DE4025789A1 - Optisches verfahren zur bestimmung des partikelgehaltes in gasen und fluessigkeiten - Google Patents
Optisches verfahren zur bestimmung des partikelgehaltes in gasen und fluessigkeitenInfo
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Description
Gemäß Hauptanspruch betrifft die Erfindung ein Verfahren aus der Gattung der
optischen Verfahren und der Untergattung der Streulichtverfahren zur
Bestimmung des Partikelgehaltes in Gasen und Flüssigkeiten. Der
entscheidende Vorteil der optischen gegenüber anderen Verfahren ist ihr extrem
hohes zeitliches Auflösungsvermögen, wenn Leucht- und Photodioden verwandt
werden. In den bekannten Ausführungsformen ist aber ihre Empfindlichkeit
gegen eine unkontrollierte Verschmutzung der Fenster ein genereller Nachteil.
Prinzipiell kommen Extinktions- und Streulicht-Messungen in Frage, die
verschiedene, zum Teil komplementäre Vor- und Nachteile haben.
So kann beim Extinktionsverfahren durch geeignete Wahl der Wellenlänge λ
dafür gesorgt werden, daß die Meßgröße unabhängig vom Durchmesser D der
Partikel und damit ein direktes Maß für ihre Massendichte ρ ist. Hierbei muß
die Größe x=πD/λ sehr klein gegen 1 sein (Rayleigh-Bereich). Für typische
Größen von Rußpartikeln um 0.1 bis 0.2 µm müßte demnach IR-Licht verwandt
werden. Ein Einsatz von IR-Extinktions-Verfahren unmittelbar hinter dem
Auslaßventil eines Dieselmotors ist aber wegen der Wärmestrahlung der
Umgebung problematisch.
Demgegenüber gibt es bei Benutzung von Streulichtverfahren keinen endlich
großen Wellenlängenbereich, in dem die Streuintensität von der Partikelgröße
unabhängig wäre: Prinzipiell kann aber die Größenverteilung der Partikel aus
der Winkelverteilung ermittelt werden. Bei gegebener Form der Größenverteilung
kann die häufigste Größe und die Massendichte der Partikel durch zwei
unabhängige Messungen, z. B. bei zwei verschiedenen Wellenlängen oder
Streuwinkeln gemessen werden.
Ein genereller Nachteil des Extinktionsverfahrens ist, daß der Partikelgehalt aus
der bei geringer Trübung kleinen Differenz von Meß- und Referenz-Signal
bestimmt werden muß. Daraus ergibt sich eine große Anfälligkeit des Verfahrens
gegen störende Einflüsse wie unkontrollierte Änderungen der Primärintensitäten,
Detektorempfindlichkeiten und Fenstertrübungen.
Gegenüber Extinktionsmessungen haben Streulichtmessungen den Vorteil, daß
hier der Meßwert als Signal über dem Nullpegel bestimmt wird. Die Anfälligkeit
gegen störende Einflüsse wie Fenstertrübungen ist dementsprechend geringer.
In den herkömmlichen Ausführungsformen wird aber auch die Empfindlichkeit
der Streulichtverfahren durch solche Störeinflüsse begrenzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Hauptanspruchs verbindet demgegenüber die Vorteil des Streulichtverfahrens
mit einem exakten Referenzverfahren zur Elimination der Primärintensitäten,
Detektorempfindlichkeiten und Fenstertrübungen. Die in den Unteransprüchen
beschriebenen Maßnahmen betreffen vorteilhafte Ausführungen.
Die in Anspruch 2 beschriebene einfache Ausführungsform ist zu empfehlen,
wenn keine großen Ansprüche an die quantitative Genauigkeit des Verfahrens
gestellt werden, und/oder wenn damit gerechnet werden kann, daß sich im
Laufe der Kontrollen der Massendichte der Partikel deren Größenverteilung
nicht wesentlich ändert. Für die Wellenlänge λ werden am besten Werte in der
Nähe desjenigen Vielfachen (ungefähr des 2- bis 3fachen) des zu
erwartenden wahrscheinlichsten Partikeldurchmessers Do gewählt, bei dem die
Streustärke maximal und damit unempfindlich gegen Änderungen des Partikeldurchmessers
wird.
