DE4025323C2 - Vorrichtung zur Durchflußmessung an Heizkörpern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchfluß
messung an Heizkörpern von Warmwasserheizungsanlagen,
bestehend aus einer in den Heizkreislauf vor oder hinter
dem Heizkörper eingebauten Heizkörperarmatur mit Zulauf-
und Ablaufanschluß und dazwischen befindlichem, von außen
einstellbarem Absperrventil, wobei im Armaturengehäuse
in Strömungsrichtung vor und hinter dem Absperrventil
Kanäle abgezweigt sind, an deren freie Mündungen ein
Druckdifferenzmeßgerät anschließbar ist, der Hub des
Schließkörpers des Absperrventiles mit einer am Druckdifferenzmeßgerät
gehalterten Längenmeßvorrichtung
erfaßbar ist und ein die Meßwerte der Längenmeßvorrichtung
und des Druckdifferenzmeßgerätes aufnehmender,
elektronischer Rechner vorgesehen ist, mittels dessen
der sich aus dem Hub des Schließkörpers und dem Differenzdruck
ergebene Durchflußwert ermittelbar und anzeigbar
ist.
Aus der DE 32 44 668 A1 ist eine derartige Vorrichtung
bekannt, die allerdings hinsichtlich der Installation
sehr aufwendig ist, da diese Vorrichtung prinzipiell
nur zum bleibenden Installationseinsatz in eine bestehende
Anlage geeignet ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung dieser Art zu
schaffen, die hinsichtlich ihrer Installationen und
Benutzung vereinfacht ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor,
daß das Druckdifferenzmeßgerät einen Meßkopf aufweist,
an welchem die Längenmeßvorrichtung gehaltert ist, daß
der Meßkopf stirnseitig auf das Armaturengehäuse
aufschiebbar ist, wobei den Meßkopf durchsetzende
Anschlußkanäle mit ihrer armaturenseitigen Mündung koaxial
zu den freien äußeren Mündungen der das Armaturengehäuse
durchsetzenden, verschließbar ausgebildeten Kanäle
ausrichtbar sind, und der Meßkopf Abdichtungen im Bereich
der armaturenseitigen Mündungen der Anschlußkanäle
aufweist, daß am Meßkopf ein federbelasteter Stößel
gehaltert ist, dessen eines Ende bei auf das Armaturengehäuse
aufgestecktem Meßkopf an Teile des Schließkörpers
des Absperrventiles unter Federvorspannung angelegt ist
und dessen anderes Ende mit einem elektrischen
Wegaufnehmer in Wirkverbund steht oder daß als Längenmeßvorrichtung
für die Feststellung des Hubes des
Schließkörpers ein Ultraschallsensor am Meßkopf gehaltert
ist, dessen Impulse von Teilen des Schließkörpers
reflektiert werden, so daß die relative Stellung des
Schließkörpers erfaßbar und die erfaßten Werte in den
Rechner einlesbar sind.
Durch diese Ausbildung kann in sehr einfacher Weise die
Anordnung des Meßkopfes am Armaturengehäuse erfolgen,
woraufhin sämtliche Funktionselemente sofort zur
Bestimmung der Druckdifferenz und des Hubes des
Schließkörpers herangezogen werden können. Es ist somit
eine sehr einfache Handhabung realisiert, so daß es für
den Benutzer mit einem Meßgerät möglich ist, in Folge
eine Vielzahl von entsprechend ausgebildeten Anschlüssen
zu überprüfen und die entsprechenden Durchflußmeßwerte
zu bestimmen.
