertdetektionssensoren
(SDTD1, SDTD2) zugeführt wird, wobei der Ausgang dieses Paars
von Geschwindigkeitsdifferenzdetektionssensoren (SDTD1,
SDTD2) mit dem Eingang einer dritten Logikeinrichtung (ALN2)
verbunden ist, wobei der Ausgang der dritten Logikeinrichtung
(ALN2) den Eingang bzw. das Eingangssignal steuert, der bzw.
das einem Paars von Ausgangsschaltungen (SNVO1, SNVO2) zuge
führt wird, wobei der Ausgang des Paars von Sicherheitszeit
gebern (ST1, ST2) außerdem mit dem Eingang einer vierten Lo
gikeinrichtung (ALN3) verbunden ist, wobei ferner der Ausgang
einer fünften Logikeinrichtung (OLN2) mit dem Eingang der
dritten Logikeinrichtung (ALN2) verbunden ist und außerdem
mit dem Eingang einer sechsten Logikeinrichtung (ALN4) ver
bunden ist, und wobei der Ausgang der sechsten Logikeinrich
tung (ALN4) den Eingang bzw. das Eingangssignal steuert, der
bzw. das einem Paar von Fahrgestellausschaltschaltungen
(SNTO1, SNTO2) zum Ungültigmachen der Schlupfkorrektur auf
dem Mehrfahrgestell-Fahrzeug zum Verhindern einer überausge
dehnten bzw. übermäßig ausgedehnten Zeitdauer des Freigebens
des Bremszylinderdrucks zugeführt wird.
22. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die erste Logikeinrichtung (OLN1) aus einer Mehr
zahl von ODER-Toren (OG1 bis OG5) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von ODER-Toren (OG1 bis OG5) umfaßt.
23. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die zweite Logikeinrichtung (ALN1) aus einer
Mehrzahl von UND-Toren (AG1, AG2) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von UND-Toren (AG1, AG2) umfaßt.
24. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die dritte Logikeinrichtung (ALN2) aus einer
Mehrzahl von UND-Toren (AG3, AG4) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von UND-Toren (AG3, AG4) umfaßt.
25. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die vierte Logikeinrichtung (ALN3) aus einer
Mehrzahl von UND-Toren (AG5, AG6) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von UND-Toren (AG5, AG6) umfaßt.
26. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die fünfte Logikeinrichtung (OLN2) aus einer
Mehrzahl von ODER-Toren (OG7, OG8) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von ODER-Toren (OG7, OG8) umfaßt.
27. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeich
net, daß die sechste Logikeinrichtung (ALN4) aus einer
Mehrzahl von UND-Toren (AG7, AG8) aufgebaut ist oder eine
Mehrzahl von UND-Toren (AG7, AG8) umfaßt.
28. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß die erste Logikeinrichtung (OLN1) fünf
ODER-Tore (OG1 bis OG5) mit je zwei Eingängen umfaßt.
29. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach Anspruch 21 oder 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die fünfte Logikeinrichtung (OLN2) zwei
ODER-Tore (OG7, OG8) mit je zwei Eingängen umfaßt.
30. Achsenintaktheitsdiskriminationssicherheitszeitgeber
anordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
(ALN1), die dritte (ALN2), die vierte (ALN3) und die sechste
(ALN4) Logikeinrichtung je ein UND-Tor (AG1 bis AG8) mit je
zwei Eingängen, vorzugsweise je zwei UND-Tore (AG1 bis AG8)
mit je zwei Eingängen, umfassen.
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