Das Verfahren nach Anspruch 3 zur genaueren Bestimmung des
Partikelgehaltes durch Lichtstreuung in zwei verschiedene Winkelbereiche
beruht darauf, daß die Winkelverteilung der Streustärke im Rayleigh-Bereich,
x=πDo/λ< <1, näherungsweise symmetrisch bezüglich Vorwärts- und Rückwärtsrichtung
ist, sich aber im Mie-Bereich, x< <1, mit zunehmendem x in
einen immer enger werdenden Winkelbereich Δδ (im Bogenmaß) <1/x
konzentriert. Bei geeigneter Wahl der Wellenlänge und der Winkelbereiche
ergibt das Verhältnis der Streustärken für vorwärts und rückwärts gerichtete
Streuung sv/sr, nach Fig. 5 und 6 ein Maß für den wahrscheinlichsten
Partikeldurchmesser und für den Eichfaktor zwischen der Streustärke für einen
der beiden Winkelbereiche und der Massendichte ρ der Partikel, also z. B. für
sv/ρ. Am besten werden für die Vorwärtsstreuung Winkelbereiche um 10° bis
20°, und für die Wellenlänge Werte um das 3- bis 5fache des zu erwartenden
häufigsten Partikeldurchmessers gewählt.
Die Eichkenntlinie zur Bestimmung der Massendichte der Partikel wird am
besten "statistisch" ermittelt: Neben den Streustärken in Vorwärts- und
Rückwärtsrichtung, sv und sr, wird mit einem anderen unabhängigen Verfahren
der Massendichte der streuenden Partikel unter verschiedenen
Betriebsbedingungen gemessen. Die hinreichend umfangreiche Korrelation der
Größen sv/ρ mit sv/sr liefert die der Fig. 6 entsprechende empirische
Eichkennlinie.
Als Lichtquellen für die Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 stehenden Leuchtdioden,
als Lichtempfänger Photodioden zur Verfügung. Da Halbleiter nur bei
Temperaturen bis etwa 150°C eingesetzt werden können, muß das Licht zur
Messung des Rußgehalts im Abgas unmittelbar hinter einem Dieselmotor mit
Lichtleitern zwischen der heißen Meßstrecke und einem hinreichend kühlen Ort
für die Leucht- und Photodioden transportiert werden. Leuchtdioden mit
geeigneten Wellenlängen für Streulichtmessungen im Übergangsbereich zwischen
Rayleigh- und Mie-Streuung sind verfügbar. Der für kombinierte Streulicht-/
Transmissions-Messungen erforderliche Meßumfang von mindestens vier
Größenordnungen wird durch moderne Photodioden bei weitem abgedeckt.
Im Hauptanspruch und in den Nebenansprüchen wird ein internes Referenzverfahren
vorgeschlagenen, bei dem die absolute Streustärke des Mediums für
einen durch die Anordnung von Quellen und Empfängern definierten
Streuwinkelbereich rechnerisch aus zwei geometrisch gleichwertigen
Kombinationen von Streulicht- und Transmissions-Messungen ermittelt wird.
Dabei wird ausgenutzt, daß für Streulicht- wie für Transmissions-Messungen
die Stärke Sÿ eines von einer Quelle Qi ausgehenden und an einem Empfänger
Ej ankommenden Signals durch ein Produkt von Faktoren gegeben ist, die die
Intensität der Quelle, die Reduktion beim Durchgang durch das Fenster hinter
der Quelle, die Extinktion und Streuung im untersuchten Medium, die
Reduktion beim Durchgang durch das Fenster vor dem Empfänger und die
Empfängerempfindlichkeit beschreibt. Bei der Bildung des Quotienten aus dem
Produkt der Signalstärken zweier geometrisch gleichwertiger Streulichtmessungen
und dem Produkt der Signalstärken der beiden entsprechenden
Transmissionsmessungen heben sich deshalb die Primärintensitäten, Fenstertrübungen
und Detektorempfindlichkeiten heraus. Das Ergebnis ist eine das
streuende Medium charakterisierende Meßgröße. Benutzt man die in Fig. 1
gewählte Indizierung, so erhält man die Streustärken für die Streuung in die
durch das Sondensystem definierten vorwärts und rückwärts gerichteten
Winkelbereiche aus den Formeln
Die Struktur der beiden Formeln verdeutlicht, warum die Primärintensitäten,
Fenstertrübungen und Detektorempfindlichkeiten herausfallen: In den jeweiligen
Zählern und Nennern treten die gleichen Kombinationen der die Quellen und
Empfänger kennzeichnenden Indizies und damit die gleichen Kombinationen von
Störfaktoren auf, wodurch sich diese herauskürzen.