Bei der Armatur, die eine übliche Heizkörperverschrau
bung sein soll, ist durch die Anordnung der Kanäle oder
Bohrungen, die Druckabnahme der Differenzdruckmessung
möglich. Die Kanäle oder Bohrungen münden innenliegend
der Armatur vor bzw. hinter dem Absperrventil, ins
besondere dem Ventilsitz, und münden an der Außenseite
des Armaturengehäuses an einer Stelle, die durch den
Meßkopf des Druckdifferenzmeßgerätes abgedeckt ist und
eine entsprechende Leitungsverbindung zum Druckdifferenz
meßgerät herstellt. An dem Meßkopf des Druckdifferenzmeß
gerätes ist zusätzlich die Längenmeßvorrichtung gehal
tert, die den Hub des Schließkörpers des Absperrventiles
erfaßt. Die beiden so erfaßten Meßwerte (Hub des Schließ
körpers bzw. Differenzdruck) werden in geeigneter Weise
einem elektronischen Rechner zugeführt, der Bestandteil
der Durchflußmeßvorrichtung ist, wobei in diesem Rechner
die entsprechenden Werte unmittelbar umgerechnet werden
und eine Durchflußanzeige an einer entsprechenden An
zeigevorrichtung, die ebenfalls Bestandteil der Durch
flußmeßvorrichtung ist, möglich wird. Die Handhabung
zum Erhalt eines entsprechenden Meßwertes ist sehr
einfach, da das entsprechende Durchflußmeßgerät mit
seinem Meßkopf lediglich auf die Armatur aufgesetzt werden
muß, um einerseits die Anschlüsse zu den Mündungen der
Kanäle oder Bohrungen zum Erfassen des Differenzdruckes
herzustellen und andererseits Anschlüsse zum Erfassen
der relativen Stellung des Schließkörpers zu bilden.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß als Verschlußelemente zum
Verschließen der Kanäle von außen zugängliche Schraubkegel
in das Armaturengehäuse einschraubbar sind.
Die Anordnung der Schraubkegel hat so zu erfolgen, daß
die das Armaturengehäuse durchsetzenden Bohrungen bzw.
Kanäle bei aufgesetztem Meßkopf geöffnet und vor Abnahme
des Meßkopfes wieder geschlossen werden können.
Eine bevorzugte Variante hierzu wird darin gesehen, daß
als Verschlußelemente zum Verschließen der Kanäle
Rückschlagventile im Armaturengehäuse gehaltert sind,
die mittels am Meßkopf ausgebildeter Stellfinger bei
auf das Armaturengehäuse eingesetztem Meßkopf den
Durchfluß durch die Kanäle zum Meßkopf hin freigeben.
Bei der Anordnung sind in den Mündungen der Bohrungen
bzw. Kanäle des Armaturengehäuses als Verschlußelemente
Rückschlagventile eingesetzt, die beim Aufsetzen des
Meßkopfes mittels der am Meßkopf ausgebildeten Stellfinger
in die Öffnungsstellung verschoben werden, so daß der
Durchfluß freigegeben ist. Beim Abnehmen des Meßkopfes
schließen sich die Rückschlagventile selbständig.
Desweiteren ist es möglich, daß der Wegaufnehmer als
elektrischer Schiebewiderstand ausgebildet ist.
Eine Variante hierzu wird darin gesehen, daß der Wegaufnehmer
als induktiver oder kapazitiver Meßumformer
ausgebildet ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung gezeigt und im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 Eine erste Ausführungsform in Seiten
ansicht im Schnitt;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform in gleicher
Ansicht.
Die Vorrichtung zur Durchflußmessung an Heizkörpern
besteht aus einer in den Heizkreislauf im Ausführungs
beispiel vor den Heizkörper eingebauten Heizkörper
armatur 1 mit Zulaufstutzen 2 und Ablaufstutzen 3.
Zwischen diesen befindet sich ein von außen einstell
bares Absperrventil 4 mit Schließkörper 5. Das Ab
sperrventil 4 ist in einer entsprechenden Bohrung
des Armaturengehäuses 1 eingeschraubt und abge
dichtet. Der Schließkörper 5 ist zum Ventilsitz 6
hin von außen einstellbar, um unterschiedliche Quer
schnitte freizugeben, wie dies an sich bekannt ist.