Die Vorzüge des vorgeschlagenen Referenzverfahrens sind bemerkenswert: Die
Fenstertrübungen dürfen verschieden und ansonsten ziemlich groß sein. Da diese
aber wie Verminderungen der Primärintensitäten bzw. der Detektorempfindlichkeit
wirken, stellt die gewünschte Empfindlichkeit und
Genauigkeit des Verfahrens gewisse Anforderungen an die maximale zulässige
Trübung (z. B. <90%). Die einzige Anforderung an das zeitliche Verhalten der
Detektorempfindlichkeiten und Fenstertrübungen ist, daß sie sich während einer
Meßperiode nicht signifikant ändern dürfen. Die Primärintensitäten brauchen
sogar nur über Zeiten von der Größenordnung der Ansprechzeiten der
Detektoren konstant zu sein. Selbst gegen Änderungen der Strahlungscharakteristiken,
z. B. durch ungleichmäßige Trübung der Fensterflächen,
ist das Verfahren unempfindlich.
Prinzipiell kann jede Anordnung als erfindungsgemäßer Sensor verwendet
werden, bei der mit vier in Rechtecksymmetrie angeordnetem und auf ihren
gemeinsamen Mittelpunkt ausgerichteten Komponenten eines optischen
Sondensystems zwei geometrisch gleichwertige Kombinationen aus Streulicht-
und Transmissionsmessungen ausgeführt und ausgewertet werden können.
Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 Anordnung und Funktion des Sondensystems,
Fig. 2 Schnitt durch eine Ausführungsform zur Streulichtmessung in einem
Abgasrohr,
Fig. 3 Blockschaltbild zur Lichtquellensteuerung und Signalverarbeitung bei
Messung und Auswertung der Lichtstreuung in einen Winkelbereich,
Fig. 4 Blockschaltbild zur Lichtquellensteuerung und Signalverarbeitung bei
Messung und Auswertung der Lichtstreuung in zwei verschiedene
Winkelbereiche,
Fig. 5 zu erwartender ungefährer Verlauf der Eichkurve zur Bestimmung der
häufigsten Größe von Rußpartikel,
Fig. 6 zu erwartender ungefähr Verlauf der Eichkurve zur Bestimmung der
Massendichte von Rußpartikeln.
In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel zu Anordnung und Funktion der vier
Komponenten des Sondensystems schematisch dargestellt. Die Aktivierbarkeit
einer Komponenten als Quelle ist mit Q, als Empfänger mit E gekennzeichnet.
Die Indizierung ist so gewählt, daß die Transmissions-Signale die
Diagonal-Elemente und die Streu-Signals die Außerdiagonal-Elemente der
Übertragungsmatrix bilden. Zur Auswertung der Lichtstreuung in einen Bereich
um den durch die Diagonalen definierten spitzen Winkel, hier ungefähr 11°,
werden als Empfänger gleichzeitig E₁ und E₂ und als Quellen abwechselnd Q₁
und Q₂, und für den dazu komplementären Winkelbereich als Empfänger
gleichzeitig E₁ und E₃ und als Quellen abwechselnd Q₁ und Q₃ aktiviert.
In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel zur Streulichtmessung in
einem Abgasrohr schirmen Rohrwände (RW) und Blenden (B) strörendes
indirektes Streulicht über beleuchtete Fenster- und Wandflächen für Lichtkegel
(LK) der gezeigten Öffnung weitgehend (bis zur zweiten Ordnung) ab. Bei
Anwendung des vereinfachten Verfahrens nach Anspruch 2 kann die Blende
zwischen den Komponenten mit reiner Quellenfunktion weggelassen werden.
In Fig. 3 ist ein Ausführungskonzept zur Lichtquellensteuerung und
Signalverarbeitung bei Messung und Auswertung der Lichtstreuung in einen
Winkelbereich dargestellt. Es bedeuten: EV: Energieversorgung; U: Umschalter;
SS: Sondensystem mit Quellen Q₁ und Q₂ und Empfänger E₁ und E₂; Lg:
Logarithmierer; Df: Differenzenbildner; Sp: Speicher; T: Taktgeber; MS:
Meßsignal.
In Fig. 4 ist ein Ausführungskonzept zur Lichtquellensteuerung und
Signalverarbeitung bei Messung und Auswertung der Lichtstreuung in zwei
verschiedene Winkelbereiche dargestellt. Es bedeuten: EV: Energieversorgung;
U: Umschalter, SS: Sondensystem mit Quellen Q₁, Q₂ und Q₃ und Empfängern
E₁, E₂ und E₃; Lg: Logarithmierer; Df: Differenzenbildner; Sp: Speicher; T₁
und T₂: Taktgeber mit einfacher und doppelter Frequenz; EK: Eichkennlinie;
MS₁ und MS₂: Meßsignale für Massendichte und Größe der streuenden Partikel.
In Fig. 5 ist der auf Grund von theoretischen Überlegungen zu erwartende
Verlauf des Verhältnisses der korrigierten Streustärken für vorwärts und
rückwärts gerichtete Streuung, sv/sr, und zwar für Vorwärts-Streuwinkel, δ,
von 10° bis 20° als Funktion der reduzierten Partikelgröße x=πDo/λ skizziert
wobei Do die häufigste Partikelgröße und λ die Wellenlänge des verwendeten
Lichtes ist. Die Bänder deuten den Einfluß der Varianz der Größenverteilung
der Partikel an. Der Kurvenverlauf zeigt, daß für δ20° durch Messung von
sv/sr die häufigste Partikelgröße Do über eine ganze Größenordnung definiert
durch 0.3xo3 bestimmt werden kann. In diesem Bereich scheint der
Kurvenverlauf nur geringfügig von der Varianz der Größenverteilung
anzuhängen. Die Existenz eines Maximums macht die Bestimmung von Do im
Prinzip mehrdeutig. Allerdings kann bei geeigneter Wahl der Wellenlänge
praktisch ausgeschlossen werden, daß der unbrauchbare obere Zweig erreicht
wird. Die Wellenlänge wird am besten so gewählt, daß für die am häufigsten
vorkommende häufigste Partikelgröße xo≈0.7 wird. Für typische
Rußpartikelgrößen um 0.1 µm wäre demnach violettes bis blaues Licht mit
Wellenlängen um 0.4 bis 0.5 µm am meisten geeignet.
In Fig. 6 ist der auf Grund von theoretischen Überlegungen zu erwartende
Verlauf des Verhältnisses der korrigierten Streustärken für vorwärts gerichtete
Streuung zur Massendichte der streuenden Partikel sv/ρ, für Vorwärtsstreuung
unter 10° und 20° in hier nicht interessierenden Einheiten als Funktion des
Verhältnisses ss/sr dargestellt. Der Meßwert von sv/sr liefert sv/ρ, aus dem mit
dem Meßwert von sv die Massendichte ρ ermittelt wird.
Claims (9)
1. Ein Verfahren zur Bestimmung des Partikelgehaltes in Gasen und
Flüssigkeiten, insbesondere des Rußgehaltes von Dieselabgasen im Fahrbetrieb,
auf der Grundlage der Lichtstreuung im Übergangsbereich zwischen Rayleigh-
und Mie-Streuung, dadurch gekennzeichnet, daß vier in Rechtecksymmetrie
angeordnete und optisch auf ihren gemeinsamen Mittelpunkt ausgerichtete
Komponenten eines optischen Sondensystems als Quelle und/oder Empfänger
aktiviert werden können, daß bei Aktivierung einer Komponenten als Quelle
und zweier Komponenten als Empfänger eine Streulicht- und eine
Transmissions-Messung ausgeführt werden, daß bei einem Wechsel der
Sendeaktivität auf die verbleibende vierte Komponente eine geometrisch
gleichwertige Meßkombination ausgeführt wird, daß mit zwei geometrisch
gleichwertigen Meßkombinationen jeweils alle vier Teilabschnitte der durch das
Sondensystem definierten, sich kreuzenden optischen Wege jeweils zweimal, und
zwar in gleichen Richtungen, benutzt werden, und daß aus zwei geometrisch
gleichwertigen Meßkombinationen Änderungen der Primärintensitäten,
Detektorempfindlichkeiten und Fenstertrübungen rechnerisch eliminiert und die
das streuende Medium charakterisierenden Kenngrößen für die durch die
Anordnung von Quellen und Empfängern definierten Streuwinkelbereiche
ermittelt werden.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wenn Lichtstreuung in einen einzigen
Winkelbereich zur Bestimmung des Partikelgehalts als ausreichend betrachtet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch abwechselnde Aktivierung zweier auf
einer Seite des Sondensystems liegenden Komponenten als Quelle an den beiden
gegenüberliegenden Komponenten gleichzeitig wechselweise Streulicht- und
Transmissions-Messungen ausgeführt werden, und daß aus zwei
Meßkombinationen dieser Art rechnerisch die das streuende Medium
charakterisierende Kenngröße ermittelt wird.
3. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wenn Lichtstreuung in zwei verschiedene
Winkelbereiche zur Bestimmung des Partikelgehalts erforderlich sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die vier Komponenten des Sondensystems ein wesentlich
ungleichseitiges Rechteck bilden, daß von zwei diagonal zueinander
angeordneten Komponenten des Sondensystems eine nur als Quelle, die andere
nur als Empfänger aktiviert wird, während die beiden anderen Komponenten
abwechselnd und im Wechsel mit der Sonde mit reiner Quellenfunktion als
Quelle und Empfänger aktiviert werden, daß durch abwechselnde Anwendung
des Verfahrens nach Anspruch 2 auf die beiden geometrisch verschiedenartigen
Kombinationen von je zwei Quellen und Empfängern abwechselnd je zwei
Streulichtmessungen, kombiniert mit Transmissionsmessungen, unter den
entsprechenden durch das Sondensystem definierten kleinen und großen
Streuwinkel durchgeführt werden, z. B. drei- oder vierphasisch periodisch, und
daß aus den entsprechenden Kenngrößen für die beiden Winkelbereiche mit
Hilfe einer Eichkurve die Massendichte und gegebenenfalls die häufigste Größe
der Partikeln ermittelt wird.
4. Eine Vorrichtung zur Abschirmung von störendem indirektem Streulicht über
beleuchtete Fenster- und Wandflächen bei Anwendung von Verfahren nach
Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle denkbaren geraden
Verbindungen von den Fenstern der als Quelle aktivierbaren Komponenten des
Sondensystems sowie von den direkt beleuchteten Wandflächen zu den Fenstern
der auf den jeweiligen gleichen Seiten des Sondensystems liegenden, als
Empfänger aktivierbaren Komponenten durch geeignete Blenden geschnitten
werden.
5. Eine Vorschrift zur Lichtquellensteuerung und Signalverarbeitung bei
Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Quellen zweiphasisch periodisch aktiviert werden, und daß in jeder
Halbperiode das Verhältnis (bzw. die Differenz der Logarithmen) der
gleichzeitig gemessenen Streulicht- und Transmissions-Signale und in jeder
Vollperiode ein dem geometrischen Mittelwert der beiden Verhältnisse
entsprechendes, das streuende Medium charakterisierendes Meßsignal gebildet
wird.
6. Eine Vorschrift zur Lichtquellensteuerung und Signalverarbeitung bei
Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem vierphasisch periodischen Meßvorgang eine Komponente im Wechsel mit
zwei weiteren Komponenten als Quelle aktiviert wird, wobei die letzteren
wiederum abwechselnd aktiviert werden, daß in jeder Viertelperiode das
Verhältnis (bzw. die Differenz der Logarithmen) der gleichzeitig gemessenen
Streulicht- und Transmissions-Signale gebildet wird, daß in jeder Halbperiode
ein dem geometrischen Mittelwert der beiden Verhältnisse entsprechendes, die
Streuung des Mediums in den jeweiligen Winkelbereich charakterisierendes
Signal gebildet wird, und daß in jeder Vollperiode aus den Signalen für die
beiden Winkelbereiche mit Hilfe einer Eichkurve das Meßsignal für die
Massendichte und gegebenenfalls für die häufigste Größe der Partikeln gebildet
wird.
7. Bei Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 2 oder 3 zur schnellen
Bestimmung des Partikelgehalts in Gasen oder Flüssigkeiten die Verwendung
von Leuchtdioden mit Emmissionswellenlängen um das 3- bis 5fache der zur
erwartenden häufigsten Partikelgröße, zur Rußbestimmung im Abgas
unmittelbar hinter einem Dieselmotor also Wellenlängen zwischen 300 und
500 nm.
8. Bei Anwendung von Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 die Verwendung von
Photodioden als Lichtempfängern.
9. Bei Anwendung von Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 die Verwendung von
Lichtleitfasern zur Einkopplung des Lichtes in die Meßstrecke.
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|---|---|---|---|
| DE19904025789 DE4025789A1 (de) | 1990-08-10 | 1990-08-10 | Optisches verfahren zur bestimmung des partikelgehaltes in gasen und fluessigkeiten |
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Publications (1)
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| DE4025789A1 true DE4025789A1 (de) | 1992-02-13 |
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