Der dem Strömungsverlauf abgewandte Teil des Schließ
körpers 5 ist von der Stirnseite der Heizkörperarmatur
1 her zugänglich. In Strömungsrichtung vor und hinter
dem Absperrventil 4 sind Kanäle oder Bohrungen 7 an
geordnet. Diese Kanäle oder Bohrungen 7 münden einer
seits vor und hinter dem Ventilsitz 6 in den Strömungs
kanal und münden andererseits nach außen aus dem Arma
turengehäuse 1 aus. An diese Bohrungen oder Kanäle ist
ein Druckdifferenzmeßgerät mit einem Meßkopf 13 an
schließbar. Der Meßkopf 13 weist entsprechende Bohrungen
oder Kanäle 11 auf, die bei auf das Armaturengehäuse 1
aufgesetztem Meßkopf 13 einerseits mit den Kanälen 7
in Verbindung stehen und andererseits mit dem Differenz
druckmeßgerät verbindbar sind. Der Hub des Schließkörpers
5 des Absperrventiles 4 kann dabei mittels einer am Meß
kopf 13 gehalterten Längenmeßvorrichtung erfaßt werden,
die später noch beschrieben wird. Zusätzlich ist ein die
Meßwerte der Längenmeßvorrichtung und des Druckdifferenz
meßgerätes aufnehmender elektronischer Rechner 14 vor
gesehen, mittels dessen der aus dem Hub des Schließ
körpers 5 und dem Differenzdruck ergebende Durchfluß
meßwert ermittelbar ist. Der Rechner ist mit einer
Anzeigevorrichtung 15 gekoppelt, auf welcher der Durch
flußmeßwert angezeigt werden kann.
Die Bohrungen bzw. Kanäle 7 zum Anschluß des Druck
differenzmeßgerätes sind verschließbar, so daß nur
bei aufgesetztem Meßkopf 13 der Abgang nach außen
freigegeben ist, während ansonsten dieser Abgang
verschlossen ist. Hierzu ist beim Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 1 als Verschlußelement 12
jeweils ein von außen zugänglicher Schraubkegel
in das Armaturengehäuse eingeschraubt. Diese
Schraubkegel sind in der Zeichnung von oben, also
von der Stirnseite der Armatur her zugänglich,
wozu der Meßkopf 13 entsprechende Durchgriffs
lochungen aufweist. Bei aufgesetztem Meßkopf kann
durch Betätigung der Schraubkegel jeder Kanal 7
geöffnet und in Leitungsverbindung mit den Kanälen
11 des Meßkopfes 13 gebracht werden.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind als
Verschlußelemente 12 Rückschlagventile im Armaturen
gehäuse 1 gehaltert, die mittels am Meßkopf 13 aus
gebildeter Stellfinger 16 bei auf das Armaturengehäuse
1 aufgesetztem Meßkopf den Durchfluß durch die Bohrungen
7 zum Meßkopf 13 hin, d. h. zu den Kanälen 11 hin frei
geben. Bei beiden Ausführungsbeispielen ist der Meßkopf
13 stirnseitig auf das Armaturengehäuse 1 aufschiebbar,
wobei den Meßkopf durchsetzende Anschlußkanäle 11 mit
ihrer armaturenseitigen Mündung koaxial zu den freien
äußeren Mündungen der das Armaturengehäuse 1 durch
setzenden Kanäle 11 ausrichtbar sind. Diese Position
ist durch am Meßkopf 13 befindliche Anschlagmittel 17
definiert. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist
am Meßkopf 13 ein federbelasteter Stößel 8 gehaltert,
dessen eines Ende bei auf das Armaturengehäuse 1 auf
gesetztem Meßkopf 13 an Teile des Schließkörpers 5 des
Absperrventiles 4 unter Vorspannung einer Feder 18 an
gelegt ist. Das andere, dem Armaturengehäuse 1 abge
wandte Ende ist mit einem elektrischen Wegaufnehmer 9
in Wirkverbund. Der Wegaufnehmer ist im Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 2 ein Schiebewiderstand. Es kann
anstelle dessen auch ein induktiver oder kapazitiver
Meßumformer Verwendung finden. Beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 ist als Längenmeßvorrichtung für die
Feststellung des Hubes des Schließkörpers 5 ein
Ultraschallsensor 10 am Meßkopf 13 gehaltert, wobei
die vom Ultraschallsensor 10 ausgesandten Impulse
von Teilen des Schließkörpers 5 reflektiert werden,
so daß die relative Stellung des Schließkörpers
erfaßt und in geeignete Werte beispielsweise im
Rechner 14 umgesetzt werden kann.
Die Handhabung der Durchflußmeßvorrichtung ist
denkbar einfach, da dann, wenn eine Durchfluß
messung durchgeführt werden soll, lediglich der
Meßkopf 13 mit allen daran befindlichen In
stallationselementen auf die Stirnseite des
Armaturengehäuses 1 aufgeschoben werden kann,
bis er seine Sollage erreicht hat. In dieser
Position können die Verschlußelemente für die
Bohrungen 7 entweder manuell geöffnet werden
oder sie sind gemäß Ausführungsbeispiel Fig.
2 schon geöffnet. Die Druckdifferenz an den
Kanälen 7 und der relative Hub des Schließ
körpers 5 können durch die entsprechenden Meßgeräte
leicht erfaßt und in den Rechner 14 eingelesen werden,
woraufhin an der Anzeigevorrichtung 15 unmittelbar der
Durchflußmeßwert angezeigt wird.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Durchflußmessung an Heizkörpern von
Warmwasserheizungsanlagen, bestehend aus einer in
den Heizkreislauf vor oder hinter dem Heizkörper einge
baute Heizkörperarmatur mit Zulauf- und Ablaufanschluß
und dazwischen befindlichen, von außen einstellbarem
Absperrventil, wobei im Armaturengehäuse in Strömungsrichtung
vor und hinter dem Absperrventil Kanäle abgezweigt
sind, an deren freie Mündungen ein Druckdifferenzmeßgerät
anschließbar ist, der Hub des
Schließkörpers des Absperrventiles mit einer am Druckdifferenzmeßgerät
gehalterten Längenmeßvorrichtung
erfaßbar ist und ein die Meßwerte der Längenmeßvorrichtung
und des Druckdifferenzmeßgerätes aufnehmender,
elektronischer Rechner vorgesehen ist,
mittels dessen der sich aus dem Hub des Schließkörpers
und dem Differenzdruck ergebende Durchflußmeßwert ermittelbar
und anzeigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckdifferenzmeßgerät einen Meßkopf (13)
aufweist, an welchem die Längenmeßvorrichtung gehaltert
ist, daß der Meßkopf (13) stirnseitig auf
das Armaturengehäuse (1) aufschiebbar ist, wobei
den Meßkopf (13) durchsetzende Anschlußkanäle (11)
mit ihrer armaturenseitigen Mündung koaxial zu den
freien äußeren Mündungen der das Armaturengehäuse
(1) durchsetzenden, verschließbar ausgebildeten
Kanäle (7) ausgerichtbar sind, und der Meßkopf (13)
Abdichtungen im Bereich der armaturenseitigen
Mündungen der Anschlußkanäle (11) aufweist, daß
am Meßkopf ein federbelasteter Stößel (8) gehaltert
ist, dessen eines Ende bei auf das Armaturengehäuse
(1) aufgestecktem Meßkopf (13) an Teile des Schließkörpers
(5) des Absperrventiles (4) unter Federvorspannung
angelegt ist und dessen anderes Ende mit
einem elektrischen Wegaufnehmer in Wirkverbund steht
oder daß als Längenmeßvorrichtung für die Feststellung
des Hubes des Schließkörpers (5) ein Ultraschallsensor
(10) am Meßkopf (13) gehaltert ist, dessen Impulse
von Teilen des Schließkörpers (5) reflektiert werden,
so daß die relative Stellung des Schließkörpers erfaßbar
und die erfaßten Werte in den Rechner (14)
einlesbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verschlußelemente (12) zum Verschließen der
Kanäle (7) von außen zugängliche Schraubkegel in das
Armaturengehäuse (1) einschraubbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verschlußelemente (12) zum Verschließen der
Kanäle (7) Rückschlagventile im Armaturengehäuse (1)
gehaltert sind, die mittels am Meßkopf (13)
ausgebildeter Stellfinger (16) bei auf das Armaturengehäuse
(1) aufgesetztem Meßkopf (13) den Durchfluß
durch die Kanäle (7) zum Meßkopf (13) hin freigeben.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wegaufnehmer (9) als elektrischer Schiebewiderstand
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wegaufnehmer (9) als induktiver oder
kapazitiver Meßumformer ausgebildet ist.
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